Restaurants in Stockholm
Inhaltsverzeichnis
Mein erstes Abendessen in Stockholm war ein Fehler. Ich bin in ein Touristenlokal auf Gamla Stan gestolpert, habe 320 SEK für lauwarme Köttbullar bezahlt und dachte: So teuer ist Schweden also. Beim zweiten Besuch wusste ich es besser. Ein Freund nahm mich mit in ein Lokal auf Södermalm, wo die Köchin das Tagesmenü handschriftlich auf eine Tafel schrieb. Drei Gänge, frische Zutaten vom Markt, 195 SEK inklusive Kaffee. Stockholm kann teuer sein. Muss es aber nicht.
Stockholm hat sich in den letzten 15 Jahren zu einer der spannendsten Restaurantstädte Europas entwickelt. Zwei Restaurants tragen Michelin-Sterne, Dutzende stehen im White Guide, und in den Seitenstraßen von Södermalm und Vasastan öffnen ständig neue Lokale, die nordische Küche mit Einflüssen aus aller Welt verbinden. Gleichzeitig gibt es eine lebendige Foodhall-Szene und überraschend viele Möglichkeiten, gut und günstig zu essen.
Stockholms Restaurantszene
Stockholm hat rund eine Million Einwohner und geschätzt 4.000 Restaurants, Cafés und Bars. Die Dichte ist hoch, besonders in den Innenstadtvierteln Södermalm, Norrmalm, Östermalm und Vasastan. Der Unterschied zu anderen europäischen Hauptstädten: Die schwedische Küche hat sich in kurzer Zeit komplett gewandelt. Vor 20 Jahren bestand ein typisches schwedisches Abendessen aus Köttbullar, Lachs und Kartoffeln. Heute arbeiten viele Köche mit fermentierten Zutaten, wilden Kräutern, nordischen Beeren und Techniken, die aus der internationalen Spitzengastronomie stammen.
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Den Startschuss gab das Restaurant Frantzén, das 2008 eröffnete und mittlerweile drei Michelin-Sterne hält. Björn Frantzén bewies, dass Stockholm auf Augenhöhe mit Kopenhagen, London und Paris kochen kann. Die Wirkung auf die gesamte Szene war enorm. Junge Köche, die vorher nach London oder New York gegangen wären, blieben in Stockholm und eröffneten eigene Lokale.
Die Preise in Stockholm sind höher als in Deutschland, aber niedriger als viele denken. Ein Hauptgericht in einem guten Mittelklasse-Restaurant kostet zwischen 200 und 350 SEK (etwa 18 bis 32 Euro). Für Fine Dining muss man mit 800 bis 2.500 SEK pro Person rechnen, inklusive Weinbegleitung. Am günstigsten isst man mittags: Viele Restaurants bieten ein Tagesmenü (dagens lunch) für 130 bis 180 SEK an, inklusive Brot, Salat und Kaffee.
Fine Dining
Frantzén ist das bekannteste Restaurant der Stadt. Drei Michelin-Sterne, regelmäßig unter den Top 50 der Welt. Das Menü wechselt ständig, die Grundidee bleibt: nordische Zutaten, japanische Einflüsse, französische Technik. Ein Abend bei Frantzén kostet rund 4.000 SEK pro Person ohne Getränke. Reservierungen müssen Wochen im Voraus online gebucht werden. Das Restaurant liegt in einem unscheinbaren Gebäude in Norrmalm, die Treppe führt in ein überraschend intimes Setting mit offenem Küchenbereich.
Oaxen Krog auf der Insel Djurgården hat zwei Michelin-Sterne und bietet nordische Küche in einem ehemaligen Werftgebäude. Die Lage am Wasser ist wild. Im selben Haus befindet sich das Oaxen Slip, das leger und günstiger ist, mit einem Fokus auf schwedische Bistroküche. Wer Oaxen probieren will, aber kein Fine-Dining-Budget hat: Das Slip-Menü kostet ein Drittel.
Ekstedt kocht ausschließlich mit offener Flamme, Holzkohle und Räuchertechniken. Kein Gas, kein Induktionsherd. Niklas Ekstedt hat sich auf eine Zubereitungsart spezialisiert, die vor Hunderten von Jahren in Skandinavien Standard war. Das Ergebnis schmeckt überraschend modern. Ein Menü kostet um die 1.800 SEK. Ekstedt liegt in Norrmalm, Reservierung notwendig.
