Hunderfossen Familienpark
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Als wir zum ersten Mal den riesigen Troll am Eingang von Hunderfossen sahen, blieb unser Vierjähriger stehen und flüsterte: "Ist der echt?" Der Troll ist 14 Meter hoch, hat wilde Augen und hält einen Kiefernstamm in der Hand. Natürlich ist er nicht echt. Aber in Hunderfossen verwischt die Grenze zwischen Märchen und Wirklichkeit so gekonnt, dass man als Erwachsener manchmal selbst kurz zweifelt.
Hunderfossen Familienpark liegt zehn Kilometer nördlich von Lillehammer am Ufer des Flusses Gudbrandsdalslågen. Der Park wurde 1984 eröffnet und hat sich seitdem zum beliebtesten Familienpark in der Region Innlandet entwickelt. Was ihn von anderen Freizeitparks unterscheidet: Hunderfossen baut sein gesamtes Konzept auf norwegische Märchen und Sagen auf. Trolle, Prinzessinnen, Waldgeister und Fabelwesen begegnen einem überall. Das ist kein Disney-Abklatsch, sondern kommt direkt aus der norwegischen Erzähltradition.
Ich finde, das macht den Park ehrlicher als viele Konkurrenten. Statt globaler Lizenzfiguren setzt Hunderfossen auf Geschichten, die seit Jahrhunderten in norwegischen Stuben erzählt werden. Die Trolle kommen aus Asbjørnsen und Moes Märchensammlung, die Figuren aus der norwegischen Folklore. Für Kinder zwischen 3 und 10 Jahren ist das ein Volltreffer. Für ältere Kinder und Erwachsene gibt es genug Fahrgeschäfte, um den Tag spannend zu halten.
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Der größte Troll Norwegens
Der Troll am Eingang ist das Wahrzeichen von Hunderfossen und der grösste Troll Norwegens. Mit seinen 14 Metern überragt er alles im Park. Er wurde aus Beton und Stahl gebaut, sieht aber dank der Bemalung und des moosigen Felsimitats verblüffend natürlich aus. Kinder stellen sich zwischen seine Füsse und lassen sich fotografieren. Erwachsene auch.
In der norwegischen Mythologie sind Trolle keine niedlichen Figuren. Sie sind wild, unberechenbar, manchmal gefährlich und immer ungeschlacht. Hunderfossen nimmt diese Tradition ernst. Die Trolle im Park sehen nicht süss aus. Sie haben knorrige Nasen, verfilzte Haare und misstrauische Augen. Das ist gewollt. Norwegische Kinder wachsen mit diesen Geschichten auf und wissen, dass Trolle zwar bedrohlich wirken, aber meistens dumm genug sind, um überlistet zu werden.
Im gesamten Park verteilt stehen weitere Trolle. Manche verstecken sich hinter Bäumen, andere sitzen auf Felsen oder lauern unter Brücken. Das ergibt eine Art Schnitzeljagd, bei der Kinder versuchen, alle Trolle zu finden. Eine Karte mit den Standorten gibt es an der Kasse, aber die meisten Kinder wollen selbst suchen. Bei unserem letzten Besuch haben wir 17 gefunden, es sollen über 20 sein.
Was mich persönlich überzeugt: Die Trolle sind nicht nur Dekoration. In der Trollhöhle, einer begehbaren Grotte im hinteren Teil des Parks, werden die Geschichten erzählt, die zu den Figuren gehören. Eine Audioinstallation (auf Norwegisch und Englisch) führt durch verschiedene Räume, in denen Trolle in lebensechten Szenen dargestellt sind. Die Beleuchtung wechselt, Geräusche kommen aus allen Richtungen. Kleine Kinder können sich erschrecken, also vorher kurz reinschauen.
Attraktionen und Fahrgeschaefte
Hunderfossen hat über 60 Attraktionen und Fahrgeschäfte. Die Bandbreite reicht vom Kleinkinder-Karussell bis zur Achterbahn mit Loopings. Die Achterbahn "Il Tempo Extra Gigante" ist die grösste Attraktion für Adrenalinsuchende: 800 Meter Strecke, mehrere Inversionen und eine Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h. Das reicht nicht an große europäische Achterbahnen heran, ist aber für einen Familienpark ordentlich.
