Routenvorschläge für Schweden
Inhaltsverzeichnis
- 1 Route 1: Eine Woche Südschweden (1.200 km)
- 2 Route 2: Zwei Wochen Stockholm bis Göteborg (2.200 km)
- 3 Route 3: Drei Wochen von Süd bis Nord (3.800 km)
- 4 Schweden mit dem Wohnmobil
- 5 Fahrtipps und Straßenverhältnisse
- 6 Anreise: Fähre, Brücke oder Flug
- 7 Budget und Kosten pro Tag
- 8 Beste Reisezeit für Roadtrips
- 9 Häufig gestellte Fragen
Schweden misst 1.574 Kilometer von Trelleborg im Süden bis Treriksröset im Norden. Das ist weiter als von München nach Hamburg und wieder zurück. Wer alles sehen will, braucht Wochen. Wer klug plant, sieht in einer Woche mehr als die meisten in zwei.
Ich bin Schweden in den letzten zwölf Jahren auf verschiedenen Routen abgefahren: einmal von Malmö bis Kiruna, zweimal die Westküste hoch, dreimal quer durch Dalarna und Småland. Die folgenden Routenvorschläge basieren auf diesen Fahrten und sind so aufgebaut, dass man an jedem Stopp genug Zeit hat, ohne das Gefühl zu bekommen, nur im Auto zu sitzen.
Alle Routen funktionieren mit dem eigenen Auto, dem Mietwagen oder dem Wohnmobil. Wo eine Zugverbindung sinnvoll ist, erwähne ich es. Die Kilometerangaben sind Richtwerte -- je nach Abstechern und Umwegen weicht die tatsächliche Strecke ab.
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Route 1: Eine Woche Südschweden (ca. 1.200 km)
Diese Route deckt den Süden ab -- Malmö, Småland, Göteborg, Stockholm -- und eignet sich für alle, die zum ersten Mal nach Schweden fahren und in kurzer Zeit viel mitnehmen wollen. Keine Tagesetappe ist länger als 300 km.
Tag 1-2: Malmö und Skåne. Start in Malmö, erreichbar per Fähre (Trelleborg) oder über die Öresundbrücke von Kopenhagen. Die Altstadt mit dem Stortorget, Malmöhus Slott und Västra Hamnen mit dem Turning Torso füllen einen Tag. Am zweiten Tag: Tagesausflug nach Lund (15 km) mit dem romanischen Dom und der Universität, oder nach Österlen an der Küste -- Ales Stenar, ein Wikingergrab hoch über dem Meer, ist den Abstecher wert.
Tag 3: Småland (280 km). Nordwärts auf der E4 durch Småland. Stopp im Glasriket (Glasreich) zwischen Nybro und Orrefors, wo 13 Glashütten traditionelles schwedisches Glas herstellen. Abends: Jönköping am Vätternsee. Der See ist Schwedens zweitgrößter, 135 km lang, und das Wasser so klar, dass man bei gutem Licht den Grund sieht.
Tag 4-5: Göteborg (300 km). Über die E40 nach Göteborg. Zwei volle Tage: Der Stadtteil Haga mit seinen Cafés und dem „Haga Nygata"-Gebäck (die größten Zimtschnecken der Stadt). Der Fiskekôrkan (Fischkirche) am Hafen. Liseberg, wenn man Achterbahnen mag. Am zweiten Tag: Bootsfahrt in die Göteborger Schären -- Styrsö oder Vrångö sind autofreie Inseln mit Bademöglichkeiten, erreichbar in 30 Minuten per Fähre.
Tag 6-7: Stockholm (470 km). Die längste Etappe. Über die E20 nach Stockholm. Alternativ: SJ-Schnellzug ab Göteborg (3,5 Stunden, ab 199 SEK). In Stockholm: Gamla Stan, Vasa-Museum, Djurgården. Wer einen Tag hat: Fähre nach Vaxholm in den Stockholmer Schärengarten (1 Stunde, 80 SEK).
