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Bunad
Norwegens Nationaltracht und die Geschichten, die sie erzählt

Bunad

15 Min. Lesezeit

Am 17. Mai verwandelt sich Norwegen. Auf den Straßen von Oslo, Bergen, Tromsø und jedem noch so kleinen Dorf sieht man dann Tausende Menschen in farbenprächtigen Trachten. Frauen in bestickten Kleidern mit Silberschmuck, Männer in kurzen Jacken und Kniebundhosen, Kinder in Miniaturversionen der Erwachsenentrachten. Es ist der Nationalfeiertag, und es ist der Tag des Bunads.

Ich erlebte meinen ersten 17. Mai in Oslo. Die Karl Johans gate war voller Menschen, und ich war überwältigt von der Vielfalt der Trachten. Keine zwei sahen gleich aus. Die Farben, die Stickereien, die Schürzen, der Schmuck, alles war anders. Neben mir stand eine ältere Frau in einem dunkelroten Bunad mit aufwendigen Goldstickereien. "Hardanger", sagte sie und zeigte auf ihre Tracht. "Meine Großmutter hat ihn angefangen. Meine Mutter hat ihn fertig gestickt. Und ich trage ihn seit vierzig Jahren." In diesem Moment verstand ich: Ein Bunad ist nicht einfach ein Kleidungsstück. Er ist ein Stück Familiengeschichte, tragbar gemacht.

Was ein Bunad erzählt

Jeder Bunad verrät, woher seine Trägerin oder sein Träger kommt. Die Farben, die Muster, die Art der Stickerei, die Form der Schürze, der Schmuck, alles hat eine Bedeutung und ist einem bestimmten Ort oder einer bestimmten Region zugeordnet. Wer sich mit Bunaden auskennt, kann auf den ersten Blick erkennen, ob jemand aus Telemark, Nordland, Sogn oder Hallingdal stammt.

Detailaufnahme der Stickereien und des Schmucks an einem Bunad
Jedes Detail am Bunad erzählt eine Geschichte: Stickerei und Silberschmuck (KI-generiert)

In Norwegen gibt es heute über 400 verschiedene Bunad-Varianten, für Frauen und Männer. Manche Gemeinden haben ihren eigenen Bunad, andere teilen sich eine regionale Variante. Die Unterschiede können subtil sein (ein anderes Stickmuster, eine andere Schürzenfarbe) oder offensichtlich (komplett verschiedene Schnitte und Farbschemata).

Traditionell trägt man den Bunad der Region, in der man geboren wurde oder aus der die Familie stammt. Es gibt allerdings keine strengen Regeln. Manche Menschen wählen den Bunad ihres Geburtsorts, andere den des Orts, an dem sie aufgewachsen sind. Frauen, die heiraten, übernehmen manchmal den Bunad der Region ihres Mannes, manchmal behalten sie ihren eigenen. Es ist eine persönliche Entscheidung, die oft Anlass für lebhafte Familiendebatten ist.

Geschichte der Tracht

Die Geschichte des Bunads ist komplizierter, als man denkt. Die Trachten, die heute als "traditionell" gelten, sind in Wahrheit oft das Ergebnis einer bewussten Rekonstruktion aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die alten Volksrachten waren im Laufe der Industrialisierung und Urbanisierung vielerorts verschwunden. Was man heute als Bunad kennt, ist in vielen Fällen eine Neuschöpfung, die auf historischen Vorbildern basiert, aber keineswegs eine ununterbrochene Tradition darstellt.

Der Ursprung liegt in den regionalen Volkstrachten, die die norwegische Landbevölkerung bis ins 19. Jahrhundert trug. Jede Region hatte ihre eigene Kleidung, geprägt von lokalen Materialien, Färbetechniken und Handwerkstraditionen. In den entlegeneren Tälern hielt sich die Trachtenkleidung am längsten, während sie in den Städten und Küstenregionen schneller durch Modeströmungen aus Europa verdrängt wurde.

