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Nordlichter in Island
Aurora Borealis erleben: Die besten Orte, die richtige Zeit und Tipps für Polarlicht-Nächte

Nordlichter in Island

13 Min. Lesezeit

Es gibt nur wenige Naturschauspiele, die so faszinierend sind wie die Nordlichter. Wenn sich der dunkle isländische Himmel plötzlich in ein leuchtendes Meer aus Grün, Violett und Rosa verwandelt, bleibt selbst erfahrenen Reisenden der Atem weg. Island gehört zu den besten Orten weltweit, um die Aurora Borealis zu beobachten, und das hat gute Gründe: Die Insel liegt direkt unter dem Nordlicht-Oval, bietet zahlreiche Standorte fernab von Lichtverschmutzung und ist vergleichsweise einfach zu bereisen.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du für eine erfolgreiche Nordlicht-Jagd in Island wissen musst: von der besten Reisezeit über die schönsten Beobachtungsorte bis hin zu konkreten Fotografietipps. Egal ob du zum ersten Mal nach Island reist oder die Insel bereits kennst, dieser Guide hilft dir dabei, deine Chancen auf ein Nordlicht-Erlebnis zu maximieren.

Die beste Zeit für Nordlichter in Island

Die Nordlicht-Saison in Island erstreckt sich von September bis März. In diesen Monaten ist es nachts dunkel genug, um die Aurora Borealis am Himmel erkennen zu können. Im isländischen Sommer hingegen, wenn die Mitternachtssonne den Himmel fast rund um die Uhr erhellt, sind Nordlichter selbst bei starker Sonnenaktivität nicht sichtbar.

Tipp: Berechne deine persönliche Nordlicht-Wahrscheinlichkeit mit unserem Nordlicht-Rechner.

Als besonders gute Monate gelten Oktober, November, Februar und März. In dieser Zeit stimmen mehrere Faktoren überein: Es gibt ausreichend Dunkelheit (die Nächte sind lang), die Temperaturen sind zwar kalt, aber noch erträglich, und statistisch gesehen ist die Wolkendecke etwas geringer als in den tiefsten Wintermonaten Dezember und Januar.

Der September bietet den Vorteil, dass die Temperaturen noch mild sind und die Tage kürzer werden. Ab etwa Mitte September wird es gegen 22 Uhr dunkel genug für Nordlicht-Beobachtungen. Im Dezember und Januar hat man zwar die längsten Nächte, allerdings ist das Wetter in Island in dieser Zeit oft bewölkt und stürmisch, was die Sicht auf den Himmel einschränken kann.

Nordlichter über dem Thingvellir-Nationalpark in Island
Aurora Borealis über dem Thingvellir-Nationalpark, einem der besten Nordlicht-Standorte Islands (KI-generiert)

Wichtig zu wissen: Nordlichter sind ein Naturphänomen und lassen sich nicht garantieren. Selbst in der besten Saison braucht es klaren Himmel und ausreichende Sonnenaktivität. Wer mehrere Nächte einplant, erhöht seine Chancen erheblich. Als Faustregel gilt: Bei einem Aufenthalt von mindestens vier bis fünf Nächten stehen die Chancen gut, zumindest einmal Nordlichter zu sehen.

Wie Nordlichter entstehen

Nordlichter entstehen durch die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und dem Magnetfeld der Erde. Die Sonne stößt permanent einen Strom geladener Teilchen aus, den sogenannten Sonnenwind. Wenn diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde treffen, werden sie entlang der Feldlinien zu den magnetischen Polen gelenkt.

In der oberen Atmosphäre, in Höhen von etwa 100 bis 300 Kilometern, kollidieren die geladenen Sonnenteilchen mit Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen. Bei diesen Zusammenstößen geben die Gasmoleküle Energie in Form von Licht ab. Sauerstoff erzeugt dabei das typische grüne und rote Leuchten, während Stickstoff für blaue und violette Farbtöne verantwortlich ist.

