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Glamping in Schweden
Komfortabel draußen schlafen zwischen Wäldern, Seen und Schären

Glamping in Schweden

14 Min. Lesezeit

Schweden hat 97.000 Seen, Wälder, die sich über Hunderte Kilometer erstrecken, und ein Jedermannsrecht, das Übernachten in der Natur erlaubt. Trotzdem wollen nicht alle im Zelt auf einer Isomatte schlafen. Glamping füllt diese Lücke: richtige Betten, warme Decken, manchmal sogar ein Holzofen, aber draußen, mitten in der Landschaft.

Ich habe in den letzten Jahren verschiedene Glamping-Unterkünfte in Schweden ausprobiert. Von einem Glockenzelt am Vänern bis zu einer Floating Cabin auf einem See in Småland. Die Qualität schwankt, die Preise auch. Aber wenn man die richtigen Plätze kennt, bekommt man etwas, das kein normales Hotel bieten kann: Aufwachen mit Blick auf einen See, Kaffee auf der Veranda, Stille.

In diesem Artikel geht es um konkrete Glamping-Unterkünfte in Schweden, deren Preise, welche Region zu welchem Typ passt und was man mitbringen sollte.

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Innenansicht eines Glamping-Zelts in Schweden mit Holzmöbeln und Felldecken
Glamping in Schweden bedeutet echte Betten, Felldecken und Holzmöbel, nur eben im Zelt statt im Hotel. (KI-generiert)

Was Glamping in Schweden ausmacht

Der Begriff Glamping setzt sich aus „Glamorous" und „Camping" zusammen. In der Praxis heißt das: Man schläft draußen, aber mit Komfort. Kein Aufblasen der Luftmatratze, kein Kochen auf dem Gaskocher, es sei denn, man will das. Glamping-Unterkünfte in Schweden haben in der Regel ein richtiges Bett, Bettwäsche, Licht und oft eine Heizquelle. Manche haben ein eigenes Bad, andere teilen sich Sanitäranlagen mit dem Campingplatz.

Was Schweden als Glamping-Ziel besonders macht, ist die Landschaft. Die Unterkünfte stehen nicht auf einem asphaltierten Campingplatz neben der Autobahn. Sie stehen am Seeufer, im Wald, auf einer Schäreninsel oder an einem Flusslauf. Das Jedermannsrecht (Allemansrätten) prägt die schwedische Einstellung zur Natur: Man darf sich bewegen, pflücken, baden, fast überall. Glamping-Anbieter nutzen diese Freiheit und stellen ihre Zelte an Orten auf, an denen in Deutschland schon der Bauantrag scheitern würde.

Der zweite Faktor: die Ruhe. Schweden hat 10,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche, die größer ist als Deutschland. Außerhalb von Stockholm, Göteborg und Malmö ist es dünn besiedelt. Ein Glamping-Platz in Värmland oder Norrbotten kann bedeuten, dass der nächste Nachbar drei Kilometer entfernt wohnt.

Einen Punkt muss man allerdings klar sagen: Glamping ist kein günstiger Urlaub. Die Preise liegen oft über denen eines normalen Campingplatzes und manchmal sogar über einem Mittelklassehotel. Man zahlt für das Erlebnis, nicht nur für die Übernachtung.

Die verschiedenen Glamping-Typen

Glamping ist nicht gleich Glamping. In Schweden haben sich mittlerweile verschiedene Unterkunftstypen etabliert.

Glockenzelte (Bell Tents)

Die klassischste Glamping-Variante. Runde Zelte aus Canvas-Stoff mit einer zentralen Stange, die das Zelt in Form hält. Im Inneren stehen ein Doppelbett, manchmal Einzelbetten dazu, ein kleiner Tisch, Teppiche auf dem Boden und Laternen. Die besseren Glockenzelte haben einen kleinen Holzofen, der abends für Wärme sorgt. Fläche: meist 16 bis 25 Quadratmeter. Glockenzelte sind wetterfest, aber nicht winterfest. Die Saison läuft von Mai bis September.

