Zum Hauptinhalt springen
Mývatn
Islands vulkanischer See und seine Wunderwelt

Mývatn

16 Min. Lesezeit

Wer zum ersten Mal am Mývatn steht, versteht sofort, warum diese Gegend oft als Freiluftmuseum der Vulkanologie bezeichnet wird. Innerhalb weniger Kilometer findet man hier brodelnde Schlammtöpfe, dampfende Solfataren, bizarre Lavaformationen, einen Vulkankrater mit türkisem See und mittendrin den spiegelglatten Mývatn-See, auf dem im Sommer Tausende Enten und Gänse brüten.

Mývatn (ausgesprochen: Mü-watn) liegt in Nordisland, etwa 100 Kilometer östlich von Akureyri und direkt an der Ringstraße (Route 1). Die Region ist eines der wichtigsten Zwischenziele auf einer Islandrundreise und verdient mindestens zwei volle Tage. Wer weniger Zeit hat, kann die Hauptattraktionen an einem langen Tag schaffen, wird aber vieles nur im Vorbeifahren sehen.

Der Name Mývatn bedeutet übersetzt "Mückensee", und das ist kein Zufall. Im Sommer, besonders im Juni und Juli, schwärmen an manchen Tagen Millionen kleiner Zuckmücken über dem See und seinen Ufern. Sie stechen nicht, sind aber in solchen Mengen lästig. Ein Kopfnetz, wie es im örtlichen Supermarkt für wenige hundert Kronen erhältlich ist, macht den Aufenthalt deutlich angenehmer.

Tipp: Berechne dein persönliches Reisebudget mit unserem Island-Reisekostenrechner.

Warum Mývatn so besonders ist

Die Region Mývatn vereint auf einer Fläche von kaum 50 Quadratkilometern eine geologische Vielfalt, die anderswo auf der Welt Hunderte von Kilometern auseinander liegt. Der Grund dafür ist die Lage der Region direkt auf einer aktiven Vulkanzone, in der sich tektonische Kräfte und geothermische Aktivität seit Jahrtausenden überlappen. Lavaströme aus verschiedenen Epochen haben den See geformt, umgeleitet und teilweise verschüttet, und jede Eruption hat neue Landformen hinterlassen.

Der See selbst ist mit 37 Quadratkilometern Fläche der viertgrößte natürliche See Islands, aber mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 2,5 Metern erstaunlich flach. Das warme, mineralreiche Grundwasser, das von unten in den See strömt, macht ihn zu einem der nährstoffreichsten Gewässer der Insel. Dieser Nährstoffreichtum ist der Grund für die enormen Mückenpopulationen, die wiederum riesige Schwärme von Fischen und Vögeln anziehen.

Geologisch betrachtet ist Mývatn ein relativ junger See. Er entstand vor etwa 2.300 Jahren, als ein gewaltiger Lavastrom aus dem Þrengslaborgir-Kratersystem den Lauf der örtlichen Flüsse blockierte und das Wasser zu einem See aufstaute. Seitdem haben weitere Eruptionen die Landschaft immer wieder umgestaltet. Die jüngste große vulkanische Episode, die sogenannten Mývatn-Feuer (Mývatnseldar), ereignete sich zwischen 1724 und 1729 und hinterließ unter anderem den Krafla-Vulkankrater Víti.

Panoramablick über den Mývatn-See mit Pseudokratern im Vordergrund
Der Mývatn-See mit seinen charakteristischen Pseudokratern gehört zu den schönsten Landschaften Nordislands (KI-generiert)

Der See und seine Pseudokrater

Die Pseudokrater von Skútustaðir am Südufer des Mývatn sind eine der bekanntesten Landschaftsformationen der Region. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie normale Vulkankrater, doch bei näherer Betrachtung fehlt das Entscheidende: ein Schlot, der in die Tiefe führt. Pseudokrater entstehen, wenn heiße Lava über feuchten oder sumpfigen Untergrund fließt. Das Wasser im Boden verdampft explosionsartig und schleudert die darüberliegende Lava in die Luft, wodurch kraterförmige Hügel entstehen, die nie einen Vulkanausbruch erlebt haben.

