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Surfen in Norwegen
Die besten Spots für bleibende Wellenritte

Surfen in Norwegen

6 Min. Lesezeit

Norwegens Strände gelten unter Kennern als unentdeckte Perlen und werden in der Surferszene noch immer als Geheimtipp gehandelt.

Dabei stehen die Surfspots an der Küste des skandinavischen Landes den berühmten Surfrevieren im französischen Biarritz und auf Hawaii an Attraktivität nicht nach. Meterhohe Wellen und Wassertemperaturen von bis zu 17 Grad in den Sommermonaten bieten exzellente Bedingungen für aufregende Wellenritte vor einer imposanten Naturkulisse.

Zwei Surfer in Norwegen
Faszination Surfen in Norwegen

Surfsaison von Februar bis November in Norwegen

Der warme Golfstrom macht es möglich: Die Surfsaison an den norwegischen Küsten dauert von Februar bis November.

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Ausgerüstet mit Neopren-Anzügen der neuesten Generation steht einem rasanten Surf-Abenteuer in den Küstengewässern Norwegens selbst im Spätwinter nichts im Wege.

Allein das fehlende Tageslicht in den Wintermonaten setzt einem Wellenritt in der kalten Jahreszeit eine natürliche Grenze.

Während die Sommermonate vor allem für Anfänger beste Bedingungen bieten, erste Erfahrungen auf dem Surfboard zu sammeln, bilden die wilden Wellen im Frühling und Herbst selbst für Profi-Surfer eine echte Herausforderung.

Von Stavanger im Süden des Landes bis zu den windumtosten Stränden der Lofoten im Norden erwarten dich zahlreiche sehr gute Surfreviere an der norwegischen Küste.

Surfkurse am Strand von Jæren

Der Küstenabschnitt Jæren südlich der Stadt Stavanger gehört mit seinem langen Sandstränden und dem gemäßigten Wellengang zu den populärsten Surfspots an der norwegischen Küste.

Anfänger und Fortgeschrittene finden in dieser Region sehr gute Bedingungen für einen langen Wellenritt.

In der Sommersaison ist die Brandung weniger stark, als im Rest des Jahres und in der Surfschule vor Ort werden Kurse in verschiedenen Schwierigkeitskategorien angeboten.

Für Anfänger und Einsteiger sind die Strandabschnitte Hellestø Strand, Borestrand und Solastrand besonders gut geeignet. Die Spots liegen in einer geschützten Bucht mit einer vergleichsweise geringen Brandung.

Profi-Surfer zieht es hingegen in die felsigen Buchten der Küstenregion. Der Solastrand ist darüber hinaus ein populäres Gebiet zum Wind- und Kitesurfen.

Optimale Bedingungen herrschen bei starkem Süd-Südwestwind. Diese Windrichtung dominiert zwischen Juni und August.

Das entsprechende Equipment leihst du in der Surfschule aus. In der Küstenmetropole Stavanger befinden sich mehrere Surfshops, die dich mit allen nötigen Informationen zu den Surfspots in Jæren versorgen.

Zwei Surfer in Hoddevik, Norwegen
Surfen in Hoddevik, Norwegen

Geheimtipp Stadlandet: Entlegenes Surfparadies in Mittelnorwegen

Entlegene Surfspots in der Region Fjord Norwegen mit fantastischen Wellen befindet sich auf der Halbinsel Stadlandet. Der Sandstrand Ervikstranda ist ein sicheres Surfrevier mit hohen Wellen, die meist aus südwestlicher oder nordwestlicher Richtung anrollen.

Ab Ende August nimmt die Intensität der Wellen zu und einige türmen sich meterhoch vor der Küste auf. Bei westlichen Winden sind die Strände von Hoddevik perfekt für einen Wellenritt geeignet.

Der Ort liegt rund 65 Kilometer von Ålesund entfernt und bis zu 300 Meter hohe Berge schirmen den Strand vor heftigen Winden ab. Die Wassertemperaturen erreichen im Sommer Werte von bis zu 18 Grad und machen das Surfen zu einem Vergnügen.

Die Surfreviere werden nur von Insidern aufgesucht und selbst in der Hochsaison sind die Strände nicht überlaufen.

Der populärste Surfspot befindet sich in Unstadt.
Der populärste Surfspot befindet sich in Unstadt.

