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Städte in Island
Kleine Orte mit großem Charakter

Städte in Island

6 Min. Lesezeit

Island hat 376.000 Einwohner, und zwei Drittel davon leben im Großraum Reykjavík. Der Rest verteilt sich auf Orte, die in jedem anderen Land als Dörfer durchgehen würden. Akureyri, die zweitgrößte Stadt, hat 19.000 Einwohner. Die drittgrößte, Reykjanesbær, gerade mal 19.500. Was diesen Orten an Größe fehlt, machen sie durch Lage, Charakter und Nähe zur Natur mehr als wett.

Reykjavík: Die nördlichste Hauptstadt

Blick über Reykjavík mit der Hallgrímskirkja
Reykjavík: Die nördlichste Hauptstadt der Welt mit der markanten Hallgrímskirkja (KI-generiert)

Reykjavík ist kompakt, bunt und überraschend kosmopolitisch. 130.000 Einwohner, die nördlichste Hauptstadt der Welt, und ein Nachtleben, das größere Städte neidisch machen könnte. Die Hallgrímskirkja, die Konzerthalle Harpa, die Altstadt mit ihren bunten Wellblechhäusern und eine lebhafte Restaurant- und Kaffeeszene. Die meisten Islandreisenden starten und enden hier.

Akureyri: Hauptstadt des Nordens

Akureyri liegt am Ende des Eyjafjörður und ist mit 19.000 Einwohnern das Tor zu Nordisland. Botanischer Garten, das Skigebiet Hlíðarfjall, herzförmige Ampeln und die legendäre Eisdiele Brynja. Von hier aus erreicht man den Mývatn-See, den Goðafoss und die Walbeobachtung in der Bucht.

Húsavík: Walbeobachtung auf Weltniveau

Húsavík hat 2.300 Einwohner und die höchste Walsichtungsrate Europas: 98 bis 99 Prozent im Sommer. Dazu das GeoSea Geothermalbad auf der Klippe, das Walmuseum und das Exploration Museum mit seiner NASA-Verbindung. Bekannt geworden durch den Netflix-Film „Eurovision Song Contest".

Vík: Schwarze Strände und Basaltsäulen

Vík í Mýrdal mit Blick auf die schwarzen Strände
Vík: Schwarze Strände, Basaltsäulen und die Reynisdrangar-Felstürme (KI-generiert)

Vík í Mýrdal ist der südlichste Ort Islands und hat 318 Einwohner. Der schwarze Strand Reynisfjara mit seinen Basaltsäulen gehört zu den berühmtesten Stränden der Welt. Darüber thront der Mýrdalsjökull mit dem schlafenden Vulkan Katla. Papageientaucher nisten in den Klippen von Dyrhólaey.

Ísafjörður: Tor zu den Westfjorden

Ísafjörður ist die Hauptstadt der Westfjorde, Islands einsamster Region. 2.600 Einwohner auf einer Sandbank im Fjord, umgeben von steilen Bergen. Ausgangspunkt für das wilde Hornstrandir-Naturreservat, die Vogelklippen Látrabjarg und spektakuläre Kajaktouren. Der Flughafenanflug zwischen den Bergen gehört zu den aufregendsten der Welt.

Seyðisfjörður: Kunst am Fjord

Seyðisfjörður am Ende eines 17 Kilometer langen Fjords in Ostisland ist berühmt für die Regenbogenstraße zur blauen Kirche. Norwegische Holzhäuser, eine lebendige Kunstszene und der Fährterminal der Smyril Line machen den 700-Einwohner-Ort zu einem der fotogensten Plätze Islands.

Selfoss: Basis für den Süden

Selfoss am Fluss Ölfusá in Südisland
Selfoss: Südislands größte Stadt und idealer Ausgangspunkt für den Goldenen Kreis (KI-generiert)

Selfoss mit 7.000 Einwohnern ist die größte Stadt Südislands und ein praktisches Basislager. Von hier erreicht man den Goldenen Kreis in unter einer Stunde, die Südküste mit Seljalandsfoss und Skógafoss ebenso. Die Secret Lagoon in Flúðir und der heiße Fluss im Reykjadalur-Tal liegen vor der Haustür.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026