Die Wildwasserbahn "Trollfossen" führt durch eine Trolllandschaft mit animierten Figuren, bevor es am Ende sechs Meter in die Tiefe geht. Nass wird man garantiert. Im Sommer ist das willkommen, im Frühling weniger. Wechselkleidung einpacken oder einen Regenponcho kaufen (50 NOK am Kiosk).
Für mittlere Altersgruppen empfehle ich die Sommerrodelbahn. Sie schlängelt sich den Hang hinunter, man steuert die Geschwindigkeit selbst über einen Bremshebel. Kinder ab 110 cm dürfen allein fahren, kleinere mit einem Erwachsenen zusammen. Die Bahn macht Spass, und die Wartezeiten sind kürzer als bei der Achterbahn.
Der Park hat auch ruhigere Attraktionen. Ein Riesenrad mit Blick über das Gudbrandsdal, eine Ponyreitbahn, ein Kletterpark in den Bäumen und mehrere Spielplätze. Besonders gut gefällt mir der Wasserspielplatz, auf dem Kinder mit Schleusen, Pumpen und Kanälen das Wasser lenken können. Dort verbringen Dreijährige problemlos eine Stunde.
Eine Besonderheit ist die "Trollsk" Show, eine Live-Aufführung mit norwegischen Märchenfiguren. Die Show findet mehrmals täglich im Freilufttheater statt und dauert etwa 30 Minuten. Schauspieler in aufwendigen Kostümen spielen Trollgeschichten nach. Das Ganze ist auf Norwegisch, aber die Handlung ist so visuell, dass Sprachbarrieren kaum stören.
Das Maerchenschloss Eventyrslottet
Das Eventyrslottet (Märchenschloss) ist für viele Kinder der Höhepunkt des Besuchs. Es ist ein begehbares Schloss im norwegischen Holzstil, in dem Szenen aus norwegischen Volksmärchen nachgestellt sind. Man geht von Raum zu Raum und erlebt Geschichten über Prinzessinnen, die Trolle überlisten, über schlaue Bauernkinder und über die drei Ziegenböcke Bruse, die über die Trollbrücke müssen.
Die Räume sind mit einer Liebe zum Detail gestaltet, die mich bei jedem Besuch überrascht. Holzschnitzereien, handgemalte Wandbilder, mechanische Figuren, die sich bewegen und sprechen. Die Beleuchtung ist gedämpft, Kerzenschein-Imitate flackern, und leise Musik spielt im Hintergrund. Es fühlt sich an wie ein kleines Museum, nicht wie eine Jahrmarktattraktion.
Im Erdgeschoss des Schlosses gibt es eine Werkstatt, in der Kinder Trollmasken basteln, Kronen vergolden oder Schwerter aus Holz bemalen können. Das kostet zwischen 50 und 100 NOK pro Bastelarbeit und ist im Eintrittspreis nicht enthalten. Aber die Masken halten ewig und sind ein besseres Souvenir als die meisten Sachen aus dem Geschenkshop.
Die Geschichte der drei Ziegenböcke Bruse ("De tre bukkene Bruse") ist der norwegische Klassiker schlechthin. Jedes norwegische Kind kennt sie: Drei Ziegenböcke wollen über eine Brücke, unter der ein Troll lebt. Die kleinen Böcke sagen dem Troll, er solle auf den grösseren warten, und der große Bock stösst den Troll am Ende ins Wasser. In Hunderfossen wird diese Geschichte dreidimensional erlebbar, mit einer echten Brücke, einem animierten Troll darunter und Ziegenfiguren, die auf Knopfdruck loslaufen.
Hunderfossen im Winter
Was viele nicht wissen: Hunderfossen ist auch im Winter geöffnet. Der Winterpark hat zwar weniger Fahrgeschäfte (die Achterbahn und die Wildwasserbahn sind geschlossen), dafür kommen andere Attraktionen hinzu. Eisskulpturen, Hundeschlittenfahrten, eine beleuchtete Schneelandschaft und Rentiergehege verwandeln den Sommerpark in eine Winterwelt.
