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Island Rundreise planen
Ringstraße in 10 Tagen: Tagesetappen, Highlights und alles, was du für den perfekten Roadtrip brauchst

Island Rundreise planen

15 Min. Lesezeit

Einmal um die ganze Insel fahren, dabei Gletscher und Vulkane bestaunen, in heißen Quellen baden und vor wilden Wasserfällen stehen: Eine Rundreise auf Islands Ringstraße gehört zu den großartigsten Roadtrips, die man in Europa unternehmen kann. 1.322 Kilometer führt die Route 1 um die gesamte Insel und verbindet dabei nahezu alle Highlights, die Island zu bieten hat.

Doch wie plant man eine solche Reise konkret? Wie viele Tage braucht man, wo übernachtet man, was darf man nicht verpassen? Dieser Artikel liefert einen detaillierten 10-Tage-Plan mit konkreten Tagesetappen, Übernachtungsempfehlungen und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Der Plan lässt sich flexibel anpassen: Wer mehr Zeit hat, kann einzelne Etappen strecken, wer weniger Zeit hat, kann Stationen überspringen oder zusammenlegen.

Warum 10 Tage ideal sind

Karte der Ringstraße Route 1 in Island
Die Ringstraße umrundet Island auf 1.322 Kilometern und verbindet alle Regionen (KI-generiert)

Rein rechnerisch lässt sich die Ringstraße an einem einzigen Tag durchfahren. 1.322 Kilometer bei einem Tempolimit von 90 km/h ergeben eine reine Fahrzeit von etwa 16 Stunden. Aber wer das tut, verpasst alles, wofür man eigentlich nach Island kommt.

Tipp: Berechne dein persönliches Reisebudget mit unserem Island-Reisekostenrechner.

Sieben Tage sind das absolute Minimum für eine Umrundung, bei der man zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mitnimmt. Allerdings sitzt man dann jeden Tag drei bis vier Stunden im Auto und muss an einigen Stellen Abstriche machen. Zwei Wochen wären ideal, um wirklich jeden Winkel zu erkunden und auch mal einen halben Tag an einem besonders schönen Ort zu verbummeln.

Zehn Tage bieten den besten Kompromiss. Man hat genug Zeit, um an jedem Tag nur moderate Strecken zu fahren, alle großen Highlights mitzunehmen und trotzdem spontan Abstecher einzulegen. Die Tagesetappen liegen bei 100 bis 250 Kilometern, was je nach Straßenverhältnissen und Fotostopps zwei bis vier Stunden Fahrzeit bedeutet. Der Rest des Tages gehört den Wasserfällen, Wanderungen, heißen Quellen und der endlosen Weite der isländischen Landschaft.

Tag 1: Keflavík und Reykjavík

Die meisten Flüge aus Deutschland landen am Nachmittag oder Abend am Flughafen Keflavík. Nach der Übernahme des Mietwagens fährt man in etwa 45 Minuten nach Reykjavík. Je nach Ankunftszeit lohnt sich ein Abstecher zur Blauen Lagune, die direkt auf dem Weg liegt. Alternativ kann man die Halbinsel Reykjanes mit ihren Lavafeldern, Leuchttürmen und dampfenden Geothermalgebieten erkunden.

In Reykjavík empfiehlt sich ein Abendspaziergang durch die bunte Innenstadt. Die Laugavegur, die Haupteinkaufsstraße, ist voller kleiner Geschäfte, Galerien und Restaurants. Die Hallgrímskirkja, Islands berühmteste Kirche, bietet von ihrem Turm einen großartigen Überblick über die Stadt und die umliegenden Berge. Wer gut essen möchte, findet in der Innenstadt eine erstaunliche Dichte an sehr guten Restaurants, die lokale Zutaten wie Lamm, Fisch und Skyr kreativ verarbeiten.

