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Hurtigruten Häfen
Alle 34 Stopps von Bergen bis Kirkenes im Überblick

Hurtigruten Häfen

16 Min. Lesezeit

Das Schiff legte in Rørvik an, einem Ort mit 3.500 Einwohnern, den ich vorher nicht einmal auf der Karte gefunden hatte. Es war sechs Uhr morgens, der Himmel schimmerte rosa, und am Kai stand ein Mann mit einem Gabelstapler, der Paletten auf das Schiff lud. Fünfzehn Minuten Liegezeit, dann fuhr das Schiff weiter. Das war einer der 34 Häfen auf der Hurtigruten-Route, und ich hätte ihn verpasst, wenn mein Wecker nicht geklingelt hätte.

Die Hurtigruten legen auf dem Weg von Bergen nach Kirkenes an 34 Häfen an. Manche sind große Städte mit mehrstündigem Aufenthalt, andere winzige Küstenorte, an denen das Schiff kaum zum Stehen kommt. Jeder Hafen hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Geschichte. Dieser Artikel beschreibt alle 34 Stopps, von Süd nach Nord, mit Informationen zu Liegezeiten, Sehenswürdigkeiten und dem, was man in der verfügbaren Zeit unternehmen kann.

Die Route im Überblick

Die klassische Hurtigruten-Route erstreckt sich über 2.500 Seemeilen (etwa 4.600 Kilometer) von Bergen im Südwesten bis Kirkenes im Nordosten. Nordwärts dauert die Fahrt sechseinhalb Tage, südwärts fünf Tage. Die Fahrt nach Süden ist kürzer, weil die Liegezeiten in den Häfen verkürzt sind und einige Häfen nur in einer Richtung angelaufen werden.

Die 34 Häfen verteilen sich auf sechs Regionen: Westnorwegen von Bergen bis Kristiansund, Trøndelag rund um Trondheim, die Helgelandsküste bis zum Polarkreis, die Inselgruppen Lofoten und Vesterålen, Nordnorwegen von Tromsø bis Hammerfest und die Finnmark bis Kirkenes. Jede Region hat ihren eigenen Charakter, von den milden Fjorden des Westens bis zur kargen Arktis im Norden.

Ein Hinweis: Die Reihenfolge der Häfen und die Liegezeiten variieren je nach Fahrplan und Jahreszeit. Manche Häfen werden nur nachts angelaufen, was bedeutet, dass man im Schlaf durch sie hindurchfährt. Auf der Rückfahrt südwärts kehren sich die Tages- und Nachtanläufe um, sodass man Häfen sieht, die man nordwärts verpasst hat.

Westnorwegen: Bergen bis Kristiansund

Bergen (Hafen 1) ist der Startpunkt der Reise. Das Hurtigruten-Terminal liegt am Nøstekaien, nur wenige Gehminuten vom historischen Hanseviertel Bryggen entfernt. Das Schiff legt um 20:30 Uhr ab. Wer einen Tag vorher anreist, kann den Fischmarkt besuchen, mit der Fløibahn auf den Hausberg fahren und durch die engen Gassen von Bryggen schlendern. Bergen ist mit 285.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens und hat genug zu bieten, um ein ganzes Wochenende zu füllen.

Blick auf den Hafen von Bergen mit Bryggen im Hintergrund
Bergen: Der traditionelle Startpunkt der Hurtigruten-Reise (KI-generiert)

Florø (Hafen 2) wird in der Nacht angelaufen. Die westlichste Stadt Norwegens hat einen hübschen Hafen und ein Küstenmuseum, aber bei einer Liegezeit von 15 Minuten mitten in der Nacht bleibt keine Zeit zum Erkunden. Wer wach ist, kann auf das Deck gehen und die Lichter der Stadt betrachten.

Måløy (Hafen 3) ist ein Fischerdorf auf der Insel Vågsøy, bekannt für den Måløy-Raid im Zweiten Weltkrieg, bei dem britische Kommandos die deutsche Besatzung angriffen. Die Liegezeit beträgt 15 Minuten. Hier passiert das Schiff die Passage unter der Måløybrücke, die mit 1.224 Metern Spannweite stark ist.

