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Islands Ringstraße
Route 1 rund um die Insel: 1.322 Kilometer voller Naturwunder, Gletscher, Vulkane und unvergesslicher Landschaften

Islands Ringstraße

15 Min. Lesezeit

Die Ringstraße ist der Traum eines jeden Island-Reisenden. Einmal komplett um die Insel fahren, dabei Gletscher, Vulkane, heiße Quellen, schwarze Sandstrände und abgelegene Fischerdörfer entdecken, das ist ein Abenteuer, das man so schnell nicht vergisst. Die Route 1, wie die Ringstraße offiziell heißt, verbindet nahezu alle Highlights Islands miteinander und macht es möglich, die unglaubliche landschaftliche Vielfalt dieser Vulkaninsel auf einer einzigen Reise zu erleben.

Ob du zum ersten Mal nach Island reist oder die Insel bereits kennst: Die Ringstraße überrascht selbst erfahrene Besucher immer wieder aufs Neue. Hinter jeder Kurve wartet eine andere Welt, und die Kontraste zwischen den einzelnen Regionen sind so stark, dass man manchmal kaum glauben kann, sich noch auf derselben Insel zu befinden. In diesem Artikel findest du alles, was du für die Planung deines Ringstraßen-Abenteuers brauchst.

Was ist die Ringstraße?

Die Ringstraße, auf Isländisch Hringvegur, ist die Hauptverkehrsader Islands. Sie trägt die Nummer 1 und umrundet die gesamte Insel auf einer Länge von exakt 1.322 Kilometern. Die Straße wurde 1974 fertiggestellt, als die letzte Brücke über den Gletscherfluss Skeiðará im Südosten eröffnet wurde. Seitdem ist es möglich, die Insel auf einer durchgehend asphaltierten Strecke zu umrunden.

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Im Gegensatz zu vielen anderen isländischen Straßen ist die Route 1 komplett asphaltiert und ganzjährig befahrbar. Sie ist durchgehend zweispurig, wobei an einigen Stellen, besonders in den Ostfjorden und im Norden, die Fahrbahn relativ schmal werden kann. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt auf asphaltierten Abschnitten bei 90 km/h, innerhalb geschlossener Ortschaften bei 50 km/h.

Die Ringstraße führt durch nahezu alle Landschaftszonen Islands: von den grünen Tälern des Südens über die kargen Lavafelder des Nordens bis zu den spektakulären Fjorden im Osten. Sie verbindet Reykjavik mit Akureyri, der zweitgrößten Stadt Islands, und passiert dabei zahlreiche Nationalparks, Naturreservate und geologisch einzigartige Formationen. Abstecher zu Sehenswürdigkeiten abseits der Route sind von der Ringstraße aus fast immer leicht zu erreichen.

Panoramablick auf die Ringstraße Route 1 in Island mit Bergen und grüner Landschaft
Die Route 1 schlängelt sich durch die vielfältige isländische Landschaft, hier ein Abschnitt in Südisland (KI-generiert)

Wie viele Tage braucht man?

Rein theoretisch lässt sich die Ringstraße an einem einzigen Tag durchfahren. Die reine Fahrzeit ohne Stopps beträgt etwa 16 bis 18 Stunden. Aber natürlich wäre das völliger Unsinn, denn der ganze Reiz dieser Route liegt ja gerade in den Zwischenstopps und Abstechern, die links und rechts der Straße warten.

Das absolute Minimum für eine Umrundung liegt bei 7 Tagen. In dieser Zeit kannst du die wichtigsten Highlights mitnehmen, musst aber an jedem Tag relativ viele Kilometer zurücklegen und wirst einige sehenswerte Orte auslassen müssen. Wer in einer Woche um die Insel fahren möchte, sollte gut planen und Prioritäten setzen.

Die ideale Reisedauer liegt bei 10 bis 14 Tagen. Mit zwei Wochen hast du genügend Zeit, um an jedem Tag nur moderate Strecken zu fahren, ausgiebig wandern zu gehen und auch mal einen halben Tag an einem besonders schönen Ort zu verweilen. Du kannst Abstecher zur Snæfellsnes-Halbinsel, ins Hochland oder zu abgelegenen heißen Quellen einplanen, ohne in Zeitdruck zu geraten.

