Island mit Kindern
Inhaltsverzeichnis
- 1 Warum Island für Familien funktioniert
- 2 Beste Reisezeit für Familien
- 3 Geysire, Wasserfälle und der Goldene Kreis
- 4 Wale beobachten mit Kindern
- 5 Islandpferde: Reiten für die ganze Familie
- 6 Heiße Quellen und Schwimmbäder
- 7 Unterkünfte für Familien
- 8 Kosten und Budget für den Familienurlaub
- 9 Sicherheitstipps für Familien
- 10 Häufige Fragen zu Island mit Kindern
Island mit Kindern klingt zunächst nach einem Abenteuer, das vor allem den Eltern Nerven kostet. Vulkane, Gletscherspalten, kochende Quellen und Steilklippen: Ist das wirklich ein Reiseziel für Familien? Die kurze Antwort lautet ja. Und zwar ein verdammt gutes.
Island ist eines der sichersten Länder der Welt. Die Kriminalitätsrate liegt nahe null, das Gesundheitssystem ist sehr gut, die Infrastruktur auf den Hauptstraßen gut ausgebaut. Und für Kinder ist diese Insel ein einziges Freiluftlabor: Hier können sie sehen, wie die Erde Dampf ablässt, Wale aus dem Meer auftauchen, Pferde durch Lavafelder traben und Wasserfälle donnern. Das alles ohne lange Transferzeiten, denn auf Island liegen die Highlights dicht beieinander.
Warum Island für Familien funktioniert
Die isländische Gesellschaft ist außerordentlich kinderfreundlich. Kinder sind in Restaurants, Cafés und Hotels willkommen, und es ist völlig normal, dass Familien auch am Abend noch mit ihren Kindern unterwegs sind. In Reykjavík sieht man Kinderwagen vor den Häusern stehen, während die Kleinen an der frischen Luft schlafen, eine Tradition, die in Island fest verwurzelt ist und das Vertrauen in die Sicherheit des Landes widerspiegelt.
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Die Isländer selbst bekommen vergleichsweise viele Kinder und nehmen sie überallhin mit. In den kommunalen Schwimmbädern, den Sundlaugar, planschen Kleinkinder im warmen Wasser neben Senioren, die ihre Bahnen ziehen. In den Restaurants gibt es meistens Kinderstühle und Kinderportionen, und viele Hotels und Gästehäuser bieten Familienzimmer an.
Ein großer Vorteil für Familien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Der Flug nach Island dauert nur etwa drei bis vier Stunden. Das ist deutlich kürzer als Fernreisen in die Tropen und auch für kleinere Kinder gut machbar. Zudem gibt es keine Zeitverschiebung zur mitteleuropäischen Winterzeit (im Sommer eine Stunde zurück), sodass der Jetlag kein Thema ist.
Beste Reisezeit für Familien
Für Familien mit Kindern ist der Sommer von Mitte Juni bis Ende August die beste Reisezeit. Die Tage sind dann extrem lang (um die Sommersonnenwende wird es gar nicht dunkel), die Temperaturen liegen bei angenehmen 10 bis 15 Grad, und die Straßen im Hochland und an der Küste sind befahrbar. Die Mitternachtssonne ist für Kinder ein packendes Erlebnis, auch wenn das Einschlafen im hellen Kinderzimmer etwas Kreativität erfordern kann. Eine Schlafmaske oder Verdunkelungsvorhänge helfen.
Der Juli ist der wärmste Monat und bietet die besten Chancen auf trockenes Wetter, wobei „trocken" in Island relativ ist. Wetterwechsel sind normal und gehören dazu. Wer im Juni reist, profitiert von etwas niedrigeren Preisen als im Juli und August, hat aber bereits volle Tageslänge. Der August bringt die ersten Beeren (Blaubeeren, Krähenbeeren), was für Kinder ein tolles Sammelerlebnis ist.
Außerhalb der Sommermonate ist Island mit Kindern ebenfalls möglich, aber anspruchsvoller. Im Winter (Oktober bis März) sind die Tage sehr kurz, die Straßen können vereist sein, und viele Attraktionen außerhalb von Reykjavík sind nur eingeschränkt zugänglich. Für ältere Kinder (ab 10 Jahren), die sich für Nordlichter begeistern können, kann aber auch eine Winterreise nach Island ein tolles Erlebnis sein.
