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Abisko
Tor zur arktischen Wildnis

Abisko

15 Min. Lesezeit

Abisko ist ein Dorf mit knapp 100 festen Einwohnern, 200 Kilometer nördlich des Polarkreises in Schwedisch-Lappland. Das klingt nach dem Ende der Welt. Ist es in gewisser Weise auch. Und genau das macht den Ort aus. Wer hierher kommt, sucht nicht Komfort und Unterhaltung, sondern Wildnis, Stille und Natur in ihrer ursprünglichen Form.

Der Name stammt aus dem Samischen. "Ábeskovvu" bedeutet "Wald am Meer", wobei sich das "Meer" auf den riesigen Torneträsk bezieht, den siebtgrößten See Schwedens. Der See erstreckt sich 70 Kilometer lang neben dem Dorf, dunkelblau im Sommer, eisgepanzert im Winter. Die Berge der Skandinavischen Kette ragen ringsum auf, schneebedeckt von September bis Juni.

Steckbrief Abisko

  • Einwohnerzahl: ca. 85
  • Region: Norrbottens län, Schwedisch-Lappland
  • Lage: 68°21' N, ca. 200 km nördlich des Polarkreises
  • Höhe: 385 m über dem Meeresspiegel
  • Bekannt für: Aurora Sky Station, Kungsleden-Start, Nationalpark
  • Am Gewässer: Torneträsk (70 km lang)
  • Nächste Stadt: Kiruna (ca. 100 km)
  • Wintertemperaturen: bis -30 °C, selten kälter

Ein Dorf zwischen Bergen und See

Abisko besteht aus wenigen Häusern entlang der E10, einer Bahnstation, einem kleinen Laden und der berühmten Turiststation des STF (Svenska Turistföreningen). Das war es auch schon. Es gibt kein Zentrum, keine Fußgängerzone, kein Einkaufsviertel. Wer abends durch Abisko geht, trifft höchstens einen Elch auf der Straße.

Und trotzdem kommen jedes Jahr Tausende hierher. Im Winter wegen der Nordlichter, im Sommer wegen des Kungsleden und der Mitternachtssonne. Abisko hat etwas, das größere Orte nicht haben: die unmittelbare Nähe zur echten Wildnis. Keine zehn Minuten vom Parkplatz entfernt steht man in einer Landschaft, die aussieht wie das Ende der Zivilisation. Berge, Tundra, Birkenwald, und sonst nichts.

Das Mikroklima von Abisko ist besonders. Der Ort liegt im Regenschatten der norwegischen Berge. Während Narvik auf der anderen Seite im Regen ertrinkt, scheint in Abisko oft die Sonne. Das macht den Ort zu einem der besten Plätze in ganz Skandinavien für Nordlichtbeobachtung. Weniger Wolken heißt mehr Aurora.

Aurora Sky Station

Aurora Sky Station auf dem Nuolja bei Abisko mit Nordlichtern am Himmel
Die Aurora Sky Station auf dem Nuolja: Einer der besten Orte der Welt für Nordlichtbeobachtung (KI-generiert)

Die Aurora Sky Station steht auf dem Nuolja, einem 900 Meter hohen Berg direkt neben Abisko. Man erreicht sie mit einem Sessellift, der einen in etwa 20 Minuten nach oben bringt. Oben wartet eine beheizte Station mit Panoramafenstern, Terrasse und fachkundigem Personal. Die Station wurde gezielt für die Nordlichtbeobachtung gebaut und gilt als einer der besten Plätze weltweit dafür.

Von September bis Ende März bietet die Station abendliche Nordlichttouren an. Der Sessellift fährt um 21 Uhr, oben gibt es einen Vortrag über die Aurora Borealis, dann geht man auf die Terrasse und wartet. An guten Abenden muss man nicht lange warten. Die Lichter erscheinen als grüne Streifen, wachsen zu Bändern und Vorhängen, pulsieren, verblassen und kehren wieder. Das Schauspiel kann Minuten dauern oder Stunden.

Die Preise sind nicht gering. Ein Nordlicht-Abend kostet rund 895 SEK pro Person (ca. 80 Euro). Dafür bekommt man den Sessellift, den Vortrag, warme Getränke und die Expertise der Guides. Die Station schließt gegen Mitternacht, dann fährt der Sessellift wieder ins Tal. Wer will, kann stattdessen zu Fuß absteigen (ca. 45 Minuten).

