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Postschiff oder Kreuzfahrt?
Hurtigruten vs. AIDA & Co. im direkten Vergleich

Postschiff oder Kreuzfahrt?

16 Min. Lesezeit

Im Hafen von Bergen lagen sie nebeneinander, und der Unterschied hätte kaum größer sein können. Links die MS Nordnorge, 123 Meter lang, mit abgenutzter Reling und dem Hurtigruten-Logo am Bug. Rechts die AIDAnova, ein schwimmender Stadtteil mit Wasserrutschen auf dem Oberdeck. Zwischen beiden Schiffen klaffte ein Graben, der weit über die Tonnage hinausging. Es waren zwei komplett verschiedene Vorstellungen davon, wie man die norwegische Küste erleben kann.

Ich bin beide Varianten gefahren. Dreimal mit Hurtigruten, einmal mit AIDA, und ich kenne Leute, die auf TUI Mein Schiff oder Costa unterwegs waren. Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, lautet: Was ist besser? Die ehrliche Antwort: Keines von beiden. Es hängt davon ab, was man sucht. Wer Norwegen verstehen will, fährt anders als jemand, der im Urlaub abschalten möchte.

Dieser Vergleich soll keine Wertung sein, sondern eine Entscheidungshilfe. Ich gehe durch Route, Kabinen, Essen, Landgänge und Preise und erkläre, wo die echten Unterschiede liegen. Denn die stecken im Detail.

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Zwei Philosophien auf dem Wasser

Hurtigruten ist kein Kreuzfahrtunternehmen. Die Schiffe fahren seit 1893 als Postschiffe entlang der norwegischen Küste, von Bergen nach Kirkenes und zurück. Elf Tage, 34 Häfen, 2.500 Seemeilen. Die Route dient dem Personen- und Gütertransport. In kleinen Häfen wie Rørvik oder Stamsund steigen Einheimische zu, Paletten mit Lebensmitteln werden geladen, Autos rollen über die Rampe. Das Schiff hält auch um drei Uhr nachts, wenn ein Hafen auf dem Plan steht.

Kreuzfahrtschiffe von AIDA, TUI oder Costa verfolgen ein anderes Ziel. Sie bieten Urlaub auf See mit Unterhaltungsprogramm, Poollandschaften, Restaurants, Shows und Wellnessbereichen. Die Route ist dem Erlebnis an Bord untergeordnet. Man fährt zu den attraktivsten Fjorden, legt in den fotogensten Häfen an und überspringt den Rest. Geiranger, Flåm, Bergen, Tromsø: Das sind die Stationen, die immer wiederkehren.

Hurtigruten Postschiff an der norwegischen Küste mit Bergen im Hintergrund
Hurtigruten: Seit über 130 Jahren die Lebensader der norwegischen Küste (KI-generiert)

Der grundlegende Unterschied liegt im Tempo. Ein Hurtigruten-Schiff fährt langsam, hält oft und gibt den Passagieren Zeit, die Landschaft aufzunehmen. Es gibt keinen Animateur, kein Bühnenprogramm am Abend, keine Wasserrutsche. Dafür steht man an Deck und schaut auf die Lofoten-Wand, während das Schiff durch den Raftsund gleitet. Auf einem Kreuzfahrtschiff kann man dasselbe tun, aber die meisten Passagiere sind beim Mittagsbuffet.

Ich möchte das nicht abwertend meinen. Es sind verschiedene Bedürfnisse, und beide haben ihre Berechtigung. Wer nach einem anstrengenden Arbeitsjahr abschalten will, dem hilft ein Unterhaltungsprogramm. Wer die Küste erleben will, wie die Norweger sie erleben, braucht das Postschiff.

Die Routen im Vergleich

Die klassische Hurtigruten-Route führt von Bergen über Ålesund, Trondheim, die Lofoten und Tromsø bis nach Kirkenes an der russischen Grenze und zurück. 34 Häfen in elf Tagen, wobei die nordwärts fahrenden Schiffe tagsüber andere Abschnitte zeigen als die südwärts fahrenden. Wer die volle Strecke bucht, sieht deshalb auf der Rückfahrt Landschaft, die er auf der Hinfahrt nachts passiert hat.

