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Mora
Dalarna-Stadt am Siljan-See

Mora

14 Min. Lesezeit

Mora liegt am nördlichen Ende des Siljan-Sees in Dalarna, etwa 320 Kilometer nordwestlich von Stockholm. Hier münden die Flüsse Orsaälven und Österdalälven in den See. Die Stadt hat rund 11.000 Einwohner und fühlt sich kleiner an, als sie ist. Vom Zentrum aus sieht man über das Wasser bis zu den bewaldeten Hügeln am gegenüberliegenden Ufer.

Mora lebt vom Vasaloppet, vom Maler Anders Zorn und vom Siljan. Die Dalapferd-Werkstätten in Nusnäs, die Tomteland-Anlage im Wald und eine Midsommar-Tradition, die in Dalarna lebendiger gefeiert wird als sonst wo in Schweden, kommen noch dazu. Mora drängt sich nicht auf. Man muss sich auf den Ort einlassen. Wer das tut, bleibt gern länger als geplant.

Steckbrief Mora

  • Einwohnerzahl: ca. 11.000 (Gemeinde: ca. 20.500)
  • Region: Dalarna (Dalarnas län)
  • Gewässer: Siljan-See, Orsasjön
  • Entfernung Stockholm: ca. 320 km (3,5 Stunden mit dem Auto)
  • Bekannt für: Vasaloppet-Ziel, Anders Zorn, Dalapferde
  • Nächster Flughafen: Mora-Siljan (Saisonflüge), alternativ Borlänge-Dala Airport

Am Siljan-See: Lage und erste Eindrücke

Der Siljan ist Schwedens siebtgrößter See und der größte in Dalarna. Er entstand vor rund 377 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag. Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 52 Kilometern. Geologen kommen deswegen hierher. Die meisten Besucher locken das Wasser und die Landschaft drum herum.

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Mora sitzt an der Nordwestspitze des Sees. Das Stadtzentrum erstreckt sich auf einer flachen Landzunge zwischen dem Siljan und dem kleineren Orsasjön im Norden. Die Bebauung ist locker. Rote Holzhäuser stehen neben Birken. Dazwischen Wiesen. An der Seepromenade stehen Bänke neben einem Bootsanleger. Ein Kiosk verkauft im Sommer Eis und Kaffee. Abends spiegelt sich die Sonne im Wasser, und es ist so still, dass man die Enten hört.

Uferpromenade in Mora am Siljan-See mit Holzsteg und Blick auf das Wasser
Das Siljan-Ufer in Mora: ruhiges Wasser, Holzstege und Blick auf die bewaldeten Hügel am Ostufer (KI-generiert)

Ich war zum ersten Mal im Juni dort. Die Luft roch nach Kiefernharz und frisch gemähtem Gras. Auf dem See lagen ein paar Kanus. Am Ufer saßen Familien auf Decken. Kein Gedränge, kein Lärm. In Mora geht alles einen Takt langsamer als in Stockholm oder Göteborg.

Der See selbst ist bis zu 134 Meter tief und hat eine Fläche von 354 Quadratkilometern. Das Wasser ist klar und zum Schwimmen geeignet, auch wenn es selten wärmer als 20 Grad wird. Im Juli kann man es gut aushalten. Im August wird es schon wieder frischer. Rund um den Siljan führt ein Radweg von etwa 100 Kilometern Länge, der durch Dörfer, Wälder und an Badestellen vorbeiführt.

Vasaloppet: Das Ziel steht in Mora

90 Kilometer von Sälen nach Mora: das Vasaloppet ist der längste Skilanglauf-Wettbewerb der Welt. Jedes Jahr am ersten Sonntag im März starten rund 16.000 Teilnehmer. Das Rennen gibt es seit 1922 und erinnert an Gustav Vasas Flucht aus Mora im Jahr 1521. Vasa wollte die Dalekarlier zum Aufstand gegen die dänische Herrschaft bewegen. Sie sagten zunächst nein. Als sie ihre Meinung änderten, schickten sie zwei Skiläufer hinterher, die ihn in Sälen einholten. Diese Strecke wird seither nachgelaufen, nur in umgekehrter Richtung.

Das Ziel steht mitten in Mora. Die Ziellinie befindet sich an der Vasagatan, direkt vor der Gustav-Vasa-Statue. Am Renntag läuft in Mora nichts normal. Tausende Zuschauer drängen sich an der Strecke, Blaskapellen spielen, und in den Lokalen findet man keinen freien Stuhl. Der Gewinner kommt nach knapp vier Stunden an. Die letzten Teilnehmer brauchen bis zu 16 Stunden.