Es gibt keine Garantie für Nordlichter. Wolken, schwache Sonnenaktivität oder einfach Pech können einen Abend ohne Aurora bedeuten. Aber die Statistik spricht für Abisko. Dank des Regenschattens ist der Himmel hier häufiger klar als in den meisten anderen Orten auf diesem Breitengrad. Wer drei Nächte bleibt, hat sehr gute Chancen.

Der Kungsleden beginnt hier

Startpunkt des Kungsleden Wanderwegs bei Abisko mit Wegweiser und Bergpanorama
Der Kungsleden beginnt in Abisko und führt 440 Kilometer durch die schwedische Fjällwelt (KI-generiert)

Der Kungsleden (Königspfad) ist Schwedens berühmtester Fernwanderweg. 440 Kilometer lang, von Abisko im Norden bis Hemavan im Süden. Der nördliche Abschnitt, von Abisko bis Nikkaluokta, ist der beliebteste. Er führt durch das Abiskotal, über Pässe, vorbei am Kebnekaise (Schwedens höchster Berg mit 2.097 Metern) und durch weite Hochebenen.

Die meisten Wanderer laufen den Abschnitt Abisko bis Nikkaluokta in fünf bis sieben Tagen. Der Weg ist gut markiert. Alle 15 bis 20 Kilometer steht eine STF-Fjällhütte mit Schlafplätzen, Küche und manchmal einem kleinen Laden. Man muss kein Zelt tragen, aber die Hütten sind im Juli und August oft voll. Reservierung über die STF-Website ist ratsam. Eine Übernachtung in der Hütte kostet zwischen 350 und 550 SEK für STF-Mitglieder.

Der Start in Abisko ist simpel. Man geht von der Turiststation los, überquert den Abiskojåkka auf einer Hängebrücke und folgt den roten Markierungen. Die ersten Kilometer führen durch Birkenwald. Dann öffnet sich die Landschaft, die Bäume werden niedriger und verschwinden schließlich. Vor einem liegt das Fjäll: karg, weit, ruhig. Auf dem ersten Abschnitt bis zur Abiskojaure-Hütte (15 km) hat man den Torneträsk zur Linken und die Bergkette zur Rechten.

Wer nicht den gesamten Kungsleden laufen will, kann Tageswanderungen ab Abisko machen. Der Weg zum Abiskojávrre (Abisko-See) ist eine gute Halbtagestoure. Der Weg ins Kärkevagge-Tal (12 km hin und zurück) führt durch eine geologisch spannende Landschaft mit Kalksteinformationen und Wasserfällen. Keine dieser Wanderungen erfordert besondere Ausrüstung, festes Schuhwerk und Regenjacke reichen.

Abisko Nationalpark

Der Nationalpark Abisko wurde 1909 gegründet und ist damit einer der ältesten Schwedens. Er umfasst 77 Quadratkilometer und schützt ein Stück subarktische Birkenwald- und Fjälllandschaft. Das Abiskojåkka-Tal, das sich vom Torneträsk nach Süden erstreckt, bildet das Kern des Parks.

Die Flora im Nationalpark ist überraschend vielfältig. Im Juni und Juli blühen Fjällblumen in den geschützten Hanglagen: Steinbrech, Glockenblumen, Fjällmohn. Die Birken treiben hellgrün aus, und das Ganze vor der Kulisse schneebedeckter Berge. Im Herbst, ab Mitte September, färbt sich der Birkenwald goldgelb. Die Schweden nennen es "höstfärger", und im Abiskotal sind diese Herbstfarben besonders intensiv.

Zur Tierwelt gehören Elche, Rentiere, Lemminge, Vielfraße und Steinadler. Lemminge sieht man in manchen Jahren massenhaft, in anderen gar nicht. Vielfraße sind scheu und extrem selten zu beobachten. Elche tauchen gelegentlich am Waldrand auf, besonders in den Morgen- und Abendstunden. Die Rentiere gehören den samischen Gemeinden und sind halbwild. Sie laufen frei und grasen auf den Fjällflächen.

Der Eintritt in den Nationalpark ist frei. Es gibt mehrere markierte Wanderwege, Informationstafeln und eine Naturum-Ausstellung an der Turiststation. Der Naturum ist kostenlos und erklärt die Geologie, Flora und Fauna des Parks. Für Kinder gibt es interaktive Stationen. Eine gute Anlaufstelle, bevor man losmarschiert.

