Wikinger in Schweden
Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert erschlossen die schwedischen Wikinger Handelsrouten von der Ostsee bis nach Bagdad und Konstantinopel. Anders als ihre norwegischen und dänischen Verwandten zog es die schwedischen Nordmänner nach Osten, entlang der russischen Flüsse bis ans Schwarze und Kaspische Meer. Ihre Spuren sind in Schweden bis heute an zahllosen Orten sichtbar.
Bei meinen Schweden-Reisen bin ich immer wieder auf Wikingerspuren gestossen und habe Orte gefunden, die mich nicht mehr losgelassen haben. Von der Handelsstadt Birka auf einer Insel im Mälarsee über die mystischen Grabhügel von Gamla Uppsala bis zu den über 2.500 Runensteinen in Uppland lässt sich die Wikingerzeit kaum irgendwo so unmittelbar erleben wie in Schweden. In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen und gebe Tipps für alle, die die Welt der Wikinger in Schweden selbst erleben wollen.
Die Wikingerzeit in Schweden begann um 750 n. Chr. und endete um 1100 n. Chr. mit der Christianisierung. In diesen 350 Jahren veränderten die Nordmänner nicht nur Skandinavien, sondern ganz Europa. Sie gründeten Städte, erschlossen Handelsrouten, prägten Rechtssysteme und hinterliessen eine Kultur, deren Spuren man an Hunderten von Orten in Schweden findet.
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Die schwedischen Wikinger
Das Wort "Wikinger" bezeichnete ursprünglich keine Volksgruppe, sondern eine Tätigkeit: "i viking" zu gehen bedeutete, auf eine Seefahrt oder einen Raubzug aufzubrechen. Die meisten Skandinavier waren Bauern, Fischer und Handwerker, die nie auf viking gingen. Die schwedischen Wikinger, im Osten als Waräger (von altnordisch "Væringjar") bekannt, unterschieden sich in ihren Aktivitäten deutlich von den Norwegern und Dänen.
Während norwegische Wikinger Island, Grönland und kurzzeitig Nordamerika besiedelten und dänische Wikinger England und die Normandie eroberten, orientierten sich die schwedischen Wikinger nach Osten. Sie fuhren mit ihren flachgehenden Schiffen die Flüsse Dnjepr, Wolga und Don hinab und erreichten Konstantinopel (das sie Miklagård nannten) und Bagdad (Serkland). In Konstantinopel dienten viele als Leibwache des byzantinischen Kaisers, die berühmte Warägergarde.
Handel trieb die schwedische Wikingerexpansion an. Die Waräger tauschten Pelze, Bernstein, Honig und Sklaven gegen arabisches Silber, byzantinische Seide und Gewürze. Tausende arabischer Silberdirhams sind in schwedischer Erde gefunden worden, die meisten davon auf Gotland. Ein einzelner Schatzfund auf Gotland, der Spillings-Hort, enthielt über 14.000 Münzen und 67 Kilogramm Silber, den grössten Wikingerschatz, der je gefunden wurde.
Die schwedische Gesellschaft der Wikingerzeit war in Jarle (Adlige), Karle (Freie Bauern) und Trälar (Unfreie) gegliedert. Die Svear im Mälartal und die Götar in Västergötland und Östergötland bildeten die wichtigsten Stammesgruppen. Aus ihrer Vereinigung entstand im 11. Jahrhundert das Königreich Schweden. Der Thingtplatz in Gamla Uppsala, wo die freien Männer zusammenkamen, um Recht zu sprechen und Könige zu wählen, war das politische Zentrum dieser frühen Gesellschaft.
Birka: Schwedens erste Stadt
Zwischen 750 und 975 n. Chr. war Birka auf der Insel Björkö im Mälarsee der wichtigste Handelsplatz Schwedens -- die erste urbane Siedlung des Landes. Die Stadt lag strategisch günstig auf einer Insel, geschützt durch das Labyrinth aus Inseln und Schären des Mälaren. Bis zu 1.000 Menschen lebten hier gleichzeitig, was für damalige Verhältnisse eine Grossstadt war. Die UNESCO nahm Birka zusammen mit der benachbarten Königsresidenz Hovgården auf Adelsö 1993 in die Welterbeliste auf.
