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Laugavegur Trek
Islands berühmteste Mehrtageswanderung: 55 Kilometer durch Rhyolithberge, Obsidianwüsten und grüne Täler

Laugavegur Trek

17 Min. Lesezeit

Es gibt Wanderungen, die man macht, um ein Ziel zu erreichen. Und es gibt den Laugavegur, bei dem jeder einzelne Schritt das Ziel ist. Der 55 Kilometer lange Fernwanderweg zwischen Landmannalaugar und Þórsmörk führt durch eine Abfolge von Landschaften, die so unterschiedlich sind, dass man an manchen Tagen das Gefühl hat, auf einem anderen Kontinent aufzuwachen als am Vorabend. Rhyolithberge in Pastellfarben weichen schwarzen Obsidianfeldern, dampfende heiße Quellen gehen über in weite Schneefelder, und am Ende öffnet sich das grüne Tal von Þórsmörk wie eine Belohnung für vier Tage zu Fuß.

Der Laugavegur gilt als eine der schönsten Mehrtageswanderungen der Welt, vergleichbar mit dem Milford Track in Neuseeland oder der Tour du Mont Blanc in den Alpen. Was ihn von diesen Klassikern unterscheidet, ist die Abwesenheit von Infrastruktur. Es gibt keine Seilbahnen, keine Bergrestaurants, keine Handymasten. Nur den Weg, die Hütten, das Wetter und die eigenen Beine. Genau darin liegt sein Reiz.

Warum der Laugavegur so berühmt ist

Bunte Rhyolithberge entlang des Laugavegur Treks in Island
Rhyolithberge in Landmannalaugar: Rot, Gelb, Grün und Violett in einer einzigen Bergflanke (KI-generiert)

Der Laugavegur (wörtlich: „Weg der heißen Quellen") verdankt seinen Ruf vor allem der landschaftlichen Vielfalt auf relativ kurzer Strecke. Nur 55 Kilometer trennen den Start in Landmannalaugar vom Ziel in Þórsmörk, aber diese 55 Kilometer durchqueren mindestens fünf vollkommen verschiedene Vegetationszonen. Von den geothermisch aktiven Rhyolithbergen über schwarze Lavawüsten und weitläufige Gletschervorfelder bis hin zu grünen Birkenwäldern verändert sich die Umgebung mit jeder Etappe grundlegend.

International bekannt wurde der Laugavegur durch Reisemagazine wie National Geographic, das ihn mehrfach unter die besten Wanderwege der Welt gewählt hat. Jährlich wandern etwa 15.000 Menschen den Trek, Tendenz steigend. Im Vergleich zu populären Wanderwegen in den Alpen oder Patagonien ist das immer noch wenig, und auf manchen Etappen begegnet man über Stunden keiner Menschenseele. Die Einsamkeit, kombiniert mit den extremen Landschaftskontrasten, macht den besonderen Charakter dieser Wanderung aus.

Der Weg ist technisch nicht besonders schwierig. Es gibt keine Kletterpassagen und keine ausgesetzten Stellen. Die Herausforderung liegt in der Länge, dem Wetter und den Flussquerungen. Mehrere Bäche müssen zu Fuß durchquert werden, manche knöcheltief, andere knietief. An warmen Tagen, wenn die Gletscherschmelze die Wassermengen erhöht, können einzelne Furten anspruchsvoll werden. Gute Kondition und eine gewisse Wetterfestigkeit sind Voraussetzung.

Die vier Etappen im Detail

Der klassische Laugavegur wird in vier Tagesetappen gewandert, obwohl trittsichere Wanderer mit guter Kondition ihn auch in drei Tagen schaffen. Besonders eilige Ultraläufer absolvieren die Strecke bei einem jährlichen Rennen sogar in unter sieben Stunden, aber das ist natürlich eine andere Kategorie. Für die meisten Wanderer ist die Vier-Tage-Variante die richtige Wahl, da sie genug Zeit zum Genießen und für Abstecher lässt.

