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Norwegische Filme und Serien
Von Kon-Tiki über den Trolljäger bis zur Netflix-Sensation Ragnarök

Norwegische Filme und Serien

16 Min. Lesezeit

Norwegens Filmindustrie ist gemessen an der Einwohnerzahl erstaunlich produktiv. Pro Jahr entstehen rund 30 bis 40 Spielfilme, dazu kommen Dokumentationen und Serien, die zunehmend ein internationales Publikum finden. Seit Trolljegeren 2010 zum weltweiten Überraschungshit wurde und Netflix mit Ragnarök eine norwegische Serie global verbreitete, ist norwegischer Film kein Nischenthema mehr. Die Landschaft spielt in vielen dieser Produktionen eine tragende Rolle, die Fjorde, die Berge, das Nordlicht, die endlosen Wälder. Wer norwegische Filme schaut, bekommt Lust auf Norwegen. Und wer Norwegen bereist, erkennt die Filmkulissen wieder.

Ich habe Trolljegeren zum ersten Mal auf einem Laptop in einer Hütte am Geirangerfjord gesehen. Draußen war es dunkel, der Regen trommelte aufs Dach, und auf dem Bildschirm jagte ein Mann Trolle durch genau die Landschaft, in der ich saß. Das war ein Filmerlebnis, das man in keinem Kino der Welt so haben kann.

Norwegisches Kino: Klein, aber kraftvoll

Die norwegische Filmindustrie wird vom Norsk Filminstitutt (NFI) gefördert, das jährlich rund 600 Millionen NOK an staatlichen Mitteln verteilt. Ohne diese Förderung gäbe es den norwegischen Film in seiner heutigen Form nicht. Die Budgets sind klein im Vergleich zu Hollywood (ein typischer norwegischer Spielfilm kostet 20 bis 40 Millionen NOK, etwa 2 bis 4 Millionen Euro), aber die Qualität ist hoch.

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Norwegische Filme erzielen im Inland Marktanteile von 20 bis 25 Prozent, was für ein Land dieser Größe beachtlich ist. In manchen Jahren liegt der Marktanteil sogar höher. Zum Vergleich: In Deutschland erreichen deutsche Filme selten mehr als 15 Prozent. Die Norweger gehen gerne ins Kino (5,4 Millionen Kinobesuche pro Jahr) und greifen dabei oft zu einheimischen Produktionen.

Was norwegische Filme von anderen skandinavischen Kinematografien unterscheidet: eine gewisse Genrevielfalt. Während Schweden traditionell für Autorenfilm und Drama steht und Dänemark für die Dogma-Bewegung und düstere Thriller, deckt Norwegen ein breiteres Spektrum ab. Actionfilme, Horror, Komödien, Historiendramen und Dokumentationen kommen aus norwegischen Studios. Das Publikum erwartet Unterhaltung, und die Filmemacher liefern sie.

Die Anfänge: Norwegischer Film bis 1960

Der erste norwegische Spielfilm, "Fiskerlivets farer" (Die Gefahren des Fischerlebens), entstand 1907 und zeigte das harte Leben der Fischer an der Westküste. Die Handlung war einfach, die Aufnahmen dokumentarisch, aber der Film markiert den Beginn einer Tradition, die bis heute anhält: norwegische Filme, die die Verbindung zwischen Mensch und Natur ins Zentrum stellen.

In den 1930er- und 1940er-Jahren entstanden Literaturverfilmungen, die den nationalen Kanon auf die Leinwand brachten. Arne Skouen drehte in den 1950er-Jahren Filme über den Widerstand im Zweiten Weltkrieg, die international Beachtung fanden. "Ni liv" (Neun Leben, 1957), die Geschichte eines Widerstandskämpfers, der nach einer gescheiterten Mission über das verschneite Hochgebirge nach Schweden flieht, wurde für den Oscar nominiert.

Diese frühen Filme legten das Fundament. Sie zeigten, dass norwegische Geschichten ein Publikum finden können, und sie etablierten Themen, die den norwegischen Film bis heute prägen: Überleben in der Wildnis, Widerstand gegen Unterdrückung und die Einsamkeit des Einzelnen in einer großen, gleichgültigen Landschaft.

