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Þórsmörk
Wanderparadies zwischen Gletschern: Islands verstecktes Tal des Donnergottes

Þórsmörk

15 Min. Lesezeit

Eingekeilt zwischen drei Gletschern liegt Þórsmörk wie eine grüne Oase mitten im isländischen Hochland. Das Tal, benannt nach dem nordischen Donnergott Thor, gehört zu den wenigen Orten auf der Insel, an denen Birken tatsächlich zu richtigen Bäumen heranwachsen. Während ringsum Eis und vulkanisches Gestein dominieren, erstrecken sich hier moosbedeckte Hänge, geschützte Schluchten und Wiesen voller Wildblumen. Wer den Aufwand der Anreise auf sich nimmt, wird mit einer Landschaft belohnt, die selbst für isländische Verhältnisse außergewöhnlich ist.

Þórsmörk liegt im Süden Islands, etwa 150 Kilometer östlich von Reykjavík. Die Entfernung klingt überschaubar, doch die letzten 30 Kilometer fordern selbst erfahrene Fahrer heraus. Mehrere Gletscherflüsse müssen durchquert werden, und nur Fahrzeuge mit hohem Radstand und Allradantrieb kommen durch. Genau diese Unzugänglichkeit hat Þórsmörk vor dem Massentourismus bewahrt. Hier begegnet man Wanderern, Naturliebhabern und Menschen, die bereit sind, für ein Erlebnis etwas mehr zu investieren.

Was Þórsmörk so anders als alles andere macht

Die besondere Lage zwischen den Gletschern Mýrdalsjökull, Eyjafjallajökull und Tindfjallajökull schafft ein Mikroklima, das es nirgendwo sonst in Island gibt. Die umliegenden Eiskappen schirmen das Tal vor den schlimmsten Stürmen ab, und die geothermische Aktivität im Untergrund wärmt den Boden. Das Ergebnis ist ein geschütztes Tal, in dem die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 20 Grad klettern, während auf den Gletschern ringsum Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen.

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Die Vegetation in Þórsmörk unterscheidet sich grundlegend von der kargen Landschaft des isländischen Hochlandes. Birken, Weiden und Ebereschen wachsen hier teilweise bis zu acht Meter hoch. Im Herbst färben sich die Blätter golden und rot, ein Schauspiel, das man in Island sonst kaum erlebt. Am Boden wuchern Moose, Farne und im Sommer blühen Dutzende Wildblumenarten. Botaniker haben über 150 verschiedene Pflanzenarten im Tal gezählt, darunter einige, die sonst nur in tieferen Lagen vorkommen.

Geologisch ist Þórsmörk nicht weniger packend. Der Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010, der den europäischen Flugverkehr lahmlegte, hinterließ im Tal seine Spuren. Ascheschichten bedeckten die Vegetation, doch die Natur hat sich erstaunlich schnell erholt. Heute sieht man stellenweise noch die dunklen Ablagerungen zwischen den grünen Hängen. Die Krösa, eine Schlucht am Rand des Tals, zeigt in ihren Wänden die geologische Geschichte der Region: Schicht um Schicht lassen sich vergangene Eruptionen ablesen.

Blick über das grüne Tal Þórsmörk mit Birken und Gletschern im Hintergrund
Þórsmörk von oben: ein grünes Tal umringt von Gletschern und vulkanischer Wüste (KI-generiert)

Anreise: Flussquerungen und Superjeeps

Die Anreise nach Þórsmörk ist bereits ein Abenteuer für sich. Von der Ringstraße (Straße 1) biegt man bei Seljalandsfoss auf die Hochlandpiste F249 ab. Die ersten Kilometer sind noch harmlos, doch bald beginnen die Flussquerungen. Je nach Tageszeit und Wetterlage müssen bis zu 30 Furten durchfahren werden. Manche sind knietief, andere reichen bis zur Motorhaube eines normalen Geländewagens. Nach starkem Regen oder bei Gletscherschmelze am Nachmittag können die Flüsse unpassierbar werden.

