Einreise nach Schweden
Schweden gehört zur EU und zum Schengen-Raum. Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist die Einreise unkompliziert. Personalausweis genügt, kein Visum nötig. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die man wissen sollte, bevor man die Koffer packt. Besonders beim Thema Alkohol-Import und Haustiere lauern Fallstricke, die den Urlaub teuer machen können.
Ich reise seit über zwölf Jahren regelmäßig nach Schweden. Per Flugzeug, Fähre, Auto, Bahn. Jedes Mal ist die Einreise problemlos gewesen. Aber ich habe am Zoll in Malmö schon Leute gesehen, die ihre gesamte Alkoholfracht abgeben mussten, weil sie die Regeln nicht kannten. Und am Flughafen Arlanda steht ein Schild, das darauf hinweist, dass man die Einfuhr von Snus (schwedischem Kautabak) in andere EU-Länder vergessen kann. Die Regeln sind einfach, aber man sollte sie kennen.
In diesem Artikel erkläre ich alles, was du für die Einreise nach Schweden brauchst: Dokumente und Anreisewege, Zollregeln und Sonderfälle. Aktualisiert für 2026.
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Einreisebestimmungen für EU-Bürger
Schweden ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union und seit 2001 Teil des Schengen-Raums. Das bedeutet: keine Grenzkontrollen. Theoretisch. In der Praxis führt Schweden seit 2015 temporäre Grenzkontrollen durch, vor allem an der Öresundbrücke und in den Fährhäfen. Das heißt, man muss sich ausweisen können. Ohne gültiges Dokument wird es kompliziert.
Personalausweis oder Reisepass: Beides funktioniert. Der deutsche Personalausweis reicht für die Einreise nach Schweden völlig aus. Ein Reisepass ist nicht notwendig, schadet aber auch nicht. Wichtig: Das Dokument muss gültig sein. Abgelaufene Personalausweise werden nicht akzeptiert, auch wenn die deutsche Verlängerungsregel (zehn Jahre für Erwachsene) im Pass vermerkt ist. Schwedische Grenzbeamte kennen diese Regelung, aber es kann zu Diskussionen führen. Einfacher ist ein gültiges Dokument.
Kinder: Auch Kinder brauchen ein eigenes Ausweisdokument. Der Eintrag im Reisepass der Eltern reicht seit 2012 nicht mehr. Für Kinder unter 16 gibt es den Kinderreisepass (sechs Jahre gültig) oder den regulären Personalausweis. Mein Rat: den Personalausweis nehmen. Der Kinderreisepass wird von manchen Airlines nicht für den Check-in akzeptiert, obwohl er als Reisedokument gültig ist.
Nicht-EU-Bürger: Staatsangehörige aus der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein können ebenfalls mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Für Bürger aus Drittstaaten (z.B. Türkei, Indien, China) gelten die Schengen-Visum-Regeln. Ein Schengen-Visum Typ C erlaubt Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen. Beantragt wird es bei der schwedischen Botschaft oder dem zuständigen Konsulat im Heimatland. Bearbeitungszeit: 15 bis 45 Werktage.
Aufenthaltsdauer: EU-Bürger dürfen sich ohne Aufenthaltsgenehmigung bis zu drei Monate in Schweden aufhalten. Wer länger bleibt, muss sich beim Migrationsverket (der schwedischen Migrationsbehörde) registrieren. Als EU-Bürger hat man das Recht auf Freizügigkeit, aber die Registrierung ist für den Zugang zu schwedischen Behörden und Dienstleistungen notwendig. Wer in Schweden arbeiten oder studieren will, braucht eine Personnummer (schwedische Personennummer), die man beim Skatteverket (Finanzamt) beantragt.
Anreise per Flugzeug
Die schnellste Art nach Schweden zu kommen. Stockholm-Arlanda ist der größte Flughafen des Landes, gefolgt von Göteborg-Landvetter und Malmö-Sturup. Aus dem deutschsprachigen Raum gibt es Direktflüge ab Frankfurt, München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Wien und Zürich.
