Zum Hauptinhalt springen
Padjelanta Nationalpark
Schwedens größter Nationalpark zwischen Fjäll, Seen und Sámi-Kultur

Padjelanta Nationalpark

14 Min. Lesezeit

1.984 Quadratkilometer. Damit ist der Padjelanta der flächenmäßig größte Nationalpark Schwedens. Trotzdem kennt ihn kaum jemand außerhalb der Wanderszene. Der Name kommt aus dem Sámi und bedeutet „das höhere Land", Badjelánnda. Und genau das ist es: eine sanft gewellte Hochebene oberhalb der Baumgrenze, durchzogen von Bächen, gesprenkelt mit Seen und Mooren, still auf eine Art, die man in Mitteleuropa nicht kennt.

Ich war im August dort, neun Tage lang auf dem Padjelantaleden. Was mir geblieben ist, sind nicht die großen Panoramen, obwohl es die reichlich gibt. Es sind die kleinen Sachen. Der Wind über dem Virihaure, der das Wasser in hundert Grautöne zerlegte. Das Geräusch von Rentierhufen auf nassem Fels. Der Geruch von Fjällbirken nach Regen. Der Padjelanta ist kein Ort der Dramatik wie der Sarek nebenan. Er ist leiser. Weicher. Und gerade deshalb auf seine Art überwältigend.

Der Park gehört zusammen mit dem Sarek, dem Stora Sjöfallet und dem Muddus zum Laponia-Welterbe der UNESCO. Seit 1996 steht dieses Gebiet unter besonderem Schutz, nicht nur wegen der Natur, sondern auch wegen der Sámi-Kultur, die hier seit Jahrtausenden verwurzelt ist.

Blauer Bergsee im Padjelanta Nationalpark mit Fjällpanorama im Hintergrund
Einer der vielen Fjällseen im Padjelanta. Das klare Wasser lässt den Blick bis auf den Grund zu. (KI-generiert)

Lage und Überblick

Der Padjelanta Nationalpark liegt in Schwedisch-Lappland, in der Gemeinde Jokkmokk. Er grenzt im Osten an den Sarek Nationalpark, im Norden an den Stora Sjöfallet Nationalpark und im Westen an die norwegische Grenze. Zusammen bilden die drei Parks ein zusammenhängendes Wildnisgebiet von über 5.500 Quadratkilometern.

Im Gegensatz zum zerklüfteten Sarek ist der Padjelanta sanfter. Die Landschaft liegt größtenteils zwischen 600 und 1.000 Metern Höhe. Weite Hochflächen wechseln sich ab mit flachen Hügelketten, Mooren und großen Seen. Der höchste Punkt im Park ist der Gáldotjåhkkå mit 1.576 Metern, aber die meisten Wanderer bewegen sich auf deutlich niedrigerer Höhe. Es gibt keine steilen Aufstiege, keine Kletterpassagen, keine technisch schwierigen Abschnitte.

Gegründet wurde der Nationalpark 1962. Das Ziel war, die letzten großen Fjällandschaften Nordeuropas ohne menschliche Eingriffe zu erhalten. Anders als viele andere schwedische Nationalparks war der Padjelanta von Anfang an nicht nur als Naturschutzgebiet gedacht, sondern auch als Schutzraum für die samische Rentierzucht. Bis heute haben die Sámi-Dorfgemeinschaften (Samebyar) das Recht, ihre Rentiere hier zu weiden.

Pro Jahr kommen schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Wanderer in den Park. Das klingt wenig, und es fühlt sich auch wenig an. Auf dem Padjelantaleden begegnet man pro Tag vielleicht fünf bis zehn anderen Wanderern. In der Nebensaison ist man streckenweise allein. Die Weite des Parks schluckt die Menschen. Man schaut über Kilometer offenes Land und sieht nichts Menschengemachtes außer dem schmalen Pfad unter den eigenen Füßen.

