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Jostedalsbreen Nationalpark
Europas größter Festlandgletscher und seine Gletscherarme

Jostedalsbreen Nationalpark

15 Min. Lesezeit

Als ich zum ersten Mal am Fuß des Nigardsbreen stand, brauchte mein Gehirn einen Moment, um die Dimensionen zu verarbeiten. Da war diese Wand aus blauem Eis, dreißig Meter hoch, die sich aus einem milchig türkisen See erhob. Dahinter erstreckte sich der Gletscherarm den Berg hinauf, eine gefrorene Autobahn aus gepresstem Schnee und Eis, die irgendwo weit oben im Nebel verschwand. Und dieses eine Stück Eis war nur ein Finger von einem Körper, der 474 Quadratkilometer bedeckt. Fast so groß wie der Bodensee.

Der Jostedalsbreen in Westnorwegen ist der größte Festlandgletscher Europas. Er liegt in der Provinz Vestland, zwischen dem Sognefjord im Süden und dem Nordfjord im Norden, und verteilt sein Eis über mehr als fünfzig Gletscherarme in die umliegenden Täler. Der Nationalpark, der ihn schützt, wurde 1991 gegründet und umfasst 1.310 Quadratkilometer wildes, zerklüftetes Gebirgsland.

Was ist der Jostedalsbreen?

Der Name Jostedalsbreen setzt sich zusammen aus "Jostedal", dem Tal östlich des Gletschers, und "breen", dem norwegischen Wort für Gletscher. Es ist ein Plateaugletscher: eine massive Eiskappe, die auf einem Hochplateau in 1.500 bis 2.000 Metern Höhe liegt und von dort aus Gletscherarme in alle Himmelsrichtungen schickt. Die Eisdicke beträgt an der dicksten Stelle rund 600 Meter. Sechshundert Meter Eis, das muss man sich vorstellen: Das ist höher als der Kölner Dom, vier Mal gestapelt.

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Panoramablick auf den Jostedalsbreen Gletscher von oben, eine weite Eisfläche über Bergkämmen
Der Jostedalsbreen erstreckt sich über 474 Quadratkilometer. Von oben sieht man, wie das Eis die Berge unter sich begräbt. (KI-generiert)

Der Gletscher ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit, aber er ist nicht uralt. Forschungen zeigen, dass der Jostedalsbreen vor etwa 2.500 Jahren weitgehend verschwunden war und sich erst danach wieder aufgebaut hat. Was wir heute sehen, ist also relativ jung in geologischen Zeiträumen. Das Eis wächst, wenn die Winterschneefälle hoch und die Sommer kühl sind. Es schrumpft, wenn die Temperaturen steigen. In den letzten dreißig Jahren hat der Jostedalsbreen massiv an Masse verloren. Dazu später mehr.

Die bekanntesten Gletscherarme sind der Nigardsbreen im Osten, der Briksdalsbreen im Nordwesten, der Bøyabreen im Süden und der Kjenndalsbreen im Norden. Jeder hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Landschaft und seinen eigenen Zugang. Man könnte eine Woche hier verbringen und jeden Tag einen anderen Gletscherarm besuchen, und jeder Besuch wäre völlig anders.

Der Nationalpark im Überblick

Der Jostedalsbreen Nationalpark schützt den Gletscher selbst, und auch die umliegende Gebirgslandschaft: steile Felswände, tiefe Täler mit Wasserfällen, Gletscherseen und eine Flora, die von arktisch-alpin bis hin zu üppigem Laubwald reicht. Die Höhenunterschiede im Park sind gewaltig: vom Meeresspiegel an den Fjorden bis auf 2.083 Meter am Lodalskåpa, dem höchsten Punkt.

Die Parkgrenzen umfassen 1.310 Quadratkilometer, was ihn zu einem der größten Nationalparks auf dem norwegischen Festland macht. Im Gegensatz zu vielen anderen norwegischen Nationalparks ist der Jostedalsbreen relativ gut erschlossen. Es gibt markierte Wanderwege, geführte Gletschertouren, Besucherzentren und eine gute Infrastruktur in den umliegenden Dörfern.

