Aquarien in Dänemark
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Ein Rochen gleitet lautlos über meinen Kopf hinweg. Die Unterseite seines Körpers schimmert weiß, und für einen Moment sieht es aus, als würde er grinsen. Ich stehe in einem gläsernen Tunnel, umgeben von Millionen Litern Meerwasser, und um mich herum schwimmen Haie, Barsche und Schwärme silbrig glänzender Heringe. Es ist halb zehn Uhr morgens, und ich bin einer der ersten Besucher im Den Blå Planet bei Kopenhagen. Der Rest des Tages kann kommen.
Dänemark ist ein Land, das vom Wasser geprägt wird. Über 7.300 Kilometer Küstenlinie, zwei Meere, unzählige Fjorde und eine lange Tradition als Seefahrernation haben dazu geführt, dass die Dänen ein besonderes Verhältnis zur Unterwasserwelt entwickelt haben. Die Aquarien des Landes spiegeln diese Verbindung wider. Sie sind keine reinen Schauaquarien, sondern Orte, an denen Forschung, Naturschutz und Vermittlung zusammenkommen.
Von Kopenhagens architektonischem Meisterwerk Den Blå Planet über das windumtoste Nordsøen Oceanarium an der Nordspitze Jütlands bis zum kleinen Kattegatcentret in Grenaa bietet Dänemark eine Auswahl an Aquarien, die jeden Meeresliebhaber begeistert. In diesem Artikel stelle ich dir die wichtigsten Häuser vor, erkläre, was sie besonders macht, und gebe dir alle Informationen, die du für deinen Besuch brauchst.
Warum dänische Aquarien besonders sind
Die Aquarien in Dänemark unterscheiden sich von vielen anderen in Europa durch ihren konsequenten Fokus auf die heimische Meereswelt. Natürlich gibt es auch tropische Fische und exotische Meeresbewohner zu sehen. Aber die Hauptrolle spielen die Tiere der Nordsee, der Ostsee, des Kattegat und des Skagerrak. Seehunde, Dorsche, Plattfische, Quallen und die Fischotter der dänischen Küstengewässer stehen im Mittelpunkt.
Diese Herangehensweise hat einen praktischen Vorteil: Was du im Aquarium siehst, kannst du draußen an der Küste wiederfinden. Die Kinder lernen den Unterschied zwischen einer Scholle und einem Steinbutt und erkennen sie am nächsten Tag beim Angeln oder am Fischmarkt wieder. Die Verbindung zwischen Aquarium und Natur ist in Dänemark enger als in vielen anderen Ländern.
Dazu kommt die typisch dänische Gestaltung. Die Häuser sind architektonisch durchdacht, die Ausstellungen klar strukturiert und die Informationen gut aufbereitet. Es gibt keine überladenen Displays oder schreiende Farben. Die Becken sind großzügig dimensioniert, die Beleuchtung auf die Tiere abgestimmt, und die Beschilderung erklärt auf Dänisch, Englisch und teilweise Deutsch, was man sieht.
Ein weiterer Pluspunkt: Dänische Aquarien betreiben aktive Forschung. Den Blå Planet arbeitet mit der Universität Kopenhagen zusammen, das Nordsøen Oceanarium beteiligt sich an Schutzprogrammen für Meeressäuger, und das Kattegatcentret forscht zu Haien in dänischen Gewässern. Der Besuch unterstützt also den eigenen Wissensdurst, und auch die Arbeit der Meeresbiologen.
Den Blå Planet: Nordeuropas größtes Aquarium
Den Blå Planet liegt in Kastrup, direkt neben dem Kopenhagener Flughafen. Das Gebäude ist von außen schon ein Erlebnis. Die Fassade besteht aus gewellten Aluminiumplatten, die sich wie ein Wasserstrudel um das Zentrum des Hauses winden. Der dänische Architekt Kim Utzon, Sohn des Sydney-Opernhaus-Erbauers Jørn Utzon, hat hier ein Bauwerk geschaffen, das aussieht wie ein Wal, der sich aus dem Boden erhebt.