Geysire, Wasserfälle und der Goldene Kreis
Der Goldene Kreis ist die beliebteste Tagestour Islands und eignet sich sehr gut für Familien. Die drei Hauptstationen, Þingvellir, der Geysir Strokkur und der Gullfoss-Wasserfall, liegen alle innerhalb von zwei Autostunden von Reykjavík entfernt und bieten Kindern Natur zum Anfassen und Staunen.
Der Strokkur-Geysir bricht alle 5 bis 10 Minuten aus und schleudert eine Wasserfontäne bis zu 30 Meter in die Höhe. Für Kinder ist das Warten und dann der plötzliche Ausbruch ein Moment, den sie so schnell nicht vergessen. Wichtig: Die Absperrungen unbedingt einhalten, denn das Wasser ist kochend heiß. Mit Kindern, die alt genug sind, die Regeln zu verstehen (ab etwa 5 Jahren), ist der Besuch aber unbedenklich.
Der Gullfoss (Goldener Wasserfall) ist einer der mächtigsten Wasserfälle Islands. Das Wasser stürzt in zwei Stufen in eine tiefe Schlucht, und die Gischt kann an windigen Tagen bis zu den Besucherplattformen spritzen. Für Kinder ist das Naturspektakel stark, und wasserdichte Kleidung sorgt dafür, dass die Freude nicht von nassen Klamotten getrübt wird.
Neben dem Goldenen Kreis gibt es viele weitere kinderfreundliche Naturerlebnisse. Der Skógafoss an der Südküste hat eine Treppe, über die man neben dem Wasserfall bis ganz nach oben steigen kann, was für sportliche Kinder eine tolle Herausforderung ist. Am schwarzen Strand von Reynisfjara bei Vík können Kinder die Basaltsäulen bestaunen und im schwarzen Sand spielen, wobei man die gefährlichen Sneaker-Wellen im Auge behalten muss.
Wale beobachten mit Kindern
Einen Wal aus nächster Nähe zu sehen, gehört zu den Erlebnissen, die Kinder nie vergessen. Island ist einer der besten Orte in Europa, um Wale zu beobachten, und die Touren sind in der Regel auch für jüngere Kinder geeignet.
Die besten Orte für Walbeobachtungen sind Húsavík im Norden (die selbsternannte Walhauptstadt Islands) und Reykjavík, wo mehrere Anbieter Touren vom alten Hafen aus anbieten. In Húsavík liegt die Sichtungsrate für Buckelwale im Sommer bei über 95 Prozent, und mit etwas Glück sieht man auch Blauwale, Zwergwale und Delfine.
Die Touren dauern je nach Anbieter zwei bis vier Stunden. Für Familien mit kleineren Kindern (unter 6 Jahren) empfehle ich die kürzeren Touren von zwei bis drei Stunden, da die Bootsfahrt auf dem offenen Meer bei Seegang anstrengend werden kann. Seekrankheitstabletten für Kinder (nach Rücksprache mit dem Kinderarzt) sind eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Warme Kleidung ist Pflicht, denn auf dem Wasser wird es auch im Sommer empfindlich kalt. Die meisten Anbieter stellen Overalls zur Verfügung.
Die Preise liegen bei etwa 10.000 bis 15.000 ISK (65 bis 100 EUR) für Erwachsene. Kinder unter 7 Jahren fahren bei vielen Anbietern kostenlos mit, für ältere Kinder gibt es meist ermäßigte Tarife. Eine Vorabreservierung ist in der Hochsaison ratsam. In Húsavík lohnt sich auch ein Besuch im Walmuseum (Hvalasafnið), das kindgerecht aufbereitet ist und echte Walskelette zeigt.
Islandpferde: Reiten für die ganze Familie
Die Islandpferde sind kleiner als die meisten Pferderassen und haben ein freundliches, ruhiges Wesen, das sie zu perfekten Reitpferden für Anfänger und Kinder macht. Dazu kommt der berühmte Tölt, eine besonders sanfte Gangart, die auch ungeübten Reitern ein angenehmes Erlebnis beschert.
