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Diamond Circle
Islands Norden entdecken: Europas mächtigster Wasserfall, Wale und die Schlucht der Götter

Diamond Circle

16 Min. Lesezeit

Während der Goldene Kreis im Süden Islands die Massen anzieht, schlummert im Norden eine Route, die ihm in nichts nachsteht und ihn in mancher Hinsicht sogar übertrifft. Der Diamond Circle führt durch die Region um Húsavík, Ásbyrgi und den Mývatn-See und vereint einige der gewaltigsten Naturschauspiele der Insel auf einer einzigen Rundfahrt. Europas mächtigster Wasserfall, Islands beste Walbeobachtung, eine Schlucht, die der Sage nach von Odins achtbeinigem Pferd geformt wurde, und vulkanische Landschaften, die an die Oberfläche eines fremden Planeten erinnern.

Der Name Diamond Circle entstand als Pendant zum Golden Circle und soll die Kostbarkeit dieser Nordroute unterstreichen. Mit etwa 260 Kilometern ist die Strecke deutlich länger als der Goldene Kreis und erfordert mindestens einen vollen Tag, besser aber zwei bis drei Tage. Dafür teilt man sich die Sehenswürdigkeiten mit deutlich weniger Touristen. Selbst im Hochsommer stehen am Dettifoss selten mehr als 30 Menschen gleichzeitig an der Abbruchkante.

Was ist der Diamond Circle?

Der Diamond Circle ist eine Rundroute in Nordisland, die in Akureyri beginnt und endet. Die Route führt über die Ringstraße (Straße 1) nach Osten zum Goðafoss, dann weiter zum Mývatn-See, durch das Jökulsárgljúfur-Tal zum Dettifoss, nördlich zur Ásbyrgi-Schlucht, an der Küste entlang nach Húsavík und von dort zurück nach Akureyri. Die Gesamtlänge beträgt etwa 260 Kilometer, die reine Fahrzeit ohne Stopps liegt bei rund vier Stunden.

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Landschaft entlang der Diamond Circle Route in Nordisland
Die Diamond Circle Route führt durch die abwechslungsreichsten Landschaften Nordislands (KI-generiert)

Die Straßen entlang des Diamond Circle sind zum größten Teil asphaltiert. Die einzige Ausnahme ist die Zufahrt zum Dettifoss über die Ostseite (Straße 864), die eine Schotterpiste ist. Die Westseite (Straße 862) wurde in den vergangenen Jahren asphaltiert und ist bequemer zu fahren. Ein normaler Mietwagen reicht für die gesamte Route aus, Allradantrieb ist nicht zwingend erforderlich, aber auf der Ostseite des Dettifoss empfehlenswert.

Die beste Reisezeit für den Diamond Circle ist Juni bis September. Im Winter sind Teile der Strecke gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Die Tage im Juni bieten fast 24 Stunden Tageslicht, was bedeutet, dass man die Route theoretisch auch nachts fahren kann. Im September bringen die kürzeren Tage dafür die Chance auf Nordlichter, die über dem Mývatn besonders eindrucksvoll wirken.

Dettifoss: Europas gewaltigster Wasserfall

Dettifoss Wasserfall in Nordisland mit gewaltigem Wasserdurchfluss
Dettifoss: 100 Meter breit, 44 Meter tief und mit einer Durchflussmenge, die den Boden erzittern lässt (KI-generiert)

Der Dettifoss ist kein Wasserfall, den man einfach anschaut. Man spürt ihn. Schon Hunderte Meter vor der Abbruchkante hört man das Tosen, und die Gischt steigt wie eine Wolke über dem Canyon auf. Mit einer Breite von 100 Metern und einer Fallhöhe von 44 Metern ist der Dettifoss der volumenstärkste Wasserfall Europas. Bis zu 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde stürzen in die Schlucht hinab, eine Menge, die in dieser Wucht auf dem europäischen Kontinent unerreicht ist.

Der Wasserfall liegt im Vatnajökull-Nationalpark und wird vom Gletscherfluss Jökulsá á Fjöllum gespeist, der vom Vatnajökull, Europas größtem Gletscher, herabfließt. Das Wasser ist grau von Gletschersedimenten und gibt dem Wasserfall sein charakteristisches, fast bedrohliches Aussehen. Der Regisseur Ridley Scott drehte hier die Eröffnungsszene seines Films Prometheus, in der ein außerirdisches Wesen vor dem Wasserfall steht.

