Nationalpark Mols Bjerge – Ein Erlebnis für die ganze Familie

Der Nationalpark Mols Bjerge liegt im Osten der Halbinsel Djursland in Dänemark. Er umfasst eine Fläche von 180 km² und gehört zu den größten Nationalparks des Landes. Faszinierende Heide-, Wald- und Grünflächen prägen das Landschaftsbild.

Wie ist der Nationalpark Mols Bjerge entstanden?

Die Landschaft ist das Ergebnis der Geschehnisse der letzten Eiszeit. Sand- und Steinmaterial hat sich angesammelt und die heutigen Hügel geformt. Ein zufällig und abwechslungsreich wirkendes Gesamtbild ist entstanden.

Zahlreiche Tiere und Pflanzen haben hier ihren Lebensraum gefunden. Vor allem licht- und wärmebedürftige Arten fühlen sich auf den sandigen, trockenen und sonnenreichen Hängen wohl. Zur Flora gehören unter anderem die Pechnelke, die Küchenschelle und die Sand-Strohblume. Die Fauna umfasst Schmetterlinge und Insekten. Wechselwarme Tiere – beispielsweise Kreuzotter und Eidechsen – haben sich im Nationalpark Mols Bjerge angesiedelt.

Das Gebiet wurde von Menschen früh besiedelt. Zeitzeugnisse wie Grabhügel verweisen auf die Besiedlung durch den Menschen während der Steinzeit. Der damals noch vorhandene Wald wurde durch den Menschen abgeholzt. Um das Jahr 1688 waren nur noch drei Wälder vorhanden, die übrigen Flächen dienten als Weiden oder als Heideflächen.

Auf geht es zu einer Tour durch den Nationalpark Mols Bjerge

Der höchste Punkt der dänischen Halbinsel ist Agri Bavnehoj. Rund 137 Meter erhebt sich der Berg über den Nationalpark. Er ist ein beliebter Aussichtspunkt auf die Arhusbucht. Wer Richtung Süden blickt, kann den Blick über Helgenaes und Samso schweifen lassen. Im Westen ist Aarhus zu sehen. Im Osten reicht der Blick bis Ebeltoft. Wenn Besucher den Gipfel erklommen haben, dann gelangen sie zu einem Steinsockel mit einer Windrose. Eine Denkmalschutzplakette markiert den Ort.

Weiter geht es nach Ebeltoft

Die Handelsstadt Ebeltoft ist ein zentraler Anziehungspunkt des Nationalparks. Der malerische Stadtkern ist im Stile vergangener Zeiten gehalten. Die Adelgade ist die Hauptstraße, die durch den Ort führt. Sie verläuft parallel zur Küstenlinie und bewegt sich im Süden auf den Markt zu.

Dort befindet sich das Alte Rathaus, das „Gamle Rådhus“. Erbaut im Jahr 1789 diente es bis 1840 als Rathaus. Heute befindet sich im ehemaligen Rathau ein Museum. Auf dem Weg entlang der Adelgade passieren Besucher zahlreiche historische Gebäude. Zahlreiche originelle Lädchen und Einkehrmöglichkeiten bieten Zeit für eine Rast. Die Adelgade mündet in die Jernbanegade.

gamle radhus - altes rathaus

Das authentische Hafenmilieu der Stadt basiert auf der Vergangenheit als Hafenstadt. Heute ist der Hafen in mehrere kleine Häfen unterteilt. Das Gebiet erstreckt sich über eine Strecke von 2,5 Kilometern und reicht von den Stränden im Norden bis zum Skudehavnen im Süden. Läden, Restaurants und Cafés bieten Beschäftigung für den Tag. In Skudehavnen ist ein Badesteg.

Die drei Buckel von Trehoje – ein Relikt aus der Bronzezeit

Weiter geht die Reise – die Besucher erreichen die drei Buckel von Trehoje. Die Landschaft ist ein beliebtes Fotomotiv vieler Abbildungen der Mols Bjerge. Sie laden zu einem Spaziergang ein, quer durch wunderschöne Gebiete. Die Hügel liegen rund 127 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Ursprung reicht bis in die Bronzezeit zurück. Vom höchsten Punkt aus genießen die Wanderer einen imposanten Rundum-Panaromablick von Ebeltoft bis Aarhus. Die südwestliche Grenze des Nationalparks ist zu erkennen. Die einzigartig gewellte Landschaft gehört zu den schönsten Aussichten im Nationalpark. Die Hügel gelten als sehr fruchtbar, hier wachsen Nadelbäume, Rosen, Wacholder und Schlehen. Schafen, Rinder und Ziegen passieren gelegentlich die Wege.

