Ferienhaus Fejo – Entspannen zwischen Lolland und Seeland

Wer wirklich einmal abschalten und erleben möchte, was Entschleunigung heißt, der ist auf Fejo (dänisch: Fejø), der größten der kleinen Inseln zwischen Lolland und Seeland genau richtig. Hier genießt man noch ein wenig heile Welt, das einmalige Licht der Ostsee und vor allem eines: Ruhe!

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Fejo – Bullerbü in Dänemark

Auf Fejo leben gerade einmal 500 Einwohner. Und doch ist die kleine dänische Insel bei Urlaubern sehr beliebt. Woran liegt das? Wahrscheinlich ist es die heile Welt á la Bullerbü aus den Büchern von Astrid Lindgren. Hier gibt es keine Kriminalität. Die kennt man höchstens aus dem Fernsehen.

Dass die Haustüren hier selbstverständlich unverschlossen sind, versteht sich daher fast von selbst. 

Auch sucht man hier Verkehrsschilder, Werbeplakate oder Zäune vergebens. Stattdessen gibt es viele Apfelbäume, urige Häuser mit Reetdächern und verwunschenen Gärten. Und natürlich Ferienhäuser, für die Gäste.

Ferienhaus Fejo
Quelle: Photokarlcom / bigstock.com

Die freundlichen Insulaner, die noch jeden Ankömmling nach alter Tradition grüßen, erfreuen jedes Urlauberherz. Wer herzlich zurück grüßt, trägt dazu bei, diese liebenswerte Gewohnheit zu bewahren.

Fejo ist übrigens zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, weshalb viele Urlauber immer gerne wiederkommen. 

Für wen eignet sich ein Urlaub im Ferienhaus auf Fejo?

Auf Fejo fühlen sich Familien und alle Ruhesuchenden besonders wohl. Hier können Kinder noch unbeschwert überall spielen und die Insel entdecken. Und wem die Insel während eines Urlaubes zu klein wird, kann einen Tagesausflug nach Lolland oder Falster unternehmen.

Fejo eignet sich auch hervorragend für einen Urlaub mit Hund. Jeder Hund wird es lieben, über die Insel und den naturbelassenen Strand toben zu dürfen. Was gibt es für einen Hund schließlich Schöneres als Möwen zu jagen? Aber auch auf Fejo müssen Hunde im Sommer an die Leine. Nur von Oktober bis April dürfen Hunde am Strand frei laufen.

Was kann ich auf Fejo unternehmen?

Die Fejo Kirke ist eine hübsche, weiße Seefahrerkirche, die einsam an der Ostküste der Insel steht. Seefahrerkirche heißt sie deshalb, weil die Seefahrer sich früher an den weißen Kirchen orientierten. Wir empfehlen, es wie die Insulaner zu machen: Einfach auf die Bank direkt am Wasser setzen und den Meerblick genießen. Ein kleines mitgebrachtes Picknick rundet den Ausflug perfekt ab.

Der Jachthafen Dybvig mit der alten Bootsbauerei ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier werden bereits in vierter Generation Holzboote unter anderem für das Nationalmuseum gebaut.

Gerade im Sommer ist der Besuch der alten Fejo Mølle ein MUSS. Denn in den Sommermonaten ist hier nicht nur die Touristeninformation untergebracht, sondern es gibt Kaffee und hausgemachten Kuchen. Wie wäre es mit einer Kaffeepause vor der Mühle an gemütlichen Tischen?

Fejo wird auch gerne als der Obstgarten Dänemarks bezeichnet, da die Landwirtschaft hier größtenteils aus Obstplantagen besteht. Allerdings kommt hierbei dem Apfelanbau besondere Bedeutung zu. Der Cider aus Fejo genießt so großes Ansehen, dass er sogar in diversen Feinkostläden in ganz Dänemark zu kaufen ist. Während eines Urlaubes auf Fejo muss man jedoch nicht extra einen Feinkostladen aufsuchen, um in den Genuss dieser Köstlichkeit zu kommen. Man kann ihn einfach an einem der Straßenstände kaufen.