Die archäologischen Ausgrabungen in Birka, die seit dem 19. Jahrhundert andauern, haben über 3.000 Gräber und Tausende von Artefakten freigelegt. Zu den wildsten Funden gehören arabische Silbermünzen, byzantinischer Schmuck, chinesische Seide, fränkische Schwerter und Glasperlen aus dem gesamten Mittelmeerraum. Diese Funde beweisen, dass Birka Teil eines Handelsnetzes war, das von Skandinavien bis nach Zentralasien reichte.
An meinen Besuch in Birka denke ich oft zurück. Die Bootsfahrt von Stockholm dauert etwa eine Stunde und führt durch die schöne Mälarlandschaft. Auf der Insel angekommen, führt ein Archäologe durch die Ausgrabungsstätten und erklärt die Grabfunde. Man sieht die Reste der Stadtmauer, das sogenannte Schwarze-Erde-Gebiet, wo die eigentliche Stadt lag, und die Grabhügel auf den umliegenden Hängen. Das Museum zeigt Repliken der wichtigsten Funde, die Originale befinden sich im Historischen Museum in Stockholm.
Die Saison in Birka läuft von Mai bis September. Die Überfahrt von Stadshuskajen in Stockholm kostet 390 SEK für Erwachsene inklusive Führung und Museumsbesuch. Es gibt auch Abfahrten von Mariefred. Wer nach dem Besuch in Birka noch Zeit hat, sollte die kurze Überfahrt nach Adelsö machen und Hovgården besuchen, die ehemalige Residenz der schwedischen Könige mit Runensteinen und Grabhügeln.
Gamla Uppsala und die Königsgräber
Fünf Kilometer nördlich des heutigen Uppsala lag das religiöse und politische Zentrum des vorchristlichen Schweden: Gamla Uppsala. Drei grosse Grabhügel, die sogenannten Kungshögarna (Königshügel), dominieren die Landschaft. Sie stammen aus dem 5. und 6. Jahrhundert und enthielten die Überreste hochgestellter Persönlichkeiten, möglicherweise der sagenhaften Ynglinga-Könige, die in der Ynglinga-Saga beschrieben werden. Die Hügel sind jeweils etwa 12 Meter hoch und 60 Meter im Durchmesser.
Der Chronist Adam von Bremen berichtet in seiner "Gesta Hammaburgensis" von 1070, dass in Uppsala alle neun Jahre ein grosses Opferfest stattfand, bei dem Menschen und Tiere den nordischen Göttern geopfert und in einem heiligen Hain aufgehängt wurden. Ob diese Berichte der Wahrheit entsprechen, ist unter Historikern umstritten, aber die archäologischen Funde belegen, dass Gamla Uppsala tatsächlich ein bedeutendes Kultzentrum war. Die Reste eines großen Hallengebäudes, vermutlich der in den Sagas erwähnte Königshof, wurden bei Ausgrabungen freigelegt.
Das Gamla Uppsala Museum zeigt Funde aus den Grabhügeln und dem umgebenden Gräberfeld, darunter Waffen, Schmuck und Keramik. Besonders stark sind die goldenen Pressblech-Figuren, die vermutlich bei religiösen Zeremonien verwendet wurden. Der Eintritt kostet 100 SEK. Direkt neben den Grabhügeln steht die Gamla Uppsala kyrka, eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die auf den Fundamenten des alten Heidentempels errichtet wurde. Der Zugang zu den Grabhügeln ist frei und jederzeit möglich.
Runensteine in Uppland
Kein Land der Welt hat mehr Runensteine als Schweden. Über 2.500 sind erhalten, die meisten davon in Uppland rund um Stockholm. Runensteine wurden zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert errichtet, die grosse Mehrheit stammt jedoch aus der späten Wikingerzeit, dem 11. Jahrhundert. Sie dienten als Gedenksteine für verstorbene Verwandte, markierten Besitzverhältnisse oder dokumentierten Brückenbau- und Straßenprojekte.
