Einkommen und Gehälter in Schweden

Löhne und Gehälter liegen in Schweden weit über dem europäischen Durchschnitt, wenngleich es ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle gibt. In der Hauptstadt Stockholm werden die höchsten Löhne gezahlt. Auch im bevölkerungsreichen Süden des Landes liegen die Einkommen vergleichsweise hoch. In den nordischen Weiten von Schwedisch Lappland fällt der Monatsverdienst am geringsten aus.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung lag in dem skandinavischen Land im Jahr 2014 bei rund 52.600 Euro. Das BIP gilt als ein wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes. Im gleichen Jahr lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst bei knapp 3.000 Euro. Damit liegt das Einkommen in Schweden im europäischen Vergleich im oberen Drittel. Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen existieren auch in Schweden, wenngleich die Abweichungen weniger deutlich ausgeprägt sind, als in Deutschland.

Einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn gibt es in Schweden nicht. Arbeitgeber und Gewerkschaften handeln die Tarifverträge für die jeweilige Branche aus. Die Gewerkschaften sind eine starke Institution in dem skandinavischen Land. Rund 75 Prozent aller Arbeitnehmer sind in einer Gewerkschaft organisiert und mehr als 90 Prozent aller Arbeitsverträge unterliegen in Schweden einer Tarifbindung.

Arbeitnehmer mit einer fundierten Ausbildung haben in Schweden die besten Aussichten auf ein hohes Einkommen. Spitzenverdiener sind Angestellte in der Finanzbranche, gefolgt von Ärzten und Akademikern wie Anwälten und Ingenieuren. Handwerker wie Dachdecker, Maler und Klempner kommen im Schnitt auf ein monatliches Bruttoeinkommen von umgerechnet 2.600 Euro. In den unteren Gehaltsklassen befinden sich Aushilfskräfte im Gastronomiegewerbe, Reinigungskräfte und Erzieher. Der monatliche Verdienst liegt bei diesen Berufsgruppen regionsabhängig zwischen 1.950 und 2.400 Euro brutto.

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