Vasaloppet-Zielbereich in Mora mit der Gustav-Vasa-Statue
Das Vasaloppet-Ziel in Mora mit der Gustav-Vasa-Statue, hier endet der 90-Kilometer-Lauf aus Sälen (KI-generiert)

Das Vasaloppet-Gelände lohnt auch außerhalb der Rennsaison einen Abstecher. Das Vasaloppsmuseet am Zielbereich zeigt die Geschichte des Rennens seit 1922. Alte Skier, Startnummern, Fotos von verschneiten Landschaften und erschöpften Läufern. Ein Film dokumentiert das Rennen aus der Luft. Der Eintritt ist frei. Neben dem Museum steht das Vasaloppet-Denkmal: eine Bronzeskulptur von Anders Zorn, die Gustav Vasa zeigt, wie er von den Mora-Männern zum Anführer gewählt wird.

Wer selbst laufen will, muss sich früh anmelden. Das Hauptrennen ist oft Monate im Voraus ausgebucht. Es gibt aber auch kürzere Varianten: den Halvvasan (45 km), den Tjejvasan (30 km, nur für Frauen) und den Öppet Spår (90 km, ohne Zeitmessung). Im Sommer findet der Vasaloppet Sommar statt, ein Radrennen und ein Mountainbike-Rennen auf ähnlicher Strecke.

Tipp: Hotels in Mora sind rund um den Vasaloppet-Sonntag Anfang März Monate im Voraus ausgebucht. Wer das Rennen sehen will, sollte spätestens im Oktober buchen. Alternativ in Rättvik oder Orsa übernachten.

Anders Zorn: Museum und Zorngården

Anders Zorn (1860 bis 1920) zählt zu den bekanntesten schwedischen Malern. Er wurde in Mora geboren, lebte phasenweise in Paris, London und den USA, kehrte aber immer wieder nach Mora zurück. Seine Bilder zeigen Dalarna-Motive: Frauen beim Baden im See, Midsommar-Feiern und Bauern bei der Arbeit. Zorn malte auch drei US-Präsidenten. Seine Aquarelle und Radierungen sind heute in Museen weltweit vertreten.

Das Zornmuseet steht in der Vasagatan, wenige Gehminuten vom Zentrum. Seit der Eröffnung 1939 zeigt es die umfangreichste Sammlung von Zorns Werken: Ölgemälde, Aquarelle und Radierungen. Besonders die Aktbilder am Wasser sind bekannt. Zorn hatte ein präzises Auge für Lichtreflexe auf Haut und Wasseroberflächen. Wer vor den Originalen steht, merkt, wie gut er Licht einfangen konnte.

Eingang des Zorn-Museums in Mora mit Ausstellungsgebäude
Das Zornmuseet in Mora beherbergt die weltweit größte Sammlung von Anders Zorns Gemälden und Radierungen (KI-generiert)

Direkt neben dem Museum liegt Zorngården, das Wohnhaus von Anders und Emma Zorn. Das Ehepaar ließ es 1910 nach eigenen Entwürfen bauen. Das Haus verbindet Dalarna-Tradition mit internationalem Geschmack: Holzwände im Erdgeschoss, Jugendstil-Möbel, orientalische Teppiche, eine Bibliothek mit Erstausgaben. Im Atelier stehen noch Staffelei und Farbpalette. Man kann sich vorstellen, wie Zorn hier vor dem Fenster saß und den See malte.

Zorngården ist nur mit Führung zugänglich. Die Touren dauern etwa 45 Minuten und finden auf Schwedisch und Englisch statt. Im Sommer mehrmals täglich, im Winter nach Vereinbarung. Der Eintritt für Museum und Zorngården zusammen kostet 170 SEK (ca. 15 Euro). Kinder unter 16 sind frei.

Zum Zorn-Komplex gehört auch die Gammelgård, eine Sammlung alter Dalarna-Gebäude, die Zorn zusammengetragen hat. Holzhäuser, Speicher und Ställe aus dem 16. bis 19. Jahrhundert stehen in einem parkähnlichen Garten hinter dem Wohnhaus. Zorn wollte die traditionelle Bauweise der Region bewahren, die er in seinen Bildern so oft dargestellt hatte.