Im Inneren erwarten dich über 50 Becken und Aquarien mit mehr als 20.000 Tieren aus allen Weltmeeren. Das größte Becken fasst 4,1 Millionen Liter Wasser und beherbergt Hammerhaie, Rochen, Muränen und hunderte tropischer Fische. Ein 16 Meter langer Glastunnel führt mitten durch das Becken hindurch. Hier oben zu stehen und die Haie unter dir und über dir schwimmen zu sehen, ist der Moment, in dem auch Erwachsene den Mund nicht mehr zubekommen.
Die Ausstellung ist in mehrere Bereiche gegliedert. Im Bereich „Koral" siehst du tropische Korallenriffe mit Clownfischen, Seepferdchen und Doktorfischen. Der Bereich „Flod" zeigt Süßwasserbewohner aus Amazonas und Mekong, darunter Piranhas und riesige Welse. Besonders stark ist die Abteilung „Ocean", in der Tiefseebewohner und die großen Haie des offenen Meeres zu sehen sind.
Für Kinder gibt es einen Streichelbecken-Bereich, in dem Seesterne, Krabben und Plattfische angefasst werden dürfen. Die Pfleger stehen bereit und erklären geduldig, wie man einen Seestern richtig hält und warum Krabben seitwärts laufen. Dieser Bereich ist bei Familien der beliebteste Anlaufpunkt.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 195 DKK (etwa 26 Euro), Kinder zwischen 3 und 11 Jahren zahlen 115 DKK (15 Euro). Kinder unter 3 Jahren sind frei. Mit der Copenhagen Card ist der Eintritt enthalten. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, in den Sommerferien bis 20 Uhr.
Die Anfahrt vom Kopenhagener Hauptbahnhof dauert mit der Metro Linie M2 etwa 15 Minuten. Station Kastrup aussteigen, dann sind es fünf Gehminuten. Mit dem Auto gibt es einen großen Parkplatz direkt am Haus, das Parken kostet 50 DKK (7 Euro) für den ganzen Tag. Plane mindestens drei Stunden für den Besuch ein, mit Kindern eher vier bis fünf.
Nordsøen Oceanarium in Hirtshals
Ganz oben an Jütlands Nordspitze, wo die Nordsee auf das Skagerrak trifft, steht das Nordsøen Oceanarium in Hirtshals. Es ist Nordeuropas größtes Salzwasser-Aquarium und ein Ort, der die raue Schönheit der Nordsee in Becken und Tanks einfängt. Das Haus wurde 1984 eröffnet und 2016 grundlegend renoviert und erweitert.
Das Hauptbecken des Oceanariums fasst 4,5 Millionen Liter Nordseewasser. Ja, echtes Nordseewasser, das direkt aus dem Meer gepumpt wird. In diesem Becken schwimmen Mondfische, Makrelen, Dorsche und der größte Schwarm Heringe, den du jemals gesehen hast. Der Schwarm bewegt sich in perfekter Synchronisation durch das Becken, und bei der täglichen Fütterung um 13 Uhr wird es richtig wild.
Der Unterschied zu anderen Aquarien liegt im Fokus auf die Nordsee. Statt tropischer Fische siehst du hier die Tiere, die wenige Kilometer entfernt im Meer leben: Seelachse, Kabeljau, Katzenhaie und Seeteufel. Die Ausstellung erklärt, wie das Ökosystem der Nordsee funktioniert, warum die Gezeiten so stark sind und welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Meerestemperatur hat.
Draußen gibt es ein Seehundbecken mit Kegelrobben und Seehunden. Die tägliche Fütterung um 11 und 15 Uhr ist ein Spektakel. Die Pfleger erklären dabei den Unterschied zwischen Kegelrobben und Seehunden (die Nase verrät es), wie alt die Tiere werden und warum die dänische Nordseeküste ein wichtiger Lebensraum für Meeressäuger ist.
Der Eintritt liegt bei 180 DKK (etwa 24 Euro) für Erwachsene und 100 DKK (13 Euro) für Kinder von 3 bis 11 Jahren. Das Oceanarium ist ganzjährig geöffnet, in der Hauptsaison von 10 bis 18 Uhr, in der Nebensaison bis 16 Uhr. Parken ist kostenlos.
Hirtshals liegt an der Spitze Nordjütlands, etwa 40 Minuten Fahrt von Skagen entfernt. Wenn du ohnehin an der dänischen Nordseeküste Urlaub machst, ist das Oceanarium ein perfekter Tagesausflug. Auch als Zwischenstopp auf dem Weg zur Fähre nach Norwegen bietet sich ein Besuch an.