Die Wiederentdeckung der Trachten begann im späten 19. Jahrhundert, als die norwegische Nationalbewegung Fahrt aufnahm. Norwegen, das seit 1814 in einer Union mit Schweden stand, suchte nach kulturellen Symbolen, die es von seinem Nachbarn unterschieden. Die Volkstrachten eigneten sich perfekt: Sie waren alt, sie waren norwegisch, und sie verkörperten das ländliche, "echte" Norwegen, das die Romantiker idealisierten.

Eine Schlüsselfigur in der Bunad-Wiederbelebung war Hulda Garborg, Schriftstellerin und Kulturaktivistin, die Anfang des 20. Jahrhunderts systematisch alte Trachten sammelte, dokumentierte und neu anfertigen ließ. Sie gründete 1903 die Bunad-Bewegung und legte Regeln fest, wie Bunader auszusehen hatten. Ihre Arbeit war eine Mischung aus historischer Forschung und kreativer Interpretation. Manche der Trachten, die sie "rekonstruierte", hatten in dieser Form nie existiert. Garborg fügte Details hinzu, kombinierte Elemente verschiedener Epochen und schuf so neue Varianten, die dennoch als "authentisch" galten.

In den 1930er und 1940er Jahren wurde der Bunad zunehmend politisiert. Die norwegische Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung nutzte die Tracht als stilles Zeichen des nationalen Widerstands. Am 17. Mai 1945, dem ersten Nationalfeiertag nach der Befreiung, trugen Hunderttausende Norweger ihren Bunad. Seitdem ist die Tracht untrennbar mit dem Nationalfeiertag verbunden.

Regionale Varianten

Die Vielfalt der Bunader ist enorm. Hier einige der bekanntesten und auffälligsten Varianten:

Hardanger-Bunad

Der vielleicht bekannteste Bunad, oft in Schwarz oder Dunkelrot gehalten, mit aufwendiger Weißstickerei (Hardangersøm) auf der Schürze und dem Brustlatz. Die Hardangersøm ist eine spezielle Technik mit ausgeschnittenen Mustern, die an Spitze erinnern. Der Schmuck ist aus Silber und umfasst die charakteristischen Sølje-Broschen. Dieser Bunad gilt als einer der ältesten und am besten dokumentierten.

Telemark-Bunad

Telemark hat mehrere Varianten, darunter den Øst-Telemark-Bunad und den West-Telemark-Bunad. Typisch sind kräftige Farben, besonders Rot und Grün, und aufwendige Wollstickereien mit Blumenmotiven. Die Telemark-Bunader gehören zu den farbenfrohsten und werden oft als die "schönsten" bezeichnet, was natürlich Geschmackssache ist.

Verschiedene regionale Bunad-Varianten nebeneinander
Die Vielfalt ist enorm: Jede Region hat ihren eigenen Bunad (KI-generiert)

Nordland-Bunad

Die Bunader aus Nordnorwegen sind oft schlichter im Schnitt, aber mit feinen Details. Der Nordland-Bunad ist typischerweise in Blau und Schwarz gehalten und wirkt eleganter und weniger folkloristisch als die südnorwegischen Varianten. Er wurde erst im 20. Jahrhundert entwickelt, da die Region keine durchgängige Trachtentradition hatte.

Rogaland-Bunad

Typisch für die Gegend um Stavanger. Oft in dunklen Farben (Schwarz, Dunkelblau) mit feiner Kreuzstich-Stickerei. Die Schürze ist oft gestreift oder kariert. Ein eher nüchterner, protestantisch geprägter Bunad, der die Kultur der Region widerspiegelt.

Der Mannsbunad

Auch Männer tragen Bunad, und die männlichen Varianten sind nicht weniger aufwendig als die weiblichen. Der typische Mannsbunad besteht aus einer kurzen Jacke, einer Weste, Kniebundhosen, langen Strümpfen und einem Hemd. Oft kommt ein Hut dazu. Die Farben sind in der Regel gedeckter als bei den Frauenbunaden, Schwarz, Dunkelblau, Dunkelgrün. Silberknöpfe und Silberschnallen sind wichtige Accessoires.