Die Stärke der Nordlichter hängt direkt mit der Sonnenaktivität zusammen. Bei besonders starken Sonnenstürmen, sogenannten koronalen Massenauswürfen, können die Nordlichter extrem intensiv werden und sogar in südlicheren Breitengraden sichtbar sein. Island profitiert von seiner Lage knapp südlich des Polarkreises, denn die Insel liegt mitten im sogenannten Nordlicht-Oval, einem Gürtel rund um den magnetischen Nordpol, in dem Polarlichter am häufigsten auftreten.

Die besten Orte für Nordlichter in Island

Grundsätzlich kann man Nordlichter überall in Island sehen, solange der Himmel klar und die Umgebung dunkel genug ist. Dennoch gibt es einige Orte, die sich besonders gut eignen, weil sie wenig Lichtverschmutzung bieten und gleichzeitig beeindruckende Landschaften als Vordergrund für das Naturschauspiel liefern.

Thingvellir-Nationalpark

Der Thingvellir-Nationalpark (Þingvellir) liegt nur etwa 45 Minuten östlich von Reykjavik und gehört zum berühmten Golden Circle. Hier treffen die nordamerikanische und eurasische Kontinentalplatte aufeinander, was eine dramatische Felslandschaft mit Spalten und Verwerfungen geschaffen hat. Als UNESCO-Welterbe ist der Park nachts nahezu menschenleer und bietet eine hervorragende Kulisse für Nordlicht-Fotos. Die spiegelnde Wasseroberfläche des Sees Þingvallavatn verstärkt das Schauspiel zusätzlich.

Jökulsárlón Gletscherlagune

Die Jökulsárlón Gletscherlagune im Südosten Islands ist einer der magischsten Orte der Insel. Wenn die Nordlichter über den treibenden Eisbergen tanzen und sich im stillen Wasser der Lagune spiegeln, entstehen Bilder von unwirklicher Schönheit. Auch der nahegelegene Diamond Beach, an dem Eisbrocken auf dem schwarzen Vulkanstrand liegen, bietet eine spektakuläre Szenerie unter dem Polarlicht.

Nordlichter über der Jökulsárlón Gletscherlagune mit treibenden Eisbergen
Die Nordlichter spiegeln sich in der Jökulsárlón Gletscherlagune zwischen den treibenden Eisbergen (KI-generiert)

Snæfellsnes-Halbinsel

Die Snæfellsnes-Halbinsel im Westen Islands wird oft als "Island im Miniaturformat" bezeichnet. Hier findet man alles: Gletscher und Vulkane, schwarze Strände, zerklüftete Küsten und den ikonischen Berg Kirkjufell bei Grundarfjörður. Kirkjufell ist vermutlich der meistfotografierte Berg Islands und eignet sich hervorragend als Vordergrund für Nordlicht-Aufnahmen. Die Halbinsel ist deutlich weniger besucht als der Golden Circle und bietet daher optimale Bedingungen fernab von künstlichem Licht.

Reykjavik-Umgebung: Grótta und Seltjarnarnes

Auch in der Nähe von Reykjavik gibt es gute Beobachtungspunkte. Das Grótta-Naturreservat auf der Halbinsel Seltjarnarnes liegt am westlichsten Punkt der Hauptstadtregion. Hier ist die Lichtverschmutzung deutlich geringer als im Stadtzentrum, und der freie Blick über das Meer nach Norden bietet ideale Bedingungen. An klaren Nächten versammeln sich hier sowohl Einheimische als auch Touristen, um gemeinsam auf die Nordlichter zu warten.

Nordisland vs. Südisland für Nordlichter

Bei der Planung einer Nordlicht-Reise stellt sich oft die Frage, ob der Norden oder der Süden Islands besser geeignet ist. Beide Regionen haben ihre Vorzüge, und die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Südisland ist logistisch einfacher zu bereisen. Die meisten Reisenden landen am Flughafen Keflavik und können von dort aus den Golden Circle, die Südküste und die Jökulsárlón-Lagune erreichen, ohne allzu weite Strecken zurücklegen zu müssen. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, und es gibt zahlreiche Unterkünfte und Restaurants. Allerdings ist der Süden auch deutlich stärker besucht, was an beliebten Standorten gelegentlich zu Lichtquellen durch andere Autos und Gruppen führen kann.

