Stockholm

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen: Die schwedische Hauptstadt Stockholm ist ein Geheimtipp – und das nicht nur im Sommer.

Kleine enge Gassen, die von historischen Gebäuden gesäumt werden, bekannte Flaniermeilen und der Pinselstrich der Moderne machen Schwedens Hauptstadt Stockholm zu einer Metropole, die mit Weltoffenheit glänzt, den eigenen Wurzeln jedoch treugeblieben ist.

Stockholm - ein Geheimtipp nicht nur im Sommer.
Stockholm – ein Geheimtipp nicht nur im Sommer.

Die auf 14 Inseln erbaute Stadt an der Mündung des Mälaren hat wirklich eine Menge zu bieten. Von kristallklarem Wasser und tausenden idyllischen Kanälen und Schären umgeben, verfügt Stockholm beispielsweise mit Gamla Stan über eine unglaublich schöne Altstadtinsel mit winzigen, verwinkelten Gassen, historischen Torbögen und einladenden Geschäften.

Stockholm ist mehr als eine Stadt. Oft präsentiert sie sich als eine ganz eigene Welt, in der mancherorts die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. So gleicht das Stadtbild einem Spagat zwischen Moderne und Historie. Den grünen Kupferdächern, die aus der Vergangenheit stammen, stehen die warmen Ockertöne stattlicher Häuser gegenüber. Während des Sommers zieht eine leichte Brise vom Meer durch die Straßen und vermittelt ein maritimes Flair. Auf der Brücke zum bekannten Stockholmer Schloss reihen sich Angler wie Perlen an eine Kette. Badende tummeln sich vor der Insel Langholmen im Wasser und genießen das kühle Nass an heißen Sommertagen.

Stockholm
Bekannt ist Stockholm heute als die schwimmende Stadt und zweifelsohne wird sie diesem Ruf gerecht. Der beeindruckende Stockholmer Schärengarten umfasst mehrere Inseln, die alle mit ihren ganz individuellen Eigenarten aufwarten können. Immer wieder stößt man auf Badestrände, die inmitten einer der schönsten Metropolen der Welt Ruhe versprechen. Stockholm wurde auf insgesamt 14 Inseln, die den Übergang zwischen Ostsee und Mälaren bilden, erbaut. Die Stadt besticht durch eine sehr gut erhaltene Bausubstanz, die vor allem die architektonischen Meisterwerke aus dem 18. und 19. Jahrhundert präsentiert. Zahlreiche Parks in allen Stadtteilen sorgen für kleine Ruheoasen inmitten einer Metropole, deren Pulsschlag kaum moderner und lebhafter sein könnte.

30 Prozent der Gesamtfläche der Stadt werden von Parks und Gärten geschmückt. Heute leben in der Metropole rund 1,92 Millionen Menschen. Trotz der Einwohnerzahl hat sich Stockholm eine gewisse Einfachheit bewahren können. Bekannt ist sie jedoch vor allem aufgrund der Herzlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch die Straßen zieht. Möchte man Stockholm mit seinen Highlights entdecken und den Sprung zwischen den Jahrhunderten wagen, braucht man mehr als einige Stunden Zeit. Die Metropole ist hervorragend für einen Kurztrip von drei bis vier Tagen Dauer geeignet. Während dieser Zeit hat man die Möglichkeit in die Vielfalt der Straßen einzutauchen und die Höhepunkte der Geschichte kennenzulernen.

Stockholmer Flair genießen

Stockholm Schloss Drottningholm
Stockholm Schloss Drottningholm

Zwei Angebote ermöglichen das besondere Kennenlernen der Stockholmer Atmosphäre. Während des Sommers finden im Königlichen Schloss zahlreiche Konzerte statt, die man sich bei einem Besuch keinesfalls entgehen lassen sollte. Das Besondere sind die Speisen, die während der Konzerte gereicht werden.

Doch auch die Östermalmshallen ist einen Besuch wert. In ihr kommen vor allem Genießer auf ihre Kosten. Zahlreiche Stände und Restaurants gewähren kleine Kostproben, mit denen man in die Besonderheiten der schwedischen Küche eintauchen kann.

Der Besuch des königlichen Schlosses

Wer auf den Gassen von Stadsholmen flaniert, sollte sich den Besuch des Kungliga slottet, des königlichen Schlosses, nicht entgehen lassen.

Das königliche Schloss in Stockholm
Das königliche Schloss in Stockholm

Zweifelsohne ist es das begehrteste Ziel von Touristen. Aufgrund der imposanten Architektur ist es bis heute das wohl dominanteste Bauwerk der Altstadt. Nicht zuletzt ist es das größte königliche Schloss der Welt.

Der Bau umfasst 600 individuell eingerichtete Zimmer. Trotz der prunkvollen Architektur wird es heute nur noch als Empfangs- und Arbeitsgebäude genutzt. Im Inneren befindet sich der Silberthron, der aus dem Jahr 1650 stammt. Er gehörte zu den Besitzständen von Königin Kristina. Besucher dürfen heute einen Blick in die beeindruckende Schatzkammer werfen, die wie das Schloss selbst zu bestimmten Zeiten geöffnet ist.

