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Surfen in Schweden
Wellenreiten an der Westküste, Kitesurfen auf Öland und SUP auf stillen Seen

Surfen in Schweden

14 Min. Lesezeit

Schweden und Surfen. Zwei Wörter, die man selten im selben Satz hört. Und trotzdem gibt es hier eine wachsende Surf-Community, Wellen an der Westküste, die sich mit Portugal im September messen können (na ja, fast), und Kitesurfspots, die in Europa zu den besten gehören. Wer Schweden nur mit Elchen und Wäldern verbindet, hat die Küste noch nicht gesehen.

Ich bin kein geborener Surfer. Ich bin nach Schweden gekommen und habe erst hier angefangen, mich für Wassersport zu interessieren. Das lag an der Küste in Halland, die mich eines Herbsttages mit perfekten Wellen überrascht hat. Seitdem fahre ich regelmäßig raus, und in diesem Artikel teile ich, was ich über das Surfen in Schweden gelernt habe.

Surfer reitet eine Welle an der schwedischen Westküste in Halland bei Sonnenuntergang
Hallands Westküste liefert bei Westwinden ordentliche Wellen. Die Surfszene wächst, die Strände bleiben leer. (KI-generiert)

Surfen in Schweden: Ja, das geht

Schwedens Westküste hat etwas, das die Ostseeküste nicht bietet: offenen Atlantikzugang über das Kattegat und Skagerrak. Wenn Tiefdruckgebiete von Nordwesten heranziehen, baut sich Dünung auf, die auf die Strände von Halland und Bohuslän trifft. Keine Monsterwellen wie in Hawaii, aber surfbare Wellen von 0,5 bis 2 Metern, manchmal mehr.

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Die Saison für Wellenreiten ist im Herbst und Winter am besten. September bis März bringt die meisten Tiefdruckgebiete und damit die konstantesten Wellen. Im Sommer ist die Nordsee oft flach, und man muss auf Stürme warten. Das klingt paradox für einen Sommersport, aber in Schweden sind die besten Surftage die, an denen alle anderen lieber drinnen bleiben.

Die Ostseeseite hat weniger konsistente Wellen, weil die Ostsee ein Binnenmeer ist und die Dünung kürzer läuft. Trotzdem gibt es Spots an der Südküste Skånes und auf Öland, wo bei starken Winden surfbare Wellen entstehen. Die Bedingungen sind winkelabhängig: Man braucht genau den richtigen Wind aus der richtigen Richtung.

Der größte Vorteil beim Surfen in Schweden: Es ist leer. Keine Crowds, keine Aggressionen im Wasser, keine Parkplatzsuche. An einem guten Tag in Halland teilt man sich die Wellen mit fünf bis zehn anderen Surfern. In Portugal oder Frankreich stehen fünfzig Leute im Line-Up. Wer Platz und Ruhe will, findet in Schweden einen der letzten unentdeckten Surf-Flecken Europas.

Halland: Schwedens Surfküste Nummer eins

Halland ist Schwedens Surfregion. Die Küste zwischen Kungsbacka im Norden und Halmstad im Süden hat lange Sandstrände, die nach Westen ausgerichtet sind und die Dünung aus dem Kattegat aufnehmen. Die Strände sind breit, der Sand fest, und das Wasser wird langsam tiefer, was für gleichmäßige Wellen sorgt.

Die wichtigsten Spots entlang der Halland-Küste:

Apelviken (Varberg): Der bekannteste Surfstrand Schwedens. Eine geschützte Bucht südlich von Varberg, die bei West- bis Südwestwind zuverlässige Wellen liefert. Hier gibt es Surfschulen, einen Surfshop und eine Community. Apelviken funktioniert bei Wellengrößen von 0,5 bis 1,5 Metern am besten. Bei mehr als 2 Metern wird es chaotisch.

Träslövsläge (südlich von Varberg): Ein Beachbreak, der bei Nordwestwind gut funktioniert. Weniger bekannt als Apelviken, deshalb leerer. Der Strand ist lang, und man kann sich verteilen. Bei großer Dünung entstehen hier die besten Wellen der Region.

