Vegetarisch und vegan in Schweden
Inhaltsverzeichnis
- 1 Schweden und die pflanzliche Revolution
- 2 Vegetarische und vegane Restaurants in Stockholm
- 3 Göteborg: Schwedens Veggie-Hauptstadt
- 4 Malmö und der Süden
- 5 Im Supermarkt: Pflanzliche Produkte
- 6 Traditionelle schwedische Gerichte in vegan
- 7 Fika ohne Milch
- 8 Auf dem Land und im Ferienhaus
- 9 Häufig gestellte Fragen
Schweden ist das Heimatland von Oatly, hat die höchste Dichte an veganen Restaurants in Skandinavien und eine Supermarkt-Auswahl an pflanzlichen Produkten, die selbst Berliner Bioläden neidisch machen würde. Wer vegetarisch oder vegan reist, findet hier Zustände.
Als ich zum ersten Mal vegan in Schweden unterwegs war, hatte ich Bedenken. Skandinavien, das ist doch Lachs, Köttbullar und Rentier, dachte ich. Wie soll man da pflanzlich essen? Die Antwort kam schnell: ausgezeichnet. In Stockholm bin ich an einem einzigen Tag in drei komplett vegane Restaurants gegangen. Im ICA-Supermarkt standen vier verschiedene Hafermilch-Marken im Regal, dazu veganer Käse, pflanzliches Hackfleisch und Eis auf Haferbasis. In Göteborg habe ich das beste vegane Essen meines Lebens gegessen. Kein Witz.
Schweden hat eine starke Tradition, was Nachhaltigkeit und bewusste Ernährung angeht. Die pflanzliche Ernährung ist hier kein Nischenthema, sondern Mainstream. Restaurants kennzeichnen vegane Optionen auf der Karte, Cafés haben automatisch Hafermilch im Angebot, und niemand schaut einen komisch an, wenn man nach einer veganen Alternative fragt. Dieser Artikel zeigt, wo man am besten isst und was man im Supermarkt kaufen sollte.
Schweden und die pflanzliche Revolution
Schweden gehört zu den Vorreitern der pflanzlichen Ernährung in Europa. Das hat mehrere Gründe. Erstens: Oatly. Die Hafermilch-Marke aus Malmö hat seit Mitte der 2010er Jahre die Art verändert, wie Schweden über Milchalternativen denken. Was als kleine Marke in Bioläden begann, steht heute in jedem Supermarkt und in fast jedem Café. Oatly hat Hafermilch von der Nischen-Alternative zum Standardprodukt gemacht.
Zweitens: Die schwedische Umweltbewegung. Schweden nimmt den Klimawandel ernst, und die Verbindung zwischen Ernährung und CO2-Fußabdruck ist den meisten Menschen bewusst. Die schwedische Lebensmittelbehörde (Livsmedelsverket) empfiehlt offiziell, den Fleischkonsum zu reduzieren und mehr pflanzlich zu essen. In Schul-Kantinen gibt es regelmäßig vegetarische Tage, und viele Unternehmen bieten in ihren Kantinen standardmäßig ein veganes Gericht an.
Drittens: Die schwedische Foodtech-Szene. Neben Oatly gibt es eine ganze Reihe schwedischer Unternehmen, die pflanzliche Produkte herstellen. Anamma (vegane Fleischalternativen, gehört inzwischen zu Orkla), Astrid och Aporna (veganer Käse), Naturli' (dänisch-schwedische Butter-Alternativen) und zahlreiche Startups in Stockholm und Malmö arbeiten an der nächsten Generation pflanzlicher Lebensmittel.
Das Ergebnis: In Schweden ist pflanzliche Ernährung normal. Nicht alternativ, nicht exotisch, einfach normal. Das macht das Reisen als Vegetarier oder Veganer unglaublich einfach.
Vegetarische und vegane Restaurants in Stockholm
Stockholm hat eine der besten veganen Restaurant-Szenen Europas. Hier eine Auswahl der Orte, die ich persönlich empfehlen kann.
Hermans
Hermans ist eine Stockholmer Institution und seit über 30 Jahren vegetarisch. Das Restaurant liegt auf den Hügeln von Södermalm und hat eine Terrasse mit einem der besten Ausblicke über die Stadt. Man sieht die Altstadt, das Wasser, Djurgården. Das Konzept: ein vegetarisches Buffet, bei dem man sich so oft bedient, wie man will. Warme Gerichte, Salate, Suppen, Brot und Nachtisch. Viele Gerichte sind vegan. Der Preis liegt bei etwa 200 SEK für das Mittagsbuffet und 250 SEK am Abend. Die Qualität ist solide und ehrlich, keine Haute Cuisine, sondern sättigendes Wohlfühlessen mit Blick.