Sehenswürdigkeiten in Stockholm

Gamla Stan, die Altstadt von Stockholm, ist schon allein die Reise hierher wert. Hier befinden sich wunderschöne Gebäude, die allesamt gut erhalten sind und der bekannte Platz namens Stortorget. Hier ließ einst der dänische König im Jahr 1520 82 Personen durch Köpfen hinrichten.

In der Altstadt befindet sich zudem die Riddarholmskyrkan, eine Kirche aus dem Mittelalter. Nördlich davon befindet sich die Kirche St. Nikolai, südlich eine deutsche Kirche. Sehenswert ist auch das königliche Schloss, welches der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die königliche Familie lebt allerdings in einem Schloss außerhalb der Stadt, in Drottningholm. In jedem Jahr findet am 10. Dezember das Nobelpreisbankett im Blauen Saal des Stadshuset statt, nachdem die Nobelpreise vorher im Konserthuset verliehen wurden.

Stockholm
Stockholm

Ein schöner Blick über Stockholm kann vom Kaknästurm aus genossen werden, der mehr als 150 Meter hoch ist. Im Museum Skansen kann das Wrack des Schiffes Vasa besichtigt werden, das Museum wurde eigens dafür errichtet. Im Freilichtmuseum gibt es zudem ein Gehege für die Tiere Schwedens, hier sind Elche, Wölfe und Luchse zu sehen. Des Weiteren wurde hier ein originalgetreues Dorf errichtet und Mitarbeiter des Parks erzählen vom Leben früher.

Erwähnenswert ist noch der kleine Park namens Skinnarviksparken, der um einen Sendemast herum angelegt wurde und in dem sich eine kleine Anhöhe befindet. Sie kann über Stufen erstiegen werden und von hier aus kann ein toller Blick über die Stadt am anderen Ufer genossen werden.

Cafés und Restaurants in Stockholm

Beim Besuch der schwedischen Hauptstadt sollte man sich einen Abstecher in die Gastronomie nicht entgehen lassen.

Icebar Stockholm
Icebar im Nordic Sea Hotel Stockholm

Ein besonderes Highlight ist die Absolut Ice Bar, die im Nordic Sea Hotel untergebracht wurde. Die Bar gehört zu den bekanntesten Treffpunkten der Stadt und das nicht zuletzt aufgrund des eiskalten Konzeptes. Cocktails werden in der Bar in Gläsern aus Eis gereicht. Genießen kann man die coole Atmosphäre im geliehenen Pelz, der in den Getränkepreisen enthalten ist.

Möchte man in altmodischem Flair die schwedische Backkunst genießen, bietet sich der Besuch des Café Sturekatten in der Riddargatan an. Das Café vermittelt den Eindruck der urgroßmütterlichen Wohnstube. Die niedrigen Gasträume verteilen sich auf zwei Etagen und präsentieren krumme Wände in verschiedensten Formen. Gespeist und genossen wird auf altmodischen Sofas und Stühlen.

Wer schon immer einmal die Kochkünste eines Spitzenkochs bewundern wollte, sollte den Weg zum Mathias Dahlgren im Grand Hotel auf sich nehmen. Hier arbeitet und serviert der bekannte Koch Mathias Dahlgren, der schon mehrfach für seine Künste ausgezeichnet wurde. Die Menüs, die im Restaurant gereicht werden, passen sich den Jahreszeiten an. Überwiegend werden regionale Zutaten verarbeitet. Die gehobene Hausmannskost hält manch eine Überraschung bereit.

Mehr als 20 neue Gourmet-Restaurants in Stockholm

Das gastronomische Angebot in Schwedens Hauptstadt wird immer größer. Allein in den vergangenen Monaten haben über 20 neue Restaurants in Stockholm eröffnet – oder stehen kurz davor.

Verschiedene Trends sind bei den Neustartern jedoch abzulesen: So kommt es immer häufiger vor, dass neben dem Restaurant auch ein kleiner Laden betrieben wird, in denen regionale Zutaten und auch Geschirr und Besteck verkauft wird. Auch die Tendenz zu Bistros und Brasseries setzt sich fort und auch neue schwedische Küche ist immer häufiger vertreten.

Zu den neuen Restaurants zählt beispielsweise das „Jonas“, das im November 2011 die Türen eines umgebauten Banklokals im Stadtteil Kungsholmen erstmals öffnen wird. Küchenchef Jonas Lundgren, der 2009 die Silbermedaille beim internationalen Kochwettbewerb Bocuse d’Or gewann, hat hier den einen oder anderen Stern im Blick.

Fernsehkoch Niklas Ekstedt setzt hingegen ab Mitte Oktober 2011 mit seinem neuen Restaurant „Ekstedt“ im Nobelstadtteil Östermalm auf Gegrilltes.