Route 1 auf einen Blick
Malmö -- Lund -- Jönköping -- Göteborg -- Stockholm | ca. 1.200 km | 7 Tage | Tankkosten: ca. 1.800 SEK (bei 7l/100km und 21 SEK/Liter) | Mautkosten: keine (außer Öresundbrücke: ab 575 SEK)
Route 2: Zwei Wochen Stockholm bis Göteborg über Dalarna (ca. 2.200 km)
Mit zwei Wochen kann man tiefer eintauchen. Diese Route führt von Stockholm über Uppsala und Dalarna nach Värmland und die Westküste. Man sieht die Hauptstadt, Dalarna und die Küste -- und fährt dabei nie mehr als 200 km pro Tag.
Tag 1-3: Stockholm. Drei volle Tage für die Hauptstadt. Gamla Stan, Vasa-Museum, Fotografiska, Södermalm. Am dritten Tag: Fähre in den Schärengarten, zum Beispiel nach Sandhamn (2 Stunden mit der Waxholmsbolaget-Fähre, 150 SEK einfach). Sandhamn hat Seglertradition, ein kleines Dorf, eine Bäckerei und eine Strandpromenade. Abends zurück.
Tag 4: Uppsala (70 km). Schwedens viertgrößte Stadt, 40 Minuten von Stockholm. Der Dom ist der größte Skandinaviens. Die Universität wurde 1477 gegründet -- hier hat Carl von Linné gelehrt. Das Gustavianum-Museum zeigt seinen anatomischen Theatersaal. Gamla Uppsala, 5 km nördlich, hat drei große Königshügel aus dem 5. bis 6. Jahrhundert.
Tag 5-7: Dalarna (200 km). Über die E16 nach Dalarna. Basis: Mora oder Leksand am Siljan-See. In Nusnäs die Dalapferd-Werkstatt besuchen (Nils Olsson Hemslöjd, Eintritt frei, man sieht den Handwerkern zu). Am Siljan wandern oder Kanu fahren. In Tällberg an den See setzen und schauen -- rote Häuser, Birken, Wasser, Stille. So stellt man sich Schweden vor, und so sieht es hier tatsächlich aus.
Tag 8-9: Värmland (200 km). Weiter nach Westen, Richtung Karlstad am Vänern. Unterwegs: Sunne, die Heimat von Selma Lagerlöf (Mårbacka, ihr Gutshof, ist als Museum zugänglich). In Värmland: Kanutour auf dem Klarälven. Die Flusslandschaft ist weitgehend unberührt, Biber und Fischreiher inbegriffen. Tagestouren ab Branäs oder Stöllet, Leihkanu ab 400 SEK pro Tag.
Tag 10-11: Göteborg (250 km). Über die E45 nach Göteborg. Zwei Tage für die Stadt: Haga, Feskekôrkan, Liseberg (falls nicht schon auf Route 1), Hafen. Am zweiten Tag: Schären. Die Kosterinseln ganz im Norden der Westküste (3 Stunden von Göteborg) lohnen sich für einen Tagesausflug, wenn man die extra Fahrt in Kauf nimmt -- Schwedens einziger Meeres-Nationalpark.
Tag 12-14: Westküste nach Malmö (300 km). Die Küstenstraße nach Süden: Varberg (Kallbadhus, Festung), Halmstad (Sandstrand), Helsingborg (Blick nach Dänemark). In Malmö den Abschluss machen oder direkt über Trelleborg nach Hause. Alternative: Von Helsingborg mit der Fähre nach Helsingør (20 Minuten, ab 150 SEK mit Auto) und über Dänemark zurückfahren.
Route 3: Drei Wochen von Süd bis Nord (ca. 3.800 km)
Die große Runde: Von Malmö über Stockholm und die Hohe Küste bis nach Kiruna in Lappland, und auf der Inlandsvägen (E45) durch das schwedische Binnenland zurück. Drei Wochen, die das ganze Land zeigen.
Woche 1 (Tag 1-7): Der Süden. Wie Route 1: Malmö, Småland, Göteborg, Stockholm. Wer mag, baut einen Tag auf Öland ein (Brücke von Kalmar, 6 km, kostenlos). Die Insel hat Sandstrände, Windmühlen und die Alvaret-Steppe -- UNESCO-Welterbe.
