Hurtigruten Erfahrungsbericht
Mitte Oktober 2024. Ich stehe am Nøstekaien in Bergen, Rucksack auf dem Rücken, Boarding-Pass in der Hand. Vor mir liegt die MS Nordnorge, ein Schiff mit blauem Rumpf und weißen Aufbauten, das so gar nichts von einem Kreuzfahrtriesen hat. Eher ein großes Fährschiff. Kein goldenes Atrium, kein Champagnerempfang, kein Mann im Smoking. Stattdessen ein freundlicher Norweger in Funktionsjacke, der meinen Pass kontrolliert und mich an Bord winkt.
Elf Tage werde ich auf diesem Schiff verbringen. Bergen nach Kirkenes und zurück, die volle Rundreise, 34 Häfen, 4.600 Kilometer Küste. Ich hatte mir viel angelesen, Bewertungen studiert, Preise verglichen. Aber kein Text bereitet einen darauf vor, wie es sich anfühlt, wenn das Schiff abends um halb neun den Hafen von Bergen verlässt und langsam durch den Byfjord gleitet, die Lichter der Stadt hinter einem versinken und die Dunkelheit der offenen See beginnt.
Tag 0: Ankunft in Bergen
Ich bin einen Tag vor der Abfahrt nach Bergen geflogen, von Hamburg aus, Direktflug mit SAS, zwei Stunden. Das hat sich gelohnt. Bergen ist eine Stadt, die man nicht einfach durchrennen sollte. Morgens war ich auf dem Fischmarkt, habe Garnelen gekauft und am Hafen gegessen. Dann durch die Bryggen geschlendert, das alte Hanseviertel mit den schiefen Holzhäusern, die sich aneinanderlehnen wie betrunkene Freunde.
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Nachmittags bin ich mit der Fløibahn auf den Fløyen gefahren, den Hausberg. Von dort sieht man die ganze Stadt, den Hafen, die Inseln und, wenn das Wetter mitspielt, die Berge ringsum. Es hat geregnet, natürlich. Bergen ist die regenreichste Stadt Europas, und mein erster Tag hat diesen Ruf bestätigt. Aber der Regen in Bergen hat etwas Sanftes, er prasselt nicht, er rieselt.
Um 19 Uhr war ich am Terminal. Das Boarding begann eine Stunde vor Abfahrt. Koffer am Check-in abgeben, durch die Sicherheitskontrolle (wie am Flughafen, nur entspannter), Boarding-Pass vorzeigen, Gangway hoch. Fertig. Um 20:30 Uhr löste sich das Schiff vom Kai. Auf dem Achterdeck standen vielleicht zwanzig Passagiere und schauten Bergen beim Kleinerwerden zu.
Die Kabine: Mein Zuhause für 11 Tage
Ich hatte eine Außenkabine auf Deck 5 gebucht, Steuerbordseite, also rechts in Fahrtrichtung. Die Kabine war klein. Zwei Betten nebeneinander, ein winziges Bad mit Dusche (man konnte sich beim Duschen kaum umdrehen), ein Schrank, ein Regal, ein Stuhl. Etwa zehn Quadratmeter. Das Fenster war groß genug, um die Landschaft zu sehen, und das war der entscheidende Unterschied zur Innenkabine.
Die ersten zwei Nächte habe ich mich an das Schaukeln gewöhnt. Zwischen Bergen und Ålesund ist die See offen, und bei Wind spürt man die Wellen. Kein Sturm, kein Seegang, der einem den Magen umdreht, aber ein sanftes Rollen, das mich zunächst wach hielt. Ab der dritten Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein. Das Schaukeln wurde zum Schlaflied.
Was mich überrascht hat: Die Kabine war sauber, aber nicht luxuriös. Die Bettwäsche war gut, das Handtuch dünn. Der Schrank reichte für einen Rucksack mit Kleidung für elf Tage. Steckdosen gab es zwei, europäische Standardstecker. WLAN funktionierte in der Kabine schlecht, im Panorama-Salon besser, aber insgesamt war das Internet auf dem Schiff eine Katastrophe. Wer sich auf E-Mails und Messaging beschränkt, kommt klar. Videotelefonate und Streaming: vergiss es.