Stockholm-Arlanda (ARN): 42 Kilometer nördlich von Stockholm. Vier Terminals, davon Terminal 5 für internationale Flüge. SAS, Lufthansa, Eurowings und Norwegian fliegen regelmäßig aus Deutschland. Flugzeit ab Frankfurt: 2 Stunden 15 Minuten. Preise variieren stark, Hin- und Rückflug ab etwa 120 Euro mit Eurowings oder Norwegian (Handgepäck), ab 250 Euro mit SAS (inklusive Aufgabegepäck). Die Verbindung in die Stadt ist gut: der Arlanda Express (Schnellzug, 20 Minuten, 299 SEK einfach) oder der Flygbussarna-Bus (45 Minuten, 119 SEK).
Stockholm-Skavsta (NYO): Der Billigflieger-Flughafen, 100 Kilometer südwestlich von Stockholm bei Nyköping. Ryanair und Wizz Air fliegen hierher. Klingt günstig, aber die Busfahrt ins Zentrum dauert 80 Minuten und kostet 159 SEK. Rechne die Gesamtkosten vorher durch.
Göteborg-Landvetter (GOT): 25 Kilometer östlich von Göteborg. Direktflüge aus Frankfurt und München mit Lufthansa, aus Berlin mit Norwegian. Flugzeit ab Frankfurt: 2 Stunden. Bus ins Zentrum: 30 Minuten, 119 SEK. Für Reisen an die schwedische Westküste oder nach Westschweden der praktischere Flughafen.
Malmö-Sturup (MMX): Kleiner Regionalflughafen, wenige Direktverbindungen. Wer nach Malmö oder Südschweden will, fliegt besser nach Kopenhagen-Kastrup (CPH) und nimmt den Zug über die Öresundbrücke. Ab Kastrup sind es 35 Minuten mit dem Zug nach Malmö Central, der Preis liegt bei 130 SEK.
Anreise über die Öresundbrücke
Die Öresundbrücke verbindet Kopenhagen in Dänemark mit Malmö in Schweden. 7,8 Kilometer Brücke, 4 Kilometer Tunnel, dazwischen die künstliche Insel Peberholm. Die Strecke ist sowohl für Autos als auch für Züge nutzbar. Für alle, die aus Norddeutschland oder Dänemark kommen, ist das die bequemste Landverbindung nach Schweden.
Mit dem Auto: Die Maut für die Öresundbrücke beträgt 59 Euro (Pkw, Online-Preis 2026). An der Brücke zahlt man mehr. Wer häufiger fährt, lohnt sich ein BroPas-Vertrag (ab 26 Euro pro Überfahrt bei Vertragsbindung). Die Bezahlung erfolgt an der Mautstation auf der dänischen Seite per Kreditkarte, BroPas oder Bizz-Transponder. Bargeld wird nicht akzeptiert.
Mit dem Zug: Öresundståg-Züge verkehren alle 20 Minuten zwischen Kopenhagen Hauptbahnhof (Københavns Hovedbanegård) und Malmö Central. Fahrzeit: 35 Minuten. Einzelticket: 130 SEK, buchbar über die App Skånetrafiken. Von Malmö aus gibt es Schnellzüge (SJ, Snälltåget) weiter nach Göteborg (2,5 Stunden) und Stockholm (4,5 Stunden). Mein Tipp: SJ bucht man am besten 60 Tage im Voraus. Die Frühbucherpreise Stockholm-Malmö starten bei 195 SEK, kurzfristig zahlt man schnell 700 SEK oder mehr.
Grenzkontrollen: Seit 2015 kontrolliert Schweden die Einreise über die Öresundbrücke stichprobenartig. Meistens wird man durchgewinkt. Manchmal wird der Personalausweis kontrolliert. Bei den Zügen findet die Kontrolle bereits am Flughafen Kastrup statt, bevor man den Zug nach Malmö besteigt. Ohne gültiges Ausweisdokument darf man nicht in den Zug. Das wurde mir von einem Schaffner einmal bestätigt, als ein Mitreisender seinen Ausweis vergessen hatte. Der Mann musste am Flughafen aussteigen.
Anreise per Fähre
Fähren sind die gemütlichste Art, nach Schweden zu kommen. Man geht abends an Bord, schläft in der Kabine und wacht morgens in Schweden auf. Die großen Fährgesellschaften sind Stena Line, TT-Line, Finnlines und Viking Line.
