Zum Hauptinhalt springen
Gällivare
Bergbaustadt am Polarkreis

Gällivare

15 Min. Lesezeit

Gällivare liegt 100 Kilometer nördlich des Polarkreises in Schwedisch-Lappland. Die Stadt hat rund 8.500 Einwohner und lebt seit über 130 Jahren vom Eisenerzbergbau. Hier oben, wo die Winter neun Monate dauern können und die Sonne im Dezember nicht aufgeht, hat sich eine Gemeinschaft geformt, die rau und herzlich zugleich ist.

Der Name Gällivare stammt aus dem Samischen. "Jiellevárri" bedeutet "Berg mit einer Schlucht" und bezieht sich auf den Dundret, den Hausberg der Stadt. Von seinem Gipfel sieht man weit über die endlose Taiga. Bei klarem Wetter bis nach Norwegen. Der Dundret ist aber nur ein Grund, warum Gällivare Besucher anzieht. Die Eisenerzmine von LKAB, die sterbende Nachbarstadt Malmberget und die Nordlichter sind weitere.

Steckbrief Gällivare

  • Einwohnerzahl: ca. 8.500 (Gemeinde: ca. 17.500)
  • Region: Norrbottens län, Schwedisch-Lappland
  • Lage: 67°08' N, ca. 100 km nördlich des Polarkreises
  • Höhe: ca. 350 m über dem Meeresspiegel
  • Bekannt für: LKAB-Eisenerzmine, Dundret Fjäll, Nordlichter
  • Nächste größere Stadt: Luleå (ca. 220 km)
  • Wintertemperaturen: bis -35 °C möglich

Bergbau prägt die Stadt

Ohne den Bergbau gäbe es Gällivare in seiner heutigen Form nicht. Die Samen lebten hier schon lange vor der Industrialisierung, aber die Stadt als solche entstand erst mit der Eisenerzförderung Ende des 19. Jahrhunderts. 1888 wurde die Erzbahn fertiggestellt, die Verbindung von Luleå an der Ostsee zum norwegischen Hafen Narvik. Plötzlich konnte das Erz aus den Bergen abtransportiert werden. Gällivare wuchs.

Tipp: Berechne dein persönliches Reisebudget mit unserem Schweden-Reisekostenrechner.

Heute prägt der Bergbau den Ort auf eine Weise, die man in Mitteleuropa kaum kennt. Die Straßen vibrieren, wenn tief unter der Erde gesprengt wird. Schwere Lastwagen rollen durch die Vororte. Der Geruch von nassem Gestein hängt manchmal in der Luft. Man lebt mit der Mine und von der Mine. Die LKAB zahlt gute Löhne. Ein Bergarbeiter verdient deutlich über dem schwedischen Durchschnitt. Das merkt man an den Häusern, den Autos, den gut ausgestatteten Sportanlagen.

Aber der Bergbau hat auch seinen Preis. Malmberget, die Nachbarsiedlung, wird buchstäblich von der Mine aufgefressen. Mehr dazu weiter unten. Und die Landschaft rings um die Erzgruben ist gezeichnet. Halden, Absetzteiche, Erschließungsstraßen. Das ist kein hübscher Anblick. Gällivare versteckt das nicht. Die Stadt zeigt offen, wovon sie lebt.

LKAB und die Eisenerzmine

LKAB Eisenerzbergwerk bei Gällivare mit Förderanlagen und Erzhalden
Die LKAB-Mine bei Gällivare: Eines der größten unterirdischen Eisenerzbergwerke der Welt (KI-generiert)

LKAB, die Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag, ist ein schwedisches Staatsunternehmen und der größte Eisenerzproduzent Europas. In Gällivare betreibt LKAB die Grube Malmberget, die zu den größten unterirdischen Eisenerzbergwerken der Welt gehört. Die Stollen reichen inzwischen über 1.000 Meter in die Tiefe.

Die Zahlen sind gewaltig. Rund 15 Millionen Tonnen Erz werden hier jährlich gefördert. Das Erz enthält etwa 60 Prozent Eisen, eine sehr hohe Qualität. Es wird per Bahn nach Luleå oder Narvik transportiert und von dort verschifft. Abnehmer sitzen in Deutschland, Japan, China und anderswo. Schwedisches Erz steckt in Autos, Brücken und Hochhäusern weltweit.