Pseudokrater am Südufer des Mývatn-Sees in Nordisland
Die Pseudokrater von Skútustaðir entstanden durch Dampfexplosionen, als Lava über feuchten Boden floss (KI-generiert)

Die Pseudokrater am Mývatn gehören zu den am besten erhaltenen und zugänglichsten der Welt. Ein markierter Rundweg von etwa 30 bis 45 Minuten führt durch die Kraterlandschaft am Seeufer. Manche Krater sind nur wenige Meter hoch, andere erreichen 30 Meter. Von den höheren hat man einen schönen Überblick über den See und die umliegenden Inseln. Im Sommer blühen wilde Blumen auf den Grashügeln, und die Pseudokrater leuchten in satten Grüntönen.

Am Nordufer des Sees liegt das Lavafeld Höfði, ein verwunschener Ort mit knorrigen Birken, moosbewachsenen Lavaformationen und kleinen Buchten. Der kurze Spaziergang durch Höfði gehört zu den stillen Momenten am Mývatn. Hier gibt es keine Dampfsäulen und kein vulkanisches Getöse, nur Vogelgesang, das Rascheln der Birkenblätter und den Blick über den ruhigen See. Am Ufer stehen Bänke, die zum Verweilen einladen.

Dimmuborgir: Die dunkle Festung

Dimmuborgir (die dunkle Festung) ist eine Ansammlung bizarrer Lavaformationen östlich des Mývatn-Sees, die an eine verfallene Burg erinnern. Die Strukturen entstanden vor etwa 2.000 Jahren, als ein Lavastrom über einen kleinen See floss. Das Wasser verdampfte, stieg durch die noch flüssige Lava nach oben und formte beim Entweichen Röhren, Säulen und Höhlen. Als die äußere Lava erstarrte und der innere See austrocknete, blieben die bizarren Formationen zurück, manche bis zu 20 Meter hoch.

Bizarre Lavaformationen in Dimmuborgir bei Mývatn
Dimmuborgir: Die bizarren Lavaformationen erinnern an die Ruinen einer dunklen Festung (KI-generiert)

Durch Dimmuborgir führen mehrere markierte Wanderwege unterschiedlicher Länge: Der kürzeste dauert 15 Minuten und ist auch mit Kinderwagen begehbar. Der längste führt in einer Stunde durch die gesamte Anlage und bietet Einblicke in Lavahöhlen, natürliche Bögen und versteckte Durchgänge. Der bekannteste Bogen, die sogenannte "Kirchentür" (Kirkjan), sieht tatsächlich aus wie ein gotisches Kirchenfenster und ist eines der meistfotografierten Motive der Region.

In der isländischen Folklore sind Dimmuborgir der Wohnort der 13 isländischen Weihnachtsgesellen (Jólasveinar), die in den 13 Nächten vor Weihnachten jeweils einzeln aus den Bergen herabsteigen und Kindern Geschenke (oder faule Kartoffeln) in die Schuhe legen. Die Vorstellung, dass Trolle und Wesen in diesen dunklen Lavaformationen hausen, ist bei einem Besuch nicht schwer nachzuvollziehen, besonders wenn Nebel die Säulen umhüllt und die Stille nur vom Knirschen der Schritte auf dem Lavakies unterbrochen wird.

Námaskarð und Hverir

Das Geothermalgebiet Hverir (auch Námaskarð oder Hverarönd genannt) liegt am Bergpass Námaskarð, wenige Kilometer östlich des Mývatn-Sees, und ist eine der eindrucksvollsten geothermalen Landschaften Islands. Wer den Parkplatz verlässt und die ersten Schritte auf den verfärbten Boden macht, betritt eine Welt, die an einen anderen Planeten erinnert: Schwefelgelbe Ablagerungen, graublaue Schlammtöpfe, die rhythmisch vor sich hinblubbern, und zischende Dampffontänen, die aus Rissen im Boden schießen.

Der Geruch ist intensiv. Schwefelwasserstoff durchdringt die Luft mit einem Gestank nach faulen Eiern, der sich erst nach einigen Minuten abschwächt, wenn sich die Nase daran gewöhnt hat. Die Farben der Ablagerungen reichen von Zitronengelb über Rotbraun bis zu tiefem Schwarz und entstehen durch verschiedene Mineralien, die vom heißen Dampf an die Oberfläche transportiert werden.

