Island
Island ist ein Land der Naturschauspiele mit 3 Nationalparks: es gibt 130 aktive Vulkane und imposante Gletscher bedecken mehr als ein Zehntel der Landfläche. 2004 wurde Þingvellir als traditioneller Versammlungsort des Althing zum Weltkulturerbe erklärt. Der Wasserreichtum Islands zeigt sich in unzähligen Flüssen, Seen und Wasserfällen, aber es gibt auch eine fast unbewohnte Wüstenlandschaft im Zentrum der Insel.
Endlose Weiten, mächtige Gletscher, Vulkane und zahllose Wasserfälle … In Island erleben Sie, wie ein Land entsteht …
Island liegt im Nordatlantik südlich des nördlichen Polarkreises. Das Klima ist aufgrund des warmen Golfstroms milder als in anderen Regionen dieser Breitengrade. Im Winter ist es vergleichsweise mild, im Sommer eher kühl. Der zweitgrößte Inselstaat Europas hatte im letzten Jahrhundert eine rasante Entwicklung vom landwirtschaftlich geprägten Land zur Dienstleistungsgesellschaft mit inzwischen jährlich mehr Besuchern als Einwohnern.
Die vulkanische Aktivität auf Island bringt auch Geysire, warme Quellen und Bäche mit sich, die für die Energiegewinnung genutzt werden. Die Stromerzeugung des Landes ist vollständig regenerativ. So kommt es auch, dass sich mehr als 250 Freiluft-Thermalbäder auf Island befinden, die begeistert benutzt werden. Die berühmteste unter ihnen ist die Blaue Lagune auf der Halbinsel Reykjanes, rund 20 Minuten vom internationalen Flughafen Keflavik entfernt. Das milchig-blaue Wasser hat ganzjährig eine Temperatur von etwa 38 Grad. Weniger bekannt, aber mindestens genauso schön: die Secret Lagoon in Flúðir oder das Myvatn Nature Bath im Norden.
Die Küste Islands ist geprägt von Fjorden und, bedingt durch den Golfstrom und sauberes Wasser, außerordentlichem Fischreichtum. Viele Besucher kommen zur Walbeobachtung, besonders Húsavík im Norden gilt als Whale-Watching-Hauptstadt Europas. Buckelwale, Blauwale und Zwergwale zeigen sich hier regelmäßig. Auch die berühmte Vogelvielfalt Islands lockt Besucher aus aller Welt. Zwischen Mai und August brüten Millionen von Papageientauchern (Puffins) an den Klippen der Westmännerinseln und auf der Halbinsel Látrabjarg. Reiterferien mit den berühmten Islandpferden sind ebenso beliebt.
Es gibt viele Möglichkeiten in Hotels und Gästehäusern oder auf dem Land auf Bauernhöfen zu übernachten. Die nördlichste Hauptstadt der Welt Reykjavik hat rund 140.000 Einwohner und damit leben fast zwei Drittel aller Isländer im Großraum der Hauptstadt. Reykjavik hat zahlreiche Theater, Museen, Galerien und das Zentrum für Isländische Kunst. Hier finden auch die jährlichen Kunst- und Kultur Festivals statt. Die Stadt ist auch für ihr lebhaftes Nachtleben bekannt, am Wochenende ziehen Einheimische und Touristen gemeinsam durch die Bars in der Laugavegur. Man kann mit dem Flugzeug oder Schiff (Autofähre) nach Island reisen. Auf Island wird die isländische Sprache gesprochen. Für Urlaüber und insbesondere für Einwanderer gibt es gibt viele Angebote Isländisch zu lernen.
Im Winter, wenn die Tage kurz sind, wird Island zum perfekten Ort für Nordlichter. Von September bis März tanzen die grünen und violetten Lichter regelmäßig über den Nachthimmel. Abseits der Lichtverschmutzung Reykjaviks sind die Chancen am besten, etwa am Þingvellir-Nationalpark oder an der Südküste. Im Sommer dagegen geht die Sonne kaum unter: die Mitternachtssonne taucht das Land von Juni bis Juli in dauerhaftes Licht.
