Schwarze Strände in Island
Inhaltsverzeichnis
- 1 Warum Islands Strände schwarz sind
- 2 Reynisfjara: Der berühmteste schwarze Strand
- 3 Vík í Mýrdal und sein Strand
- 4 Diamond Beach am Jökulsárlón
- 5 Djúpalónssandur auf Snæfellsnes
- 6 Stokksnes und die Vestrahorn-Kulisse
- 7 Sicherheit an Islands Stränden
- 8 Fotografieren am schwarzen Sand
- 9 Praktische Tipps
- 10 Häufige Fragen
Der erste Blick auf einen schwarzen Strand in Island vergisst sich nicht. Das tiefe, samtartige Schwarz des Sandes, die donnernden Atlantikwellen, die weißen Schaumkronen, die auf der dunklen Fläche zerlaufen, und darüber ein Himmel, der zwischen Grau und Drama wechselt. Es ist eine Landschaft, die aussieht, als hätte jemand die Kontraste auf Maximum gedreht.
Islands schwarze Strände gehören zu den ikonischsten Landschaften der Insel und sind regelmäßig in Filmen, Musikvideos und Reisemagazinen zu sehen. Von Reynisfjara, das wiederholt zu den schönsten nichtropischen Stränden der Welt gewählt wurde, über den Diamond Beach mit seinen funkelnden Eisbrocken bis hin zu verborgenen Buchten auf der Halbinsel Snæfellsnes bietet Island eine Vielfalt an Vulkanstränden, die weltweit selten zu finden ist.
Doch so schön sie sind, so gefährlich können diese Strände auch sein. Die sogenannten Sneaker Waves, unberechenbare Monsterwellen, die plötzlich weit auf den Strand laufen, fordern regelmäßig Verletzte und haben bereits Todesopfer gefordert. Wer Islands schwarze Strände besucht, sollte seine Kamera mitbringen, und auch Respekt vor der Kraft des Nordatlantiks.
Warum Islands Strände schwarz sind
Die Farbe der isländischen Strände erklärt sich aus der Geologie der Insel. Island besteht fast vollständig aus Basalt, einem dunklen, feinkörnigen Vulkangestein, das bei Eruptionen aus dem Erdinneren aufsteigt und an der Oberfläche erstarrt. Wenn glühende Lava ins Meer fließt oder ein Vulkan unter einem Gletscher ausbricht, wird das Gestein durch den Kontakt mit dem Wasser explosionsartig in winzige Fragmente zersprengt. Im Laufe von Jahrhunderten zermalmen die Atlantikwellen diese Fragmente weiter zu dem feinen, schwarzen Sand, der die Strände bedeckt.
Die Korngröße des Sandes variiert je nach Standort erheblich. An manchen Stränden wie Reynisfjara ist der Sand erstaunlich fein und fast wie Puder. An anderen, etwa dem Djúpalónssandur auf Snæfellsnes, besteht der Strand eher aus groben Kieseln und rundgeschliffenen Steinen. Die Unterschiede hängen davon ab, wie lange und wie intensiv die Brandung das Gestein bearbeitet hat und aus welcher Art von Eruption es ursprünglich stammt.
Ein weiterer Faktor sind die Gletscherflüsse. Wenn Schmelzwasser aus den riesigen Eiskappen Islands (Vatnajökull, Mýrdalsjökull, Langjökull) Richtung Küste fließt, transportiert es gewaltige Mengen an vulkanischem Sediment mit sich. Dieses Material lagert sich an den Flussmündungen ab und wird vom Meer entlang der Küste verteilt, was zu den ausgedehnten schwarzen Sandebenen führt, die man besonders an der Südküste zwischen Vík und dem Skaftafell-Nationalpark findet.
Reynisfjara: Der berühmteste schwarze Strand
Reynisfjara liegt etwa fünf Kilometer westlich von Vík í Mýrdal an der Südküste und ist der Strand, den die meisten Menschen meinen, wenn sie von Islands schwarzen Stränden sprechen. Er wurde mehrfach in internationale Rankings der schönsten Strände weltweit aufgenommen, und das aus gutem Grund: Die Kombination aus pechschwarzem Sand, gewaltiger Brandung, dem Felsbogen Dyrhólaey im Westen und den Reynisdrangar-Felsnadeln im Osten ergibt ein Landschaftsbild von theatralischer Schönheit.