Kiel nach Göteborg (Stena Line): Die Klassiker-Route. Abfahrt täglich um 18:45 Uhr, Ankunft in Göteborg um 9:15 Uhr am nächsten Morgen. Die Überfahrt dauert 14,5 Stunden. Preise ab 49 Euro pro Person in der Innenkabine (ohne Auto), ab 149 Euro mit Pkw und zwei Personen. Die Fähren Stena Germanica und Stena Scandinavica sind modern, haben Restaurants, Bars, ein Bordkino und einen Tax-Free-Shop. Ich nehme diese Route gerne, weil man morgens ausgeruht in Göteborg ankommt und direkt losfahren kann.
Travemünde nach Trelleborg (TT-Line): Kürzere Überfahrt, etwa 7,5 Stunden. Mehrere Abfahrten täglich. Preise ab 39 Euro pro Person, ab 99 Euro mit Pkw. Trelleborg liegt ganz im Süden Schwedens, ideal für Reisen nach Skåne oder weiter an die Ostküste.
Travemünde nach Malmö (Finnlines): 9 Stunden Überfahrt, eine Abfahrt täglich. Preise vergleichbar mit TT-Line. Vorteil: Man kommt direkt in Malmö an und spart sich die Fahrt von Trelleborg.
Rostock nach Trelleborg (Stena Line): 6 Stunden, mehrere Abfahrten täglich. Für Reisende aus Ostdeutschland die kürzeste Verbindung. Preise ab 35 Euro pro Person.
Sassnitz nach Trelleborg (FRS Baltic): Die schnellste Fähre, nur 2,5 Stunden mit dem Katamaran. Saisonal (April bis Oktober), Preise ab 29 Euro pro Person. Nachteil: Bei rauem Seegang wird es auf dem Katamaran ungemütlich.
Generell gilt: Fähren frühzeitig buchen, besonders in der Sommersaison (Juni bis August). Die günstigsten Kabinen sind schnell weg. Wer flexibel bei den Abfahrtszeiten ist, findet oft bessere Preise unter der Woche als am Wochenende.
Zollbestimmungen und Freigrenzen
Innerhalb der EU gibt es keine Zollgrenzen im klassischen Sinn. Du kannst Waren für den persönlichen Gebrauch frei einführen. Aber: Schweden hat Sonderregeln für bestimmte Produkte, vor allem Alkohol und Tabak. Und die schwedischen Zollbehörden (Tullverket) kontrollieren durchaus, besonders an den Fährterminals.
Waren für den persönlichen Gebrauch: Als EU-Bürger darfst du Waren aus einem anderen EU-Land nach Schweden bringen, solange sie für den eigenen Verbrauch bestimmt sind. Es gibt keine festen Obergrenzen für die meisten Produkte. Kleidung, Elektronik, Lebensmittel: kein Problem. Aber wenn die Menge auf gewerblichen Handel hindeutet, greift der Zoll ein.
Bargeld: Ab 10.000 Euro (oder dem Gegenwert in anderen Währungen) muss man die Einfuhr beim Zoll anmelden. Das gilt auch für Schwedische Kronen. Wer mit viel Bargeld reist, sollte die Herkunft nachweisen können.
Medikamente: Verschreibungspflichtige Medikamente darf man für den persönlichen Bedarf einführen, maximal für drei Monate. Eine ärztliche Bescheinigung (am besten auf Englisch) und das Originalrezept sollte man dabei haben. Für Betäubungsmittel (z.B. bestimmte starke Schmerzmittel) gibt es gesonderte Vorschriften. Das Schengen-Zertifikat für Betäubungsmittelreisende ist die sicherste Lösung.
Waffen: Die Einfuhr von Waffen ist streng reguliert. Jäger, die zur Jagd nach Schweden fahren, brauchen einen Europäischen Feuerwaffenpass und eine Einladung des schwedischen Jagdveranstalters. Die Waffe muss im Feuerwaffenpass eingetragen sein. Pfefferspray ist in Schweden ohne Genehmigung verboten. Messer mit einer Klinge über 7 Zentimeter dürfen nicht im öffentlichen Raum geführt werden.
Alkohol und Tabak nach Schweden einführen
Das ist das Thema, das die meisten Schweden-Reisenden beschäftigt. Alkohol ist in Schweden teuer. Sehr teuer. Eine Flasche Wein, die in Deutschland 5 Euro kostet, kostet im Systembolaget (dem staatlichen Alkoholgeschäft) 80 bis 100 SEK (7 bis 9 Euro). Ein Sixpack Bier liegt bei 90 bis 130 SEK. Da liegt es nahe, Alkohol aus Deutschland mitzubringen.