Drei Besucherzentren (Breheimsenteret, Norsk Bremuseum und Jostedalsbreen Nasjonalparksenter) informieren über den Gletscher, seine Geschichte und was der Klimawandel mit ihm macht. Das Norsk Bremuseum (Norwegisches Gletschermuseum) in Fjærland wurde von dem Architekten Sverre Fehn entworfen und ist allein architektonisch einen Besuch wert. Die Ausstellung erklärt auf verständliche Weise, wie Gletscher entstehen, sich bewegen und sterben. Für Kinder gibt es interaktive Stationen.

Der Park hat kein Eintrittsgebühr. Wie alle norwegischen Nationalparks ist er frei zugänglich, dank des Jedermannsrechts. Für geführte Gletschertouren fallen allerdings Gebühren an, die je nach Tour und Anbieter zwischen 500 und 2.000 NOK liegen.

Nigardsbreen: Der berühmteste Gletscherarm

Der Nigardsbreen Gletscherarm mit seiner blauen Eiszunge die in einen türkisen See mündet
Der Nigardsbreen ist der meistbesuchte Gletscherarm des Jostedalsbreen. Seine blaue Eiszunge mündet in den Nigardsbrevatnet. (KI-generiert)

Der Nigardsbreen ist das Poster-Motiv des Jostedalsbreen und der Gletscherarm, den die meisten Besucher sehen. Er liegt östlich des Hauptgletschers im Jostedal und ist über die Straße von Gaupne aus erreichbar. Von der Parkmöglichkeit am Breheimsenteret (dem Besucherzentrum) fährt man mit einem kleinen Boot über den Gletschersee Nigardsbrevatnet zur Landestelle am Fuß des Gletschers. Alternativ geht man zu Fuß, etwa 45 Minuten über einen markierten Weg entlang des Sees.

Was den Nigardsbreen besonders macht, ist die Farbe. Das Eis ist blau. Nicht hellblau, nicht weiß mit einem blauen Schimmer, sondern tiefblau, fast wie Saphir. Die Erklärung ist physikalisch: Dicht gepresstes Gletschereis absorbiert die roten und gelben Wellenlängen des Lichts und lässt nur das blaue durch. Je älter und dichter das Eis, desto intensiver das Blau. Am Nigardsbreen ist das Eis Hunderte von Jahren alt und entsprechend blau.

Von der Landestelle führen markierte Wege auf den Felsen neben dem Gletscher. Man kommt dem Eis sehr nahe, kann die Risse und Spalten sehen, das Schmelzwasser hören, das unter dem Eis rauscht, und die Kälte spüren, die der Gletscher ausstrahlt. Achtung: Dem Eis zu nahe kommen ist gefährlich. Die Gletscherzunge kalbt regelmäßig, das heißt, Eisblöcke brechen ab und stürzen herunter. Die Absperrungen und Warnschilder sind ernst gemeint. 2014 starb ein Besucher, der die Absperrung missachtete.

Geführte Gletscherwanderungen auf den Nigardsbreen werden von mehreren Anbietern organisiert, darunter Jostedalen Breførerlag und Ice Troll. Die Touren dauern drei bis sechs Stunden und beinhalten eine Einführung in die Gletscherausrüstung (Steigeisen, Seil, Eispickel), eine Wanderung über den Gletscher. Bei den längeren Touren kommt der Abstieg in Gletscherspalten dazu. Die Guides kennen den Gletscher genau und wissen, wo man sicher gehen kann. Ich empfehle die lange Tour. Auf dem Gletscher zu stehen, umgeben von nichts als Eis und Himmel, mit dem Knirschen der Steigeisen unter den Füßen: Das ist ein Erlebnis, das bleibt.

Briksdalsbreen: Gletscher zum Anfassen

Der Briksdalsbreen Gletscherarm umgeben von steilen Felswänden und Wasserfällen
Der Briksdalsbreen war einmal einer der leicht zugänglichsten Gletscher Europas. Der Klimawandel hat ihn weit zurückgedrängt. (KI-generiert)

Der Briksdalsbreen liegt nordwestlich des Jostedalsbreen, im Oldedalen, und ist über die Straße von Olden am Nordfjord erreichbar. Historisch war er der am leichtesten zugängliche Gletscherarm: Ein einfacher Spazierweg von eineinhalb Kilometern führte vom Parkplatz direkt zur Gletscherzunge. Noch in den 1990er Jahren reichte der Briksdalsbreen bis fast an den Weg heran. Besucher konnten das Eis berühren.