Man kann den Dettifoss von beiden Seiten des Canyons aus besuchen. Die Westseite (über Straße 862) bietet den klassischen Blick direkt auf die Abbruchkante. Von hier aus kann man bis an den Rand des Wasserfalls gehen, wobei der Boden von der Gischt rutschig sein kann. Die Ostseite (über Straße 864) bietet eine Frontalperspektive mit Blick auf die gesamte Breite des Wasserfalls. Beide Seiten haben ihren Reiz, die Westseite ist leichter zugänglich und wird häufiger besucht.

Nur 1,5 Kilometer flussaufwärts liegt der Selfoss, ein breiterer, aber niedrigerer Wasserfall, der in seiner Schönheit dem Dettifoss kaum nachsteht. Die Wanderung dorthin führt am Canyon-Rand entlang und ist in 20 Minuten machbar. In die andere Richtung, flussabwärts, erreicht man nach etwa 30 Minuten den Hafragilsfoss, der in einem besonders tiefen Abschnitt der Schlucht liegt und von einer Aussichtsplattform eingesehen werden kann. Die Kombination aller drei Wasserfälle lohnt sich sehr.

Ásbyrgi: Die hufeisenförmige Schlucht

Ásbyrgi Schlucht von oben mit ihrer charakteristischen Hufeisenform
Ásbyrgi: eine perfekte Hufeisenform, geformt von Gletscherfluten vor tausenden Jahren (KI-generiert)

Ásbyrgi ist eine der erstaunlichsten geologischen Formationen Islands. Die Schlucht hat die Form eines gewaltigen Hufeisens, 3,5 Kilometer lang und über einen Kilometer breit, umgeben von bis zu 100 Meter hohen Felswänden. Am nördlichen Ende ragt ein massiver Felsrücken namens Eyjan (die Insel) aus dem Schluchtboden empor und teilt den Zugang in zwei Hälften. Die Schlucht ist fast vollständig von einem Birkenwald bedeckt, der einen merkwürdigen Kontrast zu den kahlen Felsen ringsum bildet.

Die isländische Sage erklärt die Entstehung von Ásbyrgi damit, dass Sleipnir, das achtbeinige Pferd des Gottes Odin, mit einem Huf die Erde berührte und dabei diese gewaltige Vertiefung hinterließ. Die wissenschaftliche Erklärung ist kaum weniger dramatisch: Vor etwa 8.000 bis 10.000 Jahren brach ein Gletschersee unter dem Vatnajökull durch und schickte eine gewaltige Flutwelle durch das Jökulsá-Tal. Diese Wassermassen rissen die Schlucht in den Basalt und formten die hufeisenförmige Gestalt, die man heute sieht.

Ásbyrgi eignet sich sehr gut für Wanderungen unterschiedlicher Länge. Ein Rundweg führt am Boden der Schlucht entlang, durch den Birkenwald und zurück über die Felskante (etwa 6 Kilometer, 2 Stunden). Besonders lohnenswert ist der Aufstieg auf die Klippen am östlichen Rand, von wo aus man die gesamte Hufeisenform überblicken kann. Im Sommer nisten hier Eissturmvögel und Dreizehenmöwen in den Felswänden, und am Boden der Schlucht wachsen wilde Blumen zwischen den Birken.

Am Eingang der Schlucht befindet sich ein gut ausgestatteter Campingplatz, der zu den schönsten in ganz Island zählt. Die Stellplätze liegen geschützt zwischen den Bäumen, es gibt Duschen, Toiletten und einen kleinen Laden. Ein Zeltplatz kostet etwa 2.000 ISK (ca. 13 EUR) pro Person. Die Atmosphäre am Abend, wenn die Sonne hinter den Felswänden verschwindet und der Wald in goldenes Licht getaucht wird, ist fast unwirklich friedlich.

