Landmannalaugar
Inhaltsverzeichnis
- 1 Warum Landmannalaugar anders als alles andere ist
- 2 Die Rhyolithberge und ihre Farben
- 3 Die heiße Quelle am Lavafeld
- 4 Wanderungen rund um Landmannalaugar
- 5 Der Laugavegur-Trek nach Þórsmörk
- 6 Der Campingplatz und die Hütte
- 7 Anreise ins Hochland
- 8 Flora und Fauna
- 9 Praktische Tipps
- 10 Häufige Fragen
Es gibt Orte auf dieser Welt, die auf Fotos unglaubwürdig wirken. Landmannalaugar gehört dazu. Die Berge leuchten in Gelb, Rosa, Violett, Grün und Rostbraun, als hätte jemand eine Farbpalette über die Landschaft gekippt. Dampf steigt aus heißen Quellen auf, ein pechschwarzes Lavafeld schiebt sich bis an den Rand der bunten Hügel, und mittendrin sitzt man bis zum Hals in einem warmen Naturpool und blickt auf eine Szenerie, die so surreal ist, dass man sie erst glaubt, wenn man selbst dort steht.
Landmannalaugar liegt im südlichen Hochland Islands auf etwa 600 Metern Höhe und ist nur im Sommer erreichbar. Die Region ist Ausgangspunkt des berühmten Laugavegur-Trekkingwegs, eines der begehrtesten Wanderziele Europas. Doch auch wer nicht fünf Tage wandern will, findet in und um Landmannalaugar genug, um einen ganzen Tag zu verbringen.
In diesem Artikel erkläre ich dir, Landmannalaugar, wie du hinkommst, welche Wanderungen sich lohnen und was du für einen Besuch wissen musst.
Tipp: Berechne dein persönliches Reisebudget mit unserem Island-Reisekostenrechner.
Warum Landmannalaugar anders als alles andere ist
Das Besondere an Landmannalaugar liegt in der Kombination zweier geologischer Phänomene, die anderswo auf der Welt selten zusammentreffen. Zum einen bestehen die Berge der Region aus Rhyolith, einem hellen, kieselsäurereichen Vulkangestein, das durch unterschiedliche Mineralzusammensetzungen und Verwitterungsprozesse in allen erdenklichen Farben schimmert. Zum anderen durchzieht ein aktives Geothermalsystem die Region und sorgt für heiße Quellen, die seit Jahrhunderten als natürliche Badeplätze genutzt werden.
Der Name Landmannalaugar bedeutet übersetzt "die warmen Quellen der Leute aus dem Landsveit-Bezirk". Seit dem 19. Jahrhundert kommen die Bauern aus dem Landsveit-Distrikt im Süden hierher, um in den heißen Quellen zu baden. Heute ist es einer der meistbesuchten Orte im isländischen Hochland, aber trotz seiner Bekanntheit hat er sich seinen wilden Charakter bewahrt.
Die Landschaft um Landmannalaugar ist geprägt von Kontrasten. Direkt neben den bunten Rhyolithbergen liegt das Laugahraun, ein pechschwarzes Obsidian-Lavafeld, das im 15. Jahrhundert bei einem Ausbruch entstanden ist. Der Gegensatz zwischen dem glänzend schwarzen Glas der Lava und den Pastellfarben der Berge ist überwältigend. Dazwischen schlängeln sich klare Bäche, grüne Moosteppiche überziehen die Lava, und an geschützten Stellen wachsen niedrige Sträucher und Wildblumen.
Die Rhyolithberge und ihre Farben
Rhyolith ist das helle Gegenstück zum dunklen Basalt, der den größten Teil Islands bedeckt. Er entsteht, wenn kieselsäurereiches Magma langsam abkühlt und dabei eine feinkörnige, helle Grundmasse bildet. Die Farben, die man in Landmannalaugar sieht, entstehen durch verschiedene Mineralien und Verwitterungsprozesse: Eisenoxide erzeugen Rot- und Brauntöne, Schwefel färbt den Stein gelb, Chlorit sorgt für Grün, und Manganverbindungen bringen Rosa- und Violetttöne hervor.
