Wikinger in Norwegen
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Norwegen ist das Mutterland der Wikinger. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert brachen die nordischen Seefahrer von den norwegischen Fjorden auf. Sie erkundeten fremde Küsten, trieben Handel und eroberten neue Gebiete. Heute kann man ihre Spuren im ganzen Land entdecken, von Osloer Museen bis zu den abgelegenen Lofoten.
Als ich zum ersten Mal vor einem echten Wikingerschiff stand, hat mich die schiere Handwerkskunst umgehauen. Die eleganten Linien und die fein geschnitzten Drachenköpfe. Das dunkle Eichenholz, das Jahrhunderte überdauert hat. Man begreift sofort, warum diese Schiffe die besten Seefahrzeuge ihrer Zeit waren. Norwegen hat seine Wikingergeschichte sehr gut aufbereitet, und wer sich für diese Epoche interessiert, findet hier die besten Anlaufstellen in ganz Skandinavien.
Wer waren die Wikinger?
Die Bezeichnung "Wikinger" leitet sich vermutlich vom altnordischen Wort "vikingr" ab, das so viel wie "Seefahrer" oder "Pirat" bedeutet. Streng genommen waren nicht alle Skandinavier der damaligen Zeit Wikinger. Der Begriff beschrieb ursprünglich nur diejenigen, die auf Seefahrt gingen. Die meisten Norweger lebten als Bauern und Fischer in kleinen Siedlungen entlang der Küste und in den Fjordtälern.
Die Wikingerzeit begann offiziell mit dem Überfall auf das Kloster Lindisfarne im Jahr 793 und endete mit der Schlacht bei Stamford Bridge 1066. In diesen knapp 300 Jahren veränderten die Skandinavier die Geschichte Europas grundlegend. Norwegische Wikinger kolonisierten Island, Grönland und entdeckten als erste Europäer Nordamerika. Sie gründeten Siedlungen auf den Färöer Inseln und den Shetlands und herrschten zeitweise über weite Teile Englands.
Was viele nicht wissen: Die Wikinger waren nicht nur Krieger und Plünderer. Sie waren auch geschickte Händler, die ein Netzwerk von Handelsrouten aufbauten, das von Bagdad bis nach Neufundland reichte. Sie brachten Pelze und Walrosszahn in den Süden und kehrten mit Silber und Seide zurück. Ihre Gesellschaft war für die damalige Zeit erstaunlich fortschrittlich: Frauen konnten Eigentum besitzen und die Scheidung einreichen, und es gab eine Form der Volksversammlung (Thing), in der wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen wurden.
Vikingskipshuset in Oslo: Die berühmtesten Wikingerschiffe der Welt
Das Vikingskipshuset (Wikingerschiffhaus) auf der Halbinsel Bygdøy in Oslo beherbergt die am besten erhaltenen Wikingerschiffe der Welt. Die Sammlung umfasst drei Schiffe: das Oseberg-Schiff und das Gokstad-Schiff sind die bekanntesten. Dazu kommt das Tune-Schiff. Alle drei wurden im 19. Jahrhundert in Grabhügeln rund um den Oslofjord ausgegraben und aufwendig restauriert.
Das Oseberg-Schiff sticht heraus. Es wurde 834 als Grabschiff für zwei hochrangige Frauen verwendet und gilt als eines der bedeutendsten archäologischen Funde der Wikingerzeit überhaupt. Die Schnitzereien am Bug und Heck sind von einer Feinheit, die selbst moderne Holzkünstler ins Staunen versetzt. Neben dem Schiff wurden Schlitten, ein Karren, Textilien und zahlreiche Alltagsgegenstände gefunden, die ein lebendiges Bild vom Leben der Wikingerelite zeichnen.
Das Gokstad-Schiff ist etwas jünger (um 900 n. Chr.) und war eindeutig ein seetüchtiges Schiff. Mit 23 Metern Länge und Platz für 32 Ruderer konnte es sowohl den offenen Atlantik als auch flache Flüsse befahren. Eine Nachbildung des Gokstad-Schiffs überquerte 1893 tatsächlich den Atlantik von Norwegen nach Amerika und bewies damit die Seetüchtigkeit der Wikingerschiffe.
