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Deutsche in Schweden
Community, Vereine, Schulen und das Leben als Deutsche/r in Schweden

Deutsche in Schweden

14 Min. Lesezeit

Rund 25.000 Deutsche leben in Schweden. Das klingt nach viel, verteilt auf ein Land mit zehn Millionen Einwohnern ist es aber eine überschaubare Gruppe. Man trifft sich in Vereinen, Kirchengemeinden und bei Stammtischen. Es gibt eine Deutsche Schule in Stockholm, deutschsprachige Gottesdienste und Netzwerke, die Neuankömmlingen den Start erleichtern. Und doch: Wer nach Schweden auswandert, merkt schnell, dass die deutsche Community anders funktioniert als die türkische Community in Berlin oder die italienische in New York.

Deutsche in Schweden fallen nicht auf. Sie sehen ähnlich aus, die Kulturen sind nah genug beieinander, und wer nach ein, zwei Jahren gut Schwedisch spricht, verschwindet in der Gesellschaft. Trotzdem bleibt die Verbindung zu Deutschland für die meisten wichtig. In diesem Artikel beschreibe ich, wie die deutsche Community in Schweden aussieht, welche Anlaufstellen es gibt und was man als Neuankömmling wissen sollte.

Gruppe von Menschen bei einem deutschen Stammtisch in einem Stockholmer Café
Die deutsche Community in Stockholm ist aktiv, aber dezent. Man trifft sich bei Stammtischen, Vereinen und kulturellen Veranstaltungen. (KI-generiert)

Wie viele Deutsche leben in Schweden?

Laut dem schwedischen Statistikamt SCB lebten Ende 2025 etwa 25.200 in Deutschland geborene Personen in Schweden. Dazu kommen schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Menschen mit deutschen Wurzeln, die in Schweden geboren wurden oder die doppelte Staatsbürgerschaft haben. Zusammen sind das rund 35.000 bis 40.000 Menschen mit deutschem Hintergrund.

Die Zahl wächst seit Jahren. In den 1990ern waren es noch unter 15.000. Seitdem ist die Zuwanderung aus Deutschland stetig gestiegen, vor allem nach der EU-Osterweiterung 2004, als die Freizügigkeit die Hürden weiter senkte. Die meisten kommen wegen Arbeit, Liebe oder Lebensqualität. Manche auch wegen aller drei Gründe gleichzeitig.

Im Vergleich: Deutsche sind die viertgrößte europäische Einwanderergruppe in Schweden nach Finnen, Polen und Bosniern. Die finnische Gemeinschaft ist mit über 150.000 Personen deutlich größer, was historische Gründe hat. Deutsche fallen zahlenmäßig weniger auf, sind aber in bestimmten Berufsfeldern überproportional vertreten: IT, Ingenieurwesen, Medizin, Forschung.

Was die Statistik nicht zeigt: Die deutsche Community in Schweden ist weniger sichtbar als andere Einwanderergruppen. Es gibt kein deutsches Viertel, kein Little Germany. Deutsche verteilen sich über das Land, integrieren sich oft schnell und fallen kulturell kaum auf. Das liegt an der Nähe der Kulturen, aber auch daran, dass viele Deutsche bewusst in die schwedische Gesellschaft eintauchen wollen und keine Parallelwelt suchen.

Die deutsche Community in Stockholm

Stockholm ist das Zentrum der deutschen Community in Schweden. Nicht überraschend, denn hier leben die meisten Deutschen, arbeiten die meisten internationalen Unternehmen, und hier gibt es die besten Infrastrukturen für Ausländer.

Die Deutsche Botschaft in Stockholm ist die zentrale Anlaufstelle für konsularische Angelegenheiten: Passverlängerung, Beglaubigungen, Notfälle. Die Botschaft sitzt in Östermalm und bietet regelmäßige Sprechstunden an. Für die meisten Alltagsfragen braucht man die Botschaft nicht, aber wenn man einen neuen Reisepass braucht oder heiraten will, führt kein Weg daran vorbei.

Daneben gibt es die Deutsch-Schwedische Handelskammer (Tysk-Svenska Handelskammaren) in Stockholm. Sie organisiert Netzwerkveranstaltungen, Seminare und vermittelt Kontakte zwischen deutschen und schwedischen Unternehmen. Für Berufstätige und Unternehmer ist die Handelskammer ein guter Einstiegspunkt.