Reynisfjara zusätzlich, ist die Hálsanefshellir-Höhle am westlichen Ende des Strandes. In dieser Höhle kann man sechseckige Basaltsäulen bewundern, die beim Abkühlen von Lava in perfekter geometrischer Regelmäßigkeit entstanden sind. Die Säulen erinnern an eine riesige Orgel und sind eines der meistfotografierten Motive Islands. An der Klippe oberhalb der Höhle stapeln sich weitere Basaltformationen in verschiedenen Winkeln und Mustern.
Die Reynisdrangar, drei spitze Felsnadeln, die aus dem Meer vor dem Strand aufragen, haben ihren eigenen Platz in der isländischen Sagenwelt. Der Legende nach versuchten zwei Trolle, ein Dreimaster-Schiff an Land zu ziehen. Sie wurden dabei von der aufgehenden Sonne überrascht und zu Stein verwandelt. Die Nadeln sind bis zu 66 Meter hoch und bieten im Sommer Brutplätze für Papageientaucher, Lummen und Eissturmvögel.
Reynisfjara ist direkt an der Ringstraße gelegen und von Reykjavík in etwa zweieinhalb Stunden erreichbar. Am Parkplatz gibt es ein kleines Café und Toiletten. Der Strand ist ganzjährig zugänglich, aber besonders im Winter bei Sturm oder starker Brandung ist erhöhte Vorsicht geboten. Die Warnhinweise am Eingang sollte man unbedingt ernst nehmen.
Vík í Mýrdal und sein Strand
Das Dorf Vík í Mýrdal mit seinen rund 300 Einwohnern ist der südlichste Ort Islands und wird auf drei Seiten von schwarzen Sandstränden umgeben. Der Strand direkt am Ort, oft einfach "Vík Beach" genannt, bietet eine etwas andere Perspektive als Reynisfjara: Von hier aus sieht man die Reynisdrangar-Felsnadeln aus einer anderen Richtung und hat gleichzeitig die kleine weiße Kirche von Vík im Rücken, die auf einem Hügel über dem Ort thront.
Der Strand von Vík erstreckt sich nach Osten in die weite Mýrdalssandur-Ebene, eine riesige Schwemmlandfläche aus schwarzem Vulkansand, die durch Gletscherfluten (Jökulhlaups) des darunterliegenden Mýrdalsjökull-Gletschers entstanden ist. Bei klarem Wetter reicht der Blick von hier kilometerweit über die schwarze Ebene bis zu den Gletschern am Horizont. Die Fläche wirkt wie eine Marslandschaft und wurde tatsächlich als Drehort für Filme und Serien genutzt, die auf fremden Planeten spielen.
Vík ist auch einer der regenreichsten Orte Islands. Die feuchte Meeresluft staut sich an den Bergen und dem Mýrdalsjökull hinter dem Ort und sorgt für durchschnittlich 2.300 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Das bedeutet: Regenbekleidung gehört zur Grundausstattung, wenn man den Strand erkunden will. Paradoxerweise macht gerade das wechselhafte Wetter die Szenerie so dramatisch, denn die tiefhängenden Wolken, Regenschleier und gelegentlichen Sonnenstrahlen erzeugen Lichtstimmungen, die an Gemälde der Romantik erinnern.
In Vík selbst gibt es mehrere Unterkünfte, ein gutes Restaurant im Icelandair Hotel, einen Campingplatz, eine Tankstelle und den berühmten "Vík Wool" Laden, in dem traditionelle isländische Wollpullover (Lopapeysa) verkauft werden. Als Basis für die Erkundung der Südküste ist der Ort ideal gelegen, da sowohl Reynisfjara als auch der Mýrdalsjökull und die Fjaðrárgljúfur-Schlucht in kurzer Fahrtdistanz liegen.
Diamond Beach am Jökulsárlón
Der Diamond Beach liegt an der Südostküste Islands, direkt neben der Gletscherlagune Jökulsárlón, und ist streng genommen kein reiner Strand im klassischen Sinne. Was ihn zu einem der meistfotografierten Orte der Insel macht, sind die Eisbrocken, die aus der Lagune ins Meer gespült werden und bei Ebbe auf dem schwarzen Sand liegen bleiben. Das Gletschereis, oft Hunderte von Jahren alt und kristallklar, liegt wie geschliffene Diamanten auf dem dunklen Untergrund, was dem Strand seinen Namen gegeben hat.