Húsavík: Walbeobachtung im Norden

Húsavík Hafen mit bunten Häusern und Booten für Walbeobachtung
Húsavík: Islands Hauptstadt der Walbeobachtung mit hübschem Hafen (KI-generiert)

Húsavík gilt als die Walbeobachtungshauptstadt Islands und als einer der besten Orte weltweit, um Wale in freier Wildbahn zu erleben. Der kleine Fischerort an der Skjálfandi-Bucht hat rund 2.300 Einwohner und lebt im Sommer zu einem erheblichen Teil vom Waltourismus. Seit den 1990er Jahren fahren Boote von hier aus in die Bucht, und die Sichtungsrate liegt bei über 95 Prozent. Buckelwale sind die am häufigsten gesichtete Art, aber auch Zwergwale, Weißschnauzendelphine und gelegentlich Blauwale zeigen sich.

Mehrere Anbieter betreiben Walbeobachtungstouren von Húsavík aus. Die Touren dauern in der Regel drei Stunden und kosten zwischen 11.000 und 14.000 ISK (ca. 73 bis 93 EUR). Manche Anbieter nutzen traditionelle Eichenboote, die langsamer und leiser sind als moderne Schiffe und dadurch weniger Störung für die Tiere verursachen. Andere setzen auf RIB-Speedboote, die schneller zu den Walgruppen gelangen, aber lauter sind. Die Hauptsaison für Walbeobachtung läuft von April bis Oktober, die besten Monate sind Juni und Juli.

Neben der Walbeobachtung lohnt sich ein Besuch des Húsavík Whale Museum, das in einem ehemaligen Schlachthaus am Hafen untergebracht ist. Das Museum zeigt lebensgroße Walknochen, erklärt die Biologie der verschiedenen Walarten und dokumentiert die Geschichte des Walfangs in Island. Der Eintritt beträgt 2.200 ISK (ca. 15 EUR). Besonders eindrucksvoll ist das Skelett eines Blauwals, das fast den gesamten Hauptraum ausfüllt.

Das Städtchen selbst ist einen Bummel wert. Bunte Holzhäuser reihen sich am Hafen entlang, die Kirche von Húsavík (Húsavíkurkirkja) aus dem Jahr 1907 ist eine der hübschesten Holzkirchen Islands, und in den Restaurants am Hafen bekommt man fangfrischen Fisch zu vernünftigen Preisen. Wer den Film Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga mit Will Ferrell kennt, wird Húsavík wiedererkennen, der Ort diente als Hauptdrehort.

Insider-Tipp:

Etwa 30 Kilometer nördlich von Húsavík liegt die Halbinsel Tjörnes, an deren Küste man versteinerte Muscheln aus dem Pliozän (vor etwa 3 bis 5 Millionen Jahren) findet. Die Fossilien liegen frei zugänglich in den Steilklippen und am Strand. Ein Spaziergang an der Tjörnes-Küste lässt sich gut mit einem Besuch in Húsavík verbinden.

Goðafoss: Der Wasserfall der Götter

Goðafoss Wasserfall in Nordisland im Sommer
Goðafoss: der Wasserfall der Götter, an dem Island zum Christentum fand (KI-generiert)

Der Goðafoss liegt direkt an der Ringstraße zwischen Akureyri und Mývatn und ist damit der am leichtesten zugängliche Wasserfall des Diamond Circle. Mit 30 Metern Breite und 12 Metern Fallhöhe ist er nicht der größte Wasserfall Islands, aber einer der anmutigsten. Das Wasser des Skjálfandafljót teilt sich kurz vor dem Absturz um einen Felsen und fällt in einem eleganten Halbrund in ein türkisblaues Becken. Die Symmetrie des Wasserfalls wirkt fast wie von Menschenhand geschaffen.

Der Name Goðafoss bedeutet „Wasserfall der Götter" und geht auf ein historisches Ereignis zurück, das die Geschichte Islands prägte. Im Jahr 1000 entschied der Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði auf dem Althing (dem isländischen Parlament), dass Island zum Christentum konvertieren sollte. Der Überlieferung nach warf er anschließend seine heidnischen Götterfiguren in diesen Wasserfall, um den Bruch mit der alten Religion zu symbolisieren. Ob die Geschichte so stimmt, ist unter Historikern umstritten, aber sie hat dem Wasserfall seinen klangvollen Namen gegeben.