Das hat sich dramatisch geändert. Zwischen 1997 und 2020 hat sich der Briksdalsbreen um fast einen Kilometer zurückgezogen. Die Gletscherzunge, die einst tief ins Tal hinunterreichte, endet heute weit oben am Felsen. Was geblieben ist: der Weg, die Wasserfälle links und rechts des Tales und ein Gletschersee, der sich dort gebildet hat, wo einst Eis lag. Die Landschaft ist trotz des Rückgangs eindrucksvoll. Steile Felswände, Wasserfälle, die vom Gletscherrand herabstürzen, und das türkise Schmelzwasser.

Der Weg zum Briksdalsbreen ist auch für Familien geeignet. Er ist breit, gut befestigt und nicht zu steil. Am Parkplatz gibt es ein Café, eine Souvenirshop und Toiletten. In der Hochsaison (Juli/August) kann es allerdings voll werden. Mehrere Kreuzfahrtschiffe legen in Olden an, und der Briksdalsbreen ist ein beliebtes Ausflugsziel für deren Passagiere. Wer es ruhiger mag, kommt am frühen Morgen oder am späten Nachmittag.

Gletschertouren und Wanderungen

Wanderer mit Steigeisen und Seilen auf dem blauen Eis des Jostedalsbreen
Geführte Gletscherwanderungen sind der sicherste Weg, den Jostedalsbreen aus nächster Nähe zu erleben. (KI-generiert)

Der Jostedalsbreen bietet Gletschertouren für jeden Fitnessgrad und jede Erfahrungsstufe. Von der sanften Familienwanderung bis zur anspruchsvollen Eisklettertour ist alles dabei. Hier ein Überblick über die wichtigsten Optionen:

Familien-Gletscherwanderung (Nigardsbreen): Dauer 3 Stunden. Geeignet für Kinder ab 6 Jahren. Man bekommt Steigeisen und geht auf dem unteren, flacheren Teil des Gletschers. Die Tour gibt einen guten Einblick in die Gletscherwelt, ohne anspruchsvoll zu sein. Kosten: ca. 650 NOK pro Erwachsener, 450 NOK für Kinder.

Blaues-Eis-Wanderung (Nigardsbreen): Dauer 5 bis 6 Stunden. Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Man geht tiefer auf den Gletscher, durchquert Spaltengebiete und besucht Eishöhlen, wenn die Bedingungen stimmen. Diese Tour ist mein persönlicher Favorit: anspruchsvoll genug, um sich sportlich zu fühlen, aber nicht so hart, dass man am nächsten Tag nicht laufen kann. Kosten: ca. 1.200 NOK.

Eisklettern (Nigardsbreen/Tunsbergdalsbreen): Dauer 6 bis 8 Stunden. Für sportliche Erwachsene. Man klettert mit Eispickeln und Steigeisen an Eiswänden, seilt sich in Gletscherspalten ab und lernt die Grundlagen des Eiskletterns. Vorherige Klettererfahrung ist nicht nötig, aber eine gute Grundfitness schon. Kosten: ca. 1.800 bis 2.200 NOK.

Tageswanderungen ohne Gletscher: Wer nicht aufs Eis will, kann trotzdem wunderbar wandern. Der Weg vom Nigardsbreen zum Bergsetbreen ist eine schöne Tageswanderung mit Blick auf zwei verschiedene Gletscherarme. Im Oldedalen gibt es den Weg zum Briksdal und weiter zum Kjenndal. Im Jostedal selbst führen mehrere Wege in die Seitentäler, wo man Wasserfälle, Almwiesen und Aussichtspunkte findet.

