Die Bergensbahn
Es gibt Zugstrecken, die bringen dich von A nach B. Und dann gibt es die Bergensbahn. Die bringt dich von Oslo nach Bergen, aber das ist fast nebensächlich. Was dazwischen passiert, ist der eigentliche Grund, warum Menschen aus der ganzen Welt ein Ticket für genau diesen Zug kaufen. 500 Kilometer, knapp sieben Stunden, und draußen vor dem Fenster zieht ein Land vorbei, das sich mit jeder Stunde komplett verändert.
Ich bin die Strecke mittlerweile dreimal gefahren. Einmal im Sommer, einmal im Herbst und einmal im tiefsten Winter. Jede Fahrt war anders. Im Sommer leuchteten die Seen türkis und die Almen waren grün. Im Herbst färbte sich die Birkenlandschaft gelb und orange, während oben auf der Hochebene schon der erste Schnee lag. Und im Winter verschwand alles unter einer weißen Decke, der Zug pflügte sich durch meterhohe Schneewehen, und ich hatte das Gefühl, durch eine andere Welt zu reisen.
Was die Bergensbahn von anderen Panoramazügen unterscheidet, ist die Bandbreite der Landschaften. Man startet in der Großstadt, fährt durch fruchtbare Täler, steigt in bewaldete Berghänge auf, überquert eine der größten Hochebenen Europas, durchquert Dutzende Tunnel und erreicht schließlich die Westküste, wo die Berge steil ins Meer fallen. Alles in einem einzigen Zug, ohne Umsteigen.
Warum die Bergensbahn besonders ist
Die Bergensbahn (norwegisch: Bergensbanen) verbindet die zwei größten Städte Norwegens: Oslo im Osten und Bergen im Westen. Die Strecke wurde 1909 eröffnet und war damals eine Ingenieursleistung, die in Europa ihresgleichen suchte. Der Grund: Zwischen den beiden Städten liegt die Hardangervidda, Europas größte Hochebene, auf über 1.200 Metern Höhe. Eine Eisenbahn dort hinaufzubauen, durch Fels, Schnee und extreme Wetterbedingungen, galt als fast unmöglich.
Der Bau dauerte 14 Jahre. Tausende Arbeiter sprengten Tunnel in den Fels, bauten Brücken über Schluchten und errichteten Schneeschutzgalerien, die den Zug vor Lawinen schützen sollten. Am Ende waren es 182 Tunnel mit einer Gesamtlänge von über 73 Kilometern. Der längste, der Finsetunnelen, ist fast 10 Kilometer lang. Die Kosten sprengten jeden Rahmen, aber als die Strecke fertig war, hatte Norwegen etwas, das es vorher nicht gab: eine zuverlässige Verbindung zwischen Ost und West, die ganzjährig funktionierte.
Heute gilt die Bergensbahn als eine der schönsten Zugstrecken der Welt. National Geographic hat sie in die Top 10 aufgenommen. Lonely Planet nennt sie regelmäßig in Listen der besten Bahnreisen. Und das zu Recht: Es gibt wenige Strecken, auf denen sich die Landschaft so dramatisch verändert wie hier.
Die Strecke im Detail
Die Bergensbahn startet am Bahnhof Oslo S, dem Hauptbahnhof der norwegischen Hauptstadt. Von hier aus geht es zunächst nach Westen durch das Drammendal, ein breites, fruchtbares Tal mit Obstbäumen, Bauernhöfen und dem Fluss Drammenselva. Die erste größere Station ist Drammen, eine Industriestadt, die man vom Zug aus nicht besonders hübsch findet. Aber das macht nichts, denn kurz danach wird es besser.
Hinter Drammen beginnt der Aufstieg ins Hallingdal. Das Tal wird enger, die Berge steiler, die Wälder dichter. Bei Gol und Ål passiert man typische norwegische Gebirgsdörfer mit Holzhäusern und kleinen Stabkirchen. Die Strecke folgt dem Fluss Hallingdalselva, der sich durch das Tal schlängelt. Im Herbst ist dieser Abschnitt besonders schön, wenn die Birken sich verfärben und das Tal in Gold und Rot leuchtet.