Rund um Reykjavík und in vielen anderen Teilen der Insel bieten Reiterhöfe Familienausritte an. Die kürzesten Touren dauern etwa eine Stunde und führen durch Lavafelder, über Wiesen oder am Meer entlang. Für Kinder ab etwa 7 Jahren gibt es eigenständige Ritte, kleinere Kinder können je nach Anbieter mit einem Elternteil auf dem Pferd sitzen oder werden geführt.
Die Kosten für einen einstündigen Ausritt liegen bei etwa 8.000 bis 12.000 ISK (53 bis 80 EUR) pro Person. Reithelme werden gestellt, und eine Einführung ist immer Teil des Programms. Beliebte Anbieter in der Nähe von Reykjavík sind Íshestar und Laxnes Horse Farm. Auf dem Land, etwa in Skagafjörður im Norden, gibt es Reiterhöfe, die auch mehrtägige Familienritte anbieten.
Heiße Quellen und Schwimmbäder
Kein Islandbesuch ohne ein Bad in warmem Wasser. Für Familien sind die kommunalen Schwimmbäder (Sundlaugar) die beste Wahl. Fast jeder Ort auf Island hat ein geothermisch beheiztes Freibad mit Kinderbecken, Wasserrutschen und Hot Pots (heiße Becken mit verschiedenen Temperaturen). Der Eintritt kostet nur 500 bis 1.000 ISK (3,50 bis 7 EUR) für Erwachsene, Kinder zahlen oft weniger oder kommen gratis hinein.
In Reykjavík ist das Laugardalslaug das größte und familienfreundlichste Schwimmbad. Es hat ein großes Hauptbecken, ein Kinderbecken mit einer kleinen Rutsche, mehrere Hot Pots und sogar ein Dampfbad. Am Wochenende und nach Schulschluss ist es hier voll mit isländischen Familien, was den Besuch auch zu einem kulturellen Erlebnis macht.
Für die großen Thermalbäder wie die Blue Lagoon oder die Sky Lagoon gibt es Altersbeschränkungen. In der Blue Lagoon dürfen Kinder unter 2 Jahren nicht ins Wasser, und für Kinder von 2 bis 13 Jahren gelten bestimmte Begleitregeln. Die Secret Lagoon in Flúðir ist als natürliches Bad auch für Familien geeignet, allerdings gibt es kein separates Kinderbecken. Die Wassertiefe beträgt dort etwa 1,5 Meter, was für kleinere Kinder zu tief zum Stehen ist.
Bei wilden Hot Pots in der Natur ist mit Kindern besondere Vorsicht geboten. Die Wassertemperatur ist nicht kontrolliert und kann stellenweise gefährlich heiß sein. Die Wanderung zum heißen Fluss im Reykjadalur-Tal ist mit älteren Kindern (ab 8 Jahren) machbar, aber die Strecke ist für Kinderwagen nicht geeignet.
Unterkünfte für Familien
Die Unterkünfte in Island reichen von einfachen Zeltplätzen über Gästehäuser und Ferienwohnungen bis hin zu Hotels. Für Familien sind Ferienwohnungen und Cottages oft die beste Wahl, da sie mehr Platz bieten und über eine Küche verfügen, in der man selbst kochen kann, was bei den hohen Restaurantpreisen in Island den Geldbeutel spürbar entlastet.
In Reykjavík gibt es eine große Auswahl an Ferienwohnungen über Booking.com und ähnliche Portale. Außerhalb der Hauptstadt sind Ferienhäuser (Sumarhús) verbreitet, die oft abgelegen in der Natur liegen und Kindern viel Platz zum Spielen bieten. Viele dieser Häuser haben einen eigenen Hot Pot im Garten, was für Familien natürlich der Höhepunkt des Tages ist.
Wer mit dem Auto unterwegs ist und flexibel sein will, kann auch auf den zahlreichen Campingplätzen übernachten. Die meisten sind von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet und bieten Toiletten und Waschräume auch Kochgelegenheiten. Die Camping Card, die man vorab kaufen kann, ermöglicht 28 Nächte auf teilnehmenden Campingplätzen für einen Festpreis von etwa 24.900 ISK (165 EUR) für eine Familie (2 Erwachsene, bis zu 4 Kinder).
