Wohnmobile mieten statt kaufen – der neue Trend

Camping ist so beliebt wie nie zuvor und die Fangemeinde wächst täglich. Das neue Freiheitsbedürfnis und die Möglichkeit sich unabhängig und flexibel bewegen zu können sind für viele nicht erst seit des vergangenen Jahres in den Fokus gerückt.

Wohnmobile mieten statt kaufen – der neue Trend

Der erste Schritt in Richtung Camper-Dasein – noch vor einem Kauf – kann das Anmieten eines geeigneten Wohnmobils sein, doch die Auswahl ist groß: Camper, Campervan, Campingbus, Kastenwagen, Alkoven, Teilintegrierter oder Vollintegrierter.

Anfangs kann man sich als Neuling bei der großen Auswahl etwas überfordert fühlen. Doch spätestens beim näheren Einlesen kristallisiert sich recht schnell heraus, welche Art von Reisemobil das Richtige für einen selbst ist.

Es ist übrigens nicht nötig, die teilweise recht teure Investition in ein Wohnmobil zu tätigen und das Fahrzeug zu kaufen, nur um danach festzustellen, dass dieses doch nicht den individuellen Vorstellungen entspricht. Wer sich im Camping auf 4 Rädern versuchen möchte, der kann auch einfach auf zahlreichen Online Plattformen wie paulcamper.de, campanda.de, direkt beim ADAC oder auf womosuche.de ein Wohnmobil mieten. Nachfolgend einige sehr gute Gründe, weshalb ein Wohnmobil zur Miete absolut Sinn macht!

Aller Anfang ist schwer – welches Wohnmobil passt am besten?

„Wohnmobile sind auch nur Fahrzeuge“, so oder so ähnlich könnte man denken. Doch die Wahrheit ist, dass die „Häuser auf 4 Rädern“ mit jeder Menge Technik ausgestattet sind, die sehr hilfreich jedoch auch sehr umfangreich ist. Deshalb ist es gut, wenn man eine kompetente Wohnmobilvermietung an seiner Seite hat, die schon vor und bei der Abholung eine ausführliche Einweisung in alle Funktionen ermöglicht, damit ein entspannter Campingurlaub schon von Anfang an gewährleistet ist. Auch während der Nutzung ist zudem die Kommunikation mit dem Vermieter gewährleistet, was gerade für Anfänger ein beruhigender Aspekt ist.

Kostenvergleich – mieten lohnt sich

In ein eigenes Wohnmobil zu investieren ist in der Regel sehr teuer. Durchschnittlich muss man hierbei ab ca 40.000 Euro rechnen, um ein gutes, funktionstüchtiges Fahrzeug zu erwerben. Bei einem Mietpreis von ca 100 Euro am Tag und 4 Wochen Campingurlaub kann man kalkulatorisch gesehen mit 2800 Euro im Jahr ein neues, technisch perfektes Wohnmobil anmieten. In anderen Worten: man kann sich für dasselbe Geld entweder ein eigenes Wohnmobil zulegen, oder für über 14 Jahre jeden Urlaub ein Wohnmobil des neuesten Modells anmieten.

Nutzungsdauer, Park- und Abstellplatz einkalkulieren

Der große Traum eines jeden Wohnmobilisten ist es 365 Tage im Jahr auf der Straße zu sein. Doch für viele reicht es meist nur für die üblichen 4 Wochen. Somit ist die Nutzung eines Wohnmobils für den Ottonormalverbraucher eher eingeschränkt und die meiste Zeit steht es leider ungenutzt herum.

Parkmöglichkeiten für Wohnmobile sind beschränkt, vor allem in den Innenstädten. Nicht überall ist es erlaubt das Fahrzeug einfach abzustellen. Hier kommt es oft auf die Länge an und auch die eingeschränkte Sicht durch die Größe des Fahrzeuges kann einen Risikofaktor für die Mitmenschen darstellen. Aus diesem Grund sollte man z.B. nicht in der Nähe von Schulen oder Kindergärten parken, da hier die Sicherheit der Kinder beim Überqueren der Straße beeinträchtigt werden könnte.

Aufgrund der teilweise langen Standzeiten (v.a. in der Winterpause) benötigt man für das eigene Wohnmobil einen guten Platz, wo das Fahrzeug geschützt ist und auch nicht die Umgebung behindert. Wer Platz vor dem eigenen Haus hat gehört zu den Glücklichen, alle anderen müssen sich darüber Gedanken machen, wie und wo das Wohnmobil für längere Zeit gelagert werden kann, ohne Gefahr zu laufen beschädigt zu werden. Gefahren sind nicht nur mögliche Einbrüche, Diebstahl oder Vandalismus, sondern leider auch vermehrt Naturkatastrophen wie Hochwasser, Frost, Hagel und Sturm. Bei einem Mietwohnmobil muss man sich diese Gedanken glücklicherweise nicht machen und trägt auch die oft erheblichen Kosten nicht.

Versicherungen, Kfz-Steuern und Instandhaltungskosten

Jährliche Grundkosten wie die Vollkaskoversicherung und Kfz-Steuer sollten nicht außer Acht gelassen werden. Diese sind bei der Miete des Wohnmobils schon inklusive bzw. im Fall der Versicherung kann mit dem jeweiligen Vermieter die Selbstbeteiligung besprochen werden.