Bei Geilo, einem der bekanntesten Skiorte Norwegens, ist man schon auf 800 Metern Höhe. Von hier aus beginnt der steilste Abschnitt: der Aufstieg zur Hardangervidda. Innerhalb weniger Kilometer ändert sich die Vegetation komplett. Aus den Birkenwäldern werden Zwergstraucher, dann nur noch Flechten und Moos, und schließlich ist da nur noch Stein, Schnee und Himmel.
Die wichtigsten Stationen
Die Bergensbahn hat über 30 Haltestellen, aber die meisten Züge halten nur an den größeren. Hier die Stationen, die man kennen sollte: Oslo S ist der Start. Drammen folgt nach etwa 40 Minuten. Hønefoss ist der letzte Halt im Flachland. Gol und Ål sind die Hallingdal-Dörfer. Geilo ist der Skiort. Ustaoset und Haugastøl liegen bereits auf der Hochebene. Finse ist der höchste Punkt. Myrdal ist der Umsteigebahnhof zur Flåmsbahn. Voss liegt im grünen Tal. Dale und Arna sind die letzten Stationen vor Bergen.
Die spannendsten Abschnitte sind Geilo bis Myrdal (die Hochebene) und Myrdal bis Voss (der Abstieg ins Tal, mit vielen Tunneln und Brücken). Wer die ganze Strecke fährt, sollte sich auf beide Seiten konzentrieren, denn rechts und links gibt es unterschiedliche Ausblicke. Aber die linke Seite (in Fahrtrichtung Oslo nach Bergen) bietet tendenziell mehr offene Aussichten auf die Hardangervidda.
Über die Hardangervidda
Die Hardangervidda ist das Kern der Bergensbahn und der Grund, warum der Bau so schwierig war. Diese Hochebene erstreckt sich über 8.000 Quadratkilometer auf einer Höhe von 1.100 bis 1.400 Metern. Sie ist Europas größte Hochebene und wirkt wie eine andere Welt: karg, weit, still. Im Sommer grasen hier Rentierherden, im Winter liegt der Schnee so hoch, dass die Schneeschutzgalerien entlang der Strecke ihre volle Funktion erfüllen müssen.
Wenn der Zug die Hochebene erreicht, merkt man es sofort. Die Bäume sind weg. Die Landschaft öffnet sich in alle Richtungen. Seen liegen wie Spiegel in der Weite, manche davon tiefblau, andere fast schwarz. Felsblöcke, die von Gletschern vor Jahrtausenden hierher transportiert wurden, liegen verstreut in der Landschaft. Es ist eine karge Schönheit, die nicht jedem sofort gefällt, aber die sich in den Kopf brennt.
Die Hardangervidda ist auch Nationalpark, der größte in Norwegen. Hier lebt Europas größte Herde wilder Rentiere, etwa 7.000 Tiere. Vom Zugfenster aus kann man sie manchmal sehen, besonders im Sommer und Herbst, wenn sie auf der Suche nach Flechten über die Hochebene ziehen. Polarfüchse, Lemminge und Schneeeulen gibt es ebenfalls, aber die zeigen sich seltener.
Für Wanderer ist die Hardangervidda eines der besten Gebiete in Norwegen. Der Norwegische Touristenverein (DNT) betreibt mehrere Hütten auf der Hochebene, die über markierte Wanderwege verbunden sind. Man kann an einer der kleinen Bahnstationen aussteigen, etwa Haugastøl oder Finse, und in die Wildnis wandern. Die Hütten bieten einfache Übernachtung und Verpflegung, und die Routen sind auch ohne Guide begehbar, vorausgesetzt man hat Erfahrung mit Karte und Kompass.
Finse: Höchster Punkt der Reise
Finse ist der höchste Punkt der Bergensbahn, auf 1.222 Metern über dem Meer. Es ist auch einer der ungewöhnlichsten Orte Norwegens: ein kleines Dorf ohne Straßenanschluss, das nur mit dem Zug oder zu Fuß erreichbar ist. Hier leben das ganze Jahr über nur eine Handvoll Menschen, aber im Sommer kommen Wanderer und im Winter Langläufer und Kiter.
Das Finse 1222 Hotel, benannt nach der Höhe, ist ein historisches Gebäude direkt am Bahnhof. Es wurde 1909 zusammen mit der Eisenbahn eröffnet und hat seitdem Generationen von Reisenden beherbergt. Roald Amundsen bereitete sich hier auf seine Südpolexpedition vor, weil die Bedingungen auf der Hardangervidda den antarktischen ähneln: kalt, windig, karg. Man kann im Hotel übernachten oder nur zum Essen vorbeikommen, was viele Bahnreisende tun, die einen Zwischenstopp einlegen.