Die Farben verändern sich ständig, je nach Lichteinfall, Feuchtigkeit und Tageszeit. Nach Regen leuchten die Berge intensiver als bei Trockenheit, weil das nasse Gestein die Farben stärker reflektiert. Bei tiefstehender Sonne am Abend wirken die Berge warm und golden, bei bedecktem Himmel eher kühl und pastellig. Fotografen verbringen oft Stunden damit, auf den richtigen Moment zu warten, aber die Wahrheit ist: Landmannalaugar sieht zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter wild aus.
Der bekannteste Berg in der unmittelbaren Umgebung ist der Brennisteinsalda (855 Meter), der "Schwefelwelle". Er ist einer der farbenprächtigsten Berge Islands und vereint auf engem Raum alle Farben, die Rhyolith hervorbringen kann. Eine Wanderung um den Berg herum dauert etwa drei bis vier Stunden und gehört zu den schönsten Tageswanderungen, die Island zu bieten hat. Auf dem Weg passiert man dampfende Solfataren, überquert Bäche und hat immer wieder neue Perspektiven auf die bunte Felslandschaft.
Die heiße Quelle am Lavafeld
Die natürliche heiße Quelle von Landmannalaugar ist das Kern des Ortes und der Grund, warum die meisten Besucher hierherkommen. Der Badebereich liegt direkt am Rand des Laugahraun-Lavafelds, nur wenige Gehminuten vom Campingplatz entfernt. Heißes Wasser strömt aus dem Gestein des Lavafelds und mischt sich mit kaltem Gletscherwasser aus einem Bach, der von den Bergen herabfließt. Die Temperatur lässt sich durch die eigene Position im Becken regulieren: Näher am Lavafeld ist es wärmer, näher am Bach kühler.
Das Baden ist kostenlos und ganzjährig möglich, solange man es bis hierher schafft. Es gibt eine einfache Umkleidekabine aus Holz, aber keine weiteren Einrichtungen. Der Boden des natürlichen Beckens besteht aus Kies und Steinen, und die Tiefe variiert, liegt aber selten über hüfthoch. An warmen Sommertagen kann es voll werden, besonders wenn Busgruppen ankommen. Wer ein ruhigeres Erlebnis möchte, sollte am frühen Morgen oder am späten Abend baden, wenn die meisten Tagesbesucher bereits abgereist sind.
Das Gefühl, in warmem Wasser zu sitzen und dabei auf die bunten Berge, das schwarze Lavafeld und den weiten Hochlandhimmel zu schauen, gehört zu den stärksten Erinnerungen, die man aus Island mitnehmen kann. Es gibt keine Liegestühle, keine Cocktailbar, keinen Wellnessbereich. Nur das warme Wasser, die Steine unter den Füßen und die Stille des Hochlands. Genau das macht es aus.
Wanderungen rund um Landmannalaugar
Landmannalaugar ist ein Paradies für Wanderer, und die Auswahl an Routen reicht von einfachen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Tageswanderungen. Alle Wege starten am Campingplatz, und eine Karte der markierten Routen hängt am Informationsschild neben der Hütte des isländischen Wandervereins (Ferðafélag Íslands).
Laugahraun-Rundweg (1 Stunde): Der kürzeste und einfachste Weg führt durch das Laugahraun-Lavafeld. Man läuft auf einem markierten Pfad zwischen den Obsidian-Formationen hindurch, überquert kleine Moosinseln und hat ständig den Blick auf die bunten Berge. Der Weg ist auch für weniger geübte Wanderer machbar, erfordert aber trittsicheres Schuhwerk, da die Lava scharfkantig und uneben ist.
Brennisteinsalda-Rundweg (3 bis 4 Stunden): Die beliebteste Tageswanderung führt um den Brennisteinsalda herum. Der Weg ist etwa 8 Kilometer lang und überwindet rund 300 Höhenmeter. Man durchquert dampfende Solfataren, klettert über Geröllfelder und wird mit Panoramablicken belohnt, die in alle Richtungen reichen. Bei guter Sicht sieht man bis zum Gletscher Mýrdalsjökull im Süden.