Woche 2 (Tag 8-14): Die Mitte und der Norden. Ab Stockholm nordwärts auf der E4. Stopp in Gävle (170 km, Bockmuseum). Weiter zur Höga Kusten (Hohe Küste, 400 km ab Stockholm), UNESCO-Welterbe. Hier hat sich das Land seit der Eiszeit um bis zu 286 Meter gehoben -- die höchste Landhebung der Welt. Wanderung auf den Skuleberget (286 m, 2 Stunden) mit Blick auf die Schärenlandschaft. Weiter über Umeå nach Luleå (350 km). In Luleå: Gammelstad, die besterhaltene Kirchstadt Skandinaviens (UNESCO-Welterbe).
Woche 3 (Tag 15-21): Lappland und Rückreise. Von Luleå nach Jokkmokk (190 km) -- samische Kultur, Ájtte-Museum. Weiter nach Gällivare (120 km) und Kiruna (120 km). In Kiruna: Eiskirche (im Winter), Abisko-Nationalpark (100 km westlich, Kungsleden-Start), Nordlichter (September bis März). Im Sommer: Mitternachtssonne und Wanderungen im Fjäll.
Für die Rückreise gibt es zwei Optionen: Option A: Die Inlandsvägen (E45) zurück nach Süden. Die Straße führt durch Vilhelmina, Strömsund, Sveg, Mora -- alles kleine Orte im schwedischen Binnenland, weitab der Touristenrouten. 1.200 km, in 3-4 Fahrtagen machbar. Option B: Nachtzug von Kiruna nach Stockholm (SJ, 17 Stunden, ab 695 SEK im Liegewagen, Auto per Autozug). Eine Nacht im Zug, am nächsten Morgen in Stockholm.
Drei-Wochen-Route auf einen Blick
Malmö -- Stockholm -- Höga Kusten -- Luleå -- Jokkmokk -- Kiruna -- (Inlandsvägen oder Nachtzug) -- Stockholm/Malmö | ca. 3.800 km | 21 Tage | Tankkosten: ca. 5.600 SEK | Keine Mautgebühren auf der Strecke
Schweden mit dem Wohnmobil
Schweden und Wohnmobile passen gut zusammen. Breite Straßen, wenig Verkehr, gut ausgestattete Campingplätze und das Jedermannsrecht, das unter bestimmten Bedingungen Übernachten in der Natur erlaubt.
Das Jedermannsrecht gilt auch für Wohnmobile, aber eingeschränkter als für Zelte. Man darf am Straßenrand oder auf öffentlichen Plätzen eine Nacht stehen, solange man niemanden stört und keinen Müll hinterlässt. Auf Privatgrund nur mit Erlaubnis des Eigentümers. In der Praxis: Die meisten schwedischen Kommunen tolerieren Wohnmobile auf Parkplätzen für eine Nacht, sofern kein Verbotsschild steht.
Campingplätze kosten 250 bis 450 SEK pro Nacht (mit Strom). Die schwedische App Ställplats.se listet über 1.500 Stellplätze im ganzen Land -- viele davon direkt an Seen, an der Küste oder in Wäldern. Mautgebühren gibt es in Schweden nicht (außer Öresundbrücke und einzelne Stadtmautstrecken in Stockholm und Göteborg). LPG-Tankstellen sind selten, Diesel und Benzin überall verfügbar.
Mietwohnmobile gibt es in Stockholm und Göteborg bei Anbietern wie McRent, Touring Cars und Bunk Campers. Preise in der Hauptsaison: ab 1.200 SEK pro Tag für einen Campervan, ab 2.000 SEK für ein integriertes Wohnmobil. Frühbucher (3-4 Monate vorher) zahlen deutlich weniger.
Fahrtipps und Straßenverhältnisse
Die schwedischen Straßen befinden sich durchweg in gutem Zustand. Die E-Straßen (E4, E6, E20, E45) sind Autobahnen oder breite Landstraßen mit 110 km/h Höchstgeschwindigkeit. Auf Landstraßen gilt Tempo 70 oder 90. In Ortschaften 30 bis 50. Radarfallen sind häufig, die Bußgelder hoch: 30 km/h zu schnell kosten ab 4.000 SEK (360 Euro).