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Island in Zahlen
Hauptstadt
Reykjavík
Sprache
Isländisch
Einwohner
ca. 383.000
Währung
Isländische Krone (ISK)
Fläche
103.000 km²
Politik
Parlamentarische Republik
EU-Status
Kein EU-Mitglied, aber Schengen
Wechselkurs
1 EUR ≈ 150 ISK
Zeitzone
UTC±0 (keine Sommerzeit)
Regionen in Island
Island gliedert sich in acht Regionen. Der Südwesten mit Reykjavik und der Halbinsel Reykjanes ist das touristische Zentrum. Im Süden reihen sich Wasserfälle wie Seljalandsfoss und Skógafoss aneinander, dahinter ragen die Gletscher Mýrdalsjökull und Eyjafjallajökull auf. Der Norden rund um Akureyri und den Mývatn-See steht für geothermische Aktivität und Walbeobachtung in Húsavík. Die Westfjorde bleiben das abgeschiedenste Gebiet Islands, mit steilen Klippen, kaum Touristen und der größten Papageientaucher-Kolonie des Landes in Látrabjarg.
Mehr zu den einzelnen Regionen findest du auf unserer Übersichtsseite zu den Regionen Islands.
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Hotels in Island
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Die Ringstraße, 1.322 km rund um Island
Die Ringstraße (Route 1) führt einmal komplett um Island herum. 1.322 Kilometer asphaltierte Straße verbinden die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten der Insel. Die meisten Reisenden nehmen sich 10 bis 14 Tage für die komplette Runde. Wer weniger Zeit hat, schafft es in 7 Tagen, dann bleibt allerdings kaum Spielraum für Abstecher.
Die Fahrt im Uhrzeigersinn ist die beliebtere Variante: Von Reykjavik geht es zunächst entlang der Südküste mit ihren Wasserfällen und schwarzen Stränden, weiter zur Gletscherlagune Jökulsárlón am Vatnajökull, dann durch die Ostfjorde hoch nach Akureyri und über den Norden zurück in die Hauptstadt. Ein normaler Mietwagen reicht für die Ringstraße aus, die Strecke ist durchgehend asphaltiert.
Was die Ringstraße nicht abdeckt: die Westfjorde, die Halbinsel Snæfellsnes und das Hochland im Landesinneren. Für diese Gebiete brauchst du einen Allradwagen und mehr Zeit. Besonders Snæfellsnes lohnt sich als Ergänzung, Jules Verne hat dort den Einstieg zu seiner „Reise zum Mittelpunkt der Erde" angesiedelt.
Tipps zum Autofahren in Island und den Verkehrsregeln haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt.
Beste Reisezeit für Island
Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und August. In diesen Monaten klettern die Temperaturen auf 12 bis 15 Grad, die Tage sind lang und alle Hochlandstraßen geöffnet. Juli und August sind die wärmsten Monate, und die teuersten. Hotels und Mietwagen solltest du für diese Zeit mindestens 3 bis 4 Monate im Voraus buchen.
Wer Nordlichter sehen will, muss zwischen September und März kommen. Die dunkelsten Monate (November bis Februar) haben die besten Chancen auf Aurora Borealis, aber auch die härtesten Wetterbedingungen. Viele Straßen im Norden und im Hochland sind dann gesperrt. Die Ringstraße bleibt aber ganzjährig befahrbar.
Ein guter Kompromiss: September und Mai. Im September ist das Wetter noch erträglich, die Touristenmassen sind weg und ab Mitte des Monats zeigen sich erste Nordlichter. Im Mai beginnt die Natur aufzuwachen, die Papageientaucher kehren zurück und die Preise liegen deutlich unter Sommerniveau.
Mehr zum Klima findest du in unserem Artikel Wetter in Island.
Was kostet ein Island-Urlaub?
Island ist kein günstiges Reiseland. Ein Abendessen in einem Restaurant kostet zwischen 25 und 45 Euro pro Person, ein Bier in einer Bar um die 10 Euro. Dafür ist das Leitungswasser überall trinkbar und schmeckt hervorragend, Wasserflaschen kaufen ist unnötig.
Hier ein realistischer Überblick für zwei Wochen Rundreise (pro Person bei zwei Reisenden):
Spar-Tipp: Die Supermarktkette Bónus (das gelbe Schweinchen-Logo) hat die günstigsten Preise. Wer sich selbst versorgt und im Campervan übernachtet, kommt mit deutlich weniger aus. Camping in Island ist eine gute Alternative, auf den meisten Campingplätzen zahlst du zwischen 10 und 20 Euro pro Nacht.
Bezahlt wird fast überall mit Kreditkarte. Selbst an abgelegenen Tankstellen auf dem Land funktioniert Visa oder Mastercard. Bargeld in Isländischen Kronen (ISK) brauchst du kaum, der aktuelle Kurs liegt bei etwa 1 Euro = 150 ISK.