Tylösand (Halmstad): Einer der schönsten Strände Schwedens. Die Wellen sind hier oft kleiner als in Varberg, aber bei Stürmen aus Westen kommen auch hier ordentliche Sets an. Im Sommer ist Tylösand ein Badestrand, im Herbst und Winter gehört er den Surfern.

Glommen (zwischen Falkenberg und Varberg): Ein Reefbreak, der bei bestimmten Bedingungen eine der besten Linkswellen Schwedens produziert. Nur für erfahrene Surfer, weil Steine unter der Wasseroberfläche liegen. Funktioniert bei Nordwestdünung und leichtem Südwind.

Die Anreise nach Halland ist unkompliziert. Von Göteborg sind es 45 Minuten nach Varberg. Die E6 führt direkt an der Küste entlang. Von Stockholm aus dauert es vier bis fünf Stunden mit dem Auto oder drei Stunden mit dem Zug (SJ Regional nach Varberg).

Varberg: Das Surfmekka des Nordens

Surfer am Strand von Varberg mit der Festung Varbergs Fästning im Hintergrund
Varberg ist das Zentrum der schwedischen Surfszene. Die Festung im Hintergrund gibt dem Spot seinen besonderen Charakter. (KI-generiert)

Varberg hat sich in den letzten zehn Jahren als Schwedens Surfhauptstadt etabliert. Die kleine Stadt an der Halland-Küste hat alles, was eine Surf-Community braucht: Wellen, Surfschulen, einen Surfshop, Cafés, in denen Surfer abhängen, und eine Atmosphäre, die an kleine Surforte in Nordeuropa erinnert.

Apelviken, der Hauptspot, liegt fünf Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Die Bucht hat einen Sandgrund, moderate Strömungen und bricht bei verschiedenen Gezeitenständen. Das Kattegat hat zwar kaum Tidenhub (nur etwa 20 Zentimeter), aber die Wellen reagieren auf Windrichtung und Dünung. Der Sweet Spot ist Westwind mit 8 bis 15 Metern pro Sekunde und einer Dünung aus Nordwest.

Die Surfschule Surfers in Varberg bietet Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Ein Tageskurs kostet ab 900 SEK und beinhaltet Board, Neoprenanzug und drei Stunden Unterricht. Die Instruktoren sind meistens junge Schweden, die in Bali oder Portugal gelernt haben und dann in die Heimat zurückgekehrt sind, um ihre eigene Schule aufzubauen.

Im Ort gibt es den Surfshop Varberg Surf & Skate, der Boards, Wetsuits und Zubehör verkauft und vermietet. Ein gebrauchtes Softboard für Anfänger bekommt man ab 2.000 SEK, ein neues Hardboard ab 5.000 SEK. Neoprenanzüge ab 1.500 SEK. Verleih: ab 300 SEK pro Tag für Board und Wetsuit zusammen.

Mein erster Surftag in Varberg war im Oktober. Außentemperatur acht Grad, Wasser vierzehn Grad. 5/4-Neopren, Handschuhe, Haube. Die Wellen waren kniehoch, aber sauber. Ich bin dreißig Mal reingefallen und zweimal für jeweils drei Sekunden gestanden. Es war fantastisch. Die Sonne ging über dem Wasser unter, orange und rosa, und ich war allein im Wasser, weil die anderen schon aufgehört hatten. Diese Momente machen Kaltwassersurfen aus.

Kaltwassersurfen: Neopren, Handschuhe, Haube

Surfer in dickem Neoprenanzug mit Haube steigt in kalte schwedische Wellen
Kaltwassersurfen gehört in Schweden dazu. Mit dem richtigen Neopren geht es auch bei fünf Grad Wassertemperatur. (KI-generiert)

In Schweden ist Surfen ein Kaltwassersport. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer bei 16 bis 20 Grad, im Herbst bei 10 bis 15 Grad und im Winter bei 3 bis 8 Grad. Ohne Neoprenanzug geht nichts. Und nicht den dünnen 3/2, den man in Südfrankreich trägt, sondern einen dicken 5/4 oder 6/5, je nach Jahreszeit.

