Eisbären auf Svalbard
Am zweiten Tag unserer Bootstour im Liefdefjorden rief der Guide ploetzlich: Stopp. Alle leise. Dreihundert Meter voraus, auf einer niedrigen Eisscholle, lag ein Eisbär. Er hob den Kopf, schaute in unsere Richtung und legte sich wieder hin. Kein Interesse an uns. Wir trieben zwanzig Minuten auf dem Wasser, beobachteten, fotografierten. Dann drehte der Bär sich auf den Bauch, rutschte von der Scholle ins Wasser und verschwand zwischen den Eisbergen. Einfach so.
Es war meine erste Eisbärensichtung, und sie hat alles veraendert. In Dokumentarfilmen wirken Eisbären gross. In der Realität sind sie gewaltig. Die Pranken, die Schultern, der Kopf. Selbst auf Entfernung spürt man die Kraft dieses Tieres. Und die Gelassenheit. Der Bär wusste, dass wir da waren. Er hat entschieden, uns zu ignorieren. Das ist das, was die meisten Besucher nicht erwarten: wie wenig sich Eisbären für Menschen interessieren. Solange man ihnen keinen Grund gibt.
Svalbard ist einer der wenigen Orte auf der Welt, wo man Eisbären in freier Wildbahn beobachten kann. Nicht in einem Gehege, nicht durch ein Fenster, sondern in ihrem Lebensraum. Das bringt Verantwortung mit sich. Die Tiere stehen unter strengem Schutz, die Regeln sind klar, und wer sie missachtet, riskiert sein Leben, und auch eine Strafe, die wehtut.
Svalbards Eisbären in Zahlen
Auf dem Svalbard-Archipel leben nach der letzten wissenschaftlichen Zaehlung (Norwegisches Polarinstitut, 2015) rund 3.000 Eisbären. Die Zahl schwankt, weil die Bären nicht standorttreu sind. Sie wandern mit dem Meereis und bewegen sich zwischen Svalbard, Franz-Josef-Land (Russland), Groenland und dem Nordpol hin und her. Manche Individuen legen in einem Jahr über 5.000 Kilometer zurück.
Im Vergleich: In Longyearbyen leben rund 2.500 Menschen. Die Eisbärenpopulation übersteigt also die Einwohnerzahl der größten Siedlung. Das ist eine Statistik, die man im Hinterkopf behalten sollte, wenn man außerhalb der Ortsgrenzen unterwegs ist.
Die Svalbard-Eisbären gehören zur Barentssee-Population, die insgesamt auf etwa 2.600 bis 3.500 Tiere geschätzt wird. Die Population gilt derzeit als stabil, was angesichts der globalen Bedrohungen für die Art eine vergleichsweise gute Nachricht ist. Seit dem Jagdverbot von 1973 hat sich der Bestand erholt. Davor wurden auf Svalbard jaehrlich hunderte Bären geschossen, viele davon von Trophaeenjaegern.
Wo man Eisbären sieht
Eisbären können überall auf Svalbard auftauchen, auch in der Naehe von Longyearbyen. Die meisten Sichtungen gibt es aber in den abgelegenen Gebieten im Norden und Osten des Archipels, wo das Meereis länger liegt und die Robbenpopulationen größer sind.
Nordwestküste (Kongsfjorden, Liefdefjorden)
Die Fjorde im Nordwesten sind von Expeditionsschiffen gut erreichbar und bieten eine hohe Sichtungswahrscheinlichkeit. Die Bären jagen hier Ringelrobben auf dem Fjordeis und halten sich im Sommer an der Küste auf, wenn das Eis geschmolzen ist. Der Monacobreen-Gletscher im Liefdefjorden ist ein besonders guter Ort: Hier kalbt der Gletscher ins Wasser, und die Eisbären suchen auf den treibenden Schollen nach Robben.
