Einkommen und Gehälter in Norwegen

Norwegen zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und das Pro-Kopf-Einkommen liegt in dem skandinavischen Land deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Im Jahr 2013 belegte Norwegen mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung in Höhe von umgerechnet rund 89.000 Euro Platz 2 hinter Luxemburg. Damit rangiert das skandinavische Land noch vor dem Emirat Katar, der Schweiz und Australien.

Dem hohen Einkommen in Norwegen stehen vergleichsweise hohe Lebenshaltungskosten gegenüber, die sich insbesondere im Ballungsraum Oslo bemerkbar machen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen für Arbeitnehmer liegt in Norwegen bei rund 61.000 Euro bei einer deutlich geringeren Arbeitszeit als im Rest Europas. Die Zahlen der norwegischen Statistikbehörde belegen, dass die Arbeitszeit in Norwegen rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt aller OECD-Mitgliedsstaaten liegt. Frauen verdienen in Norwegen weniger als Männer, wenngleich sich die Schere in den zurückliegenden Jahren weiter geschlossen hat.

Die höchsten Einkommen werden auf den Erdölbohrinseln vor der norwegischen Küste erzielt. Eine Tätigkeit als Bohrhelfer wird mit einem monatlichen Gehalt zwischen 2.500 und 3.500 Euro honoriert. Bei dieser Tätigkeit handelt es sich nicht um einen Beruf mit einer qualifizierten Ausbildung. Deckarbeiter kommen auf einen Bruttomonatsverdienst von bis zu 4.500 Euro, während ausgebildete Bohrarbeiter mit einem Einkommen zwischen 5.000 und 6.500 Euro monatlich rechnen können.

In Berufen auf dem norwegischen Festland liegen die Einkommen ebenfalls über dem europäischen Durchschnitt. In klassischen Handwerksberufen wie Maler, Klempner und Tischler werden Einkommen zwischen 3.500 und 4.000 Euro erzielt. Im Hotel- und Gastronomiebereich verdienen Köche, Kellner und Hotelfachleute zwischen 2.800 und 3.300 Euro. In Norwegen gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn. Das Aushandeln der Tarifverträge liegt in der Verantwortung der Tarifpartner.

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