Im Alltag trifft man die meisten Deutschen über informelle Kanäle. Facebook-Gruppen wie "Deutsche in Stockholm" oder "Deutsche in Schweden" haben jeweils mehrere Tausend Mitglieder. Dort werden Fragen gestellt (Wo finde ich deutschen Quark? Welcher Zahnarzt spricht Deutsch?), Wohnungen gesucht und Veranstaltungen angekündigt. Die Gruppen sind oft das Erste, was Neuankömmlinge finden, und sie funktionieren erstaunlich gut als Informationsquelle.

Deutsche Schule Stockholm

Schulgebäude der Deutschen Schule Stockholm mit spielenden Kindern auf dem Schulhof
Die Deutsche Schule Stockholm (DSS) bietet deutschen Unterricht vom Kindergarten bis zum Abitur. (KI-generiert)

Die Deutsche Schule Stockholm (DSS) ist die wichtigste Bildungseinrichtung für deutschsprachige Familien in Schweden. Sie wurde 1612 gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Auslandsschulen weltweit. Über 400 Jahre Geschichte, das muss man sich klarmachen.

Die Schule bietet Unterricht vom Kindergarten bis zum Abitur. Der Lehrplan folgt dem deutschen Bildungssystem, ergänzt um schwedische Elemente. Die Unterrichtssprache ist Deutsch, Schwedisch wird als Pflichtfach unterrichtet. Absolventen erhalten sowohl das deutsche Abitur als auch den schwedischen Gymnasieexamen. Damit können sie an deutschen und schwedischen Universitäten studieren.

Die Schule liegt in Enskede-Årsta im Süden Stockholms. Etwa 600 Schüler besuchen sie, nicht alle davon deutsch. Auch schwedische, österreichische und Schweizer Familien schicken ihre Kinder hierher, ebenso gemischtnationale Familien, die Wert auf Zweisprachigkeit legen.

Das Schulgeld ist beachtlich: rund 20.000 bis 30.000 SEK pro Semester, je nach Jahrgangsstufe. Für den Kindergarten etwas weniger, für die Oberstufe mehr. Im Vergleich dazu sind schwedische kommunale Schulen kostenlos. Die DSS ist eine Privatschule (Friskola) und finanziert sich aus Schulgebühren und öffentlichen Zuschüssen.

Für Familien, die nur vorübergehend in Schweden leben (Entsendung, Projektarbeit), ist die DSS oft die erste Wahl. Die Kinder behalten den Anschluss an das deutsche Schulsystem und können bei Rückkehr nach Deutschland problemlos weitermachen. Für Familien, die dauerhaft bleiben, stellt sich die Frage, ob man die Kinder lieber in die schwedische Schule schickt, damit sie schneller integriert werden. Beides hat Vor- und Nachteile.

Neben der DSS gibt es in Göteborg die Deutsch-Schwedische Gemeinschaftsschule (Tyska Skolan Göteborg), die allerdings kleiner ist und nicht bis zum Abitur führt. In Malmö gibt es keine deutsche Schule, dort besuchen deutschsprachige Kinder die schwedischen Schulen und nehmen gegebenenfalls privaten Deutschunterricht.

Deutsche Kirchengemeinden

Historische Tyska Kyrkan (Deutsche Kirche) in Stockholms Altstadt Gamla Stan
Die Tyska Kyrkan in Gamla Stan ist das historische Zentrum der deutschen Gemeinde in Stockholm. (KI-generiert)

Die Deutsche Kirche in Stockholm, Tyska Kyrkan (Sankta Gertruds kyrka), steht mitten in der Altstadt Gamla Stan. Sie wurde im 16. Jahrhundert von deutschen Kaufleuten gegründet und ist bis heute ein Treffpunkt der deutschsprachigen Gemeinde. Die Kirche gehört zur Schwedischen Kirche (Svenska Kyrkan), hält aber Gottesdienste auf Deutsch ab.

Die Tyska Kyrkan ist nicht nur ein Gottesdienstort. Sie organisiert Konzerte, Vorträge, Adventsbasare und kulturelle Veranstaltungen. Der Weihnachtsbasar der Deutschen Gemeinde ist in Stockholm bekannt und zieht jedes Jahr Hunderte Besucher an, nicht nur Deutsche. Es gibt Stollen, Lebkuchen, Glühwein und alles, was man aus Deutschland kennt.

