Telemark

Telemark und Telemark Kanal – eine dramatische Kulisse mit Wäldern und Weiden

Weit reicht der Blick über eine Landschaft, die atemberaubender und einzigartiger kaum sein könnte. Mit Telemark präsentiert sich eine Region Norwegens, die durch Zauber und Magie zum Leben erweckt wird.

Telemark in Norwegen
Telemark – dramatische Kulisse mit Wäldern und Weiden

Grandiose Landschaftszüge, bedingungslose Einsamkeit und ein Wechselspiel zwischen architektonischen Meisterstücken und Schätzen, die durch die Kraft der Natur geschaffen wurden, schmücken diese Region in Norwegen und sorgen für eine Vielfalt, die alljährlich viele Besucher in den Bann zieht. Gemeinsam mit Sorlandet bildet Telemark einen seichten Übergang zwischen dem östlichen und dem westlichen Teil Südnorwegens. Die gesamte Region wird durch eine dramatische Kulisse geprägt, die mit Wäldern und Weiden zwei Kontraste verbindet, die ein beeindruckendes Panorama zeichnen. Aber auch das Wechselspiel zwischen Flusstälern und Seen spiegelt die Besonderheiten und die Vielfalt Telemarks wider.

Immer wieder trifft man beim Streifzug durch die Region auf bemalte Hafenhäuser, lange Sandstrände und Inseln, die einer Sinfonie für die Sinne gleichkommen. Telemark wird vor allem durch das Bergplateau Hardangervidda und den Gaustadtoppen dominiert. Beeindruckende 1883 Meter streckt sich der Gaustadtoppen im Nordosten der Region gen Himmel und bestimmt ein Panorama, das viele als Sehnsuchtsziel beschreiben. Die Landschaft wird von tiefen Tälern durchzogen. Die Vielzahl an fischreichen Seen schimmert wie Juwelen in einer Natur, die grandioser kaum sein könnte. Vom Plateau stürzen sich atemberaubende Flüsse wie die Bjoreia in die Tiefe.

Im 19. Jahrhundert entstand mit dem Telemark Kanal ein besonderes Highlight der Region. Die Umwandlung des Flusses Skienvassdraget in den Kanal schuf einen beeindruckenden Verkehrsweg, der heute vor allem bei Freizeitkapitänen auf Popularität stößt.

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Im 19. Jahrhundert entstand mit dem Telemark Kanal ein besonderes Highlight der Region.

Im Land der norwegischen Folklore

Seit jeher leben die Menschen in der Telemark im Einklang mit der Natur. Sie haben den Facettenreichtum der Natur schätzen und die Möglichkeiten der Landschaft lieben gelernt. Eben diese Szenerie erweckte die hiesige Kultur und das für die Region typische Temperament zum Leben. Nur wenige Regionen Norwegens sind so reich an Folklore wie der Fylker Telemark. Die traditionellen Trachten, die durch unverwechselbaren Farbreichtum geprägt werden, schmücken die zahlreichen kleinen und großen Feste der Region und entführen Besucher in eine Welt, die noch heute durch norwegische Märchen und Volkslieder bestimmt wird.

Die Telemark ist für die zahlreichen literarischen Meisterwerke der vergangenen Jahrhunderte bekannt und hat auf diesem Weg eine Welt geschaffen, die Fantasie und Realität vereint. Den Menschen der Region ist es auf beeindruckende Art und Weise gelungen, den Charme von einst am Leben zu erhalten und so trifft man vielerorts auf alte Bauwerke, die in einem hervorragenden Zustand sind. Aber auch der Geruch des sonnenverbrannten Holzes entwickelt sich bei einer Reise in der Telemark zum stetigen Begleiter. Eines der ältesten und zugleich schönsten Bauwerke ist die Heddal Stavkirke. Sie stammt aus dem 13 Jahrhundert und gleicht in ihrer Architektur einer Kathedrale aus Holz.

Heddal Stave Kirche in Telemark
Eines der ältesten und zugleich schönsten Bauwerke ist die Heddal Stabkirche, Foto: Johan Berge

Kragero – die Perle Telemarks

Auf unvergleichbare Art und Weise schafft es Telemark die Züge der Vergangenheit mit dem Charme der Moderne zu verbinden. Einer der bekanntesten und zweifelsohne beliebtesten Ferienorte ist Kragero. Bereits seit den 1920er Jahren handelt es sich bei der Stadt, in der heute rund 11.000 Menschen leben, um einen beliebten Ferienort. Umgeben wird Kragero von einem beeindruckenden Archipel, das sich aus kleinen Inseln und eng gewundenen Wasserstraßen zusammensetzt.