Oestliche Inseln (Edgeoeya, Barentsoeya)
Die oestlichen Inseln des Archipels sind schwerer zugänglich, weil das Meereis später im Jahr aufbricht. Dafür ist die Eisbärndichte hier hoeher als irgendwo sonst auf Svalbard. Edgeoeya, die drittgrößte Insel des Archipels, hat keine menschliche Besiedlung und gilt als eine der wichtigsten Gebaergebiete für Eisbärmuetter. Expeditionsschiffe, die die Ostseite umrunden, sehen hier regelmaessig Bären, manchmal fünf oder sechs an einem Tag.
Packeisrand (nördlich von 80 Grad Nord)
Im Sommer zieht sich die Packeisgrenze nördlich von Svalbard zurück. Die Eisbären folgen dem Eis, denn auf dem Eis jagen sie Robben. Wer mit einem eisverstaerkten Schiff zum Packeisrand faehrt (etwa 80 bis 82 Grad Nord), hat gute Chancen auf Sichtungen von Bären, die auf dem Eis unterwegs sind. Diese Touren gehören zu den teuersten und exklusivsten Angeboten auf Svalbard.
Die Gewehrpflicht
Die Gewehrpflicht auf Svalbard ist kein Witz und kein Souvenirfoto. Sie ist eine Überlebensregel. Wer die Siedlungsgrenze von Longyearbyen, Ny-Aalesund oder Barentsburg verlässt, muss ein geeignetes Grosskalibergewehr bei sich tragen. Geeignet heißt: Kaliber .308 Winchester, .30-06 Springfield oder vergleichbar. Kleinere Kaliber und Schrotflinten gelten nicht als ausreichend.
Als Tourist kann man ein Gewehr beim Sysselmann (dem Gouverneur von Svalbard) mieten. Die Kosten liegen bei 200 bis 400 NOK pro Tag. Voraussetzung ist ein gueltiger europaeischer Waffenpass oder eine vergleichbare Berechtigung und eine Einweisung durch den Vermieter. Wer keine Waffenerfahrung hat, sollte sich einer gefuehrten Tour anschließen, bei der der Guide bewaffnet ist.
Die Reihenfolge der Abwehrmittel ist klar definiert: Zuerst versucht man, den Bären durch Laerm zu vertreiben. Dann kommen Signalpatronen oder Leuchtraketen. Ein Warnschuss in die Luft folgt als nächste Stufe. Erst wenn der Bär trotz allem weiter angreift, darf geschossen werden. Wer einen Eisbären toetet, muss den Vorfall dem Sysselmann melden, und es folgt eine gründliche Untersuchung. Unberechtigte Toetung wird strafrechtlich verfolgt.
In der Praxis kommt es extrem selten zum Einsatz der Waffe. Die meisten Guides auf Svalbard haben in ihrer gesamten Karriere nie auf einen Bären geschossen. Signalpatronen reichen in 99 Prozent der Faelle aus. Aber das eine Prozent ist der Grund, warum das Gewehr dabei sein muss.
Sicherheit im Eisbärengebiet
Eisbärensicherheit beginnt nicht beim Gewehr, sondern beim Verhalten. Die wichtigste Regel: Immer aufmerksam sein. Eisbären sind Meister der Tarnung. Ihr weisses Fell verschmilzt mit dem Schnee, und sie können sich lautlos annaehern. Erfahrene Guides scannen staendig die Umgebung, benutzen Fernglaeser und achten auf Spuren im Schnee.
In Camps wird eine Eisbärenwache aufgestellt. Jemand bleibt immer wach und überblickt das Gelaende. Stolperdrahtalarm-Systeme um das Camp sind Standard: Duenne Draehte in Kniehoehe, verbunden mit Signalpatronen. Wenn ein Bär den Draht beruehrt, geht die Patrone los, und alle werden geweckt. Es funktioniert zuverlaessig, und ich habe von Guides gehört, die drei oder vier Mal pro Saison durch den Stolperdrahtalarm geweckt werden.
Bei Wanderungen gilt: Gruppe zusammenbleiben, laute Gespraeche fuehren, nicht hinter Huegel oder in unübersichtliches Gelaende laufen. Essen niemals im Zelt aufbewahren, sondern in verschlossenen Kisten mindestens 50 Meter entfernt. Eisbären haben einen außerordentlich guten Geruchssinn und können Nahrung über Kilometer riechen.