Besucher können an geführten Minentouren teilnehmen. Die Touren starten im Sommer mehrmals wöchentlich und führen in die Untertage-Bereiche. Man fährt mit dem Bus in den Berg hinein, durch Tunnel, die breit genug für zwei Lastwagen nebeneinander sind. Unten sieht man die Abbaukammern, die Förderanlagen und die gewaltigen Dimensionen des Betriebs. Die Temperaturen liegen konstant bei plus 10 Grad, egal ob draußen 30 Grad minus herrschen. Eine Tour dauert etwa drei Stunden und kostet rund 500 SEK pro Person. Anmeldung über die Touristeninformation.

2023 machte LKAB internationale Schlagzeilen. In der Mine bei Kiruna wurde das größte bekannte Vorkommen von Seltenen Erden in Europa entdeckt. Auch die Region um Gällivare ist geologisch hochinteressant. Der Bergbau hier wird noch Jahrzehnte weitergehen. Gleichzeitig investiert LKAB in die Produktion von fossilfreiem Eisenschwamm. Das Projekt heißt HYBRIT und soll Stahl ohne Kohle ermöglichen. Gällivare steht damit für alte Industrie, und auch für den Wandel.

Malmberget: Die Stadt, die verschwindet

Malmberget bei Gällivare mit dem Einbruchskrater der Mine
Malmberget: Die Mine frisst sich von unten durch die Siedlung. Ganze Straßenzüge mussten geräumt werden (KI-generiert)

Malmberget ("Erzberg") liegt unmittelbar neben Gällivare, kaum drei Kilometer entfernt. Hier begann der Bergbau. Und hier zeigt sich seine Kehrseite am deutlichsten. Die Mine unter der Stadt hat sich so weit ausgedehnt, dass der Boden nachgibt. Ein riesiger Einbruchskrater, der sogenannte Gropen, hat sich mitten in der Siedlung aufgetan.

Ganze Straßenzüge mussten geräumt werden. Häuser wurden abgerissen oder auf Tiefladern umgezogen. Die Kirche, die Schule, der Sportplatz: alles weg. Wo früher ein Wohnviertel stand, klafft jetzt ein Loch. Es ist ein seltsamer Anblick. Man steht auf einer asphaltierten Straße, und plötzlich hört sie auf. Dahinter fällt das Gelände steil ab in den Krater.

LKAB hat die Bewohner entschädigt und Ersatzhäuser in Gällivare gebaut. Das Neubaugebiet Koskullskulle nimmt viele der Umgesiedelten auf. Aber ein Haus ersetzen ist nicht dasselbe wie eine Heimat ersetzen. In Malmberget lebten Familien über Generationen. Nachbarn kannten sich seit der Kindheit. Das lässt sich nicht auf einen neuen Stadtteil übertragen.

Wer Malmberget besichtigen will, kann das tun. Es gibt einen Aussichtspunkt am Rand des Kraters, von dem man die Dimensionen des Einbruchs überblickt. Im Bergbaumuseum Kåkstan in Malmberget sieht man alte Fotos, Werkzeuge und erfährt die Geschichte der Siedlung von ihren Anfängen bis zum schleichenden Ende. Der Eintritt ist frei. Das Museum ist im Sommer geöffnet.

Dundret Fjäll: Nordlichter und Panorama

Panoramablick vom Dundret Fjäll über Gällivare und die Weite Lapplands
Vom 823 Meter hohen Dundret überblickt man die endlose Weite Schwedisch-Lapplands (KI-generiert)

Der Dundret ist Gällivares Hausberg. 823 Meter hoch, ein Fjäll mit kahlem Gipfelplateau und weitem Blick. Von oben sieht man über die borealen Wälder bis zum Horizont. Im Westen zeichnen sich bei gutem Wetter die Berge der Skandinavischen Kette ab. Der Dundret ist als Naturreservat geschützt und seit 2012 offiziell als "Aurora Sky Station" anerkannt, eine der besten Stellen in Schweden, um Nordlichter zu beobachten.

Eine Straße führt bis fast auf den Gipfel. Im Winter wird sie geräumt, damit auch Wintergäste hochfahren können. Oben steht das Dundret Resort mit Hotel, Restaurant und Skianlage. Kein Luxusresort, eher ein solides Fjällhotel mit großen Fenstern nach Norden. Der Blick von der Terrasse ist es wert.