Mahalo
Komplett vegan und eines der besten pflanzlichen Restaurants der Stadt. Mahalo liegt in Vasastan und serviert kreative vegane Küche: Bowls, Burger, Wraps und saisonale Gerichte. Die Portionen sind groß, die Preise fair (Hauptgerichte 140 bis 190 SEK), und die Atmosphäre ist entspannt. Besonders empfehlenswert: der vegane Burger mit hausgemachtem Patty und der Chocolate Brownie zum Nachtisch.
Lao Wai
Vegane chinesische Küche in Södermalm. Lao Wai (der Name ist das chinesische Wort für „Ausländer") serviert Dim Sum, Nudeln, Wok-Gerichte und Suppen, alles komplett pflanzlich. Die Küche ist authentisch chinesisch, nicht eine Anpassung, sondern wirklich gut. Die Dim Sum Abende sind besonders beliebt, und die Mittagsangebote (Dagens Lunch ab 130 SEK) sind ein Geheimtipp.
Weitere Empfehlungen in Stockholm
Växthuset: Vegetarisch/veganes Restaurant am Stureplan, gehobenes Ambiente, skandinavische Zutaten. Dirty Vegan: Veganes Comfort Food (Burger, Loaded Fries, Nachos) in Södermalm. Günstig und sättigend. Hagakafeet: Traditionelles schwedisches Café mit veganen Fika-Optionen. Zimtschnecken und Kaffee, alles pflanzlich verfügbar.
Auch in konventionellen Restaurants in Stockholm findet man fast immer vegetarische und oft vegane Optionen auf der Karte. Die meisten gehobenen Restaurants bieten ein vegetarisches Tasting-Menü an, und selbst beim Steak-House gibt es mittlerweile einen pflanzlichen Burger. Man muss in Stockholm nie Angst haben, nichts zu finden.
Göteborg: Schwedens Veggie-Hauptstadt
Göteborg hat pro Kopf mehr vegetarische und vegane Restaurants als Stockholm und kann sich mit Fug und Recht als Veggie-Hauptstadt Schwedens bezeichnen. Die Stadt hat eine starke alternative Szene, eine junge Bevölkerung und eine Esskultur, die Neues bereitwillig aufnimmt.
Blackbird: Eines der besten veganen Restaurants Schwedens. Blackbird liegt in Linné und serviert gehobene pflanzliche Küche mit nordischem Einschlag. Die Gerichte sind kunstvoll angerichtet, die Zutaten saisonal und lokal, und die Weinkarte hat eine gute Auswahl biodynamischer Weine. Ein Abendessen mit drei Gängen kostet ca. 500 SEK. Das klingt viel, aber für die Qualität ist es angemessen.
Solrosen: Göteborgs ältestes vegetarisches Restaurant, betrieben von einer Kollektive seit den 1970er Jahren. Hier gibt es ehrliches, preiswertes vegetarisches Essen: Suppen, Eintöpfe, Salate und Brot. Die Portionen sind riesig, die Preise niedrig (Mittagessen ab 95 SEK), und die Atmosphäre erinnert an ein alternatives WG-Wohnzimmer. Vegan ist hier Standard, nicht Ausnahme.
Hoppet: Veganes Café in Linnéstaden mit einer der besten Kuchen-Auswahl in Göteborg. Zimtschnecken, Schokokuchen, Käsekuchen, alles vegan und alles hausgemacht. Dazu Kaffee mit Hafermilch. Hoppet ist der Beweis, dass vegane Fika nicht bedeutet, auf irgendetwas zu verzichten.
Weitere Tipps: Crudesco (Rohkost und vegane Küche), Full Mansen (vegane Wraps und Bowls), Veggie Wonder (indisch-vegetarisch). Auf der Avenyn und in der Innenstadt haben die meisten Restaurants vegetarische Optionen.
Malmö und der Süden
Malmö profitiert von seiner Nähe zu Kopenhagen und seiner multikulturellen Bevölkerung. Die Stadt hat eine lebendige Food-Szene, und vegetarisch/vegan essen ist unkompliziert.