Persoenliche Erfahrung: Auf meiner zweiten Svalbard-Reise weckte uns der Stolperdrahtalarm um drei Uhr morgens. Ein junger Bär war bis auf 40 Meter ans Camp gekommen. Der Guide schoss zwei Leuchtraketen, der Bär rannte davon. Wir haben danach nicht mehr geschlafen, aber der Adrenalinstoss hielt uns ohnehin wach. Am nächsten Morgen sahen wir seine Spuren im Schnee, direkt neben der Stelle, an der wir Stunden zuvor gewandert waren.
Die besten Touren zur Eisbärensichtung
Bootstouren im Sommer (Juni bis August)
Die hoeechste Sichtungswahrscheinlichkeit bieten Bootstouren im Sommer. Die Fjorde sind eisfrei, die Bären halten sich an der Küste auf, und das 24-Stunden-Tageslicht ermöglicht Beobachtungen zu jeder Tageszeit. Eine Tagestour ab Longyearbyen in den Isfjorden oder Tempelfjorden kostet 2.000 bis 4.000 NOK und dauert sechs bis acht Stunden. Die Sichtungsquote liegt bei etwa 30 bis 50 Prozent.
Deutlich hoeher sind die Chancen auf mehrtaegigen Expeditionsschiff-Touren, die in die abgelegenen Gebiete fahren. Eine 5- bis 8-taegige Umrundung Spitzbergens erreicht Sichtungsquoten von über 90 Prozent. Die Preise beginnen bei 30.000 NOK pro Person in der Innenkabine und reichen bis 80.000 NOK für eine Suite.
Schneemobiltouren im Frühjahr (Maerz bis Mai)
Im Frühjahr, wenn das Meereis noch fest und die Tage länger werden, bieten Schneemobiltouren die Möglichkeit, weite Strecken zurückzulegen und abgelegene Gebiete zu erreichen. Die Bären jagen zu dieser Zeit auf dem Fjordeis, und man kann ihre Spuren im Schnee verfolgen. Allerdings sieht man die Bären selbst seltener als im Sommer, weil die Distanzen größer sind und die Tiere sich über ein riesiges Gebiet verteilen.
Eine dreitaegige Schneemobiltour mit Übernachtung in Trapperhuetten kostet 15.000 bis 22.000 NOK. Die Touren fuehren meist nach Osten, ins Adventdalen und Sassendalen, oder nach Norden Richtung Pyramiden.
Anbieter mit den besten Sichtungsquoten
Hurtigruten Svalbard betreibt das Expeditionsschiff MS Nordstjernen und organisiert die größten Touren rund um den Archipel. PolarQuest faehrt mit kleinen Segelschiffen (12 bis 16 Passagiere) und bietet damit eine intimere Erfahrung. Arctic Wildlife Tours hat sich auf Wildtierbeobachtung spezialisiert und setzt Guides ein, die gleichzeitig Wildtierbiologen sind. Svalbard Wildlife Expeditions bietet Fotoreisen mit professioneller Anleitung.
Biologie und Verhalten
Eisbären (Ursus maritimus) sind die größten Landraubtiere der Erde. Männchen wiegen 400 bis 700 Kilogramm, Weibchen 200 bis 350 Kilogramm. Aufgerichtet sind sie bis zu drei Meter gross. Ihre Hauptnahrung sind Ringelrobben und Bartrobben, die sie auf dem Meereis jagen. Ein ausgewachsener Bär braucht pro Jahr etwa 40 bis 50 Robben, um sein Gewicht zu halten.
Die Jagdtechnik ist geduldig. Der Bär legt sich an ein Atemloch der Robbe und wartet. Stunden, manchmal Tage. Wenn die Robbe zum Atmen auftaucht, schlaegt er zu. Ein einziger Prankenhieb genügt. Diese Methode funktioniert nur auf dem Eis. Ohne Eis können die Bären keine Robben jagen und hungern.