Das Gebiet ist frei zugänglich und kostenlos. Es gibt keine festen Wege oder Absperrungen, nur einige Markierungen und Warnschilder. Man sollte auf dem harten, trockenen Boden bleiben und die Schlammtöpfe und Dampfquellen auf keinen Fall berühren oder betreten. Die Temperaturen im Schlamm können 100 Grad Celsius übersteigen, und der Boden ist an manchen Stellen so dünn, dass er unter dem Gewicht eines Menschen einbrechen kann. Festes Schuhwerk ist Pflicht.

Ein Besuch von Hverir dauert etwa 30 bis 60 Minuten und lässt sich ideal mit dem Krafla-Vulkan verbinden, dessen Zufahrt direkt hinter dem Námaskarð-Pass beginnt. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch bei tiefstehender Sonne, wenn die Dampfsäulen im Gegenlicht leuchten und die bunten Mineralablagerungen besonders kräftig erscheinen.

Krafla-Vulkan und Víti-Krater

Der türkise Víti-Kratersee am Krafla-Vulkan bei Mývatn
Der Víti-Krater am Krafla-Vulkan ist mit türkisem, schwefeligem Wasser gefüllt (KI-generiert)

Der Krafla ist ein Zentralvulkan mit einer Caldera von etwa 10 Kilometern Durchmesser und liegt nordöstlich des Mývatn-Sees. Sein bekanntestes Wahrzeichen ist der Víti-Krater (isländisch für "Hölle"), ein fast perfekt runder Explosionskrater, der mit milchig-türkisem, schwefelhaltigem Wasser gefüllt ist. Der Krater entstand 1724 beim Beginn der fünfjährigen Mývatn-Feuer, als eine gewaltige Explosion das Gestein aufsprengte.

Vom Parkplatz aus erreicht man den Kraterrand in wenigen Minuten. Der Weg ist nicht markiert, aber gut erkennbar. Vom Rand hat man einen packenden Blick in den etwa 300 Meter breiten und 33 Meter tiefen Krater. Bei Sonnenschein leuchtet das Wasser in einem unwirklichen Türkis, das durch den hohen Schwefel- und Mineralgehalt entsteht. Baden ist hier nicht möglich, das Wasser ist zu schwefelhaltig und der Abstieg in den Krater zu steil und gefährlich.

Krafla war zwischen 1975 und 1984 erneut vulkanisch aktiv (die sogenannten Krafla-Feuer). In dieser Phase öffneten sich mehrere Eruptionsspalten, und Lavaströme ergossen sich über die umliegende Landschaft. Das frische, schwarze Lavafeld Leirhnjúkur am Nordhang des Krafla ist über einen markierten Wanderweg zugänglich und bietet einen packenden Kontrast zwischen der jungen, nackten Lava und den bunten Fumarolen und heißen Quellen, die sich bereits wieder angesiedelt haben. Der Rundweg dauert etwa eine Stunde.

Am Krafla befindet sich auch das Krafla-Geothermiekraftwerk, eines von mehreren Kraftwerken in Island, die die vulkanische Erdwärme zur Stromgewinnung nutzen. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich, aber ein Informationszentrum am Eingang erklärt die Funktionsweise geothermischer Energiegewinnung und die Geschichte der Krafla-Feuer.

Mývatn Nature Baths

Mývatn Nature Baths in Nordisland mit dampfendem blauem Wasser
Die Mývatn Nature Baths gelten als die entspanntere und günstigere Alternative zur Blauen Lagune (KI-generiert)

Die Mývatn Nature Baths (Jarðböðin við Mývatn) liegen am Ostufer des Sees und sind das Thermalbad der Region. Das Wasser stammt aus einer Bohrung in etwa 2.500 Metern Tiefe und ist reich an Mineralien, besonders an Schwefel und Silizium. Die Temperatur in den Becken liegt bei angenehmen 36 bis 40 Grad Celsius, und das milchig-blaue Wasser erinnert optisch an die Blaue Lagune, ist aber in einer ganz anderen Umgebung eingebettet: Statt im Lavafeld sitzt man hier mit Blick auf den See, die Pseudokrater und die vulkanischen Berge ringsum.