Die Deutsche Gemeinde Stockholm (Tyska Församlingen) hat etwa 2.000 Mitglieder. Sie bietet Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen auf Deutsch an. Für viele Auswanderer ist die Gemeinde ein Anker, nicht unbedingt aus religiösen Gründen, sondern weil sie ein Netzwerk bietet und ein Stück Heimat in der Fremde.

In Göteborg gibt es die Deutsch-Schwedische Gemeinde (Kristine Församling) mit deutschsprachigen Gottesdiensten. In Malmö und anderen Städten finden gelegentlich deutschsprachige Gottesdienste in den örtlichen Kirchengemeinden statt, aber nicht regelmäßig. Die Stockholmer Gemeinde ist mit Abstand die größte und aktivste.

Auch wer nicht kirchlich ist, sollte die Tyska Kyrkan in Gamla Stan besuchen. Die Barockorgel ist stark, das Gebäude wunderschön, und die Geschichte der deutschen Kaufleute in Stockholm ist packend. Im 17. Jahrhundert machten Deutsche rund ein Drittel der Stockholmer Bevölkerung aus. Davon zeugt die Kirche bis heute.

Vereine, Stammtische und Netzwerke

Gemütlicher Abend bei einem deutschen Stammtisch in einem schwedischen Restaurant
Deutsche Stammtische gibt es in Stockholm, Göteborg und Malmö. Neue Gesichter sind immer willkommen. (KI-generiert)

Der Deutsche Verein in Stockholm (Tyska Föreningen i Stockholm) existiert seit 1833. Er organisiert kulturelle Veranstaltungen, Vorträge und gesellige Abende. Der Verein ist offen für alle Deutschsprachigen und deren Partner. Die Mitgliedschaft kostet wenig, und man bekommt regelmäßig Einladungen zu Veranstaltungen.

Stammtische sind für viele Deutsche der einfachste Einstieg in die Community. In Stockholm gibt es mehrere, die sich monatlich oder zweiwöchentlich in Bars oder Restaurants treffen. Man kommt einfach vorbei, stellt sich vor und redet Deutsch. Für Neuankömmlinge, die den ganzen Tag Schwedisch oder Englisch sprechen, ist das wie eine Oase. Plötzlich muss man nicht mehr nach Worten suchen.

Die Stammtische sind informell. Es gibt keinen Vorsitzenden, keine Tagesordnung, kein Programm. Man trinkt Bier, redet über das Wetter, den Job, die Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden und darüber, warum schwedisches Brot so seltsam süß ist. Die Atmosphäre ist locker, und man trifft Menschen aus allen Berufen und Altersgruppen.

Online sind die Facebook-Gruppen zentral. "Deutsche in Schweden" hat über 15.000 Mitglieder, "Deutsche in Stockholm" etwa 8.000. Dort werden täglich Fragen gestellt, von praktisch (Welche Bank ist die beste?) bis philosophisch (Vermisst ihr auch das deutsche Brot so sehr?). Die Gruppen sind auch nützlich, um Second-Hand-Möbel zu finden, Babysitter zu suchen oder deutsche Produkte zu tauschen.

Weitere Netzwerke: Die Deutsch-Schwedische Handelskammer für Berufstätige, die Goethe-Gesellschaft für Kulturinteressierte und diverse berufsspezifische Gruppen (Deutsche Ärzte in Schweden, Deutsche IT-ler in Stockholm usw.). Es gibt auch Sportvereine, die von Deutschen mitgegründet wurden, aber die sind eher in die schwedische Vereinslandschaft integriert als eigene deutsche Clubs.

Integration: Zwischen Heimweh und Ankommen

Gruppe von Menschen unterschiedlicher Herkunft beim gemeinsamen Fika in einem schwedischen Café
Integration in Schweden braucht Zeit, Geduld und die Bereitschaft, auf andere zuzugehen. (KI-generiert)

Die Integration als Deutsche/r in Schweden ist gleichzeitig einfach und schwierig. Einfach, weil die Kulturen nahe beieinander liegen. Beide Länder sind nordeuropäisch, protestantisch geprägt, organisiert, pünktlich, zurückhaltend. Man muss keine grundlegend andere Lebensweise erlernen. Schwierig, weil die Ähnlichkeit trügt. Die Unterschiede sind subtil, aber sie sind da, und sie können nach den ersten euphorischen Monaten frustrierend werden.