Der bekannteste schwedische Runenstein ist der Rökstein in Östergötland, der die längste Runeninschrift der Welt trägt. Die über 760 Runen auf dem 2,5 Meter hohen Stein erzählen von heroischen Taten und mythologischen Ereignissen. Lange galt die Inschrift als schwer entzifferbar, doch schwedische Forscher haben 2020 eine neue Interpretation vorgelegt, die den Text als Reflexion über Klimakatastrophen und den Untergang von Zivilisationen deutet. Der Rökstein steht frei zugänglich neben der Kirche von Rök, etwa 60 km östlich von Vadstena.
In Uppland lassen sich Runensteine auf fast jeder Landstrasse entdecken. Bei einer Fahrt von Stockholm nach Uppsala passiert man mindestens ein Dutzend, die am Straßenrand oder auf Kirchhöfen stehen. Viele tragen die typischen Schlangenbänder der späten Wikingerzeit mit Inschriften wie "NN liess diesen Stein errichten zum Gedenken an seinen Vater/Bruder/Sohn, der nach Griechenland fuhr" oder "der auf dem Ostweg starb". Diese lakonischen Texte vermitteln einen direkten Einblick in das Leben und Sterben der Wikinger.
Eine besonders lohnende Runenstein-Tour führt entlang der sogenannten Jarlabankes Bro bei Täby, nur 15 km nördlich von Stockholm. Der Wikinger Jarlabanke liess im 11. Jahrhundert gleich mehrere Runensteine und eine Brücke errichten, deren Steine noch heute an ihrem ursprünglichen Platz stehen. Die Inschrift besagt: "Jarlabanke liess diese Steine aufrichten zu seinem eigenen Gedenken zu Lebzeiten und machte diesen Brückenbau." Es war also keine Bescheidenheit, die Jarlabanke antrieb, sondern das Bedürfnis, seinen Status zu demonstrieren.
Gotland und der Ostseehandel
Gotland lag während der Wikingerzeit mitten im Netz der Ostsee-Handelsrouten. Mehr als die Hälfte aller Wikingerschatz-Funde Schwedens stammt von Gotland, obwohl die Insel nur einen Bruchteil der Landesfläche ausmacht. Der Spillings-Hort, 1999 auf einem Bauernhof im Norden der Insel entdeckt, enthält 67 Kilogramm Silber und ist der grösste Wikingerschatz der Welt. Er wird im Gotlands Museum in Visby ausgestellt.
Die gotländischen Bildsteine sind eine weitere Besonderheit. Diese flachen Kalksteinplatten, die von der Völkerwanderungszeit bis in die Wikingerzeit errichtet wurden, zeigen detaillierte Reliefs von Schiffen, Reitern, Schlachtszenen und mythologischen Motiven. Der berühmteste ist der Lärbro-Stein, der eine Szene zeigt, die als Ankunft in Walhalla gedeutet wird. Viele Bildsteine stehen im Gotlands Museum, einige sind noch an ihren Originalstandorten auf der Insel zu finden.
Bei meinem letzten Gotland-Besuch habe ich einen Tag dem Wikingererbe gewidmet. Das Gotlands Museum in Visby zeigt die umfangreichste Sammlung wikingerzeitlicher Funde ausserhalb von Stockholm. Der Spillings-Hort allein füllt eine ganze Vitrine. Im Sommer organisiert das Museum geführte Wanderungen zu Wikinger-Fundstätten auf der Insel. Beeindruckt hat mich auch die Wikingersiedlung Tofta, wo Archäologen die Reste eines großen Hallengebäudes freigelegt haben. Der Eintritt zum Gotlands Museum kostet 150 SEK.