Weibchen bringen ihre Jungen in Schneehoehlen zur Welt, meist zwischen November und Januar. Die Hoehlen liegen an windgeschuetzten Berghaengen, und die Mutter bleibt mit den Jungen drei bis vier Monate darin, bevor sie im Frühjahr erstmals ins Freie kommt. In dieser Zeit zehrt sie von ihren Fettreserven und saeugt die Jungen. Wenn sie die Hoehle verlässt, hat sie bis zu 40 Prozent ihres Koerpergewichts verloren.
Junge Eisbären bleiben zwei bis zweieinhalb Jahre bei der Mutter. Sie lernen in dieser Zeit, Robben zu jagen, Gefahren zu erkennen und sich auf dem Eis zu bewegen. Die Sterblichkeitsrate unter Jungtieren ist hoch: Etwa die Haelfte überlebt das erste Lebensjahr nicht. Kälte, Nahrungsmangel und männliche Eisbären, die Jungtiere manchmal toeten, sind die Hauptursachen.
Eisbären und Klimawandel
Die Arktis erwaermt sich doppelt bis dreimal so schnell wie der Rest der Erde. Auf Svalbard steigen die Jahresdurchschnittstemperaturen seit den 1970er Jahren, und das Meereis geht zurück. Das ist kein abstraktes Problem. Es betrifft direkt die Eisbären, denn ohne Meereis können sie nicht jagen.
In den letzten zwanzig Jahren hat sich die eisfreie Zeit in den Fjorden Svalbards um mehrere Wochen verlängert. Wo früher von November bis Juni Eis lag, schmilzt es heute oft schon im Mai. Die Bären müssen länger an Land bleiben und länger hungern. Manche weichen auf alternative Nahrungsquellen aus: Vogeleier, Rentiere, Muell aus menschlichen Siedlungen. Aber das reicht nicht, um den Kalorienverlust durch die fehlende Robbenjagd auszugleichen.
Wissenschaftler des Norwegischen Polarinstituts beobachten die Svalbard-Bären seit Jahrzehnten. Sie fangen einzelne Tiere, wiegen sie, nehmen Blutproben und setzen GPS-Sender ein. Die Daten zeigen, dass das Durchschnittsgewicht der Weibchen in den letzten Jahren gesunken ist. Duennere Muetter bekommen weniger und schwaechere Junge, die schlechtere überlebenschancen haben.
Das ist eine unbequeme Wahrheit für Touristen, die nach Svalbard kommen, um Eisbären zu sehen. Die Fluege, die Schiffe und die Infrastruktur erzeugen Emissionen, die den Lebensraum der Tiere weiter schrumpfen lassen. Einige Anbieter versuchen, diesen Widerspruch durch Kompensationsmassnahmen und Forschungsfoerderung abzumildern. Ob das reicht, ist eine offene Frage.
Fotografieren von Eisbären
Die meisten Besucher wollen Fotos. Verstaendlich. Aber gute Eisbärfotos von Svalbard erfordern Geduld und die richtige Ausrüstung. Ein Teleobjektiv mit mindestens 300 Millimetern Brennweite ist Pflicht. Die Tiere sind oft 100 bis 300 Meter entfernt, und mit einem Smartphone bekommt man nichts als einen weissen Punkt auf weissem Hintergrund.
Vom Boot aus fotografiert man am besten mit einem Bildstabilisator, denn das Boot schaukelt. Eine Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde oder schneller friert die Bewegung ein. ISO 800 bis 1600 ist auf Svalbard normal, weil das Licht oft diffus ist. Die Belichtung korrigiert man um plus ein bis plus zwei Blendenstufen nach oben, sonst wird der Schnee grau statt weiss.
Professionelle Fotoreisen nach Svalbard bieten Anbieter wie Better Moments und Wild Photo Travel an. Die Gruppen sind klein (4 bis 8 Personen), die Guides sind gleichzeitig professionelle Tierfotografen, und die Routen werden nach Sichtungswahrscheinlichkeit geplant. Die Preise beginnen bei 40.000 NOK für eine Woche, zuzueglich Flug und Verpflegung.
Ein Wort zur Ethik: Niemals naeher als 30 Meter an einen Eisbären herangehen, auch nicht vom Boot aus. Drohnen sind auf Svalbard im Umkreis von Wildtieren verboten. Und wer ein Bild postet, auf dem er mit einem Eisbären im Hintergrund posiert, sollte bedenken, dass das Signal, das er damit sendet, problematisch ist. Eisbären sind keine Kulisse für Selfies.