Baumhäuser und Baumhütten

In Schweden entstehen immer mehr Baumhaushotels. Die bekanntesten stehen in Harads (Treehotel), aber auch in Småland, Dalarna und Västerbotten gibt es Angebote. Es gibt einfache Holzplattformen in den Bäumen, aber auch designte Architekturprojekte mit Panoramafenstern, eigener Dusche und Fußbodenheizung. Baumhäuser sind ganzjährig nutzbar, wenn sie isoliert und beheizt sind.

Hütten und Stugas

Die Grenze zwischen einer traditionellen Stuga und einer Glamping-Hütte ist fließend. Glamping-Hütten unterscheiden sich von normalen Ferienhäusern dadurch, dass sie bewusst klein, minimalistisch und naturverbunden gestaltet sind. Oft kein Strom, Licht über Solarlampen oder Kerzen, Wasser vom Brunnen. Manche haben ein Außenbad oder eine Holzbefeuerte Sauna direkt am See. Die Küche ist meist eine Kochstelle im Freien.

Floating Cabins

Schwimmende Hütten auf einem See oder Fluss. Ein relativ neuer Trend in Schweden, der sich schnell verbreitet. Die Cabin steht auf einem Ponton und ist mit einer Leine am Ufer befestigt. Manche treiben frei auf dem See, andere liegen fest an einem Steg. Im Inneren: Bett, kleiner Tisch, manchmal eine Miniküche. Das Besondere ist das Gefühl, auf dem Wasser zu schlafen. Das leichte Schaukeln, die Geräusche des Sees nachts, der Blick aus dem Fenster direkt aufs Wasser.

Glamping-Unterkunft an einem schwedischen See am frühen Morgen mit Nebel über dem Wasser
Morgens am See: Nebel über dem Wasser, Kaffee in der Hand und kein anderer Mensch in Sicht. So fängt ein Glamping-Tag an. (KI-generiert)

Die besten Glamping-Plätze

Schweden hat Dutzende Glamping-Anbieter. Die folgenden habe ich entweder selbst besucht oder von Leuten empfohlen bekommen, deren Urteil ich vertraue.

Canvas Hotel, Telemark (bei Jokkmokk)

Ein Camp mit Glockenzelten in der Nähe von Jokkmokk, im Herzen von Schwedisch-Lappland. Die Zelte stehen auf einer Lichtung im Kiefernwald, jedes mit Doppelbett, Holzofen und Rentierfellen. Abends gibt es ein gemeinsames Essen am Lagerfeuer, meistens mit lokal gefangenem Fisch. Das Canvas Hotel läuft von Juni bis September. Preise ab 2.200 SEK pro Nacht für zwei Personen.

Kolarbyn Eco-Lodge, Skinnskatteberg (Västmanland)

Oft als „Schwedens ursprünglichstes Hotel" beworben. Zwölf Köhlerhütten ohne Strom und fließendes Wasser, dafür mit Holzofen und Kerzenbeleuchtung. Man schläft auf Schaffellen, kocht über dem offenen Feuer und badet im See. Kolarbyn ist kein Luxus-Glamping, sondern bewusste Einfachheit. Wer drei Tage ohne Smartphone auskommen will, findet hier den richtigen Ort. Preis: ab 850 SEK pro Nacht und Person.

Stedsans in the Woods, Halland

Ein dänisch-schwedisches Projekt in den Wäldern von Halland, nahe der Westküste. Zelte und Hütten, ein Restaurant mit eigener Farm, Sauna am See. Stedsans ist das High-End-Segment: Hier zahlt man für das Gesamtkonzept aus Unterkunft, Essen und Erlebnis. Die Küche arbeitet mit dem, was auf dem Hof wächst und was im Wald gefunden wird. Preise ab 3.800 SEK pro Nacht inklusive Halbpension.

Urnatur, Ödeshög (Småland)

Am Vättern gelegen, bietet Urnatur verschiedene Unterkünfte: Baumhütten, Erdhäuser, schwimmende Saunen. Alles ohne Strom, alles aus Naturmaterialien. Die Philosophie ist radikal: kein WLAN, kein Mobilfunkempfang, kein elektrisches Licht. Nach einer Stunde hat man sich daran gewöhnt. Nach einem Tag stellt man fest, dass man sein Handy seit dem Einchecken nicht angefasst hat. Preis: ab 1.500 SEK pro Nacht.