Beide Seiten des Goðafoss sind über asphaltierte Wege erreichbar. Die Westseite bietet den klassischen Frontblick, die Ostseite erlaubt es, näher an den Wasserfall heranzugehen und die Gischt im Gesicht zu spüren. Bei Sonnenschein bilden sich häufig Regenbogen über dem Wasserfall. Im Winter gefriert ein Teil des Wasserfalls und bildet wilde Eisskulpturen, während in der Mitte weiterhin Wasser strömt. Ein Besuch des Goðafoss dauert etwa 30 bis 45 Minuten und lässt sich mühelos in die Diamond-Circle-Route einbauen.

Mývatn und Umgebung

Der Mývatn (wörtlich: Mückensee) ist ein flacher See vulkanischen Ursprungs und das Zentrum einer Region, die zu den geologisch aktivsten Gebieten Islands gehört. Rund um den See finden sich Pseudokrater, dampfende Solfataren und Lavaformationen Quellen. Der See selbst ist ein Paradies für Vogelbeobachter: Über 15 Entenarten brüten hier, darunter die Spatelente, die in Europa nur am Mývatn vorkommt.

Der Name Mückensee ist leider Programm. Im Sommer, besonders im Juni und Juli, schwärmen Milliarden von Mücken über dem See und seiner Umgebung. Sie stechen zwar nicht (es sind harmlose Zuckmücken), aber sie fliegen in Augen und Mund. Ein Moskitonetz für den Kopf (gibt es im Supermarkt in Reykjahlíð für etwa 1.500 ISK / ca. 10 EUR) ist im Hochsommer praktisch Pflicht. Die Mücken sind allerdings die Grundlage des gesamten Ökosystems: Sie ernähren die Fische, die Fische ernähren die Vögel, und so entsteht die bemerkenswerte Artenvielfalt.

Die Mývatn Nature Baths (Jardböðin) sind die Antwort des Nordens auf die Blaue Lagune im Süden, nur weniger überlaufen und günstiger. Das milchig-blaue Wasser hat eine Temperatur von 36 bis 40 Grad und ist reich an Mineralien. Der Eintritt kostet etwa 5.900 ISK (ca. 39 EUR). Die Anlage liegt auf einer Anhöhe östlich des Sees und bietet von den Becken aus einen weiten Blick über die Lavalandschaft. Besonders schön am Abend, wenn der Dampf im Gegenlicht aufsteigt.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten rund um den Mývatn gehören die Dimmuborgir, ein Labyrinth aus bizarren Lavasäulen und Höhlen, das die Isländer als Heimat von Trollen und Elfen betrachten. Mehrere Wanderwege durchziehen das Gebiet und sind gut markiert. Östlich des Sees liegt der Námafjall (Hverir), ein Hochtemperaturgebiet mit blubbernden Schlammtöpfen und zischenden Fumarolen. Der Schwefelgeruch ist intensiv, aber die Landschaft sieht aus wie auf einem anderen Planeten, orangefarbene und graue Mineralablagerungen bedecken den Boden.

Routenplanung und praktische Tipps

Fahrtrichtung: Die meisten Reisenden fahren den Diamond Circle gegen den Uhrzeigersinn, also von Akureyri zuerst zum Goðafoss, dann zum Mývatn, weiter zum Dettifoss, nördlich nach Ásbyrgi und über Húsavík zurück. Diese Richtung hat den Vorteil, dass man die Wasserfälle im günstigsten Licht sieht (bei Sonnenschein von hinten beleuchtet). Wer allerdings die Walbeobachtung in Húsavík an den Anfang setzen möchte (die Touren starten meist am Vormittag), kann die Route auch im Uhrzeigersinn fahren.

Zeitplanung: Ein Tag reicht, um die Hauptattraktionen im Schnelldurchlauf zu sehen, ist aber stressig. Zwei Tage sind deutlich entspannter und erlauben Wanderungen in Ásbyrgi und am Dettifoss. Drei Tage sind ideal, wenn man auch die Mývatn-Region ausgiebig erkunden und eine Walbeobachtungstour in Húsavík einplanen möchte. Die folgende Aufteilung hat sich bewährt:

Tag 1: Akureyri zum Goðafoss, weiter zum Mývatn (Dimmuborgir, Námafjall, Nature Baths), Übernachtung am Mývatn. Tag 2: Mývatn zum Dettifoss (mit Selfoss und Hafragilsfoss), weiter nach Ásbyrgi (Wanderung), Übernachtung in Ásbyrgi oder Húsavík. Tag 3: Walbeobachtung in Húsavík, Rückfahrt nach Akureyri mit optionalem Stopp an der Tjörnes-Küste.