Gastrologik arbeitet nach einem einfachen Prinzip: keine Speisekarte. Die Köche kaufen morgens auf dem Markt ein und kochen abends, was sie gefunden haben. Gäste wissen vorher nicht, was auf den Tisch kommt. Das klingt riskant, funktioniert aber. Die Überraschungsmenüs bei Gastrologik gehören zu meinen besten kulinarischen Erlebnissen in ganz Skandinavien.
Södermalm: Lässig und kreativ
Södermalm ist das kulinarisch spannendste Viertel Stockholms. Hier trifft man keine Touristen, sondern Stockholmer, die gut essen wollen, ohne dafür ihr Monatsgehalt auszugeben. Die Dichte an unabhängigen Restaurants ist nirgends höher. Von Ramen über neapolitanische Pizza bis zu schwedischen Tapas findet man auf Södermalm so ziemlich alles.
Pelikan ist eine Stockholmer Institution. Seit 1904 serviert das Lokal schwedische Hausmannskost in einem Saal, der aussieht wie eine Bierhalle aus der Jahrhundertwende. Hohe Decken, Holzvertäfelungen, weiß gedeckte Tische. Die Portion Sillplankan (Heringsvariationen) für 225 SEK ist ein Klassiker. Der Wallenbergare (Kalbsschnitzel mit Erbsenpüree) ebenfalls. Pelikan ist laut, voll und authentisch. Nichts für ein romantisches Dinner, aber perfekt für einen herzhaften Abend.
Meatballs for the People liegt im SoFo-Viertel und macht genau das, was der Name verspricht: Köttbullar in allen Varianten. Rind, Wild, Elch, vegetarisch. Die Beilagen wechseln saisonal. Ein Teller kostet um die 190 SEK. Das Lokal ist klein, Wartezeiten am Wochenende sind üblich. Reservierung empfohlen.
Nytorget 6 ist das inoffizielle Wohnzimmer des Viertels. Morgens Kaffee und Brunch, abends kleine Gerichte und Naturwein. Die Karte wechselt wöchentlich. Die Atmosphäre ist so entspannt, dass man stundenlang sitzen bleiben will. Das Lokal liegt am Nytorget, dem schönsten kleinen Platz auf Södermalm.
Omnipollos Hatt kombiniert Craft Beer mit neapolitanischer Pizza. Die Biere kommen aus der eigenen Brauerei (Omnipollos), die Pizza aus einem echten Steinofen. Eine Pizza kostet zwischen 150 und 200 SEK. Das Lokal liegt an der Folkungagatan und hat eine kleine Terrasse, die im Sommer immer voll ist.
Östermalm: Klassisch und gehoben
Östermalm ist Stockholms wohlhabendstes Viertel, und das spiegelt sich in der Gastronomie wider. Hier sitzen die Stockholmer, die bereit sind, für ein Abendessen 500 SEK und mehr pro Person auszugeben. Die Restaurants sind eleganter als auf Södermalm, das Publikum älter, die Küche oft klassischer.
Sturehof ist seit 1897 ein Fixpunkt der Stockholmer Gastroszene. Das Restaurant liegt am Stureplan und serviert Fisch und Meeresfrüchte auf hohem Niveau. Die Austern sind frisch, der Bouillabaisse gehört zu den besten der Stadt, und die Terrasse im Sommer ist ein Treffpunkt der Stockholmer Gesellschaft. Ein Hauptgericht kostet zwischen 280 und 450 SEK.
Riche liegt am Birger Jarlsgatan und verbindet französische Brasserie-Küche mit schwedischen Zutaten. Das Steak Tartare ist legendär, die Weinliste umfangreich. Riche hat eine Geschichte, die bis 1893 zurückreicht, und das Interieur versprüht noch immer den Charme einer Pariser Brasserie. Preise liegen im gehobenen Mittelfeld.
Lisa Elmqvist ist ein Fischrestaurant innerhalb der Östermalms Saluhall. Der Stand existiert seit 1926. Man sitzt auf Barhockern an einer Theke und bekommt den frischesten Fisch der Stadt direkt vom Markt. Die Garnelensmörrebröd für 175 SEK sind ein Muss. Keine Reservierung möglich, First Come First Served. Am besten unter der Woche mittags hingehen.
Brasserie Astoria ist ein neueres Restaurant am Nybrogatan, das italienisch-schwedische Küche auf hohem Niveau serviert. Handgemachte Pasta, saisonale Zutaten, eine starke Cocktailbar. Die Preise sind gehoben, die Qualität stimmt. Reservierung am Wochenende unbedingt nötig.
