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Fotografie auf Island
Die besten Fotolocations, Lichtverhältnisse und praktische Tipps für Fotografen

Fotografie auf Island

12 Min. Lesezeit

Island ist der Ort, an dem Fotografen ihre Speicherkarten volljammern und trotzdem das Gefühl haben, nicht genug Bilder gemacht zu haben. Ich habe auf meiner letzten Reise in 10 Tagen über 4.000 Fotos geschossen und dabei festgestellt, dass ich ganze Abschnitte der Ringstraße einfach nicht fotografiert habe, weil ich zu beschäftigt war mit dem, was gerade vor mir lag. Island macht das mit Fotografen: Es gibt so viel zu sehen, dass man ständig Entscheidungen treffen muss, was man festhält und was man ziehen lässt.

Was Island von anderen Fotoreisezielen unterscheidet, ist die Kombination aus extremen Kontrasten auf engstem Raum. Schwarze Lavastrände neben türkisfarbenem Gletscherwasser. Dampfende Fumarolen neben schneebedeckten Bergen. Wasserfälle, die in Schluchten stürzen, nur wenige Kilometer von flachen Moosebenen entfernt. Und über allem ein Licht, das in diesen Breitengraden anders fällt als irgendwo sonst in Europa. Hier ist mein Leitfaden für alle, die mit der Kamera nach Island reisen.

Warum Island ein Fotografie-Paradies ist

Dramatische Landschaft in Island mit Berg, Wolken und goldenem Licht
Islands Landschaft liefert Kontraste, die man in der Nachbearbeitung nicht erfinden könnte (KI-generiert)

Es gibt drei Gründe, warum Island unter Fotografen einen fast schon mythischen Status hat. Der erste ist das Licht. Island liegt zwischen dem 63. und 66. Breitengrad, und das bedeutet, dass die Sonne im Winter nie hoch über den Horizont steigt und im Sommer nie ganz untergeht. Im November und Dezember gibt es in Reykjavík nur 4 bis 5 Stunden Tageslicht, aber diese Stunden bestehen fast ausschließlich aus dem, was Fotografen „Goldene Stunde" und „Blaue Stunde" nennen. Das Licht ist weich, warm und seitlich. Schatten werden lang. Farben werden intensiver. Die kurzen Wintertage sind für Landschaftsfotografen tatsächlich produktiver als die langen Sommertage, weil das gute Licht den ganzen Tag über anhält.

Der zweite Grund ist die geologische Vielfalt. Auf einer Fläche, die etwa so groß ist wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen, findet man Gletscher, Vulkane, Geysire, heiße Quellen, schwarze Sandstrände, Basaltsäulen, Lavafelder, grüne Hochlandtäler, Fjorde und Eishöhlen. Jede Stunde Fahrt auf der Ringstraße bringt eine völlig neue Landschaft, und damit neue Motive.

Der dritte Grund: Es gibt kaum Bäume oder Gebäude, die den Blick versperren. Islands Landschaft ist offen, weit und unverbaut. Man sieht Berge aus 50 Kilometern Entfernung, Gletscher am Horizont und Wolkenformationen, die sich über den gesamten Himmel erstrecken. Für Weitwinkelaufnahmen ist das ideal. Kein Strommast, kein Kirchturm, keine Autobahnbrücke stört die Komposition. Zumindest abseits der Ringstraße.

Die Top-Fotolocations im Süden

Vestrahorn-Berg in Stokksnes mit schwarzem Strand und Spiegelung im Wasser
Vestrahorn in Stokksnes: einer der meistfotografierten Berge Islands mit schwarzem Sandstrand (KI-generiert)

Vestrahorn / Stokksnes: Der 454 Meter hohe Vestrahorn an der Südostküste ist einer der fotogensten Berge Islands. Der Zugang erfolgt über einen schwarzen Sandstrand, der bei Ebbe flache Wasserpfützen bildet, in denen sich der Berg spiegelt. Die Reflexionen auf dem nassen Sand sind das, was die meisten Fotografen hierher zieht. Der Eintritt zum Stokksnes-Gelände kostet 900 ISK (6 EUR) pro Person. Die beste Zeit für Fotos ist bei Ebbe, die Gezeiten kann man auf vedur.is nachschlagen. Von Höfn sind es 15 Minuten mit dem Auto.