Der Padjelantaleden

Der Padjelantaleden ist ein 140 Kilometer langer Fernwanderweg, der den gesamten Nationalpark von Nord nach Süd durchquert. Er beginnt in Ritsem am Akkajaure-Stausee und endet in Kvikkjokk, dem kleinen Fjälldorf am südöstlichen Rand. Die meisten Wanderer laufen die Strecke in sieben bis zehn Tagen, je nach Tempo und Wetter.

Der Weg ist markiert. Das ist der wesentliche Unterschied zum benachbarten Sarek. Im Padjelanta folgt man roten Kreisen auf Steinen und Pfosten, überquert Brücken über die meisten Bäche und kann in STF-Hütten (Svenska Turistföreningen) übernachten. Es gibt insgesamt sechs Hüttenstationen entlang der Route: Änonjálmme, Kisuris, Staloluokta, Tuottarjåhkå, Tarrekaise und Njunjes. Die Hütten bieten einfache Betten, Küche mit Gasherden, Trinkwasser und manchmal eine Sauna.

Ich bin die gesamte Strecke von Ritsem nach Kvikkjokk gelaufen. Neun Tage, mit einem Ruhetag in Staloluokta. Was mich überrascht hat: Die Etappen sind lang, aber nie wirklich anstrengend. Man läuft über weiches Fjäll, über Moos und Gras, gelegentlich über Blockfelder. Die Höhenunterschiede pro Tag bleiben meist unter 300 Metern. Der Padjelantaleden gehört damit zu den zugänglichsten Fernwanderwegen in Schwedisch-Lappland, gut geeignet für alle, denen der Sarek zu rau ist.

Markierter Wanderweg im Padjelanta Nationalpark über weite Fjälllandschaft
Der Padjelantaleden führt über 140 Kilometer durch offene Fjälllandschaft. Der Weg ist markiert und gut begehbar. (KI-generiert)

Eine Besonderheit des Weges: Er lässt sich mit dem Kungsleden kombinieren. Von Kvikkjokk aus kann man auf dem Kungsleden weiter nach Süden wandern, oder man startet in Saltoluokta und geht über den Kungsleden bis Kvikkjokk und dann weiter auf dem Padjelantaleden nach Norden. Diese Kombination ergibt eine Rundtour von rund 200 Kilometern, die man in zwei bis drei Wochen bewältigen kann.

Die Brücken über Bäche und Flüsse sind stabil gebaut, aber nicht alle Wasserläufe sind überbrückt. An einigen Stellen muss man durch knietiefes Wasser waten, vor allem nach Regentagen. Trekkingstöcke helfen, und Neoprensocken machen die Sache angenehmer. Verglichen mit dem Sarek ist das aber harmlos.

Die großen Seen: Virihaure und Vastenjaure

Um den Virihaure dreht sich alles im Padjelanta. Ein 30 Kilometer langer See, eingefasst von sanften Fjällhängen und offener Tundra. Die Sámi nennen ihn „den Schönsten", und er verdient den Namen. An klaren Tagen ist das Wasser so blau, dass es unwirklich wirkt. Die Farbe kommt vom Gletscherschmelzwasser, das feinen Gesteinsstaub (Gletschermilch) mitführt und das Licht auf besondere Weise bricht.

Ich saß an einem Augustabend am Ufer des Virihaure, die Sonne stand tief, und der See lag reglos da. Kein Boot, kein Geräusch, nur das leise Plätschern kleiner Wellen am Ufer. Am gegenüberliegenden Ufer grasten Rentiere. Hinter ihnen türmten sich die Berge des Sarek auf, mit Restschnee auf den Gipfeln. Dafür läuft man neun Tage durch die Wildnis.

Der Vastenjaure liegt südlich des Virihaure und ist kleiner, aber genauso lohnenswert. Zwischen den beiden Seen liegt Staloluokta, die größte Hüttenstation am Padjelantaleden. Staloluokta ist mehr als eine Hütte, es ist ein kleines Sámi-Dorf mit einer Kapelle, einem Laden (der im Sommer geöffnet hat) und mehreren Gebäuden. Hier kann man Vorräte auffüllen, frisch geräucherten Fisch kaufen und mit Sámi sprechen, die den Sommer über hier mit ihren Rentierherden leben.