Die Eisskulpturen sind das Kern des Winterangebots. Jedes Jahr werden sie neu geschaffen, von norwegischen und internationalen Künstlern. Die Figuren stellen Szenen aus den Märchen dar, diesmal in Eis. Man geht durch beleuchtete Eisgänge, steht vor zwei Meter hohen Trollköpfen aus klarem Eis und kann sich in Eisstühle setzen. Die Temperaturen in den Eishallen liegen bei minus 5 Grad, also warm anziehen.
Hundeschlittenfahrten dauern zwischen 15 Minuten und einer Stunde. Man sitzt in einem echten Schlitten, der von vier bis sechs Huskys gezogen wird, während ein Guide das Gespann lenkt. Die kürzere Tour kostet etwa 450 NOK pro Person, die lange Tour um die 900 NOK. Für Kinder unter 4 Jahren gibt es Platz im Schlitten auf dem Schoss der Eltern.
Im Dezember gibt es einen Weihnachtsmarkt im Park. Norwegische Handwerker verkaufen Holzarbeiten, Strickwaren und Weihnachtsdekorationen. Es gibt Gløgg (Glühwein), Pølser (Würstchen) und Lefse (norwegische Pfannkuchen). Der Weihnachtsmann hat eine eigene Hütte und empfängt Kinder einzeln. Die Wartezeit kann im Dezember 30 bis 45 Minuten betragen.
Die Kombination aus Winterpark und Lillehammer als Skiort macht Hunderfossen zu einem guten Programmpunkt für Winterurlaube. Morgens Skifahren in Hafjell oder Kvitfjell, nachmittags Hunderfossen. Das funktioniert gut, weil der Winterpark erst um 15 Uhr öffnet und bis 20 Uhr beleuchtet ist.
Mit Kindern im Park
Hunderfossen richtet sich klar an Familien mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren. Diese Altersgruppe wird am besten bedient, und die meisten Attraktionen sind auf sie zugeschnitten. Für Kinder unter 3 gibt es einen abgetrennten Kleinkindbereich mit weichen Spielgeräten, einem Sandkasten und einem Mini-Karussell. Wickelräume sind saüber und gut ausgestattet, Kinderwagen kann man am Eingang für 100 NOK leihen.
Teenager werden sich nach einem halben Tag langweilen, das muss man ehrlich sagen. Die Achterbahn und die Sommerrodelbahn sind für sie interessant, aber das reicht nicht für einen ganzen Tag. Wer mit gemischten Altersgruppen unterwegs ist, sollte Hunderfossen als Halbtagesausflug planen und den Rest des Tages für Lillehammer oder eine Wanderung nutzen.
Essen im Park ist norwegisch-teuer, aber nicht übertrieben. Ein Hotdog kostet 60 NOK, eine Pizza 150 NOK, ein Erwachsenenmenü (Burger, Pommes, Getränk) liegt bei 200 NOK. Es gibt auch gesündere Optionen in der Fjällstue, einem Restaurant im Holzstil, das warme Gerichte wie Elchgulasch (250 NOK) oder Lachssuppe (190 NOK) serviert. Eigenes Essen darf mitgebracht werden, und Picknickplätze gibt es am Fluss.
Die Gehwege im Park sind grösstenteils asphaltiert und kinderwagentauglich. Einige Bereiche, besonders der Trollwald im hinteren Teil, haben Kieswege, die mit großen Kinderwagen schwieriger zu bewältigen sind. Ein Tragetuch oder ein geländegängiger Buggy ist dort praktischer.
Preise, Tickets und Öffnungszeiten
Die Eintrittspreise für Hunderfossen liegen in der Sommersaison bei etwa 559 NOK für Erwachsene und 459 NOK für Kinder zwischen 3 und 13 Jahren. Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt. Online-Tickets sind meist 50 bis 100 NOK günstiger als an der Kasse. Es lohnt sich, die Tickets vorab auf der Website zu kaufen, wegen des Preises, und auch weil die Schlange an der Kasse im Juli lang werden kann.
