Steuern und Lebenshaltungskosten in Schweden

Steuern und Lebenshaltungskosten sind in Schweden im europäischen Vergleich hoch. Der Grund liegt im steuerbasierten Sozialsystem des Landes. Ein Teil der gezahlten Steuern kommt den Bürgern in Form von umfangreichen Sozialleistungen wieder zugute.

In Schweden müssen eine Reihe von Steuern gezahlt werden. Die direkte Besteuerung erfolgt über die Einkommenssteuer, wobei das schwedische Steuersystem drei Arten der Besteuerung kennt: Die Einkommenssteuer auf abhängige Beschäftigung als Angestellter, auf selbstständige Tätigkeit und auf Kapitalerträge. Arbeitnehmer sind über die sogenannte Kommunalsteuer zur Zahlung der Einkommensteuer verpflichtet, die je nach Gemeinde zwischen 26 und 35 Prozent liegt. Bei höheren Einkommen kann die Einkommenssteuer bis auf über 50 Prozent steigen.

Aus zwei Hauptquellen stammen die indirekten Steuern in Schweden. Zum einen wird eine Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Prozent erhoben und zum anderen werden bestimmte Verbrauchsgüter besteuert. Mit einer Warensteuer werden beispielsweise Kraftstoffe wie Benzin, Kohle und Heizöl belegt. Hinzu kommen Waren wie Alkohol, Tabak, Strom und Flüssiggas. Die indirekten Steuern sind in dem skandinavischen Land ein Instrument, um den Verbrauch bestimmter Waren und Güter zu lenken und zu beeinflussen.

Die Lebenshaltungskosten liegen in Schweden geringfügig höher als im EU Durchschnitt. (Quelle: handelsblatt.com vom 25.06.2012) Der größte Anteil des Einkommens muss für das Wohnen aufgebracht werden, wobei regional erhebliche Unterschiede bestehen. Am teuersten ist das Leben im Ballungsraum der Hauptstadt Stockholm. Auswanderer bekommen die Preisunterschiede vor allem bei Tabakwaren und Alkohol zu spüren, die in Schweden erheblich teurer sind als in anderen EU-Ländern. Berücksichtigt man die staatlichen Leistungen bei der Unterhaltsberechnung, liegt Schweden im internationalen Vergleich der Industrienationen im unteren Drittel.

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