Etappe 1: Landmannalaugar nach Hrafntinnusker (12 km, 4 bis 5 Stunden)
Die erste Etappe beginnt in den heißen Quellen von Landmannalaugar und führt steil bergauf durch die bunten Rhyolithberge. Die Farben sind überwältigend: Orange, Gelb, Grün, Violett und Grau wechseln sich in den Bergflanken ab. Der Weg passiert dampfende Fumarolen, und an manchen Stellen ist der Boden warm unter den Füßen. Die zweite Hälfte der Etappe führt über Schneefelder (auch im Juli noch vorhanden) zur Hütte Hrafntinnusker auf 1.100 Metern Höhe, dem höchsten Punkt des gesamten Treks. Rund um die Hütte liegen Felder aus Obsidian, schwarzem Vulkanglas, das im Sonnenlicht glänzt.

Etappe 2: Hrafntinnusker nach Álftavatn (12 km, 4 bis 6 Stunden)
Die zweite Etappe gilt als die landschaftlich vielfältigste. Der Weg führt zunächst weiter durch Obsidianfelder und über Schneebrücken, dann beginnt ein langer Abstieg in ein breites Tal. Unterwegs passiert man den Canyon Jökultungur, eine tiefe Schlucht mit dampfenden Quellen am Grund. Die Farben der Berge wechseln von Schwarz über Braun zu Grün, als würde man durch die Farbpalette eines Malers wandern. Das Tagesziel ist der See Álftavatn (Schwanensee), an dessen Ufer die Hütte liegt. An guten Tagen spiegeln sich die umliegenden Berge im stillen Wasser, und es ist leicht zu verstehen, warum dieser Ort seinen poetischen Namen trägt.

Wanderer durchquert einen Fluss auf dem Laugavegur Trek
Flussdurchquerung auf dem Laugavegur: Sandalen anziehen und durch (KI-generiert)

Etappe 3: Álftavatn nach Emstrur (15 km, 6 bis 7 Stunden)
Die längste und landschaftlich kargste Etappe führt durch schwarze Sandwüsten und über weitläufige Lavafelder. Kurz nach dem Start steht die größte Flussdurchquerung des gesamten Treks an: Der Fluss Bláfjallakvísl kann knietief sein und hat eine starke Strömung. Hier ist Vorsicht geboten, bei hohem Wasserstand sollte man auf andere Wanderer warten und gemeinsam durchqueren. Nach der Furt folgen Stunden durch eine scheinbar endlose schwarze Ebene, über der der Mýrdalsjökull thront. Die Etappe endet an der Hütte Emstrur (auch Botnar genannt), die am Rand einer tiefen Schlucht liegt.

Etappe 4: Emstrur nach Þórsmörk (15 km, 6 bis 7 Stunden)
Die letzte Etappe beginnt mit einem Blick in die Schlucht Markarfljótsgljúfur, die sich 200 Meter tief in den Basalt gegraben hat. Der Weg führt am Rand der Schlucht entlang, dann hinab in ein Tal, durch weitere Flussquerungen und schließlich in den Birkenwald von Þórsmörk. Dieser letzte Abschnitt fühlt sich nach drei Tagen in der kargen Hochlandlandschaft wie eine Ankunft im Paradies an. Die Luft riecht nach Birkenlaub, Vögel singen, und das Grün ist fast schmerzhaft intensiv nach all dem Schwarz und Grau der vorherigen Tage.

Blick auf das grüne Þórsmörk Tal am Ende des Laugavegur Treks
Ankunft in Þórsmörk: das grüne Tal als Belohnung nach vier Tagen im Hochland (KI-generiert)

Hütten und Camping entlang des Weges

Berghütte entlang des Laugavegur Treks in Island
Berghütten am Laugavegur: einfach, aber ein willkommener Schutz vor Wind und Wetter (KI-generiert)

Entlang des Laugavegur stehen an jedem Etappenziel Berghütten, die vom Ferðafélag Íslands (Isländischer Wanderverein) und vom Útivist-Wanderverein betrieben werden. Die Hütten bieten Schlafplätze in Gemeinschaftsräumen mit Stockbetten, Gemeinschaftsküchen mit Gas zum Kochen, Toiletten und teilweise kalte Duschen. Strom gibt es in den meisten Hütten (zum Laden von Geräten), aber keine Steckdosen in den Schlafräumen. Schlafsäcke müssen mitgebracht werden, Decken und Kissen sind nicht vorhanden.