Das Essen: Norwegische Küche auf See
Ich hatte Halbpension gebucht: Frühstück und Abendessen. Die Entscheidung war richtig. Das Frühstück war ein skandinavisches Buffet, wie man es aus guten Hotels kennt. Lachs, Hering, Ei in allen Varianten, Käse, Brot, Müsli, Obst. Kaffee und Tee inklusive, allerdings nur beim Frühstück. Zu den anderen Mahlzeiten kostete Kaffee 45 NOK pro Tasse, was mich am Anfang ärgerte, bis ich mich daran gewöhnte.
Das Abendessen war der Höhepunkt des Tages. Ein Buffet mit drei bis vier Hauptgerichten, Vorspeisen, Salat und Dessert. Die Küche legte Wert auf regionale Zutaten. Als wir durch die Lofoten fuhren, gab es Stockfisch und Skrei (Winterkabeljau). In der Finnmark stand Rentiergulasch auf dem Buffet. Der Fisch war fast immer sehr gut, das Fleisch solide, die Desserts gut. Kein Sternerestaurant, aber ehrliche norwegische Küche auf hohem Niveau.
Das Mittagessen habe ich meistens ausgelassen oder mir in den Häfen etwas geholt. In Trondheim bin ich ins Bakklandet gegangen und habe in einem Café Waffeln mit Brunost (braunem Käse) gegessen. In Tromsø gab es Fischsuppe in einem Restaurant am Hafen. Das war günstiger als das Mittag an Bord und hat die Landgänge aufgewertet.
Ein Wort zu den Getränkepreisen: Sie sind hoch. Ein halber Liter Bier kostete 110 NOK (etwa 10 Euro), ein Glas Wein 130 NOK. Ich habe mir am Flughafen in Bergen eine Flasche Whisky im Duty-Free gekauft und abends in der Kabine einen Schluck getrunken, während ich aus dem Fenster schaute. Das war billiger und mindestens genauso schön.
Tag 1 bis 3: Auf dem Weg nach Norden
Am ersten Morgen wachte ich auf, und vor dem Fenster glitt die Küste von Westnorwegen vorbei. Felswände, grüne Hänge, kleine Häuser, die sich an die Berge klammerten. Um sieben Uhr legte das Schiff in Florø an, dem ersten Halt. Ich stand verschlafen an Deck und sah zu, wie Paletten mit Fracht auf das Schiff geladen wurden. Fünfzehn Minuten, dann ging es weiter.
Ålesund erreichten wir am Vormittag. Hier hatte ich zwei Stunden Zeit und bin auf den Aksla gestiegen, 418 Stufen, mit Blick über die Jugendstilstadt und die Inseln davor. Das Licht war weich, die Luft feucht, die Farben gedämpft. Auf dem Rückweg kaufte ich mir in einem Café am Hafen einen Kaffee und ein Zimtbrötchen, beides zusammen 95 NOK.
Am zweiten Tag: Trondheim. Vier Stunden Aufenthalt, die ich gut nutzte. Den Nidarosdom habe ich von außen bewundert (Eintritt 120 NOK, die ich mir sparte), dann durch Bakklandet geschlendert und über die Gamle Bybro (alte Stadtbrücke) gegangen, von der man die bunten Speicherhäuser am Nidelva-Fluss sieht. Trondheim ist eine Stadt, die man zu Fuß erkunden kann, alles liegt nah beieinander.
Zwischen den Häfen verbrachte ich die Zeit im Panorama-Salon, einem Raum mit bodentiefen Fenstern am Bug des Schiffes. Hier saßen die meisten Passagiere: Deutsche und Norweger vor allem, dazu Briten, Amerikaner, ein paar Franzosen. Das Durchschnittsalter lag bei geschätzt 60, aber es gab auch jüngere Paare und Familien. Die Atmosphäre war ruhig, fast meditativ. Kein Lärm, kein Animationsprogramm. Man saß, schaute hinaus und sprach leise miteinander.