Übernachtung: Reykjavík, Gästehaus oder Hotel in der Innenstadt (20.000 bis 45.000 ISK / 135 bis 300 EUR)

Fahrzeit: 45 Minuten (Keflavík nach Reykjavík)

Tag 2: Der Goldene Kreis

Der Goldene Kreis ist die beliebteste Tagestour ab Reykjavík und verbindet drei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands auf einer 230 Kilometer langen Rundstrecke.

Der erste Stopp ist der Nationalpark Þingvellir, wo die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften. Hier tagte ab dem Jahr 930 das Althing, eines der ältesten Parlamente der Welt. Die Almannagjá-Schlucht markiert den Rand der nordamerikanischen Platte und lässt sich auf einem gut ausgebauten Wanderweg durchqueren. Wer Zeit und Budget hat, kann in der Silfra-Spalte schnorcheln, einer mit glasklarem Gletscherwasser gefüllten Felsspalte zwischen den Kontinentalplatten.

Weiter geht es zum Geothermalgebiet Geysir, wo der Strokkur alle fünf bis zehn Minuten eine Wasserfontäne bis zu 30 Meter in die Höhe schießt. Der namensgebende Große Geysir ist seit Jahren inaktiv, aber die umliegenden heißen Quellen und dampfenden Becken sind eindrucksvoll genug.

Der dritte Stopp ist der Gullfoss, ein gewaltiger zweistufiger Wasserfall, dessen Wassermassen 32 Meter in die Tiefe donnern. Bei Sonnenschein bilden sich Regenbögen in der Gischt, und die Kraft des Flusses ist überwältigend. Ein Abstecher nach Kerið, einem 3.000 Jahre alten Vulkankrater mit einem türkisfarbenen See am Grund, rundet den Tag ab.

Statt nach Reykjavík zurückzufahren, übernachtet man am besten in der Region Selfoss oder Flúðir. Das Secret Lagoon in Flúðir ist ein sehr guter Tagesabschluss: Ein natürlicher heißer Pool, weniger überlaufen und deutlich günstiger als die Blaue Lagune.

Übernachtung: Selfoss oder Flúðir (15.000 bis 30.000 ISK / 100 bis 200 EUR)

Fahrzeit: ca. 3 Stunden (mit Stopps deutlich mehr)

Tag 3: Südküste bis Vík

Seljalandsfoss Wasserfall an Islands Südküste
Der Seljalandsfoss gehört zu den fotogensten Wasserfällen Islands (KI-generiert)

Die Südküste Islands ist vielleicht der landschaftlich vielfältigste Abschnitt der Ringstraße. Auf den knapp 180 Kilometern zwischen Selfoss und Vík reihen sich Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände und dramatische Felsformationen aneinander.

Der Seljalandsfoss ist der erste große Wasserfall des Tages. Seine Besonderheit: Man kann auf einem schmalen Pfad hinter dem herabstürzenden Wasser entlanggehen und die Landschaft durch einen Vorhang aus Gischt betrachten. Wasserfeste Kleidung ist Pflicht, denn man wird dabei ordentlich nass. Wenige Hundert Meter weiter versteckt sich der Gljúfrabúi in einer Felsspalte, ein Wasserfall, den viele Besucher übersehen.

Weiter östlich folgt der Skógafoss, ein breiter, 60 Meter hoher Wasserfall, der bei Sonnenschein oft einen doppelten Regenbogen erzeugt. Eine steile Treppe mit 527 Stufen führt zur Oberkante, von wo aus man einen großartigen Blick über die Küstenebene hat. Wer Lust auf eine längere Wanderung hat, kann dem Fimmvörðuháls-Trail flussaufwärts folgen, der durch eine Schlucht mit über 20 weiteren Wasserfällen führt.

Vor Vík sollte man am schwarzen Sandstrand Reynisfjara Halt machen. Die mächtigen Basaltsäulen und die tosende Brandung sind ein starker Anblick. Vorsicht ist allerdings geboten: Die sogenannten „Sneaker Waves" (Monsterwellen) sind tückisch und können selbst bei ruhigem Wetter plötzlich weit den Strand hinauflaufen. Die Warnschilder sind ernst zu nehmen, und dem Wasser sollte man nie den Rücken zukehren.