AIDA und andere Anbieter fahren typischerweise Rundreisen ab Hamburg, Kiel oder Warnemünde. Eine siebentägige Fjordkreuzfahrt umfasst meist vier bis fünf Häfen: Bergen, Geiranger oder Hellesylt, Ålesund und Stavanger. Die Schiffe durchqueren dabei den Geirangerfjord oder den Hardangerfjord als sogenannte scenic cruising Abschnitte, bei denen das Schiff langsam durch den Fjord gleitet, ohne anzulegen. Nordnorwegen mit Tromsø und dem Nordkap gibt es nur auf längeren Routen von zehn bis vierzehn Tagen.

Kartenvergleich der Hurtigruten-Route und typischer Kreuzfahrtrouten entlang Norwegens
Die Hurtigruten-Route deckt die gesamte Küste ab, Kreuzfahrten konzentrieren sich auf Highlights (KI-generiert)

Was das in der Praxis bedeutet: Mit Hurtigruten sieht man Orte, die kein Kreuzfahrtschiff anfährt. Hammerfest, Vardø, Honningsvåg, Finnsnes, Sandnessjøen. Kleine Städte mit 3.000 bis 8.000 Einwohnern, in denen der Hurtigruten-Halt der Höhepunkt des Tages ist. Das Schiff liegt 30 Minuten oder eine Stunde, und wer will, geht von Bord und schlendert durch die Straßen. Auf einer Kreuzfahrt würde man diese Orte nie zu Gesicht bekommen.

Umgekehrt bieten Kreuzfahrtschiffe den Vorteil der internationalen Routenanbindung. Wer Norwegen mit den Shetland-Inseln, Island oder Schottland verbinden will, findet bei AIDA, TUI oder MSC passende Kombinationen. Hurtigruten beschränkt sich auf die norwegische Küste, ergänzt seit einigen Jahren aber Expeditionsreisen nach Spitzbergen, Grönland und in die Antarktis.

Kabinen und Komfort

Die Kabinen auf Hurtigruten-Schiffen sind funktional. In der günstigsten Kategorie (Innenkabine Polar Inside) bekommt man 8 bis 10 Quadratmeter mit zwei Betten, einem kleinen Schrank und einem Bad mit Dusche. Das reicht, aber es ist eng. Wer Platz braucht, bucht eine Außenkabine oder eine der wenigen Suiten, die es auf den neueren Schiffen gibt. Die MS Trollfjord und die MS Midnatsol bieten Kabinen mit 15 bis 20 Quadratmetern und Panoramafenster.

Vergleich einer Hurtigruten-Kabine und einer Kreuzfahrtschiff-Kabine
Kabinen im Vergleich: Hurtigruten setzt auf Funktionalität, Kreuzfahrten auf Komfort (KI-generiert)

Auf einem AIDA-Schiff beginnt die Standardkabine bei 13 bis 16 Quadratmetern mit Balkon. Die Verandakabinen bieten Glasschiebetüren zum Meer, einen kleinen Tisch und zwei Stühle. Suiten auf der AIDAnova haben 30 bis 40 Quadratmeter mit Whirlpool auf dem Balkon. Der Komfortunterschied ist spürbar, und er spiegelt sich auch im Preis wider.

Jenseits der Kabine unterscheiden sich die Schiffe noch stärker. Hurtigruten hat ein Panoramadeck mit Loungesesseln, eine Bar, einen kleinen Fitnessraum und auf manchen Schiffen einen Whirlpool an Deck. Das war es weitgehend. AIDA bietet Pools, Saunalandschaften, Sportbereiche, Kletterwände, Theater, mehrere Bars und Lounges, Kinderclubs und Einkaufsmeilen. Für Familien mit Kindern ist das ein relevanter Unterschied.

Wo Hurtigruten punktet, ist die Atmosphäre an Deck. Die Schiffe sind kleiner, die Passagierzahl liegt bei 300 bis 600 statt 2.000 bis 5.000. Man findet immer einen Platz an der Reling, wenn das Schiff in einen Fjord einfährt. Auf einem großen Kreuzfahrtschiff muss man sich den Aussichtspunkt mit hunderten anderen teilen, und wer zu spät kommt, sieht den Fjord vom Innendeck auf dem Bildschirm.