Eine Alternative für naturverbundene Familien sind die Bauernhofübernachtungen (Farm Holidays), bei denen man auf einem aktiven Bauernhof unterkommt. Kinder können dort Lämmer streicheln, Hühner füttern oder beim Reiten zuschauen. Die Organisation Icelandic Farm Holidays vermittelt diese Unterkünfte landesweit.
Kosten und Budget für den Familienurlaub
Island ist kein günstiges Reiseziel, und das gilt auch für Familien. Mit guter Planung lassen sich die Kosten aber in einem Rahmen halten, der vergleichbar mit einem Sommerurlaub in Norwegen oder der Schweiz ist.
Flüge: Hin- und Rückflug ab Deutschland kosten pro Person zwischen 200 und 400 EUR, je nach Buchungszeitraum und Airline. Icelandair und PLAY fliegen direkt ab Frankfurt und Berlin. Kinder unter 2 Jahren fliegen auf dem Schoß der Eltern oft deutlich günstiger.
Mietwagen: Ein Familien-Mietwagen (Kompakt-SUV) kostet im Sommer etwa 10.000 bis 18.000 ISK (65 bis 120 EUR) pro Tag. Kindersitze können dazugebucht werden (ca. 1.500 ISK / 10 EUR pro Tag). Wer nur den Goldenen Kreis und die Südküste bereist, kommt mit einem normalen PKW aus. Für die Ringstraße und Schotterpisten sind ein SUV und Schotterversicherung ratsam.
Essen: Wer in der Unterkunft selbst kocht und im Supermarkt (Bónus, Krónan) einkauft, kann mit etwa 5.000 bis 8.000 ISK (33 bis 53 EUR) pro Tag für eine vierköpfige Familie rechnen. Restaurant-Essen kommt deutlich teurer: Ein Familienessen mit Hauptgericht für alle und Getränken schlägt schnell mit 15.000 bis 25.000 ISK (100 bis 165 EUR) zu Buche. Hotdogs und Fish & Chips sind die günstigsten Optionen für unterwegs.
Aktivitäten: Walbeobachtung (10.000 bis 15.000 ISK / 65 bis 100 EUR pro Erwachsenem, Kinder oft frei oder ermäßigt), Reiten (8.000 bis 12.000 ISK / 53 bis 80 EUR pro Person), Schwimmbäder (500 bis 1.000 ISK / 3,50 bis 7 EUR). Viele Naturerlebnisse wie Wasserfälle und Wanderungen sind kostenlos.
Für eine einwöchige Islandreise mit einer vierköpfigen Familie (Selbstversorgung, Ferienwohnung, Mietwagen, 2 bis 3 Aktivitäten) sollte man insgesamt mit etwa 3.000 bis 5.000 EUR rechnen, zuzüglich der Flüge.
Sicherheitstipps für Familien
Island ist sehr sicher, aber die Natur verzeiht keine Leichtsinnigkeiten. Besonders mit Kindern ist es wichtig, ein paar Grundregeln zu beachten.
Geothermale Gebiete: Kochend heiße Quellen und Schlammtöpfe Fumarolen befinden sich oft direkt neben den Wanderwegen. Die Bodenoberfläche kann dünn und brüchig sein. Kinder müssen unbedingt auf den markierten Wegen bleiben und dürfen keinesfalls in die Nähe von heißen Quellen oder Schlammlöchern gelangen. Am Geysir-Gebiet gibt es Seile als Absperrung, die eingehalten werden müssen.
Steilküsten und Wasserfälle: An vielen Naturattraktionen in Island gibt es keine Geländer oder Absperrungen. An Steilküsten wie der Dyrhólaey oder den Klippen von Látrabjarg kann ein Windstoß genügen, um das Gleichgewicht zu verlieren. Kinder müssen hier an der Hand gehalten oder im Abstand zur Kante gehalten werden. An Wasserfällen wie dem Gullfoss oder Dettifoss sind die Felsen vom Sprühwasser nass und rutschig.