Das häufigste Problem, das Deutsche in Schweden nennen: Freundschaften. Schweden sind freundlich, höflich und zuvorkommend. Aber sie lassen einen nur schwer wirklich nah an sich heran. Die meisten Schweden haben ihren festen Freundeskreis seit der Kindheit oder dem Studium und nehmen selten neue Leute auf. Man wird nett behandelt, aber echte Nähe braucht Jahre. Das kennt man aus Deutschland auch, aber in Schweden ist es ausgeprägter.

Die Lösung? Aktivitäten. Schweden öffnen sich in Vereinen, beim Sport, bei gemeinsamen Hobbys. Wer in einen Sportverein eintritt, einen Kurs besucht oder sich ehrenamtlich engagiert, kommt schneller in Kontakt als jemand, der nur im Büro sitzt und nach Feierabend nach Hause geht. Ich habe meine besten schwedischen Freundschaften beim Klettern und beim Eltern-Treff in der Förskola geknüpft.

Heimweh kommt bei fast allen Auswanderern. Bei Deutschen in Schweden oft in den dunklen Wintermonaten, wenn es um 15 Uhr dunkel wird und man seit drei Wochen keine Sonne gesehen hat. Dezember und Januar sind die härtesten Monate. Dann hilft es, andere Deutsche zu treffen, deutsches Essen zu kochen und sich bewusst zu machen, warum man hergezogen ist. Im Frühling, wenn die Tage wieder länger werden und Stockholm im Licht leuchtet, vergisst man das Heimweh meistens schnell.

Was ich gelernt habe: Integration ist kein Entweder-oder. Man muss nicht aufhören, Deutsch zu sein, um in Schweden anzukommen. Die besten Jahre hatte ich, als ich aufgehört habe, alles mit Deutschland zu vergleichen, und angefangen habe, Schweden als das zu nehmen, was es ist: ein anderes Land mit eigenen Regeln, das vieles besser macht und manches eben anders.

Sprache: Schwedisch lernen als Deutsche/r

Schwedisch ist für Deutsche eine der am leichtesten zu lernenden Sprachen. Die Grammatik ist einfacher als die deutsche (keine Fälle, weniger Konjugationen), der Wortschatz hat viele Überschneidungen, und die Aussprache ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Die meisten Deutschen erreichen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten ein Konversationsniveau.

SFI (Svenska för invandrare, Schwedisch für Einwanderer) ist der kostenlose Sprachkurs, den jeder Einwanderer besuchen kann. Die Kommune organisiert ihn, und man hat Anspruch darauf, sobald man eine Personennummer hat. Die Qualität variiert stark. In Stockholm gibt es gute und weniger gute SFI-Schulen. Mein Tipp: Ergänze SFI mit eigenen Aktivitäten. Schwedische Podcasts hören, Bücher lesen, mit Nachbarn reden.

Die Falle für Deutsche: Fast alle Schweden sprechen sehr gut Englisch. Sobald sie merken, dass man kein Muttersprachler ist, wechseln sie ins Englische. Das ist nett gemeint, bremst aber das Schwedischlernen. Man muss aktiv durchhalten und auf Schwedisch bestehen. "Jag vill gärna prata svenska" (Ich möchte gerne Schwedisch sprechen) ist ein Satz, den man früh lernen sollte.

Für Kinder ist die Sprache kein Problem. Kinder, die in die schwedische Förskola oder Schule gehen, sprechen innerhalb von drei bis sechs Monaten fließend Schwedisch. Oft besser als die Eltern. Das kann irritierend sein, wenn das eigene Kind anfängt, am Esstisch Schwedisch zu sprechen und man nur die Hälfte versteht. Aber es ist ein gutes Zeichen.

Wo Deutsche in Schweden leben

Die meisten Deutschen leben in Stockholm und Umgebung (geschätzt 8.000 bis 10.000). Danach folgen Göteborg (ca. 3.000), Malmö/Skåne (ca. 3.000) und Uppsala (ca. 1.000). Der Rest verteilt sich über das ganze Land, von Småland bis Norrbotten.