Wer noch mehr Zeit hat, kann problemlos drei Wochen oder länger auf der Ringstraße verbringen. Besonders die Westfjorde, die nicht Teil der eigentlichen Ringstraße sind, verdienen einen mehrtägigen Abstecher. Auch die Hochlandrouten im Landesinneren, die nur im Sommer befahrbar sind, lassen sich bei einer längeren Reise wunderbar integrieren.

Etappe 1: Reykjavík, Goldener Kreis und Vík

Die meisten Reisenden starten ihre Ringstraßen-Tour in Reykjavik, wo sie nach der Ankunft am Flughafen Keflavik ihren Mietwagen übernehmen. Bevor es auf die eigentliche Ringstraße geht, bietet sich ein Abstecher zum Goldenen Kreis an, der berühmtesten Touristenroute Islands.

Der Goldene Kreis umfasst drei Hauptattraktionen: den Thingvellir-Nationalpark, wo die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinandertreffen, das Geothermalgebiet Geysir mit dem aktiven Strokkur, der alle paar Minuten eine Wasserfontäne in die Höhe schießt, und den beeindruckenden Gullfoss-Wasserfall, der in zwei Stufen in eine tiefe Schlucht stürzt.

Von dort geht es weiter in Richtung Südküste. Die Fahrt entlang der Route 1 führt vorbei an gewaltigen Gletscherzungen des Mýrdalsjökull und an den berühmten schwarzen Sandstränden bei Reynisfjara. Die Basaltsäulen am Strand und die vorgelagerten Felsnadeln Reynisdrangar gehören zu den meistfotografierten Motiven Islands.

Etappenziel ist das kleine Dorf Vík (Vík í Mýrdal), der südlichste Ort Islands. Mit seinen rund 300 Einwohnern ist Vík ein perfekter Ausgangspunkt für Erkundungen der Südküste. Die Kirche auf dem Hügel über dem Ort bietet einen fantastischen Blick über die schwarzen Strände und das Meer. In Vík gibt es Unterkünfte, Restaurants und eine Tankstelle, was den Ort zu einem idealen Zwischenstopp macht.

Etappe 2: Vík, Jökulsárlón und die Ostfjorde

Die zweite Etappe führt von Vík weiter gen Osten durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Islands. Das Highlight dieser Strecke ist ohne Frage die Gletscherlagune Jökulsárlón, die viele Reisende als den schönsten Ort der gesamten Ringstraße bezeichnen. Riesige Eisberge treiben langsam durch die Lagune in Richtung Meer, und im Hintergrund erhebt sich die gewaltige Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull.

Jökulsárlón Gletscherlagune mit treibenden Eisbergen bei einem Stopp auf der Ringstraße
Die Gletscherlagune Jökulsárlón mit ihren treibenden Eisbergen ist ein absolutes Highlight der Ringstraße (KI-generiert)

Direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Straße, liegt der Diamond Beach. Hier werden Eisbrocken vom Meer an den schwarzen Vulkanstrand gespült, wo sie wie geschliffene Diamanten in der Sonne glitzern. Besonders bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ist dieses Schauspiel atemberaubend.

Die gesamte Region rund um den Vatnajökull, Europas größtem Gletscher, gehört zum Vatnajökull-Nationalpark. Hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Gletscherwanderungen und Eishöhlen-Touren an. In Südisland befinden sich einige der eindrucksvollsten Naturschauspiele der Insel, und gerade dieser Abschnitt verdient es, mit genügend Zeit erkundet zu werden.

Hinter Höfn beginnt der wohl kurvigste Abschnitt der gesamten Ringstraße: die Ostfjorde. Hier windet sich die Straße durch eine Reihe tiefer Fjorde, die jeweils eine eigene Welt zu sein scheinen. Die Ostfjorde sind der am dünnsten besiedelte Teil Islands, und genau das macht ihren Reiz aus. Kleine Fischerdörfer ducken sich an den Fjordufern, und die Berghänge fallen steil zum Meer ab. Die Fahrt durch die Ostfjorde dauert länger als erwartet, weil jeder Fjord einzeln umfahren werden muss, aber gerade das macht die Strecke so besonders.

