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Kopenhagen Sehenswürdigkeiten
Die besten 20 Highlights der dänischen Hauptstadt

Kopenhagen Sehenswürdigkeiten

16 Min. Lesezeit

Kopenhagen ist eine Stadt, die sich zu Fuß und auf dem Fahrrad erobern lässt. Die dänische Hauptstadt ist kompakt genug, dass man die wichtigsten Orte an einem langen Wochenende besuchen kann, und gleichzeitig so voller Überraschungen, dass man auch nach einer Woche noch Neues entdeckt. Von den bunten Häusern am Nyhavn über die Türme der Schlösser bis zu den alternativen Vierteln im Norden bietet Kopenhagen eine Mischung aus Geschichte, Kultur und Lebensfreude, die unter den europäischen Hauptstädten ihresgleichen sucht.

Diese Übersicht stellt die 20 Orte vor, die man bei einem Besuch in Kopenhagen nicht verpassen sollte. Manche sind weltberühmt, andere kennen selbst viele Kopenhagen-Reisende nicht. Alle zusammen ergeben ein Bild der Stadt, das über die üblichen Postkartenmotive hinausgeht.

Nyhavn und die Innenstadt

Die bunten Häuser am Nyhavn in Kopenhagen
Der Nyhavn mit seinen farbenfrohen Giebelhäusern ist das meistfotografierte Motiv Kopenhagens (KI-generiert)

1. Nyhavn ist der Ort, den jeder Kopenhagen-Besucher als Erstes ansteuert, und das zu Recht. Der schmale Hafenkanal mit seinen bunten Giebelhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist so fotogen, dass man fast vergisst, dass hier echte Menschen wohnen. An der Sonnenseite reihen sich Restaurants und Bars aneinander. Ein Bier am Kanalrand zu trinken und den Booten beim Schaukeln zuzusehen gehört zu den besten Möglichkeiten, Kopenhagen zu genießen, ohne einen Cent für Eintritt auszugeben.

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2. Strøget, die längste Fußgängerzone Europas, verbindet den Rådhuspladsen (Rathausplatz) mit dem Kongens Nytorv. Auf 1,1 Kilometern reihen sich Geschäfte, Cafés und Straßenmusiker aneinander. Am östlichen Ende, rund um den Amagertorv, stehen die edelsten Geschäfte, darunter das Flaggschiff von Royal Copenhagen und das Kaufhaus Illum. Am westlichen Ende, Richtung Rathaus, wird es günstiger und lebhafter.

3. Rundetaarn (der Runde Turm) ist eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Erbaut 1642 als astronomisches Observatorium, führt eine spiralförmige Rampe statt einer Treppe bis zur Aussichtsplattform in 35 Metern Höhe. Der Legende nach ritt Zar Peter der Große 1716 zu Pferd die Rampe hinauf. Die Aussicht über die Altstadt ist sehr gut. Eintritt: 40 DKK (ca. 5 EUR), Kinder 10 DKK.

4. Vor Frue Kirke (Liebfrauenkirche) steht nur wenige Gehminuten vom Rundetaarn entfernt. Die Domkirche Kopenhagens birgt die berühmten Christus- und Apostelskulpturen von Bertel Thorvaldsen. Der Eintritt ist frei. Die schlichte, klassizistische Architektur bildet einen beruhigenden Kontrast zum Trubel der Fußgängerzone.

Schlösser und Paläste

Schloss Christiansborg in Kopenhagen
Schloss Christiansborg ist Sitz des dänischen Parlaments und der königlichen Empfangsräume (KI-generiert)

5. Schloss Christiansborg steht auf der Insel Slotsholmen und vereint die drei Staatsgewalten unter einem Dach. Hier tagt das dänische Parlament (Folketing), hier sitzt der Oberste Gerichtshof, und hier empfängt die Königsfamilie ihre Staatsgäste. Die königlichen Empfangsräume können besichtigt werden. Die Große Halle mit den Wandteppichen von Bjørn Nørgaard ist besonders eindrucksvoll. Eintritt für die Empfangsräume: 175 DKK (ca. 24 EUR). Ein Kombiticket für alle Bereiche kostet 225 DKK (ca. 30 EUR). Der Turm von Christiansborg ist kostenlos zugänglich und bietet mit 106 Metern den höchsten Aussichtspunkt der Stadt.