Kon-Tiki: Norwegens teuerster Film

Filmszene mit Balsaholzfloß auf dem offenen Ozean, inspiriert vom Kon-Tiki-Film
Der Kon-Tiki Film erzählt Thor Heyerdahls waghalsige Pazifik-Überquerung von 1947 (KI-generiert)

"Kon-Tiki" (2012, Regie: Joachim Rønning und Espen Sandberg) war mit einem Budget von 93 Millionen NOK der bis dahin teuerste norwegische Film. Er erzählt die Geschichte von Thor Heyerdahls Floßfahrt über den Pazifik im Jahr 1947 und wurde für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Der Film ist solides Abenteuerkino. Pål Sverre Hagen spielt Heyerdahl als besessenen Visionär, der seine Crew auf eine lebensgefährliche Reise mitnimmt, um eine wissenschaftliche Theorie zu beweisen. Die Spannungsmomente auf dem offenen Meer, Hai-Angriffe, Stürme, Wassereinbrüche, sind konventionell inszeniert, aber sie funktionieren. Was den Film über das Genre hinaushebt: die Frage nach dem Preis der Besessenheit. Heyerdahl riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern das seiner Mitreisenden, für eine Idee.

Kon-Tiki war ein internationaler Erfolg und öffnete Türen. Die Regisseure Rønning und Sandberg wurden anschließend nach Hollywood geholt, wo sie "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache" (2017) drehten. Das ist typisch für die norwegische Filmbranche: Talente werden entdeckt und abgeworben. Die Herausforderung ist, sie danach zurückzuholen.

Filmtipp: Wer den Film sieht, sollte danach das Kon-Tiki Museum auf Bygdøy in Oslo besuchen. Das Originalfloß steht dort, und man versteht nach dem Film noch besser, wie verrückt das Unternehmen war.

Trolljegeren: Der Film, der alles veränderte

Düstere norwegische Fjordlandschaft bei Nacht, die an die Trolljäger-Filmkulisse erinnert
Die Kulisse von Trolljegeren: Norwegens Landschaft als Heimat überlebensgroßer Wesen (KI-generiert)

"Trolljegeren" (Trollhunter) von André Øvredal kam 2010 in die Kinos und wurde zum internationalen Kultfilm. Die Prämisse: Eine Gruppe Studenten dreht einen Dokumentarfilm über mysteriöse Bärenkillungen in Westnorwegen und entdeckt dabei, dass Trolle real sind. Die norwegische Regierung vertuscht ihre Existenz, und ein mürrischer Trolljäger (großartig gespielt von Otto Jespersen) erledigt die Biester im Auftrag des Staates.

Was Trolljegeren so gut macht: Er nimmt seine Prämisse ernst. Die Trolle werden mit einer inneren Logik dargestellt, die biologisch konsistent ist. Sie reagieren auf UV-Licht, fressen bestimmte Dinge, haben Reviere und Fortpflanzungszyklen. Der Film behandelt sie wie eine reale Tierart und integriert dabei norwegische Folklore (Trolle riechen Christenblut, sie versteinern im Sonnenlicht) in ein Sci-Fi-Framework.

Die norwegische Landschaft ist der eigentliche Star. Gefilmt in Westnorwegen, Sognefjorden, Jotunheimen und auf der Finnmarksvidda, zeigt der Film Norwegens Wildnis als gigantischen, geheimnisvollen Raum, in dem Trolle plausibel erscheinen. Die Found-Footage-Ästhetik (der Film tut so, als sei er eine echte Dokumentation) verstärkt die Wirkung. Man hat das Gefühl, dabei zu sein.

Trolljegeren wurde mit einem Budget von nur 19 Millionen NOK gedreht und spielte weltweit ein Vielfaches ein. Er hat dem norwegischen Genrefilm den Weg geebnet und gezeigt, dass man mit wenig Geld, aber viel Kreativität und der richtigen Landschaft internationale Erfolge erzielen kann. Hollywood erwarb die Remake-Rechte, hat bisher aber keine Version gedreht, die an das Original heranreicht.

Norwegische Thriller und Actionfilme

Neben Trolljegeren und Kon-Tiki hat Norwegen eine Reihe von Thrillern und Actionfilmen hervorgebracht, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurden.