Wichtig: Das Vikingskipshuset ist seit 2021 wegen umfangreicher Renovierungen geschlossen. Das neue Museum soll 2027 als Teil des erweiterten Museum of the Viking Age wiedereröffnen. In der Zwischenzeit kann man Teile der Sammlung im Historisk Museum im Zentrum Oslos besichtigen.
Lofotr Wikingermuseum auf den Lofoten
Wer das Wikingerleben wirklich spüren will, muss auf die Lofoten fahren. In Borg, mitten auf der Insel Vestvågøy, steht die Nachbildung des grössten jemals gefundenen Wikingergebäudes. Das Langhaus ist 83 Meter lang und wurde auf den Fundamenten eines originalen Häuptlingshofes aus dem 6. bis 10. Jahrhundert errichtet.
Das Lofotr Wikingermuseum ist kein klassisches Museum mit Vitrinen und Infotafeln. Hier erlebt man die Wikingerzeit mit allen Sinnen. Im Langhaus riecht es nach Rauch und getrocknetem Fisch. An den Wänden hängen Schilde, und in der großen Feuerstelle in der Mitte brennt ein offenes Feuer. Im Sommer führen Schauspieler in historischen Gewändern durch den Alltag eines Wikingerhofes: Man kann Bogenschiessen ausprobieren, an einer Schmiedevorführung teilnehmen oder auf einem Nachbau eines Wikingerschiffs über den Fjord rudern.
Das Highlight für viele Besucher ist das Wikingerfestmahl, das in den Sommermonaten regelmässig stattfindet. Man sitzt an langen Holztischen im Langhaus, trinkt Met aus Trinkhörnern und isst gegrilltes Lamm und Fisch nach Wikingerrezepten. Die Atmosphäre ist unglaublich stimmig, besonders wenn draußen die Mitternachtssonne über den Lofoten scheint und das Licht durch die Fensteröffnungen des Langhauses fällt.
Das Museum liegt etwa 15 Kilometer südlich von Svolvær und ist von Juni bis August täglich geöffnet. In der Nebensaison gelten eingeschränkte Öffnungszeiten. Der Eintritt für Erwachsene kostet etwa 200 Norwegische Kronen (ca. 18 Euro). Für Familien gibt es vergünstigte Tickets.
Avaldsnes: Norwegens ältester Königssitz
An der Westküste Norwegens, auf der Insel Karmøy in der Provinz Rogaland, liegt Avaldsnes. Diesen Ort bezeichnen Historiker als den ältesten Königssitz Norwegens. Hier soll Harald Schönhaar (Harald Hårfagre) im 9. Jahrhundert seinen Hauptsitz gehabt haben, nachdem er als erster König ganz Norwegen unter seiner Herrschaft vereinte.
Das Nordvegen Historiesenter (Nordvegen Geschichtszentrum) erzählt die Geschichte dieses bedeutenden Ortes. Die Ausstellung führt von der Bronzezeit über die Wikingerzeit bis ins Mittelalter und zeigt, warum Avaldsnes über Jahrtausende eine strategisch wichtige Position an der norwegischen Küste einnahm. Der Karmsund, die schmale Meeresstrasse zwischen Karmøy und dem Festland, war die wichtigste Schifffahrtsroute entlang der norwegischen Küste, und wer Avaldsnes kontrollierte, kontrollierte den Seehandel.
Direkt neben dem Geschichtszentrum steht die Olavskirche aus dem 13. Jahrhundert, eine der ältesten Steinkirchen Norwegens. Neben der Kirche ragt ein schiefer Menhir empor, der als "Jungfru Marias Synål" (Jungfrau Marias Nähnadel) bekannt ist. Einer Legende nach wird die Welt untergehen, wenn der Stein die Kirchenwand berührt. Er neigt sich tatsächlich langsam in Richtung der Mauer, aber keine Sorge, es dürften noch ein paar Jahrhunderte vergehen.
