Regionen in Island
Inhaltsverzeichnis
- 1 Unsere Regionen-Artikel
- 2 Südisland, Wasserfälle, Gletscher und schwarze Strände
- 3 Nordisland, Akureyri, Húsavík und der Mývatn-See
- 4 Die Westfjorde, abgeschieden und wild
- 5 Westisland und Snæfellsnes, Islands Miniaturversion
- 6 Ostisland, Fjorde, Rentiere und stille Dörfer
- 7 FAQ, Häufige Fragen zu den Regionen Islands
In dieser Rubrik auf Skandinavien.eu stellen wir besondere Regionen in Island einmal etwas ausführlicher vor.
Island ist mit 103.000 km² der zweitgrößte Inselstaat Europas und teilt sich in acht Regionen auf. Jede davon hat ihren eigenen Charakter. Im Südwesten ballt sich das städtische Leben rund um Reykjavik, während im Hochland auf hunderten Kilometern kein einziger Mensch wohnt. Die Ringstraße (Route 1) verbindet die meisten Regionen auf 1.322 km, nur die Westfjorde und das Zentrum liegen abseits davon.
Hier findest du unsere ausführlichen Artikel zu einzelnen Regionen und Orten. Wir erweitern diese Rubrik regelmäßig.
Unsere Regionen-Artikel
Südisland, Wasserfälle, Gletscher und schwarze Strände
Die Südküste gehört zu den meistbesuchten Teilen Islands. Von Reykjavik aus erreichst du in etwa zwei Stunden den Seljalandsfoss, einen 60 Meter hohen Wasserfall, hinter den du auf einem Pfad laufen kannst. Nur 30 Minuten weiter östlich stürzt der Skógafoss mit gewaltiger Breite in die Tiefe. An sonnigen Tagen steht fast immer ein Regenbogen vor der Gischt.
Das Küstendorf Vík í Mýrdal liegt am berühmten schwarzen Strand Reynisfjara. Die dunklen Basaltsäulen und die tosende Brandung ziehen jedes Jahr tausende Besucher an. Vorsicht ist geboten: die sogenannten Sneaker Waves kommen ohne Vorwarnung und haben schon Touristen ins Meer gerissen. Halte mindestens 30 Meter Abstand zur Wasserlinie.
Weiter östlich wartet die Gletscherlagune Jökulsárlón am Rand des Vatnajökull, Europas größtem Gletscher. Riesige Eisberge treiben langsam Richtung Meer. Am nahegelegenen Diamond Beach liegen Eisbrocken auf schwarzem Sand, die Szene wirkt wie aus einem Film. Touren auf den Gletscher selbst sind nur mit erfahrenen Guides möglich. Mehr dazu in unserem Artikel zu Gletschern und Vulkanen Islands.
Nordisland, Akureyri, Húsavík und der Mývatn-See
Der Norden ist rauer, leerer und in mancher Hinsicht spektakulärer als der Süden. Akureyri, die zweitgrößte Stadt Islands mit knapp 20.000 Einwohnern, liegt am Ende des Eyjafjörður und hat einen eigenen Flughafen mit Inlandsverbindungen. Die Stadt hat einen botanischen Garten, Museen und eine lebhafte Restaurantszene.
Húsavík, rund eine Stunde östlich von Akureyri, gilt als die Whale-Watching-Hauptstadt Europas. Von April bis Oktober stehen die Chancen gut, Buckelwale, Zwergwale und mit Glück sogar Blauwale zu sehen. Im Walmuseum der Stadt erfährst du alles über die Meeressäuger des Nordatlantiks.
Der Mývatn-See ist von vulkanischer Aktivität umgeben. Dampfende Fumarolen, Pseudokrater und bizarre Lavaformationen prägen die Gegend. Das Myvatn Nature Bath ist die weniger überlaufene (und günstigere) Alternative zur Blauen Lagune im Süden. In der Nähe liegt das Lavafeld Dimmuborgir mit seinen säulenartigen Formationen, in der isländischen Folklore die Heimat der Trolle.
Die Westfjorde, abgeschieden und wild
Die Westfjorde sind der am dünnsten besiedelte Teil Islands. Die schmalen Straßen winden sich an steilen Fjorden entlang, Tunnel durchbohren die Berge und im Winter sind manche Pässe wochenlang gesperrt. Wer hierher kommt, sucht Einsamkeit, und findet sie.