Die Seen sind fischreich. Saiblinge und Forellen leben in den kalten, klaren Gewässern. Angeln ist erlaubt, man braucht aber eine Angelkarte, die man in Staloluokta oder in den STF-Hütten kaufen kann. Mit einer leichten Angelrute am See sitzen und auf Saiblinge angeln, das gehört für viele Padjelanta-Wanderer zum Erlebnis dazu.

Sámi-Weideland und Kultur

Der Padjelanta ist in erster Linie Sámi-Land. Bevor er Nationalpark wurde, war er Sommerweide. Er ist es bis heute. Die Rentierherden der Samebyar Tuorpon und Sirges nutzen die Hochflächen des Parks als Sommerweideland. Zwischen Juni und September grasen hier tausende Rentiere, die im Frühjahr von ihren Winterweiden in den Wäldern weiter östlich heraufgetrieben werden.

Der Name Padjelanta, Badjelánnda, beschreibt diese Funktion. „Das höhere Land" ist das Land oberhalb der Baumgrenze, wohin die Herden im Sommer ziehen. Für die Sámi verbindet sich an diesem Ort Alltagsarbeit mit kultureller Bedeutung. Die alten Wanderrouten der Rentiere folgen Wegen, die sich über Jahrhunderte eingeprägt haben. Manche dieser Routen laufen parallel zum Padjelantaleden, andere kreuzen ihn.

Rentiere grasen auf den weiten Weideflächen des Padjelanta Nationalparks
Rentiere auf den Sommerweiden des Padjelanta. Die Herden gehören den Sámi-Dorfgemeinschaften, die das Land seit Jahrtausenden nutzen. (KI-generiert)

Staloluokta zeigt die Verbindung zwischen Sámi-Kultur und Landschaft am deutlichsten. Im August findet dort traditionell das Staloluoktadagarna-Fest statt, ein mehrtägiges Treffen der Sámi aus der Region. Es wird gefeiert, gehandelt, gesungen. Die Kapelle, 1951 erbaut, steht offen für Besucher. Auf dem Friedhof dahinter liegen Gräber von Sámi, die ihr ganzes Leben in diesen Bergen verbracht haben.

Für Wanderer gilt: Respekt zeigen. Hunde während der Kalbungszeit (Mai bis Anfang Juli) fernhalten. Nicht direkt neben Rentiergatteranlagen zelten. Wenn eine Herde den Weg kreuzt, stehen bleiben und warten, bis die Tiere vorbei sind. Die meisten Sámi begegnen Wanderern freundlich, solange man ihr Land und ihre Arbeit respektiert.

Tier- und Pflanzenwelt

Die Vegetation im Padjelanta ist arktisch-alpin. Oberhalb der Baumgrenze dominieren Zwergstrauchheiden mit Krähenbeeren, Rauschbeeren und Heidelbeeren. Moose und Flechten bedecken die Steine. In feuchten Senken wachsen Wollgräser, deren weiße Puschel im Juli über den Mooren schweben wie kleine Wolken.

Was mich überrascht hat, war die Blütenvielfalt im Hochsommer. Mitte Juli bis Anfang August steht das Fjäll in voller Blüte. Gelber Mohn, Läusekraut, Steinbrech, Enzian und arktische Glockenblumen bilden bunte Teppiche auf den sonst kargen Hängen. Die Blühzeit ist kurz, drei bis vier Wochen -, aber intensiv. An geschützten Stellen wachsen sogar Orchideen.

Neben den Rentieren leben weitere Tiere im Park, die man kennen sollte. Fjällemminge bevölkern in guten Jahren zu Tausenden die Hochflächen. Polarfüchse, mittlerweile wieder etwas häufiger dank strenger Schutzmaßnahmen, jagen die Lemminge. Vielfraße streifen durch den Park, bleiben aber fast immer unsichtbar. Steinadler und Raufußbussarde kreisen über den Tälern. Am Wasser findet man Prachttaucher und Odinshühnchen.