Die Faustregel für Schweden:

Neopren-Guide für Schweden

Jahreszeit Wassertemperatur Empfohlene Ausrüstung
Juni bis August 16 bis 20 °C 4/3 Wetsuit, evtl. Booties
September bis Oktober 10 bis 15 °C 5/4 Wetsuit, Booties, evtl. Handschuhe
November bis Dezember 5 bis 10 °C 5/4 oder 6/5, Booties, Handschuhe, Haube
Januar bis März 2 bis 5 °C 6/5 Wetsuit, Booties, Handschuhe, Haube, evtl. Kälteschutzweste

Die Handschuhe sind das Schwierigste. Sie schränken das Gefühl auf dem Board ein, und man gewöhnt sich nie ganz daran. Die Haube (Hood) hält den Kopf warm, fühlt sich aber am Anfang wie eine Zwangsjacke an. Nach ein paar Sessions vergisst man beides. Was bleibt, ist die Wärme. In einem guten 5/4 von O'Neill, Rip Curl oder Xcel friert man nicht, auch nicht bei fünf Grad Wassertemperatur.

Ein Tipp, den mir ein erfahrener Kaltwassersurfer gegeben hat: Heißes Wasser in einer Thermoskanne mitnehmen. Nach der Session über die Hände gießen, bevor man den Wetsuit auszieht. Die Finger sind nach einer Stunde in fünf Grad kaltem Wasser so steif, dass man den Reißverschluss nicht aufbekommt. Das heiße Wasser löst das Problem sofort.

Das Umziehen am Auto gehört zum Ritual. Poncho (Dryrobe) überziehen, Wetsuit runterstreifen, trockene Kleidung an. Manche haben sich eine Dachbox zum Umkleideraum umgebaut. Andere stehen im Januar am Parkplatz in Apelviken und frieren fünf Minuten, weil der Poncho im Auto vergessen wurde. Es gehört dazu.

Kitesurfen in Schweden

Kitesurfer springt über Wellen vor der Küste Ölands mit blauem Himmel
Öland und die Ostseeküste bieten perfekte Bedingungen für Kitesurfer: flaches Wasser und konstanter Wind. (KI-generiert)

Kitesurfen ist in Schweden populärer als Wellenreiten. Die langen, flachen Küsten und die zuverlässigen Winde machen das Land zu einem Paradies für Kitefans. Vor allem die Ostseeseite liefert Bedingungen, die Kitesurfer glücklich machen: Seitenwind, flaches Wasser und Sandstrände, auf denen man den Kite sicher starten kann.

Öland ist Schwedens bester Kitespot. Die Insel in der Ostsee hat flache Strände, die bei Ost- oder Westwind kilometerlang als Kitespot funktionieren. Die Westseite bei Mörbylånga ist bei Ostwind ideal, die Ostseite bei Westwind. Egal, woher der Wind kommt, irgendwo auf Öland funktioniert es immer.

Lomma bei Malmö ist ein weiterer Top-Spot. Flaches Wasser, guter Zugang, Parkplätze direkt am Strand. Lomma funktioniert bei Südwestwind, der an der Skåne-Küste häufig vorkommt. Die Community ist aktiv, und man trifft immer andere Kiter im Wasser.

Falkenberg an der Halland-Küste kombiniert Wellenreiten und Kitesurfen. Bei Starkwind, wenn die Wellen zu groß zum Paddeln sind, ziehen die Kiter ihre Schirme auf. Die Strände sind breit genug für beide Sportarten, und es gibt selten Konflikte.

Gotland hat an der Westküste ausgezeichnete Kitebedingungen. Die Spots rund um Visby und Tofta bieten flaches Wasser und konstanten Wind. Gotland ist als Kitedestination noch wenig bekannt, was bedeutet: Man hat die Spots oft für sich allein.

Die Kitesaison in Schweden läuft von Mai bis Oktober. Im Winter kann man theoretisch auch kiten, aber die Kälte macht es hart, und die Tage sind kurz. Manche Hardcore-Kiter fahren im Winter auf zugefrorenen Seen mit Snowkites. Das ist eine eigene Szene, die aber über den Rahmen dieses Artikels hinausgeht.