Foodhalls und Markthallen
Stockholm hat eine wachsende Foodhall-Szene. Markthallen waren in Schweden schon immer beliebt, aber in den letzten Jahren sind moderne Foodcourts dazugekommen, die Street Food, Craft Beer und internationale Küche unter einem Dach vereinen.
Östermalms Saluhall ist die älteste und bekannteste Markthalle Stockholms. Das Backsteingebäude von 1888 wurde 2020 nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet. Innen reihen sich Stände mit Fisch, Fleisch, Käse, Brot und Feinkost aneinander. Mehrere kleine Restaurants bieten Sitzplätze. Die Qualität der Waren ist sehr gut, die Preise entsprechend. Wer nicht einkaufen, sondern nur essen will: Die Fischtheke von Lisa Elmqvist und der Käsestand von Stockholms Osthandel sind Pflichtbesuche.
Hötorgshallen liegt unter dem Hötorget in Norrmalm. Die Markthalle ist weniger fotogen als die Östermalms Saluhall, aber günstiger und authentischer. Im Untergeschoss gibt es asiatische, türkische und mexikanische Imbisse, wo man für 100 bis 150 SEK satt wird. Im Erdgeschoss stehen Obst- und Gemüsehändler, Metzger und ein schwedischer Fischhändler. Hötorgshallen ist mein Geheimtipp für ein schnelles, günstiges Mittagessen in der Innenstadt.
K25 ist ein Food Court am Kungsgatan 25 im Herzen von Norrmalm. Etwa 20 Stände bieten alles von sushi über Falafel bis zu schwedischen Husmanskost-Gerichten. Die Preise sind moderat (120 bis 180 SEK), die Qualität schwankt. Mein Favorit dort ist der koreanische Stand mit Bibimbap. K25 eignet sich gut, wenn eine Reisegruppe sich nicht auf ein Restaurant einigen kann.
Söderhallarna am Medborgarplatsen auf Södermalm ist kleiner als die anderen Markthallen, hat aber einen eigenen Charme. Neben einem guten Fischhändler und einem Käseladen gibt es hier ein paar Restaurantstände und ein Café. Die Halle ist weniger touristisch und eher ein Ort für den täglichen Einkauf der Södermalm-Bewohner.
Gamla Stan: Mehr als Touristenfallen
Gamla Stan hat einen schlechten Ruf unter Stockholmer Foodies. Zu touristisch, zu teuer, zu mittelmäßig. Das stimmt für die Hauptstraßen Västerlånggatan und Österlånggatan, wo sich Souvenirläden und austauschbare Restaurants aneinanderreihen. Aber in den Seitengassen gibt es ein paar Lokale, die den Besuch wert sind.
Den Gyldene Freden wurde 1722 eröffnet und ist laut Guinness-Buch eines der ältesten Restaurants der Welt, das ununterbrochen in Betrieb ist. Die Gewölbedecken und Kerzenbeleuchtung schaffen eine Atmosphäre, die man so nirgendwo sonst findet. Die Küche ist traditionell schwedisch: Hering, Rentier, Wallenbergare. Ein Abendessen kostet zwischen 400 und 600 SEK pro Person. Die Schwedische Akademie (die, die den Nobelpreis für Literatur vergibt) trifft sich jeden Donnerstag im Obergeschoss.
Djuret (schwedisch für "das Tier") ist ein Fleischrestaurant, das jeden Monat ein anderes Tier in den Mittelpunkt stellt. Im Januar vielleicht Hirsch, im März Lamm, im Juni Rind. Das gesamte Menü dreht sich um dieses eine Tier, von der Nase bis zum Schwanz. Das Konzept ist mutig und funktioniert. Djuret liegt in einer ruhigen Gasse unweit des Stortorget.
Tradition liegt am Österlånggatan und serviert klassische schwedische Gerichte in einem schlichten, modernen Interieur. Der Name ist Programm: Sill (Hering), Köttbullar, Toast Skagen. Die Qualität ist deutlich besser als in den typischen Touristenlokalen nebenan, und die Preise sind fair. Ein guter Einstieg in die schwedische Küche.
Günstig essen in Stockholm
Stockholm hat den Ruf, teuer zu sein. Das stimmt abends in den gehobenen Vierteln. Aber wer mittags isst, an den richtigen Orten sucht und ein paar Tricks kennt, kommt erstaunlich günstig davon.