Übernachtung: Vík (15.000 bis 35.000 ISK / 100 bis 235 EUR)

Fahrzeit: ca. 2,5 Stunden (reine Fahrt)

Tag 4: Vík bis Jökulsárlón

Gletscherlagune Jökulsárlón mit schwimmenden Eisbergen
Jökulsárlón: Schwimmende Eisberge vor dem größten Gletscher Europas (KI-generiert)

Die Strecke von Vík nach Osten führt durch eine der einsamsten Landschaften Islands. Über weite Strecken sieht man nichts als schwarze Lavafelder und den Vatnajökull, Europas größten Gletscher, der sich am Horizont erstreckt. Die wenigen Brücken über die Gletscherflüsse erinnern daran, wie jung diese Straße ist: Erst seit 1974 ist die Ringstraße durchgehend befahrbar.

Der erste Stopp des Tages kann eine Gletscherwanderung auf dem Sólheimajökull oder dem Svínafellsjökull sein. Geführte Touren dauern drei bis vier Stunden und kosten zwischen 12.000 und 18.000 ISK (80 bis 120 EUR). Mit Steigeisen und Eispickel ausgerüstet, wandert man über die zerrissene Oberfläche des Gletschers, vorbei an Spalten, Eishöhlen und blauem Gletschereis.

Das absolute Highlight des Tages ist die Gletscherlagune Jökulsárlón. Riesige Eisberge kalben vom Breiðamerkurjökull in die Lagune und treiben langsam Richtung Meer. Manche der Eisblöcke sind strahlend weiß, andere durchzogen von blauen und schwarzen Streifen aus komprimiertem Schnee und vulkanischer Asche. Bootstouren auf der Lagune (Zodiac oder Amphibienfahrzeug) kosten 6.000 bis 10.000 ISK (40 bis 67 EUR) und bringen einen nah an die schwimmenden Eisbrocken heran.

Direkt gegenüber liegt der Diamond Beach, ein schwarzer Sandstrand, auf dem angeschwemmte Eisblöcke wie Diamanten glitzern. Bei Sonnenuntergang (oder im Sommer bei der tief stehenden Sonne um Mitternacht) ist dieser Strand einer der fotogensten Orte Islands überhaupt.

Übernachtung: Höfn oder Umgebung von Jökulsárlón (18.000 bis 40.000 ISK / 120 bis 270 EUR)

Fahrzeit: ca. 3 Stunden

Tag 5: Ostfjorde

Die Ostfjorde sind der am wenigsten besuchte Abschnitt der Ringstraße und gerade deshalb besonders reizvoll. Die Straße schlängelt sich durch tiefe Fjorde, vorbei an winzigen Fischerdörfern und an Steilklippen, an denen Papageitaucher (im Sommer) nisten. Hier fühlt man sich wirklich am Ende der Welt.

Die Fahrt von Höfn nach Seyðisfjörður führt über den Bergpass Öxi, eine landschaftlich überwältigende Schotterpiste, die einen guten Teil der Strecke abkürzt. Alternativ kann man auf der asphaltierten Ringstraße bleiben, was etwas länger dauert, aber stressfrei zu fahren ist. In den Ostfjorden sollte man sich Zeit nehmen, um die kleinen Orte zu erkunden: Djúpivogur mit seinem Skulpturenpark am Hafen, Fáskrúðsfjörður mit seinem französischen Erbe und Reyðarfjörður mit seinen bunt gestrichenen Häusern.

Seyðisfjörður ist einer der schönsten Orte Islands. Das kleine Dorf liegt am Ende eines langen Fjords, umgeben von Bergen und Wasserfällen. Die berühmte Regenbogenstraße führt zur blauen Kirche, und die Kunstszene des Ortes ist überraschend lebendig für ein Dorf mit kaum 700 Einwohnern. Von hier legt auch die Fähre nach Dänemark und auf die Färöer-Inseln ab.