Fleisch pur gibt es bereits in der „Köttbaren“, was so viel heißt wie „Fleischbar“. Der Name ist in dieser Kombination aus Bar und Ladenlokal Programm: Die Gäste können entweder vor Ort essen oder eine große Auswahl an Wurst- und Fleischprodukten mit nach Hause nehmen.

Weitere neue Restaurants der letzten Monate sind: „Beijing8“ (Kocksgatan 52), „Cevicheria aji y ajo“ (Hökarängsplan 5), „Delikatessen bistro bar“ (Krukmakargatan 22), „Escalier“ (Sturegallerian), „FB Sea“ (Finnboda kaj), „Miss Voon“ (Sturegatan 22), „Gute lounge och grill“ (Brunnsgatan 6), „Spice corner“ (Stagneliusvägen 37), „Restaurang Polhem“ (Ringvägen 153), „Villa Godthem“ (Rosendalsvägen 9), „Minami“ (Clarion hotel, Ringvägen 98), „Sven-Harrys restaurang“ (Vasaparken), „The club house“ (Augustendalsvägen 36) und „Svartengrens“ (Tulegatan 24).

Die Storkyrkan

Eines der ältesten Gebäude der Stadt – die StorkyrkanEinen Besuch der Storkyrkan sollte man sich beim Streifzug durch Stockholm nicht entgehen lassen.

storkyrkan stockholm

Der Stockholmer Dom ist bereits aus der Ferne deutlich zu sehen. Er gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt und hat sich als Krönungskirche in der Geschichte einen Platz sichern können.
Nach der Einweihung 1306 wurde das imposante Bauwerk immer wieder umgebaut und restauriert.

Viele Elemente seiner heutigen Architektur stammen aus dem Jahr 1740 als der Bau erstmals einen neuen Glanz erhielt.
Der Stockholmer Dom präsentiert eine barocke Ausstattung, deren Herzstück die imposante Skulptur vom heiligen Georg darstellt.
Sie stammt aus den Händen des Lübecker Meisters Bernt Notke.

Altstadt von Stockholm

Auf den Spuren der Historie – die Altstadt von StockholmNach dem Besuch von Kungsholmen führt der Stadtrundgang in die Stockholmer Altstadt. Bekannt als die Gamla stan vermittelt sie einen Einblick in das Stockholm der Vergangenheit.

Liebevoll wird dieser Teil noch immer als Staden mellan broarna bezeichnet, was in der deutschen Sprache mit Stadt zwischen den Brücken gleichgesetzt werden kann.

Die Stockholmer Altstadt besteht aus drei Inseln. Auf der Stadsholmen befindet sich das bekannte Schloss der Metropole. Die Helgeandsholmen beheimatet den Stockholmer Reichstag und auf der Riddarholmen trifft man auf zahlreiche Adelspaläste, die sich ihren prunkvollen Glanz von einst bewahren konnten.

Beim Streifzug durch Stockholm sollte man sich vor allem für die Insel Stadsholmen Zeit nehmen, denn noch immer wird sie von einer ganz besonderen Atmosphäre geschmückt. Die meisten Häuser, die noch heute auf dem Eiland zu finden sind, stammen aus der Großmachtzeit des 17. Jahrhunderts. Ihre schmale, jedoch außergewöhnliche hohe Bauweise vermittelt ein prunkvolles Straßenbild. Nur selten fällt Licht durch die engen Gassen. Alle Straßen verlaufen im rechten Winkel zum Meer und so bieten sich bei Spaziergängen immer wieder Möglichkeiten einen Blick auf den maritimen Charme zu werfen. Die Gassen und Plätze von Stadtsholmen sind vor allem während des Sommers begehrte Bühnen der Straßenmusiker. Mit altbekannten Volksliedern und eigenen Kompositionen vermitteln sie die Lebensfreude, die für Stockholm so typisch ist.

Auf Stadsholmen reihen sich Galerien und Läden aneinander. Immer wieder stößt man in den Straßen auf Boutiquen, bei denen es sich lohnt einen Blick ins Innere zu werfen.

Cafés und Restaurants bieten traditionell schwedische Küche und wagen einen Blick auf internationale kulinarische Wege. Die Hauptflaniermeilen von Gamla stan sind Västerlanggatan und Österlanggatan. Die Hauptstraßen verliefen während des Mittelalters am äußersten Rand der Stadt. Heute bilden sie die Lebensadern der Altstadt. Doch auch wenn die bekanntesten Flaniermeilen zahlreiche Highlights zu bieten haben, sollte man sich den Blick in die kleinen Gassen nicht nehmen lassen.

So findet man auf Stadsholmen eine Gasse die nicht breiter als 90 cm ist. In der kleinen Marten Trotzigs gränd steht das Haus, in dem 1853 der Maler Carl Larsson geboren wurde.

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