Sneaker-Wellen am Strand: Am schwarzen Strand Reynisfjara und an anderen Stränden der Südküste treten plötzliche, unvorhersehbare Wellen auf, die weit auf den Strand auflaufen und Menschen ins Meer ziehen können. Diese sogenannten Sneaker-Wellen sind gefährlich, und es hat bereits Todesfälle gegeben. Halte immer großen Abstand zur Wasserlinie und drehe dem Meer niemals den Rücken zu. Mit Kindern sollte man besonders vorsichtig sein.
Wetter und Kleidung: Islands Wetter wechselt schnell, und auch im Sommer können Temperaturen plötzlich fallen, Wind aufkommen und Regen einsetzen. Für Kinder gilt die Zwiebeltechnik: mehrere dünne Schichten übereinander, dazu eine wind- und wasserdichte Außenschicht. Gummistiefel oder wasserdichte Wanderschuhe sind für Kinder auf Island nahezu unverzichtbar.
Wasser und Sonne: Islands Leitungswasser ist sehr gut und kann bedenkenlos getrunken werden. Nehmt immer Trinkflaschen für unterwegs mit. Die Sonne kann trotz der nördlichen Lage überraschend intensiv sein, besonders bei Wind, wenn man die Strahlung nicht spürt. Sonnencreme und Kopfbedeckung gehören in den Tagesrucksack.
Häufige Fragen zu Island mit Kindern
Ab welchem Alter ist eine Islandreise mit Kindern sinnvoll?
Grundsätzlich kann man Island mit Kindern jeden Alters besuchen. Ab etwa 5 Jahren können Kinder die Naturerlebnisse bewusst aufnehmen und sich an Sicherheitsregeln halten. Für Wanderungen und Reitausflüge ist ein Alter ab 7 bis 8 Jahren empfehlenswert. Aber auch mit Kleinkindern ist Island machbar, solange man die Routen und Aktivitäten entsprechend anpasst.
Ist die Ringstraße mit Kindern machbar?
Ja, aber man sollte mindestens 10 Tage einplanen, um das Tempo kindgerecht zu halten. Lange Fahrtage von 5 bis 6 Stunden ohne Zwischenstopps werden für Kinder schnell langweilig. Plant lieber kürzere Etappen (2 bis 3 Stunden Fahrzeit) mit genügend Pausen für Entdeckungen und Schwimmbadbesuche.
Gibt es Kindersitze im Mietwagen?
Ja, alle großen Mietwagenfirmen in Island bieten Kindersitze und Babyschalen zur Miete an. Die Kosten liegen bei etwa 1.500 ISK (10 EUR) pro Tag. Alternativ kann man den eigenen Kindersitz mitbringen, was bei den meisten Airlines ohne Aufpreis möglich ist und den Vorteil hat, dass das Kind seinen gewohnten Sitz hat.
Was tun bei schlechtem Wetter?
In Reykjavík gibt es mehrere Indoor-Optionen für Familien: das Perlan Museum mit einer Eishöhle und einem Planetarium, das Nationalmuseum, das Walmuseum Whales of Iceland und die Schwimmbäder. Außerhalb von Reykjavík sind die kommunalen Schwimmbäder der beste Anlaufpunkt bei Regen, denn das warme Wasser macht auch bei Nieselregen Spaß.
Brauche ich einen Allradwagen für Island mit Kindern?
Für die Ringstraße (Straße Nr. 1) und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein normaler PKW. Ein Allrad-SUV wird nötig, wenn ihr auf die Hochlandstraßen (F-Straßen) wollt oder abgelegenere Ziele wie Landmannalaugar ansteuert. Für eine Familienreise, die sich auf die Hauptrouten konzentriert, ist ein Kompaktwagen ausreichend.
Island mit Kindern ist eine Reise, die der ganzen Familie lange in Erinnerung bleibt. Die Insel bietet Naturerlebnisse, die kein Freizeitpark der Welt nachbauen kann: echte Geysire, echte Wale, echte Gletscher und echte Vulkane. Kinder, die mit offenen Augen durch diese Landschaft gehen, lernen mehr über unseren Planeten als in einem ganzen Schuljahr Erdkundeunterricht. Und die gemeinsamen Abende im heißen Outdoor-Pool, während die Mitternachtssonne den Himmel färbt, gehören zu den Momenten, von denen Familiengeschichten gemacht sind.
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Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026