Weitere Anbieter, die ich auf dem Schirm habe: Naturbyn in Värmland (Floating Cabins auf einem Waldsee), Arctic Retreat bei Luleå (Glamping-Hütten mit Nordlicht-Programm) und Treehotel in Harads (das bekannteste Baumhaus-Hotel des Landes).

Glamping-Hütte im schwedischen Wald mit Holzveranda und Blick zwischen die Bäume
Eine typische Glamping-Hütte im schwedischen Wald. Klein, einfach, aber mit allem, was man braucht. (KI-generiert)

Regionen und Landschaften

Welche Region sich für Glamping eignet, hängt davon ab, was man sucht. Schweden bietet von der Südspitze bis zum Polarkreis völlig unterschiedliche Landschaften.

Småland und Südschweden: Seen, Mischwälder, sanfte Hügel. Die Landschaft erinnert an ein Bilderbuch-Schweden mit roten Holzhäusern und Wildblumenwiesen. Anreise ist kurz, ab Malmö oder Göteborg ist man in zwei bis drei Stunden im Grünen. Die meisten Glamping-Plätze in dieser Region haben eine gute Infrastruktur: eigene Bäder, kleine Restaurants, geführte Aktivitäten. Für Erstbesucher und Familien ein guter Einstieg.

Värmland und Dalarna: Tiefere Wälder, größere Seen, weniger Tourismus. Hier wird es wilder. Die Glamping-Unterkünfte stehen oft abgelegen, der nächste Ort ist eine halbe Stunde Fahrt entfernt. Dafür bekommt man echte Einsamkeit. In Värmland gibt es Elche, Biber und mit etwas Glück Wölfe (die man hört, aber selten sieht). Dalarna bietet die klassische schwedische Kulturlandschaft mit Almwiesen und Dörfern, die aussehen, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Norrland und Lappland: Für Leute, die es wirklich abgeschieden wollen. Im Sommer Mitternachtssonne, im Winter Nordlichter. Die Glamping-Plätze hier oben sind oft nur saisonal geöffnet. Die Mückensaison im Juni und Juli kann hart sein. Aber: Endlose Wälder, breite Flüsse, Fjäll-Hochebenen -- die Weite hier oben macht den Unterschied. Wer schon in Südschweden war und mehr will, sollte nach Norrland kommen.

Schärenküste (Westküste und Ostküste): Glamping auf den Schären ist noch selten, aber im Kommen. Einige Anbieter haben Zelte auf kleinen Inseln aufgestellt, erreichbar nur per Boot. Das Prinzip: eine Insel, ein Zelt, das Meer ringsum. Die Logistik kostet mehr Planung, dafür hat man die Schären fast für sich allein.

Preise und Buchung

Glamping in Schweden ist nicht billig. Die Preise variieren stark je nach Unterkunftstyp, Region und Saison. Hier eine Orientierung (Preise pro Nacht für zwei Personen, Stand 2026):

  • Einfache Glockenzelte: 800 bis 1.500 SEK (ca. 70 bis 130 Euro)
  • Komfort-Glockenzelte mit Ofen und Möbeln: 1.500 bis 2.500 SEK (ca. 130 bis 220 Euro)
  • Glamping-Hütten ohne Strom: 1.200 bis 2.000 SEK (ca. 105 bis 175 Euro)
  • Floating Cabins: 1.800 bis 3.500 SEK (ca. 160 bis 300 Euro)
  • Baumhäuser: 2.000 bis 15.000 SEK (ca. 175 bis 1.300 Euro), je nach Anbieter enorme Spanne
  • Premium-Glamping mit Verpflegung: 3.000 bis 5.000 SEK (ca. 260 bis 435 Euro)

Die meisten Anbieter haben eigene Websites mit Buchungsfunktion. Einige sind auch über Booking.com, Airbnb oder die schwedische Plattform Hipcamp gelistet. Direkt buchen ist meistens günstiger und bietet bessere Stornierungsbedingungen. Für die Hochsaison (Mitte Juni bis Mitte August) sollte man zwei bis drei Monate vorher buchen. Beliebte Plätze wie Stedsans oder das Treehotel sind noch schneller ausgebucht.