Die Nordlichter sind der Hauptgrund, warum Besucher auf den Dundret kommen. Die Lage nördlich des Polarkreises garantiert ausreichend dunkle Nächte zwischen September und März. Die Höhe des Dundret sorgt dafür, dass man über den Nebel und die Lichtverschmutzung der Stadt hinauskommt. An klaren Abenden tanzt die Aurora Borealis in grünen und violetten Schleiern über den Himmel.

Ich stand an einem Februarabend dort oben. Minus 28 Grad. Der Wind hatte aufgehört. Totenstille, nur das Knirschen der Schuhe auf dem hartgepressten Schnee. Dann fing es an, ein schwaches Leuchten im Norden, das innerhalb von Minuten zu einem pulsierenden Vorhang anschwoll. Die Farben wechselten von Grün zu Violett und wieder zurück. Es dauerte über eine Stunde. Meine Kamera konnte es nicht einfangen, wie es wirklich war. Solche Momente muss man erleben.

Nordlichter über Gällivare im Winter mit verschneiter Landschaft
Nordlichter über dem Dundret: Zwischen September und März ist Gällivare ein Hotspot für Aurora-Jäger (KI-generiert)

Im Sommer kehrt sich alles um. Von Anfang Juni bis Mitte Juli geht die Sonne nicht unter. Die Mitternachtssonne vom Dundret zu sehen ist ein Erlebnis ganz anderer Art. Goldenes Licht, das die Landschaft in warme Farben taucht, während die Uhr Mitternacht zeigt. Im Restaurant oben gibt es gelegentlich Mitternachtssonne-Buffets. Reservierung empfohlen.

Samische Kultur in Gällivare

Samische Kultur bei Gällivare mit Rentieren und traditioneller Kleidung
Die samische Kultur ist in Gällivare lebendig: Rentierzucht, Handwerk und Sprache gehören zum Alltag (KI-generiert)

Gällivare liegt im Gebiet der Samen, des indigenen Volkes Nordskandinaviens. Mehrere Samebyar (Rentiergemeinschaften) nutzen die weiten Wald- und Fjällflächen rund um die Stadt. Samische Sprache und Kultur sind hier kein Museum, sondern gelebter Alltag. Die Straßenschilder sind zweisprachig: Schwedisch und Nordsamisch.

In der Gemeinde leben etwa 4.000 Samen. Viele arbeiten in der Rentierzucht, andere im Kunsthandwerk, in der Bildung oder in Verwaltungsjobs. Die Spannung zwischen Bergbau und Rentierzucht ist hier allgegenwärtig. Minenbetrieb stört die Rentierwanderwege. Sprengungen erschrecken die Tiere. LKAB und die Samebyar verhandeln regelmäßig über Kompensationen und Korridore. Es ist ein Konflikt ohne einfache Lösung.

Im Ort gibt es einen samischen Handwerksladen, in dem man Duodji kaufen kann: Messer mit Griff aus Rentiergeweih, bestickte Ledergürtel. Dazu Schmuck aus Zinn und Silber. Die Preise sind höher als bei Massenware, aber jedes Stück ist handgefertigt. Ein gutes Messer mit Rentierhorngriff kostet zwischen 800 und 2.000 SEK.

Wer mehr über die samische Lebensweise erfahren will, kann an einem Rentier-Erlebnis teilnehmen. Lokale Anbieter laden Besucher ein, eine Rentierherde aus der Nähe zu sehen, Rentierfleisch über offenem Feuer zu probieren und Geschichten über das Leben in der Arktis zu hören. Die Touren dauern zwei bis drei Stunden und kosten um die 900 SEK pro Person. Keine touristische Inszenierung, sondern ein ehrlicher Einblick in eine Lebensform, die seit Jahrtausenden besteht.

Sommer und Mitternachtssonne

Der Sommer in Gällivare ist kurz und heftig. Von Mitte Juni bis Mitte August ist das Wetter am besten. Temperaturen um 20 Grad, manchmal sogar 25. Die Tage sind endlos lang. Genauer gesagt: Es gibt keine Nacht. Die Mitternachtssonne scheint von Anfang Juni bis Mitte Juli. 24 Stunden Licht. Das verändert den Schlafrhythmus, die Stimmung, alles. Die Schweden nutzen den kurzen Sommer intensiv. Grillabende am See, Wanderungen bis spät, Angeln um Mitternacht.