Kragero ist die Heimat des bekannten norwegischen Künstlers Theodor Kittelsen, der zwischen 1857 und 1914 lebte. Noch heute wird er mit den Illustrationen für die Asbjornsen und Moe-Sammlung in Verbindung gebracht. Mit ihr hat er eine beeindruckende Sammlung norwegischer Volkssagen geschaffen. In seinem einstigen Wohnhaus findet sich eine interessante Ausstellung mit Sagen und Illustrationen des Künstlers. Doch nicht nur die Spuren von Kittelsen laden zu einem Streifzug durch Kragero ein. Einen unverwechselbaren Charme bietet auch die Moräneninsel Jomfruland. Sie ist die äußerste Insel des Archipels und ist aufgrund ihrer atemberaubenden Flora und Vogelfauna bekannt. Bereits aus der Ferne ist der Ziegelleuchtturm aus dem Jahr 1839 zu erkennen. Nur unweit von diesem entfernt präsentiert sich ein jüngerer Turm aus dem Jahr 1939. Die Insel lässt sich mit einer Fähre erreichen, die täglich von Kragero ablegt.

Eine Reminiszenz an das Voralpenland

Landschaftlich erinnert die norwegische Telemark an das mitteleuropäische Voralpenland. Die liebliche und kontrastreiche Landschaft lädt zu jeder Jahreszeit zum Genuss unter freiem Himmel ein und zeichnet ein Bild, das außergewöhnlicher kaum sein könnte. Während des Sommers wird die Region von zahlreichen Wanderern geprägt, die sich zu Fuß auf den Weg zu den Schätzen der Region machen. Im Winter laden die Schneesicherheit und exzellente Pisten zum Streifzug durch die Natur ein. Zweifelsohne ist die Telemark als die Wiege des Wintersports bekannt. Auf einer Fläche von rund 15.000 km² beheimatet die Region zugleich die größten Stabkirchen des Landes.

Insgesamt 25 Städte laden in der Telemark zu Entdeckungen, Erkundungen und zum Genießen ein. Alle wurden sie in den vergangenen Jahren zu Touristenhochburgen ausgebaut. Morgedal ist vor allem aufgrund des Skimuseums bekannt. In Kongsberg entführen die bekannten Silberminen in die vergangenen Jahrhunderte.

Seit jeher gehört die Telemark zu den reichsten Regionen Norwegens. In der Historie wurde die hiesige Entwicklung durch die zahlreichen Bodenschätze geprägt, die direkt vor Ort verarbeitet wurden. Aber auch die riesigen Wälder haben zur Entwicklung beigetragen. Über Jahrzehnte hinweg wurde deren Holz in die ganze Welt verschifft. Die zahlreichen großen und kleinen Bodenschätze waren es, die die Telemark zur Schatzkammer Norwegens machten. Der Tourismus ist mittlerweile eine der wohl wichtigsten Einnahmequellen des Landes. Doch trotz der hohen Besucherzahlen ist sich die Telemark treugeblieben und hat nichts an der eigenen Faszination verloren.

Bekannt ist die Region aber auch für die hervorragende Verkehrsanbindung. So passiert die Bergenban, die Passagiere von Oslo nach Bergen bringt, die Region und hält an jedem größeren Bahnhof. Neben einem Dutzend gut ausgebauter Reichsstraßen sind es zwei Europastraßen, die für die leichte Erreichbarkeit der Telemark sorgen.

Die Grenze zwischen den waldigen Höhen Telemarks und der baumlosen Hardangervidda wird durch das beeindruckende Raulandfjell markiert. Inmitten einer grandiosen Landschaft präsentiert sich an dieser Grenze ein Ort mit dem Namen „Rote Erde“. Rauland ist ein Paradies für Naturfreunde und Aktivliebhaber. Die Landschaft der Umgebung lädt zum Wandern, Ski fahren und vor allem zum Angeln ein. Dabei werden alle Aktivitäten von einem beeindruckenden Panorama umgeben.

Während des Winters bietet das Raulandfjell zwei Alpinsenter, die vergleichsweise modern ausgebaut sind. Neben vier Liften vereinen sie vier Abfahrten. Vor Ort werden verschiedene Wildnis-Ausflüge offeriert. Mit ihnen können Besucher per Kanu den Weg in die Wildnis auf sich nehmen und sich zugleich in einem Samenzelt in die Kunst der Einfachheit einführen lassen.

Weitere Infos:
Telemark Kanal

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