Die Regeln: Als EU-Bürger darfst du Alkohol für den persönlichen Gebrauch aus einem anderen EU-Land nach Schweden einführen. Es gibt keine feste Obergrenze, aber der schwedische Zoll orientiert sich an Richtwerten. Diese Richtwerte sind: 110 Liter Bier, 90 Liter Wein, 10 Liter Spirituosen und 20 Liter Zwischenerzeugnisse (z.B. Portwein, Sherry). Wer diese Mengen überschreitet, muss glaubhaft machen, dass alles für den Eigenverbrauch ist.
In der Praxis bedeutet das: Ein Kasten Bier und ein paar Flaschen Wein für den Urlaub sind kein Problem. Fünf Kisten Bier auf der Fähre von Travemünde nach Trelleborg können Fragen aufwerfen. Der Zoll achtet vor allem darauf, ob die Menge zum Reisezweck passt. Ein Paar, das zwei Wochen Urlaub macht und 24 Flaschen Wein mitbringt, wird wahrscheinlich nicht beanstandet. Ein Alleinreisender mit dem gleichen Vorrat schon eher.
Wichtig: Du musst mindestens 20 Jahre alt sein, um Alkohol nach Schweden einzuführen. Unter 20 ist die Einfuhr von Alkohol verboten, auch wenn man in Deutschland bereits mit 16 Bier und Wein kaufen darf. Die schwedische Altersgrenze gilt.
Tabak: Die Richtwerte für EU-Bürger sind 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren oder 1 Kilogramm Rauchtabak. Wer mehr mitbringt, muss den Eigenverbrauch belegen können. Snus (schwedischer Kautabak) darf übrigens nicht aus Schweden in andere EU-Länder ausgeführt werden. Das EU-Verkaufsverbot für Snus gilt überall außer in Schweden.
Aus Nicht-EU-Ländern: Wer aus Norwegen (kein EU-Mitglied) oder aus einem Duty-Free-Shop einreist, gelten deutlich niedrigere Freigrenzen: 1 Liter Spirituosen ODER 2 Liter Wein, plus 1 Liter Wein, plus 2 Liter Bier. Dazu 200 Zigaretten. Die Wertobergrenze für andere Waren liegt bei 4.300 SEK (Flugreisende) bzw. 3.000 SEK (andere Reisende).
Einreise mit Haustieren
Schweden mit Hund oder Katze ist gut machbar, aber die Vorbereitungen brauchen Zeit. Schweden hält sich an die EU-Regelungen für den Heimtierausweis, hat aber in der Vergangenheit zusätzliche Anforderungen gehabt. Seit 2012 gelten die gleichen Regeln wie im restlichen EU-Raum.
EU-Heimtierausweis: Pflicht für Hunde und Katzen, ebenso für Frettchen. Der Ausweis wird vom Tierarzt ausgestellt und enthält Impfnachweise, Mikrochipnummer sowie die Angaben zum Besitzer. Ohne Heimtierausweis keine Einreise.
Tollwutimpfung: Pflicht. Die Impfung muss mindestens 21 Tage vor der Einreise erfolgt sein. Bei Erstimpfung gilt eine Wartefrist von 21 Tagen. Bei Nachimpfung (Auffrischung innerhalb der Gültigkeitsdauer) reist man sofort weiter. Die Impfung muss im Heimtierausweis eingetragen sein.
Mikrochip: Pflicht. Der Chip muss vor der Tollwutimpfung implantiert worden sein, damit die Zuordnung stimmt. ISO-Standard 11784/11785. Die meisten modernen Chips erfüllen diesen Standard.
Bandwurmbehandlung: Schweden hat die Pflicht zur Bandwurmbehandlung (Echinococcus) 2018 abgeschafft. Sie ist nicht mehr erforderlich. Viele Tierärzte wissen das noch nicht und empfehlen sie trotzdem. Schadet nicht, ist aber nicht vorgeschrieben.