Am westlichsten Punkt Europas, den Klippen von Látrabjarg, brüten im Sommer Millionen von Papageientauchern. Die Vögel sind hier so an Menschen gewöhnt, dass sie sich aus nächster Nähe fotografieren lassen. Ísafjörður, der Hauptort der Westfjorde mit rund 2.600 Einwohnern, hat trotz seiner Abgeschiedenheit gute Restaurants und ein interessantes Seefahrtsmuseum.
Für die Westfjorde solltest du mindestens 3 bis 4 Tage einplanen. Ein Allradwagen ist empfehlenswert, auch wenn die Hauptstraßen mittlerweile größtenteils asphaltiert sind.
Westisland und Snæfellsnes, Islands Miniaturversion
Die Halbinsel Snæfellsnes wird oft als „Island in Miniatur" bezeichnet, weil sie auf engem Raum alles vereint, was die Insel ausmacht: Gletscher, Vulkane, Lavafelder, Klippen und Fischerdörfer. Der Snæfellsjökull-Gletscher am westlichen Ende der Halbinsel ist der Vulkan, in dem Jules Verne den Eingang zur „Reise zum Mittelpunkt der Erde" platzierte.
Von Reykjavik aus ist Snæfellsnes in etwa zwei Stunden erreichbar, ideal als Ergänzung zur Ringstraße oder als Tagesausflug. Das Fischerdorf Arnarstapi und die Basaltklippen an der Südküste der Halbinsel gehören zu den schönsten Küstenabschnitten Islands.
Ostisland, Fjorde, Rentiere und stille Dörfer
Die Ostfjorde gehören zu den Regionen, die von vielen Ringstraßen-Reisenden zu schnell durchfahren werden. Dabei lohnt sich das Langsamfahren hier besonders. In den schmalen Fjorden liegen winzige Fischerdörfer, die Straßen winden sich an steilen Hängen entlang und an den Berghängen grasen Islands einzige freilebende Rentiere, eingeführt im 18. Jahrhundert aus Norwegen.
Seyðisfjörður, der Fährhafen für die Smyril-Line-Verbindung nach Dänemark, ist ein farbenfrohes Städtchen mit bunt bemalten Holzhäusern und einer aktiven Kunstszene. Wer mit der Fähre ankommt, startet seine Island-Rundreise direkt im Osten, eine gute Alternative zum üblichen Start in Reykjavik.
Mehr zur Anreise nach Island mit Fähre und Flugzeug findest du in unserem Anreise-Artikel. Wenn du ein Ferienhaus in Island suchst, haben wir Unterkünfte nach Regionen sortiert.
FAQ, Häufige Fragen zu den Regionen Islands
Welche Region in Island eignet sich am besten für einen Erstbesuch?
Der Südwesten mit Reykjavik, dem Golden Circle (Þingvellir, Geysir, Gullfoss) und der Südküste. Hier liegen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten nah beieinander, die Infrastruktur ist gut und die Straßen sind durchgehend asphaltiert.
Wie viele Tage brauche ich für die Südküste?
Für die Strecke von Reykjavik bis zur Gletscherlagune Jökulsárlón und zurück solltest du mindestens 3 bis 4 Tage einplanen. Damit hast du genug Zeit für die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss, den schwarzen Strand bei Vík und die Gletscherlagune.
Lohnen sich die Westfjorde?
Unbedingt, aber nur wenn du genug Zeit mitbringst (mindestens 3 bis 4 Tage). Die Westfjorde sind der abgelegenste Teil Islands mit den steilsten Klippen, den wenigsten Touristen und der größten Papageientaucher-Kolonie in Látrabjarg. Im Winter sind sie teilweise nicht erreichbar.
Kann ich das isländische Hochland besuchen?
Ja, aber nur im Sommer (ca. Juli bis September). Die Hochlandstraßen (F-Straßen) sind den Rest des Jahres gesperrt und dürfen nur mit Allradfahrzeugen befahren werden. Landmannalaugar mit seinen bunten Rhyolithbergen und heißen Quellen ist das beliebteste Ziel im Hochland.
Wo kann ich in Island Wale sehen?
Die beste Chance hast du in Húsavík im Norden (April bis Oktober), wo Buckelwale, Zwergwale und manchmal Blauwale gesichtet werden. Auch von Reykjavik, Akureyri und den Westmännerinseln werden Walbeobachtungstouren angeführt.
Welche Region ist am besten für Nordlichter?
Grundsätzlich sind Nordlichter überall in Island sichtbar (September bis März). Die besten Chancen hast du abseits der Lichtverschmutzung Reykjaviks, etwa am Þingvellir-Nationalpark, an der Südküste oder im Norden rund um den Mývatn-See.
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Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026