Nordlichter über dem Berg Kirkjufell auf der Snæfellsnes-Halbinsel
Der ikonische Berg Kirkjufell auf der Snæfellsnes-Halbinsel unter dem grünen Nordlicht-Schleier (KI-generiert)

Nordisland liegt näher am Polarkreis und bietet dadurch theoretisch etwas längere Dunkelheitsphasen. Die Region um Akureyri, Mývatn und Húsavík ist deutlich weniger besucht. Das bedeutet weniger Lichtverschmutzung und mehr Ruhe bei der Beobachtung. Der Mývatn-See mit seinen bizarren Lavaformationen und dampfenden Quellen bietet außerdem eine einzigartige Kulisse. Der Nachteil: Die Anreise dauert länger (entweder ein Inlandsflug oder mehrere Stunden Fahrt über die Ringstraße), und im Winter können einige Straßen zeitweise unpassierbar sein.

Wer genug Zeit mitbringt, sollte idealerweise beide Regionen besuchen. So maximiert man nicht nur die Nordlicht-Chancen, sondern erlebt auch die enorme landschaftliche Vielfalt Islands.

Nordlicht-Vorhersage nutzen

Die isländische Wetterbehörde Veðurstofa Íslands betreibt eine hervorragende Nordlicht-Vorhersage, die unter vedur.is/en/weather/forecasts/aurora kostenlos abrufbar ist. Diese Seite zeigt zwei entscheidende Informationen auf einen Blick: die erwartete Nordlicht-Aktivität (auf einer Skala von 0 bis 9) und die Wolkenbedeckung über ganz Island.

Die Kombination beider Informationen ist der Schlüssel zum Erfolg. Es nützt wenig, wenn die Nordlicht-Aktivität hoch ist, aber eine dichte Wolkendecke den Himmel verhüllt. Umgekehrt können schon bei einer moderaten Aktivität von 2 bis 3 auf der Skala beeindruckende Nordlichter sichtbar sein, sofern der Himmel klar ist.

Als praktischen Tipp empfiehlt es sich, die Vorhersage abends gegen 20 bis 21 Uhr zu prüfen. Zeigt die Karte in deiner Region wenig Wolkenbedeckung (helle, weiße Flächen) und liegt die Aktivität bei mindestens 2, lohnt sich ein Ausflug zu einem dunklen Standort. Apps wie "My Aurora Forecast" oder "Aurora Alerts" senden auch Push-Benachrichtigungen bei hoher Aktivität, was besonders praktisch ist, wenn man nicht ständig die Website prüfen möchte.

Nordlichter fotografieren

Die Nordlichter mit der Kamera festzuhalten ist einer der häufigsten Wünsche von Island-Reisenden. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar grundlegenden Einstellungen gelingt das auch Einsteigern. Hier sind die wichtigsten Tipps für gelungene Nordlicht-Fotos.

Nordlichter am Leuchtturm Grótta bei Reykjavik
Aurora Borealis über dem Leuchtturm von Grótta, einem beliebten Nordlicht-Standort nahe Reykjavik (KI-generiert)

Ausrüstung

Ein stabiles Stativ ist unverzichtbar. Da Nordlicht-Aufnahmen Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden erfordern, ist jede Kamerabewegung fatal. Ein robustes Stativ, das auch bei Wind stabil steht, ist die wichtigste Investition. Zusätzlich empfiehlt sich ein Fernauslöser oder der Selbstauslöser der Kamera, um Verwacklungen beim Drücken des Auslösers zu vermeiden.

Beim Objektiv solltest du ein Weitwinkelobjektiv mit einer möglichst offenen Blende (f/2.8 oder besser) verwenden. Ein Brennweitenbereich von 14 bis 24 mm (Vollformat) ist ideal, um möglichst viel Himmel und Landschaft einzufangen. Auch viele moderne Smartphones können inzwischen passable Nordlicht-Fotos aufnehmen, sofern sie über einen manuellen Modus oder einen speziellen Nachtmodus verfügen.