Licht: In Schweden muss man auch tagsüber mit Abblendlicht fahren. Das ist Pflicht, keine Empfehlung. Die meisten Mietwagen schalten das Licht automatisch ein. Elche: Zwischen Mai und Oktober kreuzen Elche regelmäßig die Straßen, besonders in der Dämmerung. Die Warnschilder mit dem Elch stehen dort nicht zur Dekoration. Ein Zusammenstoß mit einem 500-Kilo-Tier kann tödlich enden. In der Dämmerung langsamer fahren, besonders auf Landstraßen durch Waldgebiete.
Tanken: Benzin kostet 20 bis 22 SEK pro Liter (1,80 bis 2 Euro). Automatentankstellen (Obemannad mack) sind günstiger als bemannte. Manche akzeptieren nur schwedische Karten -- im Zweifelsfall eine bemannte Tankstelle (Bemannad mack) anfahren. In Nordschweden kann die nächste Tankstelle 100 km entfernt sein. Ab Jokkmokk nordwärts: immer volltanken, wenn die Gelegenheit da ist.
Winterfahren: Winterreifen sind vom 1. Dezember bis 31. März Pflicht (bei winterlichen Verhältnissen schon ab Oktober). In Nordschweden können Straßen vereist sein. Schneeketten sind selten nötig, aber Spikes-Reifen (Dubbdäck) sind erlaubt und üblich.
Anreise: Fähre, Brücke oder Flug
Wo man startet und ob das Auto mitkommen soll, bestimmt die Anreise. Die wichtigsten Optionen:
Fähre: Kiel -- Göteborg (Stena Line, 14 Stunden, ab 600 SEK mit Auto und 2 Personen). Travemünde -- Trelleborg (TT-Line, 8 Stunden, ab 500 SEK). Rostock -- Trelleborg (Stena Line, 6 Stunden, ab 450 SEK). Sassnitz -- Trelleborg (FRS Baltic, 4 Stunden, ab 350 SEK). Die Fähren fahren nachts -- man spart eine Hotelübernachtung.
Öresundbrücke: Von Kopenhagen nach Malmö, 16 km, Fahrzeit 10 Minuten. Maut: ab 575 SEK (ca. 52 Euro) für einen PKW. Online vorbuchen (Øresundsbron.com) ist günstiger als an der Mautstelle. Wer vorher einen Tag in Kopenhagen einlegen will, fährt über die Brücke weiter -- die schnellste Anreise mit dem Auto aus Norddeutschland.
Flug und Mietwagen: Direktflüge nach Stockholm (Arlanda), Göteborg (Landvetter) und Malmö (Sturup) von vielen deutschen Flughäfen. SAS, Norwegian und Eurowings fliegen regelmäßig. Mietwagen ab Flughafen: ab 400 SEK pro Tag bei Frühbuchung. Für Schweden-Rundreisen mit Flug-Anreise: Auto in Stockholm oder Göteborg abholen und dort wieder abgeben.
Budget und Kosten pro Tag
Schweden reisst kein Loch in die Kasse, wenn man vorausplant. Hier ein realistisches Tagesbudget für zwei Erwachsene (ohne Unterkunft und Mietwagen):
| Posten | Sparsam (SEK) | Komfortabel (SEK) |
|---|---|---|
| Frühstück (Supermarkt/Ferienhaus) | 80 | 150 |
| Mittagessen (Dagens Lunch) | 280 | 350 |
| Abendessen (Selbstkochen/Restaurant) | 200 | 600 |
| Benzin (200 km/Tag) | 300 | 300 |
| Aktivitäten/Eintritte | 0 | 300 |
| Gesamt pro Tag (2 Personen) | 860 | 1.700 |
Unterkünfte: Campingplatz ab 250 SEK/Nacht, Vandrarhem (Hostel) ab 600 SEK/Doppelzimmer, Ferienhaus ab 700 SEK/Nacht, Hotel Mittelklasse ab 1.200 SEK/Nacht. Am meisten spart, wer im Ferienhaus selbst kocht: Supermarkteinkäufe kosten ähnlich wie in Norddeutschland, und man spart sich teure Restaurantbesuche.