Dalapferd-Werkstätten: Nils Olsson und Grannas

Kaum ein Souvenir steht so sehr für Schweden wie das Dalapferd (Dalahäst). Die rot bemalten Holzpferde entstanden ursprünglich als Spielzeug. Holzarbeiter in den Dalarna-Wäldern schnitzten sie abends am Lagerfeuer. Seit dem 18. Jahrhundert werden sie in der Gegend um Mora produziert. Das klassische Modell ist kurbitsrot mit weißen, grünen und blauen Kurbitsmalereien.

Handbemalte Dalapferde in verschiedenen Größen in einer Werkstatt bei Mora
Handbemalte Dalapferde aus der Werkstatt in Nusnäs, jedes Stück ein Unikat (KI-generiert)

Die zwei bekanntesten Werkstätten liegen in Nusnäs, zehn Kilometer südöstlich von Mora am Siljan-Ufer. Nils Olsson Hemslöjd (gegründet 1928) und Grannas A. Olsson (gegründet 1922) fertigen die Pferde noch in Handarbeit. Beide Werkstätten sind für Besucher geöffnet. Man kann durch verglaste Gänge zusehen, wie die Pferde aus Kiefernholz geschnitzt, grundiert und bemalt werden. Eine erfahrene Malerin braucht für die Kurbits-Muster etwa zehn Minuten pro Pferd. Die Farben werden nach alten Rezepturen gemischt.

In den angeschlossenen Läden gibt es Pferde in allen Größen: vom Miniaturpferd für 50 SEK bis zum 50 Zentimeter hohen Sammlerstück für über 3.000 SEK. Die Preise sind fair, wenn man bedenkt, dass jedes Pferd von Hand geschnitzt und bemalt wird. Außerdem: Wer hier kauft, bekommt das Original aus Nusnäs, nicht die billige Fabrikware aus China.

Ich habe bei Nils Olsson ein 13 Zentimeter großes Pferd gekauft. Es steht jetzt auf meinem Schreibtisch. Die Farben leuchten auch nach einem Jahr noch. Jedes Pferd hat winzige Unterschiede in der Bemalung, weil alles von Hand gemacht ist. Das merkt man erst, wenn man zwei nebeneinanderlegt.

Tipp: Beide Werkstätten sind montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, im Sommer auch samstags. Der Eintritt und die Besichtigung der Produktion sind kostenlos. Von Mora aus fährt man mit dem Auto zehn Minuten nach Nusnäs. Mehr zur Geschichte der Pferde: Das Dalapferd aus Nusnäs.

Tomteland: Der Weihnachtsmann wohnt hier

Tomteland liegt etwa zehn Kilometer nördlich von Mora auf dem Gesundaberg. Der Themenpark rund um den schwedischen Weihnachtsmann (Tomte) öffnete 1984 und hat sich seitdem zu einer der beliebtesten Familienattraktionen in Dalarna entwickelt. Der Park befindet sich mitten im Wald. Zwischen Fichten und Birken stehen Holzhütten, Trollhöhlen und die Werkstatt des Weihnachtsmanns.

Kinder können den Tomte treffen, seine Rentiere streicheln, in der Bäckerei Pfefferkuchen backen und im Wald nach Trollen suchen. Schauspieler spielen Elfen und Waldwesen. Die Gestalter haben auf Plastik-Kitsch verzichtet, wie man ihn von anderen Themenparks kennt. Alles ist aus Holz und Naturmaterialien gebaut. Im Winter, wenn Schnee auf den Dächern liegt und Fackeln den Weg beleuchten, wirkt das Ganze tatsächlich glaubhaft.

Verschneites Tomteland bei Mora mit Holzhütten und Laternen im Wald
Tomteland im Winter: Holzhütten, Laternen und Schnee im Wald auf dem Gesundaberg (KI-generiert)

Tomteland hat Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte August und von Ende November bis kurz vor Weihnachten. In der Sommersaison kostet der Eintritt rund 250 SEK für Erwachsene und 200 SEK für Kinder (3 bis 15 Jahre). Die Wintersaison ist etwas teurer. Ein Besuch dauert zwei bis drei Stunden. Für Kinder unter sieben Jahren ist es gut. Ältere Kinder finden es manchmal etwas zu brav. Erwachsene ohne Kinder können den Park auslassen.

Rund um Mora: Gesunda, Strände und Natur

Gesundaberget

Der Gesundaberg (oder Gesundaberget) liegt zehn Kilometer nördlich von Mora und erhebt sich auf 581 Meter. Im Winter betreibt hier das Skigebiet Gesunda acht Abfahrtspisten und einen Snowpark. Die Pisten sind zwischen 200 und 1.200 Meter lang. Kein Åre, aber solide für Anfänger und Familien. Ein Tagespass kostet rund 350 SEK.