6. Schloss Amalienborg ist die Winterresidenz der dänischen Königsfamilie. Der Platz vor dem Schloss besteht aus vier identischen Rokokopalästen, die ein achteckiges Ensemble bilden. Wenn die Königin anwesend ist, weht ihre Flagge über dem Dach. Die Wachablösung findet täglich um 12 Uhr statt und ist ein Spektakel, das Besucher aus aller Welt anlockt. Das Amalienborg-Museum im Christian-VIII.-Palais zeigt die privaten Gemächer der Königsfamilie. Eintritt: 120 DKK (ca. 16 EUR).

7. Schloss Rosenborg liegt im Kongens Have, dem Königlichen Garten, und beherbergt die dänischen Kronjuwelen. Das Renaissance-Schloss aus dem 17. Jahrhundert ist ein Juwel der Architektur. Im Keller liegen die Schatzkammern mit Kronen, Zeptern und Juwelen der dänischen Monarchie. Der Garten ist frei zugänglich und der beliebteste Park der Kopenhagener. Eintritt ins Schloss: 130 DKK (ca. 17 EUR).

8. Schloss Frederiksborg liegt zwar nicht in Kopenhagen selbst, sondern im nahen Hillerød (35 Minuten mit dem S-Tog), verdient aber einen Platz auf dieser Liste. Das prachtvolle Renaissance-Schloss steht auf drei Inseln in einem See und beherbergt das Museum für Nationalgeschichte. Der barocke Schlossgarten ist einer der schönsten in ganz Skandinavien. Eintritt: 90 DKK (ca. 12 EUR).

Parks, Gärten und Tivoli

Der Tivoli-Vergnügungspark in Kopenhagen bei Nacht
Der Tivoli verzaubert seit 1843 seine Besucher mit Fahrgeschäften, Gärten und Lichtern (KI-generiert)

9. Tivoli ist der älteste noch bestehende Vergnügungspark der Welt, eröffnet 1843. Walt Disney besuchte ihn und ließ sich für Disneyland inspirieren. Der Tivoli ist weit mehr als Achterbahnen und Karussells. Liebevoll gepflegte Gärten, ein See mit Booten, Konzertbühnen und Restaurants machen ihn zu einem Ort, an dem man den ganzen Tag verbringen kann. Der Eintritt kostet 155 DKK (ca. 21 EUR) für Erwachsene, Fahrgeschäfte werden separat bezahlt. Ein Unlimited-Ride-Pass liegt bei 269 DKK (ca. 36 EUR).

10. Botanischer Garten (Botanisk Have) liegt hinter dem Schloss Rosenborg und ist eine grüne Oase mitten in der Stadt. Das viktorianische Palmenhaus aus Gusseisen und Glas beherbergt tropische Pflanzen. Der Eintritt in den Garten ist frei, das Palmenhaus kostet 60 DKK (ca. 8 EUR). Im Frühling blühen hier Tausende von Tulpen und Krokussen.

11. Kastellet ist eine sternförmige Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert, die heute als Park genutzt wird. Die Erdwälle und Gräben sind vollständig erhalten. Man kann um die gesamte Festung spazieren und hat dabei immer wieder Ausblicke auf den Hafen. Der Eintritt ist frei. Das Kastellet liegt zwischen der Kleinen Meerjungfrau und dem Schloss Amalienborg und lässt sich gut in einen Spaziergang einbinden.

Museen und Kultur

12. Nationalmuseum (Nationalmuseet) erzählt die Geschichte Dänemarks von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Wikingerschätze, Runensteine und eine starke ethnografische Sammlung machen es zum wichtigsten Museum des Landes. Der Eintritt ist frei. Das Museum liegt am Vesterbrogade, unweit des Tivoli.

13. Ny Carlsberg Glyptotek beherbergt eine der besten Sammlungen antiker Skulpturen in Nordeuropa, dazu Werke der französischen Impressionisten und dänischer Maler des Goldenen Zeitalters. Das Gebäude selbst, mit seinem Wintergarten voller Palmen und einem Café unter einer gläsernen Kuppel, ist ein Kunstwerk. Eintritt: 125 DKK (ca. 17 EUR). Dienstags ist der Eintritt frei.