Die Herstellung

Ein Bunad ist Handarbeit. Jedes Stück wird von Hand genäht, bestickt und zusammengesetzt. Das dauert. Ein komplett handgefertigter Bunad braucht zwischen 200 und 800 Arbeitsstunden, je nach Variante und Aufwand der Stickereien. Manche Frauen sticken ihren Bunad selbst, was Jahre dauern kann. Andere lassen ihn von einer Bunad-Schneiderin anfertigen, was schneller geht, aber entsprechend kostspielig ist.

Eine Bunad-Schneiderin bei der Handarbeit
Hunderte Stunden Handarbeit stecken in jedem Bunad (KI-generiert)

Die Materialien sind traditionell: Wolle, Leinen, Baumwolle und Seide. Die Stoffe werden teilweise noch in Norwegen gewebt, aber viele Bunad-Schneiderinnen importieren hochwertige Stoffe aus Deutschland, Schottland oder Italien. Die Farben werden nach historischen Vorlagen ausgewählt, und jede Bunad-Variante hat ein festgelegtes Farbschema, von dem nicht abgewichen werden darf.

Die Stickereien sind das Kern vieler Bunader. Sie werden mit verschiedenen Techniken ausgeführt: Kreuzstich, Plattstich, Hardangersøm, Klosterstich und anderen. Die Motive sind meist Blumen, Blätter und Ranken, aber auch geometrische Muster kommen vor. Jede Region hat ihre eigenen Motive und Farben, und erfahrene Sticker erkennen sofort, zu welchem Bunad ein bestimmtes Muster gehört.

In Norwegen gibt es eine offizielle Instanz, die über die Authentizität der Bunader wacht: den Bunad- og Folkedraktrådet (Bunad- und Volkstrachtenrat). Dieser Rat legt fest, welche Varianten als "offiziell" gelten, welche Materialien und Farben verwendet werden dürfen und wie die Stickereien auszuführen sind. Das klingt bürokratisch, dient aber dem Zweck, die Tradition zu bewahren und Fehler zu vermeiden.

Sølje: Der Silberschmuck

Zum Bunad gehört Silberschmuck, und die wichtigsten Schmuckstücke sind die Sølje-Broschen. Sølje bedeutet wörtlich "Sonnenblume" und bezeichnet Broschen mit hängenden, konvexen Silberscheibchen, die bei jeder Bewegung leicht klirren und das Licht reflektieren. Der Klang einer Sølje ist ganz eigentümlich, ein leises Klingeln, das man auf den 17.-Mai-Feiern überall hört.

Sølje-Broschen aus Silber, der traditionelle Bunad-Schmuck
Sølje: Silberbroschen, die bei jeder Bewegung leise klingeln (KI-generiert)

Sølje werden von Silberschmieden handgefertigt. Die bekanntesten Werkstätten liegen in Telemark, Setesdal und Hardanger. Die Herstellung einer Sølje dauert mehrere Tage. Jedes Scheibchen wird einzeln getrieben, geschliffen und an der Brosche befestigt. Die Qualität erkennt man am Klang: Eine gute Sølje klingt hell und klar, eine schlechte dumpf und matt.

Neben den Sølje-Broschen gehören zum Bunad-Schmuck oft auch Gürtelschnallen, Manschettenknöpfe, Hemdknöpfe und manchmal ein Silbermesser, das in die Gürtelschnalle gesteckt wird. Der gesamte Schmuck eines vollständigen Bunads kann leicht 20.000 bis 50.000 NOK kosten. Er wird oft über Generationen weitergegeben.