Mehrtageswanderung über den Gletscher: Für erfahrene Bergsteiger gibt es die Möglichkeit, den gesamten Jostedalsbreen zu überqueren, von Ost nach West oder umgekehrt. Diese Tour dauert zwei bis drei Tage und erfordert Gletschererfahrung, eigene Ausrüstung und gute Navigation. Ein Guide ist dringend empfohlen, da sich die Spaltenzonen ständig verändern.

Die Gletscherseen

Türkisfarbener Gletschersee am Fuß eines Gletscherarms mit schwimmenden Eisbrocken
Gletscherseen am Jostedalsbreen leuchten türkis, weil feines Gesteinsmehl im Schmelzwasser das Licht bricht. (KI-generiert)

An den Füßen der Gletscherarme haben sich Seen gebildet, die zu den schönsten Gewässern Norwegens gehören. Das Wasser ist unnatürlich türkis, fast wie aus einer Photoshop-Bearbeitung. Die Farbe kommt vom Gletschermehl: feinstes Gesteinsmehl, das der Gletscher beim Abschleifen des Untergrunds produziert und das im Schmelzwasser schwebt. Die winzigen Partikel reflektieren das kurzwellige blaue und grüne Licht, während sie das langwellige rote Licht absorbieren. Das Ergebnis: Wasser, das aussieht wie in einem Fantasyfilm.

Der Nigardsbrevatnet am Nigardsbreen ist der bekannteste Gletschersee. Er entstand erst nach 1950, als sich der Gletscher zurückzog und eine Senke freigab. Heute ist er etwa einen Kilometer lang und bis zu 60 Meter tief. Mit dem Boot über den See zu fahren, während am Ende die blaue Gletscherzunge wartet, gehört zu den stärksten Eindrücken im gesamten Nationalpark.

Der Oldevatnet im Oldedalen ist größer und liegt etwas weiter vom Gletscherrand entfernt. Er ist umgeben von steilen Bergen und dichten Wäldern und hat eine fast unwirkliche Ruhe. Am Morgen, wenn die Luft still ist, spiegeln sich die Berge im Wasser, und man hört nichts als Vogelgesang und das ferne Rauschen der Wasserfälle.

Der Styggevatnet auf der Ostseite des Gletschers liegt in über 1.100 Metern Höhe und ist ein Stausee, der für die Wasserkraft genutzt wird. Die Straße dorthin ist eine der abenteuerlichsten Bergstraßen Norwegens, mit Haarnadelkurven und steilen Anstiegen. Oben angekommen hat man einen Blick über das Gletscherplateau, der die Dimensionen des Jostedalsbreen spürbar macht.

Anreise und beste Reisezeit

Anreise zum Nigardsbreen (Ostseite): Von Bergen über die E16 und RV55 nach Gaupne, dann Abzweig ins Jostedal. Fahrzeit von Bergen: ca. 5 Stunden. Von Oslo über die E16 und RV55: ca. 6 bis 7 Stunden. Das Breheimsenteret am Nigardsbreen hat ausreichend Parkplätze.

Anreise zum Briksdalsbreen (Nordseite): Von Stryn an der E39 ins Oldedalen, von dort weiter nach Briksdalsbre. Fahrzeit von Bergen: ca. 4,5 Stunden. Vom Geirangerfjord über den Strynefjellet: ca. 2 Stunden.

Beste Reisezeit: Juni bis September. Die Gletschertouren starten in der Regel Anfang Juni und enden Mitte September, je nach Schneelage. Juli und August sind die wärmsten Monate und bieten die besten Bedingungen. In dieser Zeit sind die Tage lang (es wird kaum dunkel), die Wege schneefrei und die Gletscherseen eisfrei für Bootsfahrten. September bringt weniger Touristen und oft stabiles Herbstwetter, aber die Tage werden kürzer.

Übernachtung: In Gaupne und Gjerde gibt es Hotels und Campingplätze. In Luster am Sognefjord findet man mehr Auswahl, darunter das historische Luster Sanatorium, das heute ein Hotel ist. Im Oldedalen gibt es den Campingplatz Olden Camping Gytri und mehrere Hytter (Ferienhütten). Für Selbstversorger bieten die lokalen Bauernhöfe teilweise Übernachtungen im Stabbur (historische Vorratshäuser) an.