Superjeep durchquert einen Gletscherfluss auf dem Weg nach Þórsmörk
Flussdurchquerung auf der F249: nur mit Superjeep oder Hochlandbus machbar (KI-generiert)

Wer keinen Superjeep besitzt (und die wenigsten Touristen tun das), hat zwei Möglichkeiten. Die einfachste ist der Hochlandbus, der im Sommer von Reykjavík und vom Seljalandsfoss-Parkplatz aus fährt. Die Busgesellschaften Trex und Reykjavík Excursions betreiben diese Strecke mit speziell umgebauten Fahrzeugen, die für die Flussquerungen ausgelegt sind. Die Fahrt von Reykjavík dauert etwa vier Stunden und kostet rund 8.500 ISK (ca. 56 EUR) pro Richtung. Alternativ bieten mehrere Veranstalter Superjeep-Touren ab Reykjavík an, die komfortabler sind und oft zusätzliche Stopps an Wasserfällen und Aussichtspunkten einlegen. Eine Tagestour mit Superjeep kostet etwa 35.000 bis 50.000 ISK (ca. 230 bis 330 EUR).

Die Hochlandsaison für Þórsmörk dauert von Mitte Juni bis Mitte September. Außerhalb dieses Zeitraums sind die Pisten gesperrt und die Flüsse oft zu gefährlich. Die Busse fahren in der Regel täglich, manchmal sogar zweimal am Tag. Eine Reservierung ist im Juli und August dringend empfohlen, da die Plätze schnell ausgebucht sind.

Wichtig zur Flussdurchquerung:

Versucht niemals, die Flüsse auf dem Weg nach Þórsmörk mit einem normalen Mietwagen zu durchqueren. Jedes Jahr bleiben Fahrzeuge in den Gletscherflüssen stecken, und die Bergung kostet ein Vermögen. Die isländische Versicherung deckt Wasserschäden bei Flussdurchquerungen grundsätzlich nicht ab. Wer mit dem eigenen Fahrzeug kommen möchte, braucht einen Superjeep mit Schnorchel und Erfahrung im Furten.

Die schönsten Wanderungen im Tal

Wanderer auf einem Bergpfad in Þórsmörk mit Blick auf Gletscher
Wandern in Þórsmörk: gut markierte Pfade führen zu überwältigenden Aussichtspunkten (KI-generiert)

Þórsmörk ist in erster Linie ein Wanderparadies. Das Netz an markierten Pfaden erstreckt sich über mehr als 30 Kilometer und bietet Touren für jeden Anspruch. Vom gemütlichen Spaziergang durch den Birkenwald bis zur anspruchsvollen Gipfeltour mit Kletterpassagen ist alles dabei. Die meisten Wege starten direkt an den drei Haupthütten: Básar und Langidalur.

Valahnúkur (ca. 2 Stunden, mittelschwer) ist die beliebteste Wanderung und der perfekte Einstieg. Der 458 Meter hohe Gipfel bietet einen Rundumblick über das gesamte Tal, die umliegenden Gletscher und das Flussdelta der Krossá. Der Aufstieg beginnt bei der Húsadalur-Hütte und führt zunächst durch Birkenwald, dann über einen steilen Grashang zum Gipfelgrat. Die letzten Meter erfordern Trittsicherheit, sind aber nicht ausgesetzt. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Meer.

Tindfjöll-Rundweg (ca. 5 bis 6 Stunden, anspruchsvoll) führt auf die Höhenrücken östlich des Tals und eröffnet Perspektiven, die man von unten nicht erahnt. Der Weg steigt steil an, passiert Schneefelder (auch im Sommer) und führt über einen schmalen Grat mit Tiefblick in die Schlucht Stakkholtsgjá. Diese Wanderung erfordert gute Kondition, stabile Schuhe und wetterfeste Kleidung. Mehrere Stellen können bei Nässe rutschig sein.

Stakkholtsgjá-Schlucht (ca. 2 bis 3 Stunden, leicht bis mittelschwer) ist ein Erlebnis der besonderen Art. Die enge Schlucht windet sich mehrere hundert Meter in den Berg hinein, die Wände steigen 100 Meter senkrecht empor. Am Ende wartet ein kleiner Wasserfall, der in ein Becken stürzt. Im Frühsommer muss man stellenweise durch knöcheltiefes Wasser waten, wasserdichte Schuhe sind daher Pflicht. Die Akustik in der Schlucht ist bemerkenswert: Jedes Geräusch hallt vielfach wider.