Der Torneträsk

Torneträsk See bei Abisko mit Bergen im Hintergrund und klarem Wasser
Der Torneträsk bei Abisko: 70 Kilometer lang und bis zu 168 Meter tief (KI-generiert)

Der Torneträsk ist der siebtgrößte See Schwedens und der zweittiefste (168 Meter). Er erstreckt sich 70 Kilometer in Ost-West-Richtung entlang der norwegischen Grenze. Das Wasser ist so klar, dass man am Ufer den Boden in mehreren Metern Tiefe sehen kann. Im Sommer hat es eine tiefblaue Farbe, die im Abendlicht ins Türkise wechselt.

Der See friert im Winter komplett zu. Die Eisdecke wird bis zu einem Meter dick. Auf dem Eis kann man Langlauf fahren, Schneemobil fahren oder einfach spazieren gehen. Die Stille auf dem zugefrorenen See ist total. Kein Wind, kein Verkehr, kein Geräusch. Nur ab und zu ein tiefes Knarzen, wenn das Eis arbeitet.

Im Sommer sind Paddeltouren auf dem Torneträsk möglich. Das Wasser ist kalt (selten über 10 Grad), aber ruhig. Kajaks kann man an der Turiststation mieten. Eine Tagestour entlang der Nordküste bietet Blicke auf die Bergkette jenseits des Sees. Aber Vorsicht: Das Wetter kann schnell umschlagen. Wind auf dem offenen See wird gefährlich. Nur erfahrene Paddler sollten sich weit vom Ufer entfernen.

Angeln im Torneträsk ist erlaubt mit Angelschein. Im See leben Saibling, Forelle und Äsche. Ein Fiskekort kostet um die 150 SEK pro Tag und ist an der Turiststation erhältlich. Im Winter kann man Eisangeln, wobei man ein Loch in die dicke Eisdecke bohrt und auf den Saibling wartet. Geduld ist dabei wichtiger als Technik.

Abisko Turiststation und STF

Abisko Turiststation des STF mit Hauptgebäude und Bergen im Hintergrund
Die STF Turiststation in Abisko: Ausgangspunkt für Wanderungen und Winterabenteuer (KI-generiert)

Die Abisko Turiststation ist das Herz des Ortes. Sie gehört dem Svenska Turistföreningen (STF) und ist seit 1902 in Betrieb. Das Gebäude wurde mehrfach erweitert und bietet heute Hotelzimmer, Hostelplätze, ein Restaurant, einen Shop, eine Sauna und den Naturum. Von hier starten die meisten Wanderungen, hier bucht man Nordlichttouren und Sessellift-Tickets.

Die Unterkunft an der Turiststation hat verschiedene Preisklassen. Ein Bett im Mehrbettzimmer kostet ab 400 SEK pro Nacht für STF-Mitglieder. Ein Einzelzimmer liegt bei 800 bis 1.200 SEK. Die Mitgliedschaft im STF kostet 395 SEK pro Jahr und lohnt sich, wenn man mehrere Nächte in STF-Unterkünften verbringt. Das Restaurant serviert schwedische Küche mit regionalen Zutaten: Rentierfleisch, Saibling, Elchwurst, Moltebeeren-Dessert. Eine Hauptspeise kostet zwischen 200 und 350 SEK.

Der Shop an der Turiststation verkauft Wanderausrüstung, Karten, Proviant und Souvenirs. Hier bekommt man auch Gas für den Kocher, Trekkingnahrung und die letzten Dinge, die man vor einer Kungsleden-Wanderung braucht. Die Preise sind höher als in der Stadt, was bei der Lage nicht überrascht.

Neben der Turiststation gibt es noch die Abisko Fjällturer, einen privaten Anbieter, der geführte Touren organisiert. Und ein paar kleinere Unterkünfte im Dorf. Aber die Turiststation bleibt der Fixpunkt. Wer in Abisko war und nicht dort einen Kaffee getrunken hat, war nicht wirklich in Abisko.

Mitternachtssonne und Polarnacht

Mitternachtssonne über dem Torneträsk bei Abisko im Sommer
Mitternachtssonne über dem Torneträsk: Von Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne in Abisko nicht unter (KI-generiert)

Abisko liegt auf 68 Grad nördlicher Breite, gut 200 Kilometer über dem Polarkreis. Das hat Folgen für den Tageslichtrhythmus. Von Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne nicht unter. 24 Stunden Tageslicht. Die Sonne kreist am Himmel, sinkt gegen Mitternacht zum Horizont, berührt ihn fast und steigt wieder auf. Es wird nie dunkel, nicht einmal dämmerig.