SUP: Stand-Up-Paddling auf Seen und Küste

Stand-Up-Paddler auf einem ruhigen schwedischen See mit Wald am Ufer und Spiegelung im Wasser
SUP auf schwedischen Seen: Die 96.000 Seen bieten endlose Möglichkeiten für Stand-Up-Paddling. (KI-generiert)

Stand-Up-Paddling hat in Schweden in den letzten Jahren explosionsartig zugenommen. Und das liegt an den Seen. 96.000 Seen, die meisten davon ruhig, saüber und frei zugänglich dank des Jedermannsrechts. Perfekte Bedingungen für SUP.

SUP ist der einfachste Einstieg in den Wassersport. Man braucht kein Training, keine Wellen, keinen Wind. Ein aufblasbares Board (iSUP), ein Paddel und ein See reichen. Die meisten Anfänger stehen innerhalb von zehn Minuten. Und dann paddelt man los. Durch Schilfgürtel, entlang von Birkenwäldern, über spiegelglattes Wasser. Das ist Meditation auf dem Wasser.

In Stockholm kann man auf dem Mälaren, dem Brunnsviken und in den Kanälen paddeln. Es gibt Verleihstationen an mehreren Stellen (Långholmen, Djurgården, Kungsholmen). Eine Stunde SUP-Verleih kostet ab 200 SEK, ein halber Tag ab 400 SEK. Die besten Zeiten sind früh morgens, wenn das Wasser spiegelglatt ist und die Stadt noch schläft.

In Göteborg paddelt man auf dem Göta Älv, den Kanälen und den vorgelagerten Schäreninseln. In Malmö auf dem Malmö Kanal und in den Buchten des Öresund. Auf dem Land sind die Möglichkeiten endlos. Jeder See, jeder Fluss, jede Bucht ist ein potenzieller SUP-Spot.

Aufblasbare Boards gibt es ab 3.000 SEK (Decathlon, XXL Sport). Gute Marken: Red Paddle, Starboard, Fanatic. Ein aufblasbares Board passt in einen Rucksack und lässt sich im Kofferraum transportieren. Für gelegentliche Nutzung ist ein aufblasbares Board perfekt. Wer regelmäßig fährt und Performance will, greift zum Hardboard (ab 8.000 SEK).

Tipp: SUP-Yoga ist in Schweden populär geworden. Mehrere Anbieter in Stockholm, Göteborg und Malmö bieten Yoga-Sessions auf dem Board an. Man treibt auf einem See und macht Yoga-Positionen auf dem wackligen Board. Es klingt verrückt, ist aber überraschend meditativ. Bis man ins Wasser fällt.

Weitere Surfspots: Skåne, Gotland, Bohuslän

Skåne: Die Südspitze Schwedens fängt Dünung aus der Ostsee und dem Öresund ab. Ystad an der Südküste hat bei Südostwind surfbare Wellen. Falsterbo und Skanör an der Südwestspitze funktionieren bei Westwinden. Die Spots sind weniger konsistent als Halland, aber wenn es funktioniert, hat man sie oft für sich allein.

Gotland: Die Insel hat eine Westküste, die bei starken Winden aus Nordwest ordentliche Wellen abbekommt. Tofta Beach ist der bekannteste Spot. Die Wellen brechen auf Sand, und das Wasser ist klar. Im Sommer ist Gotland voller Touristen, aber niemand surft. Im Herbst hat man die Wellen für sich.

Bohuslän: Nördlich von Göteborg liegt die Schärenküste von Bohuslän. Hier gibt es weniger Sandstrände und mehr Fels, aber an einigen Stellen brechen Wellen auf Reefs, die bei genug Dünung fantastisch sind. Die Spots sind schwer zu finden und schlecht dokumentiert. Man muss die Küste kennen oder Einheimische fragen. Marstrand und Lysekil sind Ausgangspunkte.

Norrland: Ja, auch im Norden wird gesurft. In Umeå und Luleå gibt es kleine Surf-Communities, die bei Stürmen in die Bottnische Bucht gehen. Die Wellen sind kurz, chaotisch und kalt. Aber es gibt sie. Und die Surfer dort sind hart im Nehmen.