Bláhnúkur (2 bis 3 Stunden): Der "Blaue Gipfel" ist ein Rhyolithberg östlich des Campingplatzes. Der Aufstieg ist steil und der Weg teilweise durch Geröll, aber die Aussicht vom Gipfel (940 Meter) ist überwältigend. Man blickt auf das gesamte Farbspektrum der umliegenden Berge, das schwarze Lavafeld, den See Ljótipollur (einen türkisen Kratersee) und die endlose Weite des Hochlands. Wer nur eine einzige Wanderung in Landmannalaugar machen kann, sollte den Bláhnúkur wählen.
Ljótipollur-Kratersee (4 bis 5 Stunden): Diese längere Wanderung führt zum Ljótipollur, einem knallroten Explosionskrater mit einem leuchtend türkisen See im Inneren. Der Kontrast zwischen dem roten Kraterrand und dem blauen Wasser ist wild und eines der meistfotografierten Motive im isländischen Hochland. Der Weg ist gut markiert, aber lang, und man sollte genug Wasser und Proviant mitnehmen.
Der Laugavegur-Trek nach Þórsmörk
Der Laugavegur ist Islands bekanntester Fernwanderweg und wird regelmäßig zu den schönsten Mehrtageswanderungen der Welt gezählt. Er führt über 55 Kilometer von Landmannalaugar nach Þórsmörk und durchquert dabei eine Abfolge völlig unterschiedlicher Landschaften: bunte Rhyolithberge, schwarze Obsidian-Wüsten, dampfende Geothermalgebiete, Gletscherzungen, grüne Flusstäler und dunkle Aschewüsten.
Die meisten Wanderer bewältigen den Laugavegur in drei bis vier Tagen. Entlang des Weges gibt es vier Hütten des isländischen Wandervereins (Hrafntinnusker, Álftavatn, Hvanngil, Emstrur/Botnar), die Schlafplätze, Kochmöglichkeiten und Toiletten bieten. Die Hütten sind in der Saison (Ende Juni bis Anfang September) bewirtschaftet und müssen im Voraus gebucht werden, was in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden ist, da der Trek immer beliebter wird. Alternativ kann man zelten, Campingplätze befinden sich neben jeder Hütte.
Der Laugavegur erfordert solide Wandererfahrung und gute Ausrüstung. Man überquert mehrere Flüsse, von denen manche bei Regen oder Schneeschmelze knie- bis hüfttief sein können. Das Wetter im Hochland ist unberechenbar, und innerhalb eines Tages kann man Sonnenschein, Regen, Schnee und starken Wind erleben. Wasserdichte Kleidung, robuste Wanderschuhe, ein warmer Schlafsack und ausreichend Proviant sind unverzichtbar.
Die Kosten für den Laugavegur sind überschaubar: Die Hüttenübernachtungen kosten etwa 10.000 ISK (rund 63 EUR) pro Person und Nacht für Mitglieder des Wandervereins, etwas mehr für Nichtmitglieder. Campingplätze kosten etwa 3.000 ISK (rund 19 EUR) pro Nacht. Dazu kommen die Kosten für den Bustransfer nach Landmannalaugar (ab Reykjavík etwa 10.000 ISK einfach) und von Þórsmörk zurück (ähnlich). Wer den Trek mit Proviant für vier Tage, Hüttenübernachtungen und Bustransfers plant, sollte insgesamt mit 80.000 bis 120.000 ISK (rund 500 bis 760 EUR) rechnen.
Der Campingplatz und die Hütte
Der Campingplatz in Landmannalaugar wird vom isländischen Wanderverein (Ferðafélag Íslands, FÍ) betrieben und ist der zentrale Anlaufpunkt für alle Besucher. Er liegt in einer geschützten Mulde zwischen dem Lavafeld und den Bergen und bietet Stellplätze für Zelte auf einer Grasfläche. Die Einrichtungen sind einfach, aber funktional: Es gibt Toiletten, kaltes Wasser, eine Kochstelle und ein kleines Informationsbüro in der Hütte.
Die Hütte des Wandervereins bietet Schlafplätze in Stockbetten für etwa 75 Personen. Die Übernachtung kostet rund 10.000 ISK (etwa 63 EUR) pro Person ohne Verpflegung. Man muss einen eigenen Schlafsack mitbringen, Kissen und Decken sind vorhanden. In der Hütte gibt es eine Gemeinschaftsküche mit Gaskochern, aber keine Lebensmittel zu kaufen. Alles, was man essen will, muss mitgebracht werden.