Im Sommer fährt eine Seilbahn auf den Gipfel. Von oben hat man einen weiten Blick über den Siljan, den Orsasjön und die endlosen Wälder von Dalarna. Bei klarem Wetter reicht die Sicht bis zu 50 Kilometer. Auf dem Gipfel gibt es ein Café und Wanderwege. Der Abstieg zu Fuß dauert etwa eine Stunde.

Baden am Siljan

Mora hat mehrere Badestellen am Siljan. Die bekannteste ist Mora Sandstrand am östlichen Stadtrand. Feiner Sand, flaches Wasser, ein Sprungturm und Umkleidekabinen. Im Juli ist es hier voll. Ruhiger geht es an den kleineren Badeplätzen zu: Saxviken südlich der Stadt und die Bucht bei Färnäs bieten Platz und sauberes Wasser ohne Gedränge.

Der Siljan eignet sich auch zum Kanufahren und Stand-Up-Paddling. Boote und Boards kann man am Campingplatz Mora Parken ausleihen. Angeln ist erlaubt, im See leben Hechte, Barsche und Felchen. Ein Angelschein (Fiskekort) für den Siljan kostet ab 80 SEK pro Tag und ist online oder im Touristenbüro erhältlich.

Wandern und Radfahren

Die Gegend um Mora bietet gute Wanderwege. Der Siljansleden führt rund um den See, einzelne Etappen lassen sich als Tagestouren gehen. Die Strecke von Mora nach Nusnäs am Seeufer ist zehn Kilometer lang und flach. Für Radfahrer gibt es den Siljanscykelleden, eine markierte Route von 100 Kilometern rund um den See. Die Strecke ist asphaltiert und größtenteils flach. Fahrräder mietet man bei Mora Cykel am Bahnhof.

Midsommar und lokale Traditionen

Midsommar ist in Dalarna kein normales Fest. Es ist das wichtigste Ereignis des Jahres. Am Freitagabend vor dem Mittsommertag wird der Midsommarstång (Maibaum) aufgestellt, geschmückt mit Birkengrün und Blumen. Dann wird getanzt. Små grodorna, der Frosch-Tanz. Erwachsene hüpfen und quaken. Kinder lachen. Alle machen mit. Wer das zum ersten Mal sieht, steht erst verdutzt daneben und tanzt dann mit.

In der Mora-Gegend feiern viele Dörfer ihr eigenes Midsommar. Die Feier in Sollerön, einer Insel im Siljan südlich von Mora, gilt als eine der traditionsreichsten. Die Menschen tragen Dalarna-Trachten, es gibt Volksmusik mit Fiedeln und Akkordeon, und nach dem Tanz essen alle zusammen Hering, Kartoffeln mit Dill und Erdbeeren mit Sahne. Dazu trinkt man Aquavit oder selbstgemachten Erdbeersaft.

Dalarna pflegt auch andere Traditionen stärker als der Rest Schwedens. Die Kirchbootfahrten (kyrkbåtar) auf dem Siljan stammen aus einer Zeit, als die Kirchgemeinden am See ihre Boote ruderten, um zum Gottesdienst zu kommen. Heute werden die langen Holzboote bei Festen gefahren. Beim Musik vid Siljan-Festival im Juli gibt es klassische Musik, Volksmusik und Jazz an verschiedenen Orten rund um den See.

Die Dalarna-Tracht (dräkt) ist in der Region noch lebendig. Jede Gemeinde hat ihre eigene Variante. In Mora sind die Farben Blau und Rot dominant. Bei Hochzeiten, Taufen und Feiertagen tragen viele Einheimische ihre Tracht freiwillig. Das ist kein Folklore-Auftritt, sondern gelebter Alltag.

Anreise und praktische Tipps

Mit dem Auto: Von Stockholm über die E4 und dann die Riksväg 70 nach Mora. Die Strecke ist 320 Kilometer lang, die Fahrzeit beträgt knapp 3,5 Stunden. Ab Borlänge wird die Landschaft hügeliger, der Wald dichter. Die letzten 80 Kilometer führen durch typisches Dalarna-Gebiet: rote Holzhäuser, Weiden, Birken.