"Headhunters" (Hodejegerne, 2011): Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jo Nesbø. Ein Kopfgeldjäger (Aksel Hennie) stiehlt nebenbei Kunst, um seinen aufwendigen Lebensstil zu finanzieren, und gerät an den falschen Gegner (Nikolaj Coster-Waldau, vor seiner "Game of Thrones"-Karriere). Schnell, brutal und mit einem schwarzen Humor, der typisch norwegisch ist. Der Film war in Norwegen der erfolgreichste des Jahres und wurde international auf Filmfestivals gefeiert.

"The Wave" (Bølgen, 2015): Ein Katastrophenfilm über einen Tsunami, der die Fjordgemeinde Geiranger trifft. Ja, ein norwegischer Katastrophenfilm. Die Prämisse ist geologisch real: Die Bergflanke über dem Geirangerfjord ist instabil, und ein Bergsturz könnte eine Flutwelle auslösen. Der Film nimmt dieses Szenario und macht daraus einen spannenden, emotional wirksamen Thriller. Das Sequel "The Quake" (Skjelvet, 2018) verlagert die Handlung nach Oslo.

"The 12th Man" (Den 12. mann, 2017): Die wahre Geschichte von Jan Baalsrud, der als einziger seiner Sabotagegruppe dem Zugriff der Nazis entkam und über die verschneiten Berge nach Schweden floh. Sein Überlebenskampf, barfuß, erfroren, von Fremden versteckt und weitergereicht, ist eine der unglaublichsten Geschichten des Zweiten Weltkriegs. Der Film ist hart, ehrlich und vermeidet Heldenpathos.

Osloer Stadtbild bei Nacht als Filmkulisse für norwegische Thriller
Oslo dient in zahlreichen norwegischen Thrillern und Krimiserien als Schauplatz (KI-generiert)

"Utøya 22. Juli" (2018): Erik Poppes Film über das Massaker auf Utøya am 22. Juli 2011 ist einer der schwierigsten Filme, die Norwegen je produziert hat. In einer einzigen, ununterbrochenen Einstellung (72 Minuten) folgt die Kamera einer fiktiven Überlebenden über die Insel. Der Film ist keine Unterhaltung. Er ist eine Konfrontation. In Norwegen wurde er kontrovers diskutiert, international als mutig und wichtig anerkannt.

"Thelma" (2017): Joachim Triers Thriller über eine junge Studentin in Oslo, die übernatürliche Kräfte entdeckt, ist ein Genre-Hybrid aus Coming-of-Age-Drama, Horrorfilm und religiöser Parabel. Eili Harboe in der Titelrolle ist umwerfend. Der Film war Norwegens Beitrag für den Oscar 2018.

Norwegen im internationalen Film

Norwegens Landschaft hat auch internationale Produktionen angezogen. "Star Wars: Das Erwachen der Macht" (2015) verwendete den Finse-Gletscher für den Planeten Starkiller Base. "Ex Machina" (2014) nutzte das Juvet Landscape Hotel in Valldal als Kulisse für das Haus des exzentrischen Tech-Milliardärs. Das Hotel kann man tatsächlich buchen (ab 3.500 NOK pro Nacht), und es sieht genauso aus wie im Film.

"Mission: Impossible - Fallout" (2018) filmte die berühmte Hubschrauber-Szene am Preikestolen-Felsen bei Stavanger. Tom Cruise hing über dem 604 Meter tiefen Abgrund, und die Aufnahmen brachten dem Preikestolen einen Besucheranstieg von 30 Prozent im folgenden Jahr.

Die "Harry Potter"-Reihe nutzte norwegische Landschaften für einige der Dementor-Szenen, und "Tenet" (2020) von Christopher Nolan drehte Teile der Action auf einer norwegischen Autobahn. Norwegens Regierung fördert aktiv die Ansiedlung internationaler Produktionen mit Steuervergünstigungen von bis zu 25 Prozent der norwegischen Produktionskosten.