Ein kleines Detail, das viele nicht wissen: In Finse wurde Teile des Films "Das Imperium schlägt zurück" gedreht. Die Eiswüste des Planeten Hoth, in der Luke Skywalker fast erfriert, war in Wirklichkeit die Hardangervidda bei Finse. Der Hardangerjøkulen-Gletscher im Hintergrund lieferte die passende Kulisse. Es gibt ein kleines Museum am Bahnhof, das die Filmgeschichte dokumentiert.
Von Finse aus kann man zum Hardangerjøkulen wandern, dem sechstgrößten Gletscher Norwegens. Die Wanderung dauert etwa drei bis vier Stunden hin und zurück. Man sollte allerdings wissen, dass der Gletscher in den letzten Jahrzehnten erheblich geschrumpft ist. Was auf alten Fotos noch eine mächtige Eismasse war, ist heute deutlich kleiner. Trotzdem lohnt sich die Wanderung, allein wegen der Aussicht über die Hochebene.
Im Winter unterwegs
Die Bergensbahn im Winter ist ein Erlebnis für sich. Der Schnee beginnt oft schon bei Geilo, und auf der Hardangervidda können bis zu zehn Meter Schnee liegen. Die Schneeschutzgalerien, Tunnel und Schneezäune entlang der Strecke sorgen dafür, dass der Zug auch bei extremen Bedingungen fahren kann. Es kommt trotzdem vor, dass einzelne Fahrten ausfallen oder Verspätung haben, wenn ein Schneesturm besonders heftig ist. Aber in den allermeisten Fällen fährt die Bahn.
Was mich bei meiner Winterfahrt am meisten beeindruckt hat, war die Stille. Im Sommer sieht man andere Wanderer, Radfahrer, Kajaks auf den Seen. Im Winter ist die Hochebene menschenleer. Der Schnee schluckt jedes Geräusch. Wenn der Zug durch die Galerien fährt, wird es drinnen dunkel, und man hört nur das Rattern der Räder. Dann kommt wieder Licht, und draußen liegt eine Welt, die komplett weiß ist. Kein Baum, kein Haus, keine Spur im Schnee. Nur die Bahnlinie, die sich durch die Landschaft zieht wie ein dünner Faden.
In der Dunkelheit der Polarnacht, von Ende November bis Mitte Januar, ist die Fahrt besonders stimmungsvoll. Die kurzen Stunden mit Dämmerungslicht tauchen die Schneelandschaft in ein blaues Licht, das man so nur in Skandinavien sieht. Wer Glück hat, sieht Nordlichter über der Hochebene, auch wenn die Bergensbahn nicht so weit nördlich fährt wie andere Strecken in Norwegen. An klaren Winterabenden sind sie aber durchaus möglich.
Ein praktischer Hinweis: Im Winter kann es im Zug kühl sein, besonders an den Fenstern. Eine Jacke griffbereit zu haben schadet nicht. Die Züge haben Steckdosen an den Sitzen und kostenloses WLAN, das allerdings in den Tunneln und auf der Hochebene ausfallen kann. Warme Getränke gibt es im Bistrowagen.
Tickets und Buchung
Die Bergensbahn wird von Vy (ehemals NSB, Norwegische Staatsbahnen) betrieben. Tickets kauft man am besten über die Vy-Website oder die Vy-App. Je früher man bucht, desto günstiger wird es. Die Preise variieren stark: Ein Minipris-Ticket (Frühbucherpreis) kostet ab etwa 299 NOK (ca. 26 Euro), ein Flexticket zum vollen Preis kann über 900 NOK kosten.
Die Minipris-Tickets sind nicht umtauschbar und gelten nur für den gebuchten Zug. Dafür sind sie deutlich günstiger. Wer flexibel bleiben will, nimmt das teurere Flexticket, das für alle Züge am gleichen Tag gilt. Es gibt auch eine Komfort-Klasse mit breiteren Sitzen, mehr Beinfreiheit, Kaffee und Tee inklusive und ruhigerer Atmosphäre. Der Aufpreis lohnt sich, wenn man die Fahrt wirklich genießen will.