Im Sommer findet in Avaldsnes das Wikingerfestival statt, eines der grössten seiner Art in Norwegen. Hunderte von Reenactment-Teilnehmern aus ganz Europa schlagen ihre Zelte auf und verwandeln das Gelände in ein lebendiges Wikingerdorf. Man kann Handwerksvorführungen besuchen und bei Schwertkämpfen zusehen. Historische Führungen runden das Programm ab.
Runensteine und Grabhügel
Überall in Norwegen stösst man auf stumme Zeugen der Wikingerzeit: Runensteine und Grabhügel, manchmal auch Schiffssetzungen. Die Runen waren das Alphabet der Wikinger, und sie ritzten ihre Zeichen in Steine und Holz, aber auch in Knochen. Manche Runensteine sind schlichte Gedenksteine für Verstorbene, andere dokumentieren Besitzverhältnisse oder berichten von großen Taten.
Der Kulisteinen auf der Insel Kuløy in Nordmøre ist einer der berühmtesten Runensteine Norwegens. Er enthält die älteste bekannte Erwähnung des Namens "Norwegen" (Nóregi) und stammt vermutlich aus dem 11. Jahrhundert. Der Stein steht heute im Museum in Molde, eine Kopie markiert den Originalstandort auf der Insel.
Besonders eindrucksvoll sind die Grabhügel von Borre im Vestfold, etwa eine Stunde südlich von Oslo. Der Borrehaugene Nationalpark umfasst Skandinaviens grösste Sammlung königlicher Grabhügel aus der Wikingerzeit. Neun große und über 30 kleinere Hügel erstrecken sich entlang des Oslofjords. Die Hügel stammen aus dem 7. bis 10. Jahrhundert und wurden für Mitglieder der damaligen Herrscherschicht angelegt. Der Borrehaugene Park ist frei zugänglich und ein wunderbarer Ort für einen Spaziergang durch die Geschichte.
In Vestfold liegt auch die alte Wikingerstadt Kaupang, eine der ältesten Handelsplätze Skandinaviens. Archäologen haben hier die Überreste einer städtischen Siedlung aus dem 9. Jahrhundert freigelegt, in der Handwerker aus ganz Europa lebten und arbeiteten. Die Funde von Kaupang zeigen, wie international die Wikingergesellschaft tatsächlich war: Glasperlen aus dem Nahen Osten und Seide aus Byzanz lagen direkt neben einheimischen Werkzeugen. Auch Silbermünzen aus dem arabischen Raum wurden gefunden.
Das Sverd i fjell Denkmal in Stavanger
Am Ufer des Hafrsfjords bei Stavanger stehen drei gewaltige Bronzeschwerter, die in den Fels gerammt scheinen. Das Denkmal "Sverd i fjell" (Schwerter im Felsen) erinnert an die Schlacht im Hafrsfjord im Jahr 872, in der Harald Schönhaar die anderen norwegischen Kleinkönige besiegte und damit den Grundstein für ein vereintes Norwegen legte.
Die drei Schwerter sind jeweils etwa zehn Meter hoch und wurden 1983 von König Olav V. enthüllt. Das grösste Schwert symbolisiert den siegreichen Harald, die beiden kleineren stehen für die unterlegenen Könige. Das Denkmal ist frei zugänglich und liegt direkt am Wasser, umgeben von einer schönen Küstenlandschaft. Bei Sonnenuntergang, wenn die Schwerter als Silhouetten vor dem rötlichen Himmel stehen, ist der Anblick besonders eindrucksvoll.
Das Sverd i fjell ist einer der meistfotografierten Orte in Westnorwegen und lässt sich sehr gut mit einem Besuch in Stavanger verbinden. Die Stadt selbst hat mit dem Archäologischen Museum und der Altstadt Gamle Stavanger ebenfalls viel zu bieten. Der Hafrsfjord liegt nur etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist mit dem Bus gut erreichbar.