Verpflegung an Bord

Hurtigruten hat in den letzten Jahren an der Küche gearbeitet. Das Konzept Norway's Coastal Kitchen setzt auf regionale Zutaten, die in den Häfen entlang der Route frisch an Bord kommen. In Trondheim wird Kabeljau geladen, auf den Lofoten Stockfisch, in Tromsø Rentierfleisch. Das Abendessen ist ein Drei-Gänge-Menü mit wechselnder Karte, morgens und mittags gibt es ein Buffet. Die Qualität liegt über dem, was man von einem Arbeitsschiff erwarten würde. Es ist solide, manchmal überraschend gut, gelegentlich durchschnittlich.

Auf AIDA zählt die Vielfalt. Die großen Schiffe haben zehn bis fünfzehn Restaurants, von der Pizzeria über den Steakgrill bis zum asiatischen Spezialitätenrestaurant. Die Buffetrestaurants sind riesig und bieten zu jeder Mahlzeit eine kaum überschaubare Auswahl. Die Spezialitätenrestaurants kosten Aufpreis (150 bis 400 NOK pro Person), bieten dafür aber gehobenes Niveau.

Der Unterschied, den ich am stärksten wahrgenommen habe: Auf Hurtigruten isst man norwegisch. Die Küche erzählt von der Region, durch die man gerade fährt. Auf AIDA isst man international. Das Essen ist gut, aber es könnte auch auf einer Karibikkreuzfahrt serviert werden. Wer nach Norwegen fährt, um norwegisch zu essen, ist auf Hurtigruten besser aufgehoben.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Getränke. Auf Hurtigruten sind Getränke nicht im Preis enthalten. Ein Bier kostet 85 bis 110 NOK, ein Glas Wein 95 bis 130 NOK. Auf AIDA gibt es All-inclusive-Pakete ab etwa 200 NOK pro Tag, die Softdrinks, Bier, Wein und Cocktails abdecken. Über elf Tage kann das einen erheblichen Kostenunterschied ausmachen.

Landgänge und Ausflüge

Hurtigruten bietet an vielen Häfen organisierte Ausflüge an. Ein Besuch des Nidarosdoms in Trondheim, eine Busfahrt zum Nordkap, eine Zodiacfahrt im Trollfjord, eine Hundeschlittenfahrt in Tromsø. Die Preise liegen bei 500 bis 2.500 NOK pro Ausflug. Man kann auch auf eigene Faust losziehen, denn die Schiffe legen direkt im Stadtzentrum an, nicht an einem abgelegenen Containerterminal.

Hurtigruten-Schiff im kleinen Hafen und Kreuzfahrtschiff im großen Hafen
Hurtigruten legt in kleinen Häfen an, Kreuzfahrtschiffe brauchen Tiefwasserterminals (KI-generiert)

Bei Kreuzfahrtanbietern hängt die Qualität der Landgänge stark vom Hafen ab. In Bergen und Stavanger gibt es ein breites Angebot, in Geiranger wird es schnell voll, wenn drei oder vier Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig liegen. Die Tenderboote, mit denen Passagiere an Land gebracht werden, wenn das Schiff nicht anlegen kann, kosten Zeit. Auf Hurtigruten fährt man direkt an den Kai.

Die Liegezeiten unterscheiden sich deutlich. Hurtigruten bleibt in manchen Häfen nur 30 Minuten, in größeren Städten zwei bis vier Stunden. Das reicht für einen Spaziergang, aber nicht für eine ausgedehnte Stadterkundung. Kreuzfahrtschiffe liegen typischerweise sechs bis zehn Stunden in einem Hafen, manchmal einen ganzen Tag. Dafür fahren sie weniger Häfen an.