Krossá-Flussdelta (ca. 1 bis 2 Stunden, leicht) eignet sich für Familien und alle, die es gemütlicher angehen wollen. Der Weg führt durch den Birkenwald am Flussufer entlang und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf das verzweigte Flussdelta der Krossá. An ruhigen Stellen kann man Regenbogenforellen im klaren Wasser beobachten. Diese Wanderung ist auch bei schlechterem Wetter empfehlenswert, da der Wald etwas Schutz bietet.

Gletscher rund um Þórsmörk

Gletscherzunge am Rand von Þórsmörk in Island
Gletscherzungen reichen bis an den Rand des Tals: Eis und Grün in unmittelbarer Nachbarschaft (KI-generiert)

Drei Gletscher umrahmen Þórsmörk und prägen die Landschaft auf fundamentale Weise. Im Osten liegt der Mýrdalsjökull, Islands viertgrößter Gletscher, unter dem der gefürchtete Vulkan Katla schlummert. Im Norden erstreckt sich der Eyjafjallajökull, dessen Ausbruch 2010 weltweite Aufmerksamkeit erregte. Und im Westen thront der Tindfjallajökull, der kleinste der drei, aber nicht weniger eindrucksvoll.

Die Gletscherzungen des Mýrdalsjökull reichen stellenweise bis fast auf den Talboden hinab. Die nächstgelegene, Kötlujökull, ist vom Húsadalur aus in etwa einer Stunde Fußmarsch erreichbar. Man sollte den Gletscher allerdings nicht ohne Führung und Ausrüstung betreten. Spalten können unter einer dünnen Schneeschicht verborgen sein, und die Oberfläche ist oft instabil. Geführte Gletscherwanderungen werden von verschiedenen Anbietern direkt in Þórsmörk organisiert und kosten etwa 12.000 bis 18.000 ISK (ca. 80 bis 120 EUR) pro Person.

Der Eyjafjallajökull ist von Þórsmörk aus besonders gut zu sehen. An klaren Tagen glitzert die Eiskappe über den grünen Hängen des Tals, ein Kontrast, der Fotografen in Verzückung versetzt. Der Ausbruch von 2010 veränderte die Landschaft nördlich von Þórsmörk erheblich. Neue Schluchten entstanden, Flussläufe verlagerten sich, und tonnenschwere Gesteinsbrocken wurden kilometerweit geschleudert. Manche dieser Veränderungen sind auf Wanderungen im Tal noch deutlich zu erkennen.

Die Gletscherflüsse, die Þórsmörk durchziehen und umgeben, werden von Schmelzwasser gespeist. Ihre Wassermenge schwankt stark je nach Tageszeit und Wetterlage. Am Vormittag, wenn die nächtliche Kälte das Schmelzen verlangsamt hat, führen die Flüsse weniger Wasser. Am Nachmittag, besonders an warmen Sonnentagen, schwellen sie an und können binnen Stunden unpassierbar werden. Diese Dynamik ist einer der Gründe, warum der Hochlandbus nach Þórsmörk meist am Morgen fährt.

Hütten und Übernachtungsmöglichkeiten

Berghütte in Þórsmörk umgeben von grüner Natur und Bergen
Berghütte in Þórsmörk: einfach, aber gemütlich und mitten in der Wildnis (KI-generiert)

In Þórsmörk gibt es drei Übernachtungsbereiche, die alle vom Isländischen Wanderverein (Ferðafélag Íslands) oder von Volcano Huts betrieben werden. Hotels oder Pensionen sucht man hier vergeblich, und genau das macht den Reiz aus. Wer in Þórsmörk übernachtet, taucht vollständig in die Natur ein.