Die Eisbrocken variieren in Größe und Form: Manche sind klein wie Fäuste, andere groß wie Autos. Je nach Alter und Zusammensetzung schimmern sie in Blau, Weiß oder einem fast durchsichtigen Kristallton. Wenn die Sonne scheint, brechen ihre Strahlen durch das Eis und erzeugen ein Farbenspiel, das sich mit jeder Welle verändert. Besonders fotogen ist der Strand bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang, wenn das warme Licht auf das kalte Eis trifft.
Der Diamond Beach liegt direkt an der Ringstraße, etwa fünf Stunden Fahrt von Reykjavík entfernt. Es gibt einen großen Parkplatz auf der Meerseite der Straße (gegenüber dem Parkplatz der Gletscherlagune). Die Menge der Eisbrocken am Strand schwankt stark: Nach Stürmen oder bei kräftiger Strömung wird viel Eis angespült, an ruhigen Tagen kann der Strand vergleichsweise leer sein. Im Hochsommer (Juli/August) kalbt der Gletscher besonders viel Eis, was die Chancen auf ein wildes Bild erhöht.
Ein Hinweis zur Sicherheit: Die Eisbrocken sollte man nicht besteigen, da sie nass und rutschig sind und kippen können. Auch am Diamond Beach gelten die Warnungen vor Sneaker Waves. Das Meer kann Eisbrocken, die harmlos im Sand liegen, plötzlich wieder erfassen und mit Wucht zurück ins Wasser ziehen, mitsamt allen, die daneben stehen.
Djúpalónssandur auf Snæfellsnes
Der Djúpalónssandur liegt an der Westküste der Halbinsel Snæfellsnes, direkt am Fuß des Snæfellsjökull-Gletschers, und unterscheidet sich deutlich von den Stränden der Südküste. Statt feinem Sand besteht er aus polierten schwarzen Kieseln, die beim Gehen unter den Füßen klacken. Die Bucht wird von bizarren Lavaformationen eingerahmt, die wie versteinerte Wächter wirken.
Am Strand liegen die verrosteten Überreste des britischen Trawlers "Epine GY7", der hier 1948 an den Klippen zerschellte. Die Metallteile sind über die Kiesel verteilt und dienen als Mahnmal. Ein Schild bittet Besucher, die Wrackteile nicht zu berühren oder mitzunehmen, da sie unter Denkmalschutz stehen.
Eine Kuriosität von Djúpalónssandur sind die vier Hebensteine (Aflraunasteinar), die am Rand des Strandes liegen. Sie wurden früher verwendet, um die Stärke von Fischern zu testen. Der schwerste Stein, "Fullsterkur" (Volle Stärke), wiegt 154 Kilogramm, der leichteste, "Amlóði" (Taugenichts), nur 23 Kilogramm. Wer "Fullsterkur" auf eine Hüfthohe Steinmauer heben konnte, galt als seetauglich. Besucher probieren sich gerne daran, aber selbst der zweitgrößte Stein ("Hálfsterkur" mit 100 Kilogramm) ist für die meisten Menschen kaum zu bewegen.
Der Weg zum Strand führt über einen kurzen Pfad durch ein Lavafeld, in dem Felsspalten und kleine Tümpel liegen. Am Strand selbst ist Schwimmen wegen der starken Strömung und der Felsen unter Wasser lebensgefährlich. Die Atmosphäre ist wild und ungezähmt, ganz anders als an den touristisch erschlossenen Stränden im Süden. An vielen Tagen hat man den Strand für sich allein.
Stokksnes und die Vestrahorn-Kulisse
Stokksnes liegt an der Südostküste in der Nähe der Stadt Höfn und ist ein Ort, den Landschaftsfotografen aus aller Welt aufsuchen. Der schwarze Sandstrand erstreckt sich in einem weiten Bogen vor dem Vestrahorn, einem 454 Meter hohen Gabbrogebirge, das aus dem flachen Land emporsteigt wie eine Wand. Bei ruhigem Wetter spiegeln sich die Berggipfel in den flachen Pfützen und Tümpeln auf dem nassen Sand, was surreale Spiegelbilder erzeugt.