Falafel in Malmö: Malmö hat die beste Falafel-Szene Schwedens. Im Stadtteil Möllevången reihen sich Falafel-Imbisse aneinander, und eine Falafel-Rolle kostet 40 bis 60 SEK. Komplett pflanzlich, sättigend und preiswert. Die bekanntesten sind Jalla Jalla, Möllans Falafel und Falafelkungen. Wer in Malmö Falafel isst, will danach nirgendwo anders mehr Falafel essen.
Malmö Saluhall: Die moderne Markthalle hat mehrere vegetarische und vegane Stände. Besonders empfehlenswert ist der Stand mit veganen Bowls und der Bäcker mit veganem Sauerteigbrot. Die Malmö Saluhall spiegelt die Vielfalt der Stadt wider: Syrisches, Japanisches, Schwedisches, alles mit vegetarischen Optionen.
Weitere Restauranttipps: The Vegan Bar (komplett vegan, Burgerkarte), Bloom in the Park (gehobene Küche mit vegetarischem Tasting-Menü, ein Stern im White Guide) und Bastard (trotz des Namens: sehr gute vegetarische Gerichte auf der Karte).
Auch in Skåne, der Region um Malmö und Lund, gibt es gute Möglichkeiten. Die landwirtschaftliche Tradition der Region bringt sehr gutes Gemüse hervor, und viele Restaurants arbeiten mit lokalen Produzenten zusammen. Auf Bauernmärkten in Skåne findet man im Sommer Tomaten, Spargel, Erdbeeren und Kräuter, die direkt vom Feld kommen.
Im Supermarkt: Pflanzliche Produkte
Wer im Ferienhaus selbst kocht oder unterwegs Snacks braucht, findet in schwedischen Supermärkten eine sehr gute Auswahl an pflanzlichen Produkten. Die großen Ketten ICA, Coop und Hemköp haben eigene Veggie-Abteilungen im Kühlregal.
Milchalternativen: Oatly dominiert, aber es gibt auch iKaffe (die Barista-Version von Oatly, perfekt für Kaffee), Alpro, Minor Figures und schwedische Kleinmarken. Hafer-, Soja-, Mandel- und Kokosmilch stehen in jedem Supermarkt. Die Auswahl ist deutlich größer als in den meisten deutschen Supermärkten.
Fleischalternativen: Anamma (schwedisch) macht vegane Köttbullar (Fleischbällchen), Schnitzel, Burger-Patties und Falukorv-Alternativen. Die Qualität ist gut, und die Produkte stehen in der Kühltheke neben dem echten Fleisch. Oumph! (ebenfalls schwedisch) macht texturiertes Sojaprotein in verschiedenen Geschmacksrichtungen: BBQ, Thai, Mexican. Dazu gibt es Beyond Meat und lokale Marken.
Käsealternativen: Veganer Käse ist in Schweden weiter verbreitet als in Deutschland. Violife, Oatly Crème Fraiche-Alternative, veganer Frischkäse und sogar veganer Västerbottenost-Ersatz stehen im Regal. Die Qualität variiert, aber die Oatly-Produkte (Crème Fraiche, Frischkäse) sind geschmacklich überraschend nah am Original.
Vegane Fertiggerichte: Tiefkühlpizzen mit veganem Käse, pflanzliche Nuggets, vegetarische Lasagne und Mikrowellengerichte gibt es bei ICA und Coop. Für den schnellen Hunger im Ferienhaus reicht das Tiefkühlsortiment völlig aus. Die ICA-Eigenmarke hat eine eigene vegane Linie mit dem grünen „Växtbaserat" (pflanzlich) Label.
Was sonst auffällt: Schwedische Supermärkte kennzeichnen vegane und vegetarische Produkte klar mit Symbolen auf der Verpackung. Ein grünes V steht für vegetarisch, „Växtbaserat" oder „Veganskt" für pflanzlich/vegan. Die Kennzeichnung ist konsequent und macht das Einkaufen einfach, auch wenn man die Zutatenliste nicht auf Schwedisch lesen kann.
Traditionelle schwedische Gerichte in vegan
Viele traditionelle schwedische Gerichte lassen sich mit pflanzlichen Zutaten nachbauen. In Restaurants und in Supermärkten findet man diese Versionen immer häufiger:
Vegane Köttbullar: Die schwedischen Fleischbällchen gibt es von Anamma und IKEA (ja, IKEA verkauft vegane Köttbullar auch im Restaurant) in pflanzlicher Version. Aus Erbsenprotein oder Soja, mit Rahmsauce, Kartoffelpüree, Preiselbeeren und eingelegter Gurke serviert. Geschmacklich kommen die besten Versionen erstaunlich nah ans Original. In Restaurants werden vegane Köttbullar oft als „Grönsaksbullar" (Gemüsebällchen) angeboten.