Die 10 häufigsten Fragen zu Island
1. Wo liegt Island?
Island liegt südöstlich von Grönland im Nordpolarmeer. Die Landmasse des zweitgrößten Inselstaates Europas befindet sich knapp unterhalb des Polarkreises. Island liegt direkt über der tektonischen Bruchspalte, die die Nordamerikanische und die Eurasische Platte voneinander trennt. Die Hauptstadt der Insel ist Reykjavik.
Von zahlreichen europäischen Städten bestehen Linienflugverbindungen nach Island. Die Flugzeit von Deutschland beträgt etwa 3,5 Stunden.
2. Wie ist das Wetter in Island?
Wetter und Klima auf Island werden maßgeblich vom warmen Golfstrom bestimmt. Aus diesem Grund sind die Temperaturen ganzjährig überraschend mild. Im Sommer liegen sie in der Regel konstant zwischen 12 und 15 Grad und pendeln im Winter um den Gefrierpunkt. Charakteristisch für das Wetter auf Island sind schnelle Wetterwechsel. Mit kräftigem Wind und Regenschauern muss immer gerechnet werden.
3. Wie groß ist Island?
Island ist mit einer Fläche von 103.000 km² der zweitgrößte Inselstaat Europas nach Großbritannien und gleichzeitig die größte Vulkaninsel der Erde. Die Größe Islands entspricht etwa der gemeinsamen Fläche der süddeutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg.
Island ist vergleichsweise dünn besiedelt. Rund 383.000 Menschen leben auf der Insel. Das entspricht etwa der Bevölkerungszahl der Stadt Wuppertal. Die meisten Einwohner leben im Ballungsgebiet von Reykjavik und in Ortschaften in den Küstenregionen. Das bergige Inselinnere ist größtenteils unbewohnt und wird von Gletschern, Vulkanen und Lavafeldern dominiert.
4. Was ziehe ich an?
Warme Kleidung ist zu jeder Jahreszeit angebracht. Neben wasser- und winddichter Outdoorbekleidung gehören im Sommer aber auch T-Shirt und Sonnencreme ins Reisegepäck. Regenschirme sind aufgrund des Windes häufig unbrauchbar. Auf Wanderungen und Gletscherausflügen ist festes Schuhwerk erforderlich.
Keinesfalls sollte auf Badebekleidung verzichtet werden. Heiße geothermale Quellen sprudeln vielerorts aus dem Erdboden und ein Bad in der legendären Blauen Lagune ist fester Bestandteil eines Aufenthaltes auf Island.
5. Wie verständige ich mich?
Englisch wird von der überwiegenden Mehrzahl der Einwohner Islands fließend gesprochen. Daneben ist Dänisch sehr verbreitet. Reiseführer und Tourguides sprechen häufig Deutsch. Organisierte Ausflüge der Reiseveranstalter finden unter Begleitung einer deutschsprachigen Reiseleitung statt. Wer ein paar Wörter Isländisch lernen will, findet bei uns einen Sprachführer.
6. Welches Hotelangebot gibt es in Island?
Island hat Hotels, Pensionen und Gästehäuser in jeder Kategorie von komfortablen 4-Sterne-Häusern international agierender Hotelketten bis zur landestypischen Unterkunft im Gästehaus. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, auf einem Bauernhof oder Campingplatz zu übernachten. Die Zimmer in den Unterkunftsbetrieben sind in der Regel sehr saüber und gemütlich eingerichtet.
Die Hauptreisezeit in Island liegt in den Sommermonaten Juli und August. In diesem Zeitraum sind viele Unterkünfte ausgebucht. Eine frühzeitige Reservierung ist aus diesem Grund dringend angeraten.
7. Welches Essen bekomme ich in Island?
Traditionelle isländische Gerichte werden aus frischem Lammfleisch, verschiedenen Meeresfrüchten und fangfrischem Fisch zubereitet. Die würzigen Speisen überzeugen durch einen intensiven Geschmack. In der Hauptstadt Reykjavik ist die Gastronomielandschaft breit gefächert und reicht vom fernöstlichen Spezialitätenrestaurant bis zu den Niederlassungen amerikanischer Fast Food Ketten.
Vegetarier haben die Wahl zwischen zahlreichen schmackhaften Gerichten, deren Zutaten häufig aus biologischem Anbau stammen. Probiere unbedingt auch das traditionelle Roggenbrot (Rúgbrauð), das in heißen Quellen gebacken wird, und Skyr, den dickflüssigen isländischen Joghurt.