Torvik (Hafen 4) liegt auf der Insel Leinøy und hat knapp 700 Einwohner. Ein Ort, den man ohne die Hurtigruten nie besuchen würde. Fünfzehn Minuten Aufenthalt, genug für einen Blick auf die Küstenlandschaft.

Ålesund (Hafen 5) ist das erste Highlight. Die Stadt wurde nach einem Großbrand 1904 vollständig im Jugendstil wiederaufgebaut und gehört zu den architektonisch interessantesten Orten Norwegens. Das Schiff liegt hier je nach Fahrplan eineinhalb bis drei Stunden. In dieser Zeit schafft man den Aufstieg auf den Hausberg Aksla (418 Stufen) und wird mit einem Panoramablick über die Stadt und die vorgelagerten Inseln belohnt.

Jugendstilhäuser am Hafen von Ålesund
Ålesund: Jugendstilarchitektur am Wasser, einer der schönsten Häfen der Route (KI-generiert)

Molde (Hafen 6) wird "die Stadt der Rosen" genannt und liegt am Moldefjord mit Blick auf 222 Gipfel der Romsdalsalpen. Bei klarem Wetter ist dieses Panorama überwältigend. Die Liegezeit beträgt etwa 30 Minuten. Molde ist außerdem Ausgangspunkt für Ausflüge zur Atlantikstraße, einer der berühmtesten Autostraßen der Welt.

Kristiansund (Hafen 7) ist eine Stadt auf vier Inseln, verbunden durch Brücken und eine Unterwassertunnel. Die Stadt ist das Zentrum der norwegischen Klippfischindustrie, und der getrocknete Kabeljau (Klippfisk) ist ein wichtiges Exportgut. Bei einer Liegezeit von etwa einer Stunde kann man durch die Altstadt auf der Insel Innlandet spazieren.

Trøndelag: Trondheim und Umgebung

Trondheim (Hafen 8) ist mit einer Liegezeit von etwa vier Stunden einer der Höhepunkte der Route. Die drittgrößte Stadt Norwegens war im Mittelalter die Hauptstadt des Landes und Krönungsort der norwegischen Könige. Der Nidarosdom, Skandinaviens größte mittelalterliche Kathedrale, ist das Wahrzeichen. Er wurde ab 1070 über dem Grab des Heiligen Olav errichtet und ist bis heute ein Wallfahrtsort.

Neben dem Dom lohnt sich ein Spaziergang durch Bakklandet, ein Viertel mit bunten Holzhäusern und der berühmten Trampe, dem einzigen Fahrradlift der Welt. Die Speicherhäuser am Fluss Nidelva, die auf Holzpfählen im Wasser stehen, sind ein beliebtes Fotomotiv. Wer Zeit hat, kann auch die alte Festung Kristiansten besichtigen, die auf einem Hügel über der Stadt thront.

Rørvik (Hafen 9) liegt am Eingang zum Trondheimsfjord und hat ein interessantes Küstenkulturzentrum. Die Liegezeit ist kurz, aber der Blick vom Schiff auf die Schärenlandschaft ist es wert, früh aufzustehen.

Helgelandsküste und Polarkreis

Brønnøysund (Hafen 10) liegt an der Helgelandsküste, einer der landschaftlich schönsten Abschnitte der gesamten Route. In der Nähe ragt der Torghatten aus dem Meer, ein Berg mit einem natürlichen Loch, das man hindurchsehen kann. Die Sage erzählt, dass ein Troll einen Pfeil durch den Berg schoss. Geologisch ist das Loch durch Erosion während der Eiszeit entstanden. Bei gutem Wetter organisiert Hurtigruten einen Ausflug zum Torghatten.

Sandnessjøen (Hafen 11) ist der Ausgangspunkt für die Sieben Schwestern (De syv søstre), eine Reihe von sieben Berggipfeln, die wie Zacken einer Krone aus dem Meer ragen. Bei der Vorbeifahrt sieht man sie vom Schiff aus, und bei gutem Licht bieten sie ein wildes Fotomotiv.

Nesna (Hafen 12) und Ørnes (Hafen 13) sind kleine Küstenorte mit kurzen Aufenthalten. In der Nähe von Ørnes liegt der Svartisen-Gletscher, der zweitgrößte Gletscher Norwegens. Bei klarem Wetter sieht man seine blaue Eiszunge vom Schiff aus.