Abends im Restaurant fand ich mich an einem Tisch mit einem norwegischen Ehepaar aus Bodø und einem englischen Paar aus Cornwall wieder. Die Norwegerin fuhr die Hurtigruten zum achten Mal. "Jedes Mal ist es anders", sagte sie. "Das Licht, das Wetter, die Gespräche." Ich verstand, was sie meinte, als ich am dritten Abend auf dem Deck stand und zusah, wie die Sonne hinter den Helgeland-Inseln unterging, die Wolken orange und violett, und das Meer so still, dass man sein eigenes Atmen hörte.
Tag 4 und 5: Polarkreis und Nordnorwegen
Am vierten Tag überquerten wir den Polarkreis. Um 7:30 Uhr morgens, bei 66 Grad 33 Minuten nördlicher Breite. Der Kapitän machte eine Durchsage, und auf dem Achterdeck stand ein Crewmitglied mit einem Eimer Eiswasser, das er den Mutigen über den Kopf goss. Eine alte Tradition, die polarkreistaufe. Ich ließ es über mich ergehen. Es war kalt. Sehr kalt. Aber danach fühlte ich mich so wach wie seit Tagen nicht.
In Bodø hatte ich drei Stunden und habe mir ein Fahrrad geliehen, um zum Saltstraumen zu fahren, dem stärksten Gezeitenstrom der Welt. Die 30 Kilometer waren ambitioniert, und ich schaffte es nur bis zur Hälfte, bevor ich umkehren musste, um das Schiff nicht zu verpassen. Den Saltstraumen habe ich von einer Brücke aus gesehen, aus der Ferne, aber die Strudel im Wasser waren selbst von dort eindrucksvoll.
Dann die Lofoten. Die Einfahrt nach Stamsund war der Moment, auf den ich am meisten gewartet hatte. Die Lofotenwand tauchte am Horizont auf, erst als flache Linie, dann immer höher, steiler, zerklüfteter. Die Berge ragten direkt aus dem Meer, ohne Vorwarnung, ohne Übergang. Es sah aus wie eine Kulisse, die jemand hingestellt hatte. Ich stand eine Stunde an Deck und fotografierte, bis mir die Finger abfroren.
Svolvær auf den Lofoten: Kurzer Landgang, genug für einen Kaffee und einen Spaziergang am Hafen. Die bunten Rorbuer spiegelten sich im Wasser. Ein Fischer flickte sein Netz. Es roch nach Meer und nach Stockfisch, der an Holzgestellen trocknete. Das sind die Momente, die man auf keiner Kreuzfahrt erlebt, weil Kreuzfahrtschiffe in Svolvær nicht anlegen können.
Tag 6: Nordlichter über dem Schiff
Tromsø erreichten wir am Abend des fünften Tages. Ich hatte die Eismeerkathedrale besichtigt, im Ølhallen ein lokales Bier getrunken und bin mit der Seilbahn auf den Storsteinen gefahren. Von dort oben sah ich die Stadt unter mir liegen, die Brücken, die Inseln, die Berge. Und am Horizont, kaum sichtbar, einen schwachen grünen Schimmer.
In dieser Nacht, zwischen Tromsø und Hammerfest, passierte es. Um drei Uhr morgens klingelte das Telefon in der Kabine. Der Nordlicht-Weckservice. "Aurora Borealis sichtbar auf dem Achterdeck." Ich zog mich an, Thermounterwäsche, Fleece, Daunenjacke, Mütze, und ging nach oben.
Was ich sah, werde ich nie vergessen. Der gesamte Himmel war in Bewegung. Grüne Bänder zogen über das Firmament, pulsierten, verblassten, kamen zurück. Dann violette Streifen, die durch das Grün schossen. Die Lichter spiegelten sich im Meer, und das Schiff glitt still durch diese Lichtshow, während ringsum nur Dunkelheit war und die Berge am Horizont wie schwarze Zähne aus dem Wasser ragten.