Rund um Gällivare gibt es Dutzende Seen und Flüsse, in denen man angeln kann. Forelle, Saibling und Äsche. Auch Hecht gibt es reichlich. Ein Angelschein (Fiskekort) ist nötig und kostet je nach Gewässer 50 bis 200 SEK pro Tag. Man bekommt ihn in der Touristeninformation, im Sportgeschäft oder online. Die Gewässer sind selten überlaufen. An manchen Seen steht man stundenlang allein.

Wandern ist die andere große Sommeraktivität. Der Dundret bietet markierte Wege verschiedener Schwierigkeitsgrade. Oben auf dem Plateau wachsen Zwergbirken und Bergheide, im Juli blühen Blaubeeren und Preiselbeeren. Wer weiter will, findet westlich der Stadt weitläufige Fjällgebiete ohne markierte Wege. Karte, Kompass und Erfahrung sind dann Pflicht.

Ein Geheimtipp: Die Badestelle am Vassaraträsket, einem See südwestlich der Stadt. Klares Wasser, Holzsteg, keine Menschenmassen. An warmen Julitagen hat das Wasser 18 bis 20 Grad. Nicht tropisch warm, aber erfrischend nach einer Wanderung. Mückenschutz nicht vergessen.

Wintersport und Outdoor

Der Winter in Gällivare beginnt im Oktober und dauert bis in den Mai. Schnee liegt von November bis April, oft meterhoch. Die Temperaturen sinken regelmäßig unter minus 20 Grad. Minus 30 ist keine Seltenheit. Das klingt hart, und das ist es auch. Aber genau diese Bedingungen machen Gällivare zu einem herausragenden Winterziel.

Auf dem Dundret gibt es ein kleines Skigebiet mit mehreren Abfahrten und Liften. Kein Alpenzirkus, eher familiär. Die Pisten sind gut präpariert, und man steht kaum an. Ein Tagespass kostet rund 350 SEK. Für Langläufer gibt es ein Loipennetz von über 50 Kilometern, das durch die verschneite Landschaft führt. Die Stille auf der Loipe, nur das Gleiten der Ski und das eigene Atmen, ist etwas, das man in den Alpen so nicht findet.

Schneemobiltouren sind in der Region sehr beliebt. Anbieter in Gällivare vermieten Schneemobile und bieten geführte Touren an. Man gleitet über zugefrorene Seen, durch verschneite Wälder, vorbei an Rentierspuren im Schnee. Eine halbtägige Tour kostet zwischen 1.500 und 3.000 SEK pro Person inklusive Kleidung und Helm. Manche Touren kombinieren das Schneemobilfahren mit einem Besuch bei einer Rentierherde oder einem Abendessen am Lagerfeuer.

Hundeschlittentouren sind eine weitere Möglichkeit. Mehrere Anbieter in der Umgebung halten Huskygespanne. Man lernt, wie man die Hunde anschirrt, wie man den Schlitten steuert und bremst, und dann geht es los. Durch lautlosen Wald, über weite Ebenen, im besten Fall unter Nordlichtern. Preise beginnen bei 1.800 SEK für eine kürzere Tour (2 bis 3 Stunden) und können für Tagestouren auf 4.000 SEK steigen.

Anreise und praktische Tipps

Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Gällivare (GEV) liegt wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Es gibt tägliche Verbindungen nach Stockholm Arlanda mit SAS und Norwegian. Die Flugzeit beträgt etwa 90 Minuten. Vom Flughafen ins Zentrum sind es nur 10 Minuten mit dem Taxi (ca. 200 SEK).

Mit dem Zug: Der SJ Nachtzug von Stockholm nach Gällivare fährt abends ab und kommt morgens an. Die Fahrt dauert rund 15 Stunden. Ein Schlafwagenabteil kostet ab 800 SEK. Im Sommer fährt zusätzlich der Inlandsbanan, die legendäre Inlandsbahn, die von Gällivare nach Kristinehamn verkehrt. Die Strecke ist langsam, aber landschaftlich grandios.