Das verändert alles. Die Vögel singen die ganze Nacht. Wanderer laufen um zwei Uhr morgens los. Im Restaurant sitzen Gäste um Mitternacht bei vollem Sonnenlicht. Der Körper verliert das Zeitgefühl. Eine Schlafmaske ist kein Luxus, sondern Pflicht. Aber das Erlebnis ist es wert. Die Mitternachtssonne vom Nuolja oder vom Ufer des Torneträsk aus zu sehen, ist etwas, das man nicht vergisst.

Die Kehrseite ist die Polarnacht. Von Anfang Dezember bis Mitte Januar kommt die Sonne nicht über den Horizont. Es ist nicht stockdunkel den ganzen Tag, mittags gibt es ein schwaches blaues Licht am südlichen Horizont für ein bis zwei Stunden. Aber die Dunkelheit dominiert. Genau in dieser Zeit sind die Nordlichter am stärksten. Lange Dunkelheit und klarer Himmel machen die Polarnachtwochen zur besten Nordlichtsaison.

Aktivitäten im Winter

Der Winter in Abisko dauert von Oktober bis Mai. Schnee liegt von November bis in den Mai, manchmal darüber hinaus. Die Temperaturen fallen regelmäßig auf minus 20 Grad, gelegentlich auf minus 30. Aber die trockene Kälte fühlt sich erträglicher an als feuchte Kälte in Mitteleuropa. Bei minus 15 und Windstille kann man stundenlang draußen sein, vorausgesetzt die Kleidung stimmt.

Hundeschlittentouren gehören zu den beliebtesten Winteraktivitäten. Mehrere Anbieter in der Gegend bieten Touren von zwei Stunden bis zu mehreren Tagen an. Man lernt, die Hunde zu führen, steuert den Schlitten durch verschneite Täler und übernachtet bei den längeren Touren in einfachen Hütten. Preise beginnen bei 1.500 SEK für Kurztouren und können für mehrtägige Expeditionen 10.000 SEK und mehr kosten.

Schneeschuhwandern ist eine ruhigere Alternative. Die Turiststation verleiht Schneeschuhe (ca. 200 SEK pro Tag), und geführte Touren kosten um die 800 SEK. Man wandert durch den verschneiten Birkenwald, über gefrorene Bäche und offene Flächen. Das Tempo ist langsam, die Stille groß. Im Mondlicht oder unter Nordlichtern wird eine Schneeschuhwanderung zu einem Erlebnis, das man lange mit sich trägt.

Langlauf ist ebenfalls möglich. Um Abisko gibt es gespurte Loipen, die durch die Winterlandschaft führen. Die Strecken sind nicht besonders lang, aber die Kulisse entschädigt. Mit Langlaufski auf dem zugefrorenen Torneträsk zu gleiten, den Blick auf die Berge, das ist der Winter in Schwedisch-Lappland in seiner reinsten Form.

Eisangeln auf dem Torneträsk ist eine Aktivität für Geduldige. Man bohrt ein Loch ins Eis, lässt die Angel hinab und wartet. Saibling ist die häufigste Beute. Wer Glück hat, zieht einen Fisch von zwei Kilo aus dem eiskalten Wasser. Die Turiststation verleiht Eisangelausrüstung und gibt Tipps, wo die Fische beißen.

Anreise und praktische Tipps

Mit dem Zug: Die einfachste Anreise ist per Nachtzug. Der SJ Nachtzug von Stockholm nach Narvik hält direkt in Abisko Östra und Abisko Turiststation. Die Fahrt dauert etwa 17 Stunden. Man steigt abends in Stockholm ein, legt sich in den Schlafwagen und wacht morgens in der Arktis auf. Ein Schlafwagenabteil kostet ab 800 SEK.

Mit dem Flugzeug: Der nächste Flughafen ist Kiruna (100 km entfernt). Von Kiruna fährt ein Bus nach Abisko (Linje 91, Fahrzeit ca. 1,5 Stunden, Preis ca. 200 SEK). SAS und Norwegian fliegen täglich von Stockholm nach Kiruna. Die Flugzeit beträgt 80 Minuten.

