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Eislaufen in Schweden
Vom Stockholmer Kungsträdgården bis zum Natureis-Abenteuer auf zugefrorenen Seen

Eislaufen in Schweden

14 Min. Lesezeit

In Schweden gehört Eislaufen zum Winter wie Glögg und Zimtschnecken. Aber Schweden wäre nicht Schweden, wenn es dabei um eine eingezäunte Eisbahn in der Einkaufspassage ginge. Hier fährt man auf Seen. Auf der Ostsee. Auf Buchten, die im Januar zu spiegelglattem Eis gefrieren. Långfärdsskridskor heißt die schwedische Form des Langstrecken-Eislaufens, und wer einmal zehn Kilometer über einen zugefrorenen See geglitten ist, versteht, warum Schweden davon so begeistert sind.

Ich habe meine ersten Schritte auf schwedischem Natureis vor ein paar Jahren gemacht. Wackelig, unsicher, mit der ständigen Frage im Kopf: Hält das? Es hielt. Und nach den ersten hundert Metern verschwand die Angst und machte einem Gefühl Platz, das ich nicht vergessen werde: Stille, Weite, das Kratzen der Kufen auf dem Eis und sonst nichts. In diesem Artikel erzähle ich, wo man in Schweden am besten Eislaufen kann, was man für den Anfang braucht und warum Långfärd eine eigene Kategorie ist.

Eisläufer gleitet über einen zugefrorenen schwedischen See mit verschneiten Kiefern am Ufer
Eislaufen auf Natureis: ein typisch schwedisches Wintererlebnis. Wenn die Seen zufrieren, zieht es die Schweden aufs Eis. (KI-generiert)

Eislaufen auf Natureis: Die schwedische Tradition

Eislaufen auf Natureis hat in Schweden eine jahrhundertealte Tradition. Bevor es Autos und Straßen gab, waren zugefrorene Seen und Flüsse im Winter die schnellsten Verkehrswege. Bauern transportierten Waren, Fischer legten Netze unter dem Eis, und wer von einem Dorf zum nächsten wollte, schnallte sich Kufen unter die Schuhe.

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Heute ist daraus ein Freizeitsport geworden, aber einer, der tief in der schwedischen Kultur verwurzelt ist. Wenn im Dezember oder Januar die Temperaturen unter minus zehn fallen und die Seen zufrieren, werden in den Nachrichten die Eisdicken gemeldet. Die SMHI (Schwedens meteorologisches Institut) gibt Eiswarnungen heraus. Und auf Social Media posten Menschen Videos von spiegelglattem Schwarzeis, das man Kärnis nennt.

Kärnis ist der heilige Gral der Eisläufer. Es entsteht, wenn ein See in einer kalten, windstillen Nacht ohne Schnee zufriert. Das Eis ist dann glatt, durchsichtig und fast schwarz. Man kann den Seegrund sehen, Fische, Pflanzen. Darauf zu fahren ist wie Schweben. Das Eis singt unter den Kufen, macht Geräusche, die klingen wie Science-Fiction-Soundeffekte. Ein tiefes Dröhnen, das über den See wandert. Für Schweden ist das der Inbegriff von Vinter.

Das Problem mit Kärnis: Es ist vergänglich. Sobald Schnee fällt, ist die glatte Oberfläche dahin. Dann muss man auf den nächsten Kälteeinbruch warten. Eisläufer verfolgen die Wetterdaten obsessiv und fahren manchmal hunderte Kilometer, um einen See mit perfektem Schwarzeis zu erreichen. Es gibt Foren und Apps, in denen Eisläufer aktuelle Bedingungen teilen.

Långfärdsskridskor: Langstrecken-Eislaufen

Gruppe von Langstrecken-Eisläufern mit Rucksäcken und Eispicken auf einem weiten zugefrorenen See
Långfärdsskridskor: Langstrecken-Eislaufen ist Schwedens einzigartiger Wintersport. Strecken von 20 bis 50 Kilometer sind keine Seltenheit. (KI-generiert)

Långfärdsskridskor, abgekürzt Långfärd, ist Langstrecken-Eislaufen auf Natureis. Nicht im Kreis, nicht auf einer Bahn, sondern über Seen, durch Buchten, entlang von Küsten. Strecken von 20, 30, 50 Kilometern sind normal. Manche Touren dauern den ganzen Tag.