Blühende Tundralandschaft im Padjelanta Nationalpark mit bunten Fjällblumen
Gelber Mohn, Steinbrech und Glockenblumen auf dem Fjäll. Die Blühzeit dauert nur drei bis vier Wochen, aber in dieser Zeit stehen ganze Hänge in Farbe. (KI-generiert)

Braunbären gibt es im Park, aber Sichtungen sind selten. Die Bären halten sich eher in den bewaldeten Tälern am Rand des Parks auf. Elche trifft man gelegentlich in den tieferen Lagen am Süd- und Ostrand, wo die Fjällbirken noch stehen. In den offenen Hochlagen fehlt ihnen die Deckung.

In den Seen leben Saiblinge und Seeforellen. Die Gewässer sind nährstoffarm und kalt, aber die Fische werden groß, weil der Angeldruck gering ist. Ein Drei-Kilo-Saibling aus dem Virihaure ist keine Seltenheit. Das kalte, sauerstoffreiche Wasser sorgt für langsames Wachstum und festes, rosafarbenes Fleisch.

Anreise und Etappenplanung

Der nördliche Startpunkt Ritsem liegt am Ende der Straße von Gällivare/Porjus. Mit dem Auto fährt man auf der E45 nach Porjus und dann weiter auf der Bergstraße nach Ritsem. Die Straße ist asphaltiert, aber kurvenreich. Von Gällivare sind es rund 160 Kilometer, Fahrzeit gut zwei Stunden. In Ritsem gibt es einen Parkplatz (Gebühr ca. 50 SEK pro Tag), eine Fjällstation mit Übernachtung und einen kleinen Laden.

Von Ritsem aus setzt man mit dem Boot über den Akkajaure nach Änonjálmme über. Die Bootsfahrt wird von der STF organisiert und dauert etwa 45 Minuten. Von Änonjálmme beginnt der Padjelantaleden. Wichtig: Das Boot fährt nur bei ausreichend Passagieren und zu festen Zeiten. Abfahrten vorab prüfen und reservieren.

Der südliche Endpunkt Kvikkjokk ist ein kleines Fjälldorf mit einer STF-Fjällstation, einem Campingplatz und einem Lebensmittelgeschäft. Von Kvikkjokk fährt im Sommer ein Bus nach Jokkmokk (etwa 2 Stunden), und von Jokkmokk kommt man per Bus nach Gällivare, Luleå oder Boden. Die Busverbindungen sind dünn, ein, zwei Busse pro Tag -, also unbedingt den Fahrplan von Länstrafiken Norrbotten checken.

Die klassische Etappenaufteilung von Nord nach Süd:

  • Tag 1: Änonjálmme, Kisuris (ca. 22 km)
  • Tag 2: Kisuris, Staloluokta (ca. 17 km)
  • Tag 3: Ruhetag in Staloluokta (Laden, See, Fisch)
  • Tag 4: Staloluokta, Tuottarjåhkå (ca. 20 km)
  • Tag 5: Tuottarjåhkå, Tarrekaise (ca. 18 km)
  • Tag 6: Tarrekaise, Njunjes (ca. 14 km)
  • Tag 7: Njunjes, Kvikkjokk (ca. 20 km)

Wer es ruhiger mag, verteilt die Tour auf neun oder zehn Tage. Die Etappen sind dann kürzer, es bleibt Zeit zum Angeln, Fotografieren oder einfach Dasitzen und Gucken. In Staloluokta lohnt sich ein Extratag besonders. Die Hütten sind während der Saison (Ende Juni bis Mitte September) bewirtschaftet. Betten kosten für STF-Mitglieder rund 600 SEK pro Nacht, für Nichtmitglieder etwa 750 SEK. Zelten ist überall im Park erlaubt.

Ausrüstung und beste Reisezeit

Der Padjelanta ist technisch einfacher als der Sarek, aber die Anforderungen an Ausrüstung und Planung bleiben hoch. Man bewegt sich in einer abgelegenen Gebirgsregion ohne Handyempfang. Zwischen den Hütten liegen 14 bis 22 Kilometer, und wenn das Wetter dreht, gibt es keinen Unterschlupf dazwischen.