Die Hütten entlang des Laugavegur und ihre Kapazitäten:

Landmannalaugar (Start): Große Hütte mit 78 Plätzen, warme Duschen, Campingplatz. Die heißen Quellen direkt neben der Hütte laden zum Baden ein. Hrafntinnusker (Etappe 1): 52 Plätze, einfach, auf 1.100 Metern Höhe gelegen. Álftavatn (Etappe 2): 72 Plätze in zwei Hütten, Lage am See, Campingplatz. Emstrur/Botnar (Etappe 3): 60 Plätze, am Rand der Schlucht, Campingplatz. Þórsmörk (Ziel): Mehrere Hütten und Campingplätze (Básar, Langidalur, Húsadalur).

Ein Hüttenplatz kostet etwa 9.500 bis 11.000 ISK (ca. 63 bis 73 EUR) pro Nacht. Camping an den Hütten kostet 2.500 bis 3.000 ISK (ca. 17 bis 20 EUR) pro Person. Beide Optionen müssen unbedingt im Voraus gebucht werden, besonders für Juli und August. Die Hütten sind häufig schon im Frühjahr ausgebucht. Buchungen laufen über fi.is (Ferðafélag Íslands) und utivist.is.

Tipp zur Buchung:

Die Buchung öffnet in der Regel im März für die gesamte Sommersaison. Die beliebtesten Termine (Mitte Juli bis Mitte August) sind oft innerhalb weniger Tage vergriffen. Wer flexibel ist, hat Anfang Juli oder ab Mitte August bessere Chancen. Alternativ kann man die Hütten durch Camping umgehen und braucht dann keine Reservierung, allerdings ein sturmfestes Zelt und die Bereitschaft, auch bei Regen und Wind draußen zu schlafen.

Landmannalaugar: Der farbenfrohe Startpunkt

Landmannalaugar ist mehr als nur der Ausgangspunkt des Laugavegur. Das Gebiet im isländischen Hochland gehört zu den geologisch wildesten Orten der Insel. Die Rhyolithberge, die das Tal umgeben, zeigen ein Farbspektrum, das in der Natur selten zu finden ist. Das Gestein entstand durch vulkanische Aktivität und enthält verschiedene Mineralien, die je nach Oxidationszustand unterschiedliche Farben annehmen: Eisen färbt rot und orange, Schwefel gelb, Kupfer grün, und unverwittertes Rhyolith schimmert in hellem Grau.

Die heißen Quellen von Landmannalaugar sind der natürliche Pool, der die meisten Besucher anzieht. Ein warmer Bach fließt direkt am Campingplatz vorbei und bildet natürliche Badebecken, in denen das Wasser zwischen 36 und 40 Grad warm ist. Nach einem langen Wandertag gibt es kaum etwas Erholsameres als ein Bad in diesen dampfenden Quellen, umgeben von den bunten Bergen. Der Zugang ist kostenlos.

Die Anreise nach Landmannalaugar erfordert ein Hochlandfahrzeug oder den Hochlandbus. Die Straße F225 ist eine Schotterpiste mit Flussquerungen, die für normale Mietwagen gesperrt ist. Busse fahren im Sommer täglich von Reykjavík (ca. 4 Stunden, 9.500 ISK / 63 EUR pro Strecke). Viele Wanderer verbringen eine Nacht in Landmannalaugar vor dem Trek, um die Umgebung zu erkunden und sich an das Hochland zu gewöhnen.