Jökulsárlón und Diamond Beach: Die Gletscherlagune Jökulsárlón mit ihren treibenden Eisbergen ist ein Klassiker der Island-Fotografie. Aber der eigentliche Star für Fotografen ist der Diamond Beach direkt gegenüber, wo die Eisblöcke an den schwarzen Strand gespült werden und im Licht wie geschliffene Diamanten leuchten. Teleobjektive (70-200 mm) eignen sich hier besser als Weitwinkel, weil man einzelne Eisblöcke isolieren kann. Der Strand ist frei zugänglich, aber respektiere die Wellen: Die Eisbrocken werden von der Brandung angeschwemmt und können sich plötzlich bewegen.

Reynisfjara / Vík: Der schwarze Strand bei Vík mit den Basaltsäulenwänden und den Reynisdrangar-Felsnadeln im Meer ist einer der bekanntesten Fotospots Islands. Die Basaltsäulen bieten geometrische Muster als Vordergrund, die Felsnadeln im Hintergrund geben der Komposition Tiefe. Achtung: Die Wellen an der Reynisfjara sind tückisch und kommen manchmal unerwartet weit den Strand hinauf. Stativ und Ausrüstung auf keinen Fall in Ufernähe abstellen.

Seljalandsfoss und Skógafoss: Zwei der berühmtesten Wasserfälle Islands, nur 30 Kilometer voneinander entfernt. Den Seljalandsfoss kann man von hinten umgehen (außer im Winter bei Vereisung), was eine Perspektive ermöglicht, die nur wenige Wasserfälle weltweit bieten. Der Skógafoss (60 m Fallhöhe, 25 m Breite) ist am besten bei Sonne fotografierbar, dann bildet sich ein Regenbogen im Sprühnebel. Langzeitbelichtung mit ND-Filter (0,5 bis 2 Sekunden) gibt dem Wasser einen seidigen Effekt.

Nordisland und die Westfjorde

Kirkjufell: Der 463 Meter hohe Berg bei Grundarfjörður auf der Snæfellsnes-Halbinsel ist vermutlich der meistfotografierte Berg Islands. Seine symmetrische Form und der kleine Wasserfall Kirkjufellsfoss davor ergeben eine Komposition, die man sofort wiedererkennt. Die klassische Perspektive ist vom Wasserfall aus mit dem Berg im Hintergrund, am besten bei Sonnenuntergang oder mit Nordlichtern. Die Snæfellsnes-Halbinsel liegt etwa 180 Kilometer nördlich von Reykjavík (ca. 2,5 Stunden Fahrt).

Goðafoss: Der „Götterwasserfall" in Nordisland (12 m hoch, 30 m breit) bietet zwei Aussichtspunkte, einen von jeder Seite des Flusses. Im Winter, wenn die Ränder des Wasserfalls vereist sind und Eiszapfen von den Felsen hängen, ist Goðafoss am fotogensten. Die Lage an der Ringstraße, 50 Kilometer von Akureyri entfernt, macht ihn leicht zugänglich.

Dynjandi: Der größte Wasserfall der Westfjorde besteht aus sechs Kaskaden, die zusammen 100 Meter in die Tiefe stürzen. Die oberste Stufe ist 30 Meter breit und fällt wie ein Brautschleier über die Felskante. Dynjandi ist schwerer zu erreichen als die Wasserfälle im Süden (ca. 5 Stunden Fahrt von Reykjavík), aber dafür deutlich weniger besucht. Im Sommer steht man hier oft allein.