Die Ausrüstung unterscheidet sich vom normalen Eislaufen. Die Kufen sind länger und dünner als bei Eishockeyschlittschuhen, ähnlich wie Langlaufski in der Konzeption. Sie werden an die eigenen Winterstiefel oder spezielle Schuhe geklemmt. Dazu trägt man einen Rucksack mit Proviant, heißem Kaffee, Wechselkleidung und Sicherheitsausrüstung: Eispicken um den Hals (Isdubbar), eine Rettungsleine und idealerweise einen Trockenanzug.

Die Eispicken sind Pflicht. Sie hängen an einer Schnur um den Hals und dienen dazu, sich aus dem Wasser zu ziehen, falls man einbricht. Das klingt dramatisch, aber es ist ein reales Risiko. Das Eis ist nicht überall gleich dick, und an manchen Stellen (Zu- und Abflüsse, Strömungen, Brücken) kann es dünner sein. Wer Långfärd macht, lernt, das Eis zu lesen: Farbe, Struktur, Geräusche. Dunkles Eis ist meist tragfähig. Weißes oder milchiges Eis ist schwächer.

Organisierte Touren gibt es über Vereine wie SSSK (Stockholms Skridskoklubben), Friluftsfrämjandet und lokale Sportvereine. Die Touren werden von erfahrenen Führern geleitet, die die Eisverhältnisse kennen und die Sicherheit gewährleisten. Für Anfänger ist das der beste Einstieg. Man bekommt Leihausrüstung, eine Einweisung und fährt in einer Gruppe.

Ich war auf meiner ersten Långfärd auf dem Mälaren, westlich von Stockholm. Zehn Kilometer, strahlende Sonne, minus zwölf Grad. Die ersten drei Kilometer waren holprig, weil ich den Rhythmus nicht fand. Dann lief es. Gleiten, gleiten, gleiten. Das Tempo war überraschend: Man kommt auf 15 bis 20 Kilometer pro Stunde, ohne sich besonders anzustrengen. Nach einer Stunde fühlte es sich an, als könnte ich ewig weiterfahren. Nach zwei Stunden tat alles weh. Aber es war großartig.

Eislaufen in Stockholm

Eislaufbahn im Kungsträdgården in Stockholm bei Nacht mit beleuchteten Bäumen
Die Eislaufbahn im Kungsträdgården ist Stockholms beliebtester Ort für urbanes Eislaufen. (KI-generiert)

Stockholm bietet beides: Eisbahnen in der Stadt und Natureis vor der Haustür. Die bekannteste urbane Eisbahn ist der Kungsträdgården im Zentrum. Von November bis März steht hier eine Freilufteisbahn zwischen den Bäumen. Eintritt kostenlos, Schlittschuhverleih für etwa 60 SEK. Abends ist die Bahn beleuchtet und stimmungsvoll. An Wochenenden ist es voll, unter der Woche geht es.

Weitere Eisbahnen in Stockholm: Vasaparken auf Vasastan hat eine große Freilufteisbahn mit Beleuchtung. Zinkensdamm auf Södermalm betreibt eine Eisbahn im Sportbereich. Und Enskede IP im Süden hat eine 400-Meter-Bahn, die bei Eisschnellläufern beliebt ist.

Das eigentliche Highlight in Stockholm ist aber das Natureis. Der Mälaren, Stockholms großer See, friert in kalten Wintern zu. Dann kann man von Kungsholmen über das Eis nach Ekerö gleiten oder im Schärengarten auf dem gefrorenen Meer fahren. Die Buchten rund um Nacka und Värmdö bieten bei guten Bedingungen Kärnis vom Feinsten.

Hellasgården in Nacka, das auch eine populäre Sauna hat, ist ein guter Ausgangspunkt. Der Källtorpsjön friert früh zu und bietet kurze Strecken für Anfänger. Von dort kann man auf weitere Seen in der Umgebung wechseln. Das Gebiet ist gut erreichbar (Bus 401 von Slussen) und hat Umkleidemöglichkeiten.