Norwegische Serien: Von Skam bis Ragnarök

Dramatischer norwegischer Fjord mit Gewitterwolken, passend zur Ragnarök-Serie
Die Netflix-Serie Ragnarök spielt vor der Kulisse eines fiktiven norwegischen Fjordstädtchens (KI-generiert)

"Skam" (2015 bis 2017) war ein Phänomen. Die Jugendserie des norwegischen Rundfunks NRK wurde in Echtzeit erzählt, mit täglichen Clips und Social-Media-Profilen der Figuren, die zwischen den Episoden aktualisiert wurden. Die Themen, Identität, Sexualität, psychische Gesundheit, Religion, wurden mit einer Ehrlichkeit behandelt, die junge Zuschauer weltweit begeisterte. Trotz fehlender internationaler Rechte wurde Skam über illegale Streams und Fan-Untertitel zum globalen Hit. Remakes entstanden in Frankreich, Spanien, den USA, Italien und Deutschland.

"Ragnarök" (2020 bis 2023) brachte norwegische Mythologie auf Netflix. Die Serie spielt in der fiktiven Kleinstadt Edda, wo ein Teenager entdeckt, dass er Thor sein könnte und dass die lokale Industriellenfamilie aus Jötunen (Riesen) besteht, die die Umwelt zerstören. Drei Staffeln, produziert von SAM Productions. Die Serie wurde in 190 Ländern gestreamt und hat Norwegens Fjordlandschaft einem Millionenpublikum gezeigt.

Meine Meinung zu Ragnarök: Die erste Staffel ist stark. Die Verbindung von Klimathemen, nordischer Mythologie und Teenager-Drama funktioniert, und die norwegische Landschaft als Kulisse gibt der Serie eine Stimmung, die kein Studio nachbauen könnte. Staffel 2 und 3 schwächeln etwas, aber das Gesamtpaket ist sehenswert.

"Occupied" (Okkupert, 2015 bis 2020): Eine politische Thriller-Serie, in der Russland mit EU-Unterstützung Norwegen besetzt, weil Norwegens Regierung die Ölförderung eingestellt hat. Die Prämisse ist nah genug an der Realität (Norwegens Abhängigkeit von Öleinnahmen, geopolitische Spannungen mit Russland), um unbequem zu sein. Drei Staffeln, alle sehenswert.

"Beforeigners" (Fremvandrerne, 2019 bis 2021): Menschen aus der Vergangenheit, Wikinger, Steinzeitmenschen, Viktorianische Damen, erscheinen plötzlich im heutigen Oslo. Eine Science-Fiction-Prämisse, die als Metapher für Migration und Integration funktioniert. Cleveres Konzept, gut gespielt, und die Wikinger-Szenen sind historisch überraschend akkurat.

"Norsemen" (Vikingane, 2016 bis 2020): Eine Comedy-Serie über einen Wikinger-Clan, die das Genre des Wikinger-Dramas konsequent parodiert. Gleichzeitig auf Norwegisch und Englisch gedreht (zwei Versionen jeder Szene), was die internationale Verbreitung erleichterte. Der Humor ist trocken, absurd und überraschend zeitgemäß.

Drehorte in Norwegen besuchen

Wer norwegische Filme und Serien gesehen hat, kann viele der Drehorte selbst besuchen. Hier eine Auswahl.

Trolljegeren: Gedreht in Westnorwegen, unter anderem im Naustdal, Sognefjorden, Jotunheimen und auf der Finnmarksvidda. Die Troll-Szenen am Sognefjord sind auf einem Roadtrip durch die Region gut erreichbar.

Ragnarök: Die fiktive Stadt Edda wurde in Odda am Sørfjord gedreht. Die Schule, das Café und die Industrieanlage aus der Serie sind real und besuchbar. Odda ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen zur Trolltunga.

The Wave: Geiranger und der Geirangerfjord. Der Film basiert auf einer realen geologischen Gefahr, und die Warnsirenen, die im Film zu hören sind, stehen tatsächlich in der Gemeinde.

Ex Machina: Das Juvet Landscape Hotel in Valldal, Sunnmøre. Ein minimalistisches Designhotel mit einzeln stehenden Glaskabinen, die in die Landschaft eingebettet sind. Buchbar, aber teuer (ab 3.500 NOK pro Nacht).

Historisches Kino in Tromsø mit norwegischer Filmplakat-Auslage
Tromsø beherbergt mit dem TIFF eines der wichtigsten Filmfestivals Norwegens (KI-generiert)

Star Wars: Die Finse-Hochebene zwischen Oslo und Bergen, erreichbar nur mit der Bergensbahn. Im Winter ist Finse eine arktische Landschaft, die auch schon in "Das Imperium schlägt zurück" (1980) als Planet Hoth gedient hat.