Übernachtung: Egilsstaðir oder Seyðisfjörður (15.000 bis 35.000 ISK / 100 bis 235 EUR)

Fahrzeit: ca. 4 Stunden (mit Stopps)

Tag 6: Egilsstaðir und Umgebung

Egilsstaðir ist die größte Stadt Ostislands, was in Island allerdings bedeutet, dass hier rund 2.500 Menschen leben. Der Ort selbst ist eher funktional als charmant, aber die Umgebung bietet einige herausragende Naturerlebnisse.

Der Lagarfljót-See, Islands drittgrößter See, erstreckt sich über 25 Kilometer südlich der Stadt. Einer isländischen Sage nach lebt in seinen trüben Tiefen ein Seemonster, der Lagarfljótswurm, Islands Antwort auf Nessie. Am Ostufer liegt der Hallormstaðaskógur, Islands größter Wald, der mit seinen Birken und Wanderwegen ein willkommener Kontrast zur baumlosen Landschaft ringsum ist.

Wer einen Abstecher einlegen möchte, kann die Fahrt zum Dettifoss nutzen, dem leistungsstärksten Wasserfall Europas. Die Piste zum Ostufer (Straße 864) ist etwas abenteuerlich, aber mit jedem Fahrzeug machbar. Vom Westufer (Straße 862, asphaltiert) hat man den besseren Blick auf die Schlucht, aber das Ostufer bietet mehr Nähe und Gischt. Der Dettifoss schickt 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde 44 Meter in die Tiefe, und das Donnern ist Kilometer entfernt zu hören.

Übernachtung: Egilsstaðir oder Mývatn-Region (15.000 bis 30.000 ISK / 100 bis 200 EUR)

Fahrzeit: ca. 2,5 Stunden (zum Mývatn)

Tag 7: Mývatn und Umgebung

Die Region um den Mývatn-See gehört zu den vielfältigsten Gebieten Islands. Auf engem Raum konzentrieren sich hier Vulkankrater, Solfataren, Lavaformationen, heiße Quellen und eine reiche Vogelwelt, die den See zu einem der besten Orte für Vogelbeobachtung in Europa macht.

Das Geothermalgebiet Námaskarð am Fuße des Berges Námafjall ist eine Landschaft wie von einem anderen Planeten. Blubbernde Schlammtöpfe, zischende Dampföffnungen und schwefelgelbe Ablagerungen erzeugen einen surrealen Anblick, der wie ein Blick in die Urzeit der Erde wirkt. Der Gestank nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff) ist intensiv, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Die Pseudokrater von Skútustaðir am Südufer des Mývatn sind keine echten Vulkankrater, sondern entstanden, als Lava über einen sumpfigen See floss und das verdampfende Wasser Explosionen verursachte. Die Wanderung um die Krater dauert etwa eine Stunde und bietet einen schönen Überblick über den See und seine Umgebung.

Am Ende des Tages empfiehlt sich ein Besuch der Mývatn Nature Baths, der nordisländischen Alternative zur Blauen Lagune. Das milchig-blaue Wasser hat eine Temperatur von 36 bis 40 Grad, und der Blick über den See und die umliegenden Vulkane ist grandios. Der Eintritt kostet 5.900 ISK (40 EUR) und ist damit deutlich günstiger als die Blaue Lagune.

Übernachtung: Mývatn-Region (15.000 bis 35.000 ISK / 100 bis 235 EUR)

Fahrzeit: minimal (alles in der Region)

Tag 8: Akureyri und Tröllaskagi

Akureyri, die „Hauptstadt des Nordens", ist mit knapp 19.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Islands. Trotz ihrer nördlichen Lage am Ende des Eyjafjörður profitiert die Stadt von einem milden Mikroklima und hat einen erstaunlich üppigen Botanischen Garten, der über 7.000 Pflanzenarten aus der ganzen Welt zeigt.