Wikinger-Museen in Schweden
Im Historiska Museet (Historisches Museum) in Stockholm lagert die grösste Wikingersammlung Schwedens. Die Ausstellung "Vikings" zeigt über 4.000 Objekte aus der Wikingerzeit, darunter Waffen, Schmuck, Münzen und Alltagsgegenstände. Das Highlight ist das Goldene Zimmer mit über 3.000 Goldobjekten aus verschiedenen Epochen, darunter wikingerzeitliche Armringe und Fibeln. Der Eintritt ist für Besucher unter 18 Jahren frei, Erwachsene zahlen 150 SEK.
Das Vikingaliv auf Djurgården in Stockholm ist ein interaktives Erlebnismuseum, das 2017 eröffnet wurde. Die Hauptattraktion ist Ragnfrids Saga, eine Bootsfahrt durch nachgestellte Wikinger-Szenen, die die Geschichte einer Wikingerfamilie erzählt. Das Museum richtet sich vor allem an Familien und bietet Aktivitäten wie Runenschreiben und Bogenschiessen an. Der Eintritt kostet 199 SEK für Erwachsene und 149 SEK für Kinder. Das Museum liegt direkt neben dem Vasa-Museum auf Djurgården.
Weitere lohnende Museen sind das Sigtuna Museum in der ältesten Stadt Schwedens (gegründet um 970), das Upplands Museum in Uppsala mit seiner Runenausstellung und das Foteviken Viking Reserve in Skåne, ein Freilichtmuseum mit nachgebauter Wikingersiedlung. Foteviken bietet in den Sommermonaten Übernachtungen in Wikingerhäusern an und organisiert Handwerkskurse in historischen Techniken wie Schmieden, Weben und Lederarbeiten. Der Eintritt kostet 180 SEK.
Wer sich für die Geschichte Schwedens insgesamt interessiert, findet in diesen Museen einen umfassenden Einstieg. Die Wikingerzeit war zwar nur eine von vielen Epochen, aber sie hat Schweden stärker geprägt als jede andere. Die Handelswege, die die Wikinger erschlossen, blieben über Jahrhunderte in Gebrauch, und viele Städte wie Sigtuna und Uppsala gehen direkt auf wikingerzeitliche Gründungen zurück.
Festivals und Erlebnisse
Die grösste Wikinger-Veranstaltung Schwedens ist die Medeltidsveckan (Mittelalterwoche) in Visby auf Gotland, die jedes Jahr Anfang August stattfindet und über 40.000 Besucher anzieht. Eine Woche lang verwandelt sich die mittelalterliche Altstadt in einen lebendigen Marktplatz mit Handwerkern, Musik, Theater und Turnieren. Zwar liegt der Schwerpunkt auf dem Mittelalter insgesamt, aber Wikinger sind stark vertreten. Viele Besucher kleiden sich in historischen Gewändern, und an jeder Ecke wird geschmiedet, gebacken und gekämpft.
Kleinere Wikingermärkte finden den ganzen Sommer über an verschiedenen Orten statt. Der Lödöse Vikingamarknad bei Göteborg im Juni, das Ales Stenar Viking Festival in Skåne im Juli und der Vikingamarknaden in Sigtuna im August sind drei Empfehlungen. Bei diesen Veranstaltungen kann man Wikinger-Handwerk aus nächster Nähe erleben, an Schwerttraining teilnehmen und authentisch zubereitetes Essen probieren. Die Eintrittspreise liegen zwischen 100 und 200 SEK, Kinder unter 12 haben oft freien Eintritt.
Für ein intensiveres Erlebnis bieten mehrere Anbieter mehrtägige Wikinger-Camps an, bei denen man in historischer Kleidung lebt, kocht und arbeitet. Foteviken in Skåne und Storholmen Viking Village in Uppland sind die bekanntesten. Die Programme richten sich sowohl an Erwachsene als auch an Familien und kosten je nach Dauer zwischen 2.000 und 5.000 SEK pro Person.