14. Designmuseum Danmark widmet sich dänischem und internationalem Design. Arne Jacobsens Stühle, Georg Jensens Silber, Royal Copenhagen Porzellan und moderne Industriedesign-Klassiker sind hier versammelt. Wer verstehen will, warum Dänemark als Design-Nation gilt, bekommt hier die Antwort. Eintritt: 135 DKK (ca. 18 EUR).

15. Louisiana Museum of Modern Art liegt nördlich von Kopenhagen in Humlebæk (35 Minuten mit dem Zug) und gehört zu den besten Museen für moderne Kunst weltweit. Die Kombination aus Architektur, Kunst und Landschaft mit Blick über den Øresund nach Schweden ist anders als alles andere. Eintritt: 145 DKK (ca. 19 EUR).

Am Wasser: Meerjungfrau und Kanäle

Die Kleine Meerjungfrau an der Langelinie in Kopenhagen
Die Kleine Meerjungfrau sitzt seit 1913 auf ihrem Felsen an der Langelinie (KI-generiert)

16. Die Kleine Meerjungfrau (Den Lille Havfrue) ist Kopenhagens bekanntestes Wahrzeichen und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Die Bronzestatue von Edvard Eriksen sitzt seit 1913 auf einem Granitfelsen an der Uferpromenade Langelinie. Sie ist überraschend klein (1,25 Meter), aber der Spaziergang entlang des Hafens bis zu ihr gehört zum Pflichtprogramm. Der Zugang ist kostenlos und rund um die Uhr möglich. Frühmorgens ist man hier fast allein.

17. Kanalrundfahrt durch Kopenhagens Wasserstraßen ist eine der besten Arten, die Stadt kennenzulernen. Die Boote fahren vom Nyhavn aus und passieren in einer Stunde die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus: Christiansborg, die Oper, die Kleine Meerjungfrau und Christianshavn. Die Fahrt kostet 95 DKK (ca. 13 EUR) für Erwachsene. Im Sommer fahren die Boote im 15-Minuten-Takt.

18. Hafenbad Islands Brygge zeigt, wie Kopenhagen mit seinem Wasser umgeht. Mitten im Hafen gibt es Freibäder mit Sprungturm, die im Sommer von Einheimischen und Touristen gleichermaßen genutzt werden. Das Wasser wird regelmäßig kontrolliert und hat Badequalität. Der Eintritt ist frei. An warmen Tagen ist das Hafenbad der lebendigste Ort der Stadt.

Alternative Viertel und Streetfood

Buntes Treiben im Stadtviertel Nørrebro in Kopenhagen
In den Vierteln abseits der Touristenpfade zeigt sich Kopenhagens kreative Seite (KI-generiert)

19. Christiania ist die berühmte Freistadt, die 1971 auf einem ehemaligen Militärgelände entstand. Die selbstverwaltete Gemeinde mit ihren bunten Häusern, Gärten und Werkstätten ist ein Ort, der in keiner anderen europäischen Hauptstadt denkbar wäre. Ob man Christiania schätzt oder kritisch sieht: Ein Besuch gehört zu jedem Kopenhagen-Aufenthalt. Das Fotografieren ist auf der Pusher Street nicht erlaubt, im Rest des Geländes aber willkommen. Der Eintritt ist frei. Geführte Touren durch Bewohner kosten um die 50 DKK (ca. 7 EUR).

20. Torvehallerne am Nørreport sind Kopenhagens schönste Markthallen. Unter zwei gläsernen Dächern verkaufen über 60 Händler dänische Spezialitäten: frische Austern, Smørrebrød, handgemachte Schokolade, Käse, Backwaren und vieles mehr. Die Hallen sind der perfekte Ort für ein Mittagessen oder einen Nachmittagssnack. Ein Smørrebrød kostet zwischen 60 und 120 DKK (ca. 8 bis 16 EUR), eine Portion Austern ab 80 DKK (ca. 11 EUR). Geöffnet montags bis samstags.