Kattegatcentret in Grenaa
Das Kattegatcentret in Grenaa auf der Halbinsel Djursland hat sich auf Haie spezialisiert. Es ist das einzige Aquarium in Dänemark, in dem du verschiedene Haiarten aus nächster Nähe beobachten und sogar mit ihnen tauchen kannst. Das Haus nennt sich selbst „Dänemarks Haipark" und macht diesem Namen alle Ehre.
Im Hauptbecken leben Sandtigerhaie, Ammenhaie und mehrere Rochenarten. Die Sandtigerhaie sind starke Tiere mit einer Länge von bis zu drei Metern. Sie sehen gefährlicher aus, als sie sind, denn für Menschen stellen sie keine Bedrohung dar. Das erklärt das Personal bei jeder Führung mit viel Geduld und räumt dabei mit dem Mythos des blutrünstigen Hais auf.
Die Besonderheit des Kattegatcentrets ist das Hai-Tauchen. Gegen einen Aufpreis von 900 DKK (etwa 121 Euro) kannst du mit Tauchausrüstung in das Haibecken steigen und den Tieren auf Augenhöhe begegnen. Ein erfahrener Tauchlehrer begleitet dich, und du brauchst keinen Tauchschein. Das Erlebnis dauert etwa eine Stunde inklusive Einweisung und ist für Personen ab 14 Jahren möglich.
Für Kinder gibt es einen Berührungsbecken-Bereich mit Seesternen, kleinen Haien und Krebsen. Besonders beliebt ist die tägliche Seehundfütterung im Außenbereich. Die Seehunde kennen ihre Pfleger und zeigen bei der Fütterung Kunststücke, die nie einstudiert wurden. Sie machen es einfach, weil sie Lust darauf haben.
Der Eintritt kostet 175 DKK (23 Euro) für Erwachsene und 95 DKK (13 Euro) für Kinder. Das Kattegatcentret ist von März bis Oktober geöffnet, in der Hauptsaison täglich von 10 bis 17 Uhr. Grenaa erreichst du von Aarhus in etwa 45 Minuten. Von Ebeltoft, dem beliebten Ferienort auf Djursland, sind es nur 20 Minuten.
Fjord & Bælt in Kerteminde
Auf der Insel Fünen, in der kleinen Hafenstadt Kerteminde, liegt ein Aquarium, das sich auf Meeressäuger und die Unterwasserwelt des Großen Belt spezialisiert hat: Fjord & Bælt. Das Haus ist kleiner als Den Blå Planet oder das Nordsøen Oceanarium, aber es bietet etwas, das die großen Häuser nicht haben: echte Nähe zu Schweinswalen.
Schweinswale sind die einzigen Wale, die regelmäßig in dänischen Gewässern vorkommen. Sie sind scheu und schwer zu beobachten. Im Fjord & Bælt Center leben mehrere Schweinswale in einem großen Außenbecken, das mit Meerwasser aus dem Belt gespeist wird. Du kannst die Tiere aus nächster Nähe beobachten und bei der Fütterung zusehen, wie flink sie trotz ihrer rundlichen Statur sind.
Das Center betreibt aktive Forschung zu Schweinswalen. Die Wissenschaftler untersuchen, wie Lärm von Schiffen und Windkraftanlagen das Verhalten der Tiere beeinflusst. Bei Führungen erklären sie ihre Arbeit und zeigen die Geräte, mit denen sie den Herzschlag der Wale unter Wasser messen. Das ist Wissenschaft zum Anfassen, die auch Kindern verständlich gemacht wird.
Im Innenbereich zeigt Fjord & Bælt die Unterwasserwelt des Großen Belt. Die Meerenge zwischen Fünen und Seeland ist einer der fischreichsten Gewässer Dänemarks. Hier leben Dorsche, Aale, Hummer und diverse Plattfische. Die Becken sind naturgetreu gestaltet mit Steinen, Algen und Sandboden, sodass du einen realistischen Eindruck vom Meeresboden bekommst.