Ärtsoppa (Erbsensuppe): Die traditionelle schwedische Erbsensuppe ist von Natur aus fast vegan, man muss nur die Schweinefleisch-Einlage weglassen. In vielen Restaurants gibt es eine vegetarische Version. Dazu werden Pfannkuchen serviert, die man mit veganer Margarine und Marmelade bestreicht.
Smörgåstårta: Die schwedische Sandwichtorte ist ein Partyklassiker. Traditionell mit Lachs, Garnelen und Mayonnaise geschichtet, gibt es inzwischen vegane Rezepte mit Hummus, geräuchertem Tofu, Avocado und veganem Crème Fraiche. In Stockholmer Delikatessengeschäften kann man vegane Smörgåstårta bestellen.
Hasselbackspotatis: Die Hasselback-Kartoffel (fächerförmig eingeschnittene Ofenkartoffel) ist von Natur aus vegetarisch. Traditionell mit Butter und Paniermehl überbacken, funktioniert sie auch mit Olivenöl und veganem Käse. Ein Klassiker, der auf keiner schwedischen Speisekarte fehlt.
Janssons Frestelse: Dieses Kartoffelgratin mit Anchovis ist eines der wenigen schwedischen Gerichte, die sich schwer veganisieren lassen. Der Geschmack von Kartoffel, Zwiebel, Sahne und Anchovis zusammen ist einzigartig. Es gibt vegane Rezepte mit Nori-Algen als Anchovis-Ersatz, aber ehrlich: das Original ist schwer zu schlagen.
Fika ohne Milch
Die Fika, die schwedische Kaffeepause, ist ein zentraler Teil der schwedischen Kultur. Und sie funktioniert vegan problemlos.
Kaffee: Praktisch jedes Café in Schweden bietet Hafermilch als Alternative an. In vielen Cafés ist Oatly Barista Edition Standard und kostet keinen Aufpreis. Man muss nur sagen „Jag tar en kaffe med havremjölk, tack" (Ich nehme einen Kaffee mit Hafermilch, danke), und bekommt seinen Cappuccino oder Latte ohne tierische Milch.
Kanelbulle (Zimtschnecke): Die klassische schwedische Zimtschnecke enthält Butter und Milch. Aber vegane Zimtschnecken sind inzwischen weit verbreitet. Viele Cafés in Stockholm und Göteborg backen explizit vegane Kanelbullar, die auf der Theke mit „Vegan" gekennzeichnet sind. Geschmacklich gibt es kaum einen Unterschied, wenn sie gut gemacht sind.
Andere Gebäcke: Kardemummabulle (Kardamom-Schnecke), Chokladboll (Schokoladenkugel, oft von Natur aus vegan, da traditionell ohne Ei und mit Margarine gemacht), Havrebollar (Haferkugeln) und viele Kekse sind in veganer Version erhältlich. In spezialisierten veganen Cafés wie Hoppet in Göteborg oder Hagakafeet in Stockholm ist alles auf der Karte pflanzlich.
Ein Tipp: Die Chokladboll (auch Havreboll genannt) ist Schwedens beliebtester Snack zum Kaffee und in der traditionellen Variante oft vegan. Hafer, Kakao, Zucker, Kokosöl und Margarine werden zu Kugeln geformt und in Kokosflocken oder Hagelslag gewälzt. Man findet sie in jedem Café und im Supermarkt. Auf die Zutatenliste achten: manche Fertigversionen enthalten Butter, aber viele sind pflanzlich.
Auf dem Land und im Ferienhaus
In den Großstädten ist pflanzlich essen einfach. Aber wie sieht es auf dem Land aus, in Småland, Dalarna oder Norrland? Die ehrliche Antwort: Es wird etwas schwieriger, aber es ist machbar.
Selbst in kleinen ICA-Nära-Filialen auf dem Land findet man Oatly-Milch, Tofu, Bohnen, Linsen, Nudeln, Reis und Gemüse. Die Auswahl an veganen Fertigprodukten ist kleiner als in der Stadt, aber die Grundlagen für eine pflanzliche Küche sind immer vorhanden. Wenn man vorhat, eine Woche im Ferienhaus zu verbringen, empfehle ich, den Großeinkauf bei einem ICA Maxi oder Coop Extra auf der Durchreise zu erledigen. Dort gibt es die volle Auswahl.