Mit dem Auto: Von Kiruna fährt man auf der E10 Richtung Norwegen. Nach 100 Kilometern erreicht man Abisko. Die E10 ist gut ausgebaut, im Winter aber oft schneebedeckt. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten können bei starkem Schneefall nötig sein. Von Stockholm aus sind es rund 1.100 Kilometer, Fahrzeit 13 bis 14 Stunden.

Übernachtung: Die STF Turiststation bietet Hostel- und Hotelzimmer (400 bis 1.200 SEK). Abisko.net betreibt private Hütten und Zimmer. Im Ort gibt es einzelne Ferienhäuser zur Miete. In der Hochsaison (Februar/März für Nordlichter, Juli für Wandern) ist alles schnell ausgebucht. Frühzeitig reservieren.

Verpflegung: Das Restaurant der Turiststation ist die Hauptanlaufstelle. Es gibt einen kleinen Kiosk im Ort für Grundversorgung. Wer selbst kochen will, sollte Vorräte aus Kiruna mitbringen. In Abisko selbst gibt es keinen vollwertigen Supermarkt. Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn und hat Quellwasserqualität.

Beste Reisezeit: Für Nordlichter: Mitte September bis Ende März, Spitze im Februar/März. Für Wandern: Ende Juni bis Mitte September. Für Mitternachtssonne: Ende Mai bis Mitte Juli. Für Wintersport: Dezember bis April. April bietet eine interessante Kombination: noch viel Schnee, aber schon deutlich mehr Licht.

Tipp: Die schwedische Zugbuchung (sj.se) bietet Frühbucherrabatte für den Nachtzug nach Abisko. Wer zwei bis drei Monate im Voraus bucht, zahlt oft nur die Hälfte. Die beliebtesten Termine (Weihnachten, Sportlov im Februar) sind Monate vorher ausverkauft.

Häufig gestellte Fragen

Kann man in Abisko Nordlichter sehen?

Ja. Abisko gilt als einer der besten Orte der Welt für Nordlichtbeobachtung. Das Regenschatten-Mikroklima sorgt für überdurchschnittlich viele klare Nächte. Die Aurora Sky Station auf dem Nuolja bietet geführte Abende mit Sessellift und Fachvorträgen. Beste Zeit: September bis März.

Braucht man Wandererfahrung für den Kungsleden?

Grundlegende Fitness reicht für den nördlichen Abschnitt. Der Weg ist gut markiert, und die STF-Hütten bieten Unterkunft und Küche. Man muss kein Zelt tragen. Allerdings sollte man an wechselhaftes Wetter gewöhnt sein und die richtige Ausrüstung mitbringen: feste Schuhe, Regenjacke, warme Schichten.

Wie kalt wird es in Abisko?

Im Winter liegen die Temperaturen typischerweise zwischen minus 10 und minus 25 Grad. Minus 30 ist möglich, aber seltener als weiter im Landesinneren. Die trockene Kälte fühlt sich weniger schneidend an als feuchte Winterkälte in Mitteleuropa. Gute Winterkleidung mit mehreren Schichten ist trotzdem notwendig.

Gibt es in Abisko Einkaufsmöglichkeiten?

Nur sehr begrenzt. Es gibt einen kleinen Kiosk und den Shop an der Turiststation. Für größere Einkäufe muss man nach Kiruna (100 km). Wer selbst kochen will, sollte Vorräte mitbringen. Das Restaurant der Turiststation bietet vollwertige Mahlzeiten.

Wie kommt man von Kiruna nach Abisko?

Mit dem Bus Linje 91 (ca. 1,5 Stunden, rund 200 SEK). Mit dem Zug (der Nachtzug Stockholm-Narvik hält in Abisko). Mit dem Mietwagen auf der E10 (100 km, ca. 1 Stunde). Im Winter ist die Straße oft schneebedeckt, aber regelmäßig geräumt.

Weitere Städte in Schweden · Nordlichter in Schweden · Kiruna

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Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Lokale Tipps

Gut zu wissen

Dagens Lunch: Werktags 11-14 Uhr bieten fast alle Restaurants ein Tagesgericht für 120-160 SEK an, mit Salat, Brot und Kaffee. Abends zahlst du für das Gleiche das Doppelte.

Fika ernst nehmen: Setz dich um 10 oder 14 Uhr in ein lokales Café, bestell Filterkaffee und eine Kanelbulle. 20 Minuten Pause, nicht to go. So tickt Schweden.

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