Ich stand anderthalb Stunden draußen. Die Kamera auf einem kleinen Stativ, Langzeitbelichtungen, die meisten verwackelt, weil das Schiff sich trotz Stabilisatoren leicht bewegte. Aber die besten Fotos waren die, die ich gar nicht gemacht habe, die ich einfach nur angeschaut habe. Neben mir stand eine ältere Frau aus Stuttgart, die leise weinte. "Ich wollte das mein ganzes Leben sehen", sagte sie. Ich verstand sie gut.
Tag 7: Kirkenes und der Wendepunkt
Am siebten Tag erreichten wir Kirkenes, den nördlichsten und östlichsten Punkt der Reise. Die Stadt liegt nur sieben Kilometer von der russischen Grenze entfernt, weiter östlich als Istanbul. Es war kalt, minus acht Grad, der Boden gefroren. Der Himmel war grau, und es roch nach Schnee.
Ich hatte einen Ausflug zur Schneekrabben-Safari gebucht (1.800 NOK). Wir fuhren mit dem Bus zum Pasvik-Tal, stiegen in Boote und fuhren auf den Fjord hinaus, wo die Krabben in Reusen gefangen wurden. Königskrabben, so groß wie Wagenräder, mit Beinen, die einen halben Meter lang waren. Anschließend wurden sie frisch zubereitet und serviert. Das war mit Abstand das beste Essen der gesamten Reise.
Am Nachmittag drehte das Schiff um. Die Rückfahrt begann. Und hier passierte etwas Merkwürdiges: Die zweite Hälfte der Reise fühlte sich völlig anders an als die erste. Häfen, die man nordwärts nachts passiert hatte, sah man jetzt bei Tageslicht. Die Perspektive änderte sich. Honningsvåg und das Nordkap, die wir nordwärts in der Dunkelheit passiert hatten, lagen jetzt im Dämmerlicht des Oktobermorgens vor uns. Die Klippe des Nordkaps, 307 Meter hoch, ragte aus dem Nebel.
Tag 8 bis 11: Die Rückfahrt nach Süden
Die Rückfahrt war ruhiger. Viele Passagiere, die nur die Nordfahrt gebucht hatten, waren in Kirkenes von Bord gegangen. Neue Passagiere kamen dazu, darunter viele Norweger, die das Schiff als Transportmittel nutzten. Ein Handwerker aus Hammerfest, der nach Bergen musste. Eine Familie aus Tromsø, die Verwandte in Trondheim besuchte. Das Schiff wurde zum Linienschiff, was es ja im Kern auch ist.
In Tromsø, diesmal auf der Südfahrt, hatte ich erneut mehrere Stunden und nutzte die Zeit anders als beim ersten Mal. Ich ging ins Polaria, ein Erlebniszentrum über die Arktis, und schaute mir den Panoramafilm an. Danach schlenderte ich durch die Storgata, die Haupteinkaufsstraße, und kaufte in einem Outdoorladen Handschuhe, weil meine für die Temperaturen nicht warm genug waren (649 NOK für ein Paar gefütterte Handschuhe, Norwegen-Preise).
Die letzten Tage auf dem Schiff hatten einen melancholischen Unterton. Man gewöhnt sich an dieses Leben an Bord: Morgens aufstehen, Frühstück, an Deck gehen, die Küste beobachten, mittags in einem Hafen an Land gehen, abends essen, reden, schlafen. Der Rhythmus des Schiffes wird zum eigenen Rhythmus. Und dann merkt man, dass es bald vorbei ist.
Am zehnten Tag fuhren wir wieder durch die Fjorde Westnorwegens. Die Herbstfarben leuchteten in der Nachmittagssonne, orange und rot und gold, und die Berge spiegelten sich im Wasser. Im Panorama-Salon war es still. Alle schauten hinaus. Niemand sprach.
Am elften Morgen legte das Schiff um 14:30 Uhr in Bergen an. Ich ging von Bord, den Rucksack auf dem Rücken, und stand am Kai, während die MS Nordnorge hinter mir Fracht lud, Passagiere aufnahm und sich auf die nächste Fahrt vorbereitete. In ein paar Stunden würde sie wieder ablegen, nach Norden, wie sie es seit 1893 tut.
Mein Fazit: Für wen lohnt sich die Hurtigruten?