Im Gegensatz zu Reynisfjara oder Diamond Beach ist Stokksnes ein eher ruhiger Ort. Das liegt zum einen daran, dass er etwas abseits der üblichen Touristenrouten liegt, zum anderen daran, dass man eine kleine Zugangsgebühr entrichten muss (etwa 900 ISK / rund 6 EUR pro Person), da der Strand auf privatem Land liegt. Das Geld wird an einem Kassenhäuschen am Eingang zum Viking Café bezahlt, einem kleinen Imbiss direkt an der Zufahrt.
Auf dem Strandgelände steht außerdem ein nachgebautes Wikingerdorf, das für einen Film errichtet wurde und seither als Kulisse stehengeblieben ist. Die Holzhütten vor der dramatischen Bergkulisse ergeben zwar ein nettes Fotomotiv, wirken aber etwas deplatziert. Die eigentliche Attraktion bleibt die Naturlandschaft: der endlose schwarze Sand, die Dünenfelder, die Brandung und vor allem das Vestrahorn, dessen Felswände je nach Lichteinfall in verschiedenen Grau-, Braun- und Ockertönen schimmern.
Sicherheit an Islands Stränden
Die größte Gefahr an Islands schwarzen Stränden sind die Sneaker Waves (auf Isländisch "Sléttuböra"). Diese Wellen kommen ohne Vorwarnung und sind deutlich größer als die vorherigen. Sie können 20 bis 30 Meter weiter auf den Strand laufen als normale Wellen und haben genug Kraft, um einen erwachsenen Menschen umzureißen und ins Meer zu ziehen. Das Wasser des Nordatlantiks hat ganzjährig eine Temperatur von nur 4 bis 10 Grad, ein Sturz ins Meer führt innerhalb von Minuten zu einer lebensbedrohlichen Unterkühlung.
In den letzten Jahren gab es an Reynisfjara mehrere schwere Unfälle, darunter auch Todesfälle. Die meisten Opfer waren Touristen, die den Warnhinweisen nicht genug Beachtung schenkten oder dem Meer den Rücken zukehrten, um ein Foto zu machen. Die isländischen Rettungskräfte (ICE-SAR) betonen immer wieder: Dem Meer niemals den Rücken zudrehen. Mindestens 30 Meter Abstand zur Brandungslinie halten. Kinder an der Hand halten. Bei starkem Wellengang den Strand nicht betreten.
Die Gefahrenzone ist am schwarzen Sand besonders schwer einzuschätzen, weil es keine feste Uferlinie gibt. Auf hellem Sand sieht man, wo das Wasser normalerweise hinreicht, an der nassen Zone. Auf schwarzem Vulkansand ist der Unterschied zwischen nassem und trockenem Bereich kaum erkennbar. Man wiegt sich leicht in Sicherheit, obwohl man bereits in der Reichweite der nächsten großen Welle steht.
Schwimmen ist an allen schwarzen Stränden Islands ohne Ausnahme lebensgefährlich. Die Unterströmungen sind extrem stark, die Wassertemperaturen tödlich, und es gibt nirgendwo Rettungsschwimmer. Auch das Waten in der Brandung ist gefährlich, da das zurücklaufende Wasser einen starken Sog erzeugt, der selbst kräftigen Menschen die Füße wegreißen kann.
Fotografieren am schwarzen Sand
Schwarze Strände stellen Fotografen vor besondere Herausforderungen. Die dunkle Fläche des Sandes kann Belichtungsmesser verwirren: Die Kamera neigt dazu, den schwarzen Sand aufzuhellen, was zu überbelichteten Bildern führt. Eine Belichtungskorrektur von minus 0,5 bis minus 1 EV liefert in der Regel natürlichere Ergebnisse. Wer in RAW fotografiert, hat bei der Nachbearbeitung mehr Spielraum.
Der feine Vulkansand ist ein Feind jeder Kameraausrüstung. Er ist magnetisch, statisch aufgeladen und dringt in jede Ritze. Objektivwechsel am Strand sind riskant, da Sandkörner auf den Sensor gelangen können. Ein geblasener Linsenstift und ein Mikrofasertuch sollten immer griffbereit sein. Bei starkem Wind empfiehlt es sich, die Kamera in einer geschützten Tasche zu transportieren und nur zum Fotografieren herauszunehmen. Stative können im feinen Sand einsinken; breite Standfüße oder aufgesteckte Schneeschuhe für Stativbeine helfen.