Ein Abstecher zur Walbeobachtung ab Húsavík (eine Stunde östlich) lohnt sich, wenn man im Sommer reist. Die Bucht vor Húsavík hat eine der höchsten Walsichtungsraten weltweit, und Buckelwale und gelegentlich Blauwale tauchen vor den Booten auf. Eine dreistündige Tour kostet 12.000 bis 15.000 ISK (80 bis 100 EUR).

Die Halbinsel Tröllaskagi zwischen Akureyri und Siglufjörður bietet eine der landschaftlich schönsten Küstenstraßen Islands. Der neue Tunnel unter dem Héðinsfjörður hat die Fahrt nach Siglufjörður erheblich verkürzt. Das ehemalige Heringsdorf hat ein preisgekröntes Heringsmuseum und eine charmante Hafenpromenade.

Übernachtung: Akureyri (18.000 bis 40.000 ISK / 120 bis 270 EUR)

Fahrzeit: ca. 2 Stunden (Mývatn nach Akureyri, plus Abstecher)

Tag 9: Nordwestisland

Die Strecke von Akureyri nach Westen führt durch weite, dünn besiedelte Landschaften. Der Skagafjörður ist Islands Pferdeland: Hier werden die meisten Islandpferde gezüchtet, und Reitausflüge werden überall angeboten. Ein einstündiger Ausritt kostet etwa 8.000 bis 12.000 ISK (54 bis 80 EUR) und bietet einen ganz eigenen Blick auf die Landschaft.

Zwischen Blönduós und Borðeyri passiert man die Region Vatnsnes, die für ihre Robbensichtungen bekannt ist. Am Hvítserkur, einer 15 Meter hohen Felsformation an der Küste, lassen sich bei Ebbe oft Robben auf den umliegenden Felsen beobachten. Der Felsen selbst sieht aus wie ein trinkendes Tier und gehört zu den fotogensten Felsformationen Islands.

Die Weiterfahrt nach Stykkishólmur auf der Snæfellsnes-Halbinsel dauert mehrere Stunden, lohnt sich aber. Der Ort ist ein schönes Fischerdorf mit bunten Häusern, einem kleinen Hafen und einem sehr guten Vulkanmuseum. Von hier aus starten Fähren zu den Inseln in der Breiðafjörður-Bucht, wo man im Sommer Papageitaucher beobachten kann.

Übernachtung: Stykkishólmur oder Snæfellsnes (15.000 bis 35.000 ISK / 100 bis 235 EUR)

Fahrzeit: ca. 4 bis 5 Stunden

Tag 10: Snæfellsnes und Rückkehr

Die Snæfellsnes-Halbinsel wird oft als „Island im Miniaturformat" bezeichnet, weil sie auf engem Raum all das vereint, was die große Insel ausmacht: einen Gletscher-Vulkan (Snæfellsjökull), schwarze Sandstrände, Lavafelder und Fischerdörfer Felsküsten.

Camping in Island mit Blick auf Berge und Gletscher
Camping auf Snæfellsnes: Abenteuer unter freiem Himmel mit Gletscherblick (KI-generiert)

Die Küstenstraße um die Halbinsel führt vorbei an Arnarstapi, einem kleinen Ort mit wilden Küstenfelsen und einem Wanderweg entlang der Klippen. Der schwarze Kieselstrand Djúpalónssandur ist ein weiteres Highlight: Hier liegen noch die Wrackteile eines 1948 gestrandeten Trawlers, und vier Hebesteine testen die Kraft der Besucher, so wie sie es einst bei den Fischern taten.

Die Kirkjufell, ein kegelförmiger Berg bei Grundarfjörður, ist der meistfotografierte Berg Islands und wurde in der Serie „Game of Thrones" als Pfeilspitz-Berg berühmt. Besonders fotogen ist er mit dem kleinen Wasserfall Kirkjufellsfoss im Vordergrund.

Von Snæfellsnes fährt man in etwa zwei Stunden zurück nach Reykjavík. Wer am Abend noch einen letzten Höhepunkt setzen möchte, kann im Perlan in Reykjavík die Ausstellung über Islands Natur besuchen oder den Sonnenuntergang am alten Hafen genießen. Am nächsten Morgen geht es zum Flughafen Keflavík. Tipp: Den Mietwagen erst am Flughafen abgeben, nicht schon am Vorabend in Reykjavík.