Ein Vorteil von Hurtigruten, der selten erwähnt wird: Man kann Teilstrecken buchen. Bergen bis Trondheim, Tromsø bis Kirkenes, oder auch nur eine Nacht von Bodø nach Svolvær. Das macht die Schiffe zu einer Art schwimmendem Nahverkehr. Auf einem Kreuzfahrtschiff bucht man die volle Reise, Teilstrecken gibt es nicht.

Kosten und Preisstruktur

Die volle Hurtigruten-Rundreise (Bergen-Kirkenes-Bergen, 11 Tage) kostet in der Innenkabine ab 18.000 NOK pro Person, in der Außenkabine ab 25.000 NOK und in der Suite ab 50.000 NOK. Halbpension (Frühstück und Abendessen) ist im Preis enthalten, Vollpension kostet 3.000 bis 4.000 NOK Aufpreis.

Eine siebentägige AIDA-Fjordkreuzfahrt ab Kiel beginnt bei 8.000 NOK pro Person in der Innenkabine mit Vollpension. Die Balkonkabine liegt bei 12.000 bis 16.000 NOK, die Suite bei 25.000 bis 40.000 NOK. Das All-inclusive-Getränkepaket kommt mit 1.400 bis 2.000 NOK für die gesamte Reise dazu.

Auf den ersten Blick ist die Kreuzfahrt günstiger. Aber der Vergleich hinkt. Hurtigruten fährt elf Tage und legt in 34 Häfen an. AIDA fährt sieben Tage und besucht vier Häfen. Pro Reisetag und pro Hafen gerechnet liegen die Kosten näher beieinander. Hinzu kommt: Die Anreise nach Bergen (Flug oder Zug) kostet extra, während die Kreuzfahrt ab Kiel oder Hamburg ohne Flug funktioniert.

Ausflüge treiben die Kosten auf beiden Seiten nach oben. Wer auf Hurtigruten sechs Ausflüge bucht, zahlt schnell 6.000 bis 10.000 NOK zusätzlich. Auf AIDA sind die Ausflugspreise vergleichbar. Der Unterschied: Auf Hurtigruten kann man viele Häfen problemlos auf eigene Faust erkunden, weil das Schiff zentral liegt. Auf einem Kreuzfahrtschiff braucht man in manchen Häfen die organisierte Abholung.

Für wen eignet sich was?

Hurtigruten passt zu Reisenden, die Norwegen in den Mittelpunkt stellen wollen. Wer die Küste sehen will, die kleinen Orte, das Wetter, die Jahreszeiten, die Lichtstimmungen, der braucht das Postschiff. Es ist langsamer, ruhiger, und die Unterhaltung besteht aus der Landschaft. Die Mitreisenden sind tendenziell älter (55+), naturinteressiert und reiseerfahren. Familien mit kleinen Kindern sieht man selten.

Eine Kreuzfahrt mit AIDA oder TUI eignet sich für alle, die Norwegen als Teil eines Gesamturlaubs erleben wollen. Wer tagsüber die Fjorde sehen und abends ins Theater gehen möchte, wer mit Kindern reist und deren Betreuung braucht, wer Pool und Spa schätzt, der ist auf einem großen Kreuzfahrtschiff richtig aufgehoben. Die Fjorde sind dieselben, ob man sie von einem 120-Meter- oder einem 330-Meter-Schiff betrachtet.

Paare über 60, die zum ersten Mal nach Norwegen fahren, empfehle ich Hurtigruten. Junge Paare und Familien bekommen auf AIDA oder TUI mehr Abwechslung. Alleinreisende finden auf Hurtigruten leichter Anschluss, weil die Schiffe kleiner und die Atmosphäre persönlicher ist. Für Fotografen gibt es ohnehin nur eine Wahl: Hurtigruten, wegen des Deckzugangs und der vielen kleinen Häfen.

AIDA Kreuzfahrtschiff in einem norwegischen Fjord mit steilen Felswänden
Kreuzfahrtschiffe bieten Komfort und Unterhaltung vor der Kulisse der Fjorde (KI-generiert)

Havila Kystruten als Alternative

Seit 2021 teilt sich Hurtigruten die Küstenroute mit Havila Kystruten. Vier neue Schiffe (Havila Capella, Castor, Polaris und Pollux) fahren dieselbe Strecke Bergen-Kirkenes-Bergen und bedienen dieselben 34 Häfen. Die Schiffe sind moderner als die meisten Hurtigruten-Schiffe, mit größeren Kabinen, besserer Isolierung und einem hybriden Antrieb aus LNG und Batterien.