Es fahren täglich vier bis fünf Züge in jede Richtung. Der erste Zug ab Oslo geht gegen 6:30 Uhr, der letzte gegen 15:30 Uhr. Die Fahrtzeit beträgt je nach Zug zwischen 6 Stunden 30 Minuten und 7 Stunden 30 Minuten. Der Unterschied kommt durch die Anzahl der Halte: Einige Züge halten an jeder Station, andere nur an den größeren.
Sitzplatzreservierung ist bei der Bergensbahn nicht zwingend, wird aber empfohlen, vor allem im Sommer und an Wochenenden. Ohne Reservierung bekommt man zwar fast immer einen Sitzplatz, aber vielleicht nicht auf der Seite mit der besseren Aussicht. Die Reservierung kostet 52 NOK extra und ist über die Vy-Website möglich. Wer einen Fensterplatz auf der linken Seite (in Richtung Bergen) will, sollte früh reservieren.
Praktische Tipps für die Fahrt
Die beste Seite im Zug
Die Frage, auf welcher Seite man sitzen sollte, ist die häufigste, die Bergensbahn-Reisende stellen. Die ehrliche Antwort: Es gibt keine schlechte Seite. Beide Seiten bieten großartige Ausblicke. Aber wenn man sich entscheiden muss, empfehle ich die linke Seite in Fahrtrichtung Oslo nach Bergen. Dort hat man die offeneren Blicke über die Hardangervidda und sieht den Hardangerjøkulen-Gletscher. Auf der rechten Seite hat man dafür mehr Sicht auf enge Täler und Wasserfälle.
Verpflegung und Komfort
Die Bergensbahn hat einen Bistrowagen, in dem man Sandwiches, Suppen, Kaffee und auch warme Mahlzeiten bekommt. Die Preise sind norwegisch, also nicht günstig, aber die Qualität ist ordentlich. Die Kartoffelsuppe und das Lachsbrötchen kann ich empfehlen. Wer sparen will, bringt eigene Verpflegung mit. Am Bahnhof Oslo S gibt es mehrere Bäckereien und Supermärkte, wo man sich eindecken kann.
Die Toiletten im Zug sind saüber und modern. Steckdosen gibt es an jedem Sitzplatz. Das WLAN funktioniert in den Tälern gut, fällt aber in den Tunneln und auf der Hochebene regelmäßig aus. Wer arbeiten will, sollte sich nicht auf das Internet verlassen. Wer die Landschaft genießen will, braucht sowieso kein Internet.
Die beste Jahreszeit
Jede Jahreszeit hat ihren Reiz, und ich meine das nicht als Floskel. Im Frühling (Mai/Juni) schmilzt der Schnee auf der Hochebene, und Hunderte kleine Bäche und Wasserfälle entstehen. Der Kontrast zwischen dem grünen Tal unten und dem noch verschneiten Plateau oben ist fantastisch. Im Sommer (Juli/August) sind die Tage lang, das Licht golden, und man sieht alles. Im Herbst (September/Oktober) ist die Laubfärbung wild, besonders im Hallingdal. Im Winter (November bis März) liegt die Hochebene unter Schnee, und die Fahrt hat etwas Abenteuerliches.
Mein persönlicher Favorit ist der Herbst. Die Farben sind unglaublich, die Züge sind weniger voll als im Sommer, und das Licht ist weicher. Aber wer nur einmal fährt und flexibel ist, sollte den Juni wählen. Dann ist es hell genug, um alles zu sehen, die Hochebene hat noch Schneereste, und die Täler sind frisch grün.
Abstecher und Kombinationen
Die Flåmsbahn
Der berühmteste Abstecher von der Bergensbahn ist die Flåmsbahn (Flåmsbana). In Myrdal, auf 867 Metern Höhe, kann man aus der Bergensbahn in diesen Seitenzug umsteigen, der in einer knappen Stunde 863 Höhenmeter hinunter nach Flåm am Aurlandsfjord fährt. Die Strecke ist nur 20 Kilometer lang, aber sie ist eine der steilsten normalspurigen Eisenbahnstrecken der Welt. Unterwegs hält der Zug am Kjosfossen-Wasserfall, wo man aussteigen und den 93 Meter hohen Fall fotografieren kann.