Mit dem Auto: Von Stockholm aus sind es etwa 1.000 Kilometer, Fahrzeit rund 11 bis 12 Stunden. Die E45 (Inlandsvägen) ist die direkteste Route durch das schwedische Binnenland. Von Luleå an der Küste sind es 220 Kilometer auf gut ausgebauter Straße. Winterreifen sind zwischen Oktober und April Pflicht, und ein Allradantrieb ist bei Schneefall hilfreich.

Übernachtung: Das Dundret Resort auf dem Hausberg bietet Hotelzimmer ab ca. 1.100 SEK pro Nacht. In der Stadt gibt es das Quality Hotel Gällivare mit Zimmern ab 900 SEK. Für Selbstversorger stehen Stugor (Holzhütten) zur Miete, ab 600 SEK pro Nacht. Wer ein Ferienhaus in Schweden sucht, findet auch in der Umgebung Optionen.

Verpflegung: In Gällivare gibt es einen ICA-Supermarkt, ein Coop und einige Restaurants. Das Restaurang Vassara im Stadtzentrum serviert regionale Küche: Rentierfleisch, Saibling, Moltebeeren. Eine Hauptspeise kostet zwischen 200 und 350 SEK. Im Dundret Resort gibt es ein Restaurant mit Fjällblick. Die Auswahl ist begrenzt, aber die Qualität der lokalen Zutaten ist hoch.

Beste Reisezeit: Für Nordlichter: September bis März. Für Mitternachtssonne: Juni bis Mitte Juli. Für Wintersport: Dezember bis April. Für Wandern und Angeln: Juni bis August. Im Dezember und Januar ist es den ganzen Tag dunkel (Polarnacht). Das hat seinen eigenen Reiz, ist aber nicht für jeden das Richtige.

Häufig gestellte Fragen

Kann man die LKAB-Mine in Gällivare besichtigen?

Ja. Im Sommer bietet LKAB geführte Touren in die Mine Malmberget an. Die Touren dauern etwa drei Stunden, führen unter Tage und kosten rund 500 SEK. Anmeldung über die Touristeninformation oder die LKAB-Website. Feste Schuhe und warme Kleidung werden empfohlen.

Wie kommt man am besten nach Gällivare?

Per Flugzeug über den Flughafen Gällivare (GEV) mit täglichen Verbindungen nach Stockholm. Per Nachtzug ab Stockholm (ca. 15 Stunden). Per Auto über die E45, etwa 1.000 km von Stockholm. Im Sommer fährt der Inlandsbanan durch die Stadt.

Sind Nordlichter in Gällivare garantiert?

Garantiert nicht, aber die Chancen sind gut. Gällivare liegt weit nördlich des Polarkreises in der Nordlichtzone. Von September bis März sind Nordlichter bei klarem Himmel regelmäßig sichtbar. Der Dundret Fjäll ist einer der besten Beobachtungspunkte in Schweden.

Was passiert mit Malmberget?

Die Mine unter Malmberget hat einen großen Einbruchskrater verursacht. Die Bewohner werden schrittweise nach Gällivare umgesiedelt. LKAB finanziert Ersatzhäuser und Entschädigungen. Der Prozess läuft seit Jahren und wird noch andauern. Der Aussichtspunkt am Krater ist frei zugänglich.

Gibt es Mitternachtssonne in Gällivare?

Ja. Von Anfang Juni bis Mitte Juli geht die Sonne nicht unter. Der Dundret Fjäll ist der beste Aussichtspunkt, um die Mitternachtssonne zu erleben. Von Mai bis Anfang August ist es praktisch durchgehend hell.

Weitere Städte in Schweden · Schwedisch-Lappland · Kiruna

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Lokale Tipps

Gut zu wissen

Dagens Lunch: Werktags 11-14 Uhr bieten fast alle Restaurants ein Tagesgericht für 120-160 SEK an, mit Salat, Brot und Kaffee. Abends zahlst du für das Gleiche das Doppelte.

Fika ernst nehmen: Setz dich um 10 oder 14 Uhr in ein lokales Café, bestell Filterkaffee und eine Kanelbulle. 20 Minuten Pause, nicht to go. So tickt Schweden.

Spartipp: Systembolaget (Alkoholladen) schließt samstags um 15 Uhr und ist sonntags zu. Vorplanen! Im Supermarkt gibt es nur Leichtbier unter 3,5%.