Wer über die 20 Highlights hinaus mehr von Kopenhagen sehen möchte, sollte sich in die Viertel Nørrebro und Vesterbro wagen. Nørrebro ist multikulturell, laut und voller kleiner Läden und Restaurants. Der Assistens Kirkegård, auf dem Hans Christian Andersen und Søren Kierkegaard begraben sind, ist zugleich der beliebteste Park des Viertels. Vesterbro war einst das Rotlichtviertel und hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zum angesagtesten Stadtteil Kopenhagens gewandelt. In den Kødbyen (Fleischhallen), den ehemaligen Schlachthöfen, finden sich heute Restaurants, Galerien und Bars.

Praktische Tipps für Kopenhagen

Die Copenhagen Card lohnt sich für jeden, der mehrere Museen und Sehenswürdigkeiten besuchen möchte. Sie kostet ab 479 DKK (ca. 64 EUR) für 24 Stunden und beinhaltet freien Eintritt in über 80 Museen und Attraktionen sowie die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Bei einem vollen Besichtigungstag spart man damit erheblich.

Fahrräder sind das beste Fortbewegungsmittel in Kopenhagen. Die Stadt verfügt über eines der besten Radwegenetze der Welt. Leihräder gibt es an zahlreichen Stationen. Das städtische System Bycyklen bietet Elektroräder mit GPS ab 30 DKK (ca. 4 EUR) pro Stunde. Alternativ bieten Fahrradverleiher Tagesmieten ab 100 DKK (ca. 13 EUR).

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb eines Gebiets, das man in 30 Minuten zu Fuß durchqueren kann. Vom Tivoli zum Nyhavn sind es etwa 15 Minuten. Von dort zur Kleinen Meerjungfrau noch einmal 25 Minuten. Ein guter Plan für einen Tag: morgens die Schlösser (Christiansborg, Amalienborg), mittags Torvehallerne, nachmittags Museen (Nationalmuseum oder Glyptotek), abends Nyhavn und Tivoli.

Kopenhagen ist eine teure Stadt. Ein Mittagessen im Restaurant kostet zwischen 120 und 250 DKK (ca. 16 bis 34 EUR). Ein Bier in einer Bar liegt bei 60 bis 80 DKK (ca. 8 bis 11 EUR). Wer sparen möchte, kauft in den Supermärkten ein und nutzt die vielen kostenlosen Angebote: Parks, Strände, den Turm von Christiansborg, den Botanischen Garten und das Nationalmuseum.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage braucht man für Kopenhagen?

Drei Tage sind ideal, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen und die Atmosphäre der Stadt aufzunehmen. An einem langen Wochenende lassen sich die Highlights gut abdecken. Wer auch Ausflüge nach Frederiksborg oder Louisiana machen möchte, sollte vier bis fünf Tage einplanen.

Lohnt sich die Copenhagen Card?

Ja, wenn man mindestens zwei bis drei kostenpflichtige Attraktionen pro Tag besucht. Die Karte beinhaltet den freien Eintritt in über 80 Museen und Attraktionen sowie den öffentlichen Nahverkehr. Allein der Eintritt in Tivoli, Christiansborg und die Glyptotek übersteigt den Kartenpreis für 24 Stunden.

Kann man Kopenhagen gut zu Fuß erkunden?

Kopenhagens Innenstadt ist sehr kompakt und lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb eines Radius von zwei Kilometern. Für längere Strecken empfiehlt sich ein Leihfahrrad. Die U-Bahn und S-Bahn ergänzen das Angebot.

Welche Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen sind kostenlos?

Kostenlos sind unter anderem: die Kleine Meerjungfrau, der Turm von Christiansborg, das Nationalmuseum, der Botanische Garten, der Kongens Have, das Kastellet, die Glyptotek (dienstags) und die Hafenbäder. Auch der Nyhavn und das Christiania-Gelände kosten keinen Eintritt.

Wann ist die beste Reisezeit für Kopenhagen?

Mai bis September bieten die längsten Tage und das wärmste Wetter mit Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Dezember ist reizvoll wegen der Weihnachtsmärkte und des Tivoli im Winterkleid. Frühling und Herbst sind weniger überlaufen und bieten angenehme Temperaturen.

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Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026