In Restaurants auf dem Land ist die Situation gemischter. Traditionelle Landgasthöfe (Landsbygdens krog) haben oft eine fleischlastige Speisekarte mit Elch, Ren und Husmanskost. Aber fast überall gibt es mindestens eine vegetarische Option, oft eine Pasta oder einen Salat. Explizit vegane Gerichte sind in ländlichen Restaurants seltener, aber man kann fast immer fragen, ob ein Gericht ohne Milchprodukte zubereitet werden kann. Schwedische Gastgeber sind entgegenkommend.
Auf Campingplätzen und in Ferienhausgebieten gibt es oft kleine Restaurants oder Grillhütten, deren Karte auf Würstchen und Pommes beschränkt ist. Hier ist Selbstverpflegung die bessere Wahl. Ein Gaskocher, ein paar Dosen Bohnen und Gemüse vom Markt machen den Unterschied.
Ein Vorteil des Ferienhaus-Urlaubs: Man kann kochen, was man will. Schwedische Ferienhäuser haben fast immer gut ausgestattete Küchen mit Herd, Backofen und Kühlschrank. Mit den Zutaten aus dem Supermarkt (Kartoffeln, Gemüse, Pilze, Kräuter, Knäckebrot, Hummus, Hafermilch) lässt sich eine Woche lang abwechslungsreich vegan kochen. Und wer im Sommer kommt, pflückt Blaubeeren im Wald und Kräuter am Wegesrand, das Jedermannsrecht macht es möglich.
Häufig gestellte Fragen
Ist Schweden ein gutes Reiseziel für Veganer?
Ja, eines der besten in Europa. In den Großstädten Stockholm, Göteborg und Malmö gibt es eine sehr gute Auswahl an veganen Restaurants, Cafés und Supermärkten. Die Sensibilität für pflanzliche Ernährung ist hoch, und man muss sich nie rechtfertigen. Auf dem Land ist die Auswahl kleiner, aber die Grundversorgung ist gegeben.
Bieten schwedische Restaurants vegane Optionen?
In den Städten ja, fast immer. Die meisten Restaurants kennzeichnen vegetarische und vegane Gerichte auf der Karte. Viele gehobene Restaurants bieten ein separates vegetarisches Menü an. Auf dem Land und in traditionellen Gasthöfen ist die Auswahl kleiner, aber eine vegetarische Option gibt es fast überall. Vegane Gerichte kann man oft auf Anfrage bekommen.
Gibt es Hafermilch in jedem Café?
In Stockholm, Göteborg und Malmö praktisch überall. Oatly Barista Edition ist in den meisten Cafés Standard und kostet oft keinen Aufpreis. In kleineren Orten und auf dem Land haben die meisten Cafés zumindest eine Milchalternative. Manche Tankstellencafés und sehr traditionelle Konditoreien könnten eine Ausnahme sein.
Was sind die besten veganen Produkte im schwedischen Supermarkt?
Oatly Barista (Hafermilch für Kaffee), Anamma vegane Köttbullar (Fleischbällchen), Oumph! (texturiertes Sojaprotein), Oatly Crème Fraiche-Alternative und die Chokladbollar (Schokoladenkugeln, oft von Natur aus vegan). Die ICA-Eigenmarke „Växtbaserat" ist preiswert und qualitativ gut.
Kann man im Ferienhaus vegan kochen?
Ja, problemlos. Schwedische Ferienhäuser haben gut ausgestattete Küchen. In jedem Supermarkt bekommt man Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln, Tofu, Hafermilch und pflanzliche Brotaufstriche. Den Großeinkauf am besten bei einem ICA Maxi oder Coop Extra erledigen, da die kleinen Dorfläden ein eingeschränkteres Sortiment haben.
Was bedeutet „Växtbaserat" auf schwedischen Verpackungen?
„Växtbaserat" heißt „pflanzlich basiert" und ist die schwedische Kennzeichnung für pflanzliche Produkte. Man findet das Wort auf Milchalternativen, Fleischersatz, veganem Käse und Fertiggerichten. Produkte mit diesem Label sind in der Regel komplett vegan, aber ein Blick auf die Zutatenliste schadet nie.
Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026