Mývatn-Gebiet: Der Mývatn-See und seine Umgebung bieten eine Konzentration von Fotomotiven auf kleinem Raum. Dampfende Solfataren in Námaskarð, die Lavafestung Dimmuborgir, die Pseudokrater am Seeufer und der Víti-Krater in der Krafla, alles innerhalb von 30 Autominuten. Die dampfenden Erdlöcher in Námaskarð sind bei Gegenlicht am wirkungsvollsten, wenn der Dampf von der Sonne durchleuchtet wird.

Nordlichter fotografieren

Nordlichter über isländischer Landschaft mit grünem Polarlicht am Himmel
Nordlichter über Island: mit der richtigen Einstellung gelingt das Foto auch Einsteigern (KI-generiert)

Nordlichter zu fotografieren klingt kompliziert, ist aber mit etwas Vorbereitung gut machbar. Die Grundregel: Man braucht ein Stativ, ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv (f/2.8 oder besser) und eine Kamera, die bei hohen ISO-Werten brauchbare Ergebnisse liefert. Die typische Einstellung für Nordlichtfotos ist: ISO 1600 bis 3200, Blende f/2.8, Belichtungszeit 8 bis 15 Sekunden. Bei starker Aurora (KP 5+) kann man die ISO auf 800 reduzieren und mit 5 bis 8 Sekunden belichten.

Der Autofokus versagt bei Dunkelheit fast immer. Deshalb: manuell auf Unendlich fokussieren und dann ein kleines Stück zurückdrehen. Am besten am Tag die Unendlich-Markierung am Objektiv testen und sich die Position merken. Viele Fotografen markieren sie mit einem Streifen Klebeband.

Die Nordlichtsaison auf Island läuft von September bis März. Die besten Chancen hat man bei klarem Himmel und geringer Lichtverschmutzung. In Reykjavík selbst ist die Lichtverschmutzung ein Problem, schon 15 Minuten außerhalb der Stadt wird es aber dunkel genug. Der Leuchtturm Grótta am westlichen Stadtrand ist ein beliebter Spot, weil er einen interessanten Vordergrund bietet. Für Nordlichtvorhersagen ist die App des isländischen Wetterdienstes (vedur.is) die zuverlässigste Quelle. Sie zeigt sowohl die Wolkenbedeckung als auch die magnetische Aktivität an.

Ein häufiger Fehler: Nur den Himmel fotografieren. Die besten Nordlichtfotos haben immer einen starken Vordergrund, sei es ein Berg, ein Wasserfall, eine Kirche oder ein See, in dem sich die Lichter spiegeln. Plane deine Standorte bei Tageslicht und komme abends zurück, wenn die Aurora aktiv ist.

Wasserfälle und Langzeitbelichtung

Wasserfall auf Island mit Langzeitbelichtung und seidigem Wassereffekt
Langzeitbelichtung am Wasserfall: Mit ND-Filter wird das Wasser zu einem seidigen Schleier (KI-generiert)

Island hat über 10.000 Wasserfälle, und die Frage ist nicht ob, sondern wie man sie fotografiert. Langzeitbelichtung mit ND-Filter ist die klassische Technik, um fließendes Wasser seidig und weich erscheinen zu lassen. Für die meisten isländischen Wasserfälle funktioniert ein ND64-Filter (6 Blendenstufen) gut, der Belichtungszeiten von 0,5 bis 4 Sekunden bei Tageslicht ermöglicht. Ein ND1000-Filter (10 Blendenstufen) erlaubt Belichtungen von 15 bis 30 Sekunden, was dem Wasser einen fast nebligen Effekt gibt.

Der Sprühnebel ist das größte Problem bei der Wasserfallfotografie auf Island. Große Wasserfälle wie Skógafoss, Dettifoss oder Gullfoss erzeugen eine konstante Gischt, die sich auf der Frontlinse absetzt. Ein Objektivtuch (mehrere mitbringen) ist Pflicht. Manche Fotografen benutzen eine UV-Schutzkappe oder einen klaren Filter, den sie zwischen den Aufnahmen abwischen, um die Frontlinse zu schützen. Bei Seitenwind kann der Sprühnebel auch von unerwarteten Richtungen kommen.