Wikingerfestivals und Märkte
Wer die Wikingerkultur lebendig erleben will, sollte eines der zahlreichen Wikingerfestivals in Norwegen besuchen. Die Saison läuft von Juni bis September, und in dieser Zeit finden im ganzen Land Events statt, bei denen Geschichte zum Anfassen wird.
Das Lofotr Wikingerfestival auf den Lofoten ist eines der grössten und authentischsten. Jedes Jahr im August treffen sich hier hunderte Wikinger-Reenactment-Gruppen aus ganz Europa. Es gibt Schaukämpfe, Bogenschiessen, Handwerksvorführungen und natürlich das berühmte Wikingerfestmahl im Langhaus. Die Stimmung ist familiär und gleichzeitig stark, wenn abends die Fackeln brennen und die Wikingerkrieger im Schein des Feuers ihre Geschichten erzählen.
Das Midgardsblot Festival in Borre verbindet Wikingergeschichte mit moderner Metalmusik. Ja, das klingt ungewöhnlich, passt aber erstaunlich gut zusammen. Das Festival findet auf dem Gelände der historischen Grabhügel statt und bietet neben Konzerten auch archäologische Führungen, Handwerksmärkte und historische Vorträge. Bands aus aller Welt spielen Viking Metal, Folk Metal und andere Genres, die sich von der nordischen Mythologie inspirieren lassen.
Das Avaldsnes Wikingerfestival auf Karmøy konzentriert sich stärker auf die historische Authentizität. Reenactment-Gruppen stellen das tägliche Leben einer Wikingersiedlung nach, und Besucher können an Workshops teilnehmen, bei denen traditionelles Handwerk wie Schmieden und Weben gezeigt wird. Das Festival findet jedes Jahr im Juni statt und ist besonders für Familien geeignet.
Die Wikingerroute durch Norwegen
Wer mehrere Wikingerstätten auf einer Reise besuchen will, kann eine Route planen, die die wichtigsten Orte verbindet. Ein möglicher Verlauf wäre:
Oslo (2 Tage): Start mit dem Historisk Museum und dem Vikingskipshuset (bzw. dem Übergangsstandort während der Renovierung). Das Kulturhistorisk Museum in Oslo zeigt ebenfalls bedeutende Wikingerfunde, darunter Waffen und Schmuck. Danach lohnt sich ein Abstecher zu den Grabhügeln in Borre (ca. 1,5 Stunden südlich von Oslo).
Vestfold und Telemark (1 Tag): Die Region Vestfold gilt als "Wiege der Wikingerkönige". Neben Borre findet man hier die Fundstellen der berühmten Wikingerschiffe von Oseberg und Gokstad. Die kleine Stadt Tønsberg, eine der ältesten Städte Norwegens, hat ein eigenes Wikingermuseum.
Stavanger und Karmøy (2 Tage): Das Sverd i fjell Denkmal und das Archäologische Museum in Stavanger lohnen sich. Von dort geht es weiter zum historischen Königssitz Avaldsnes auf Karmøy. Von Stavanger nach Karmøy sind es nur etwa 80 Kilometer.
Lofoten (2 bis 3 Tage): Das Lofotr Wikingermuseum in Borg ist das Highlight, aber die gesamte Inselgruppe atmet Wikingergeschichte. Die Lofoten waren ein wichtiges Zentrum für den Stockfischhandel, der bereits in der Wikingerzeit begann und Norwegen über Jahrhunderte reich machte.
Trondheim (1 Tag): Die einstige Wikingerhauptstadt Nidaros (heute Trondheim) wurde von Olav Tryggvason im Jahr 997 gegründet. Der Nidarosdom, Norwegens Nationalheiligtum, steht auf dem Grab von König Olav dem Heiligen und war über Jahrhunderte der wichtigste Pilgerort Skandinaviens.
Praktische Tipps für Wikinger-Reisende
Beste Reisezeit: Die meisten Wikingermuseen und Freilichtausstellungen haben von Juni bis August ihre Hauptsaison mit täglichen Öffnungszeiten, Vorführungen und Sonderveranstaltungen. In der Nebensaison sind einige Standorte nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich. Die Wikingerfestivals finden überwiegend zwischen Juni und September statt.