Surfschulen, Shops und Community

Schwedische Surfschulen gibt es in Varberg (Surfers, Kallbadhuset Surf), Halmstad (Tylösand Surf), Falkenberg, Lomma und auf Gotland. Die Kurse kosten zwischen 800 und 1.500 SEK für einen halben Tag, inklusive Board und Neoprenanzug. Für Anfänger empfehle ich einen Kurs, weil die Strömungen und Bedingungen an der Westküste anders sind als am Mittelmeer.

Surfshops gibt es in Varberg, Göteborg, Stockholm und Malmö. Drift Surfshop in Göteborg und Varberg Surf & Skate sind die bekanntesten. Online bestellen viele Schweden bei europäischen Shops wie Magicseaweed Store oder Blue Tomato. Die Auswahl in Schweden ist kleiner als in Frankreich oder Portugal, aber für die Grundausstattung reicht es.

Die Community ist klein, aber eng. Man kennt sich. Auf Instagram folgt man sich, und wenn jemand Bilder von guten Wellen postet, steht drei Stunden später die halbe Community am Strand. Es gibt keine Aggressionen im Wasser, kein Localismus. Neue Surfer werden begrüßt, nicht böse angestarrt. Das liegt daran, dass die Szene jung ist und jeder einmal Anfänger war.

Surf-Forecasts für Schweden findet man auf Magicseaweed und Windguru. Die Spots sind teilweise gelistet (Apelviken, Tylösand), aber viele lokale Spots fehlen. Wer die guten Wellen finden will, muss Windkarten lesen lernen und die Küste selbst erkunden. Oder einen lokalen Surfer auf ein Bier einladen.

Häufige Fragen

Gibt es wirklich surfbare Wellen in Schweden?

Ja, vor allem an der Westküste in Halland und Bohuslän. Die Wellen kommen von Tiefdruckgebieten über dem Kattegat und Skagerrak. Größen von 0,5 bis 2 Metern sind bei guten Bedingungen normal, manchmal auch größer. Die beste Saison ist September bis März.

Wie kalt ist das Wasser beim Surfen in Schweden?

Im Sommer 16 bis 20 Grad, im Herbst 10 bis 15 Grad, im Winter 2 bis 8 Grad. Man braucht einen 4/3-Neopren im Sommer und einen 5/4 oder 6/5 im Winter, dazu Handschuhe, Haube und Booties. Mit der richtigen Ausrüstung ist Kaltwassersurfen kein Problem.

Wo ist der beste Surfspot in Schweden?

Apelviken in Varberg ist der bekannteste und konstanteste Spot. Für Kitesurfen ist Öland der beste Ort. Für SUP ist jeder der 96.000 Seen ein potenzieller Spot. Für erfahrene Wellenreiter lohnt es sich, Glommen und die Spots in Bohuslän zu erkunden.

Was kostet ein Surfkurs in Schweden?

Ein halber Tag (ca. 3 Stunden) mit Board und Neopren kostet 800 bis 1.500 SEK. Ein Wochenendkurs ab 2.500 SEK. Verleih ohne Kurs: ab 300 SEK pro Tag für Board und Wetsuit. Die Surfschulen in Varberg und Halmstad haben die meiste Erfahrung.

Kann ich in Schweden auch im Winter surfen?

Ja, und der Winter bringt sogar die besten Wellen. Mehr Stürme, mehr Dünung, konstantere Bedingungen. Man braucht allerdings einen dicken Neoprenanzug (6/5), Handschuhe, Haube und Booties. Die Sessions sind kürzer (1 bis 2 Stunden), aber die Wellen sind oft besser und die Spots leerer als im Sommer.

Brauche ich einen Kurs, um mit SUP anzufangen?

Nicht unbedingt. SUP ist der einfachste Einstieg in den Wassersport. Die meisten Anfänger stehen innerhalb von zehn Minuten. Auf ruhigen Seen braucht man keinen Kurs. Wer auf dem Meer oder in Strömung paddeln will, sollte vorher einen Kurs machen oder sich über Sicherheitsregeln informieren. Schwimmweste (Flytväst) nicht vergessen.

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Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026