Kopenhagen

Die bunte Stadt am Meer

Wohl kaum eine andere Stadt hat derart viele Fleckchen zum Verlieben. Die kleinen Gassen mit den bunten Häusern, die trendige Architektur neben altehrwürdigen Königsschlössern, den Sonnenuntergang am Hafen, das alles und noch viel mehr hat die Hauptstadt Kopenhagen zu bieten.

Ab geht’s in den hohen Norden

Wer sich im Norden von Europa einfindet, der darf Dänemark und seine Hauptstadt Kopenhagen begrüßen und wird von den Wellen der Nord- und Ostsee umgeben. Das Flair der Stadt ist bereits spürbar, wenn die Besucher den Hafen erreichen.

Die dänische Hauptstadt ist immer einen Städtetrip wert. Wer sich am Hafen von Kopenhagen befindet, der hat es nicht weit bis in die Stadt, in der sich die bunten Häuser dekorativ aneinanderreihen.

Will man dem World Happiness Report Glauben schenken, so sind die Dänen das drittglücklichste Volk der Welt. Das macht sich auch schon bei einem kurzen Städtetrip in die Metropole bemerkbar: Es liegt viel Lachen und gute Laune in der Luft.

Der geschichtliche Hintergrund Kopenhagens

Vom Hafen zur Metropole, so war die Entwicklung dieser Stadt. Vor mir als 1.000 Jahren beginnt die beeindruckende Geschichte von Kopenhagen mit einem kleinen Fischerdörfchen. Das Dorf, das die Einheimischen liebevoll „Havn“ nannten und das auf der Insel Seeland beheimatet ist, wird als die Hauptstadt von Dänemark auserkoren. Dies geschah im Jahre 1443. Acht Kilometer von der südschwedischen Küste entfernt – am Öresund – ist die kleine Metropole beheimatet. 

Übersetzt bedeutet Kopenhagen “der Hafen der Kaufleute”. Die Lage trägt sehr viel zu diesem Namen bei und so gehen immer viele Besucher von Board und lassen es sich nicht entgehen, den Hafen der Kaufleute einmal persönlich zu erkunden.

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten der Stadt

Den lille Havfrue – Die kleine Meerjungfrau

Kopenhagen
Klein, aber fein thront die kleine Meerjungfrau am Ufer der Langelinie

Die berühmteste Dame von Kopenhagen sitzt auf einem kleinen Felsvorsprung und wartet darauf, dass sie wieder einmal als Urlaubserinnerung gelten darf. Die kleine Meerjungfrau, die sich am Ufer der Promenade Langelinie einfindet, ist das Fotomotiv in Kopenhagen schlechthin. Sie ist auch das Wahrzeichen der Stadt. Das Fabelwesen erzählt das Märchen von Hans Christian Andersen und ist das kleinste Wahrzeichen der Welt. Mit seinen 125 cm kann die Statue aus Bronze schon überzeugen, denn seit mehr als 100 Jahren begrüßt sie Besucher von nah und fern.

Das Hafenviertel – Nyhavn

Das malerische Hafenviertel tut sich für Städtereisende hervor, die einen Hang zur Romantik pflegen. Die Farben der bunten Häuser leuchten schon von weitem und verpassen so dem Nyhavn eine ganz spezielle Atmosphäre. Wer sich im Hafen der Stadt einfindet, der darf sich vom internationalen Trubel nicht abschrecken lassen. Hier reiht sich ein Café neben dem anderen, aber der ungetrübte Blick auf das Meer ist sicher. Während die Abendsonne alles um sich herum in ein warmes Licht taucht, darf ein vielversprechender Urlaubstag verabschiedet werden.

Christian V. hat dem Hafenviertel seine ursprüngliche Gestalt gegeben. Ihm war es ein Anliegen, eine direkte Schiffsverbindung in das Innere der Stadt zu schaffen. Will der Besucher den Einheimischen Glauben schenken, dann handelt es sich beim Nyhavn, um die längste Bar Europas. Hier im Hafenviertel sollte auch einst der Märchenerzähler Hans Christian Andersen gelebt haben. Aus dem Jahre 1681 stammt das älteste Haus im Hafen und es sieht noch heute aus wie in seiner Gründerzeit.

Die Fußgängerzone – Strøget

Einmal in der Fußgängerzone von Kopenhagen schlendern und viele Eindrücke dabei auf sich wirken lassen. Was gibt es Schöneres? Wer das Land und seine Leute besser kennenlernen möchte, der muss sich in der hiesigen Fußgängerzone einfinden. Die Strøget ist die längste Fußgängerzone Europas. Sie misst 1,1 km und erstreckt sich vom Kopenhagener Rathausplatz bis zum Königlichen Neuen Markt.