Wikinger-DNA und moderne Forschung
Die Wikingerforschung hat in den letzten Jahren durch DNA-Analysen grosse Fortschritte gemacht. Ein schwedisches Forscherteam der Universität Uppsala veröffentlichte 2020 die bisher umfangreichste DNA-Studie über Wikinger, bei der das Erbgut von 442 wikingerzeitlichen Individuen aus ganz Skandinavien und darüber hinaus analysiert wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass die schwedischen Wikinger genetisch durchaus gemischt waren und Menschen aus dem Baltikum, Finnland und sogar Südeuropa in ihre Gemeinschaften aufnahmen.
Besonders aufsehenerregend war die Entdeckung, dass das sogenannte "Birka-Kriegergrab", das seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert als Grab eines hochrangigen Kriegers galt, eine Frau enthielt. Die DNA-Analyse von 2017 bewies eindeutig, dass die mit zwei Pferden, einem vollständigen Waffensatz und einem Strategiespiel bestattete Person weiblich war. Diese Entdeckung hat die Debatte über die Rolle der Frauen in der Wikingergesellschaft neu entfacht und zeigt, dass unsere Vorstellung von der Wikingerzeit ständig revidiert wird.
Die Universität Stockholm betreibt gemeinsam mit dem Historischen Museum ein Forschungsprojekt namens Viking Worlds, das archäologische Funde mit modernsten Analysemethoden untersucht. Isotopenanalysen können zeigen, woher die in Birka bestatteten Menschen ursprünglich stammten, und Materialanalysen verraten die Herkunft von Rohstoffen. Die Ergebnisse zeigen eine Gesellschaft, die offener und durchmischter war als lange gedacht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der beste Ort für Wikinger-Erlebnisse in Schweden?
Birka auf der Insel Björkö im Mälarsee ist die wichtigste wikingerzeitliche Stätte Schwedens. Die Bootsfahrt von Stockholm dauert eine Stunde, und vor Ort gibt es Führungen durch die Ausgrabungen und ein Museum. In Kombination mit Gamla Uppsala und den Runensteinen in Uppland lässt sich ein umfassendes Wikinger-Wochenende gestalten.
Wann ist die beste Zeit für Wikinger-Festivals?
Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und August. Das grösste Festival ist die Medeltidsveckan in Visby (Anfang August). Kleinere Wikingermärkte finden den ganzen Sommer über an verschiedenen Orten statt. Die Freiluftmuseen Foteviken und Storholmen sind von Juni bis August geöffnet.
Wo kann man die meisten Runensteine sehen?
Die grösste Konzentration an Runensteinen findet sich in Uppland rund um Stockholm. Allein in der Provinz stehen über 1.200 Steine. Eine gute Einstiegsroute ist die Jarlabankes Bro bei Täby, nur 15 km nördlich von Stockholm. Der Rökstein in Östergötland trägt die längste Runeninschrift der Welt.
Ist Birka für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, Birka ist sehr familienfreundlich. Die Bootsfahrt über den Mälaren, das Museum und die Möglichkeit, an Aktivitäten wie Bogenschiessen und Brotbacken teilzunehmen, begeistern Kinder ab etwa sechs Jahren. Im Sommer gibt es spezielle Programme für junge Besucher. Die Kombikarte kostet 390 SEK für Erwachsene und 195 SEK für Kinder.
Trugen Wikinger wirklich Hörnerhelme?
Nein, das ist ein moderner Mythos. Kein einziger archäologischer Fund eines wikingerzeitlichen Helms zeigt Hörner. Der einzige erhaltene Wikingerhelm, der Gjermundbu-Helm aus Norwegen, ist ein einfacher Eisenhelm mit Nasenschutz. Die Vorstellung der Hörnerhelme stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde durch Operninszenierungen populär.
Kann man in Schweden an einer Wikinger-Ausgrabung teilnehmen?
Ja, mehrere Universitäten und Museen bieten Volontär-Programme an. Die Universität Stockholm organisiert im Sommer Grabungskampagnen, an denen auch Laien teilnehmen können. Die Programme dauern in der Regel eine bis zwei Wochen und kosten zwischen 3.000 und 8.000 SEK. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber gute Englischkenntnisse werden erwartet.
Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026