Kaltwassersurfen auf den Lofoten

Die Lofoten sind eine Inselgruppe im Norden Norwegens und die Strände gehören zu den besten Kaltwasser-Surfrevieren der Welt. Im Sommer strahlt die Mitternachtssonne fast 24 Stunden vom Himmel und macht das Surfen rund um die Uhr möglich.

Auf den Lofoten verbindest du einen Surfurlaub mit grandiosen Naturerlebnissen. Die wild zerklüftete Inselwelt ist durchzogen von tiefen Fjorden, romantischen Felsbuchten und rauer Natur.

Wellengang gibt es zu jeder Tages- und Jahreszeit. Der populärste Surfspot befindet sich in Unstadt. Die menschenleeren Strände sind ein Kontrastprogramm zu den oft überfüllten Surfspots an der portugiesischen Algarve und der französischen Atlantikküste.

Auf den Lofoten hast du die Gelegenheit, während des Surfens Seehunde und Schweinswale in ihrem natürlichen Lebensraum zu bewundern.

Landestypische Unterkünfte auf der Inselgruppe sind bunt getünchte Fischerhäuser direkt am Fjord, die zu Ferienhäusern und Ferienwohnungen umgebaut wurden.

Lofoten Masters: Internationaler Surfwettbewerb im hohen Norden

Die Strände auf der Inselgruppe der Lofoten sind alljährlich Schauplatz für den nördlichsten Surfwettbewerb der Welt.

Anlässlich des traditionellen Lofoten Masters geben sich norwegische und internationale Profisurfer auf den Inseln ein Stelldichein und treten in den kalten Gewässern an der norwegischen Küste gegeneinander an.

Austragungsort des seit 2007 regelmäßig stattfindenden Spektakels ist die Ortschaft Unstad auf der Insel Vestvågøy.

Es werden die Sieger in verschiedenen Kategorien ermittelt. Das Event findet jedes Jahr im Herbst auf den Lofoten statt.

Surfspaß vor den Toren von Oslo

Im äußersten Süden Norwegens schneidet sich der Oslofjord tief in die felsige Küstenlandschaft ein. Er bildet die Zufahrt zur Hauptstadt Oslo und besitzt mit Saltstein außerhalb von Larvik einen sehr guten Surfspot.

Während der Wellengang im Juni und Juli eher mäßig ist, türmen sich ab Ende August mächtige Wellenberge vor der Küste auf.

Die norwegische Hauptstadt liegt rund 130 Kilometer von dem Surfrevier entfernt, weshalb es in den Sommermonaten zu einem starken Andrang an den Stränden kommt.

Einsteiger und Fortgeschrittene kommen im Oslofjord gleichermaßen auf ihre Kosten. Angler schätzen die Gewässer darüber hinaus wegen des großen Fischreichtums und Segeln gehört zu den beliebtesten Wassersportarten in dieser Region.

Ein Treffpunkt der Kitesurfer im Oslofjord sind die Meeresbuchten bei Sletter und Jeløya in Moss. Der Wind weht in den Sommermonaten konstant aus Richtung Süden und sorgt für exzellente Bedingungen vor der Küste.

Zu Trainingszwecken suchen viele Kitesurfer den Flachwasser-Spot „Larkollen" auf, wo sich bei günstiger Windrichtung sehr gut verschiedene Freestyle-Tricks einstudieren lassen.

Wer bietet Surfurlaub in Norwegen an?

Es gibt viele gute Reiseveranstalter, die spezielle Surfangebote und Reisen in ihrem Programm haben und interessante Reisepakete anbieten. Du findest diese Norwegen Reiseveranstalter in unserer Übersicht: Reiseveranstalter Norwegen

Häufige Fragen zum Surfen in Norwegen

Wann ist die beste Zeit zum Surfen in Norwegen?

Die Surfsaison dauert von Februar bis November. Im Sommer (Juni bis August) sind die Bedingungen ideal für Anfänger, im Frühling und Herbst türmen sich die Wellen für Profis meterhoch auf.

Wo sind die besten Surfspots in Norwegen?

Die beliebtesten Surfspots liegen an der Küste von Jæren bei Stavanger, auf der Halbinsel Stadlandet und auf den Lofoten. Unstad auf den Lofoten ist der nördlichste Surfspot der Welt.

Braucht man einen Neoprenanzug zum Surfen in Norwegen?

Ja, ein Neoprenanzug ist ganzjährig nötig. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer bei maximal 17 bis 18 Grad. Im Winter sind dickere Neoprenanzüge, Handschuhe und Hauben Pflicht.

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Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026