Kameraeinstellungen

Stelle die Kamera in den manuellen Modus und orientiere dich an folgenden Werten als Ausgangspunkt: ISO zwischen 1600 und 3200, Blende so weit offen wie möglich (z.B. f/2.8) und eine Belichtungszeit von 8 bis 15 Sekunden. Bei sehr aktiven Nordlichtern, die sich schnell bewegen, solltest du die Belichtungszeit verkürzen (5 bis 8 Sekunden), um die Strukturen scharf einzufangen. Bei schwächeren Nordlichtern kann eine längere Belichtung von bis zu 20 Sekunden sinnvoll sein.

Fokussiere manuell auf unendlich, da der Autofokus in der Dunkelheit nicht zuverlässig arbeitet. Mache ein paar Testaufnahmen und überprüfe die Schärfe auf dem Kameradisplay. Die Bilder sollten im RAW-Format gespeichert werden, da du so in der Nachbearbeitung deutlich mehr Spielraum hast, was Farben, Helligkeit und Weißabgleich betrifft.

Geführte Touren oder selbst fahren

Beide Varianten haben ihre Berechtigung, und die Wahl hängt von deiner Erfahrung, deinem Budget und deinen persönlichen Vorlieben ab.

Geführte Nordlicht-Touren starten in der Regel von Reykjavik aus und dauern drei bis vier Stunden. Die Guides kennen die besten Standorte und können flexibel auf die aktuelle Wetterlage reagieren. Wenn an einem Ort Wolken aufziehen, fährt der Bus einfach weiter zum nächsten. Viele Touren bieten eine kostenlose Wiederholung an, falls in der gebuchten Nacht keine Nordlichter sichtbar waren. Nachteile: Du bist an den Zeitplan der Gruppe gebunden, und an beliebten Standorten stehen häufig mehrere Busse gleichzeitig, was durch Scheinwerfer und Taschenlampen anderer Teilnehmer stören kann.

Selbst fahren bietet maximale Flexibilität. Du kannst spontan losfahren, wenn die Vorhersage gut aussieht, und bist nicht an feste Uhrzeiten gebunden. Allerdings erfordert das Fahren in Island im Winter Erfahrung: Die Straßen können vereist sein, und in ländlichen Gebieten gibt es keine Straßenbeleuchtung. Ein Mietwagen mit Allradantrieb und Winterreifen ist dringend zu empfehlen. Informiere dich vor jeder Fahrt auf road.is über den aktuellen Straßenzustand.

Eine gute Kompromisslösung ist es, ein Ferienhaus in Island außerhalb der Stadt zu mieten. Viele ländliche Unterkünfte bieten so wenig Lichtverschmutzung, dass man die Nordlichter direkt vom Fenster oder der Terrasse aus beobachten kann.

Häufige Fehler und Mythen

Rund um das Thema Nordlichter kursieren einige Missverständnisse, die immer wieder zu Enttäuschungen führen. Hier sind die häufigsten Fehler und Mythen, die du kennen solltest.

Fotograf mit Stativ beim Fotografieren von Nordlichtern in Island
Mit Stativ, Geduld und den richtigen Einstellungen gelingen beeindruckende Nordlicht-Aufnahmen (KI-generiert)

Mythos: "Nordlichter sieht man nur bei extremer Kälte." Das ist falsch. Die Temperatur hat keinen Einfluss auf die Nordlicht-Aktivität. Kalte, klare Nächte bieten lediglich häufiger wolkenfreien Himmel, weshalb dieser Zusammenhang oft angenommen wird. Auch bei milden Temperaturen um den Gefrierpunkt können starke Polarlichter auftreten.

Mythos: "Eine einzige Nacht reicht aus." Einer der größten Fehler ist es, nur eine Nacht für die Nordlicht-Jagd einzuplanen. Bewölkung, schwache Sonnenaktivität oder einfach Pech können dazu führen, dass man in einer einzelnen Nacht nichts sieht. Mindestens drei bis fünf Nächte sollten eingeplant werden.