Was der Klimawandel verändert

Ich muss hier ehrlich sein: Der Jostedalsbreen schrumpft. Und zwar schnell. Zwischen 2000 und 2025 hat der Gletscher etwa 25 Prozent seines Volumens verloren. Einige Gletscherarme, wie der Briksdalsbreen, haben sich um fast einen Kilometer zurückgezogen. Andere, wie der Bøyabreen und der Kjenndalsbreen, zeigen ähnliche Rückzugsraten.

Die Messungen des Norsk Vassdrags- og Energidirektorat (NVE) zeigen, dass die jährliche Massenbilanz des Jostedalsbreen seit 2001 fast durchgehend negativ ist. Das heißt: Jedes Jahr schmilzt mehr Eis ab, als durch Schneefälle nachkommt. Die Gletscherzungen ziehen sich zurück, neue Seen entstehen, und Landschaften, die Jahrhunderte unter Eis lagen, kommen zum Vorschein.

Was bedeutet das für Besucher? Der Gletscher wird sich weiter zurückziehen. Die Wanderwege zu den Gletscherzungen werden länger. Touren, die heute noch möglich sind, werden in zehn oder zwanzig Jahren vielleicht nicht mehr angeboten. Und das türkise Wasser der Gletscherseen wird klarer, weil weniger Gesteinsmehl eingetragen wird.

Das ist kein Grund, den Jostedalsbreen nicht zu besuchen. Im Gegenteil: Es ist ein Grund, ihn jetzt zu besuchen. Was wir heute sehen, ist ein Gletscher im Wandel, ein lebendiges Zeugnis dafür, wie sich unser Klima verändert. Wer hierherkommt, versteht den Klimawandel nicht als abstrakte Zahl in einer Grafik, sondern als physische Realität. Man sieht die Moränen, die zeigen, wo der Gletscher vor zwanzig Jahren noch war. Man hört das Schmelzwasser, das unter dem Eis rauscht. Und man begreift, dass dieses Eis, so gewaltig es aussieht, verletzlich ist.

Häufige Fragen zum Jostedalsbreen Nationalpark

Kann man den Jostedalsbreen ohne Guide besuchen?

Ja, die Wanderwege zu den Gletscherzungen sind frei zugänglich. Auf den Gletscher selbst sollte man aber nur mit einem zertifizierten Guide gehen. Das Eis hat Spalten, die von Schnee verdeckt sein können, und die Verhältnisse ändern sich ständig. Ohne Erfahrung, Steigeisen und Seil ist eine Gletscherwanderung lebensgefährlich.

Wie viel kostet eine Gletschertour?

Die Preise variieren je nach Anbieter und Dauer. Kurze Familientouren (3 Stunden) kosten rund 650 NOK pro Erwachsener. Ganztagestouren mit Blaueis-Wanderung liegen bei 1.200 NOK. Eisklettertouren kosten 1.800 bis 2.200 NOK. Kinder erhalten in der Regel Ermäßigung. Im Preis enthalten sind Ausrüstung und Guide.

Ist der Jostedalsbreen für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, besonders der Nigardsbreen und der Briksdalsbreen. Die Wanderwege zu den Gletscherzungen sind familienfreundlich, und geführte Familientouren auf dem Eis werden für Kinder ab 6 Jahren angeboten. Das Gletschermuseum in Fjærland hat interaktive Ausstellungen, die Kinder begeistern.

Wann schmilzt der Jostedalsbreen?

Prognosen sind schwierig, weil der Gletscher stark von den Winterniederschlägen abhängt. Norwegische Glaziologen schätzen, dass bei gleichbleibender Erwärmung die kleineren Gletscherarme bis 2050 verschwunden sein könnten, während der Hauptgletscher noch deutlich länger bestehen wird, wenn auch in stark reduzierter Größe.

Kann man im Gletschersee schwimmen?

Theoretisch ja, praktisch ist das Wasser 1 bis 4 Grad kalt. Einige hartgesottene Besucher springen kurz hinein, aber länger als ein paar Sekunden hält man es kaum aus. Baden ist erlaubt, geschieht aber auf eigene Gefahr. Von Eisbrocken im Wasser fernhalten.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026