Familientickets (2 Erwachsene, 2 Kinder) kosten um die 1.800 NOK online. Wer mehrere Tage im Raum Lillehammer bleibt, kann ein Kombi-Ticket mit dem Maihaugen Freilichtmuseum kaufen, das etwa 100 NOK pro Person spart. Der Winterpark ist günstiger, die Preise dort beginnen bei 399 NOK für Erwachsene.
Die Sommersaison läuft von Mitte Juni bis Mitte August täglich, von 10 bis 17 Uhr. Im Juni und August sind die Öffnungszeiten manchmal kürzer. In der Vor- und Nachsaison (Ende Mai, September) öffnet der Park nur an Wochenenden. Der Winterpark öffnet in den norwegischen Winterferien (Februar) und in der Vorweihnachtszeit (Ende November bis kurz vor Weihnachten), meistens nachmittags von 15 bis 20 Uhr.
Mein Tipp: Unter der Woche kommen, möglichst nicht in der norwegischen Fellesferien (Woche 28 bis 30, also Mitte Juli). In diesen drei Wochen haben die meisten norwegischen Familien Urlaub, und der Park ist voll. Montag bis Mittwoch außerhalb der Fellesferien hat man die Fahrgeschäfte praktisch für sich allein.
Anreise und Unterkunft
Hunderfossen liegt an der E6, der Hauptverkehrsader durch Norwegen, etwa 190 Kilometer nördlich von Oslo. Mit dem Auto braucht man rund zwei Stunden. Die Ausfahrt ist ausgeschildert, der Parkplatz kostenlos und gross genug, dass man auch im Sommer einen Platz findet.
Mit dem Zug fährt man von Oslo nach Lillehammer (ca. 2,5 Stunden, Tickets ab 299 NOK bei früher Buchung). Vom Bahnhof Lillehammer gibt es einen Shuttlebus zum Park (in der Sommersaison, 50 NOK pro Person). Alternativ nimmt man ein Taxi für etwa 300 NOK oder den Linienbus Richtung Øyer, der direkt am Park hält.
In der Nähe des Parks gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten. Das Hunderfossen Hotell liegt direkt neben dem Park und bietet Familienzimmer mit Park-Eintritt ab etwa 2.500 NOK pro Nacht für eine Familie mit zwei Kindern. In Lillehammer selbst gibt es günstigere Hotels ab 1.200 NOK pro Nacht und mehrere Campingplätze am Flussufer.
Für Familien, die länger in der Region bleiben, empfehle ich ein Ferienhaus. Im Gudbrandsdal gibt es zahlreiche Hütten (Hytter) zwischen 800 und 1.500 NOK pro Nacht, die als Basis für Tagesausflüge nach Hunderfossen, Lillehammer, Hafjell und in den Jotunheimen Nationalpark dienen.
Vergleich mit anderen norwegischen Parks
Norwegen hat drei große Familienparks: Hunderfossen, den Kristiansand Dyrepark und den Tusenfryd bei Oslo. Jeder hat seinen eigenen Charakter. Hunderfossen setzt auf Märchen und norwegische Kultur. Der Dyrepark kombiniert Zoo und Freizeitpark. Tusenfryd ist ein klassischer Freizeitpark mit den grössten Achterbahnen des Landes.
Für Kinder unter 8 Jahren ist Hunderfossen meiner Meinung nach die beste Wahl. Das Märchenkonzept spricht diese Altersgruppe am stärksten an, und der Park ist überschaubar genug, dass man ihn in einem Tag schafft ohne Stress. Für Kinder zwischen 8 und 14 ist der Dyrepark die bessere Option, weil der Zoo ein zusätzliches Element bietet. Für Teenager und Erwachsene, die Achterbahnen wollen, ist Tusenfryd unschlagbar.
Was Hunderfossen von allen anderen unterscheidet: der Winterpark. Keiner der Konkurrenten hat ein vergleichbares Winterangebot. Wer im Winter in der Region Lillehammer Urlaub macht, hat mit Hunderfossen eine Attraktion, die über das reine Skifahren hinausgeht.