Mit dem Zug: SJ-Züge fahren von Stockholm Centralstation nach Mora. Die Fahrt dauert etwa 3,5 bis 4 Stunden, je nach Verbindung. Es gibt Direktzüge und Verbindungen mit Umstieg in Borlänge. Preise ab 199 SEK bei früher Buchung. Der Bahnhof liegt zentral, 500 Meter vom See entfernt.

Mit dem Bus: FlixBus und Vy Bus fährt ebenfalls nach Mora. Günstiger als der Zug, aber langsamer (5 bis 6 Stunden ab Stockholm). Im Sommer gibt es mehr Verbindungen.

Mit dem Flugzeug: Der kleine Flughafen Mora-Siljan hat saisonale Verbindungen. Für reguläre Flüge ist Borlänge-Dala Airport (Dalarna Airport) die nächste Option, etwa 100 Kilometer südlich. Von dort aus weiter mit Mietwagen oder Bus.

Beste Reisezeit: Mitte Juni bis Mitte August für Sommer, Baden und Midsommar. Anfang März für den Vasaloppet. Dezember für Tomteland im Schnee. Der Herbst (September/Oktober) ist ruhig und zeigt Dalarna in Gelb- und Rottönen. Im Winter kann es bis minus 25 Grad kalt werden.

Übernachtung: Das Mora Hotell & Spa liegt am See und hat ordentliche Zimmer ab 900 SEK. Das Mora Parken bietet Campingplatz, Ferienhütten und Wohnmobilstellplätze direkt am Siljan. Für rustikale Stimmung eignet sich das Fryksås Hotel & Gestgifveri in Orsa, 20 Minuten nördlich von Mora, ein altes Fäbod-Dorf mit Blick über den Orsasjön.

Vor Ort: Mora lässt sich zu Fuß und mit dem Fahrrad erkunden. Für Nusnäs, Tomteland und Gesundaberget braucht man ein Auto oder Fahrrad. Es gibt lokale Buslinien, aber die Takte sind dünn. Das Touristenbüro sitzt am Strandgatan nahe dem See und hat gute Karten und Broschüren.

Weitere Städte in Schweden · Dalarna Reiseführer · Der Vasalauf

Häufig gestellte Fragen

Wann findet der Vasaloppet statt?

Das Hauptrennen findet am ersten Sonntag im März statt. Die Vasaloppet-Woche mit kürzeren Rennen (Halvvasan, Tjejvasan, Öppet Spår) dauert insgesamt acht Tage.

Wie kommt man am besten von Stockholm nach Mora?

Mit dem Zug in 3,5 bis 4 Stunden oder mit dem Auto in 3,5 Stunden über die Riksväg 70. Frühbucher-Tickets bei SJ gibt es ab 199 SEK. Der Bahnhof Mora liegt zentral.

Wo kann man Dalapferde kaufen?

In den Werkstätten Nils Olsson Hemslöjd und Grannas A. Olsson in Nusnäs, zehn Kilometer von Mora. Dort werden die Pferde vor den Augen der Besucher handgeschnitzt und bemalt. Preise ab 50 SEK für kleine Modelle.

Kann man im Siljan-See schwimmen?

Ja. Der Mora Sandstrand am östlichen Stadtrand hat flaches Wasser, Sandstrand und einen Sprungturm. Die Wassertemperatur erreicht im Juli bis zu 20 Grad. Weitere Badestellen gibt es in Saxviken und bei Färnäs.

Lohnt sich das Zorn-Museum?

Für Kunstinteressierte auf jeden Fall. Das Zornmuseet zeigt die weltweit größte Sammlung von Anders Zorns Werken. Zorngården, sein erhaltenes Wohnhaus mit Atelier, ist per Führung zugänglich. Beide zusammen kosten 170 SEK Eintritt.

Ist Tomteland auch im Sommer geöffnet?

Ja, Tomteland hat von Mitte Juni bis Mitte August Sommersaison. Der Park ist dann täglich geöffnet. Die Wintersaison läuft von Ende November bis kurz vor Weihnachten. Dazwischen ist geschlossen.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Lokale Tipps

Gut zu wissen

Dagens Lunch: Werktags 11-14 Uhr bieten fast alle Restaurants ein Tagesgericht für 120-160 SEK an, mit Salat, Brot und Kaffee. Abends zahlst du für das Gleiche das Doppelte.

Fika ernst nehmen: Setz dich um 10 oder 14 Uhr in ein lokales Café, bestell Filterkaffee und eine Kanelbulle. 20 Minuten Pause, nicht to go. So tickt Schweden.

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