Etappe 3: Ostfjorde, Egilsstaðir und Mývatn

Die dritte Etappe beginnt in Ostisland, wo die Ringstraße durch die Stadt Egilsstaðir führt, dem regionalen Zentrum des Ostens. Egilsstaðir liegt am See Lagarfljót, in dem der Legende nach ein Seeschlangen-Ungeheuer leben soll. Die Stadt selbst ist ein guter Ort zum Auftanken und Einkaufen, bevor die Reise nach Norden weitergeht.

Kurvige Straße durch die Ostfjorde Islands mit Blick auf einen Fjord
Die Straße durch die Ostfjorde schlängelt sich entlang der Fjordufer und bietet spektakuläre Ausblicke (KI-generiert)

Von Egilsstaðir führt die Route 1 über den Öxi-Pass oder alternativ durch das flache Tal hinüber nach Nordisland. Die Landschaft verändert sich spürbar: Statt der tiefen Fjorde und steilen Berge des Ostens dominieren nun weite Ebenen, bizarr geformte Lavafelder und geothermale Gebiete.

Das absolute Highlight dieser Etappe ist der Mývatn-See mit seiner Umgebung. Mývatn bedeutet "Mückensee", was im Sommer durchaus wörtlich zu nehmen ist, aber die Insekten sollten niemanden abschrecken. Die Region um den Mývatn gehört zu den geologisch aktivsten Gebieten der Erde. Hier findet man dampfende Fumarolen im Geothermalgebiet Hverir, die bizarre Lavaformation Dimmuborgir (dunkle Burgen), die türkisfarbenen Krater von Víti und den natürlichen heißen Topf Grjótagjá, der durch die TV-Serie Game of Thrones weltberühmt wurde.

In der Nähe befindet sich auch der gewaltige Dettifoss, der wasserreichste Wasserfall Europas. Die schiere Wucht, mit der die Wassermassen in die Jökulsárgljúfur-Schlucht stürzen, lässt den Boden unter den Füßen vibrieren. Der Dettifoss ist über eine kurze Stichstraße von der Ringstraße aus erreichbar und sollte auf keiner Ringstraßen-Tour fehlen.

Blick über den Mývatn-See mit seinen Pseudokratern und der umliegenden Lavalandschaft
Der Mývatn-See ist umgeben von Pseudokratern, Lavaformationen und geothermaler Aktivität (KI-generiert)

Etappe 4: Akureyri, Snæfellsnes und zurück nach Reykjavík

Die letzte Etappe beginnt in Akureyri, der "Hauptstadt des Nordens". Mit rund 19.000 Einwohnern ist Akureyri die zweitgrößte Stadt Islands und überrascht mit einer lebendigen Kulturszene, guten Restaurants und sogar einem botanischen Garten, in dem Pflanzen aus aller Welt gedeihen. Die herzförmigen roten Ampeln der Stadt sind ein beliebtes Fotomotiv und typisch für die freundliche Atmosphäre des Ortes.

Von Akureyri aus lohnt sich ein Abstecher zur Halbinsel Tröllaskagi, die für ihre steilen Berge, engen Täler und charmanten Fischerdörfer wie Siglufjörður bekannt ist. Die Küstenstraße rund um Tröllaskagi gehört zu den landschaftlich schönsten Strecken Islands, ist aber kein Teil der eigentlichen Ringstraße.

Die Ringstraße führt weiter in Richtung Westen durch das Skagafjörður-Tal, das für seine Pferdezucht berühmt ist. Hier grasen Hunderte von Islandpferden auf sattgrünen Weiden vor der Kulisse schneebedeckter Berge. Wer mag, kann auf einem der zahlreichen Reiterhöfe eine Tour buchen und die Landschaft vom Rücken eines Islandpferdes aus erleben.