Wer in den Hütten übernachtet, braucht kein Zelt und keinen Kocher, die Hütten haben Kochgelegenheiten und Geschirr. Aber man muss sein Essen mitbringen. In Staloluokta kann man begrenzt nachkaufen (Brot, Kaffee, Konserven), aber die Auswahl ist klein und die Preise hoch. Ich empfehle, genug Proviant für die gesamte Tour einzupacken und Staloluokta als Bonus zu sehen, nicht als Versorgungsstelle.

Wanderhütte im Padjelanta Nationalpark mit Fjälllandschaft im Hintergrund
STF-Hütte im Padjelanta. Die einfachen Hütten entlang des Weges bieten Betten, Küche und Schutz vor dem Wetter. (KI-generiert)

Wer zeltet, braucht ein sturmfestes Zelt. Auf den offenen Hochflächen kann der Wind kräftig blasen. Ein Schlafsack mit Komforttemperatur um null Grad reicht für den Sommer. Mückenschutz ist von Ende Juni bis Anfang August Pflicht, Kopfnetz, Spray, langärmlige Kleidung. Ab Mitte August lassen die Mücken nach.

Die beste Reisezeit liegt zwischen Anfang Juli und Mitte September. Im Juli blüht das Fjäll, und die Mitternachtssonne taucht alles in weiches Licht. August bringt oft das stabilste Wetter und die ersten reifenden Beeren. September hat die Herbstfärbung, die Fjällbirken leuchten gold und orange -, aber die Nächte werden kalt und die Tage kurz. Die Hütten schließen Mitte September.

Zur Ausrüstung noch ein konkreter Hinweis: Gamaschen mitnehmen. Der Weg führt über weite Strecken durch feuchtes Gelände. Moore, nasse Wiesen, flache Bachläufe. Ohne Gamaschen hat man nach zwei Stunden nasse Füße. Und nasse Füße über neun Tage sind kein Vergnügen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Padjelantaleden für Anfänger geeignet?

Bedingt. Der Weg ist markiert und technisch einfach. Aber die Abgelegenheit, die fehlende Infrastruktur zwischen den Hütten und das wechselhafte Wetter erfordern Erfahrung mit Mehrtageswanderungen. Wer schon einmal eine einwöchige Trekkingtour gemacht hat, kommt zurecht.

Muss man die Hütten vorher buchen?

Die STF-Hütten am Padjelantaleden funktionieren nach dem Prinzip „Wer kommt, bekommt ein Bett". Eine Reservierung ist nicht möglich. In der Hochsaison (Ende Juli bis Mitte August) kann es in Staloluokta eng werden. Ein Zelt als Backup dabeizuhaben, schadet nie.

Gibt es Handyempfang im Padjelanta?

Nein, so gut wie keinen. An einzelnen erhöhten Punkten hat man manchmal kurz ein schwaches Signal, aber darauf verlassen kann man sich nicht. Ein Satellitentelefon oder ein PLB (Personal Locator Beacon) wird empfohlen.

Kann man den Padjelantaleden auch von Süd nach Nord gehen?

Ja, das geht problemlos. Viele Wanderer starten in Kvikkjokk und gehen nach Ritsem. Der Vorteil: Man hat die großen Seen am Ende der Tour als Höhepunkt. Der Nachteil: Die Logistik mit dem Boot in Ritsem muss stimmen.

Wie kombiniere ich Padjelantaleden und Kungsleden?

Die Verbindung läuft über Kvikkjokk. Von dort geht der Kungsleden weiter nach Süden. Alternativ kann man über Aktse und den Kungsleden-Abschnitt nach Saltoluokta eine Rundtour planen. Die Gesamtstrecke liegt dann bei rund 200 Kilometern.

Was unterscheidet den Padjelanta vom Abisko Nationalpark?

Abisko ist kleiner, besser erreichbar und touristisch stärker erschlossen. Der Padjelanta ist weitläufiger, abgelegener und ruhiger. Abisko eignet sich gut für Tageswanderungen und als Einstieg ins Fjäll. Der Padjelanta erfordert eine mehrtägige Tour und bietet dafür echte Wildniserfahrung.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026