Der Eintritt beträgt 140 DKK (19 Euro) für Erwachsene und 80 DKK (11 Euro) für Kinder. Kerteminde liegt 20 Minuten von Odense entfernt und eignet sich gut als Halbtagesausflug. Von April bis Oktober ist das Center täglich geöffnet, im Winter nur an Wochenenden.
Fiskeriets Hus in Hvide Sande
Hvide Sande an der jütländischen Westküste ist einer der wichtigsten Fischereihäfen Dänemarks. Hier, direkt am Hafen, steht Fiskeriets Hus, ein kleines, aber feines Aquarium, das die Verbindung zwischen Fischerei und Meeresleben zeigt. Es ist kein Großaquarium, sondern ein überschaubares Haus, das du in ein bis zwei Stunden besichtigen kannst.
Die Ausstellung widmet sich den Fischarten der Nordsee und des Ringkøbing Fjords. Du siehst Plattfische, Dorsche, Aale und die Garnelen, für die Hvide Sande berühmt ist. Ein Becken zeigt die Mündung des Fjords in die Nordsee, wo Süßwasser und Salzwasser aufeinandertreffen. Die Artenvielfalt in diesem Übergangsbereich ist überraschend groß.
Für Kinder gibt es ein Berührungsbecken mit Krabben, Seesternen und kleinen Fischen. Das Haus organisiert in den Sommermonaten Krabbenfang-Expeditionen am Hafen, bei denen die Kinder mit Netzen und Eimern auf Jagd gehen. Der Fang wird anschließend bestimmt, erklärt und zurückgesetzt.
Der Eintritt ist mit 60 DKK (8 Euro) für Erwachsene und 30 DKK (4 Euro) für Kinder erschwinglich. Hvide Sande ist ein beliebter Urlaubsort an der Nordseeküste, und Fiskeriets Hus passt perfekt in einen Regentag zwischen Strandspaziergängen und Dünentouren.
Aquarien mit Kindern besuchen
Dänische Aquarien sind auf Familien ausgerichtet. Das merkt man an den breiten Wegen (kinderwagentauglich), den niedrig angebrachten Becken (auf Augenhöhe der Kleinen), den Berührungsbecken und den kindgerechten Erklärungen. In Den Blå Planet gibt es sogar eine App, die Kinder mit Quizfragen durch die Ausstellung führt.
Für unterschiedliche Altersgruppen empfehle ich unterschiedliche Häuser. Kleinkinder bis fünf Jahre sind im Kattegatcentret oder bei Fjord & Bælt gut aufgehoben, weil diese Häuser überschaubar sind und die Kinder nicht überfordern. Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren werden von Den Blå Planet begeistert sein, wo die schiere Größe der Becken und die Vielfalt der Tiere Staunen hervorrufen.
Teenager, die sich für wenig begeistern lassen, reagieren am besten auf das Hai-Tauchen im Kattegatcentret oder auf die Fütterungsshows im Nordsøen Oceanarium. Wenn ein 15-Jähriger sieht, wie ein Pfleger einen drei Meter langen Sandtigerhai mit der Hand füttert, ist die Coolness-Mauer schnell durchbrochen.
Ein praktischer Tipp für Familien: Besuche das Aquarium am Vormittag. Die meisten Familien kommen erst nach dem Frühstück gegen halb elf oder elf Uhr. Wenn du zur Öffnung um zehn Uhr da bist, hast du die erste Stunde fast für dich allein. Die Berührungsbecken sind leer, die Tunnel ungestört, und die Kinder können sich alles in Ruhe anschauen.
Packe Wechselkleidung ein, besonders für jüngere Kinder. Bei den Berührungsbecken werden Ärmel nass, und manche Ausstellungen im Außenbereich haben Wasserspielplätze. Eine leichte Regenjacke schützt die Kleidung und spart den Gang zum Souvenirladen für Ersatz-T-Shirts.
Praktische Tipps für den Besuch
Kombikarten nutzen: Die Copenhagen Card deckt den Eintritt in Den Blå Planet ab und lohnt sich, wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen besuchst. Für das Nordsøen Oceanarium gibt es Kombikarten mit dem Bunkermuseum in Hirtshals.