Bevor die Ringstraße zurück nach Reykjavik führt, solltest du unbedingt einen Abstecher auf die Snæfellsnes-Halbinsel einplanen. Snæfellsnes wird oft als "Island im Miniaturformat" bezeichnet, weil hier auf engstem Raum alles zu finden ist, was die Insel ausmacht: der mystische Gletscher Snæfellsjökull, der Jules Verne als Eingang zum Mittelpunkt der Erde diente, schwarze Kieselstrände wie Djúpalónssandur, der ikonische Berg Kirkjufell bei Grundarfjörður und schöne Fischerdörfer wie Arnarstapi und Hellnar.

Blick auf den Kirkjufell-Berg auf der Snæfellsnes-Halbinsel bei einem Ringstraßen-Abstecher
Der Kirkjufell auf der Snæfellsnes-Halbinsel ist ein lohnender Abstecher von der Ringstraße (KI-generiert)

Die letzte Strecke von Borgarnes zurück nach Reykjavik führt durch den Hvalfjörður-Tunnel unter dem gleichnamigen Fjord hindurch und dauert nur noch etwa eine Stunde. Nach Tagen voller Naturerlebnisse fühlt sich die Ankunft in der Hauptstadt fast unwirklich an. Viele Reisende nutzen den letzten Tag für einen Besuch der Blauen Lagune oder der neueren Sky Lagoon, um die Eindrücke der Reise bei einem heißen Bad sacken zu lassen.

Mietwagen und Fahrtipps

Für die Ringstraße selbst reicht im Sommer grundsätzlich ein normaler PKW mit Zweiradantrieb aus, da die Route 1 komplett asphaltiert ist. Allerdings empfiehlt sich ein Allradfahrzeug (4x4) aus mehreren Gründen: Viele lohnenswerte Abstecher führen über unbefestigte Schotterpisten, die mit einem normalen PKW nicht befahren werden dürfen. Außerdem bietet ein SUV oder Geländewagen mehr Bodenfreiheit bei Wasserdurchfahrten und bessere Stabilität bei starkem Wind.

F-Straßen (Hochlandpisten) sind ausschließlich mit einem dafür zugelassenen 4x4-Fahrzeug befahrbar. Diese Pisten führen ins Landesinnere und erfordern oft das Durchqueren von Flüssen. Wer ohne entsprechendes Fahrzeug auf einer F-Straße erwischt wird, riskiert nicht nur seine eigene Sicherheit, sondern auch empfindliche Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes.

Tankstellen sind entlang der Ringstraße regelmäßig vorhanden, aber die Abstände können in dünn besiedelten Gebieten wie den Ostfjorden oder im Norden durchaus 100 Kilometer und mehr betragen. Die Faustregel lautet: Tanke immer dann, wenn der Tank halb leer ist. Die meisten Tankstellen akzeptieren Kreditkarten mit PIN, und Selbstbedienungsautomaten sind weit verbreitet. Einige abgelegene Tankstellen sind unbemannt und funktionieren ausschließlich mit Kreditkarte.

Wind ist die unterschätzte Gefahr auf Islands Straßen. Besonders auf offenen Strecken entlang der Küste oder auf Hochebenen können plötzliche Windböen das Fahrzeug erfassen und in die Gegenfahrbahn oder von der Straße drücken. An windigen Tagen solltest du die Geschwindigkeit deutlich reduzieren und besondere Vorsicht beim Öffnen der Autotüren walten lassen. Es ist keine Seltenheit, dass Autotüren durch einen Windstoß aus den Scharnieren gerissen werden, und die Reparaturkosten trägt der Mieter.

Informiere dich vor jeder Fahrt auf road.is über den aktuellen Straßenzustand und auf vedur.is über die Wettervorhersage. Im Winter können einzelne Abschnitte der Ringstraße zeitweise gesperrt sein, und auch im Sommer kann dichter Nebel die Sicht erheblich einschränken.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit für eine Ringstraßen-Tour ist von Juni bis August. In diesen Monaten sind die Tage extrem lang (im Juni gibt es praktisch keine Dunkelheit), die Temperaturen liegen zwischen 10 und 15 Grad Celsius, und fast alle Straßen und Sehenswürdigkeiten sind zugänglich. Im Juli und August blühen die Lupinen auf den Lavafeldern und tauchen die Landschaft in ein leuchtendes Blau-Violett.