Ein Tipp: Viele Glamping-Anbieter bieten Rabatte für Aufenthalte unter der Woche (Sonntag bis Donnerstag) oder für Buchungen von drei Nächten und mehr. Es lohnt sich, direkt nachzufragen. Die Schweden sind da unkompliziert.

Lagerfeuer vor einem Glamping-Zelt in der schwedischen Wildnis bei Abenddämmerung
Abende am Lagerfeuer gehören zum Glamping dazu. Die meisten Plätze stellen Feuerholz und Grillrost bereit. (KI-generiert)

Beste Reisezeit

Die Glamping-Saison in Schweden hängt vom Unterkunftstyp ab. Nicht isolierte Zelte funktionieren nur im Sommer. Beheizte Hütten und Baumhäuser sind ganzjährig nutzbar.

Juni bis August: Hauptsaison. Lange Tage (im Norden Mitternachtssonne), warme Temperaturen (15 bis 25 Grad), Badeseen haben 18 bis 22 Grad. Der Nachteil: Mücken, besonders in Nordschweden. Ein gutes Mückenspray (Myggmedel) gehört ins Gepäck. Juli ist der wärmste Monat, aber auch der am stärksten gebuchte. Wer flexibel ist, weicht auf die erste Junihälfte oder Ende August aus, weniger Touristen, ähnlich gutes Wetter.

Mai und September: Nebensaison. Kühler (8 bis 15 Grad), aber ruhig und wunderschön. Im Mai blüht alles, im September färben sich die Wälder. Die Mücken sind in diesen Monaten kein Problem. Viele Glamping-Plätze haben in diesen Monaten noch geöffnet, aber mit reduziertem Angebot. Preise liegen 20 bis 30 Prozent unter der Hauptsaison.

Winter (Oktober bis April): Nur für beheizte Unterkünfte. Baumhäuser, isolierte Hütten und spezielle Winter-Glamping-Camps (vor allem in Lappland) bieten Wintererlebnisse: Nordlichter, Hundeschlittentouren, Schneeschuhwandern. Die Kombination aus Glamping und Nordlichtern ist ein wachsender Markt. Warm anziehen ist Pflicht, nachts kann es minus 25 Grad werden.

Packliste und Vorbereitung

Glamping bedeutet nicht, dass man nichts mitbringen muss. Die Unterkunft stellt Bett und Grundausstattung, aber einiges sollte man selbst dabeihaben.

  • Schichten-Kleidung: Morgens kann es 8 Grad sein, nachmittags 22. Eine leichte Daunenjacke, Fleece und T-Shirts zum Kombinieren
  • Feste Schuhe: Die Wege zu den Unterkünften sind oft unbefestigt. Wanderschuhe oder robuste Sneaker
  • Mückenspray: Von Mitte Juni bis Ende Juli unverzichtbar, vor allem in Nordschweden. Lokale Produkte (Djungelolja oder Myggmedel) funktionieren besser als deutsche Marken
  • Stirnlampe oder Taschenlampe: Viele Glamping-Plätze haben keine Außenbeleuchtung. Im August und September wird es nachts dunkel
  • Handtücher: Nicht alle Anbieter stellen Handtücher bereit, vorher nachfragen
  • Lebensmittel: Manche Plätze haben eine Küche oder ein Restaurant. Andere erwarten, dass man selbst kocht. Vorher klären, was vorhanden ist
  • Bargeld: Überraschenderweise akzeptieren viele kleine Glamping-Betriebe in Schweden nur Swish (schwedisches Zahlungssystem) oder Karte. Bargeld braucht man selten, aber eine Kreditkarte immer

Was man nicht braucht: Schlafsack und Isomatte. Das ist der ganze Punkt von Glamping. Bettwäsche und Decken sind im Preis enthalten. Bei einigen einfacheren Plätzen sollte man aber vorher nachfragen, ob ein eigener Schlafsack empfohlen wird.

Frühstück auf der Veranda einer Glamping-Unterkunft in Schweden mit Blick auf den Wald
Frühstück draußen gehört zum Glamping-Erlebnis. Kaffee, frisches Brot und der Blick in den Wald, besser startet kein Tag. (KI-generiert)

Glamping mit Kindern

Glamping funktioniert mit Kindern oft besser als normales Camping. Der Grund: Die Unterkunft steht schon. Man kommt an, die Betten sind gemacht, die Kinder können sofort losrennen und die Umgebung erkunden. Kein Zeltaufbau im Regen, kein Kampf mit Heringen.