Camping auf dem Platz kostet etwa 3.000 ISK (rund 19 EUR) pro Person und Nacht. Der Platz füllt sich in der Hochsaison (Juli) schnell, und eine Reservierung ist dringend empfohlen, sowohl für die Hütte als auch für den Campingplatz. Wohnmobile und Campervans können auf dem Parkplatz übernachten, aber es gibt keine Strom- oder Wasseranschlüsse. Das nächste Geschäft ist in Hrauneyjar, etwa 40 Kilometer entfernt.
Anreise ins Hochland
Landmannalaugar liegt abseits aller asphaltierten Straßen mitten im isländischen Hochland. Die Zufahrt erfolgt über Hochlandpisten (F-Straßen), die nur im Sommer geöffnet und nur mit Allradfahrzeugen befahrbar sind. Normale Mietwagen ohne Allradantrieb dürfen die F-Straßen nicht befahren, und die Versicherung deckt keine Schäden ab, die auf F-Straßen entstehen.
Mit dem eigenen Allradwagen: Die gängigste Route führt über die Route 26 und dann die F-208 (südlicher Zugang) oder die F-224 (östlicher Zugang). Die F-208 von Süden ist kürzer, erfordert aber die Durchquerung mehrerer Flüsse, was nur mit einem großen, hochgelegten Allradwagen möglich ist. Die F-224 von der Route 26 aus ist einfacher und kommt ohne Flussdurchquerungen aus. Die Fahrt von Reykjavík dauert je nach Route drei bis vier Stunden.
Mit dem Bus: Mehrere Busunternehmen (Reykjavík Excursions, Trex) bieten von Mitte Juni bis Mitte September tägliche Fahrten von Reykjavík nach Landmannalaugar an. Die Fahrt dauert etwa vier Stunden und kostet rund 10.000 ISK (etwa 63 EUR) pro Strecke. Die Busse halten unterwegs an interessanten Punkten und sind für alle geeignet, die keinen Allradwagen haben. Tagestouren ab Reykjavík, die den Bustransfer und einige Stunden vor Ort beinhalten, kosten zwischen 15.000 und 25.000 ISK (rund 95 bis 160 EUR).
Die Hochlandstraßen werden üblicherweise Ende Juni bis Anfang Juli geöffnet, abhängig von der Schneeschmelze. Vor der Anreise sollte man unbedingt den aktuellen Straßenzustand auf road.is prüfen. Wenn eine Straße als geschlossen markiert ist, darf sie nicht befahren werden, unabhängig vom Fahrzeugtyp.
Flora und Fauna
Trotz der unwirtlichen Bedingungen auf 600 Metern Höhe ist Landmannalaugar keineswegs leblos. Im kurzen Hochlandsommer (Juli/August) sprießen Wildblumen aus dem Moos, darunter arktischer Thymian und Silberwurz Flechten, die dem Lavagestein ihre charakteristischen grüngelben Farbflecken geben. Das Moos, das die Lava überzieht, ist besonders empfindlich und braucht Jahrzehnte zum Nachwachsen, weshalb man es auf keinen Fall betreten oder abreißen sollte.
An den Seen und Flüssen rund um Landmannalaugar leben Forellen und arktische Saiblinge. In den Schotterflächen trifft man gelegentlich auf das Schneehuhn (Rjúpa), den isländischen Nationalvogel, das sich mit seinem Tarngefieder perfekt in die Umgebung einfügt. Goldregenpfeifer und Odinshühnchen brüten an den Ufern der Bäche, und mit etwas Glück sieht man einen Polarfuchs, der durch die Lavafelder streift.
Die isländische Hochland-Ökologie ist extrem fragil. Die kurze Vegetationsperiode, die Kälte und der karge Boden bedeuten, dass jede menschliche Störung lange Spuren hinterlässt. Besucher werden gebeten, ausschließlich auf markierten Wegen zu bleiben, kein Moos zu betreten und keinen Müll zu hinterlassen. Das Hochland ist ein Schutzgebiet, und Verstöße gegen die Naturschutzregeln werden geahndet.