Die SSSK (Stockholms Skridskoklubben) organisiert an Winterwochenenden regelmäßig Touren auf den Gewässern rund um Stockholm. Die Termine werden kurzfristig bekanntgegeben, weil sie von den Eisverhältnissen abhängen. Man meldet sich über die Webseite an und trifft sich morgens an einem vereinbarten Punkt. Die Touren sind für alle Niveaus geeignet, von Anfänger bis Fortgeschrittene.

Zugefrorene Seen: Die besten Spots

Schweden hat 96.000 Seen. Im Winter frieren viele davon zu. Die besten Eislaufbedingungen gibt es auf kleineren und mittelgroßen Seen, die früh zufrieren und nicht zu viel Strömung haben.

Top-Seen für Eislaufen in Schweden

See Region Besonderheit
Mälaren Stockholm Riesige Fläche, stadtnah, oft gutes Kärnis
Runn Dalarna Klassiker, friert zuverlässig zu, organisierte Touren
Hjälmaren Södermanland Flacher See, friert früh, lange Strecken möglich
Siljan Dalarna Malerische Umgebung, oft Schnee auf dem Eis
Vättern Jönköping/Motala Friert selten komplett zu, aber Buchten sind nutzbar
Storsjön Jämtland Langer Winter, oft wochenlang gutes Eis

Der Runn in Dalarna ist unter Eisläufern legendär. Er friert fast jeden Winter zuverlässig zu und bietet bei guten Bedingungen riesige Flächen von Kärnis. Die Stadt Falun liegt direkt am Ufer, und es gibt mehrere Einstiegspunkte. Die lokalen Vereine organisieren Touren und melden die Eisverhältnisse auf ihren Webseiten.

In Nordschweden frieren die Seen früher und länger zu. Ab Mitte November kann man in Jämtland und Norrbotten oft schon aufs Eis. Die Saison dauert bis März oder April. In Südschweden ist der Winter unzuverlässiger. In milden Jahren frieren manche Seen gar nicht richtig zu. Der Klimawandel macht sich bemerkbar: Die Eissaison ist in den letzten 30 Jahren im Schnitt um zwei bis drei Wochen kürzer geworden.

Luleå und die zugefrorene Ostsee

Eisläufer auf der zugefrorenen Ostsee vor Luleå mit dem Hafen im Hintergrund
In Luleå friert die Ostsee zu. Jeden Winter werden auf dem Eis Straßen markiert, Eiswege angelegt und sogar ein Eisweg zwischen den Schäreninseln geöffnet. (KI-generiert)

Luleå in Norrbotten ist die Eislaufhauptstadt Schwedens. Hier friert die Ostsee jeden Winter zu, und die Stadt macht das Eis zur Attraktion. Es werden markierte Eiswege durch den Schärengarten angelegt, die man mit Schlittschuhen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzen kann. Die Wege sind mehrere Kilometer lang und führen zwischen den 1.312 Inseln des Luleå-Schärengartens hindurch.

Die Eislaufpiste von Luleå (Isleden) ist oft über zehn Kilometer lang und wird präpariert. Man kann sie mit normalen Schlittschuhen befahren, braucht also keine Långfärd-Ausrüstung. Am Weg gibt es Aufwärmhütten, in denen man sich aufwärmen und Kaffee trinken kann. Die Stadt markiert die sichere Route und prüft regelmäßig die Eisdicke.

Das Eis in Luleå ist oft so dick, dass Autos darüber fahren. Es gibt Eisstraßen (Isvägar), die offiziell als Verkehrswege genutzt werden. Manche Einwohner fahren mit dem Auto über das Eis zu den Schäreninseln, wo sie ihre Sommerhäuser haben. Das ist normal hier oben. Für Besucher aus Süddeutschland wirkt es, als hätte jemand die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt.