Die Kabinen auf Havila sind durchweg größer als bei Hurtigruten. Eine Standardkabine misst 13 bis 15 Quadratmeter, die Suiten kommen auf 30 Quadratmeter. Die Einrichtung ist skandinavisch-modern, mit hellen Hölzern und großen Fenstern. Das Restaurant setzt wie Hurtigruten auf regionale Küche, aber mit einem etwas moderneren Ansatz.

Preislich liegen Havila und Hurtigruten auf ähnlichem Niveau. Die Innenkabine für die volle Rundreise beginnt bei 17.000 NOK. Der Vorteil von Havila: Die Schiffe sind neu, die Technik ist auf dem neuesten Stand, und die Passagierzahl ist mit 600 bis 700 etwas höher als bei den kleineren Hurtigruten-Schiffen. Der Nachteil: Havila hat weniger Erfahrung, das Ausflugsprogramm ist kleiner, und die Marke ist international weniger bekannt.

Für Reisende, die die Küstenroute fahren wollen, aber neuere Schiffe bevorzugen, ist Havila eine ernsthafte Alternative. Die Route ist identisch, das Erlebnis sehr ähnlich, nur die Verpackung ist moderner.

Häufige Fragen

Wird einem auf Hurtigruten seekrank?

Die Route führt großteils durch geschützte Gewässer zwischen Inseln und Küste. Zwei Abschnitte sind offen und können rau werden: die Überfahrt über den Vestfjord (zwischen Bodø und den Lofoten) und die Strecke um das Nordkap. Die meisten Passagiere haben keine Probleme, aber empfindliche Reisende sollten Reisetabletten dabeihaben. Auf großen Kreuzfahrtschiffen ist die Stabilität generell besser, weil die Schiffe schwerer sind.

Kann man Hurtigruten auch als Teilstrecke buchen?

Ja. Beliebte Teilstrecken sind Bergen-Trondheim (2 Tage), Bergen-Svolvær (3 Tage), Tromsø-Kirkenes (1,5 Tage) und Kirkenes-Bergen (6 Tage, die sogenannte Südroute). Teilstrecken kosten ab 3.000 NOK pro Person mit Übernachtung und Halbpension. Norweger nutzen die Schiffe auch für Einzelstrecken zwischen benachbarten Häfen, etwa Bodø-Stamsund für 400 bis 600 NOK.

Gibt es WLAN auf den Schiffen?

Auf Hurtigruten gibt es WLAN, aber die Verbindung ist in Nordnorwegen oft langsam oder instabil. Streaming funktioniert selten zuverlässig. Auf AIDA und TUI ist das WLAN gegen Aufpreis verfügbar (ab 100 NOK pro Tag für ein Basispaket) und generell stabiler, weil die Schiffe stärkere Satellitenantennen haben.

Wann ist die beste Reisezeit für beide Varianten?

Für Hurtigruten sind Oktober bis Februar ideal wegen der Nordlichter, Juni und Juli wegen der Mitternachtssonne. Kreuzfahrten fahren hauptsächlich von Mai bis September, mit Schwerpunkt Juni bis August. Im Winter bieten AIDA und TUI kaum Norwegenrouten an, weil die Fjorde für große Schiffe weniger gut befahrbar sind und das Wetter rauer wird.

Ist eine Kreuzfahrt umweltfreundlicher als Hurtigruten?

Pro Passagier gerechnet verbraucht ein großes Kreuzfahrtschiff weniger Treibstoff, weil es mehr Menschen transportiert. Allerdings sind Hurtigruten und Havila bei der Umstellung auf sauberere Antriebe weiter. Havila fährt mit LNG und Batterie, Hurtigruten rüstet auf Hybridantrieb um. Die großen Kreuzfahrtanbieter setzen zunehmend auf LNG, aber die meisten Schiffe fahren noch mit Schweröl oder Marinediesel.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026