Übernachtung: Am Mývatn gibt es mehrere Hotels und Gästehäuser, das bekannteste ist das Hotel Mývatn in Reykjahlíð (ab ca. 25.000 ISK / 165 EUR pro Nacht). In Húsavík reicht die Auswahl von Hostels (ab 6.000 ISK / 40 EUR für ein Dorm-Bett) bis zu schönen Boutique-Hotels. Campingplätze gibt es an allen Hauptstationen der Route, wobei der Campingplatz in Ásbyrgi besonders empfehlenswert ist.

Verpflegung: In Reykjahlíð (Mývatn), Húsavík und Akureyri gibt es Supermärkte. Entlang der Strecke zwischen Dettifoss und Ásbyrgi gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten, also genug Proviant einpacken. Die Restaurants in Húsavri bieten guten Fisch zu Preisen zwischen 3.500 und 6.000 ISK (ca. 23 bis 40 EUR) pro Hauptgericht.

Tanken: In Akureyri und Reykjahlíð gibt es Tankstellen. Die längste Strecke ohne Tankmöglichkeit liegt zwischen Mývatn und Húsavík (über Dettifoss und Ásbyrgi, etwa 150 Kilometer). Bei normalem Verbrauch reicht ein voller Tank problemlos, aber sicherheitshalber am Mývatn nochmal volltanken.

Häufige Fragen zum Diamond Circle

Braucht man einen Allradantrieb für den Diamond Circle?

Nein, die Hauptroute ist überwiegend asphaltiert. Nur die Zufahrt zum Dettifoss über die Ostseite (Straße 864) ist eine Schotterpiste, für die ein Allradantrieb empfehlenswert ist. Über die Westseite (Straße 862, asphaltiert) erreicht man den Wasserfall aber problemlos mit einem normalen Mietwagen.

Kann man den Diamond Circle auch im Winter fahren?

Teilweise. Die Ringstraße und die Straße zum Goðafoss sind ganzjährig befahrbar. Die Zufahrten zum Dettifoss und nach Ásbyrgi sind im Winter gesperrt. Húsavík und der Mývatn sind auch im Winter erreichbar. Walbeobachtungstouren werden im Winter nicht angeboten, dafür hat man gute Chancen auf Nordlichter.

Lässt sich der Diamond Circle mit dem Goldenen Kreis kombinieren?

Ja, aber sie liegen weit voneinander entfernt. Der Goldene Kreis befindet sich im Südwesten, der Diamond Circle im Norden. Die Fahrt von Reykjavík nach Akureyri dauert etwa fünf Stunden über die Ringstraße. Viele Reisende planen beide Routen in einer Ringstraßen-Rundreise ein, wobei der Diamond Circle die nördliche Etappe bildet.

Sind die Mücken am Mývatn wirklich so schlimm?

Im Hochsommer (Juni/Juli) ja. An warmen, windstillen Tagen können die Mückenschwärme sehr lästig sein. Sie stechen nicht, fliegen aber in großer Zahl. Ein Kopfnetz (im örtlichen Supermarkt für ca. 1.500 ISK / 10 EUR erhältlich) hilft enorm. Im August und September lässt die Mückenplage deutlich nach.

Was kostet der Diamond Circle insgesamt?

Die Sehenswürdigkeiten selbst sind alle kostenlos zugänglich (kein Eintritt für Wasserfälle, Ásbyrgi oder Námafjall). Kosten entstehen für Unterkunft (ab 6.000 ISK / 40 EUR im Hostel), Verpflegung und optionale Aktivitäten wie Walbeobachtung (ca. 12.000 ISK / 80 EUR) oder Mývatn Nature Baths (5.900 ISK / 39 EUR). Für zwei Tage mit Mietwagen, einer Hotelnacht und einer Walbeobachtungstour sollte man insgesamt mit etwa 60.000 bis 80.000 ISK (ca. 400 bis 530 EUR) pro Person rechnen.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026