Von Flåm aus kann man eine Fjordkreuzfahrt auf dem Aurlandsfjord und Nærøyfjord machen, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Kombination Bergensbahn, Flåmsbahn und Fjordkreuzfahrt ist als "Norway in a Nutshell" bekannt, eines der beliebtesten Reisepakete Norwegens. Man kann es als Tagestour oder mit Übernachtung in Flåm machen.
Zwischenstopp in Voss
Voss ist eine lebhafte Kleinstadt im Hordaland, bekannt als Zentrum für Extremsport und Outdoor-Aktivitäten. Fallschirmspringen, Rafting, Kajakfahren, Paragliding: In Voss kann man alles machen, was das Herz begehrt, solange es draußen stattfindet und einen gewissen Nervenkitzel bietet. Die Stadt liegt am Vangsvatnet-See, umgeben von Bergen, und hat ein Skigebiet, das im Winter gut besucht ist.
Ein Stopp in Voss lohnt sich auch kulinarisch. Die Region ist bekannt für ihren geräucherten Schafskopf (Smalahove), eine traditionelle Spezialität, die nicht jeder probieren will, aber die zur Kultur gehört. Weniger abenteuerlich, aber genauso gut: der Voss-Käse und das lokale Bier der Voss Brewery.
Wandern ab Finse
Wer die Bergensbahn nicht nur als Zugfahrt, sondern als Ausgangspunkt für eine Wanderung nutzen will, sollte in Finse aussteigen. Von hier aus kann man den Rallarvegen laufen oder radeln, den historischen Arbeiterweg, der beim Bau der Bergensbahn angelegt wurde. Die Strecke führt von Finse nach Flåm, 82 Kilometer bergab, durch eine der wildesten Landschaften Norwegens. Man braucht zwei bis drei Tage zu Fuß oder einen Tag mit dem Fahrrad. Fahrräder kann man in Finse mieten.
Eine kürzere Alternative ist die Wanderung von Finse zum Blåisen, einem Ausläufer des Hardangerjøkulen-Gletschers. Die Wanderung dauert etwa vier Stunden hin und zurück und ist technisch einfach, aber man sollte wetterfeste Kleidung dabeihaben. Das Wetter auf 1.200 Metern kann sich schnell ändern, und selbst im Sommer kann es schneien.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Fahrt mit der Bergensbahn?
Die Fahrt von Oslo nach Bergen dauert zwischen 6 Stunden 30 Minuten und 7 Stunden 30 Minuten, je nach Zug und Anzahl der Halte. Die meisten Direktzüge brauchen etwa 7 Stunden. Die Fahrt vergeht erstaunlich schnell, weil die Landschaft so abwechslungsreich ist.
Auf welcher Seite sollte man im Zug sitzen?
Beide Seiten bieten gute Ausblicke. Die linke Seite (in Fahrtrichtung Oslo nach Bergen) zeigt mehr offene Hochebene und den Hardangerjøkulen-Gletscher. Die rechte Seite bietet mehr Talblicke und Wasserfälle. Wer kann, wechselt zwischendurch die Seite.
Muss man Sitzplätze reservieren?
Eine Reservierung ist nicht zwingend, wird aber empfohlen, besonders im Sommer und an Wochenenden. Sie kostet 52 NOK und sichert einen bestimmten Fensterplatz. Ohne Reservierung bekommt man fast immer einen Platz, aber möglicherweise nicht auf der gewünschten Seite.
Kann man Fahrräder mitnehmen?
Ja, Fahrräder können im Zug mitgenommen werden, brauchen aber eine eigene Reservierung. Der Platz für Fahrräder ist begrenzt, besonders im Sommer. Wer den Rallarvegen mit dem eigenen Rad fahren will, sollte die Fahrradmitnahme rechtzeitig buchen.
Fährt die Bergensbahn auch im Winter?
Ja, die Bergensbahn fährt ganzjährig. Im Winter kann es bei extremem Schneefall zu Verspätungen oder Ausfällen kommen, aber in den meisten Fällen fährt der Zug auch bei viel Schnee. Die Schneeschutzgalerien und regelmäßige Schneeräumung sorgen dafür.
Lohnt sich die Komfortklasse?
Wenn man die Fahrt als Erlebnis genießen will und nicht auf jeden Euro achten muss, ja. Die Komfortklasse bietet breitere Sitze, mehr Beinfreiheit, kostenlose Getränke und eine ruhigere Atmosphäre. Der Aufpreis beträgt etwa 200 bis 300 NOK je nach Strecke.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026