Der Torvehallerne Food Market

Das Leben von Dänemark schmecken mit allen Sinnen: ein Besuch im Torvehallerne Food Market macht es möglich. Mehr als 60 Stände bieten hier ihre Köstlichkeiten an. Das ist die richtige Sehenswürdigkeit für Gourmetfreunde. Denn überall gibt es kleine Essensstände, die zur Verkostung einladen.

Der dänische runde Turm – Rundetårn

Um den perfekten Rundumblick über die Stadt Kopenhagen zu erhaschen, muss erst der runde Turm – genannt Rundetårn – erklommen werden. Dieser Turm gilt als gute Aussichtsplattform. Ein mit gelben Steinen gepflasterter spiralförmig angelegter Weg führt die Besucher zur Aussichtsplattform. Siebeneinhalb Drehungen um die Turmmitte stehen bevor, erst dann ist der Aufstieg des Rundetårn bewältigt. Der mittelalterliche Kern der Stadt hat sich sein Aussehen, wie vor 500 Jahren, bewahren können. 

Schloss Amalienborg

Kopenhagen

Schloss Amalienborg dient als Staatsresidenz der königlichen Familie. Die barocke Anlage ist ein sehr imposanter Bau. Wurde die Flagge im Schloss Amalienborg gehisst, darf darauf vertraut werden, dass die Königsfamilie anwesend ist. Vielleicht haben die Besucher ja Glück und sehen Kronprinz Frederik und seine Mary. Sie gelten als überaus volksnah und schätzen den Kontakt zu ihrem Volk sehr. Wer Schloss Amalienborg besuchen möchte, sollte das um die Mittagszeit machen, denn Punkt 12 Uhr findet immer die Wachablösung statt. Dieses Schloss wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut und es setzt sich aus vier identischen Gebäuden zusammen. Eines davon ist für Besucher aus aller Welt zugänglich. 

Schloss Rosenburg

Dieses Schloss wurde vor mehr als 400 Jahren von König Christian IV. erbaut. Das alte Renaissanceschloss wird heute dafür genutzt, um näher in die Geschichte des Landes eintauchen zu können. Der Rittersaal mit dem Königsthron hinterlässt gewiss einen bleibenden Eindruck. Ganz interessant ist auch die Gestaltung der drei silbernen Löwen. 

Das Schloss Rosenburg gibt die Kronjuwelen zum Besten, der Glanz vergangener Tage wird mit einem solchen Besuch allgegenwärtig. Zudem hat das Schloss Rosenburg einen guten Platz, es befindet sich am Rande des königlichen Gartens Kongens Have. Während einige in der Schatzkammer nach den Kronjuwelen suchen, ist für andere Reisende wieder der schön angelegte Park, das Highlight schlechthin. 

Schloss Christiansborg

Bereits von weitem gut zu erkennen ist das Schloss Christiansborg. Der 106 Meter hohe Turm macht auf diese Sehenswürdigkeit aufmerksam. Es dient als Parlament, Oberstes Gericht und Sitz des Ministerpräsidenten. Der Schlossgarten stellt ein Rosenparadies dar und die diversen Wasseranlagen machen immer wieder gerne auf sich aufmerksam. Das Innere der Burg hat es verdient, besucht zu werden, denn die königlichen Räume im Schloss Christiansborg sind immer wieder schön anzuschauen.

Christiania – die außergewöhnliche autonome Freistadt mitten im Zentrum

Hier tut sich auf den 34 Hektar eine einzigartige Wohnlage auf. Die alternative Lebensform hat in Christiania das Sagen. Dieses Viertel von Kopenhagen hat sich der Kunst und den Konzerten verschrieben. Was einst als Militärgelände galt, ist nun eine begehrte Gegend mit außergewöhnlicher Architektur und einer Skatehalle. Die „Pusher Street“ gilt als Hauptattraktion in dem Viertel der Stadt, wo Graffitis und Mosaike nicht mehr wegzudenken sind.

Freizeitpark Tivoli – Der erste Freizeitpark der Welt

Kopenhagen

Wer sich vergnügen möchte, der findet sich Freizeitpark Tivoli ein. Dieser Vergnügungspark mit den nostalgischen Reizen hat viel zu bieten. Eines der höchsten Kettenkarussells der Welt ist hier im Park beheimatet. Die Welt der Abenteuer und Märchen wartet bereits. Noch lange bevor Disneyland ins Leben gerufen wurde, gab es bereits diesen Rummel. Er wurde bereits im Jahre 1843 gegründet. 