Die Eislaufsaison in Luleå dauert von Ende November bis Anfang April. Die besten Bedingungen gibt es meistens im Januar und Februar. Im März kann die Sonne das Eis an der Oberfläche tauen, und nachmittags wird es matschig. Morgens ist es dann wieder fest. Die Stadt informiert auf ihrer Webseite über die aktuelle Situation.

Mein Tipp: Luleå im Februar besuchen. Dann ist der Tag etwas länger als im Dezember, die Temperaturen sind immer noch zuverlässig unter null, und das Eis ist an seinem Höhepunkt. Man kann vormittags Eislaufen, nachmittags Hundeschlitten fahren und abends Nordlichter schauen. Ein perfekter Winterurlaub.

Sicherheit auf dem Eis

Eislaufen auf Natureis ist kein Spaziergang. Jedes Jahr brechen Menschen in Schweden ins Eis ein. In den meisten Fällen geht es gut aus, aber tödliche Unfälle kommen vor. Die schwedische Rettungsgesellschaft (Sjöräddningssällskapet) und die Feuerwehr warnen jedes Jahr vor den Gefahren und geben Sicherheitsregeln heraus.

Die wichtigsten Regeln:

  • Nie allein fahren. Immer mindestens zu zweit, besser in einer Gruppe.
  • Eispicken tragen. Die Isdubbar hängen an einer Schnur um den Hals. Damit zieht man sich aus dem Wasser, falls man einbricht.
  • Rettungsleine mitnehmen. 25 Meter Seil, um jemanden aus dem Wasser zu ziehen.
  • Eisdicke prüfen. Mindestens 5 cm klares Eis für eine Person. 10 cm für eine Gruppe. Bei weißem oder porösem Eis die doppelte Dicke.
  • Vorsicht an Zu- und Abflüssen. Dort ist das Eis dünner. Brücken, Stege und Strömungen schwächen das Eis.
  • Wetterbericht beachten. Plötzliches Tauwetter, starker Wind und Regen können das Eis schnell schwächen.

Wer noch nie auf Natureis war, sollte unbedingt einen organisierten Kurs oder eine geführte Tour machen. Die Vereine bringen einem bei, wie man das Eis liest, wie man sich im Notfall verhält und wie man andere rettet. Das ist kein übertriebener Sicherheitskram, sondern praktisches Wissen, das leben retten kann.

Eislaufen mit Kindern

Kinder lernen Eislaufen auf einer schwedischen Eisbahn mit bunten Laufhilfen
Schwedische Kinder lernen oft schon mit drei oder vier Jahren Eislaufen. Laufhilfen machen den Einstieg leicht. (KI-generiert)

Schwedische Kinder lernen Eislaufen wie deutsche Kinder Fahrradfahren: früh und mit Begeisterung. Viele Kommunen bieten kostenlose Eislaufkurse für Kinder ab vier Jahren an. Die Kurse finden auf den städtischen Eisbahnen statt und werden von Sportvereinen organisiert.

Auf den Eisbahnen gibt es Laufhilfen (Isvagnar), das sind Gestelle, an denen sich die Kinder festhalten können. Manche sehen aus wie Plastikpinguine oder Eisbären. Die Kinder schieben sie über das Eis und halten sich fest, wenn sie wackeln. Nach ein paar Stunden fahren die meisten allein.

Für Natureis gelten bei Kindern strengere Regeln. Kinder sollten nur auf kontrolliertem Eis fahren, also auf Bahnen, die von Vereinen oder der Kommune geprüft wurden. Auf wildem Natureis gehören Kinder nicht hin, es sei denn, sie fahren in Begleitung erfahrener Erwachsener auf geprüften Strecken.

Was man braucht: Helm (Pflicht auf vielen Bahnen), warme und wasserdichte Kleidung, Handschuhe (fallen hilft beim Lernen, kalte Hände nicht). Schlittschuhe gibt es in jedem Sportgeschäft (Stadium, XXL Sport) oder gebraucht auf Blocket und Tradera.

Tipp für Familien: Viele Förskolan und Schulen machen im Winter Eislauftage. Die Kinder gehen klassenweise auf die Eisbahn. Wenn das eigene Kind also in eine schwedische Schule geht, kommt das Eislaufen von allein. Man muss nur dafür sorgen, dass Schlittschuhe und Helm bereit sind, wenn die Lehrerin den Termin ansagt.