Fahrzeit: ca. 2,5 Stunden (Snæfellsnes Rundfahrt), plus 2 Stunden zurück nach Reykjavík

Kosten und Budget

Panoramablick auf Islands Ringstraße mit Bergen und grünen Tälern
Die Ringstraße bietet auf 1.322 Kilometern ständig wechselnde Panoramen (KI-generiert)

Die Gesamtkosten für eine 10-tägige Ringstraßen-Rundreise variieren stark je nach Reisestil. Hier eine realistische Aufstellung für zwei Personen in der Hochsaison (Juni bis August), gerechnet in Euro.

Flüge (Hin und Rück, 2 Personen): 400 bis 800 EUR

Mietwagen (10 Tage, Kompakt-SUV mit Versicherung): 1.200 bis 2.000 EUR

Benzin: 250 bis 400 EUR

Unterkünfte (10 Nächte, Gästehäuser): 1.500 bis 3.000 EUR

Verpflegung (Mix aus Selbstversorgung und Restaurant): 800 bis 1.500 EUR

Aktivitäten (Gletscherwanderung, Walbeobachtung, Bäder): 200 bis 500 EUR

Gesamt für 2 Personen: 4.350 bis 8.200 EUR, also 2.175 bis 4.100 EUR pro Person

Budget-Reisende, die zelten und sich selbst versorgen, können mit 1.500 bis 2.000 EUR pro Person auskommen. Detaillierte Preisinformationen findest du in unserem Artikel über die Kosten in Island.

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Häufige Fragen zur Island-Rundreise

In welche Richtung sollte man die Ringstraße fahren?

Die meisten Reisenden fahren gegen den Uhrzeigersinn (zuerst nach Süden), was den Vorteil hat, dass man mit den populärsten Attraktionen beginnt. Im Uhrzeigersinn zu fahren hat den Vorteil, dass man den Massen einen Schritt voraus ist, da die meisten Busse und Gruppentouren gegen den Uhrzeigersinn unterwegs sind.

Kann man die Ringstraße im Winter fahren?

Grundsätzlich ja, aber es erfordert deutlich mehr Planung und Erfahrung. Die Straße kann bei Sturm abschnittsweise gesperrt werden, und die Tage sind kurz (4 bis 7 Stunden Tageslicht). Man sollte pro Tag weniger Strecke einplanen, einen Allradwagen mit Winterreifen haben und täglich road.is prüfen. Im Winter empfiehlt sich eher ein Teilabschnitt (z. B. nur der Süden) als die komplette Umrundung.

Muss man Unterkünfte vorbuchen?

Im Sommer (Juni bis August) unbedingt. Gerade auf dem Land zwischen Vík und Akureyri sind die Unterkünfte begrenzt und schnell ausgebucht. Drei bis sechs Monate im Voraus buchen ist empfehlenswert. In der Nebensaison findet man leichter spontan etwas, sollte aber trotzdem vorbuchen, da manche Betriebe im Winter geschlossen sind.

Was sollte man auf die Ringstraße unbedingt mitnehmen?

Wetterfeste Kleidung (Regenjacke, Windjacke, Wanderschuhe), Badesachen für heiße Quellen und Sonnenschutz (auch im Winter wegen Reflexion), eine wiederbefüllbare Wasserflasche und Adapter, warme Schichten nach dem Zwiebelprinzip und eine Schlafmaske im Sommer.

Gibt es auf der Ringstraße überall Handyempfang?

In den Ortschaften und entlang der meisten Abschnitte der Ringstraße ja. In den Ostfjorden, im Norden und auf Schotterpisten abseits der Hauptstraße kann der Empfang lückenhaft sein. Offline-Karten (z. B. Maps.me oder Google Maps offline) sind eine sinnvolle Absicherung.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026