Mitten in der Stadt ist er anzutreffen und gilt für Groß und Klein als Besuchermagnet. Seine Originalität hat Tivoli bis heute nicht verloren. Besonders in den Abendstunden ist hier ein Besuch empfehlenswert, denn dann erstrahlt der Freizeitpark in seinen buntesten Farben. In der Zeit von April bis September bieten die meisten Fahrgeschäfte ihre Dienste an. Während der Saison geben sich auch viele dänische und internationale Künstler ihr Stelldichein im Freizeitpark Tivoli.

Alle Sehenswürdigkeiten einfach erkunden – Mit Hop-on/Hop-off-Bussen

Wer Kopenhagen auf bequeme Art und Weise erkunden möchte, ohne dass er eine Sehenswürdigkeit verpasst, der nutzt kurzerhand die Hop-on/Hop-off-Busse, die bei allen wichtigen Attraktionen der Stadt Halt machen. Die Busse bieten den perfekten Komfort, ohne sich ständig auf das Geschehen der Straße konzentrieren zu müssen. Wenn Urlauber gerne auch einmal per Boot oder Schiff unterwegs sind, sollten sie die Hop-on/Hop-off-Busse + Boot nutzen. Denn viele Sehenswürdigkeiten können gut vom Wasser aus entdeckt werden. Eine Kanal- und Hafentour lässt keine Wünsche offen und so kann die Entdeckertour beginnen. 

Kopenhagen

Die Stadt mit dem Rad erkunden

Kopenhagen lässt sich aber auch sehr gut mit dem Rad erkunden, nicht umsonst erhielt Kopenhagen den Beinamen Fahrradstadt. Rauf aufs Fahrrad und schon kann die Entdeckungsreise im Norden beginnen. Die Urlauber werden dabei nicht alleine in die Pedale treten, denn auch die Dänen radeln gerne. Wer sich also gerne mit dem Fahrrad fortbewegt, der ist in Kopenhagen genau richtig. Zudem gibt es die Citybikes. Diese Citybikes sind an allen Tagen des Jahres frei verfügbar und das rund um die Uhr. Was ist das Besondere an einem solchen Fahrrad? Es ist mit Tablet und Touchscreen ausgestattet und navigiert sicher durch die Stadt und an die gewünschten Sehenswürdigkeiten.

In den letzten 25 Jahren wurde fleißig am Radnetz der Stadt gebaut, so verfügt die kleine Metropole nun über 400 Kilometer Radweg. Schnell und sicher vorankommen, auch in der Rush-Hour, in dieser Stadt ist das wahrlich kein Problem.

Die Copenhagen Card – Für alle die länger bleiben wollen

Wer die Copenhagen Card sein Eigen nennt, der kann 86 Attraktionen genießen, ohne Eintritt zu bezahlen. Zudem gibt es Souvenirshops und Restaurants, die zusätzliche Rabatte bieten, wenn die Card vorgelegt wird. Diese Karte ist ebenso als Fahrkarte in Kopenhagen und den gesamten Umland gedacht. Egal, ob Bahn, Hafenbus, Metro oder Bus. 

Wer die Absicht hegt, mehr von der kleinen Metropole Kopenhagen kennenzulernen und über mehrere Tage bleiben möchte, für den lohnt sich der Kauf der Copenhagen Card gewiss. Denn somit können alle lokalen Transportmittel genutzt werden und kostenfreie Eintritte gibt es als Draufgabe. Die Preise hierfür sind gestaffelt, so kostet eine Tageskarte 54 Euro, ein Ticket für zwei Tage 80 Euro, für drei Tage 99 Euro und für fünf Tage 163 Euro.

Die richtige Unterkunft in der Stadt Kopenhagen

Von der Luxusunterkunft bis zum Familienappartement hat die Stadt Kopenhagen vieles zu bieten. Wer einmal eine ganz besondere Urlaubsunterkunft nützen möchte, der hält nach dem passenden Hausboot Ausschau. Für jene Urlauber, die mit einem kleinen Urlaubsgeld auskommen müssen, bieten sich Hostels an. Auch Privatunterkünfte oder Ferienhäuser stehen als Auswahl für die passende Unterkunft bereit. 

Essen und Trinken in Kopenhagen

Jeder kennt es, das legendäre Smørrebrø, welches es nur in Dänemark gibt. Ein Schwarzbrot, das reichlich belegt ist. Mit allem was man sich nur vorstellen kann: Lachs, Braten, Garnelen, Frikadellen, Sauce, Eier und vieles mehr. Bei einem guten Smørrebrø kommt das Brot gar nicht zum Vorschein, denn es ist mit den vielen Beilagen bedeckt. 