Meine drei Lieblingswasserfälle für Langzeitbelichtung: Hraunfossar (Lavawasserfälle), wo das Wasser aus einem Lavafeld sickert und über eine 900 Meter breite Front in den Fluss fällt. Mit 2 bis 4 Sekunden Belichtung wirkt das ganze Lavafeld wie von einem Wasservorhang bedeckt. Svartifoss im Skaftafell-Nationalpark, wo das Wasser über Basaltsäulen fällt, die wie Orgelpfeifen aussehen. Und Aldeyjarfoss in Nordisland, wo ein weißer Wasserfall in einen Canyon aus dunklen Basaltsäulen stürzt, der Kontrast ist enorm.

Ausrüstung und Schutz vor den Elementen

Fotograf mit Stativ und Kamera in isländischer Landschaft bei Wind
Windschutz und wetterfeste Ausrüstung sind auf Island wichtiger als das teuerste Objektiv (KI-generiert)

Islands Wetter ist der größte Feind von Kameraausrüstung. Wind, Regen, Sand und Gischt setzen der Technik zu. Hier ist, was ich empfehle:

Kameraschutz: Eine Regenhülle für die Kamera ist Pflicht. Es muss kein teures Produkt sein, ein Plastikbeutel mit Loch für das Objektiv tut es im Notfall auch. Beim Fotografieren an schwarzen Sandstränden wie Reynisfjara oder Stokksnes ist der vulkanische Sand das Problem: Er ist fein und kriecht in jede Ritze. Objektivwechsel im Freien vermeiden, oder zumindest mit dem Rücken zum Wind und der Kamera nach unten gerichtet wechseln.

Stativ: Ein stabiles Stativ mit mindestens 5 kg Tragkraft. Island ist windig, oft mit Böen von 60 bis 80 km/h. Leichte Reisestative kippen um oder vibrieren so stark, dass Langzeitbelichtungen unscharf werden. An der Mittelsäule einen Beutel mit Steinen aufhängen hilft als Gegengewicht. Kohlefaser-Stative sind leichter zu transportieren und rosten nicht vom Salzwasser.

Objektive: Ein Weitwinkelzoom (14-24 mm oder 16-35 mm) ist das wichtigste Objektiv für Island. Für Nordlichter und Landschaften deckt es den Großteil der Motive ab. Dazu ein Telezoom (70-200 mm) für Details, Vögel (Papageientaucher!) und Berglandschaften mit Kompression. Ein Standardzoom (24-70 mm) ist vielseitig, aber nicht zwingend nötig, wenn man die anderen beiden hat.

Akkus und Speicher: Kälte reduziert die Akkuleistung drastisch. Im Winter sollte man mindestens 3 bis 4 Ersatzakkus dabei haben und sie in der Jackentasche warm halten. Speicherkarten: Zwei 128-GB-Karten reichen für die meisten Reisen. Wer in RAW fotografiert (empfohlen), braucht mehr Platz. Eine portable Festplatte oder SSD zum täglichen Backup ist sinnvoll, denn ein Kartenfehler auf einer dreiwöchigen Reise ist der Albtraum jedes Fotografen.

Jahreszeiten und Lichtplanung

Winter (November bis Februar): Kurze Tage (4 bis 7 Stunden Licht), aber das Licht ist den ganzen Tag über warm und seitlich. Goldene Stunde kann sich über Stunden hinziehen. Nordlichter sind möglich. Eishöhlen im Vatnajökull sind nur im Winter zugänglich. Nachteile: einige Straßen sind gesperrt, Dunkelheit am Nachmittag, extreme Kälte. Für Landschaftsfotografen, die bereit sind, früh aufzustehen (was im Winter allerdings nicht mal nötig ist, da es erst gegen 10 Uhr hell wird), ist der Winter die produktivste Zeit.

Frühling (März bis Mai): Die Tage werden schnell länger, im März gibt es 12 Stunden Licht, im Mai schon 20. Das Hochland beginnt zugänglich zu werden. Wasserfälle führen viel Wasser von der Schneeschmelze. Nordlichter sind bis Ende März noch möglich. Das Licht ist ein guter Kompromiss zwischen den extremen Wintertagen und den hellen Sommernächten.