Dagens Lunch ist das wichtigste Wort für Sparfüchse. Fast jedes Restaurant in Stockholm bietet werktags zwischen 11 und 14 Uhr ein Tagesmenü an. Ein Hauptgericht (oft zwei Optionen zur Wahl), Brot, Salat, Wasser und Kaffee. Preis: 130 bis 180 SEK. Das ist halb so viel wie das gleiche Gericht am Abend. Die Qualität ist identisch. Schweden nutzen Dagens Lunch als tägliche Mittagsmahlzeit, und die Restaurants kalkulieren entsprechend.
Pressbyrån und 7-Eleven haben in Schweden ein anderes Niveau als in Deutschland. Die Sandwiches, Wraps und Salate sind frisch und kosten zwischen 50 und 90 SEK. Für ein schnelles Frühstück oder einen Snack zwischendurch völlig in Ordnung. In den Pressbyrån-Filialen gibt es auch heißen Kaffee für 25 SEK.
Hermans ist ein vegetarisches Buffetrestaurant auf Södermalm mit Blick über den Hafen. All you can eat für 169 SEK mittags und 199 SEK abends. Die Terrasse im Sommer ist ein Traum. Die Qualität schwankt von Tag zu Tag, aber wenn es gut ist, ist es richtig gut. Und der Ausblick allein rechtfertigt den Preis.
Max Burgers ist die schwedische Antwort auf McDonald's, aber besser. Die Kette wurde 1968 in Gällivare in Nordschweden gegründet und ist heute in ganz Schweden verbreitet. Ein Menü kostet um die 100 SEK. Die Burger schmecken nach echtem Fleisch, und es gibt eine vegane Linie (Green Family), die tatsächlich gut ist.
Schwedische Klassiker
Wer zum ersten Mal in Stockholm isst, sollte ein paar schwedische Klassiker probieren. Nicht weil es Pflicht wäre, sondern weil die schwedische Küche besser ist, als ihr Ruf vermuten lässt.
Köttbullar (Fleischbällchen) kennt man von IKEA, aber das Original schmeckt anders. In guten Restaurants werden sie aus einer Mischung von Rind und Schwein gemacht, mit Rahmsauce, Preiselbeeren und Kartoffelpüree serviert. Meatballs for the People auf Södermalm macht die besten der Stadt. Wer es rustikal will, geht zu Pelikan.
Sill (eingelegter Hering) ist das Nationalgericht Schwedens. Auf einer Sillplankan bekommt man verschiedene Heringsarten: Senfsill, Löksill (mit Zwiebeln), Gravad Sill. Dazu Knäckebrot, Butter und Kartoffeln. Wer Hering mag, wird Sill lieben. Wer Hering hasst, sollte es trotzdem versuchen. Die schwedische Variante ist milder und feiner als alles, was man aus Deutschland kennt.
Toast Skagen ist Stockholms berühmtestes Vorspeise: Getoastetes Brot, belegt mit einer Mischung aus Garnelen, Crème fraîche, Dill und Forellenkaviar. Erfunden wurde es angeblich von Tore Wretman in den 1950er-Jahren. Heute steht es auf praktisch jeder Speisekarte der Stadt. Die beste Version habe ich bei Sturehof gegessen.
Gravad Lax (gebeizter Lachs) ist dünn geschnitten, mit Hovmästarsås (Senf-Dill-Sauce) und Kartoffeln serviert. Die Beize aus Zucker, Salz und Dill macht den Lachs zart und aromatisch. In vielen Restaurants bekommt man Gravad Lax als Vorspeise für 120 bis 180 SEK.
Vegetarisch und vegan
Stockholm ist eine der vegetarierfreundlichsten Städte Europas. In praktisch jedem Restaurant gibt es mindestens ein vegetarisches Hauptgericht, und viele Lokale bieten komplett pflanzliche Menüs an. Die schwedische Esskultur hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Fleischkonsum gilt nicht mehr als selbstverständlich.
Hermans (schon bei günstig essen erwähnt) ist das bekannteste vegetarische Restaurant. Lao Wai auf Södermalm serviert vegane chinesische Küche auf hohem Niveau. Mathias Dahlgren Rutabaga im Grand Hôtel war eines der ersten vegetarischen Fine-Dining-Restaurants in Skandinavien, 2015 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Babajan in Vasastan macht vegetarische Mezze, die so gut sind, dass auch überzeugte Fleischesser nichts vermissen.