Das Bezahlen in Schweden ist fast überall bargeldlos möglich. Visa und Mastercard werden überall akzeptiert. Bargeld braucht man selten.
Beste Reisezeit für Roadtrips
Sommer (Mitte Juni bis Mitte August): Die Hauptsaison. Lange Tage (bis zu 24 Stunden Licht im Norden), Temperaturen zwischen 18 und 28 Grad im Süden, 12 bis 22 Grad im Norden. Alle touristischen Einrichtungen geöffnet. Ferienhäuser und Campingplätze sind voll -- mindestens 3 Monate vorher buchen.
Frühsommer (Mai bis Mitte Juni): Weniger Touristen, niedrigere Preise. Im Süden blüht alles, im Norden schmelzen die letzten Schneereste. Die Tage sind schon lang. Nachteil: Manche Campingplätze und Attraktionen öffnen erst Mitte Juni.
Herbst (September bis Oktober): Die Bäume verfärben sich, besonders in Dalarna und Lappland. Wenige Touristen, gute Preise. Die Tage werden kürzer, aber ab September hat man in Nordschweden wieder Chancen auf Nordlichter. Nachteil: Manche Attraktionen schließen Ende August.
Winter (November bis März): Für den Schweden-Urlaub im Winter: Nordschweden ist dann am reizvollsten -- Nordlichter, Eishotel, Hundeschlittentouren. Im Süden kurze Tage und oft grau. Winterreifen Pflicht. Straßen werden geräumt, aber man sollte Erfahrung mit Winterfahren haben.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zeit sollte man für eine Schweden-Rundreise einplanen?
Mindestens 10 Tage für den Süden. Für eine Nord-Süd-Durchquerung 3 Wochen. Lieber weniger Stationen und mehr Zeit pro Stopp als jeden Tag im Auto sitzen. 200 bis 300 km pro Fahrtag sind realistisch, wenn man noch etwas sehen will.
Kann man Schweden auch per Zug bereisen?
Ja. SJ verbindet Stockholm, Göteborg, Malmö, Uppsala und Luleå mit Schnellzügen. Der Nachtzug Stockholm-Kiruna fährt täglich (17 Stunden, ab 695 SEK im Liegewagen). Für abgelegene Regionen braucht man vor Ort einen Mietwagen. Das Interrail-Ticket gilt auch für SJ-Züge.
Muss man in Schweden Unterkünfte vorbuchen?
In der Hochsaison (Mitte Juni bis Mitte August) unbedingt, besonders Ferienhäuser und beliebte Campingplätze. Rund um Mittsommer ist alles ausgebucht. In der Nebensaison (Mai, September) kann man oft spontan buchen. Hotels in Stockholm und Göteborg sollte man ganzjährig vorbuchen.
Welche Strecke schafft man pro Tag mit dem Auto?
200 bis 300 km sind ein guter Richtwert. Die Straßen sind gut, der Verkehr ruhig, aber man will unterwegs auch anhalten: Seen, Rastplätze, Aussichtspunkte, spontane Elchsichtungen. In Lappland können die Distanzen größer sein, aber dort gibt es weniger Stops auf dem Weg.
Ist Schweden für Wohnmobil-Reisen geeignet?
Sehr gut geeignet. Breite Straßen, über 1.500 Stellplätze (Ställplats.se), gut ausgestattete Campingplätze und das Jedermannsrecht. Wildcampen mit dem Wohnmobil ist für eine Nacht erlaubt, solange man nicht auf Privatgrund steht und niemanden stört. LPG-Tankstellen sind selten.
Gibt es Mautgebühren in Schweden?
Auf den Straßen nicht. Die Öresundbrücke kostet ab 575 SEK (PKW). In Stockholm und Göteborg gibt es City-Maut (Trängselskatt), die automatisch per Kamera erfasst wird -- 11 bis 45 SEK pro Durchfahrt in Stockholm, die Rechnung kommt per Post an den Mietwagenvermieter. Für Mietwagen wird die Maut oft automatisch über die Kreditkarte abgerechnet.
Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026