Húsadalur (Volcano Huts) ist die komfortabelste Option. Die Anlage bietet beheizte Hütten für zwei bis sechs Personen, ein Gemeinschaftshaus mit Küche und Essbereich sowie warme Duschen. Die kleinste Hütte kostet im Sommer etwa 25.000 ISK (ca. 165 EUR) pro Nacht. Zusätzlich gibt es ein kleines Café, das tagsüber Suppen und Sandwiches verkauft. Die Lage am Fuß des Valahnúkur ist perfekt für Wanderer, die am Morgen direkt loswandern möchten.

Básar wird vom Ferðafélag Íslands betrieben und ist einfacher gehalten. Die Schlafplätze befinden sich in großen Gemeinschaftshütten mit Stockbetten. Ein Schlafplatz kostet rund 9.000 ISK (ca. 60 EUR), Schlafsack muss mitgebracht werden. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und kalte Duschen. Básar ist der Endpunkt des Laugavegur-Treks und entsprechend gut besucht. Im Juli und August sollte man mindestens zwei Monate im Voraus buchen.

Langidalur liegt etwas abseits in einem Seitental und ist ruhiger als die beiden anderen Standorte. Auch hier gibt es Hüttenplätze und einen Campingbereich. Die Ausstattung ist einfach: Gemeinschaftsküche, Toiletten, keine Duschen. Dafür ist die Umgebung besonders schön, der Birkenwald reicht hier bis direkt an die Hütten.

Camping ist an allen drei Standorten möglich und die günstigste Übernachtungsoption. Ein Zeltplatz kostet etwa 2.500 ISK (ca. 17 EUR) pro Person. Wer zeltet, sollte ein sturmfestes Zelt mitbringen, denn selbst im geschützten Tal können die Winde nachts auffrischen. Auch ein warmer Schlafsack ist Pflicht, da die Temperaturen im Sommer nachts auf 5 bis 8 Grad fallen können.

Buchungstipp:

Die Hütten in Þórsmörk sind in der Hochsaison (Juli bis August) oft Wochen im Voraus ausgebucht. Wer flexibel ist, hat im Juni oder September die besten Chancen auf freie Plätze. Buchungen laufen über die Websites der Betreiber: fi.is für Básar und Langidalur, volcanohuts.com für Húsadalur. Stornierungen sind bis zwei Wochen vorher kostenlos möglich.

Þórsmörk als Etappe des Laugavegur

Für viele Wanderer ist Þórsmörk vor allem als Ziel des berühmten Laugavegur-Treks bekannt. Der 55 Kilometer lange Fernwanderweg verbindet Landmannalaugar im Hochland mit Þórsmörk und gilt als eine der schönsten Mehrtageswanderungen der Welt. Nach drei bis vier Tagen durch Rhyolithberge, schwarze Obsidianwüsten, dampfende Quellen und weite Täler erreicht man Þórsmörk, das sich wie eine grüne Belohnung anfühlt nach der kargen Hochlandlandschaft.

Wer den Laugavegur noch verlängern möchte, kann von Þórsmörk aus den Fimmvörðuháls-Pass überqueren und bis nach Skógar an der Südküste weiterwandern. Diese zusätzliche Etappe (etwa 25 Kilometer) führt zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull hindurch und passiert die frischen Lavakrater, die beim Ausbruch 2010 entstanden. Der Abstieg nach Skógar erfolgt entlang einer Kette von 26 Wasserfällen und endet direkt am berühmten Skógafoss. Diese Kombination (Landmannalaugar bis Skógar) gilt vielen als der ultimative Island-Trek.

Auch wer den Laugavegur nicht wandern möchte, profitiert von Þórsmörks Rolle als Trekking-Hub. Die Infrastruktur ist dadurch besser als in vielen vergleichbar abgelegenen Regionen: Es gibt regelmäßige Busverbindungen, die Hütten sind gut gewartet, und in der Saison sind Ranger vor Ort, die über Wegzustände und Wetter informieren.