Wer sich mit keinem Smørrebrø zufrieden gibt, sondern ein Hauptgericht in einem Restaurant bestellt, der muss dafür im Schnitt 20 Euro berechnen. Die Getränke sind in den Gaststätten auch etwas überteuert, so muss für ein kleines Bier 8 Euro bezahlt werden. Aber die paar Euros machen sich bezahlt, denn das dänische Bier ist vollmundig in seinem Geschmack. Der Gerstensaft wird in diesem Land in vielen kleinen Brauereien hergestellt. An die 100 Mikrobrauereien soll es in Dänemark geben. 

Wer bei Essen und Trinken in Kopenhagen sparen möchte, der sollte sich in den Food Markets des Landes einfinden oder am Würstchenwagen einen Hotdog verspeisen. So ist der kleine Hunger zwischendurch schnell gestillt. Auch das süße Blätterteiggebäck “wienerbrød“ will verkostet werden. Dieses knusprige Wiener Brot wurde in Dänemark das erste Mal 1840 produziert, es war ein Wiener Bäcker, der dieses Gebäck erfunden hat. Seither gehört es zu den liebsten Naschereien der hiesigen Bevölkerung.

Kopenhagen
Die Leckereien in anderen Ländern schmecken einfach anders und sollten deshalb nicht ausgelassen werden!

Das Smørrebrø oder Stjerneskud – Schollenfilet auf Brot. Dazu ein kaltes Bier oder ein schneller Schnaps. Oder soll es doch lieber Rødgrød – die rote Grütze mit der legendären Zimtschnecke, genannt Kanelsnegl – sein? Die Kulinarik in Kopenhagen zeigt sich vielseitig. Viele kleine kulinarische Köstlichkeiten warten auch in den Bäckereien und Cafés. Hyggelige Cafés gibt es in der Stadt viele. Sie laden nach einem langen ereignisreichen Tag zum Ausruhen und Entspannen ein. Vor allem die Atmosphäre ist in solchen Cafés ist geprägt von der Gemütlichkeit.

Wer das Kopenhagener Nachtleben kennenlernen möchte, findet sich im Stadtviertel Nørrebro ein, hier reihen sich unterschiedliche Bars und Lokale aneinander, die Ausgeh-Spaß versprechen. Eines der größten Clubs der Stadt ist das Chateau Motel. Es öffnet gerne seine Pforten, ohne dafür einen Eintritt zu verlangen. 

Lust auf einen Städtetrip zu zweit in Kopenhagen?

Aber was kostet ein solcher? Das kommt immer darauf an, welche Erwartungen erfüllt werden müssen. Die kleine Metropole hat viele Hotels in den unterschiedlichen Preisklassen zu bieten. Da findet jeder Städtebesucher die passende Unterkunft für sich. Wer die private Seite der Dänen kennenlernen möchte, der nutzt die Privatzimmervermietung. Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben. Aber auch die Hostels von Dänemark erweisen sich gut und zuverlässig. 

Ist die Reiselust geweckt? Diese Wege führen nach Kopenhagen!

Es stehen viele Möglichkeiten offen, die Metropole der kleinen Meerjungfrau zu besuchen. Der einfachste Weg ist es, mit dem Flugzeug anzureisen. Von vielen deutschen Flughäfen werden Direktflüge angeboten. Nur acht Kilometer südlich der Innenstadt ist der Flughafen von Kopenhagen angesiedelt. Mit der Metro geht es ab in die Stadt. Direkt am Terminal 3 wird in die Metrolinie M2 einsteigen. Innerhalb einer Viertelstunde ist damit die Innenstadt von Kopenhagen erreicht. Die Tickets für die Metro werden bequem am Terminal angeschafft. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 5 Euro. Wer mehr Zeit für seine Dänemark Reise mitbringt, der kann auch mit dem Fernbus, der Bahn, dem Schiff oder dem eigenen Pkw anreisen.

Das hyggelige Leben hautnah kennenlernen

Das Treiben der quirligen Stadt wird immer wieder eingeholt von der Gemütlichkeit ihrer Bewohner. Einmal nach Kopenhagen reisen und feststellen, dass ein Smørrebrø mehr ist, als ein einfaches Butterbrot und dass es kleine Meerjungfrauen wirklich gibt, wenn auch nur aus Bronze. Das werden nicht die einzigen Entdeckungen sein, denn diese vielversprechende Metropole, die den Radfahrern gehört, hat noch viel mehr zu bieten.