Die meisten Glamping-Plätze in Schweden sind familienfreundlich. Kinder lieben Glockenzelte, das hat etwas von Abenteuer und Geborgenheit gleichzeitig. Baumhäuser sowieso. Ferienhäuser in Schweden sind natürlich eine Alternative, aber Glamping bietet das Draußen-Gefühl, das Kinder lieben.

Einige Plätze bieten spezielle Familien-Unterkünfte mit zusätzlichen Betten oder aneinander gestellten Zelten für größere Gruppen. Kolarbyn in Västmanland hat zum Beispiel größere Hütten, in denen eine vierköpfige Familie gut Platz findet. Stedsans bietet Familienzelte mit abgetrenntem Schlafbereich für Eltern.

Worauf man achten sollte: Manche Glamping-Plätze liegen direkt am Wasser. Mit kleinen Kindern ist das gleichzeitig toll (Baden, Steine werfen, Frösche beobachten) und ein Risiko. Schwimmwesten mitnehmen, wenn die Kinder noch nicht sicher schwimmen können. Die schwedischen Anbieter stellen selten welche bereit.

Häufig gestellte Fragen

Braucht man einen Schlafsack beim Glamping?

In der Regel nicht. Die meisten Glamping-Unterkünfte in Schweden bieten Bettwäsche, Decken und Kissen. Bei einfacheren Anbietern (z. B. Kolarbyn) sollte man vorher nachfragen. Im Herbst oder Frühling ist eine zusätzliche Decke manchmal willkommen, aber einen Schlafsack braucht man beim Glamping normalerweise nicht.

Gibt es eigene Badezimmer?

Das hängt vom Anbieter ab. Baumhäuser und Premium-Hütten haben oft ein eigenes Bad. Glockenzelte und einfachere Unterkünfte teilen sich meist Sanitärgebäude mit Duschen und WCs. Bei Floating Cabins ist die Situation unterschiedlich, manche haben ein eingebautes Kompost-WC, andere nicht. Die Details stehen auf der Buchungsseite des jeweiligen Anbieters.

Wie steht es mit Mobilfunkempfang und WLAN?

Viele Glamping-Plätze sind bewusst ohne WLAN. Mobilfunkempfang gibt es in Südschweden fast überall, aber in Nordschweden und in abgelegenen Waldgebieten kann das Signal schwach oder nicht vorhanden sein. Wer erreichbar sein muss, sollte vorher beim Anbieter nachfragen. Die meisten Glamper sehen den fehlenden Empfang allerdings als Vorteil.

Kann man mit Hund zum Glamping?

Einige Anbieter erlauben Hunde, andere nicht. Hundfreundliche Plätze gibt es vor allem in Värmland und Dalarna. Es wird oft eine Reinigungsgebühr berechnet (200 bis 500 SEK). In der Hochsaison ist die Auswahl kleiner, weil die beliebtesten Unterkünfte Hunde ausschließen. Direkt beim Anbieter nachfragen und frühzeitig buchen.

Ist Glamping in Schweden auch im Winter möglich?

Ja, aber nur in beheizten Unterkünften. Baumhäuser mit Isolierung und Fußbodenheizung, beheizte Glamping-Hütten und spezielle Winter-Camps in Lappland bieten Wintererlebnisse. Glockenzelte und Floating Cabins sind im Winter geschlossen. Die Winterversion von Glamping in Schweden ist teurer, aber die Kombination aus verschneiter Landschaft und Nordlichtern ist es wert.

Was kostet Glamping in Schweden im Durchschnitt?

Für zwei Personen pro Nacht sollte man mit 1.200 bis 2.500 SEK (105 bis 220 Euro) rechnen. Einfache Unterkünfte starten bei 800 SEK, Premium-Angebote mit Verpflegung können 5.000 SEK und mehr kosten. Das Baumhaus-Segment liegt nochmal darüber. Im Vergleich: Ein normaler Campingplatz kostet 250 bis 400 SEK, ein Mittelklassehotel 1.000 bis 1.500 SEK pro Nacht.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026