Planung der Auswanderung nach Schweden

Die Auswanderung nach Schweden erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und Planung. Vor dem Umzug sind Erkundigungen zu den Pflichten einzuholen, denen Sie bei einem längeren Aufenthalt im Land nachkommen müssen.

Schweden ist Mitglied der Europäischen Union, wenngleich das Land nicht der Europäischen Währungsunion beigetreten ist. Zur Einreise genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. EU-Bürger dürfen sich ohne Aufenthaltsgenehmigung bis zu drei Monate in Schweden aufhalten. Nach Ablauf dieses Zeitraumes muss eine Aufenthaltsgenehmigung bei der schwedischen Einwanderungsbehörde (Migrationsverket) beantragt werden. Dafür werden gültige Personaldokumente benötigt. Voraussetzung zur Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung ist ein gültiger Arbeitsvertrag bei einem in Schweden ansässigen Arbeitgeber. Alternativ muss ein Nachweis erbracht werden, dass eine finanzielle Absicherung vorhanden ist.

Mit einem gültigen Arbeitsvertrag von mehr als einem Jahr erhalten Sie eine Aufenthaltsgenehmigung (Uppehållstillstånd) mit einer Gültigkeit von fünf Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit kann die Genehmigung jeweils um weitere fünf Jahre verlängert werden. Der Ehepartner des Antragstellers sowie die Kinder erhalten die Aufenthaltsgenehmigung auch ohne den Nachweis einer Arbeitsstelle. Allerdings muss für jedes Familienmitglied die Aufenthaltsgenehmigung separat beantragt werden.

Der Link zur schwedischen Einwanderungsbehörde:
http://www.migrationsverket.se/Privatpersoner.html

Vor der Auswanderung nach Schweden ist es erforderlich, einen Sprachkurs zu belegen, um die Landessprache zu erlernen. Zwar ist eine Verständigung mit den Einheimischen auf Englisch möglich, doch im privaten und im Berufsalltag sind Schwedischkenntnisse unbedingt erforderlich. Eine große Bedeutung kommt darüber hinaus der Wahl des Wohnortes zu. Im Norden des Landes herrscht im Winter monatelang Dunkelheit und die Sonne steigt nur für wenige Stunden über den Horizont. Gleichzeitig sind die Winter lang und der Schnee beginnt regionsabhängig erst Mitte April zu tauen. Die lange Phase der Dunkelheit ist gewöhnungsbedürftig. Zusätzlich ist der Norden Schwedens nur dünn besiedelt, wodurch das Knüpfen sozialer Kontakte beeinträchtigt wird.

Das Leben in den schwedischen Großstädten ist deutlich teurer als auf dem Land. Dieser Faktor muss berücksichtigt werden, wenn Ihnen zu Beginn des neuen Lebens in Skandinavien nur ein begrenztes monatliches Budget zur Verfügung steht. Für einen Neuanfang kann eine Kleinstadt der ideale Einstieg sein. Darüber hinaus sollte vor der Auswanderung Klarheit herrschen, ob ein Haus in Schweden gekauft oder eine Wohnung angemietet werden soll. Ein fester Wohnsitz ist in dem skandinavischen Land Voraussetzung für eine erfolgreiche Jobsuche. In diesem Kontext ist es hilfreich, wenn Sie vorher in Erfahrung bringen, wo die besten Aussichten auf eine Arbeit bestehen und in welchen Landesteilen Arbeitskräfte mit Ihrer beruflichen Qualifikation gesucht werden.

Zu den vorbereitenden Tätigkeiten gehören in Deutschland die fristgerechte Kündigung von Versicherungen und Handyverträgen sowie die Kündigung der Wohnung, die Abmeldung beim Stromanbieter und der eventuelle Verkauf einer selbst genutzten Immobilie. Darüber hinaus muss ein Umzugsunternehmen beauftragt werden, sobald der Termin für die Übersiedlung nach Schweden feststeht. Wenn Sie gemeinsam mit Ihrer Familie auswandern, müssen schulpflichtige Kinder an der entsprechenden Bildungseinrichtung vor Ort angemeldet werden. In Schweden dauert die Grundschule neun Jahre und es besteht Schulpflicht vom 7. bis zum 16. Lebensjahr. Anschließend gehen die Kinder für drei Jahre auf das Gymnasium. Die weiterführende Ausbildung auf dem Gymnasium ist wie der Besuch der Grundschule kostenlos.

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