Der Eintritt kostet etwa 6.500 ISK (rund 40 EUR) für Erwachsene. Im Vergleich zur Blauen Lagune (ab 75 EUR) ist das ein deutlich günstigeres Erlebnis, und die Atmosphäre ist weniger kommerziell. Eine Vorabreservierung ist in der Hochsaison empfehlenswert, aber nicht zwingend. Vor Ort gibt es ein kleines Café mit Snacks und Getränken sowie Umkleidekabinen und Duschen. Handtücher können gegen Gebühr gemietet werden.

Besonders eindrucksvoll ist ein Bad in den Wintermonaten. Wenn es dunkel wird, hat man gute Chancen, Nordlichter über dem dampfenden Wasser zu beobachten. Im Sommer wiederum kann man unter der Mitternachtssonne baden und den nie endenden Tag im warmen Wasser ausklingen lassen. Die Nature Baths sind ganzjährig geöffnet, die Öffnungszeiten variieren aber saisonal.

Grjótagjá und Stóragjá

Die Grjótagjá ist eine kleine Lavahöhle mit einer heißen Quelle im Inneren, die durch die Fernsehserie Game of Thrones internationale Berühmtheit erlangte. Die Höhle liegt östlich des Mývatn-Sees und wurde jahrhundertelang von den Einheimischen als natürliches Bad genutzt. Allerdings stiegen die Wassertemperaturen während der Krafla-Feuer (1975 bis 1984) auf über 50 Grad und blieben seitdem zu heiß zum Baden.

Heute ist das Baden in der Grjótagjá offiziell verboten, wegen der Temperatur, und auch zum Schutz der Höhle. Man kann die Höhle jedoch besichtigen und einen Blick auf das dampfende, kristallklare Wasser werfen, das in der Tiefe der Erdspalte schimmert. Die Lichtverhältnisse in der Höhle, wenn Sonnenstrahlen durch die Spalten fallen und das Wasser beleuchten, sind stark und ein beliebtes Fotomotiv.

Wenige Hundert Meter entfernt liegt die Stóragjá, eine größere, aber weniger bekannte Erdspalte mit warmem Wasser. Hier ist das Wasser kühler als in der Grjótagjá und das Baden wird toleriert, wenngleich es keine offiziellen Einrichtungen gibt. Man steigt über eine einfache Leiter in die Spalte hinab und schwimmt im warmen Wasser zwischen den Lavawänden. Die Atmosphäre ist mystisch, fast unwirklich, und man fühlt sich wie in einer anderen Welt.

Vogelwelt am Mývatn

Der Mývatn-See ist einer der wichtigsten Brutplätze für Enten und andere Wasservögel in ganz Europa. Bis zu 15 verschiedene Entenarten brüten hier gleichzeitig, darunter die seltene Spatelente, die Kragenente und die Bergente. Diese Vielfalt ist weltweit anders als alles andere und hat dazu geführt, dass der See und seine Umgebung 1974 unter Naturschutz gestellt wurden.

Der Nährstoffreichtum des Sees, gespeist von warmem Grundwasser und den enormen Mückenschwärmen, die als Nahrung dienen, ist der Schlüssel zu dieser Artenvielfalt. Ornithologen aus aller Welt reisen nach Mývatn, um Arten zu beobachten, die anderswo selten oder gar nicht vorkommen. Die beste Beobachtungszeit ist Mai bis Juli, wenn die meisten Arten brüten und die Küken geschlüpft sind.

Wichtig: Während der Brutzeit (15. Mai bis 20. Juli) gelten am Mývatn-See strenge Naturschutzregeln. Einige Uferbereiche sind gesperrt, Hunde müssen an der Leine geführt werden, und das Betreten von Nistgebieten ist verboten. Am Marimo Exhibition and Bird Museum im Dorf Reykjahlíð kann man sich über die Vogelwelt informieren und eine Ausstellung über die seltenen Marimo-Moosbälle besuchen, die am Seegrund wachsen.