Ausrüstung und Vorbereitung

Wanderer auf Schneefeldern am Laugavegur Trek in Island
Auch im Juli: Schneefelder gehören auf dem Laugavegur zum Alltag (KI-generiert)

Die richtige Ausrüstung entscheidet auf dem Laugavegur über Freude und Frust. Das Wetter im isländischen Hochland kann sich innerhalb von Minuten ändern: Sonnenschein, Regen, Hagel und sogar Schneeschauer sind an einem einzigen Tag möglich. Die folgenden Gegenstände sind unverzichtbar:

Schuhe: Knöchelhohe, wasserdichte Wanderschuhe mit gutem Profil. Neue Schuhe unbedingt vorher einlaufen. Zusätzlich leichte Sandalen oder Neoprenschuhe für die Flussquerungen (die Flüsse sind eiskalt, Barfuß ist keine Option). Kleidung: Drei Schichten: Funktionsunterwäsche, Fleece oder Daunenjacke, wind- und regendichte Außenschicht. Gamaschen schützen vor Wasser und Sand. Mütze und Handschuhe gehören auch im Sommer ins Gepäck.

Rucksack: 50 bis 65 Liter für Hüttenwanderer, 65 bis 75 Liter für Zeltwanderer. Regenhülle oder wasserdichte Packsäcke sind Pflicht. Schlafsack: Komfortbereich bis mindestens 0 Grad für Zelter, bis 5 Grad für Hüttenwanderer. Verpflegung: Alle Lebensmittel müssen selbst mitgebracht werden. Es gibt unterwegs keine Einkaufsmöglichkeiten. Trockennahrung, Müsliriegel und Tütensuppen bewähren sich. Pro Tag sollte man mit etwa 600 bis 800 Gramm Essen rechnen.

Wanderstöcke sind auf dem Laugavegur besonders nützlich, vor allem bei den Flussquerungen und auf den Schneefeldern. Sie entlasten die Knie beim Abstieg und geben Stabilität in unebenem Gelände. Sonnenschutz (Faktor 50, Sonnenbrille, Kappe) ist wichtig, da die Sonne im Hochland stark reflektiert wird, besonders auf Schneefeldern. Eine Trinkflasche oder Trinkblase (mindestens 1 Liter) reicht aus, da das Wasser der Bäche entlang des Weges trinkbar ist (Gletscherbäche meiden, diese enthalten Sediment).

Verlängerung über den Fimmvörðuháls

Wer nach vier Tagen auf dem Laugavegur noch nicht genug hat, kann die Wanderung über den Fimmvörðuháls-Pass bis nach Skógar an der Südküste verlängern. Diese zusätzliche Etappe (25 Kilometer, 10 bis 12 Stunden) wird oft als Höhepunkt der gesamten Wanderung bezeichnet und zu Recht als eigenständiges Erlebnis betrachtet.

Der Fimmvörðuháls führt von Þórsmörk steil bergauf zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull hindurch auf einen 1.100 Meter hohen Pass. Auf dem Pass befinden sich die frischen Lavakrater Magni und Móði (benannt nach den Söhnen des Donnergottes Thor), die beim Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 entstanden. Das Lavafeld ist stellenweise noch warm, und an einigen Stellen steigt Dampf aus Ritzen auf. Die Wanderung über dieses frische Lavafeld, nur 16 Jahre nach seiner Entstehung, hat etwas zutiefst Eindrucksvolles.

Der Abstieg nach Skógar führt entlang einer Kette von 26 Wasserfällen, die immer größer werden, je weiter man hinabsteigt. Am Ende wartet der 60 Meter hohe Skógafoss, einer der bekanntesten Wasserfälle Islands. Die gesamte Strecke von Landmannalaugar über Þórsmörk und den Fimmvörðuháls bis Skógar beträgt 80 Kilometer und wird in fünf bis sechs Tagen gewandert. Auf dem Fimmvörðuháls gibt es eine Hütte (Baldvinsskáli, 20 Plätze), die vorab gebucht werden muss.

Kosten und Buchung

Der Laugavegur lässt sich als individuelle Wanderung oder als geführte Tour unternehmen. Die individuelle Variante ist günstiger, erfordert aber eigene Planung und Ausrüstung.

Individuelle Wanderung (geschätzte Kosten pro Person): Bustickets Reykjavík nach Landmannalaugar und Þórsmörk nach Reykjavík: ca. 18.000 ISK (120 EUR). Vier Hüttennächte: ca. 40.000 ISK (265 EUR). Verpflegung für fünf Tage (selbst mitgebracht): ca. 8.000 ISK (53 EUR). Gesamt: ca. 66.000 ISK (ca. 440 EUR). Mit Camping statt Hütten spart man rund 30.000 ISK (200 EUR).