Zwischen Ørnes und Bodø überquert das Schiff den Polarkreis bei 66 Grad 33 Minuten nördlicher Breite. An Bord wird das mit einer kleinen Zeremonie gefeiert. Im Winter gießen die Passagiere einen Löffel Lebertran herunter, eine alte Tradition, die an die harten Bedingungen im Norden erinnern soll.

Bodø (Hafen 14) ist die größte Stadt in Nordland und das Tor zu den Lofoten. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und in den 1950er Jahren im funktionalistischen Stil wiederaufgebaut. Die Liegezeit beträgt etwa drei Stunden. Sehenswert ist das Norwegische Luftfahrtmuseum und der Gezeitenstrom Saltstraumen, der stärkste Mahlstrom der Welt, etwa 30 Kilometer südöstlich der Stadt.

Lofoten und Vesterålen

Stamsund (Hafen 15) auf den Lofoten ist ein kleines Fischerdorf mit farbenfrohen Rorbuer (Fischerhütten) am Hafen. Die Lofotenwand, eine Kette aus steilen, spitzen Bergen, erhebt sich direkt aus dem Meer und bildet eine Kulisse, die selbst erfahrene Reisende sprachlos macht. Stamsund wird je nach Fahrplan nachts oder am frühen Morgen angelaufen.

Svolvær (Hafen 16) ist die inoffizielle Hauptstadt der Lofoten. Hier hat das Schiff eine längere Liegezeit, die für einen Spaziergang durch den Ort reicht. Das Magic Ice Lofoten, eine Bar aus Eis, ist eine skurrile Attraktion. Anspruchsvoller: der Aufstieg auf die Svolvær-Geita, einen markanten Felsnadel, der allerdings Klettererfahrung erfordert.

Stokmarknes (Hafen 17) auf den Vesterålen ist der Geburtsort der Hurtigruten. Hier steht das Hurtigruten-Museum mit der ausgemusterten MS Finnmarken, einem Schiff aus den 1950er Jahren, das man besichtigen kann. Richard With, der Gründer der Hurtigruten, stammte aus Stokmarknes.

Sortland (Hafen 18) wird "die blaue Stadt" genannt, weil viele Gebäude in verschiedenen Blautönen gestrichen sind. Das geht auf ein Kunstprojekt aus den 1990er Jahren zurück. Die Liegezeit ist kurz, aber die blauen Fassaden fallen vom Schiff aus auf.

Risøyhamn (Hafen 19) und Harstad (Hafen 20) vervollständigen den Vesterålen-Abschnitt. Harstad hat mit 25.000 Einwohnern eine gewisse Größe und bietet die Trondenes Kirche, eine der nördlichsten mittelalterlichen Steinkirchen der Welt.

Finnsnes (Hafen 21) liegt am Festland gegenüber der Insel Senja, die oft als "Lofoten im Kleinformat" bezeichnet wird. Von hier aus führt eine Brücke auf die Insel.

Nordnorwegen: Tromsø bis Hammerfest

Hafen von Tromsø mit der Eismeerkathedrale im Hintergrund
Tromsø: Das Tor zur Arktis und einer der wichtigsten Stopps der Hurtigruten (KI-generiert)

Tromsø (Hafen 22) ist die größte Stadt in Nordnorwegen und nennt sich selbst "das Tor zur Arktis". Hier liegt das Schiff mehrere Stunden, und es lohnt sich, die Zeit zu nutzen. Die Eismeerkathedrale (Ishavskatedralen) mit ihrer markanten dreieckigen Silhouette ist das Wahrzeichen. Das Polarmuseum erzählt von den Expeditionen Roald Amundsens und Fridtjof Nansens. Und die Ølhallen, die älteste Kneipe der Stadt, zapft lokales Bier von der Mack-Brauerei.

Im Winter ist Tromsø einer der besten Orte in Europa, um Nordlichter zu sehen. Im Sommer scheint hier von Mitte Mai bis Ende Juli die Mitternachtssonne. Die Seilbahn auf den Storsteinen bietet zu jeder Jahreszeit einen überwältigenden Blick über die Stadt und die umliegenden Inseln und Berge.

Skjervøy (Hafen 23) ist ein Fischerort auf einer Insel in der Kvænangen. Im Winter ziehen hier Buckelwale und Orcas durch die Fjorde, angelockt von den Heringsschwärmen. Mit etwas Glück sieht man sie vom Schiff aus.