Wetter, Ausrüstung und Sicherheit

Das Wetter in Þórsmörk ist, wie überall in Island, unberechenbar. An einem einzigen Tag kann man Sonnenschein, Regen und Wind erleben. Die geschützte Tallage sorgt zwar für mildere Bedingungen als im offenen Hochland, aber man sollte trotzdem auf alles vorbereitet sein. Die Temperaturen liegen im Sommer zwischen 8 und 20 Grad, können aber bei plötzlichem Wetterumschwung auch auf 3 bis 4 Grad fallen.

Folgende Ausrüstung ist für Þórsmörk unverzichtbar: wasserdichte Wanderschuhe mit gutem Profil, eine wind- und regendichte Jacke, mehrere Schichten zum Übereinanderziehen und Handschuhe (auch im Sommer), Sonnenschutz und ausreichend Verpflegung. Wer zeltet, braucht zusätzlich ein sturmfestes Zelt und einen Schlafsack, der bis 0 Grad komfortabel ist.

Zur Sicherheit: In Þórsmörk gibt es keinen verlässlichen Mobilfunkempfang. Wer allein wandert, sollte seine Route bei den Hüttenwarten hinterlassen. Die App SafeTravel (safetravel.is) bietet einen Check-in-Service, über den man seine geplante Wanderung registrieren kann. Bei Notfällen steht in den Hütten ein Satellitentelefon zur Verfügung. Gletscherflüsse sollte man niemals auf eigene Faust durchwaten, die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand tückisch sein.

Beste Reisezeit für Þórsmörk ist Mitte Juni bis Mitte September. Im Juni sind die Tage am längsten und die Mitternachtssonne sorgt für fast 24 Stunden Tageslicht. Im Juli blühen die Wildblumen, und die Temperaturen sind am höchsten. Im August und September färbt sich das Laub, und mit etwas Glück kann man abends schon Nordlichter über den Gletschern sehen. Vor Mitte Juni und nach Ende September ist die Straße gesperrt und die Hütten sind geschlossen.

Häufige Fragen zu Þórsmörk

Kann man mit einem normalen Mietwagen nach Þórsmörk fahren?

Nein. Die Straße F249 erfordert einen Superjeep oder ein Fahrzeug mit extrem hoher Bodenfreiheit. Normale Geländewagen reichen nicht aus, da die Gletscherflüsse zu tief sind. Die beste Option für die meisten Reisenden ist der Hochlandbus, der im Sommer täglich verkehrt und etwa 8.500 ISK (ca. 56 EUR) pro Strecke kostet.

Wie viele Tage sollte man in Þórsmörk einplanen?

Mindestens zwei Nächte, um die wichtigsten Wanderungen zu machen. Ideal sind drei bis vier Nächte, wenn man auch die Gletscherzungen besuchen und den Fimmvörðuháls-Pass überqueren möchte. Ein Tagesausflug ist möglich, lässt aber nur Zeit für eine kurze Wanderung.

Gibt es in Þórsmörk Einkaufsmöglichkeiten oder Restaurants?

Nur sehr eingeschränkt. Das Café bei den Volcano Huts verkauft Suppen und Sandwiches. Einen Supermarkt gibt es nicht. Wer selbst kochen möchte (Gemeinschaftsküchen sind vorhanden), muss alle Lebensmittel mitbringen. Der nächste Supermarkt befindet sich in Hvolsvöllur, etwa 60 Kilometer entfernt.

Ist Þórsmörk auch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, mit Einschränkungen. Die Anreise mit dem Hochlandbus ist für Kinder ab etwa sechs Jahren kein Problem. Die leichteren Wanderungen (Flussdelta, Birkenwald) sind auch für Familien machbar. Die Gipfeltouren und die Gletschernähe erfordern allerdings Erfahrung und sind für kleine Kinder nicht geeignet.

Wie gefährlich ist der Vulkan Katla unter dem Mýrdalsjökull?

Katla ist ein aktiver Vulkan, der statistisch alle 40 bis 80 Jahre ausbricht. Der letzte große Ausbruch war 1918. Wissenschaftler überwachen den Vulkan engmaschig. Im Falle einer Eruption würde Þórsmörk durch Gletscherläufe (Jökulhlaup) gefährdet. Die Ranger vor Ort sind über Evakuierungspläne informiert und würden das Tal bei Gefahr räumen lassen.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026