Ausrüstung und Verleih

Für die Eisbahn in der Stadt reichen normale Schlittschuhe. Eishockeyschlittschuhe sind am vielseitigsten, Eiskunstlaufschlittschuhe haben den höheren Schaft und geben mehr Halt. Neue Schlittschuhe kosten in Schweden ab 500 SEK (Stadium, Intersport, XXL). Gebrauchte ab 100 SEK auf Blocket.

Für Långfärd braucht man spezielle Ausrüstung: Långfärdsskridskor (die Kufen werden an feste Winterstiefel geklemmt), Eispicken, Rettungsleine und einen Rucksack. Ein komplettes Set kostet ab 2.000 SEK. Die Marken Lundhags und Salomon stellen gute Systeme her.

Verleih ist die beste Option für Anfänger. An vielen Eisbahnen (Kungsträdgården, Vasaparken) kann man Schlittschuhe für 50 bis 80 SEK pro Stunde mieten. Für Långfärd bieten Vereine und Outdooranbieter Leihausrüstung an. Bei organisierten Touren (z.B. über SSSK oder Friluftsfrämjandet) ist die Ausrüstung oft im Preis inbegriffen.

Tipp: Vor dem Kauf ausprobieren. Die Sportgeschäfte in Schweden haben oft eine kleine Eisfläche im Laden, auf der man Schlittschuhe testen kann. Stadium in der Gallerian in Stockholm hat das zum Beispiel. So findet man die richtige Größe und das richtige Modell, bevor man Geld ausgibt.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit zum Eislaufen in Schweden?

Für Natureis: Januar und Februar, wenn die Kälteperioden am längsten und stabilsten sind. In Nordschweden (Luleå, Jämtland) ab Mitte November bis April. Die städtischen Eisbahnen (Kungsträdgården, Vasaparken) sind von November bis März geöffnet.

Kann ich als Anfänger Långfärd machen?

Ja, wenn man eine geführte Tour bucht. Die Vereine (SSSK, Friluftsfrämjandet) bieten Anfängerkurse und Einsteigerttouren an. Man lernt die Grundlagen, bekommt Leihausrüstung und fährt in einer Gruppe mit erfahrenen Führern. Ohne Vorkenntnisse sollte man nicht allein auf Natureis gehen.

Wie dick muss das Eis sein, damit es sicher ist?

Mindestens 5 cm klares, dunkles Eis für eine einzelne Person. Mindestens 10 cm für eine Gruppe. Bei weißem oder porösem Eis die doppelte Dicke ansetzen. An Zu- und Abflüssen, Strömungen und Brücken ist das Eis oft dünner. Im Zweifel nicht aufs Eis gehen.

Was kostet Eislaufen in Stockholm?

Die Eisbahn im Kungsträdgården ist kostenlos, Schlittschuhverleih kostet ca. 60 SEK. Vasaparken und andere städtische Bahnen sind ebenfalls kostenlos oder kosten wenige Kronen Eintritt. Natureis ist natürlich kostenlos. Geführte Långfärd-Touren kosten 300 bis 800 SEK pro Person, oft inklusive Ausrüstung.

Was sind Isdubbar und warum brauche ich die?

Isdubbar (Eispicken) sind zwei Metallstifte mit Griffen, die an einer Schnur um den Hals hängen. Falls man ins Eis einbricht, schlägt man die Picken in die Eiskante und zieht sich heraus. Sie sind bei Långfärd Pflichtausrüstung und kosten ab 100 SEK. In Schweden gibt es sie in jedem Sportgeschäft.

Kann man in Schweden überall auf zugefrorenen Seen Eislaufen?

Grundsätzlich ja, dank des Jedermannsrechts (Allemansrätten) darf man auf allen zugefrorenen Gewässern Eislaufen. Ausnahmen gibt es bei Naturschutzgebieten und privaten Gewässern in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern. Die Eisdicke und Sicherheit muss man selbst einschätzen.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026