Øksfjord (Hafen 24) liegt am Eingang zum Øksfjord und bietet einen Blick auf den Øksfjordjøkelen, den nördlichsten Gletscher des norwegischen Festlands. Kurzer Stopp, aber die Landschaft drumherum ist grandios.

Hammerfest (Hafen 25) beansprucht den Titel der nördlichsten Stadt der Welt, obwohl das offiziell umstritten ist. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht bei ihrem Rückzug vollständig niedergebrannt und danach wieder aufgebaut. Das Museum des Wiederaufbaus dokumentiert diese Geschichte. Die Liegezeit reicht für einen Spaziergang durch die Innenstadt.

Hafen von Hammerfest in der Dämmerung
Hammerfest: Eine der nördlichsten Städte der Welt, wiederaufgebaut nach dem Krieg (KI-generiert)

Havøysund (Hafen 26) liegt auf einer Insel in der Finnmark und ist ein Zentrum der Krabbenfischerei. Königskrabben aus der Barentssee werden hier verarbeitet und in alle Welt exportiert. Wer einen Ausflug bucht, kann frische Königskrabbe direkt am Hafen probieren.

Finnmark: Die letzten Häfen bis Kirkenes

Honningsvåg (Hafen 27) ist der Hafen für das Nordkap, den nördlichsten Punkt des europäischen Festlands, der per Straße erreichbar ist. Hurtigruten bietet einen organisierten Ausflug zum Nordkap an (Preis: etwa 1.600 NOK). Die Fahrt zum Kap dauert 45 Minuten pro Strecke. Oben steht die berühmte Weltkugel, und bei klarem Wetter sieht man das Eismeer bis zum Horizont. Im Winter kann man das Nordkap bei Polarnacht besuchen, was eine ganz eigene Atmosphäre hat.

Kjøllefjord (Hafen 28) und Mehamn (Hafen 29) sind kleine Fischerdörfer in der östlichen Finnmark. Die Landschaft wird zunehmend karg: keine Bäume mehr, nur noch Tundra, Fels und Meer. Mehamn ist der nördlichste Hafen, den die Hurtigruten anlaufen.

Berlevåg (Hafen 30) wurde durch den norwegischen Dokumentarfilm "Heftig og begeistret" über den örtlichen Männerchor bekannt. Der Film gewann zahlreiche Preise und machte den Ort mit seinen 1.000 Einwohnern kurzzeitig weltberühmt. Die Stimmung hier, am äußersten Rand Europas, hat etwas Endgültiges.

Båtsfjord (Hafen 31) ist Norwegens größter Fischereihafen, gemessen an der Anlandemenge. Hier wird ein Großteil des norwegischen Kabeljaus angelandet und verarbeitet. Die Liegezeit ist kurz.

Vardø (Hafen 32) ist die östlichste Stadt Norwegens, weiter östlich als Istanbul und Kairo. Die Festung Vardøhus aus dem 14. Jahrhundert ist die nordöstlichste Festung der Welt. Am Hafen steht das Steilneset-Denkmal, entworfen von der Künstlerin Louise Bourgeois und dem Architekten Peter Zumthor, das an die 91 Menschen erinnert, die in der Finnmark im 17. Jahrhundert als Hexen verbrannt wurden.

Vadsø (Hafen 33) hat eine starke finnische Prägung. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Finnen (Kvenen) in die Finnmark ein, und ihre Spuren sind bis heute sichtbar. Das Kvenske-Museum dokumentiert diese Geschichte. Am Hafen steht ein Luftschiffmast, von dem aus Roald Amundsen und Lincoln Ellsworth 1926 mit dem Luftschiff "Norge" zum Nordpol aufbrachen.

Hurtigruten-Schiff im Hafen von Kirkenes
Kirkenes: Der Wendepunkt der Hurtigruten-Reise, nahe der russischen Grenze (KI-generiert)

Kirkenes (Hafen 34) ist der Endpunkt der Route. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von der russischen und der finnischen Grenze entfernt. Hier dreht das Schiff um und fährt zurück nach Bergen. Wer die volle Rundreise macht, hat in Kirkenes einige Stunden Aufenthalt. Im Winter kann man Hundeschlittenfahrten oder Schneemobiltouren buchen. Im Sommer lohnt sich der Besuch des Grenzlandmuseums, das die wechselvolle Geschichte dieser Region an der Schnittstelle dreier Länder erzählt.