Sommer (Juni bis August): Mitternachtssonne im Juni. Die Sonne geht nie ganz unter, was Goldene-Stunde-Bedingungen rund um die Uhr ermöglicht, aber auch bedeutet, dass man sich den Schlafrhythmus zerstört, wenn man zu jeder Tageszeit fotografiert. Das Hochland ist ab Ende Juni befahrbar, die F-Straßen öffnen. Papageientaucher sind von Mitte Mai bis Mitte August zu sehen. Nachteil: kein dramatisches Licht in der Mittagszeit, und die beliebtesten Spots sind voll.

Herbst (September bis Oktober): Mein persönlicher Favorit. Die Tage sind noch lang genug (10 bis 15 Stunden), die Nordlichtsaison beginnt, die Herbstfarben bringen Rot und Gold in die Landschaft (ja, Islands Moos und Gras verfärben sich), und die Touristenmassen des Sommers sind abgereist. Die beste Reisezeit für Fotografen, die sowohl Landschaft als auch Nordlichter wollen.

Häufige Fragen zur Fotografie auf Island

Brauche ich eine Drohne, und darf ich sie überall fliegen?

Drohnen sind auf Island grundsätzlich erlaubt, aber es gibt strenge Regeln. In Nationalparks (Thingvellir, Vatnajökull, Snæfellsjökull) ist Drohnenflug verboten oder genehmigungspflichtig. In Naturschutzgebieten und an Vogelbrutstätten (Mai bis August) ebenfalls. Man muss mindestens 150 Meter Abstand zu Gebäuden halten und darf nicht über Menschenansammlungen fliegen. In der Praxis sind viele der besten Fotospots in Schutzgebieten, was den Drohneneinsatz stark einschränkt. Die Registrierung bei der ICETRA (isländische Transportbehörde) ist für Drohnen über 250 g Pflicht.

Reicht ein Smartphone für gute Fotos auf Island?

Für Tageslichtaufnahmen und Landschaften liefern aktuelle Smartphones (ab iPhone 14 Pro oder Samsung Galaxy S23 Ultra) erstaunlich gute Ergebnisse. Die Weitwinkelmodule sind für Landschaften gut geeignet. Für Nordlichter und Langzeitbelichtung stößt man aber an Grenzen. Wer ernsthaft fotografieren will, ist mit einer Systemkamera besser bedient. Trotzdem: Manche meiner besten Island-Fotos habe ich mit dem Handy gemacht, weil es schneller griffbereit war als die Kamera.

Gibt es geführte Fotoreisen auf Island?

Ja, mehrere Anbieter bieten spezielle Fotoreisen an. Iceland Photo Tours (icelandphototours.com) ist der bekannteste Anbieter mit Gruppen von 4 bis 12 Teilnehmern und professionellen Landschaftsfotografen als Guides. Eine einwöchige Fotoreise kostet ab 350.000 ISK (ca. 2.300 EUR) pro Person inklusive Transport und Unterkunft. Für Nordlichtfotografie gibt es spezielle Winter-Workshops (3 bis 5 Tage). Wer lieber allein unterwegs ist, kann sich einen lokalen Guide für Tagestouren buchen (ab 60.000 ISK / 395 EUR pro Tag).

Welche Filter brauche ich unbedingt?

Ein Polfilter (CPL) reduziert Reflexionen auf Wasser und verstärkt den Kontrast bei Wolken. Ein ND64-Filter (6 Blendenstufen) ist die vielseitigste Wahl für Langzeitbelichtungen an Wasserfällen und Küsten. Ein Verlaufsfilter (GND) hilft bei Szenen mit hellem Himmel und dunklem Vordergrund, kann aber auch in der Nachbearbeitung simuliert werden. Schraubfilter sind praktischer als Steckfilter, weil sie bei Wind nicht wegfliegen. Für die meisten Reisefotografen reichen CPL und ND64.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026