Der Juni bietet die Mitternachtssonne und die längsten Tage, allerdings können einige Hochlandstraßen noch gesperrt sein. Der Juli ist der wärmste Monat und die klassische Hauptsaison mit entsprechend höheren Preisen und mehr Touristen. Der August bringt die ersten kürzeren Nächte und damit die Möglichkeit, Nordlichter zu sehen, besonders ab Ende August.

Der September ist ein hervorragender Kompromiss: Die Touristenmassen sind verschwunden, die Unterkünfte werden günstiger, und die Chance auf Nordlichter steigt deutlich. Die Tage sind immer noch lang genug zum Fahren und Wandern, und die Herbstfarben tauchen die Landschaft in warme Gold- und Rottöne. Allerdings ist das Wetter im September bereits deutlich unbeständiger, und einzelne Straßen können nach ersten Schneefällen vorübergehend unpassierbar sein.

Eine Winterumrundung (Oktober bis April) ist nur für erfahrene Fahrer zu empfehlen. Die Tage sind kurz, Straßenabschnitte können gesperrt sein, und Schneestürme können Reisepläne komplett durcheinanderbringen. Wer sich dennoch traut, wird mit einer menschenleeren, verschneiten Winterlandschaft und fantastischen Nordlichtern belohnt.

Kosten und Budget

Island hat den Ruf, ein teures Reiseziel zu sein, und das ist leider nicht ganz unberechtigt. Eine Ringstraßen-Tour lässt sich jedoch je nach Reisestil mit unterschiedlichen Budgets realisieren. Hier sind realistische Richtwerte für 10 Tage, berechnet pro Person bei einer Reise zu zweit.

Budget-Reise (ca. 1.500 bis 2.000 Euro pro Person): Camping oder Schlafsack-Unterkünfte in Hostels, Selbstverpflegung mit Einkäufen im Supermarkt Bonus oder Krónan, kleiner Mietwagen ohne Allrad. Diese Variante erfordert die Mitnahme von Campingausrüstung und die Bereitschaft, auf Komfort zu verzichten. Campingplätze kosten etwa 1.500 bis 2.500 ISK (ca. 10 bis 18 Euro) pro Person und Nacht.

Mittelklasse-Reise (ca. 2.500 bis 4.000 Euro pro Person): Gästehäuser und einfache Hotels, Mischung aus Selbstverpflegung und gelegentlichem Restaurantbesuch, Allrad-Mietwagen. Ein Hauptgericht in einem Restaurant kostet zwischen 3.000 und 6.000 ISK (ca. 20 bis 40 Euro), während ein Supermarkt-Einkauf für ein Abendessen zu zweit bei etwa 2.000 bis 3.000 ISK liegt.

Komfort-Reise (ab 5.000 Euro pro Person): Hotels der gehobenen Kategorie, tägliche Restaurantbesuche, geführte Touren (Gletscherwanderung, Whale Watching, Eishöhlen), komfortabler Allrad-Mietwagen. In dieser Preisklasse sind dem Budget kaum Grenzen gesetzt.

Der größte Einzelposten ist in der Regel der Mietwagen. Ein Kleinwagen kostet in der Hauptsaison ab etwa 80 Euro pro Tag, ein Allrad-SUV ab 120 bis 180 Euro. Dazu kommen Kraftstoffkosten von insgesamt etwa 200 bis 300 Euro für die gesamte Ringstraße, je nach Fahrzeug und gefahrenen Kilometern. Frühzeitiges Buchen (mindestens 3 bis 6 Monate im Voraus) kann bei den Mietwagenkosten erheblich sparen.

Unabhängig vom Budget empfiehlt sich die Mitnahme einer wiederauffüllbaren Wasserflasche. Das isländische Leitungswasser ist von hervorragender Qualität und überall kostenlos verfügbar. Auch ein Gaskocher kann das Budget erheblich entlasten, da selbst einfache Mahlzeiten in Restaurants schnell teuer werden. Wer clever plant und bei der Verpflegung auf Selbstversorgung setzt, kann Island auch mit einem überschaubaren Budget erleben.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026