Wer mit dem Hund nach Schweden reist, sollte wissen: In der Natur gilt zwischen 1. März und 20. August Leinenpflicht (Brut- und Setzzeit). Auf Campingplätzen und in vielen Ferienhäusern sind Hunde willkommen, aber nicht in allen. Vorher nachfragen. In Stockholm dürfen Hunde in den SL-Nahverkehr (Bus, U-Bahn, Pendeltåg), müssen aber auf dem Schoß sitzen oder an der Leine geführt werden.
Einreise mit dem Auto
Viele Deutsche fahren mit dem eigenen Auto nach Schweden. Die Strecke Hamburg, Kopenhagen, Öresundbrücke, Malmö ist die beliebteste Route. Von Hamburg nach Malmö sind es etwa 600 Kilometer, Fahrzeit circa 6 Stunden (inklusive Brücke und Maut in Dänemark). Alternativ nimmt man eine Fähre und spart sich die Fahrt durch Dänemark.
Dokumente: Führerschein (deutscher genügt), Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und Grüne Versicherungskarte. Die Grüne Karte ist theoretisch im EU-Raum nicht mehr nötig, aber praktisch ratsam, weil sie den Versicherungsschutz sofort belegt, falls es zu einem Unfall kommt. Anfordern bei der eigenen Kfz-Versicherung, kostenlos.
Verkehrsregeln in Schweden: Rechtsverkehr, Lichtpflicht rund um die Uhr (auch tagsüber). Tempolimits: innerorts 50 km/h (teilweise 30 oder 40), Landstraße 70 bis 90 km/h, Autobahn 110 bis 120 km/h. Promillegrenze: 0,2 Promille. Sehr streng. Wer mit mehr als 1,0 Promille erwischt wird, begeht eine schwere Straftat (grovt rattfylleri). Bußgelder für Geschwindigkeitsübertretungen beginnen bei 2.000 SEK und können bis 4.000 SEK gehen. Wer mehr als 30 km/h zu schnell fährt, riskiert den Führerscheinentzug.
Winterreifen: Pflicht vom 1. Dezember bis 31. März, wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen. In der Praxis: Wer zwischen Oktober und April nach Schweden fährt, sollte Winterreifen aufziehen. Spikereifen sind erlaubt vom 1. Oktober bis 15. April. Die Mindestprofiltiefe für Winterreifen beträgt 3 Millimeter.
Mehr zum Thema gibt es in meinem Artikel über das Autofahren in Schweden.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich einen Reisepass für Schweden?
Nein. Als EU-Bürger genügt ein gültiger Personalausweis. Ein Reisepass ist ebenfalls möglich, aber nicht erforderlich. Wichtig: Das Dokument muss gültig sein, abgelaufene Ausweise werden an der schwedischen Grenze nicht akzeptiert.
Wie viel Alkohol darf ich nach Schweden mitnehmen?
Für EU-Bürger gibt es keine feste Obergrenze, aber Richtwerte: 110 Liter Bier, 90 Liter Wein, 10 Liter Spirituosen. Die Menge muss für den persönlichen Gebrauch bestimmt sein. Du musst mindestens 20 Jahre alt sein, um Alkohol einzuführen.
Gibt es Grenzkontrollen an der Öresundbrücke?
Ja, seit 2015 führt Schweden temporäre Grenzkontrollen durch. Bei der Autofahrt über die Brücke wird stichprobenartig kontrolliert. Bei Zugreisen findet die Ausweiskontrolle am Flughafen Kastrup statt, bevor man den Zug nach Malmö besteigt. Ein gültiger Ausweis ist Pflicht.
Brauche ich eine Bandwurmbehandlung für meinen Hund?
Nein, seit 2018 nicht mehr. Schweden hat die Pflicht zur Bandwurmbehandlung (Echinococcus) abgeschafft. Nötig sind: EU-Heimtierausweis, Mikrochip und gültige Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage vor Einreise bei Erstimpfung).
Was kostet die Fähre nach Schweden?
Je nach Route und Saison variieren die Preise stark. Die günstigsten Verbindungen starten bei 29 Euro pro Person (Sassnitz-Trelleborg). Kiel-Göteborg mit Stena Line beginnt bei 49 Euro pro Person (Innenkabine), mit Auto ab 149 Euro. In der Sommersaison (Juni bis August) sind die Preise höher. Frühbucher sparen am meisten.
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Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026