Praktische Tipps
Beste Reisezeit: Landmannalaugar ist nur von Ende Juni bis Mitte September erreichbar, wenn die Hochlandstraßen geöffnet sind. Juli und August bieten die besten Bedingungen mit längeren Tagen, wärmeren Temperaturen (8 bis 15 Grad) und weniger Schnee auf den Wanderwegen. Im September kann es bereits Nachtfrost geben, und die Tage werden deutlich kürzer.
Kleidung und Ausrüstung: Das Wetter im Hochland ist extrem wechselhaft. An einem Tag kann man Sonnenschein, Regen und Schnee erleben. Mehrere Schichten (Funktionsunterwäsche, Fleece, wetterfeste Außenschicht), wasserdichte Wanderschuhe und Handschuhe sind auch im Sommer Pflicht. Ein warmer Schlafsack (Komfortbereich minus 5 Grad) ist für Übernachtungen im Zelt empfehlenswert, da die Nächte auch im Juli kalt werden können.
Verpflegung: Es gibt in Landmannalaugar keine Einkaufsmöglichkeit. Alle Lebensmittel und Kochutensilien müssen mitgebracht werden. Das Wasser aus den Bächen rund um den Campingplatz ist trinkbar, sollte aber sicherheitshalber gefiltert werden, da Schafe im Sommer im Hochland weiden. Ein Campingkocher und genug Proviant für die gesamte Aufenthaltsdauer sind unverzichtbar.
Kosten: Die Busfahrt ab Reykjavík kostet etwa 10.000 ISK (rund 63 EUR) pro Strecke. Camping kostet 3.000 ISK (rund 19 EUR) pro Person/Nacht, die Hütte 10.000 ISK (rund 63 EUR). Geführte Tagestouren ab Reykjavík mit Bus und Guide Stunden vor Ort kosten zwischen 15.000 und 25.000 ISK (rund 95 bis 160 EUR). Wer mit eigenem Allradwagen anreist, spart die Buskosten, muss aber die deutlich höheren Mietwagenpreise für Allradfahrzeuge einkalkulieren.
Mobilfunk und Internet: Im Hochland gibt es keinen Mobilfunkempfang. Wer auf Kommunikation angewiesen ist, sollte ein Satellitentelefon oder einen Spot-Tracker mitnehmen. An der Hütte gibt es kein WLAN. Man ist hier wirklich offline, und für viele ist genau das ein Teil des Reizes.
Häufige Fragen
Braucht man einen Allradwagen für Landmannalaugar?
Ja, wenn man selbst fahren will. Die Zufahrt über F-Straßen ist nur mit Allradantrieb erlaubt und möglich. Alternativ kann man den Bus nehmen, der von Mitte Juni bis Mitte September täglich von Reykjavík fährt und keinen eigenen Wagen erfordert.
Kann man Landmannalaugar als Tagesausflug besuchen?
Ja, es gibt Tagestouren ab Reykjavík, die morgens losfahren und abends zurückkehren. Man hat dann etwa drei bis vier Stunden vor Ort, genug für ein Bad in der heißen Quelle und eine kurze Wanderung durch das Lavafeld. Für die größeren Wanderungen reicht ein Tagesausflug nicht.
Wann ist der Laugavegur-Trek am besten?
Die offizielle Saison ist Ende Juni bis Anfang September. Juli bietet in der Regel die besten Bedingungen: Die Schneefelder sind weitgehend geschmolzen, die Flüsse führen weniger Wasser als im Juni, und die Tage sind lang. Ab Mitte August kann das Wetter bereits herbstlich werden, dafür sind die Farben der Vegetation dann besonders intensiv.
Ist das Baden in der heißen Quelle kostenlos?
Ja, die natürliche heiße Quelle ist frei zugänglich. Es fällt lediglich die Campingplatzgebühr an, wenn man über Nacht bleibt (3.000 ISK pro Person). Tagesbesucher, die nur zum Baden kommen und den Bus nutzen, zahlen für die Busfahrt, aber nicht extra für das Bad.
Gibt es gefährliche Tiere in der Region?
Nein, Island hat keine gefährlichen Landtiere. Der Polarfuchs, den man gelegentlich sieht, ist scheu und harmlos. Es gibt keine Schlangen, Spinnen oder Bären. Die einzige "Gefahr" sind die natürlichen Elemente: plötzliche Wetterumschwünge, kalte Flussquerungen und die Hitze der geothermalen Gebiete.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026