Praktische Tipps

Anreise: Mývatn liegt an der Ringstraße (Route 1), etwa 100 Kilometer östlich von Akureyri (eine Stunde Fahrt) und rund 480 Kilometer von Reykjavík (sechs Stunden). Der nächste Flughafen ist Akureyri mit täglichen Verbindungen nach Reykjavík. Es gibt auch Busse von Akureyri nach Reykjahlíð am Mývatn, allerdings nur im Sommer und mit eingeschränktem Fahrplan.

Zeitplanung: Zwei volle Tage sind das Minimum, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ruhe zu erleben. An einem ersten Tag kann man den See umrunden (Pseudokrater, Höfði, Dimmuborgir, Grjótagjá) und den Abend in den Nature Baths ausklingen lassen. Den zweiten Tag widmet man dem Krafla-Vulkan, Hverir und eventuell einem Ausflug zum Dettifoss, dem mächtigsten Wasserfall Europas, der etwa eine Stunde östlich liegt.

Unterkünfte: In Reykjahlíð und Skútustaðir gibt es Hotels, Gästehäuser und Campingplätze. Die Auswahl ist begrenzt, und in der Hochsaison (Juni bis August) sollte man unbedingt vorbuchen. Ein Doppelzimmer kostet je nach Unterkunft zwischen 20.000 und 50.000 ISK (rund 125 bis 320 EUR) pro Nacht. Der Campingplatz in Reykjahlíð ist gut ausgestattet und kostet etwa 2.500 ISK (rund 16 EUR) pro Person und Nacht.

Versorgung: In Reykjahlíð gibt es einen kleinen Supermarkt (Samkaup Strax), eine Tankstelle, ein paar Restaurants und das Vogel- und Naturkundemuseum. Größere Einkäufe sollte man in Akureyri erledigen, bevor man zum Mývatn fährt. Geldautomaten gibt es in Reykjahlíð, Kartenzahlung wird überall akzeptiert.

Mücken: Von Mitte Juni bis Ende Juli können die Zuckmücken am Mývatn sehr lästig sein. Sie beißen nicht und sind medizinisch harmlos, aber die schiere Masse kann nerven. Ein Kopfnetz (im Supermarkt erhältlich) und langärmlige Kleidung helfen. An windigen Tagen und in den Morgenstunden ist die Mückenbelastung geringer.

Häufige Fragen

Wie viele Tage sollte man für Mývatn einplanen?

Mindestens zwei volle Tage, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (See, Pseudokrater, Dimmuborgir, Hverir, Krafla, Nature Baths) in Ruhe zu erleben. Mit dem Dettifoss-Wasserfall und weiteren Wanderungen lohnen sich drei bis vier Tage.

Sind die Mücken am Mývatn wirklich so schlimm?

Das hängt von der Jahreszeit und dem Wetter ab. Im Juni und Juli können die Schwärme sehr dicht sein, besonders an windstillen Tagen. Die Mücken stechen nicht und sind harmlos, aber lästig. Ein Kopfnetz für wenige Euro schafft Abhilfe. Im Frühling, Herbst und Winter gibt es keine Mücken.

Kann man in der Grjótagjá-Höhle baden?

Nein, das Baden ist seit den Krafla-Feuern in den 1970er Jahren verboten. Die Wassertemperatur ist mit über 40 Grad zu hoch und schwankt unkontrolliert. Man kann die Höhle aber besichtigen und das kristallklare Wasser von oben betrachten.

Ist Mývatn auch im Winter sehenswert?

Ja, die Gegend hat im Winter ihren eigenen Zauber. Die Geothermalgebiete dampfen besonders eindrucksvoll in der Kälte, die Nature Baths bieten Nordlichter-Chancen, und Dimmuborgir sieht unter einer Schneedecke noch mystischer aus. Die Ringstraße ist im Winter befahrbar, aber Winterreifen und Vorsicht bei Glatteis sind Pflicht.

Was kosten die Mývatn Nature Baths?

Der Eintritt für Erwachsene liegt bei etwa 6.500 ISK (rund 40 EUR). Kinder unter 12 Jahren zahlen weniger. Handtücher und Bademäntel können gegen Aufpreis gemietet werden. Eine Reservierung ist online möglich und in der Hochsaison empfehlenswert.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026