Geführte Tour: Mehrere Anbieter (Icelandic Mountain Guides, Arctic Adventures, Fjallabak) bieten geführte Laugavegur-Treks an. Die Preise beginnen bei etwa 250.000 ISK (ca. 1.650 EUR) pro Person für vier Tage mit Hüttenübernachtung und Transport. Luxusvarianten mit Gepäcktransport und besseren Unterkünften kosten bis zu 450.000 ISK (ca. 3.000 EUR). Der Vorteil geführter Touren liegt in der Sicherheit (der Guide kennt die Flussquerungen und das Wetter), der Bequemlichkeit (Verpflegung wird gestellt) und der Gesellschaft.

Buchungszeitraum: Die Saison für den Laugavegur dauert von Ende Juni bis Anfang September. Die Hüttenbuchungen öffnen im März und sind für die Hauptsaison (15. Juli bis 15. August) oft innerhalb weniger Tage vergriffen. Geführte Touren sollten mindestens drei Monate im Voraus gebucht werden. Wer Ende Juni oder ab Mitte August wandert, hat deutlich mehr Auswahl bei den Hütten und weniger Gedränge auf dem Weg.

Spartipp:

Mitglieder des Ferðafélag Íslands (Jahresbeitrag ca. 7.500 ISK / 50 EUR) erhalten 25 Prozent Rabatt auf alle Hüttennächte. Bei vier Nächten spart man damit rund 10.000 ISK (66 EUR), die Mitgliedschaft rechnet sich also bereits bei einer einzigen Wanderung. Die Anmeldung ist online auf fi.is möglich, auch für Nichtisländer.

Häufige Fragen zum Laugavegur

Wie fit muss man für den Laugavegur sein?

Eine solide Grundkondition ist Voraussetzung. Man sollte in der Lage sein, sechs bis acht Stunden am Tag mit Rucksack zu wandern, auch auf unebenem Terrain. Vorbereitung durch regelmäßige Wanderungen mit Gepäck (10 bis 15 kg) in den Wochen vor dem Trek ist empfehlenswert. Technische Klettererfahrung ist nicht nötig.

Kann man den Laugavegur auch in umgekehrter Richtung wandern?

Ja, aber die klassische Richtung (Landmannalaugar nach Þórsmörk) ist empfehlenswerter. Man hat den Wind meist im Rücken, der Gesamtabstieg ist größer als der Aufstieg, und die Ankunft im grünen Þórsmörk ist ein eindrucksvoller Kontrast nach den kargen Hochlandetappen. Außerdem startet man mit den Rhyolithbergen von Landmannalaugar als Motivationsschub.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Das Wetter auf dem Laugavegur ist grundsätzlich unberechenbar. Regen und Wind gehören dazu und sind kein Grund, die Wanderung abzubrechen. Bei extremem Wetter (Sturm, starker Schneefall) können die Hüttenwarte den Weitermarsch untersagen. In solchen Fällen bleibt man einen Tag in der Hütte und verschiebt die nächste Etappe. Deswegen ist es klug, einen Puffertag im Zeitplan einzuplanen.

Gibt es auf dem Weg Trinkwasser?

Ja. Die klaren Bäche entlang des Weges führen sauberes Trinkwasser, das bedenkenlos getrunken werden kann. Milchig-graues Gletscherwasser sollte man meiden, da es viel Sediment enthält. An den Hütten gibt es ebenfalls Trinkwasser. Ein Wasserfilter ist nicht zwingend nötig, aber für vorsichtige Wanderer eine Option.

Brauche ich spezielle Schuhe für die Flussquerungen?

Ja, unbedingt. Die Flüsse sind eiskalt (4 bis 8 Grad) und haben einen steinigen Grund. Barfuß gehen ist schmerzhaft und gefährlich. Die meisten Wanderer nehmen leichte Trekkingsandalen oder Neoprenschuhe mit, die sie nur für die Furten anziehen. Diese wiegen kaum etwas und machen die Querungen deutlich angenehmer und sicherer.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026