8. Wie ist das mit dem Tageslicht auf Island?
Bedingt durch die geografische Lage in unmittelbarer Nähe des Nordpolarkreises herrschen auf Island große Unterschiede in der Tageslänge im Sommer und Winter. In den Sommermonaten versinkt die Sonne erst nach Mitternacht hinter dem Horizont und geht kurze Zeit später wieder auf. Im Winter ist die Insel die meiste Zeit des Tages in Dunkelheit gehüllt. In dieser Jahreszeit gibt es die Möglichkeit, das geheimnisvolle Leuchten des Nordlichtes am Himmel zu beobachten.
9. Wie kann ich in Island bezahlen?
Island gehört nicht zum gemeinschaftlichen Währungsgebiet der EU und ist auch kein EU-Mitglied, wohl aber Teil des Schengen-Raums. Bezahlt wird mit der isländischen Krone (ISK). Der Kurs liegt bei etwa 1 Euro = 150 ISK. Möglichkeiten zum Geldwechseln gibt es am internationalen Flughafen, in Banken und Wechselstuben.
Große Akzeptanz genießen Kreditkarten wie Visa und Mastercard. Selbst kleine Beträge werden per Karte bezahlt. Über ein großes Netz an Bankautomaten können sich Urlaüber jederzeit mit Bargeld versorgen, nötig ist das aber selten.
10. Brauche ich einen Stromadapter?
Das isländische Stromnetz besitzt mit einer Spannung von 220 Volt/50 Hz denselben Wert wie in Deutschland. Die Form der Steckdosen ist identisch. Ein Adapter ist nicht erforderlich.
Interessante Island Reportagen
Alle Berichte findest du gesammelt auf unserer Seite Island Reportagen.
Wo liegt Island auf der Karte?
Weitere Karten und Details findest du auf unserer Island Karte und der Island Landkarte.
FAQ, Häufige Fragen zu Island
Brauche ich ein Visum für Island?
Nein. Island ist kein EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum. Deutsche, Österreicher und Schweizer können mit Personalausweis oder Reisepass einreisen und sich bis zu 90 Tage ohne Visum aufhalten.
Wann ist die beste Zeit für Nordlichter in Island?
Die Aurora Borealis ist von September bis März sichtbar. Die höchste Wahrscheinlichkeit hast du in den dunkelsten Monaten November bis Februar, bei klarem Himmel und abseits der Stadtbeleuchtung. Apps wie „My Aurora Forecast" helfen bei der Vorhersage.
Wie lange brauche ich für die Ringstraße?
Mindestens 7 Tage, besser 10 bis 14 Tage. Die reine Fahrzeit für die 1.322 km liegt bei etwa 17 Stunden, aber du willst ja auch anhalten und die Landschaft genießen. Pro Tag solltest du nicht mehr als 250 km einplanen.
Ist Island gefährlich?
Island gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Die Kriminalitätsrate ist extrem niedrig. Gefahren gehen eher von der Natur aus: plötzliche Wetterumschwünge, starker Wind, Sneaker Waves an schwarzen Stränden und geothermische Gebiete mit kochend heißem Wasser. Halte dich an markierte Wege und beachte Warnschilder.
Was kostet ein Island-Urlaub pro Tag?
Rechne mit etwa 120 bis 200 Euro pro Person und Tag (bei zwei Reisenden, die sich Mietwagen und Unterkunft teilen). Wer im Campervan reist und selbst kocht, kommt mit 80 bis 100 Euro aus. Die größten Posten sind Unterkunft, Mietwagen und Restaurantbesuche.
Kann ich in Island mit Euro bezahlen?
Nein, die Landeswährung ist die Isländische Krone (ISK). Allerdings akzeptieren fast alle Geschäfte, Restaurants und Tankstellen Kreditkarten (Visa, Mastercard). Bargeld brauchst du in Island praktisch nie, sogar öffentliche Toiletten lassen sich per Karte bezahlen.
Brauche ich einen Allradwagen in Island?
Für die Ringstraße und die meisten Sehenswürdigkeiten reicht ein normaler Mietwagen. Einen Allradwagen (4x4) brauchst du nur für das Hochland (F-Straßen), die Westfjorde im Winter und bestimmte abgelegene Pisten. F-Straßen dürfen laut Gesetz nur mit Allradfahrzeugen befahren werden.
Wann kann ich Papageientaucher in Island sehen?
Puffins kommen zwischen Anfang Mai und Mitte August nach Island. Die besten Orte sind die Westmännerinseln (Vestmannaeyjar), die Klippen von Látrabjarg in den Westfjorden und die Halbinsel Dyrhólaey an der Südküste. Auf den Westmännerinseln brüten etwa 8 bis 10 Millionen Papageientaucher, die größte Kolonie weltweit.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.