Jernhatten – die Eiszeit hat das Land geprägt

Fast senkrecht hinab auf das weiße Strandufer senkt sich der Jernhatten. 49 Meter geht es steil in die Tiefe beziehungsweise in die Höhe. Die alleinstehende Hügelgruppe ist über Wanderwege zu erreichen. Der Weg führt durch Teppichen von dunkelgrünem Efeu oder vorbei an blauen Anemonen.

In der Steinzeit waren die Niederungen nördlich und südlich von Jernhatten vom Meer bedeckt. Das Landschaftsbild hat sich seitdem deutlich verändert. Wassersportfans finden am Strand den idealen Startpunkt für Schnorcheltouren. Der Stein Blak ist rund 150 Meter vom Ufer entfernt. Er erhebt sich wie ein großer Buckel aus dem Wasser. Der steinige Meeresboden ist mit Meersaite, Zuckertang und Rotalgen bedeckt.

Kurzer Exkurs: Um die Insel Hjelm im Kattegat ragen sich zahlreiche Geschichten. Heute befindet sich die kleine Insel in Privatbesitz. In der Vergangenheit war sie Zuflucht für Marsk Stig und seine Anhänger. Nachdem Marsk Stig im Jahr 1286 wegen des Mordes an König Erik Klipping geächtet worden war, suchte er auf der Insel Zuflucht. Von hier aus betrieben er und seine Anhänger Falschmünzerei. Sie befestigten außerdem Hjelm. Das Urteil wegen Mordes wurde später angezweifelt, zahlreiche Legenden sind bekannt.

Nationalpark mols bjerge

Unbestritten ist die Entstehung von Jernhatten. In der Eiszeit bildeten sich Ablagerungen aus dem kalkhaltigen Kerteminder Mengel. Während in restlichen Dänemark diese Schichten rund 30 Meter unter dem Meeresspiegel liegen, wurden sie in Jernhatten vom Eis nach oben geschoben.

Ein königlicher Abschluss: Die Burg Kalø

Der Weg über den Damm bis zur Schlossruine Kalø ist nur rund einen halben Kilometer lang. Jedoch handelt es sich um eine Reise in die Vergangenheit. Besucher fühlen sich circa 700 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt, wenn sie sich auf den Weg zur Schlossruine machen.

Es handelt sich um die längste mittelalterliche Straße Dänemarks. Die Straße wurde etwa zur gleichen Zeit wie das Schloss angelegt. Sie vermittelt – ebenso wie die gesamte Anlage – einen gute Vorstellung vom damaligen Leben. König Erik Menved (1274-1319) ließ nach der Zerschlagung eines jütländischen Bauernaufstands die Burg erbauen.

Wie erkunde ich den Nationalpark am besten?

Am schönsten ist es, den Nationalpark zu Fuß zu erkunden. Ebenso ist an vielen Stellen eine Radtour möglich. Allerdings müssen Besucher auf den Wegen bleiben, um die Natur zu schützen. Hunde sind im Nationalpark im Allgemeinen nicht verboten. Jedoch sind die Regeln hinsichtlich der Leinenführung zu beachten.

Die Stadt Ebeltoft kann mit dem Auto erreicht werden, die Innenstadt sollte zu Fuß erkundet werden. Angler finden im Nationalpark Mols Berge auf der rund 188 km langen Küstenstrecke, ausgezeichnete Plätze, sei es vom Boot aus oder vom Strand. Die Vielfalt des Nationalparks wird deutlich: Sowohl Ruhesuchende wie auch Liebhaber von Küstenstädten und aktive Wanderer finden in der Region den richtigen Erholungsort.

Weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Mols_Bjerge
https://de.nationalparkmolsbjerge.dk/