Norwegische Filmfestivals

Wer sich für norwegisches Kino interessiert, sollte eines der Filmfestivals besuchen.

Tromsø International Film Festival (TIFF, Januar): Das nördlichste große Filmfestival der Welt. Eine Woche lang Filme in Tromsø, teilweise im Freien bei Schnee und Nordlicht. Die Atmosphäre ist intim, die Filme anspruchsvoll und die Kombination aus Kinobesuch und arktischer Umgebung anders als alles andere. Eintrittskarten ab 120 NOK pro Film, Festivalpässe ab 1.800 NOK.

Haugesund (Filmfestivalen, August): Norwegens wichtigstes nationales Filmfestival, vergleichbar mit der Berlinale in kleinerem Maßstab. Hier werden die wichtigsten norwegischen Filme des Jahres uraufgeführt, und die Amandaprisen (Norwegens Oscar-Äquivalent) werden verliehen. Die Stadt am Meer ist während des Festivals lebendig und gastfreundlich.

Bergen International Film Festival (BIFF, September/Oktober): Ein Festival mit internationalem Fokus und einem starken Programm an Dokumentarfilmen. Bergen bietet als Stadt genug, um den Festivalbesuch mit einem Stadtbesuch zu verbinden.

Kosmorama, Trondheim (März): Trondheims Filmfestival hat sich auf skandinavischen und europäischen Film spezialisiert und zeigt regelmäßig norwegische Debütfilme. Klein, persönlich und mit engagierten Programmierern, die abseits des Mainstreams suchen.

Fazit

Norwegischer Film hat in den letzten fünfzehn Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Trolljegeren, Kon-Tiki und Headhunters haben bewiesen, dass norwegische Filmemacher Genrekino auf internationalem Niveau liefern können. Serien wie Skam und Ragnarök haben die norwegische Kultur einem globalen Streaming-Publikum zugänglich gemacht. Und Joachim Trier, Erik Poppe und André Øvredal haben gezeigt, dass es in Norwegen Regisseure gibt, die sowohl Publikum als auch Kritiker erreichen. Wer nach Norwegen reist, sollte vorher ein paar dieser Filme schauen. Die Landschaft auf der Leinwand ist real, und sie wartet draußen.

Häufig gestellte Fragen

Welche norwegischen Filme sollte man gesehen haben?

Trolljegeren (2010), Kon-Tiki (2012), Headhunters (2011), The Wave (2015), Thelma (2017) und Den 12. mann (2017) sind die wichtigsten. Für Autorenfilm: "Der schlimmste Mensch der Welt" (2021) von Joachim Trier, der für zwei Oscars nominiert wurde.

Wo kann man norwegische Filme streamen?

Netflix hat mehrere norwegische Serien (Ragnarök, Norsemen, Occupied). Amazon Prime bietet norwegische Filme im Einzelkauf. MUBI zeigt regelmäßig norwegischen Autorenfilm. In Norwegen selbst ist NRK TV (kostenlos) die beste Quelle für norwegische Produktionen.

Gibt es norwegische Filme mit deutschen Untertiteln?

Die meisten international vertriebenen norwegischen Filme sind auf DVD und Blu-ray mit deutschen Untertiteln erhältlich. Auf Streaming-Plattformen variiert die Verfügbarkeit. Netflix bietet bei seinen norwegischen Produktionen in der Regel deutsche Untertitel und Synchronisation an.

Welche norwegische Serie ist auf Netflix am beliebtesten?

Ragnarök war die international erfolgreichste norwegische Netflix-Serie. Norsemen (Wikinger-Comedy) hat ebenfalls ein großes Publikum gefunden. Occupied (politischer Thriller) wird von Kritikern am höchsten bewertet.

Kann man Drehorte in Norwegen besuchen?

Ja, die meisten Drehorte sind zugänglich. Trolljegeren wurde in Westnorwegen gedreht (Sognefjorden, Jotunheimen), Ragnarök in Odda, The Wave am Geirangerfjord, und Ex Machina im Juvet Hotel in Valldal. Die Star-Wars-Landschaften findet man in Finse, erreichbar mit der Bergensbahn. Die Drehorte sind nicht speziell gekennzeichnet, aber online gibt es detaillierte Guides.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026