Ob man vergoldeten oder reinen Silberschmuck trägt, hängt ebenfalls von der Region ab. In manchen Gegenden ist Vergoldung üblich (der Schmuck heißt dann "Forgylte Sølje"), in anderen gilt nur reines Silber als angemessen. Auch hier gibt es klare Regeln, die der Bunad- und Volkstrachtenrat festlegt.

Der Bunad am 17. Mai

Der 17. Mai ist der norwegische Nationalfeiertag, der Tag, an dem 1814 die norwegische Verfassung unterzeichnet wurde. Und es ist der Tag, an dem der Bunad seine große Bühne hat. Schätzungsweise jeder zweite Norweger besitzt einen Bunad, und am 17. Mai tragen ihn so viele wie möglich.

Menschen in Bunaden feiern den 17. Mai in Norwegen
17. Mai: Der Bunad gehört zum Nationalfeiertag wie die Flagge (KI-generiert)

Das Bild ist überwältigend. Die Straßen sind ein Meer aus Farben, Silber und Flaggen. Die Kinder marschieren in langen Zügen (Barnetog) an den Schulen vorbei, winkend und singend. Die Erwachsenen feiern mit Champagner, Erdbeeren mit Sahne und langen Frühstücken. Und überall sind Bunader: in den Zügen, vor den Schlössern, in den Parks, in den Restaurants.

In Oslo ist der 17. Mai besonders eindrucksvoll. Der Kinderzug durch die Karl Johans gate zieht am Königlichen Schloss vorbei, wo die Königsfamilie auf dem Balkon steht und winkt. Die königliche Familie trägt selbst Bunad, und welchen sie wählt, wird in den Medien ausführlich diskutiert. Königin Sonja hat im Laufe der Jahre Bunader aus verschiedenen Regionen getragen, was jeweils als Zeichen der Wertschätzung für die jeweilige Region interpretiert wurde.

Wer am 17. Mai keinen Bunad hat, zieht sich festlich an. Dunkler Anzug für Männer, elegantes Kleid für Frauen. Aber die Bunad-Träger haben eindeutig die Hauptrolle. Man sieht den Unterschied sofort: Ein festlich gekleideter Mensch sieht gut aus. Jemand in einem Bunad strahlt.

Bunad kaufen und tragen

Ein Bunad ist eine Investition. Ein kompletter Frauen-Bunad, inklusive Stickereien, Bluse, Schürze, Schuhe und Silberschmuck, kostet zwischen 40.000 und 100.000 NOK (etwa 3.500 bis 9.000 Euro). Ein Männer-Bunad liegt etwas darunter, bei 25.000 bis 60.000 NOK. Die Preisspanne ist groß und hängt von der Variante, der Qualität der Materialien und dem Umfang der Handarbeit ab.

Die Wartezeit kann lang sein. Beliebte Bunad-Schneiderinnen haben Wartelisten von ein bis drei Jahren. Wer einen Bunad für den 17. Mai haben will, sollte also rechtzeitig bestellen. Viele junge Norweger bekommen ihren ersten Bunad zur Konfirmation geschenkt, als Familiengabe, die sie ein Leben lang begleiten soll.

Es gibt auch einen Gebrauchtmarkt für Bunader. Auf Plattformen wie Finn.no werden regelmäßig gebrauchte Bunader angeboten, oft zu deutlich günstigeren Preisen. Allerdings muss die Passform stimmen, da Bunader maßgeschneidert sind. Änderungen sind möglich, aber aufwendig, da die Stickereien nicht beschädigt werden dürfen.

Getragen wird der Bunad neben dem 17. Mai auch zu Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen, Jubiläen und anderen feierlichen Anlässen. Im Alltag sieht man ihn nicht, er ist reine Festtagskleidung. Manche Norweger tragen ihren Bunad auch zu Weihnachten (Julaften) oder bei der Verleihung des Nobelpreises.

Kontroversen und Debatten

Der Bunad ist nicht frei von Kontroversen. Die wichtigste Debatte dreht sich um die Frage: Wer darf welchen Bunad tragen? Traditionalisten sagen: Man trägt den Bunad der Region, aus der man stammt, und keinen anderen. Liberalere Stimmen meinen: Jeder soll den Bunad tragen, der ihm gefällt.