Auch die Instandhaltung, Wartungen und Reparaturen gehen ins Geld. Je älter das Wohnmobil wird, desto mehr muss aufgrund der fortwährenden Abnutzung auch mit diesen Kosten gerechnet werden.

Im Fall des Mietwohnmobils sind all diese  –  vor allem bei Reparaturen plötzlich auftretenden und somit unerwartete – Kosten nicht das Problem des Mieters.

Abwechslung

Hat man erstmal viel Geld in ein Wohnmobil investiert ist es sehr schwierig, dieses nach kurzer Zeit durch ein neueres oder anderes Modell zu ersetzen. Aufgrund verschiedenster Gründe könnte ein Fahrzeugwechsel nötig werden, z.B. beim Familienzuwachs verlangt es nach einem größeren Reisemobil. Doch gerade jetzt aufgrund der hohen Nachfrage gibt es teilweise monatelange Wartelisten bei den Herstellern, weshalb ein schneller, spontaner Kauf so gut wie ausgeschlossen ist.

Bei der Miete der Wohnmobile kann man praktisch bei jedem Urlaub ein anderes Modell testen. Zusätzlich ist man immer mit den neuesten Fahrzeugen unterwegs. Aufgrund der schnellen Geschwindigkeit der Neuentwicklungen und technischen Innovationen ist man dadurch auf dem neuesten Stand und genießt alle Neuerungen, die der Markt so bietet.

Auch die Art des jeweiligen Urlaubs spielt eine große Rolle: statt 2 Wochen auf ein und demselben Campingplatz zu verbringen lieber eine Rundreise antreten? Diese kann einen durch unwegsameres Gebiet führen oder auch engere Gassen beinhalten, um an entlegenere Orte zu kommen. In dem Fall wäre man mit einem Campervan sicher besser bedient als mit einem Vollintegrierten 8 Meter langen Wohnmobil, mit dem eine solche Unternehmung utopisch wäre. Mieter von Wohnmobilen sind somit weniger auf eine bestimmte Art von Campingurlaub beschränkt, sondern können flexibel das geeignetste Fahrzeug für die nächste bevorstehende Reise aussuchen.

Fazit – mieten oder kaufen ist Geschmackssache und eine Frage der Finanzen

Keine andere Reiseart kann das neugewonnene Freiheitsbedürfnis der Menschen so sehr stillen wie der Urlaub mit dem Wohnmobil. Individuell kann die Route auf die eigenen Interessen abgestimmt, das Zeitmanagement gestaltet und bei Bedarf flexibel Pläne geändert werden.

Natürlich wünscht man sich, dass es immer so sein könnte und das eigene Wohnmobil das 2. Zuhause wäre. Doch wenn man im Jahr nur eine bestimmte Anzahl von Urlaubstagen hat, dann ist das Mietwohnmobil höchstwahrscheinlich die bessere Lösung. Man muss sich keinerlei Gedanken um zusätzliche Kosten, Unterstellung oder Wartung machen. Das Fahrzeug ist immer auf dem neuesten Stand und die Unterstützung des Vermieters ist zu jeder Zeit gegeben.

Wer jeden seiner Campingurlaube mit den neuesten Fahrzeugen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis genießen möchte, der ist mit dem Mietwohnmobil auf der sicheren Seite. Es gibt aber auch Camper und Wohnmobil-Liebhaber, die gerne ein eigenes Fahrzeug besitzen möchten: Nicht des Besitzes wegen, aber der Gedanke, dass andere wildfremde Menschen die Betten genutzt, die Toiletten und die Dusche genutzt und in der Bordküche gekocht haben, schreckt vor der Miete ab.

Reisefreudige Menschen, die den Geldbeutel schonen möchten, keinen Verwaltungsaufwand (Unterstellplatz, Inspektionen, Reparaturen, Zulassung etc.) haben möchten und flexibel sind, sind mit Wohnmobilen zur Miete allerdings gut beraten. Auf Grund der massiv gestiegenen Nachfrage gilt aber die klare Empfehlung: wer mieten möchte, sollte dies rechtzeitig tun! Viele Wohnmobilvermietungen sind für Monate im Voraus ausgebucht, gerade zu den Haupturlaubszeiten und Schulferien.

Übrigens: wer glaubt, Urlaub mit dem Wohnmobil und auf dem Campingplatz sei günstiger als Hotels und Pauschalreisen – leider weit gefehlt! So ein Wohnmobil kostet pro Tag durchschnittlich 100,- Euro Miete. Da in Deutschland und vielen anderen Ländern das Freistehen verboten ist, kommen Kosten für Stellplätze (8,- bis 20,- Euro pro Nacht) oder den Campingplatz dazu (30,- bis 70,- Euro pro Nacht). Versicherung, Spritkosten und Maut-Gebühren im Ausland sind da noch nicht eingerechnet. Und trotzdem ist das individuelle Reisen immer eine tolle Erfahrung und auch ein kleines Abenteuer.

Die gute Nachricht: in Skandinavien ist das Freistehen fast überall erlaubt! Wer also in den Norden Europas reisen will, dem sei das Abenteuer Wohnmobil ans Herz gelegt.