Liegezeiten und Landgänge: So nutzt ihr die Stopps

Die Liegezeiten variieren stark. In den großen Städten wie Trondheim, Tromsø und Bergen (auf der Rückfahrt) liegt das Schiff mehrere Stunden. In den kleinen Häfen sind es oft nur 15 bis 30 Minuten, gerade genug, um kurz an Land zu gehen, die Luft zu schnappen und vielleicht ein Foto zu machen.

An Bord wird jeden Abend der Fahrplan für den nächsten Tag ausgelegt. Dort stehen die exakten Ankunfts- und Abfahrtszeiten für jeden Hafen. Ich empfehle, diesen Plan am Abend zu studieren und sich den Wecker zu stellen, wenn ein interessanter Hafen nachts oder früh morgens angelaufen wird. Stamsund auf den Lofoten zum Beispiel wird nordwärts oft nachts angelaufen. Die Lofotenwand im Mondlicht zu sehen, ist den Schlafentzug wert.

Hurtigruten bietet an den wichtigsten Häfen organisierte Landausflüge an. Zum Nordkap, zum Trollfjord und zum Svartisen-Gletscher gibt es geführte Touren, die rechtzeitig an Bord gebucht werden können. Die Preise liegen zwischen 600 und 2.500 NOK pro Person, je nach Dauer und Aufwand. In den größeren Städten (Trondheim, Tromsø, Bergen) lohnt es sich aber auch, auf eigene Faust loszuziehen. Die Häfen liegen zentral, und man findet sich schnell zurecht.

Ein letzter Tipp: Das Schiff wartet nicht. Wenn die Abfahrtszeit erreicht ist, legt es ab, egal ob alle Passagiere an Bord sind. In den kleinen Häfen mit 15 Minuten Liegezeit sollte man das Schiff im Blick behalten. In den großen Häfen mit mehrstündigem Aufenthalt ist das weniger kritisch, aber auch hier gilt: Rechtzeitig zurück sein. Wer das Schiff verpasst, muss auf eigene Kosten zum nächsten Hafen reisen und dort wieder zusteigen.

Häufige Fragen

Welche Häfen sind die Highlights der Route?

Bergen als Startpunkt, Ålesund mit seiner Jugendstilarchitektur, Trondheim mit dem Nidarosdom, Tromsø als Tor zur Arktis und Honningsvåg als Ausgangspunkt für das Nordkap. Diese fünf Häfen haben die längsten Liegezeiten und die meisten Sehenswürdigkeiten.

Kann man an jedem Hafen von Bord gehen?

Grundsätzlich ja. Bei kurzen Liegezeiten von 15 Minuten sollte man aber in der Nähe des Schiffes bleiben. Das Schiff fährt pünktlich ab, und die Gangway wird einige Minuten vor der Abfahrt eingezogen. Bei nächtlichen Stopps ist der Zugang zum Kai manchmal eingeschränkt.

Sieht man auf dem Rückweg andere Häfen als auf dem Hinweg?

Ja. Einige Häfen werden nur in einer Richtung angelaufen. Außerdem kehren sich die Tages- und Nachtanläufe um. Was nordwärts ein Nachtstopp war, wird südwärts ein Tagesstopp und umgekehrt. Deshalb sehen Passagiere auf der Rundreise alle Häfen bei Tageslicht, nur zu unterschiedlichen Zeiten.

Lohnen sich die organisierten Landausflüge?

Für das Nordkap und den Trollfjord auf jeden Fall, weil man diese Ziele auf eigene Faust nicht erreichen kann. In den großen Städten wie Tromsø oder Trondheim kann man gut selbst losziehen. Die Ausflüge kosten zwischen 600 und 2.500 NOK und sollten möglichst früh an Bord gebucht werden, da die Plätze begrenzt sind.

Gibt es an den Häfen Geldautomaten und Geschäfte?

In den größeren Städten ja. In den kleinen Häfen wie Rørvik, Stamsund oder Berlevåg gibt es oft nur einen Kiosk oder gar nichts. In Norwegen bezahlt man aber fast überall mit Karte, auch an den kleinsten Orten. Bargeld ist selten nötig.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026