Besonders heikel wird es, wenn Einwanderer einen Bunad tragen. Die norwegische Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, und viele Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern leben seit Generationen in Norwegen. Wenn eine Norwegerin mit pakistanischen Eltern am 17. Mai einen Bunad trägt, finden das die meisten Norweger großartig. Aber es gibt auch kritische Stimmen, die argumentieren, der Bunad sei ein Symbol der "ethnisch norwegischen" Identität. Diese Debatte ist heiß, und sie spiegelt größere gesellschaftliche Fragen wider.

Eine andere Kontroverse betrifft die Kosten. Ein Bunad ist teuer, und nicht jede Familie kann sich einen leisten. Kritiker sehen darin ein soziales Problem: Kinder, die am 17. Mai keinen Bunad tragen, fühlen sich manchmal ausgeschlossen. Es gibt Initiativen, die gebrauchte Bunader verleihen oder günstigere Alternativen anbieten, aber das Problem ist nicht gelöst.

Schließlich gibt es eine Debatte über Authentizität. Manche der heute getragenen Bunader sind Neuschöpfungen des 20. Jahrhunderts, die nur lose auf historischen Vorbildern basieren. Puristen halten das für problematisch. Pragmatiker argumentieren, dass Tradition immer eine lebendige Sache ist und dass neue Bunader genauso wertvoll sind wie alte, solange sie mit Respekt und Sorgfalt gemacht werden.

Häufige Fragen zum Bunad

Kann ich als Tourist einen Bunad kaufen?

Ja, grundsätzlich kann jeder einen Bunad kaufen. Allerdings sind die Wartezeiten lang (ein bis drei Jahre bei einer Schneiderin), und die Preise hoch. Für einen Kurzbesuch ist es einfacher, sich einen Bunad in einem Geschäft für traditionelle Kleidung anzuschauen. In Oslo gibt es Husfliden, ein Geschäft für norwegisches Kunsthandwerk, das Bunader verkauft und ausstellt.

Warum sind Bunader so teuer?

Wegen der Handarbeit. Ein Bunad wird zu großen Teilen von Hand genäht und bestickt. Allein die Stickereien können 200 bis 500 Stunden dauern. Dazu kommen hochwertige Materialien (Wolle, Seide, Leinen) und der Silberschmuck, der ebenfalls handgefertigt ist. Ein Bunad ist kein Massenprodukt, sondern ein Unikat.

Gibt es auch einfachere, günstigere Trachten?

Ja, neben dem Bunad gibt es die Festdrakt (Festtracht), die weniger streng reglementiert ist und oft günstiger als ein Bunad. Eine Festdrakt kostet zwischen 10.000 und 20.000 NOK. Sie ist weniger aufwendig, aber dennoch festlich und wird ebenfalls am 17. Mai getragen.

Wie pflegt man einen Bunad?

Ein Bunad wird nicht gewaschen, jedenfalls nicht in der Waschmaschine. Die Wollteile werden gebürstet und gelüftet. Flecken werden vorsichtig von Hand entfernt. Die Bluse kann gewaschen werden, aber die gestickten Teile dürfen nur von einer Fachperson gereinigt werden. Im Schrank sollte der Bunad hängend und in einem Baumwollbeutel aufbewahrt werden, nicht in Plastik.

Tragen norwegische Männer auch Bunad?

Ja, und immer häufiger. Früher war der Bunad vor allem Frauensache, aber in den letzten Jahrzehnten ist der Mannsbunad immer populärer geworden. Heute tragen am 17. Mai fast ebenso viele Männer wie Frauen Bunad. Der Mannsbunad besteht aus Jacke, Weste, Kniebundhosen, Hemd und Strümpfen, dazu Silberknöpfe und oft ein Silbermesser am Gürtel.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026