Fütterungszeiten beachten: In allen dänischen Aquarien gibt es feste Fütterungszeiten, meist um 11, 13 und 15 Uhr. Die Fütterungen sind die Höhepunkte eines Besuchs. Informiere dich beim Eingang oder auf der Webseite über die genauen Zeiten und plane deinen Rundgang entsprechend.
Fotografieren: In den meisten dänischen Aquarien darfst du fotografieren, aber ohne Blitz. Der Blitz stresst die Tiere und erzeugt ohnehin nur Reflexionen auf dem Glas. Schalte den Blitz aus, halte die Kamera oder das Handy direkt an die Scheibe und nutze den Nachtmodus. Die Ergebnisse sind überraschend gut.
Online-Tickets: Den Blå Planet und das Nordsøen Oceanarium bieten Online-Tickets an, die oft 10 bis 15 Prozent günstiger sind als der Preis an der Kasse. Außerdem sparst du Wartezeit, denn in der Hauptsaison kann die Schlange vor Den Blå Planet 20 bis 30 Minuten lang sein.
Verpflegung: Alle größeren Aquarien haben Cafeterien oder Restaurants. Die Preise sind typisch dänisch: ein Sandwich kostet 60 bis 80 DKK (8 bis 11 Euro), eine warme Mahlzeit 100 bis 150 DKK (13 bis 20 Euro). Im Nordsøen Oceanarium gibt es ein Restaurant mit Blick auf die Seehunde, in dem du zu Mittag essen kannst, während die Robben auf der anderen Seite der Scheibe vorbeischwimmen.
Regentage einplanen: Aquarien sind perfekte Schlechtwetter-Aktivitäten. Wenn du einen Ferienhausurlaub an der Westküste planst, halte dir das Nordsøen Oceanarium oder Fiskeriets Hus als Regentag-Option offen. Das Wetter an der Nordsee ist unberechenbar, und ein guter Plan B rettet manche Urlaubslaune.
Häufige Fragen
Welches ist das beste Aquarium in Dänemark?
Das kommt auf deine Erwartungen an. Den Blå Planet in Kopenhagen ist das größte und vielfältigste Aquarium mit Tieren aus aller Welt. Das Nordsøen Oceanarium in Hirtshals bietet das authentischste Nordseeerlebnis. Und das Kattegatcentret in Grenaa ist die erste Adresse, wenn du Haien nahekommen willst. Für einen klassischen Familienbesuch empfehle ich Den Blå Planet.
Kann man in dänischen Aquarien mit Haien tauchen?
Ja, im Kattegatcentret in Grenaa ist Hai-Tauchen möglich. Du tauchst mit Ausrüstung in das Haibecken und bist von Sandtigerhaien und Rochen umgeben. Ein Tauchlehrer begleitet dich, ein Tauchschein ist nicht erforderlich. Mindestalter: 14 Jahre. Kosten: etwa 900 DKK (121 Euro). Reservierung vorab wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind.
Sind die Aquarien auch im Winter geöffnet?
Den Blå Planet und das Nordsøen Oceanarium sind ganzjährig geöffnet, auch im Winter. Das Kattegatcentret und Fiskeriets Hus haben eingeschränkte Winteröffnungszeiten oder schließen von November bis Februar. Fjord & Bælt ist im Winter nur an Wochenenden geöffnet. Prüfe vor deinem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten auf der jeweiligen Webseite.
Lohnt sich der Besuch von Den Blå Planet mit kleinen Kindern?
Auf jeden Fall. Den Blå Planet hat spezielle Bereiche für Kleinkinder mit Berührungsbecken in kindgerechter Höhe. Die Quallenbecken mit ihren leuchtenden Farben faszinieren schon Zweijährige. Kinderwagen können überall mitgenommen werden. Wickelräume und ein Familiencafé sind vorhanden. Plane allerdings nicht mehr als zwei bis drei Stunden ein, da jüngere Kinder schnell müde werden.
Gibt es Ermäßigungen für Familien?
Den Blå Planet bietet Familientickets an, die günstiger sind als Einzelkarten. Im Nordsøen Oceanarium gibt es Rabatte bei Online-Buchung. Für mehrere Attraktionen in Nordjütland lohnt sich die Nordjyllands Attraktionskort, die Zugang zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten inklusive des Oceanariums bietet. Die Copenhagen Card deckt Den Blå Planet und viele weitere Attraktionen ab.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026