In Stockholm leben Deutsche über die ganze Stadt verteilt. Es gibt keine deutschen Viertel. Södermalm, Kungsholmen und die Vororte Nacka, Lidingö und Sollentuna sind beliebt, aber das hat mehr mit dem Wohnungsmarkt zu tun als mit der Nationalität.

Auf dem Land, vor allem in Småland, gibt es eine kleine, aber bemerkenswerte Gruppe von Deutschen, die ausgestiegen sind. Sie haben Höfe gekauft, renovieren rote Holzhäuser und leben ein ruhigeres Leben. Einige betreiben Ferienhäuser oder Cafés. Der schwedische Film- und Buchautormarkt hat dieses Phänomen aufgegriffen. In den Buchhandlungen stehen Titel wie "Wir sind dann mal in Schweden" oder "Mein Haus am See".

In Nordschweden trifft man gelegentlich Deutsche, die wegen der Natur, der Ruhe oder der Arbeit (Mining, Forschung) dorthin gezogen sind. In Kiruna und Luleå gibt es kleine deutsche Gruppen, aber die Community dort ist naturgemäß kleiner als im Süden.

Anlaufstellen für Deutsche in Schweden

  • Deutsche Botschaft Stockholm: Konsularische Angelegenheiten, Passwesen
  • Deutsche Schule Stockholm (DSS): Kindergarten bis Abitur
  • Tyska Kyrkan (Deutsche Kirche): Gamla Stan, Stockholm
  • Deutsch-Schwedische Handelskammer: Netzwerk, Veranstaltungen
  • Facebook: "Deutsche in Schweden": Größte Online-Community
  • Stammtische: Stockholm, Göteborg, Malmö (monatlich)

Häufige Fragen

Kann mein Kind in Schweden auf eine deutsche Schule gehen?

Ja, die Deutsche Schule Stockholm (DSS) bietet Unterricht vom Kindergarten bis zum Abitur. In Göteborg gibt es eine kleinere deutsch-schwedische Gemeinschaftsschule. In anderen Städten gibt es keine deutschen Schulen, dort besuchen Kinder die schwedischen Schulen.

Gibt es deutsche Ärzte in Schweden?

Ja, in Stockholm und Göteborg gibt es Ärzte, die Deutsch sprechen. Eine offizielle Liste gibt es nicht, aber in den Facebook-Gruppen werden regelmäßig Empfehlungen geteilt. Die Deutsche Botschaft kann ebenfalls weiterhelfen. Im schwedischen Gesundheitssystem wird man aber in der Regel auf Schwedisch oder Englisch behandelt.

Brauche ich Schwedisch, um in Schweden zu arbeiten?

In vielen internationalen Unternehmen und IT-Firmen reicht Englisch. Für den öffentlichen Dienst, Gesundheitsbereich, Bildung und die meisten Kundenkontaktjobs braucht man Schwedisch. Langfristig ist Schwedisch für die Integration unverzichtbar, auch wenn man beruflich mit Englisch auskommt.

Kann ich in Schweden die doppelte Staatsbürgerschaft haben?

Ja. Schweden erlaubt die doppelte Staatsbürgerschaft seit 2001. Man kann die schwedische Staatsbürgerschaft annehmen und die deutsche behalten. Voraussetzung für die schwedische Staatsbürgerschaft: mindestens fünf Jahre ständiger Wohnsitz in Schweden, gute Führung und ein Antrag beim Migrationsverket.

Wo finde ich deutsche Lebensmittel in Schweden?

In Stockholm gibt es einzelne Geschäfte mit deutschen Produkten, und manche ICA-Filialen führen deutsches Brot, Wurst oder Süßigkeiten. Lidl in Schweden hat ein teilweise deutsches Sortiment. Online kann man über verschiedene Anbieter deutsche Lebensmittel bestellen. In Grenznähe (Malmö) fahren manche zum Einkaufen nach Deutschland oder Dänemark.

Wie kann ich andere Deutsche in meiner Stadt treffen?

Facebook-Gruppen ("Deutsche in Schweden", "Deutsche in Stockholm/Göteborg/Malmö") sind der einfachste Einstieg. Stammtische, die Deutsche Kirche, der Deutsche Verein und die Deutsch-Schwedische Handelskammer bieten regelmäßige Treffen an. Für Eltern sind die Öppna förskolan und Elterngruppen gute Kontaktmöglichkeiten.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026