Die Insel Fejo ist geradezu prädestiniert dafür, sie mit dem Rad zu erkunden. Mit dem Fahrrad macht es erstens mehr Spaß und zweitens kann man so schneller an den diversen kleinen Straßenständen anhalten, um das Angebot an Obst, Gemüse, selbstgemachtem Apfelsaft und Marmeladen oder Flohmarktartikeln zu begutachten. Ein wenig Kleingeld sollte man daher immer dabeihaben!

Wohl dem, der sein Fahrrad von Zuhause mitgebracht hat. Wer sein eigenes Rad nicht dabeihat, kann sich am Hafen eines ausleihen. Typischerweise wirft man die Miete für das Fahrrad in eine kleine Spardose.

Wie wäre es bei schönem Wetter einmal mit einem Strandtag? An der Ostküse der Insel befindet sich der offizielle Badestrand Sletteren. Es handelt sich hierbei um einen Naturstrand, der je nach Wetterlage mal mehr und mal weniger mit Seegras bedeckt ist. Im Sommer wird extra ein Badesteg aufgebaut. Südlich von den Ferienhäusern, am Slettervig befindet sich ebenfalls solch ein Badesteg, der von einer schönen Liegewiese umgeben ist. 

Einen Küstenstrandabschnitt mit weniger Steinen befindet sich am Ende des Brigetvejs. Hier kann man bequem barfuß ins Meer laufen oder alternativ eine Sandburg bauen, sofern nicht allzu viel Seegras am Ufer liegt.

Besonders beliebt bei Kindern: Die Suche nach den Hühnergöttern! Das sind Lavasteine mit einem kleinen Loch, die man am Strand finden kann. Früher wurden diese Steine als Schutz vor Bösen Geistern an die Haustüren gehängt.

Wie sehen die Ferienhäuser auf Fejo aus?

Die Ferienhäuser befinden sich in Østerby und Vesterby, den einzigen zwei Orten auf Fejo. Selbstverständlich verfügen sie über alle notwendigen Dinge, die dem Feriengast einen Aufenthalt angenehm machen. Die Ausstattung reicht von einfach bis modern im skandinavischen Stil. Besonders beliebt sind Ferienhäuser mit Meerblick. 

In den Ferienhäusern finden teilweise bis zu 8 Personen Platz. In einigen Häusern sind Hunde erlaubt. In der Regel sind die Unterkünfte von einem großen Garten umgeben und verfügen über eine Terrasse. Die Miete für ein Ferienhaus beginnt bei ca. 300 Euro für eine Woche.

Wer einen Urlaub im Sommer buchen möchte, sollte nicht zu lange warten, denn die Nachfrage ist hoch.

Einkäufe während des Urlaubes können in Østerby erledigt werden. Hier gibt es einen kleinen Supermarkt (købmand), in dem Lebensmittel, Backwaren, Hundefutter, Haushaltswaren, Briefmarken und sogar Medikamente angeboten werden.

Deutsche Zeitungen wird man hier allerdings genauso wenig finden, wie einen Geldautomaten. Die nächstgelegenen Geldautomaten befinden sich in Maribo oder Horslunde. Wer Bargeld braucht, muss nach Lolland fahren.

Die Anreise: Wie komme ich nach Fejo?

Bereits vom frühen Morgen an bis Mitternacht verkehrt die Fähre M/F Christine fast stündlich zwischen dem Hafen Kragenæs auf Lolland und der Insel Fejo. Die Fähre ist kein billiges Vergnügen, jedoch werden die Kosten vielleicht dadurch etwas kompensiert, dass man auf Fejo nicht so viel Möglichkeiten hat, Geld auszugeben. Bezahlen muss man übrigens nur für die Hinfahrt, die Rückfahrt ist kostenlos.

Um überhaupt erst einmal auf die großen Inseln Dänemarks zu gelangen, nutzt man am besten die Ostseefähren. Hier bieten sich die Fähre von Puttgarten nach Rødby (Insel Seeland) oder von Rostock nach Gedser (Insel Falster) an.