Fehler: Zu früh aufgeben. Viele Reisende fahren um 22 Uhr raus, sehen nach einer Stunde nichts und gehen zurück ins Hotel. Nordlichter können aber jederzeit zwischen Einbruch der Dunkelheit und Sonnenaufgang erscheinen. Die stärkste Aktivität liegt statistisch zwischen 22 und 2 Uhr nachts, aber auch um 4 Uhr morgens kann der Himmel plötzlich aufleuchten.

Fehler: Nur nach Grün Ausschau halten. Schwache Nordlichter erscheinen dem bloßen Auge oft als grauer oder weißlicher Schleier am Himmel. Erst die Kamera macht die Farben sichtbar. Wenn du einen verdächtigen hellen Streifen am nördlichen Himmel siehst, mache ein Testfoto mit langer Belichtungszeit. Oft zeigt das Bild leuchtend grüne oder violette Nordlichter, die das Auge allein nicht erkennen konnte.

Praktische Tipps für die Nordlicht-Jagd

Die richtige Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einem frustrierenden und einem Erlebnis. Hier sind die wichtigsten praktischen Hinweise, die dir bei deiner Nordlicht-Jagd in Island helfen werden.

Kleidung: Die Nächte in Island können selbst im September empfindlich kalt werden, erst recht im tiefsten Winter. Setze auf das Zwiebelprinzip mit einer Basisschicht aus Merinowolle, einer isolierenden Mittelschicht (Fleece oder Daunenjacke) und einer wind- und wasserdichten Außenschicht. Dicke Handschuhe, warme Mütze, Schal und gefütterte Winterstiefel sind Pflicht. Tipp: Fotografen sollten dünne Innenhandschuhe tragen, mit denen sich die Kamerabedienung noch gut handhaben lässt.

Geduld: Nordlichter erscheinen nicht auf Knopfdruck. Es kann sein, dass du eine Stunde oder länger in der Kälte wartest, bevor etwas passiert. Bringe eine Thermoskanne mit heißem Tee oder Kakao mit, um die Wartezeit angenehmer zu gestalten. Ein Klappstuhl kann ebenfalls sinnvoll sein, besonders wenn du an einem festen Standort bleibst.

Mehrere Nächte einplanen: Wie bereits erwähnt, ist Flexibilität der Schlüssel zum Erfolg. Plane mindestens vier Nächte ein und halte dich bereit, spontan loszufahren, wenn die Vorhersage passt. Wer seinen gesamten Island-Urlaub um die Nordlichter herum plant, kann verschiedene Standorte ansteuern und so auch bei regional unterschiedlicher Bewölkung seine Chancen maximieren.

Lichtverschmutzung vermeiden: Fahre mindestens 20 bis 30 Minuten aus Reykjavik heraus, um einen ausreichend dunklen Standort zu finden. Schalte die Scheinwerfer deines Autos aus, sobald du geparkt hast, und verwende nur eine Rotlichtlampe, wenn du dich orientieren musst. Weißes Licht zerstört die Nachtsicht und stört andere Beobachter.

Sicherheit: Teile jemandem mit, wohin du fährst, und nimm ein aufgeladenes Handy mit. In abgelegenen Gebieten kann der Empfang eingeschränkt sein. Achte auf die Straßenverhältnisse und parke immer so, dass du im Notfall schnell losfahren kannst. Bei Sturm oder Schneetreiben solltest du auf eine Nordlicht-Fahrt verzichten, die Sicherheit geht immer vor.

Wer die Aurora Borealis in Island einmal erlebt hat, vergisst diesen Moment nie. Die Kombination aus der rauen, unbändigen Landschaft der Insel und dem leuchtenden Himmel darüber ist etwas ganz Besonderes. Mit etwas Vorbereitung, Geduld und dem nötigen Glück beim Wetter steht einem Nordlicht-Erlebnis nichts im Weg.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026