Die Hurtigruten sind keine Kreuzfahrt. Wer Pooldecks, Shows, Casinos und Animationsprogramme erwartet, wird enttäuscht. Das Schiff ist ein Transportmittel, das zufällig auch Touristen mitnimmt. Die Unterhaltung besteht aus der Landschaft, den Häfen und den Gesprächen mit anderen Passagieren. Wer damit nichts anfangen kann, sollte anders reisen.
Für alle anderen ist die Hurtigruten eine der intensivsten Reiseerfahrungen, die Europa zu bieten hat. Man sieht Norwegen von einer Seite, die Autofahrer und Wanderer nie erleben: von der Seeseite, langsam, in allen Lichtstimmungen, bei jedem Wetter. Man kommt an Orte, die kein Reiseführer erwähnt, und trifft Menschen, die man im Flugzeug nie treffen würde.
Die Kabine war in Ordnung, das Essen gut, die Crew freundlich und kompetent. Das WLAN war schlecht, aber das empfand ich nach drei Tagen als Segen. Die Preise sind hoch, aber für elf Tage Unterkunft, Verpflegung und Transport durch eines der schönsten Länder der Welt vertretbar.
Würde ich es wieder machen? Ja. Im Sommer, mit Mitternachtssonne. Und dann würde ich eine Innenkabine nehmen und das gesparte Geld in Landausflüge investieren. Die Landschaft sieht man an Deck, nicht durch das Kabinenfenster. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis meiner elf Tage auf der Hurtigruten.
Häufige Fragen
Wird man auf der Hurtigruten seekrank?
Auf offener See kann es unruhig werden, besonders zwischen Bergen und Ålesund und bei den Lofoten. In den Fjorden und geschützten Gewässern ist das Meer ruhig. Ich hatte auf der gesamten Reise eine leicht unruhige Nacht (auf der offenen See vor Ålesund) und keine Probleme sonst. Reisetabletten vorbeugend nehmen, falls man empfindlich ist.
Reicht die Halbpension oder braucht man Vollpension?
Halbpension reicht. Das Frühstück und Abendessen sind reichhaltig, und mittags kann man in den Häfen essen oder sich Snacks mitbringen. Vollpension lohnt sich nur, wenn man das Schiff kaum verlassen und sich um nichts kümmern möchte.
Wie gut ist das WLAN an Bord?
Schlecht. In den Fjorden und an der nordnorwegischen Küste ist die Mobilfunkabdeckung lückenhaft, und das Schiffs-WLAN nutzt Satellit. Für E-Mails und Textnachrichten reicht es, für Streaming, Videoanrufe oder große Downloads nicht. Am besten betrachtet man die Reise als digitale Auszeit.
Lohnt sich die Rundreise oder reicht die einfache Fahrt?
Beide Varianten haben ihren Reiz. Die einfache Nordfahrt dauert sechseinhalb Tage und zeigt die Küste in einer Richtung. Die Rundreise mit 11 Tagen hat den Vorteil, dass man Häfen, die nordwärts nachts passiert wurden, auf der Rückfahrt bei Tageslicht sieht. Wer die Zeit hat, sollte die Rundreise machen. Wer kürzer reisen will, kann die Nordfahrt nehmen und von Kirkenes zurückfliegen.
Was braucht man auf der Packliste?
Warme, wind- und wasserdichte Kleidung, auch im Sommer. Für den Winter: Thermounterwäsche, Daunenjacke, Mütze, Handschuhe, warme Socken. Ein Fernglas für Wildtierbeobachtungen. Ein kleines Stativ für Nordlichtfotos. Bequeme Schuhe für Landgänge. Und ein gutes Buch, denn WLAN gibt es kaum.
Gibt es einen Nordlicht-Weckservice?
Ja. Man kann sich an der Rezeption für den Nordlicht-Weckservice anmelden. Wenn Nordlichter gesichtet werden, klingelt nachts das Telefon in der Kabine. Das hat bei mir funktioniert und war der Höhepunkt der Reise. Einfach anmelden und das Telefon anlassen.
Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026