Auch bei Oatly hat Stockholm seinen Anteil. Die schwedische Haferdrink-Marke stammt zwar aus Malmö, aber in Stockholm trinkt gefühlt jeder zweite Mensch seinen Kaffee mit Hafermilch. Vegane Optionen in Cafés sind so selbstverständlich, dass man nicht danach fragen muss.
Praktische Tipps
Reservieren: Für gehobene Restaurants am Freitagabend und Samstag ist eine Reservierung Pflicht. Unter der Woche kommt man oft ohne rein. Die meisten Restaurants akzeptieren Online-Reservierungen über ihre Websites oder Apps wie TheFork und Bookatable.
Trinkgeld: In Schweden ist Trinkgeld nicht obligatorisch. Die Rechnung enthält bereits den Service. Wer zufrieden war, rundet auf oder gibt 5 bis 10 Prozent. Niemand wird beleidigt sein, wenn man kein Trinkgeld gibt. Im Gegensatz zu den USA ist Trinkgeld in Schweden eine freiwillige Geste, kein Gehaltsbestandteil.
Bezahlen: Kreditkarte funktioniert überall. Bargeld wird in vielen Restaurants nicht mehr akzeptiert. Visa und Mastercard sind Standard. American Express wird seltener genommen. Kontaktloses Bezahlen (Apple Pay, Google Pay) ist weit verbreitet.
Öffnungszeiten: Stockholmer essen früher als Deutsche. Die meisten Restaurants öffnen abends um 17 oder 18 Uhr. Zwischen 19 und 20 Uhr ist Hauptzeit. Ab 22 Uhr wird es ruhig. Viele Küchen schließen um 22 Uhr, einige schon um 21 Uhr. Wer spät essen will (nach 22 Uhr), hat die Auswahl aus einer Handvoll Bars mit Spätküche.
Alkohol: Wein und Bier zum Essen sind in Schweden normal, aber teuer. Eine Flasche Wein im Restaurant kostet zwischen 350 und 800 SEK, ein Glas zwischen 90 und 180 SEK. Ein Bier vom Fass (0,4l) liegt bei 75 bis 100 SEK. Systembolaget, das staatliche Alkoholmonopol, sorgt für hohe Preise, aber auch für eine Kultur des bewussten Trinkens.
Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Abendessen in Stockholm?
Ein Hauptgericht in einem Mittelklasse-Restaurant kostet 200 bis 350 SEK (18 bis 32 Euro). Mit Vorspeise, Hauptgang und einem Glas Wein zahlt man etwa 500 bis 700 SEK pro Person. Mittags gibt es Dagens Lunch für 130 bis 180 SEK inklusive Brot, Salat und Kaffee.
Muss man in Stockholm Trinkgeld geben?
Nein, Trinkgeld ist freiwillig. Der Service ist im Preis enthalten. Wer zufrieden war, rundet auf oder gibt 5 bis 10 Prozent. Niemand erwartet es, und Kellner werden nicht schlecht bezahlt.
Brauche ich Reservierungen?
Für Fine Dining und gehobene Restaurants am Wochenende ja. Unter der Woche kommt man in den meisten Lokalen auch ohne Reservierung rein, besonders wenn man vor 19 Uhr erscheint.
Gibt es gute vegetarische Restaurants in Stockholm?
Ja, Stockholm ist sehr vegetarierfreundlich. Hermans (vegetarisches Buffet), Lao Wai (vegan chinesisch), Babajan (vegetarische Mezze) und Rutabaga (vegetarisches Fine Dining) sind empfehlenswert. Auch in normalen Restaurants gibt es immer vegetarische Optionen.
Wo isst man am günstigsten in Stockholm?
Mittags bei Dagens Lunch (130 bis 180 SEK für ein komplettes Menü). Hötorgshallen hat günstige internationale Imbisse. Hermans bietet All-you-can-eat für 169 SEK. Max Burgers ist die schwedische Fast-Food-Alternative für unter 100 SEK.
Kann ich in Stockholm mit Bargeld bezahlen?
In vielen Restaurants nicht mehr. Schweden ist nahezu bargeldlos. Kreditkarte (Visa, Mastercard) funktioniert überall. Kontaktloses Bezahlen mit Apple Pay oder Google Pay ist weit verbreitet.
Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026