Die stärksten Bilder entstehen oft bei dramatischem Wetter: tiefhängende Wolken, durchbrechende Sonnenstrahlen, Gischt und Wind. Langzeitbelichtungen mit Graufiltern verwandeln die tobende Brandung in milchig-weiße Schleier, die einen wirkungsvollen Kontrast zum schwarzen Sand erzeugen. Belichtungszeiten zwischen einer und zehn Sekunden funktionieren besonders gut.
Praktische Tipps
Anfahrt und Lage: Die meisten schwarzen Strände liegen an oder nahe der Ringstraße (Route 1) und sind mit jedem Fahrzeugtyp erreichbar. Reynisfjara und Diamond Beach haben asphaltierte Zufahrten und große Parkplätze. Für Djúpalónssandur und Stokksnes sind kurze Abstecher von der Hauptstraße nötig. Keiner der genannten Strände erfordert einen Allradwagen.
Beste Reisezeit: Die schwarzen Strände sind ganzjährig zugänglich und sehenswert. Im Sommer (Juni bis August) sind die Tage lang und die Temperaturen milder (8 bis 15 Grad). Im Winter bieten Stürme und Nordlichter eine ganz eigene Atmosphäre, doch die Tageslichtstunden sind kurz (November bis Januar nur vier bis fünf Stunden). Der Frühling (April/Mai) und Herbst (September/Oktober) bieten oft die dramatischsten Lichtstimmungen.
Kleidung: Wetterfeste, winddichte Oberbekleidung ist an allen Stränden nötig. Feste Schuhe, die nass werden dürfen, sind empfehlenswert, da Sand und Gischt unvermeidlich sind. Im Winter zusätzlich Mütze, Handschuhe und mehrere Schichten. Der Wind an der Küste fühlt sich immer kälter an als im Landesinneren.
Kosten: Der Zugang zu den meisten Stränden ist kostenlos. Parkgebühren fallen an Reynisfjara (750 ISK / rund 5 EUR), Diamond Beach (kostenlos) und Stokksnes (900 ISK / rund 6 EUR) an. Geführte Touren zu den Stränden ab Reykjavík kosten zwischen 15.000 und 30.000 ISK (rund 95 bis 190 EUR) und kombinieren in der Regel mehrere Stopps an der Südküste.
Häufige Fragen
Kann man an Islands schwarzen Stränden schwimmen?
Nein, auf keinen Fall. Die Strömungen sind extrem stark, die Wassertemperaturen liegen ganzjährig bei nur 4 bis 10 Grad, und es gibt keine Rettungsschwimmer. Schwimmen an diesen Stränden ist lebensgefährlich.
Welcher schwarze Strand ist der schönste?
Reynisfjara wird am häufigsten genannt, dank der Basaltsäulen und Reynisdrangar-Felsnadeln. Der Diamond Beach ist anders als alles andere durch die Eisbrocken auf dem schwarzen Sand. Für Fotografen ist Stokksnes mit dem Vestrahorn oft der Favorit. Am Ende ist es Geschmackssache.
Sind die schwarzen Strände auch im Winter sehenswert?
Ja, viele Besucher finden die Strände im Winter sogar eindrucksvoller. Die dramatischen Lichtverhältnisse, Stürme und die Möglichkeit, Nordlichter über dem schwarzen Sand zu sehen, schaffen bleibende Momente. Allerdings sind die Tageslichtstunden sehr kurz.
Wie weit sind die Strände von Reykjavík entfernt?
Reynisfjara und Vík liegen etwa 180 Kilometer (zweieinhalb Stunden) von Reykjavík entfernt. Diamond Beach ist rund 380 Kilometer (fünf Stunden) entfernt. Djúpalónssandur auf Snæfellsnes ist etwa 200 Kilometer (zweieinhalb Stunden) von der Hauptstadt entfernt.
Was sind Sneaker Waves?
Sneaker Waves sind ungewöhnlich große Wellen, die ohne Vorwarnung auftreten und deutlich weiter auf den Strand laufen als normale Wellen. Sie haben genug Kraft, Menschen umzureißen und ins eiskalte Meer zu ziehen. An Islands schwarzen Stränden sollte man daher immer mindestens 30 Meter Abstand zum Wasser halten.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026