Praktische Tipps
Früh kommen zahlt sich aus. Der Park öffnet um 10 Uhr, und in der ersten Stunde sind die Wartezeiten bei den beliebten Attraktionen am kürzesten. Die Achterbahn und die Sommerrodelbahn füllen sich erst gegen 11 Uhr. Wer die großen Attraktionen zuerst abarbeitet, hat danach den Rest des Tages für die gemütlicheren Bereiche.
Sonnencreme und Regenkleidung einpacken. Das Wetter im Gudbrandsdal wechselt schnell, und der Park hat wenig überdachte Bereiche. Bei Regen werden die Fahrgeschäfte manchmal vorübergehend geschlossen, aber das Märchenschloss und die Trollhöhle sind indoor und dann die besten Anlaufpunkte.
Bargeld wird im Park nicht mehr gebraucht. Alle Kassen akzeptieren Karten und kontaktloses Bezahlen. Wer ein Armband für die Kinder kauft (199 NOK), kann darauf ein Guthaben laden, mit dem die Kinder selbstständig an Kiosken und Spielautomaten bezahlen können. Restguthaben wird am Ende des Tages zurückerstattet.
Fotografieren ist überall erlaubt, und der Park ist dankbar fotogen. Die besten Motive sind der große Troll im Morgenlicht, das Märchenschloss von der Rückseite (weniger Besucher im Bild) und die Sommerrodelbahn von der Brücke aus. Im Winter sind die beleuchteten Eisskulpturen in der blauen Stunde um 16 Uhr am schönsten.
Der Park-Shop am Ausgang verkauft die üblichen Souvenirs, Trolle in allen Grössen, Plüschtiere, T-Shirts. Die Trolle aus Holz (ab 150 NOK) sind handgeschnitzt und ein schönes Mitbringsel. Die Plüschtrolle (ab 250 NOK) sind bei Kindern beliebt, aber qualitativ nicht besser als das, was man in Oslo in Souvenirläden findet.
Haeufige Fragen
Lohnt sich Hunderfossen für Kinder unter 3 Jahren?
Bedingt. Der Kleinkindbereich ist nett, und der Eintritt ist frei. Aber die meisten Attraktionen haben Mindestgrössen von 90 oder 100 cm. Für einen vollen Tag reicht das Angebot für diese Altersgruppe nicht. Als Halbtagesausflug in Kombination mit einem Spaziergang am Fluss kann es trotzdem Spass machen.
Gibt es Informationen auf Deutsch?
Die Beschilderung im Park ist auf Norwegisch und Englisch. Deutsche Informationen gibt es nicht, aber das Personal spricht gut Englisch. Die Shows im Märchenschloss sind auf Norwegisch, der visuelle Charakter macht sie aber auch ohne Sprachkenntnisse verständlich. Die Website hat eine englische Version.
Wie viel Zeit braucht man für einen Besuch?
Für den Sommerpark plane 5 bis 7 Stunden ein, also einen ganzen Tag. Für den Winterpark reichen 3 bis 4 Stunden. Wer beide Bereiche kombinieren möchte (nur im Übergang möglich), sollte zwei Tage einplanen.
Kann man eigenes Essen mitbringen?
Ja. Es gibt mehrere Picknickbereiche im Park, der schönste liegt am Flussufer. Viele norwegische Familien bringen Matpakke (belegte Brote) und Thermoskannen mit Kaffee mit. Grillplätze gibt es ebenfalls, Einweg-Grills kann man im nächsten Supermarkt kaufen.
Ist der Park barrierefrei?
Die Hauptwege sind asphaltiert und rollstuhlgerecht. Etwa die Hälfte der Fahrgeschäfte ist für Rollstuhlfahrer zugänglich. Das Märchenschloss hat im Erdgeschoss keine Stufen, die oberen Etagen sind nur über Treppen erreichbar. Behindertentoiletten gibt es bei jedem Sanitärgebäude.
Lohnt sich das Online-Ticket?
Unbedingt. Der Preisvorteil liegt bei 50 bis 100 NOK pro Ticket, und man spart die Wartezeit an der Kasse. An Sommerwochenenden kann die Schlange an der Kasse 20 bis 30 Minuten dauern. Online-Tickets haben ein festes Datum, sind aber bei Schlechtwetter bis zu zwei Wochen umtauschbar.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026