Kosten: Die Eintrittspreise für Wikingermuseen liegen in der Regel zwischen 100 und 250 Norwegischen Kronen (ca. 9 bis 22 Euro) für Erwachsene. Kinder unter einem bestimmten Alter (meistens 6 oder 12 Jahre) haben oft freien Eintritt. Für das Wikingerfestmahl im Lofotr Museum sollte man etwa 500 bis 800 NOK pro Person einplanen und im Voraus reservieren.
Für Familien: Wikingerstätten sind sehr gut für Kinder geeignet. Das Lofotr Museum, Avaldsnes und viele Festivals bieten Mitmachprogramme für die Kleinen: Bogenschiessen, Runenschreiben, Schwerttraining mit Holzschwertern und Wikinger-Verkleidungen. Kinder erleben die Geschichte hautnah, und das macht die Sache wesentlich lebendiger als jedes Schulbuch.
Literatur: Wer sich vor der Reise einstimmen will, dem empfehle ich die Isländersagas in deutscher Übersetzung. Auch wenn sie auf Island niedergeschrieben wurden, handeln viele von norwegischen Königen und Häuptlingen. Die Heimskringla von Snorri Sturluson erzählt die Geschichte der norwegischen Könige und ist ein packendes Werk, das Fakten und Legenden auf ganz eigene Weise verbindet.
Häufig gestellte Fragen
Wo kann man in Norwegen echte Wikingerschiffe sehen?
Die am besten erhaltenen Wikingerschiffe befinden sich im Vikingskipshuset in Oslo (derzeit wegen Renovierung geschlossen, Wiedereröffnung als Museum of the Viking Age geplant für 2027). Teile der Sammlung sind im Historisk Museum in Oslo zugänglich. Nachbauten von Wikingerschiffen kann man im Lofotr Wikingermuseum auf den Lofoten und im Nordvegen Historiesenter in Avaldsnes besichtigen.
Wann finden Wikingerfestivals in Norwegen statt?
Die meisten Wikingerfestivals finden zwischen Juni und September statt. Das Lofotr Wikingerfestival findet in der Regel Anfang August statt, das Avaldsnes Festival im Juni. Das Midgardsblot in Borre findet ebenfalls im August statt. Die genauen Termine werden jeweils im Frühjahr auf den Websites der Veranstalter bekannt gegeben.
Ist eine Wikinger-Reise durch Norwegen für Kinder geeignet?
Auf jeden Fall. Die meisten Wikingerstätten und Museen bieten spezielle Programme für Kinder an: Bogenschiessen, Schwerttraining mit Holzschwertern, Runenschreiben und Verkleidungen. Das Lofotr Museum und Avaldsnes sind besonders familienfreundlich. Kinder sind von der lebendigen Vermittlung der Wikingergeschichte meistens begeisterter als von jedem Freizeitpark.
Wie viel Zeit sollte man für eine Wikinger-Reise einplanen?
Für die wichtigsten Wikingerstätten in Südnorwegen (Oslo, Vestfold, Stavanger, Karmøy) reichen fünf bis sieben Tage. Wer auch die Lofoten und Trondheim besuchen möchte, sollte mindestens zehn bis 14 Tage einplanen. Die Anreise zu den Lofoten nimmt etwas Zeit in Anspruch, lohnt sich aber auf jeden Fall.
Was ist das Jedermannsrecht und gilt es auch an Wikingerstätten?
Das norwegische Jedermannsrecht (Allemannsretten) erlaubt das freie Bewegen und Zelten in der Natur. An historischen Stätten und in Nationalparks gelten jedoch besondere Schutzbestimmungen. Das Zelten direkt auf archäologischen Fundstellen ist nicht erlaubt, in der weiteren Umgebung aber problemlos möglich, sofern man mindestens 150 Meter Abstand zu bewohnten Gebäuden hält.
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Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026