Ethik der Eisbärenbeobachtung
Tourismus auf Svalbard ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits generiert er Einnahmen, die in den Schutz der Arktis fliessen. Der Sysselmann finanziert Schutzprogramme teilweise aus Tourismusabgaben. Andererseits bedeutet jedes Schiff, jedes Schneemobil und jeder Flug eine Belastung für das fragile Oekosystem.
Die Association of Arctic Expedition Cruise Operators (AECO) hat Richtlinien für verantwortungsvollen Wildtiertourismus erlassen. Dazu gehören Mindestabstaende zu Tieren, Beschraenkungen für Landgänge in sensiblen Gebieten und Regeln für den Umgang mit Abfaellen. Serioeose Anbieter sind AECO-Mitglieder und halten sich an diese Standards.
Meine persoenliche Meinung: Eisbärbeobachtung auf Svalbard ist vertretbar, wenn man es richtig macht. Das heißt: einen serioeosen Anbieter waehlen, Abstand halten, die Regeln befolgen und sich bewusst sein, dass man Gast in einem Lebensraum ist, der nicht für Menschen gemacht wurde. Wer nur für das perfekte Instagram-Foto kommt, verfehlt den Punkt.
Und vielleicht das Wichtigste: Wer einmal einen Eisbären in freier Wildbahn gesehen hat, versteht auf einer tiefen, koerperlichen Ebene, warum diese Tiere geschuetzt werden müssen. Dieses Verstaendnis ist mehr wert als jede Spende und jeder Aufkleber auf dem Auto.
Haeufige Fragen
Wie wahrscheinlich ist es, einen Eisbären zu sehen?
Auf einer Tagestour ab Longyearbyen liegt die Wahrscheinlichkeit bei 20 bis 40 Prozent. Auf einer mehrtaegigen Expeditionsschiff-Reise rund um den Archipel bei über 90 Prozent. In den Wintermonaten sind die Chancen generell geringer, weil die Bären weiter draußen auf dem Eis jagen.
Greifen Eisbären Menschen an?
Ja, aber selten. Zwischen 1971 und 2023 gab es auf Svalbard sechs toedliche Angriffe. Hungrige oder überraschte Bären sind am gefaehrlichsten. Muetter mit Jungen verteidigen ihren Nachwuchs aggressiv. Die große Mehrheit der Begegnungen verlaeuft friedlich, solange man Abstand hält und sich ruhig verhält.
Kann man ein Gewehr auf Svalbard leihen?
Ja. Mehrere Verleihstellen in Longyearbyen bieten Grosskalibergewehre zur Miete an, darunter der Svalbardbutikken und einige Touranbieter. Die Tagesmiete liegt bei 200 bis 400 NOK. Voraussetzung ist ein Waffenpass oder eine vergleichbare Berechtigung und eine Einweisung. Munition und Signalpatronen gibt es dazu.
Sind Eisbären in Longyearbyen selbst eine Gefahr?
Es kommt selten vor, aber Eisbären betreten gelegentlich die Siedlung. Im November 2023 wurde ein Bär im Zentrum von Longyearbyen gesichtet. Der Sysselmann hat ein Alarmsystem eingerichtet, und die Bewohner wissen, wie sie sich verhalten müssen. Innerhalb der Siedlung braucht man kein Gewehr, aber man sollte aufmerksam bleiben, besonders in der dunklen Jahreszeit.
Welche Kamera braucht man für Eisbärfotos?
Eine Kamera mit Wechselobjektiv und ein Teleobjektiv mit 200 bis 600 Millimetern Brennweite. Spiegellose Kameras von Sony, Nikon oder Canon sind ideal, weil sie schnell fokussieren und bei schlechtem Licht gut funktionieren. Ein stabiles Stativ oder ein Bohnensack für die Reeling hilft bei Aufnahmen vom Boot. Smartphones liefern auf die ueblichen Distanzen keine brauchbaren Ergebnisse.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026